Apropros: Vorbestellungen und avisierte Lieferzeiten

Nachdem ich grade eine nette Story über zwei Deutsche, die mal eben nach USA jetteten, um iPads zu ernten, gelesen habe, kurz was zu meinem persönlichen »Vorbestellungs-Waterloo« ;)
Um noch in den Genuß des kostenlosen JTAG-Boards zu kommen, vorbestellte ich am 18. März bei NewIT meinen GuruPlug-Server (Plus), den nächste Evolutionsstufe des SheevaPlug.
Ich weiß nicht mehr, für wann die GuruPlugs initial angekündigt waren, ich meine aber »im April 2010«; im Forum von NewIT wurde am gleichen Tag ein erster voraussichtlicher Liefertermin zu NewIT kommuniziert:

Re: GuruPlug shipping estimates?
« Reply #8 on: 18 March 2010, 10:23:45 AM »
We have been given an estimated delivery date of the 20th April, if this is correct we will despatch all orders within 48 hours or receiving them.
When we get a more accurate date nearer the time we will update this post.

 
Tja, am 23. April hieß es dann:

Re: GuruPlug shipping estimates?
« Reply #14 on: 23 April 2010, 06:30:59 AM »
We received a delivery update from Globalscale last night, this tells us that our shipment will be leaving China next week; this is sent over to Hong Kong then onto the UK by air. With previous orders once we are informed that the shipment has left China it normally takes about 7 days to get to us. But as I am sure most of us are aware of the disruption the volcano has caused the airlines, there maybe a small delay whilst they are clearing the backlog of freight being sent by air.
Once we have confirmation of the flight leaving Hong Kong we can then announce a firm delivery date to ourselves and therefore a despatch date for all orders.
Many thanks for you patience.

 
Die »next week« kam, und ging, ohne GuruPlugs, aber neuen Aussagen:

Re: GuruPlug shipping estimates?
« Reply #30 on: 30 April 2010, 03:20:38 PM »
Globalscale have always had this on their products – 2-4 weeks from date of ordering, this is how they work, customer places order, globalscale manufacture unit then ship it.
We are currently waiting on the flight details from Hong Kong, if pushed for an estimate (because until i receive the flight number thats all i can give), then i would say they will land in the UK around Tuesday/Wednesday. Once this lands in the UK, we then have to process through HM Customs and Excise, and arrange delivery to ourselves, this normally take a day or two. So i would like to think that a fair estimate would be we will receive them on Friday next week, so looking at the quantity of pre orders we have i would say the majority would be despatched on the following Monday 10/5/10.
Once again, many thanks for you patience.

 
Allerdings, auch aus dem Versand am 10. Mai wird nichts werden, wie ein anderer Nutzer berichtet:

Re: GuruPlug shipping estimates?
« Reply #32 on: 04 May 2010, 04:32:57 PM »
Hi midtskogen,
I just got the same update from Jason about an hour ago, so safe to assume same applies:
Hello there
We received a delivery update from Globalscale on the 29/4/10, this tells us that our shipment will be leaving China next week; this is then sent over to Hong Kong then onto the UK by air. With previous orders once we are informed that the shipment has left China and it normally takes about 7 days to get to us. But as I am sure most of us are aware of the disruption the volcano has caused the airlines, there maybe a small delay whilst they are clearing the backlog of freight being sent by air.
Once we have confirmation of the flight leaving Hong Kong we can then announce a firm delivery date to ourselves and therefore a despatch date for all orders, we will aim to despatch all pre orders within 72 hours of receiving the units in to ourselves.
Please keep an eye on our Forum, which is where we will post more accurate delivery dates once we get them.
Best regards
Jason King

 
Bislang wurde jedenfalls nichts Neues seitens NewIT kommuniziert, auffällig sind aber die »will be leaving China next week«-Texte sowohl am 23.03. als auch am 04.05.; augenscheinlich wird der Termin wöchentlich um eine Woche nach hinter geschoben ;) Insofern bin ich dann sehr gespannt, was man im Spätsommer in Deutschland von der WePad-Auslieferung hören wird — wobei ich beide nicht vergleichen möchte, denn der GuruPlug ist nur eine moderate geänderte Hardware zu den schon bestehenden Sheeva- und eSATA-Sheeva-Plugs …

VDR-Netzwerk

Vorab: Willkommen im Club — das yaVDR-Team bloggt nun auch ;)
Langsam nimmt mein VDR-Server-und-Client-Projekt Formen an. Ich hänge zwar noch immer an der Fernbedienungsfrage (lirc_ttusbir wie auch der Treiber für das normale serielle Homebrew-IR-Interface hängen sich auf der Zielhardware (ASUS V-M3N8200 Mainboard, AMD Athlon(tm) 7750 Dual-Core Processor) weg), aber das außen vor, funktionieren timergesteuert Aufnahmen, das Abspielen von Alt-VDR-Aufnahmen (der Wohnzimmer-VDR ist noch ein antikes 1.4.7-Schätzchen) via NFS-Mounts (aufgrund von Rechteproblemen, UID vdr-alt != vdr-neu, leider nur blankes Abspielen, kein »Waschen, Schneiden, Legen«), lokales Schneiden von Aufnahmen¹ … kurz eigentlich erst einmal alles, was VDR können sollte.
Heute habe ich dann mal angefangen, weitere, liebgewonnene Add-ons und Plugins zu suchen und zu installieren — und bin sehr angetan von vdr-plugin-fritzbox, vdr-plugin-timeline, vdr-plugin-remoteosd sowie vdr-plugin-remotetimers. Denn, anders als bei xineliboutput, wo nur ein einem Tag kompilierte Versionen zueinander kompatibel sind (jedenfalls kann ich mit aktuellen vdr-sxfe weder meinen 1.4.7er noch den 1.6.0er an einem entfernten Ort bedienen, selbst aus anderen Quellen stammende 1.7er vdr-Installationen sind eher problembeladen denn nicht :(), steuert remoteosd 0.1.0 von meinem yaVDR aus meinen 1.4.7er mit svdrpext 0.0.1 — so soll das sein!
Das ist insofern relevant, als daß ich im Endausbau einen bis mehrere VDR-Server für programmierte Aufnahmen haben möchte, die von einer zentralen Instanz – dem (ya)VDR im Wohnzimmer – programmiert werden können sollen. Super wäre ein Frontend, welches diese mehreren VDR logisch zusammenfaßt und die Aufnahmen entsprechend verteilt; aber im ersten Schritt reichte es, wenn ich, das ist noch der Knackpunkt, mehrere VDR von einem zentralen VDR fernkonfigurieren könnte. Denn, soweit ich bislang gesehen habe, gibt es keinen vorgesehenen Weg, eine 1:n-Beziehung zu unterstützen (1 Frontend-VDR und n Backends), über 1:1 kam man bislang leider nicht hinaus².
Ein anderes Thema, an dem ich derzeit hänge: die Einbindung der T-Entertain-IPTV-Kanäle (des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, der Rest ist ja »grundverschlüsselt«). Mit der Kanalliste, die ich im Netz gefunden habe, blitzte anfänglich mal was auf, mittlerweile kommt aber »Kanal nicht verfügbar« und die Kanäle werden als verschlüsselt angezeigt :( Tipps werden gerne angenommen:

54:Das Erste IPTV;IPTV:1:IPTV|S1P1|UDP|239.35.129.11|10000:P:0:256=27:257=deu;258=AC3:259:4AE2:28106:0:0:0
5478:Eins HD;IPTV:10:IPTV|S1P1|UDP|239.35.10.1|10000:P:0:256=27:257=deu;258=AC3:259:4AE2:11100:0:0:0

Schlußendlich suche ich dann noch nach einer »vernünftigen« EPG-Variante für die Sender von BBC und ITV (Astra 28,2° Ost), sodaß automatische Aufnahmen »immer« funktionieren und nicht nur, wenn grade ein EPG-Update lief (BBC, ITV und andere senden nur die EPG-Info »jetzt« und »nächstes Programm«, anders als die meisten deutschsprachigen Sender zumindest auf Astra, die das Programm für 3 bis 5 Tage im voraus übermitteln). Auf dem alten VDR hatte ich da mal einen XML2irgendwas-Mechanismus funktional am Start, aber der tut leider auch nimmer …
So, dann werde ich mich mal schlauzumachen versuchen, wie man die yaVDR-Sourcen als Basis für eigene Erweiterungen nimmt, z. B. um nicht »mitgelieferte« Plugins zu kompilieren … Als Brute-Force-Ansatz könnte man ja remoteosd einfach als remoteosd1, remoteosd2, remoteosd3 durchkompilieren und einbinden, mit anderen Pfaden für die Konfiguration, versteht sich.
___

¹ Ich vermisse allerdings noch das noad-Addon, da ich Depp das immer unter »vdr-plugin« gesucht habe. Hab’s vorhin gefunden, allerdings: »vdr-addon-noad ist schon die neueste Version.« Wohl ein RTFM-Fall, bislang wurde jedenfalls in den Aufnahmen nix markiert.
² Für den Einsatzfall »empfangsteilloser Client im Wohnzimmer steuert Server mit mehreren Karten im Keller« ist das sicher ausreichend, aber eben nicht ganz konsequent auf weitere Nutzungsszenarien ausgerichtet. Ich habe z. B. einen Rechner mit VDR gut 10 km entfernt von meinem Wohnort stehen; bei lokalen Wetterphänomen, die nicht auch das Internet karpott machen, könnte ich notfalls von dort streamen, sicherlich aber »wichtige« Aufnahmen dort parallel durchführen.

True friends …

Hachja; Sascha Pallenberg, ultimativer WePad-Fanboy, hat mich offensichtlich lieb; nicht nur meinte er hier, ich solle lieber über Kühe bloggen als über das unfertige Pad aus München/Berlin …

Mach mal die Augen zu, hole tief Luft und was du dann siehst sind Kuehe und viel Ost-Westfalen. Vielleicht solltest du in Zukunft darueber bloggen, das ist authentisch und

…, nein, auch für Antworten hatte er keine Zeit. Was für ein Nerd, echt; beschwert sich über pingbacks, die lt. Spec automatisch gesendet werden sollten, sofern man a) externe Blogs verlinkt und b) diese einee pingback-URL publizieren. Aber, ich schrieb es ja schon:

Hast Du vielleicht auch mein Video und meinen Kommentar von der PK gelesen?
[…] nein haste nicht, ebensowenig hast du unseren Artikel gelesen

 
Das Schöne ist ja, daß ich – und jeder Leser dieses Blogs – Dir das Gegenteil beweisen kann, Du hingegen hier – wieder, möchte ich sagen – mit Hypothesen arbeitest und in diesem Falle saumäßig, sprich gar nicht, recherchiert hast. Aber was hat denn »WePad erstes “Hands On” und ein paar Eindruecke«, mit dem ich mich umfassend hier schon auseinandergesetzt habe, überhaupt mit dem späteren Beitrag zu tun, informationsmäßig? Nebenkriegsschauplatz, weil Du keine wirklichen Argumente hast, meine Aussagen nicht widerlegen kanns?

man man man, wie kann man sich nur so in die Nesseln setzen?

 
Die Frage stelle ich Dir hiermit; das war ja wohl ein sauberes Eigentor ;) Hoffe, Du arbeitest sonst gründlicher …

 

Grenzwertig

Tja. Einerseits: Erfolg, mein Projekt wireless Webcam ist um ein Gerät reicher: statt der Creative Optia AF, die einerseits als MJPEG nur motion-untaugliche 800×600 Pixel lieferte und andererseits mit dem pumpenden Autofokus zu kämpfen hat, hängt nun eine Microsoft® LifeCam NX-6000 an meinem zweiten Fonera 2.0g.
Und der/die Fonera 2.0g schafft es recht komfortabel, bei einer Load von 0.75 bis 0.9 ein oder mehrere MJPEG-Streams in 1600×1200, per WLAN wohlgemerkt, rauszuschicken. Gut, die Bildrate ist jetzt nicht so dolle (ein bis fünf Frames/Sekunde würde ich schätzen), andererseits ist ein solches Bild auhch groß. Und das bekommt auch das nachgelagerte motion zu spüren, welches auf dem QuadCore (AMD, 2,3 GHz Core-Maximum) nun zwischen 130 und 190 Prozent CPU-Leistung verbrät (3x 920×720-Cams sowie eine 1600×1200); klar, die Pixelmenge steigt ja auch nur rd. um den Faktor 2,8 an …
Entsprechend werden auch die timelapse sowie die bei erkannter Bewegung aufgenommenen Videos größer, voluminöser. Aber ein Problem manifestiert sich ziemlich ungeniert: wo kann ich 1600×1200-Pixel große Videos unskaliert abspielen? Die LCDs im Arbeitszimmer sind FullHD, also 1920×1080; der Laptop hat 1440×900 — kurz: ich habe einfach kein Display, wo ich die Aufnahmen in Orginalgröße abspielen kann … Sicherlich ein Luxusproblem — mit dem ich nun auch YouTube konfrontieren werde, indem ich einen kurzen Timelapse dort in Orginalgröße hochladen will.
Daß 33 Minuten motion-timelapse-MPEG1 gleich 421 MB ausmachen, macht das Handling dieser Datenmengen auch nicht einfacher ;)
Nachtrag: Tja, auch YouTube vermag damit nichts anzufangen: »Fehlgeschlagen (Videodatei kann nicht konvertiert« …

The unbuyable WePad

Nach der durchwachsenen Vorstellung des Entwicklungsstandes von WePad-Hard- und -Software gestern, macht es die WePad GmbH noch einmal spannend — der für heute angekündigte Start der Vorbestellmöglichkeit hat bis 12 Uhr MEST noch nicht stattgefunden.
Daran interessieren mich primär die Konditionen des »Pre-Orderings«; ist es ein unverbindliches Vormerken oder möchte der Anbieter vielleicht gar eine Voraus-/Anzahlung haben? Letzteres sollte man sich meines Erachtens sehr gut überlegen, denn, wie gestern klar wurde, von einer Produkt- oder gar Marktreife bezogen auf das Gesamtpaket »WePad« zu sprechen, wäre deutlich verfrüht.
Bislang gibt es nur defekte Vorseriengeräte der angeblichen »finalen Hardware«; eines hat nicht nur einen, sondern gleich mehrere »Wackler« – praktisch, so muß man nicht die fehlende Portrait-/Landscape-Umschaltung vor laufenden Kameras wegzudiskutieren versuchen, da das Pad ja wegen des unspezifizierten »Wacklers« im Ständer verblieb –, das zweite glänzt mit »defektem Touchscreen« – dies soll jenes gewesen sein, welches auf der Pressekonferenz vor zwei Wochen noch unter Windows die UI-Demo präsentierte und bei dem auf Nachfrage versichert wurde, es würde natürlich wunderbar »touchen«, man habe nur den Touchscreen deaktiviert, im Code, damit nicht jeder damit »rumspiele«, so zumindest mobicroco.de – und mehr zumindest grob funktionsfähige Exemplare der angeblich noch handgefertigten finalen Hardware scheinen es bislang nicht in die Hauptstadt geschafft zu haben.
Ganz gut zusammen faßt den Stand wie ich finde der Kommentar von »Flinx« bei netbooknews — wenngleich er teilweise stark verfeinfacht:

Ich zähle mal auf, was in diesen Videos alles noch nicht richtig funktionierte oder absichtlich nicht gezeigt wurde:
– Flash (Youtube in geringer Quali ruckelt wie Sau)
– Adobe Air (“dürfen wir noch nicht, hat Stern.de verboten”)
– Touchbedienung (“Touchdisplay ist noch nicht ganz plan”)
– Multitouch (“hat Apple aber verboten wegen Patent…”)
– Ambient light (ist da, funktionierte aber nicht)
– für Touchbedienung angepasster E-Mail-Client
– für Touchbedienung angepasster Dateibrowser
– für Touchbedienung angepasster MP3-Player
– für Touchbedienung angepasster Kalender und Adressverzeichnis
– Android-Unterstützung
– GPS zusammen mit Google Maps
– Bewegungssensor
– an den Bewegungssensor angepasster Browser, etc.
– funktionierender HDMI-Ausgang (mit Ton)
– Web-Cam
– tatsächliche Akkulaufzeit (stets war das Netzteil angeschlossen)
Kein Zweifel, dass die Hardware vorhanden ist. Das ist aber kein Verdienst von Neofonie. Die Geräte kann jeder Computer-Shop um die Ecke in wenigen Wochen aus China importieren und sein Logo draufkleben.
Von dem was Neofonie an Eigenleistung erbringen will (Treiberanpassung, angepasste Apps, einfach zu bediende GUI, App-Shop) sind momentan nur Baustellen zu sehen.
Über die Art der Präsentation schweigen wir mal lieber.

 

Man kann es natürlich auch wohlwollender formulieren, exemplarisch am Beispiel von stern.de, die allerdings wohl Kunde und/oder Partner von neofonie/WePad sind:

Als das auch noch schlapp machte und eine Windows-Fehlermeldung zeigte, war alles zu spät. Blogger und später auch Journalisten stürzten sich mit Häme auf das PR-Desaster. Zweifel wurden laut: Gibt es gar kein funktionierendes Teutonen-iPad? […] Seitdem ist der Neofonie-Chef unterwegs, seine eigene Glaubwürdigkeit, die seiner Firma und des Produkts namens WePad wiederherzustellen.
Um mit den Vorwürfen, es gebe gar kein funktionierendes Produkt, aufzuräumen, hat Neofonie eine Handvoll Journalisten sowie zwei IT-Blogger […] ins Hauptquartier nach Berlin gebeten, um ein Vorserienmodell aus der Nähe zu begutachten. […]
Während bei der Multitouch-Bedienung zwischen iPad und WePad nur geringe Unterschiede zu bestehen scheinen, […]
Das zentrale Steuerungselement für das WePad ist eine Leiste an der rechten Seite des Bildschirms, die mit dem Daumen bedient wird. […] Dieses Bedienkonzept muss sich im Alltag erst noch bewähren. […]
Nach dem Erstkontakt mit einer frühen Version des WePad lässt sich sagen: Es existiert und es funktioniert. […]

 

Bis auf die komplett unwahre Aussage »Während bei der Multitouch-Bedienung zwischen iPad und WePad nur geringe Unterschiede zu bestehen scheinen« – derzeit existiert doch noch gar kein Multitouch beim WePad und wenn es dermaleinst, nur für Europa, existieren wird, so die Aussage, hängt es von der Anwendung ab, ob sie es unterstützte; das dürfte ein gravierender Unterschied zum iPad sein – und von der für jeden objektiven Betrachter der Aufzeichnungen des Events extrem-optimistischen Aussage »es existiert und es funktioniert« abgesehen – von der Produktdefinition »WePad« ist das, was gezeigt wurde, ungefähr so weit entfernt wie jedes andere Touchscreen-Gerät –, kann man das sicher auch so schreiben …
Sofern das Produkt wirklich auf den Markt kommt, hat das WePad aus meiner Sicht, schon ob des späten Starts aber auch ob der unklaren Zuordnung (keine iPad-Anwendungen laufen; ob und wie Android-Apps auf das Gerät kommen und dort performen, ist unklarer denn je; ich kenne nur eine AIR-Anwendung bislang, und das ist der twitter-Client twhirl – AIR ist heute auch eher eine Desktop-Domäne, oder?; sonstige Stores, was mögen die zu bieten haben?) sowie des – seit dem iPad jedenfalls – ungewöhnlichen Bedienkonzeptes, nur eine Chance, wenn es z. B. durch Verlage massenhaft – subventioniert – unter’s Volk gebracht wird und exklusive, stark nachgefragte Inhalte bringt. Inhalte, die auf dem iPad dann nicht verfügbar sein dürften, um überhaupt eine Konkurrenzsituation zu schaffen …
Das iPad hingegen verkauft sich derweil wie geschnitten Brot von selbst. Ist ja auch weithin konkurrenzlos.

Camera Connection Kit, oder: Wie man aus …

… Scheiße Geld macht :) Auf das folgende bei ifranznation verlinkte Video wollte ich eigentlich dort kommentieren, der Einfachheit halber mache ich das aber nun doch hier; Kommentar also nach dem Video:

Ich finde das schon ziemlich erstaunlich; ich kenne Terry White nicht, bin aber fasziniert, mit welchem Enthusiasmus er das CCK, Apples Nachrüst-USB-Port und Nachrüst-SD-Card-Reader, in diesem Video anpreist. Klar ist das toll, daß man dann endlich USB-Geräte bzw., alternativ, nicht gleichzeitig, ‘ne SD-Speicherkarte nutzen kann — die Genialität liegt allerdings eher darin, genau diese Standardfunktionen dem Basisgerät vorzuenthalten und dafür noch einmal extra zu kassieren. Eine Ingenieursleistung hingegen wäre es gewesen, einen (Micro-)SD-Slot (für Speichererweiterung; so wie 640 kByte letztlich für PCs sich als zu wenig erwiesen, sind, nicht erweiterbare, maximal 64 GB für ein mobiles Tablett ein schlechter Witz) sowie einen oder mehrere USB-Ports in Grundgerät zu integrieren. Aber das wäre der Gewinnmaximierung für Apple natürlich weniger zuträglich als diese Dongle-Lösung … die die Klientel auch noch goutiert.
Auch vom technischen Aspekt, von der Ästhetik ganz zu schweigen, wäre es besser gewesen, eine USB-Buchse direkt einzubauen anstatt diese auf einem proprietären Verbinder nach außen zu führen, wie man spätestens bei der Demonstration eines angesteckten USB-Cardreaders im Video sehen kann. Das rausbaumelnde Kabel stört bei der Handhabung des Pads, die klobige Apple-USB-Buchse macht das nicht wirklich besser. Und während eine SD-Karte bei handelsüblichen Geräten nahezu im Gehäuse verschwinden kann, muß diese bei Apple über ein ekliges Dongle genau dort genutzt werden, wo sie die Bedienung im Querformat optimal behindert; ein Schelm, wer auch hier den Versuch sieht, die dauerhafte SD-Nutzung zu verhindern …
Gut, ich habe beruflich mit der Apple-Welt keine Berührungspunkte; schicke Serversysteme haben andere Hersteller (mittlerweile) auch, dort stimmt allerdings zusätzlich das Preis-Leistungsverhältnis. Insofern hätte ein Einstieg in die Apple-Fußfessel-und-Zensur-Umgebung für mich nur Nachteile; aber selbst als Fanboy würde mich das CCK maximal nerven. Einmal, weil ich für das bißchen Plastik und Metall wieder überhöhte Preise zahlen müßte (der SD-Reader wird USB-basiert sein; die 4 USB-Pins werden auf dem proprietären Apple-Connector anliegen — technisch sind es also nur ein passiver Steckerkonverter), viel mehr aber, weil ich diesen blöden Dongle-Kram immer dabei haben müßte, obwohl beides hervorragend im Basisgerät Platz fände und so dessen Nutzungmöglichkeiten wirklich erhöhen würde, statt, wie jetzt, sie zu behindern. Ich bin wirklich gespannt, wie weit Apple den Bogen noch spannen kann …

Aus dem Osten nichts Neues …

Man macht es bei der neofonie/WePad GmbH noch einmal spannend, es sind noch 12 Stunden bis zum Ablauf des selbst gesetzten Ultimatums für die Präsentation der Touchscreen-Funktion des WePads — und nach wie vor kein Zeichen davon …
Aber der morgige Montag soll ja den umfassenden – 30 Minute pro Tester – Beweis bringen, daß das WePad eben kein Fake sei. Lt. facebook-Nachricht habe die Bild am Sonntag (keine Online-Präsenz mit Inhalten …) heute einen »Testbericht« über das WePad drin und morgen folgten, neben den »Community-Testern« netbooknews.de und androitpit.de demnach noch weitere:

Aber am Montag/Dienstag folgen ja auch noch Heise, DPA, W&V, n-tv und Stern Online.

 
Von den genannten darf man vielleicht am ehesten beim Heise-Verlag auf eine unparteiische Berichterstattung hoffen; n-tv ist Mitglied der Mediengruppe RTL Deutschland, an der Bertelsmann beteiligt ist wie auch am WePad-Partner Gruner+Jahr, der für u. a. stern.de verantwortlich zeichnet.
Der BamS-Artikel kommt auf facebook übrigens nicht gut weg, was technikaffine Leser aber auch nicht wirklich überraschen dürfte:

Kirsten Faßbender lohnt sich nicht zu kaufen! Im Prinzip überhaupt keine neuen Infos. Also einen Produkttest hab ich mir da deutlich anders vorgestellt. Kernaussage nicht so benutzerfreundlich, schlicht und elegant wie das Ipad, aber immerhin es hat wohl funktioniert.

 

Bernd Köhler Das Ganze war mehr ein Auflisten von Fakten als ein Produkttest…

 

Helmut Hoffer Von Ankershoffen
Nicht vergessen – das ist die Bams – heute zwei weitere Journalisten, morgen u.à. Heise und Community. Die “Fakten” sprich Features die das iPad nicht hat wurden von der BAMS sämtliche getestet…

 

Helmut Hoffer Von Ankershoffen übrigens ist der Artikel imho durchaus lesenswert. Wer pastet ihn hier rein? Bin schon beim nächsten Test …

 

Christian Zink Helmut, werden wir heute das neue Video sehen?

 
Man darf gespannt sein, ob neofonie/WePad es noch schafft, heute das versprochene Beweisvideo online zu stellen … Vor lauter, wahrscheinlich vollkommen überraschend terminiterten, Tests — Weihnachten kommt ja auch immer wieder überraschend …

Schweigen um's WePad

Es ist merkwürdig still geworden um das »iPad-Killer-Pad« aus Berlin/München/Fernost. Man könnte natürlich auf die unabhängigen Tester von netbooknews.de setzen … allerdings:

Was auch immer euch in den Sinn kommt und euch wichtig erscheint, wir werden versuchen es entsprechend umzusetzen, denn wir bekommen das gute Stueck fuer 30 Minuten vorgesetzt!

 
Klar, der Sascha wird mich wieder auf die ostwestfälischen Kühe verweisen, von denen er wohl mehr hier lesen möchte; ich allerdings zweifle die Sinnhaftigkeit eines kontrollierten 30-Minuten-Tests an — da war ja Vattenfall im ARD-Bericht »Die Atomlüge« noch aufgeschlossen gegen das, was neofonie/WePad da abzieht …
Überhaupt eine krasse Aktion; es werden also 3 Leuten jeweils 30 Minuten gegeben, das »WePad« zu testen; auf Herz und Nieren, ohne Einschränkungen? Das wird man beobachten müssen. Wie sieht es z. B. mit den Filmrechten aus; dürfen die Tester sich non-stop filmen lassen, sodaß im Endeffekt ein »echter« Testbericht daraus geschnitten werden kann? Welche »Offenbarungen« werden im Vorfeld gemacht, welche noch nicht (sauber) funktionierenden Features eingestanden? Werden die Tester den Google Market for Android testen können – und damit Android-Anwendungen »auf den großen Schirm« bringen? Oder wird eine alte Demo-App des stern der einzige Content sein, den die Tester lobhudeln dürfen? DAS ist denn auch so ziemlich der einzige Bereich, wo ich froh bin, Martin Sonnenborn unter den Testern zu finden — wer auch immer ihn da vorgeschlagen hat, ich kann mir bei ihm schwerlich vorstellen, daß er statt Tacheles zu reden Werbetexteraussagen wiedergibt … Aber auch da mag ich mich irren.
Fakt ist allerdings, daß nicht nur ich auf das versprochene Video mit der »touchenden« finalen Hardware warte …

Kirsten Faßbender
WePad: Wann gibt es denn endlich das für diese Woche versprochene Video des Wepad mit Touchoberfläche ohne Einsatz der Maus? Wir haben immerhin schon Donnerstag!

Dominik Schneider
war das nicht schon für Montag versprochen‽

 

Kirsten Faßbender
Nein. letzte Woche für den Lauf dieser Woche. Im Prinzip haben sie also noch bis Sonntag Zeit, aber sie müssen uns ja auch nicht immer solange zappeln lassen. Wenn nächste Woche Dienstag die Vorbestellungen losgehen sollen sollte man vorher schon sehen, dass alles wie geplant funktioniert. Sonst bestellt das doch keiner.

 

Michel Fricke
Im Moment sind viel zu viele Fragen offen. Ich habe auch leider meine Zweifel daran ob das alles bis Dienstag geklärt wird! Ich brauche viel mehr Technische Details bevor ich mich in irgend einer Weise dazu entscheide ein Wepad zu bestellen.

 

 

Carwash

Da ein Vogel seinen Darminhalt auf dem Lack meines Autos verteilt hatte, war einmal abspritzen angesagt; »zufällig« hatte ich die Zi8 dabei, sie hat alles beobachtet ;)

Man sieht hier recht schön, wie die Kompressionslogik an ihre Grenzen kommt; ähnlich wie die Tour de France ein hervorragendes Ausgangsmaterial liefert für die Begutachtung von Videokompression – selbst bei den hohen Bitraten, mit denen ARD und ZDF in den Hauptprogrammen den Zuschauer per DVB-S verwöhnen, zerpixeln die Speichen der Räder regelmäßig; bei DVB-T hilft dann eigentlich nur noch Abschalten –, so scheint das SB-Autowaschen mit dem Druckstrahler ein Härtetest zu sein für digitale Kameras … Das Ende des Films zeigt eine 1/4tel Zeitlupe, Quellmaterial war wieder 720p60 von meiner Kodak Zi8, Firmware Version 1.06. Material für YouTube: 720p25, h264, 8 MBit/sec; ich fürchte allerdings, daß die Qualität sich nicht verbessert haben wird durch das neuerliche Transcoding bei YouTube :(

Service, ein eher undeutsches Wort

[Auch wenn eine Rubrik hier »Servicewüste« heißt, so zeigt dieser Artikel doch das genaue Gegenteil einer solchen …]

Ich hatte es ja schon angetwittert, daß das Problem mit einem meiner SheevaPlugs vom letzten Freitag seit Mittwoch wieder gelöst ist. Der Vollständigkeit halber – und auch, um den Händler vor Zufriedenheit etwas über den grünen Klee zu loben ;) –, hier der Ablauf etwas ausführlicher:
Freitag, gegen 19 Uhr: Das Licht im Terrarium ist noch an; im OG am Browser kommt keine Verbindung zum steuernden SheevaPlug zustande — »nanu, erster Absturz?« frage ich mich. Im EG nachgeschaut … sah es weniger nach Absturz sondern Lobotomie aus: die Power- sowie die LAN-LEDs blinkten hektisch, das war’s.
Stecker aus, Stecker rein. Dito. Und das Blinken dauert auch ohne Stromversorgung noch ca. 30 Sekunden …
Freitag, 23:16: Nach Recherche sieht es nach einem Tod der Stromversorgung aus; Positiv daran: nach Ersatz jener waren scheinbar alle betroffenen Plugs wieder voll funktionsfähig. Also Mail an meinen Ansprechpartner bei NewIT geschickt, mit Fehlerbeschreibung, Verweis auf den Thread bei Plugcomputer.org, der Seriennummer des SheevaPlugs und dem Hinweis, daß er aus der sheevaplug.de-Sammelbestellung aus Dezember 2009 stammt …
Samstag, 9:42: Antwort eines anderen Mitarbeiters von NewIT; Jason, mein AP, wäre »unavailable over the weekend«, er würde sich gleich Montag bei mir melden und in der Zwischenzeit würde Alasdair mir, soweit es ginge, gerne schon mal helfen. Mit der Info a) »Some power supplies have failed even without devices attached to USB« und b) »It is covered by warranty« sowie c) »We are expecting to receive a number of replacement power supplies from Globalscale Technologies« gab es für mein Problem – ich hatte noch ungesicherten, ärgerlich-wenn-weg, Sourcecode für FHEM auf dem internen NAND (und nicht, wie eigentlich gedacht, auf der externen SD-Card), die Chance einer Lösung.
Samstag, 14:17: Alasdairs Antwort auf meine Antwort. Jason hätte die nachgefragten Daten und er würde sich Montag ASAP bei mir melden.
Montag, 10:40: Jason entschuldigt sich für die Verzögerung (WTF? Lösung Montag morgen für ein Freitag in der Nacht gemeldetes Problem, das ist erste Klasse mit Kreuz, Fahne, Wimpel, Sternchen und einem Schuß Sahne, imho …), nennt u. a. vorauss. Lieferdaten für meinen bestellten GuruPlug (sehr Ende April, leider) und zwei Optionen: NewIT schickt Ersatznetzteil, welches ich selbst tausche oder ich schicke meinen Plug hin und bekomme anderen, funktionierenden, zurück. Ich entscheide mich, auch, weil die Bilder im plugcomputer.org-Thread zeigten, daß der Austausch simpel wäre, für ein Ersatznetzteil.
Mittwoch vormittag: »Die Post!« meldet sich durch die Gegensprechanlage und bringt mein Ersatznetzteil. 4 Schrauben auf, 1 Steckverbinder getrennt, 2 Schrauben auf, IEC-Buchse und Netzteilkasten raus, neues Netzteil rein, IEC-Buchse reingepfriemelt, mit 2 Schrauben wieder befestigt, SheevaPlug replugged, 4 Schrauben festgezogen – fertig!
Und, wie aus dem plugcomputer.org-Thread zu hoffen: alles noch da, der SheevaPlug rennt wieder wie eine Eins. Nochmals meinen (auch schon per Mail zum Ausdruck gebrachten) Dank und meine Hochachtung an NewIT! So einen flotten, lösungsorientierten Ansatz finde ich zumindest selten — löbliche Ausnahme hier in D ist für mich K-DSL, die meine Festnetz-VoIP-Nummer »hosten«.