Google und die Erderkundung

Ich habe mich ja schon länger gewundert, nach welchen Kriterien bei Google Maps (für Google Earth fehlt mir das gesprächige Betriebssystem) denn die Auflösungen für die Regionen eingespielt werden.
Für sietland.net beispielsweise wären höchauflösende Bilder sehr hilfreich gewesen für die Planung von WLAN‐Verteil‐Standorten — leider ist grade der Bereich bei Google nur sehr grob verfügbar.
Spannenderweise gibt’s nur ca. 7 km weiter westlich signifikant höher aufgelöste Bilder zu sehen: Wanna, der einstige Radaraußenposten der Amerikaner, ist deutlich detailierter zu bewundern (wenn auch mit Wolken dazwischen ;)). Spannend finde ich, daß unter der angegebenen URL hochaufgelöste, hochgerechnete und gar keine Kacheln angezeigt werden – ähnliches gibt’s auch am Rande Hamburgs zu bewundern …
Erinnert worden an dieses Thema bin ich durch den Artikel über eine Art »Super Zoom« beim GoogleWatchBlog:

Wenn wir uns mal die obige Zoomstufe mit den Kamelen ansehen, dann kann man echt nur noch staunen und muss Angst haben dass jeder User mir demnächst von oben in die Einkaufstasche schauen kann. Stellen wir uns jetzt vor dass das Kamel und sein Reiter auf einem 20 Meter hohen Häuerdach stehen, dann könnten wir die Haare der Kamele zählen…

 
Die URL zu dieser lustigen Google‐Maps‐Kachel gibt es drüben beim GoogleWatchBlog, eine kleine Flashanimation (Orginalgröße 800×494; aus Layout‐Gründen im Player auf 480×296 geschrumpft) hier:

Da auf dem Bild einige Leute nach oben gucken, dürfte das Bild aus einem Flugzeug gemacht worden sein — ok, das legt auch der Detailreichtum nahe. Warum es aber nur diese eine Kachel im Umkreis von, nun, ganz viel Fläche gibt, wäre noch mal interessant zu erfahren. Irgendwann …

Kein Karriereknick mehr dank Studivz …

… weil durch die eigenen Veröffentlichungen dort (oder durchaus auch woanders, wo Google und Co. indizieren) es gar nicht erst zu einer Karriere kommt.
Einen, wie ich finde, sehr passenden Artikel dazu gibt’s bei F!MBR, Auszüge:

Unsere letzten Suche führt uns auf den Weg unserer zukünfigen Generation. Es wird nach einem Studenten / einer Studentin der Erziehungswissenschaft / der Pädagogik gesucht. Als politische Ausrichtung sollte selbstverständlich links angegeben werden.
Benny lebt das Leben, so macht es zumindest den Eindruck. Einen Friseurtermin hatte der Kollege schon länger nicht mehr – früher hätte man ihn sicherlich als alternativ eingeschätzt. Der Eindruck verstärkt sich bei einem Blick auf seine Gruppen: Kleber schnüffeln, LSD ist dort zu lesen und in ganz anderen lustigen Gruppen verbringt Benny ebenso seine Zeit. Die Kleinen werden ihren Spaß mit Benny haben.
Frage: Würdet ihr Benny Eure Kinder anvertrauen?

 
Wenn ich ehrlich bin, beneide ich ja die, die heute Kinder sind. Denn mit den Datenspuren, die ihre zukünftigen – oder zumindest potentiell zukünftigen – Lehrer oder Vorgesetzen heute so sorglos im Netz hinterlassen – sei es bei den Social Networks, sei es in eigenen Blogs, sei es in webbasierten Foren (Usenet, das reichweitenstarke wenngleich damals noch überwiegend flüchtige Medium meiner Netzjugend, siecht ja dahin) –, läßt sich sicherlich was anfangen.
Natürlich kann man Glück haben und Arbeitgeber finden, die sich um z. B. die Selbstdarstellung ihrer (neuen) Pressesprecherin im Studivz nicht scheren.

“[…] Während der Programmierungen für das schülerVZ ist letzte Woche ein neues Modul programmiert worden, das dem Angreifer eine Möglichkeit bot”, erklärt Ann-Carolin Helmreich, Kommunikation bei studiVZ, gegenüber pressetext.

 
»Kommunikation bei studiVZ«, eigentlich eine bemerkenswerte Job‐Beschreibung.
Aber dies ist ja nicht nur auf Studivz beschränkt; das Gedächtnis des Netzes ist schier unendlich, aber da jeansjoe / chasmon ja nur Anglistik und Informatik auf LAG (»Das LAG-Studium, das mit dem Ersten Staatsexamen für ein Lehramt an Höheren Schulen abgeschlossen wird, bereitet in erster Linie auf eine spätere Tätigkeit als Lehrer an einem bayerischen Gymnasium vor und vermittelt hierbei vor allem das für die Lehrtätigkeit notwendige Fachwissen.« — Quelle) studiert, werden seine frühen künstlerischen Ergüsse kaum Thema sein für seine Schülerinnen und Schüler.
Nun gut, spießige Eltern insbesondere von Töchtern könnten Anstoß nehmen an seiner »Pickup-Artist«‐Vergangenheit, aber das wird sicherlicher einer Aufnahme in den Schuldienst nicht im Wege stehen …
Mehr als eindringlich zu warnen liegt nicht in meiner Macht; ich kann nur wieder und wieder aufzeigen, daß das sich‐entblößen, sei es seelisch oder nur kleidungstechnisch, im Internet nur selten eine zweckmäßige Tätigkeit ist.
Letztlich kann es auch ganz schön schwer werden, unerwünschte Inhalte, wie z. B. das berühmt-berüchtigte Dariani-S‐Bahn-Video (Kumpel Kolja filmt Ehssan bei der Anmache von 2 jungen Damen in der Berliner S-Bahn, wobei Ehssan jenen ebenfalls ‘ne Kamera unter die Nase hält), dauerhaft aus dem Netz zu verbannen …

Dank geht an die Blogbar für den Link auf’s Foto im Fotoalbum auf Studivz. Aus den Kommentaren zu dem Foto geht hervor, daß die Abgebildete über die Existenz des Bildes sich im Klaren ist:

Ann-Carolin ‘AC’ Helmreich PH Heidelberg schrieb
am 07.02.2007 um 00:29 Uhr
OMG – damn spoiled night^^

 

Update 20:00: Das fragliche Bild ist seit heute Nachmittag nicht mehr verfügbar (der Artikel wurde einige Zeit vor dem Veröffentlichungsdatum geschrieben). Augenscheinlich gab es auch mal eine private Homepage, die aber seit heute, nach Berichten an der Blogbar zumindest, hektisch gesäubert wurde — derzeit ist sie im Feuerfuchs leer. Von Ann-Carolin findet Google dann noch Accounts bei der FotoCommunity, NEON und nicht zu vergessen ein paar Abschiedsworte anläßlich des Verkaufs ihres Mazda 323 GLX BJ 88. Nunja.
Es gibt übrigens einen weiteren thematisch relevanten Artikel bei telepolis.

»wenn ich jedoch keine Dates/Lays habe, fühle ich mich öfters schlecht«

Ich gestehe es, »the game« hat mich infiziert. Okay, eigentlich nicht dieses perfide Spiel darum, ob er sie nun ins Bett bekommt oder nicht — »PickUp« simply is not my style.
Aber diese pseudo-wissenschaftliche KackeGeschichte mit der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit durch Verführung von Frauen mit dem Ziele eines »FC«[sup]*[/sup] — doch, darüber möchte ich mehr erfahren. Auch von GIJeans*Joe. Aktuell nimmt »J*J« sich grade sich selbst hart ran[sup]1)[/sup] kann man von einem »loop« bei Jeans*Joe lesen:

Um es an mir mal zu erklären: Ich bin zwar selbstbewusst, wenn ich jedoch keine Dates/Lays habe, fühle ich mich öfters schlecht. Ich zweifle an mir selbst und analysiere meine Dates. „Was habe ich falsch gemacht?“ Deutliches Zeichen für geringes Selbstwertgefühl.

 
Einsicht soll ja der Erste Schritt sein … »The Game«, worum geht es hier? Um FC und anschließende LRs, um der »Community« zu beweisen, was für ein geiler Layer man ist? Boah, big deal; Erkan und Stefan werden Euch trotzdem als Luschen aussehen lassen — und mit was? Mit Recht. Gut, wissentlich war ich noch niemals eine Frau, dennoch fällt es mir schwer zu glauben, daß das Gros dieser eine Fuchsschwanz‐ bzw. Slipsammlung, die die vorangegangenen Lays dokumentiert, als ultimatives Aphrodisiakum auffassen.

Ihr kennt das sicher, wenn ihr in der Woche 2 Lays habt. Ihr seid besser im Game. Ihr lauft mit breiter Brust durch den Club. Doch, ob ihr eine LTR führen könnt? Die Fähigkeit eine Frau wirklich lang an euch zu binden? Und ich meine eine Attraktive, Intelligente, im Leben stehende Frau.

 
Ich könnte mal eine Kollegin fragen, eine den Kriterien (»eine attraktive, intelligente, im Leben stehende Frau«) entsprechende Kollegin, was sie von J*Js »Game« hält. Gefühlsmäßig würde ich sagen, J*J sollte hernach aufpassen, nicht als Jeans*Jenny aufzuwachen; aber ich mag mich irren.
Generell hege ich meine Zweifel, wie ein »Gamer« jemals eine LTR (»long-term relationship«) sollte aufbauen können — in meiner kleinen Welt steht grade die ewige Jagd nach [whatever]-Closes einer LTR entgegen …

[sup]1)[/sup] EDIT: Verfasser korrigiert.

»it's just a game«

Aus dem Opener wurde ein piss-off: »J*J« mochte einen Link auf seinen Blogeintrag WG-Party Clubgame ohne Targets nicht, wie auf fimpern.de (noch?) nachzulesen ist:

Samstag, 24 Februar, 2007, 15:28

die Länge deines Beitrags zeigt schon dass du nicht viel damit anfangen kannst. Dann musst du es auch nicht verlinken. Ein recherchierter Beitrag ists wohl nicht. Ich sehe es eher als Persönlichen Angriff auf meine Person. Wenn der Beitrag nicht gelöscht wird werde ich rechtliche Schritte einleiten.

 
Gleich die große Keule also? Worum geht’s? fimpern.de hatte, IIRC unter der Überschrift »Es gibt Leben …« auf den Artikel von »J*J« verlinkt, ich glaube mit den Worten »… auf dem Boden den Tümpels.« (FTR: Interessanterweise ist das ein Stil, den corona selbst vor gar nicht allzulanger Zeit erst thematisierte.)
Aber wieso regt sich »J*J« so auf?

Samstag, 24 Februar, 2007, 18:48

Ich finde die Bezeichnung am “Boden des Tümepls” nicht gerade nett. Außerdem verstehe ich nicht was dein Blog mit PickUp zu tun hat. Insofern ist mein Blog unrelated material.
Ich weiß nicht ob man meinen Post witzig finden sollte.. aber das ist wohl dem Leser überlassen.
Wenns dir nichts ausmacht würde ich dich bitten den Post zu entfernen, zwingen kann ich dich natürlich nicht. Ich sehe aber nicht viel Sinn einen FieldReport von mir der Öffentlichkeit zugänglich zu machen die nichts von PU versteht

 
PickUp? Die amerikanische Version des Pritschenwagens? Der olle Keks mit Schokolade? Let’s Google — siehe da, unter Link Nr. 8 ist Jeans*Joes Blog » Yet another PickUp-Artist Blog zu finden.
Wir lernen also: Jeans*Joe ist ein sog. PickUp-Artist oder PUA, nicht zu verwechseln mit Science-Fiction‐Figuren. Auf einer anderen Seite warnt J*J vor Mißverständnissen beim Besuch der Site durch Unwissende:

Dies ist ein Blog übe PickUp. Wen du nicht weiß was das ist ist es besser du verlässt diese Seite sofort, da sie nicht für dich gedacht ist und du alle geführten Posts und Inhalte höchstwahrscheinlich falsch verstehst. Du kannst ohnehin nur die Hälfte verstehen das viele Fachbegriffe verwendet werden.
Es werden einige Vorurteile Aufkommen da, so schön der Prozess auch ist, Verführung in Deutschlnd wie im Ausland sehr verrufen ist

 
Fürwar, steht doch bei Wikipedia: »Verführung bedeutet im allgemeinen Sprachgebrauch, eine Person so zu “manipulieren”, dass sie etwas tut, was sie eigentlich nicht wollte (z.B. etwas kaufen). Im Speziellen bedeutet Verführung eine Form der gewaltfreien Überwindung von Widerständen zum Erreichen sexueller Befriedigung, z.B. durch das Herstellen einer erotischen Atmosphäre.«
PickUp-Artist. Sarging. Hä? Ok, das Blog wurde mit »A hedonistic Worldpicture« untertitelt; hedonistisch ist aber nicht das Wort, welches mir zuerst in den Sinn kommt bei den Erzählungen bzw. »Field Reports«, bei denen es um »Sets« (so wie beim Kartenspiel?), verschiedenste »C« (»Closes«: »FC« für »fuck close«, »#C« für »(phone-)number close«, »KC« für »kiss close« usw.) geht …

[…] Ich ging zu einem meiner Bekannten, und er war gerade mit einem anderen in einem Set. […] 2 AFCs, irgendwo Naturals aber voll bis obenhin so dass sie sich am Tresen festhalten müssen “gamen” eine Blonde die auch voll bis oben hin ist. Ich verderbe erstmal meinem Freund das Set: “Boah lass die Finger von der, die is dicht bis obenhin. Irgendwo hab ich auch meine Skrupel, die kannste doch nicht ficken. […] Sie hat sich dann umgedreht und ich hab gesehn dass es eine 7,5 ist und damit fast das heißeste im Club. ab dem Moment war mein freund vergessen und vorallem das was ich gesagt hatte. “Hey!, wie heißt du?” Die beiden Jungs waren aus dem Set, und ich war drin. […] Ich biete ihr #C an und sie meint StudiVZ Close. Also schreibt sie mir ihren Namen auf. Zum Abschied lass ich mir ein Küsschen auf die Backe geben, es werden zwei. Und wieder lasse ich mir nichts anmerken von der Freude die ich Innerlich gerade habe. […]
Ich hätte gerne einen Lay gehabt, aber das Publikum war nicht ganz dafür geeignet. Alles Studenten, meist Frauen und Männer gemischt da (sprich, die Mädels waren nicht gerade auf Männersuche), eine 7,5 war das höchste im Club – nach internationalen Maßstäben wäre das eine 5 gewesen… Aber egal.

 
Oder als Kurzfassung: Joe, unser Jeansliebhaber, hält betrunkene Freunde vom »gamen« mit einer ebenfalls strandhaubitzigen Blonden ab, stellt dann fest, daß sie das schärfste Gerät im Haus verkörpert und schmeißt nun seine Skrupel über Bord, neues Ziel: vielleicht ein FC?
Nun gut, ich weiß nichts über den »Club« und seine Klientel; ich kann auch derzeit mit dem Begriff des »Game« nichts anfangen. In dubio pro reo denke ich mal, daß das alles »Gamer« waren und alle die Regeln kannten — es also sich nicht um eine, meines Erachtens eher fragwürdige, generelle Reduzierung des weiblichen Geschlechts auf FBs oder reine Objekte für FCs handelt? Wobei mich die codereiche »Fachsprache« schon an spätpubertäre Unterhaltungen aus schlechten TV‐Filmen erinnert; dank Internet hat »Eis am Stil« ausgedient, in Textform kann man sich nun entsprechende Stories aka »Lay Reports« zu Gemüte führen. (Warum komme ich grade immer wieder auf den »Eis am Stil«‐Titel »Hasenjagd«?)
Aber hey, ob J*J nun der größte Aufreißer oder nur Aufschneider unter der Sonne ist — interessiert das irgendwen? Warum macht jemand ein Blog auf — und droht Leuten, die auf ihn verlinken, gleich mit »rechtlichen Schritten«?
Lieber Joe, der Du Deinen richtigen Namen nicht auf der Site angibst (liege ich mit »Joh

[EDIT: unkenntlich gemacht]

*« und der Hausnummer 7 richtig?), es ist relativ einfach mit den Blogs und dem Internet als solchen: sage, schreibe, veröffentliche nichts, was Dir vielleicht peinlich sein könnte. Wenn Du es aber tust, wenn Du öffentlich über Deine Essgewohnheiten, Deinen Stuhlgang, Deine soziale Situation und/oder Deine Sexualkontakte in Deinem Blog schreibst, wirst Du damit leben müssen, daß a) andere das lesen (und für sich bewerten) und b), grade weil es ein Blog ist, andere Blogs darauf verlinken. In diesem Sinne freue ich mich also auf Deinen ersten LR.

Notes sucks. Sad story.

Mailsystembashing ist eigentlich out, selbst MUA-Basching ist ein alter Hut. Dachte auch ich — bis ich von IMAP (normalerweise mit dem Donnervogel drauf zugegriffen) auf Lokus Notes zwangsumgestellt wurde. Irgendwer hatte errechnen dürfen, dies brächte 5 Minuten Effektivitätsgewinn pro Tag — so nahm die Sommergrippe Ihren Lauf. BTW: Firmenübernahmen–.
Ich habe mich nun wochenlang mit dem Notes »Client« rumgeplagt — Holla die Waldfee, wie kann man im Jahre 2007 sowas auf Benutzer loslassen? Ganz groß ist auch das extern zugekaufte Mailscanning — zumindest bei mir ist jedes dritte bis fünfte »Memo« welches reinkommt wenn es dunkel ist im Alten Europa, Spam. Und zwar von der Sorte, die unser alter Spamassasin sicher taggte und die der Mailserver dank serverseitiger Filterregeln gleich entsorgte …
Auch sonst finde ich viele wegweisende Einstellungen; erreicht die »Dokumenten-Datenbank« die voreingestellte Maximalgröße, kann man keine Memos mehr versenden. Naja, also nicht beim ersten Versuch; auf eine Wiederholung bietet der Client dann “Nur senden” (ohne Ablegen, was wg. Größenüberschreitung unterbunden wird) an und *plopp* ist das Memo versandt. Trägt man sich noch als Bcc: ein, hat man auch sein Kontrollmemo für die Akten … Weiter vorne sitzt nur der Busfahrer. Allerdings steigt der augenscheinlich auch irgendwann heimlich aus, denn empirische Versuche ergaben, daß im vorliegenden Setup ab ca. 80.000 »Memos« in der Inbox keine weiteren mehr angezeigt werden — obwohl munter weiter Mails als Memos in der Datenbank abgelegt werden. Mehr dazu, wenn’s bei mir auch soweit ist.
Kurzum: Ich habe keine Ahnung, wofür Notes taugen soll; wer sein tägliches Mailvolumen ohne (finanziellen) Offenbarungseid per Blackberry abfrühstücken kann, der friß mag mit den rudimentären Möglichkeiten und der unintuitiven GUI zurecht kommen (wobei fraglich bleibt, ob Blackberry‐User jemals diese nutzen) — wer mit Mail arbeitet, wird nach einer Umstellung auf Lotus Notes ohne IMAP-Zugang meines Erachtens entweder wahnsinnig … oder findet den Weg zur Erlösung vom Notes‐Client, auch wenn man dazu Kleinweichs Ausguck verwenden muß. Verglichen mit dem Notes‐Client für Mail ist Ausguck aber unbestreitbar Mail 5.0 …

P. S.: Über Pointer auf Tools, die die »Memo«-Datenbank leersaugen und die einzelnen »Memos« per SMTP oder IMAP bei entspr. Servern injecten können, wäre ich dankbar. Ja, ich suche quasi ein »fetchnotes« …

Mein Leben mit Ausguck …

… eine Geschichte voller Mißverständnissen, von Liebe keine Spur. Beiderseits.
Dieses lustige Programm – nicht die Express‐Version, die als nette Dreingabe jedem ollen Windows seit rund 10 Jahren beiliegt, sondern »the real thing« – mag meinen Mailserver nicht. Der reine Mailabruf tut zwar, aber dann … kommt wieder so ein aussagekräftiges Fenster, wo auch hinter dem Tab »Details« sich nicht wirklich etwas detailiertes findet. Timeout wäre jedenfalls spannend, mit Thunderbird habe ich derlei Probleme nämlich nicht.
Wie auch immer, was Fehlermeldungen angeht, scheinen insbesondere Windowsprogrammierer der Magic / More Magic‐Schule anzugehören.

USB – der Zigarettenanzünder der PC‐Welt

Samstag im Mediamarkt. Eigentlich brauchte ich nur schnell mal etwas Futter für den Drucker, dieser Tage müßte ja auch der für den Lohnsteuerjahresausgleich relevante Ausdruck der Lohnbuchhaltung eintrudeln — da will man in diesen teuren Zeiten ja gewappnet sein, wer hat schon was zu verschenken oder zinslos zu verleihen?
An der Kasse allerdings stolperte ich über was putziges: einen Ministaubsauger für den USB-Port.

1. Verbinden Sie den Mini-Staubsauger mit dem USB-Anschluß Ihres Laptops oder Rechners.
2. Für den Mini-Staubsauger liegen zwei verschiedene Aufsätze bei: eine Bürste und ein flexibler Gummi-Aufsatz.
3. Mit der ersten Position des Schiebe-Schalters schalten sie das LED Licht ein, mit der zweiten Position starten sie den Mini-Staubsauger.
4. Drücken Sie den ”High Power“ Knopf, um die Suagleistung zu steigern, z. B. bei stärkerer Verschmutzung. […]
7. Der Mini-Staubsauger benötigt keine anderen Energiequellen, wie Batterien und wird ausschließlich über den USB-Anschluß versorgt.

 
Stromversorgung eines Staubsaugers über USB. wo schon 2,5″‐Festplatten teilweise 2 Ports benötigen wegen der hohen Ströme? Das muß ich ausprobieren ;)
Und, was soll ich sagen: es funktioniert, ohne auch nur den Hauch einer »over current detected«‐Meldung, die es ja bei normalen USB‐Geräten schon mal gibt.
Die Saugleistung ist, nunja, wohl USB‐typisch zu nennen; ohne den “High Power”‐Boost hätte das Ding wohl grade mal Luft, aber keine der ekligen Dinge, die sich so im Laufe der Zeit zwischen den Tasten einer benutzten Tastatur ansammeln, angesaugt.
Aber schon irgendwie witzig, was man mittlerweile alles an den USB‐Port anschliessen kann — die USB‐Tastaturleuchten sind da beim Laptop‐Einsatz in dunkler Nacht noch das sinnvollere Gimmick, die USB‐Ventilatoren eher ein Scherzartikel, USB‐Ampeln ein Mittelding zwischen reinem Scherzartikel (dafür reichlich teuer) und sinnvollem Signalgeber, beim USB‐Staubsauger bin ich noch unschlüssig und daß die USB‐Raketenwerfer mehr so Betätigungsfeld für gestreßte Serverschaben sind, hatte ich ja schon angedeutet. (Sie eignen sich auch hervorragend als Putzfrauenschreck, zumal mit dem zufallsgesteuerten automatisierten Abschuß …
Quasi die Antwort auf die praktizierte ein‐Tuch‐um‐alles‐abzuwischen-Strategie, die einen frisch abgewischten Monitor zu einem schlierigen Etwas verwandelt ;))

… und es hat *stink* gemacht.

Kollege corona berichtete kürzlich über sein neuestes Spielzeug — einen »USB Missile Launcher«:

gerade reinbekommen, der ultimative USB Missile Launcher, mit Motor für oben/unten, rechts/links und drei Pfeilen für … Projektschaben, Service-Manager und anderes Gesocks, dass einen am Arbeitsplatz belagert […].
gekoppelt mit motion lässt sich auch automatische Zielerkennung und Verfolgung bauen – schon ausprobiert, funktioniert tatsächlich […]

 
Was er bislang nicht berichtete: es gab, nur zwei Tage später, einen Betriebsunfall mit Kollateralschäden.
Das USB-Kabel wurde unter Geruchsbildung warm, der Stecker heiß — Entlötung per USB quasi, ein echtes Multifunktionsgerät. Über den Verlauf der Durchsetzung der Gewährleistungsansprüche wird sicherlich auf fimpern.de berichtet werden — als kleiner Teaser (aktuell sind die Geräte bei einer Firma, die ähnlich wie eine verbreitete Skriptsprache heißt, im Angebot) hier noch ein weiteres Filmchen zur Funktion der Dinger (vgl. auch die Seiten des missile.pl-Autors).