"Kein Fake", sagen sie …

Bevor ich mich im Kommentar-TEXTAREA dort verhaspele, doch lieber ‘nen Kommentar zum WePad-Artikel auf netbooknews.de per Trackback ;)
Das Fake WePad, diese kleine, unfertige David, sei kein Fake:

“Das WePad ist ein Fake!” – So oder so ähnlich lautete die Meinung des einen oder anderen Bloggers und auch Journalisten nach der kürzlich durchgeführten Pressekonferenz, auf der das WePad erstmals öffentlich gezeigt wurde.

 
Ah, nein, hier muß ich leider gleich reingrätschen: »das WePad« wurde nicht gezeigt; oder wenn, dann ist das gezeigte WePad nicht das, was bislang als dessen Spezifikation verlautbart wurden. Gezeigt wurde, da beißt die Maus nun einmal keinen Faden ab, ein Tablett mit Windows 7, welches ein Video der nicht per Touchscreen durchgeführten Bedienung einer grafischen Oberfläche zeigt. Wenn das, wie grade wieder behauptet, »das WePad« sein soll, dann ist der Name final verbrannt. Weiter:

Der Grund dafür ist so simpel wie dämlich. Auf dem Vorseriengerät aus Taiwan wurde während der Vorstellung lediglich ein Video gezeigt, in dem die Bedienung des Geräts mit dem so genannten WePad OS zu sehen war. Als dann eine Windows-Fehlermeldung gesichtet wurde, war der Beweis für so manchen sensationslüsternen Spezialisten erbracht: das Ding kann ja nur eine Fälschung sein. Dass dem nicht so ist, hat Helmut Hoffer von Ankershoffen, Chef der Neofonie GmbH, die das Gerät zusammen mit der Firma 4tiitoo entwickelt, nun im Gespräch mit uns klar gestellt. Nebenbei hatten wir auch noch die Möglichkeit, einige Hands-on-Fotos anzufertigen. Eines vorweg: Ja, die Bilder zeigen das Gerät im ausgeschalteten Zustand.

 
Ich weiß ja nun nicht, wer hier mehr blindlings »Argumente« wiedergibt, wer hier sensationslüstern etwas verbreitet, was nur schwer nachvollziehbar scheint: Fakt ist doch, daß das, was Hoffer von Ankershoffen und Co. derzeit verbreiten, nur Durchhalteparolen sind. Das – angeblich – finale Gerät läuft noch nicht/nicht vollständig unter Linux. Das, was Euch gezeigt wurde, konnte nicht richtig getestet werden. Leute, das ist doch Vaporware, was Ihr hier als Tatsache anpreist!

Bei unserem heutigen Gespräch hatte von Ankershoffen das Vorseriengerät dabei, doch wie es bei unfertigen Produkten üblich ist, gab es noch einige Probleme. So hatte der Anschlussstecker für die Stromversorgung bereits reichlich gelitten und deshalb einen Wackelkontakt vorzuweisen. Mit etwas Druck ließ sich dies jedoch ändern, so dass wir das Gerät auch in Aktion vorgeführt bekamen. Ausgerechnet als es daran ging, das Interface genauer unter die Lupe zu nehmen, versagte allerdings das noch in der Entwicklung befindliche WePad OS seinen Dienst und wollte erst einmal eine Prüfung seines Dateisystems durchführen.

 
Respekt, ich habe wirklich lange kein Linuxsystem mehr gehabt, welches mitten im Betrieb zum fsck schreiten möchte. Überhaupt, welches FS findet denn Verwendung? Für Flash bietet sich imho klar UBIFS an — wenn denn die Hardware dafür ausgelegt ist ..? Naja, wirklich Pech, daß das grade so lief … oder vielleicht, wie der angeblich so »gut touchtende« Touchscreen, auch nur eine bequeme Ausrede?

Fakt ist, Sascha und ich haben das WePad inklusive seines Betriebssystems in Natura und vollkommen live betatschen dürfen. In Kürze soll es eine zweite Chance geben, dann inklusive Touchscreen-Bedienung, denn bisher muss immer eine Maus genutzt werden.

 
Bitte, welches Gerät habt Ihr denn da nun gehabt, diesen Fake vom Montag oder das – scheinbar funktionsfähige – Gerät, mit welchem in dem überraschen niedrig aufgelösten Video gezeigt werden soll, daß es tatsächlich was mit Touchscreen gibt? Den Bildern nach das FakePad vom Monat; und da ist schon nach nicht einmal einer Woche die Stromversorgung im Eimer? Auch bemerkenswert, oder?

Freut euch auf die nächste Woche, denn dann wird’s richtig interessant.

 
Oh, wie sind wir denn so schnell und unbemerkt in den WePad-Channel auf facebook abgeglitten?

Generell sollte man sich lieber selbst ein Bild machen, bevor man den Unsinn glaubt, den gestresste Journalisten kurz vor Redaktionsschluss zusammen husten oder manche Blogger als Click-Bait streuen. Punkt. Wer sich die Videos von der Pressekonferenz ansieht, sieht auf den ersten Blick, dass es sich um ein Demovideo handelt – was auch im Rahmen der Präsentation so gesagt wurde – schließlich sind die Effekte beim Übergang zwischen den einzelnen Sequenzen deutlich zu erkennen. Da braucht’s dann auch keine Fehlermeldung mehr.

 
Oh, nein, mein Lieber. Es ist ein gravierender Unterschied, ob auf einem portablen Videoabspieler eine vorproduzierte Demo läuft — oder dies auf der Zielhardware und -OS geschieht. Wenn ich Videoperformance eines x86-Gerätes begutachten will, nehme ich sicher ein aktuelles Windows mit allen aktuellen Herstellertreibern, denn schon HD ready stellt ein Linux, welches keinerlei spezialisierte Unterstützung für die konkrete Grafikhardware hat, vor unlösbare Probleme – ever tried »mplayer -vo x11«?
Daß man das Video eben nicht auf der Zielplattform mit dem Ziel-OS (welches derlei können muß!) abspielte, sondern sich Windows bediente, wurde m. W. nicht erwähnt. Und ja, daß es sich um eine dilletantische Demo handelt, sieht man. Und man darf natürlich schlußfolgern daß, wenn jemand einen Screencast für ein Touchscreen-UI mittels Trackpad/Maus durchführt, eben genau die Touchscreen-Hardware noch nicht funktionsfähig ist.
Was mir bei diesem bezahlt klingenden Bericht fehlt, ist die gesunde Portion Skepsis, die ein Berichterstatter der Sache, über die er berichtet, entgegenbringen sollte. Was da zu lesen ist, ist neofonie-PR, keine kritische Auseinandersetzung mit dem Gerät und den – zwingend zu beachtenden – Umständen. Schade.

We fake a Pad reloaded?

Ich wil gar nicht mehr viel schreiben über die absonderliche Pressekonferenz, die eher mehr Zweifel denn Zuversicht verbreitete; ob man von einem Flop schon sprechen kann, weiß ich nicht — bei (kleinen) Kindern heißt es ja, für sie sei auch »negative Aufmerksamkeit« dessen, von dem es Aufmerksamkeit wolle, ein Erfolg. Oder anders gesagt: schlechte Publicity ist besser als gar keine?
Gute Nachrichten jedenfalls waren Mangelware, direkt nach dem Event wegen der Windowsmeldung, die den Fake entlarvte, und wie man sehen kann, wurde bei der Produktvorstellung auch ziemlich dreist gelogen — wobei, unter Windows 7 wird das wahrscheinlich schon »tat-schen«, gleich, welcher Hersteller die Hardware zusammenklebt:

So denn, liebe neofonie/WePad GmbH, ich würde mich ja über eine Einladung zum Hands-On freuen — sofern Ihr denn bis dahin a) im Code den Schalter, der »den Touchscreen deaktiviert« hat, wieder umlegen konntet – Tablett-PC & Maus, das ist doch ‘n schlechter Witz – und b) da wirklich Linux mit Eurer Oberfläche drauf läuft. (Oder schickt mir einfach eins zum gründlichen Test ;))
Allerdings: Chancen darauf habe ich keine; mittlerweile sucht man sich ja die Berichterstatter lieber aus:

Ergänzung zur gestern kommunizierten Timeline: Wir werden einen Tag vor dem Start des Pre-Orderings, also am 26.4.2010 einem renommierten Tech-Journalist ein WePad zum Test übergeben, damit endlich das Gerücht aufhört das ganze sei ein verspäteter April-Scherz ,-) Euer Helmut, noch etwas erschöpft vom Blitzlichtgewitter ,)

 
Man darf gespannt sein, ob dieser »renomierte Tech-Journalist« zum Dunstkreis der unterstützenden Verlage gehören wird oder eher für seine Unabhängigkeit renomiert ist …
Abschließend noch was zum Nach-PK-Statement:

Liebe Community und Presse,
auf http://www.youtube.com/user/WePadChannel seht ihr den ungschnittenen Produktvideo. Gezeigt werden die vorige Iteration des WePad mit WePad OS, Apps und Touch-Bedienung etc. sowie das finalen Gerät mit Maus-Bedienung.
Videos mit dem finalen Gerät inklusive Touch-Bedienung und weiteren Use…-Cases laden wir im Laufe der nächsten Woche hoch und verlinken es in dieser Fan-Gruppe.
Wir bitten die Aufregung die nach der PK entstanden ist zu entschuldigen. Wir hatten zwar kommuniziert, dass wir auf dem finalen Gerät bewusst ein Screen-Capturing des WePad OS, Apps etc. in einer Endlosschleife zeigen, aber versäumt die vorige Iteration des Gerätes zu demonstrieren. Wir lernen dazu, diesen Fehler machen wir nicht erneut.
Besten Gruß, Helmut Hoffer von Ankershoffen

 
Der junge Herr Hoffer von Ankershoffen formuliert schon recht geschickt, weder wird darauf eingegangen, daß nicht einmal das »Screen-Capturing« unter WePad OS gezeigt wurde – oder darauf, warum das Screen-Capturing nicht auf einer der angeblich existenten Vorversionen der Hardware mit Touch-Bedienung gemacht wurde (sondern an einem Gerät mit, vermutlich, Maus) –, noch, daß »bewußt« auch zwei Tage nach dem PK-Event »auf dem finalen Gerät« keine Touch-Bedienung funktioniert. Die Kunst des Nichtssagens, doch, die beherrscht er ;)
Insofern kann ich die Zweifel, die die Chip äußert, nur unterschreiben:

Natürlich darf man auf sein Produkt stolz sein, doch ist es wirklich geschickt “designed in Germany” zu schreiben, wenn das Gerät aus Taiwan kommt und auch von anderen Labels vertrieben wird? [.,..]
Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass das WePad ein vielversprechender iPad-Konkurrent ist, der auf jeden Fall erscheinen wird (das bestätigen auch die involvierten Partner Intel und Adobe) – aber wahrscheinlich nicht zum derzeit angepeilten Zeitpunkt. Der “Soft-Launch” im Juni scheint kaum erreichbar und der “große” Marktstart im August könnte schlicht zu spät sein. […]

 
Was immer die Partner neofonie & 4tiitoo geritten haben mag: August wäre sehr spät — und nach dem »Gap« von der Größe des Ärmelkanals zu schließen, der sich zwischen Produktbeschreibung und sichtbarem Produktentwicklungsstand dem Betrachter auftut, ein eher überoptimistisches Ziel. Denn was hat man? Man hat versprochen, ein Tablett mit

  • Bluetooth 2.1 + EDR
  • WLAN (802.11 a/b/g/n)
  • optional 3G (UMTS/HSDPA) [hmm, kein HSUPA? Wäre doof ohne!]
  • GPS
  • Ambient Light Sensor
  • Beschleunigungssensor
  • Full-HD Playback
  • HDMI-Out
  • auf Basis des »linuxbasierten Betriebssystems WePad OS, welches u.a. Android und Adobe AIR Applikationen unterstützt«

zu liefern. Von Android-Anwendungen war bislang nichts zu sehen und lt. PK-Aussage arbeitet 4tiitoo noch nicht so schrecklich lange daran, den »Wrapper für Android« ins We PadOS zu frickeln. Daß Android bislang irgendwo bei 854×480 – Milestone-Auflösung – sein Maximum hat, sei nur am Rande erwähnt. Und daß man die Android-Umgebung im We PadOS updaten können muß, auch. Spannend wird sicherlich auch das Look&Feel dieses Anwendungsmixes auf einem Gerät sein …
Das klingt ein bißchen nach Doppelnachtschichten seit Montag non-stop bis zum 30.06.2010 … daher bin ich sehr gespannt auf den 26.04.2010, was dort gezeigt wird. Und bis dahin halte ich das WePad für eine Ente; please, neofonie, prove me wrong …

Why Sony sucks¹

Meinen Frust über Sonys arrogante, erpresserische und insbesondere zur Sippenhaft neigende Verhaltensweise habe ich mal niedergeschrieben.
Nach wie vor finde ich nicht, wo ich mich verpflichtet hätte, neue, meine Nutzungsmöglichkeiten beschränkende neuere Firmwares einzuspielen (bei meinem alleinigen Risiko übrigens; charmant); und da Sony bislang keinen Beweis geliefert hat, daß “Other OS” – ein offiziell von Sony beworbenes Feature der PS3 – die Systemsicherheit plötzlich beeinträchtigte, halte ich diese sippenhaftartige Entfernung einer dokumentierten und beworbenen Nutzungsoption auch nicht durch Sonys Recht auf Entfernung von Sicherheitsrisiken gedeckt (mangels eben jenem).
So heißt es nun abwarten, ob dem Studenten, der Sony das Pipi in die Augen trieb, der Zaubertrick gelingt, eine (unentdeckbare) custom Firmware für ein 3.21 mit »Other OS« bereitzustellen — und wenn, wie er sich Sonys Rechtsstreitmacht zu entziehen gedenkt, denn eine Reproduktion des Sony-Eigentums in der Firmware wird Sony sich kaum bieten lassen. Es bliebe also nur das »AVM-Modell«, d. h. ein Programm ändert die legal von Sony runterladbare FW und baut daraus ein von der PS3 akzeptiertes, neues, Image. (Naja, und nach der Analyse dieser CFW 3.21 wird Sony dann eine inhaltlose 3.22 hinterherwerfen … Wer wohl zuerst aufgeben mag..?)
Technisch ist dem kaum beizukommen, es wird ein Hase-und-Igel-Spiel bleiben, mit wechselnder Besetzung der Figuren »Hase« und »Igel«. Treffen – und ggf. zum Einlenken bringen – kann man Sony nur dadurch, sie dort zu treffen, wo der Dickhäuter es auch merkt: beim lieben Geld. Also sind juristische Virtuosen gefragt, die das gesamte Instrumentarium drauf haben und Sony pro PS3-Altnutzer nennenswert Geld kosten (die ca. 20% via – angeblich; habe bislang nur »Berichte vom Höhrensagen« gefunden, also »der Freund einer Cousine kennt wen, der gehört hat, daß seinem Nachbarn ein Artikel bekannt ist, wonach jemand von Amazon UK Geld zurückbekommen haben soll … oder so« – Amazon UK wären ein super Einstieg). Ferner sollte jeder mit »Draht zur Politik« (und/oder der EU ;)) Sonys Vorgehen dorthin tragen; und schlußendlich schadet es sicher nicht, auch außerhalb der einschlägigen Foren über Sonys Machenschaften zu berichten. Wahrheitsgemäß, denn die Wahrheit ist abstoßend genug (»Enteignung« und »Erpressung« fallen mir hier umgangssprachlich ein).
Spread the word!
_____

¹ in my humble opinion; your mileage may vary, no liability assumed

It's – sort of – dead, Jim.

Tja, doof das. Gestern gegen 17:53 hat sich einer meiner SheevaPlugs verabschiedet, wahrscheinlich, wie bei anderen Nutzern auch, wegen eines defekten Netzteils — siehe Bild, welches allerdings nicht von meinem, noch versiegelten, Plug stammt.
Dumm dabei: das war mein Entwicklungs-Plug für FHEM; und wie ein Scan der SD-Karte ergab, habe ich leider das Entwicklungsverzeichnis noch nicht, wie geplant, vom internen NAND-Flash auf die SD-Karte verlegt … Shit happens; es besteht zwar noch Hoffnung, daß der Netzteildefekt keine negativen Auswirkungen auf den Plug an sich hat, aber nun heißt es erst einmal abwarten, wie die Kuh vom Eis kommt. Meine Mail gestern abend an meinen englischen Händler – newit.co.uk – wurde heute morgen beantwortet; man erwarte dort eine Ladung Ersatznetzteile vom Hersteller Globalscale, sobald man jene habe, könne man über Wege des Tauschs möglichst ohne Datenverlust nachdenken. (Normalerweise würde der ganze Plug getauscht, wie es ja auch z. B. Vodafone bei Mobiltelefonen praktiziert.)
Also vorläufig ein lachendes – ein sich um seine Kunden auch nach dem Kauf kümmernder Händler – und ein weinendes – ich erwähnte ja schon bei meinem ersten SheevaPlug, daß jener sehr heiß wird, schon im Leerlauf; offensichtlich haben Marvell/Globalscale beim Netzgerät geschlampt, denn die Meldungen über entsprechende Ausfälle nach <6 Monaten häufen sich – Auge. Und ein mulmiges Gefühl, ob man bei Globalscale für den GuruPlug (sollte in ca. 2 Wochen eintreffen) eine haltbarere Energieversorgung gewählt haben mag …

yaVDR 0.1.1 – HDTV und mehr

Was lange währt … Ich habe na nun schon länger mit einem AMD-K10 DualCore auf einem Board mit ‘ner nVIDIA GeForce-Onboardgrafik rumgeexperimentiert, um daraus meinen HD-VDR zu bauen.
Zu Fuß gestaltet sich das aber doch schwierig; ffmpeg per se ist ei einem chrosnische Status des Wechsels, VDPAU-Patches sind teils doch arg versionsgebunden, Ubuntu hat denn auch vielel Codes gar nicht mit dabei — und au0erdem ist sowohl der DVB-S2-Support als auch VDR selbst noch ziemlich in der Entwicklung … Die Installation war einfach, anbei ein zweites Video, welches die Funktion näher zeigt:

Mag noch etwas dauern, YouTube ist Freitag abend etwas unpäßlich gewesen …

Für mich ist das eine ziemlich geniale Kombination, denn das ganze Medienserver-Zeuchs machte mal hier nicht und mal die Datei nicht, der WDTV Live oder die PS3 haben jeweils andere Wünsche, was die Darreichung der Medien angeht — dabei spielt das mplayer auf dem Desktop alles richtig schön, bis FullHD dank VDPAU. Am Wochenende wird daher dieses Minitower gen Wohnzimmer wandern und den guten alten Athlon XP ablösen, der mit einer Fullfeatured- und einer Bugdet-DVB-S-Karte bislang Videoserver und TV-Receiver war …
Feintunin möchte ich gerne noch die Schlafmodi den yaVDR-Systems, dann wäre nicht nur ein Mehr an Funktion sondern auch noch ein Weniger an Energieverbrauch das Ergebnis … Mal sehen, ob das auch so reibungslos klappt. Nur eine Fernbedienung, die habe ich ans System bislang nicht dranbekommen; ttyS ist aus und der USB-IR-Receiver von Technotrend rennt an diesem USB-Subsystem nicht: beim Laden des Moduls gibt’s endlose USB-Fehler und ein Entladen hängt bis zum Reset. Universal Serial Bus …

Danke, Sony, für diese Steilvorlage …

Ich faß’ es nicht. Es ist wirklich so einfach: einfach der PS3 per Proxy (den man sogar eintragen darf, man muß nicht einmal mit wilden transparenten Proxies arbeiten) ein anderes Updatefile vorlegen – Templates dazu gibt’s für jede PS3-Region im Netz – und schon glaubt die PS3, 3.15 ist die aktuellste Firmware und blockiert nicht mehr den Zugriff auf das PSN. Aber Achtung: es muß schon gewissen Bedingungen genügen, der UK-PS3 ein EU-Updatefile zu liefern, quittiert diese mit ganz bösen Fehlermeldungen ;)
Tja. Alles Dinge, die ich gar nicht wissen wollte, die durch die »Other OS«-Deaktivierung ohne Gegenleistung seitens Sony nun aber wohl mehr Leuten bekannt werden, die derlei vorher auch nicht interessierte …
Okay; natürlich kann – und wird vermutlich – Sony Gegenmaßnahmen einleiten; schlau allerdings wäre das nicht. Eine 2.32, die »Other OS« wieder verfügbar macht und den 29.02.-Bug behebt, wäre eine vertrauensbildende Maßnahme Sonys. Alles andere ist Blödsinn, denn die, die die PS3 knacken wollen – oder auch nur mehr Hardwarezugriffsmöglichkeiten haben wollen, als Sony derzeit gewährt –, habe garantiert weder eine Slim noch eine aktuelle Firmware für den Zweck. Schaden tut Sony nur legitimen Nutzern einer bislang offiziell seitens Sony unterstützten Funktion der Play-Station-3-Firmware.
Verstößt man mit solchem Vorgehen eigentlich gehen die EULA, Sonys Lizenzbestimmungen — lt. denen immerhin ein Vertrag, den der PS3-Besitzer mit SCE hat? Ich bin kein Anwalt, spiele auch keinen im TV — aber ich denke nicht (lokale Hervorhebungen):

1. LIZENZERTEILUNG
[…] Soweit dies laut geltendem Recht möglich ist, erlöschen Ihre Rechte auf Nutzung oder Zugriff auf die aktuelle Version der Systemsoftware bei Installation einer neueren Version der Systemsoftware in Ihrem PS3™-System, […] SCE gewährt keine Lizenz für Systemsoftware, die von Anwendern auf eine andere Weise als mit Hilfe der von SCE genehmigten Vertriebsmethoden beschafft wird. […]

 
Gut, die neuere Systemsoftware will ich ja nicht, habe sie nicht installiert und somit haben ich nach wie vor unbeschränkt alle Nutzungsrechte daran. Die 3.15 ist SCE-konform auf die PS3 gekommen, also soweit vollkommen legal alles — aus meiner billig und gerecht denkenden Nutzerwarte aus zumindest ;)

2. BESCHRÄNKUNGEN
[…]
3. SERVICES UND UPDATES
Von Zeit zu Zeit kann SCE Ihr PS3™-System mit Updates, Upgrades oder Services versorgen, um seine ordnungsgemäße Funktion gemäß den SCE-Richtlinien zu gewährleisten, oder Ihnen neue Angebote unterbreiten. Manche Services werden automatisch ohne Ankündigung zur Verfügung gestellt, wenn Sie online sind, und andere sind über das Online-Netzwerk von SCE oder durch autorisierte Kanäle erhältlich. Ohne Einschränkung kann zu diesen Services die Bereitstellung des neusten Updates oder der Download neuer Versionen, die Sicherheitspatches enthalten, sowie neuer Technologie oder überarbeiteter Einstellungen und Funktionen zählen, die den Zugriff auf unautorisierte oder raubkopierte Inhalte oder die Anwendung nicht autorisierter Hardware oder Software in Verbindung mit dem PS3™-System verhindern. Außerdem können Sie unter Umständen eigene Dateien nicht ansehen, wenn diese Inhalte enthalten oder anzeigen, die durch Technologien zur Authentifizierung geschützt werden. Manche Services können Ihre aktuellen Einstellungen verändern, zu einem Datenverlust oder dem Verlust von Inhalten oder einem Funktionsverlust führen. […]

 
Kein Passus aus »2. EINSCHRÄNKUNGEN« trifft auf Nicht-Updater per externem Proxy zu; und daß SCE mir Updates bereitstellen kann bedingt nicht, gemäß EULA, daß ich diese auch installieren muß. Zumal, wie ganz klar da steht, jedes Update auf meine Gefahr, Funktionen oder Daten zu verlieren, erfolgt. Wenn man dann noch in Betracht zieht, daß viele Spiele die Spielstände an die konkrete PS3-Hardware binden – und/oder gleich gar keine Sicherung auf externe Medien zulassen –, ist eigentlich mit dem Klammerbeutel gepudert, der PS3-Firmwareupdates durchführen läßt. Never touch a running system.

7. KÜNDIGUNG
Wenn SCE feststellt, dass Sie gegen die Bedingungen dieses Vertrags verstoßen haben, kann SCE sämtliche Maßnahmen zum Schutz ihrer Interessen ergreifen, […] SCE und ihre Lizenzgeber behalten sich vor, bei einem Verstoß gegen diesen Vertrag Klage einzureichen. […]

 
Einen Augenblick hat’s mich echt geschüttelt; lange keine solch einsitige, einschüchternde Schreibe gelesen. Aber ich verstoße ja nicht gegen Sonys Knebelvertrag, insofern: fallt tot um ;)

9. ALLGEMEINE RECHTSGRUNDSÄTZE
Durch Nutzung oder Zugriff auf die Systemsoftware stimmen Sie zu, durch alle aktuellen Bedingungen dieses Vertrags gebunden zu sein. Eine druckbare, aktuelle Ausgabe dieses Vertrags finden Sie auf Ihrem Rechner unter http://www.scei.co.jp/ps3-eula/. SCE kann die Bedingungen dieses Vertrags sowie die Bedingungen in der Dokumentation oder im Handbuch für das PS3™-System oder unter http://www.scei.co.jp/ps3-license/index.html jederzeit nach eigenem Ermessen ändern. Bitte schauen Sie gelegentlich auf dieser Webseite nach, ob dieser Vertrag geändert wurde. Wenn Sie weiterhin auf die Systemsoftware zugreifen oder diese nutzen, so bedeutet dies, dass Sie Änderungen dieses Vertrags in Kauf nehmen. Bei Widersprüchen zwischen diesem Vertrag und den Leistungsbedingungen sowie dem Nutzervertrag für das Onlinenetzwerk von SCE sind die Bedingungen dieses Vertrags für die Nutzung oder den Zugriff auf die Systemsoftware entscheidend

 
(Ja, der Satz endet ohne Punkt.) Fettgedruckte Passagen: reichlich fett. Mal abgesehen davon, daß ich das nicht auf meinem Rechner sondern nur im Internet finde: ist in Deutschland eine Vereinbarung bindend, die ich mit Wortlaut X zum Zeitpunkt Z geschlossen habe, und die eine unangekündigte beliebige Änderung der Vereinbarung zu jedem beliebigen Zeitpunkt vorsieht, inklusive Gültigkeit der unbekannten, geänderten Klauseln? Falls wider Erwarten ein Rechtsgelehrter mitliest, dazu hätte ich gerne mal eine Meinung … Meines Erachtens dürfe dieser Passus, der beliebige, auch das Gegenteil aussagende, Änderungen eines Vertrages im Vorfeld authorisiert, zumindest mit Privatpersonen, Kunden der SCE, nichtig sein. Und falls nicht – Aigner, faß:

“Sollte die Verbraucherschutzministerin nicht bereit sein, SCEs Geschäftsprakltiken kritisch zu durchleuchten, die einschlägigen Gesetze zum Verbraucherschutz dahingehend zu ändern und die eklatanten Missstände zu beheben, sehe ich mich gezwungen, meine Mitgliedschaft zu beenden.“

 
SCNR ;)

Update zum Navigon Mobile Navigator …

Wie schon auf YouTube als auch hier im Blog kommentiert: bei Navigons Mobile Navigator for Android kann man zwischen der aktuellen Geschwindigkeit, der Entfernung und der voraussichtlichen Ankunftszeit umschalten.

Wie in anderen Navigationssystemen diese Daten gleichzeitig angezeigt zu bekommen, zusätzlich z. B. auch noch die bisherige Durchschnittsgeschwindigkeit, sieht Navigon leider offenbar nicht vor. Dafür implementierte man eine Umschaltung, die man aber nach dem – per »OK« zu bestätigenden – Warnhinweis beim Programmstart unterwegs gar nicht nutzen sollte …
Ich bin noch immer etwas enttäuscht, denn diese Funktionen bot schon der MN4 für PocketPCs vor vielen Jahren; weder waren die Displays jener Geräte größer noch die Prozessoren damals leistungsfähiger. Mir bleibt daher absolut unverständlich, warum Navigon diese Informationen einerseits per Default verbirgt und andererseits nur so umständlich – und latent gefährlich – doch zur Verfügung stellt. Bei Tempo 130 die schmale Zeile auf dem Display zu treffen, ist alles andere als ergonomisch oder einfach :(

Von Pads, Androiden und Restriktionen

Das iPad ist ja nun da (über’m Großen Teich, einige Exemplare sind auch schon nach D, ja sogar OWL, unterwegs), und wenn vielleicht auch nicht für südlich-warme Gefilde geeignet – Betriebstemperatur 0 bis 35° Celsius –, so definitiv ein spannendes Gerät insofern, als es, ähnlich wie das iPhone mit seiner (späteren) Kombination von GPS, Lagesensoren, Touchscreen und schnellem Mobilfunk, eine neue Geräteklasse begründet. Nichts umwerfend Neues – die Technik dahinter konnte man schon vor 5+ Jahren zusammentragen und -stöpseln – aber als Massenmarktgerät eben doch neu und sogar – bei allen Apple-induzierten Einschränkungen – latent innovativ.
Und so wird es auch immer wieder ein Thema auf twitter; wobei hier der Auslöser ja das IPhone war:

@crieger 2010-04-07 22:36:08: Bekommt am Freitag Abend ein #iPhone ausgehändigt, ob mich das vom Blackberry wegbringt?

 

@icedsoul 2010-04-07 22:37:20: @crieger hassu fieber? :-b

 

@crieger 2010-04-07 22:38:59: @icedsoul wegen des blackberrys?

 

@icedsoul 2010-04-07 22:39:52: @crieger ne des iphones wegen du nase :-) warst doch immer so anti.

 

@crieger 2010-04-07 22:41:20: @icedsoul Bin ich immer noch, bekomme es 14 tage für ein Projekt. Intensive Recherche etc… Mal gucken glaube nicht, dass es mich überzeugt

 

@icedsoul 2010-04-07 23:14:11: @crieger :-) sure…

 

@crieger 2010-04-07 23:19:03: @icedsoul Ich werde berichten und bloggen ;) Jeden Tag ein Post :)

 

@icedsoul 2010-04-07 23:20:15: @crieger bin gespannt. ich seh mich jedenfalls nciht mehr bei handys mit tasten :-)

 

@crieger 2010-04-07 23:24:00: @icedsoul Ich hatte mal eines ohne Tasten, von samsung aber es geht nichts über ne Blackberry Qwertz ;)

 

@icedsoul 2010-04-07 23:26:01: @crieger ja da war auch das problem. iphon hat einfach das einzig gute touchscreen… der rest der geräte stinkt halt :-)

 

@_refugee_ 2010-04-07 23:43:51: @icedsoul Ey, hömma… Willste mein Telefon beleidigen oder was? Komm da gleich ma rüba. Diese Multitaskingverweigerer… Ts, ts, ts… ;-)

 

@icedsoul 2010-04-07 23:46:27: @_refugee_ hab mich schon gefragt warum das so lange dauert :-) @wusel schläft wohl schon…

 

@_refugee_ 2010-04-07 23:52:54: @icedsoul Der @wusel hat es vermutlich nicht mitbekommen. Apropos mitbekommen – http://twitpic.com/1dp3cz den hattest Du gesehen, oder? :-)

 

@icedsoul 2010-04-08 00:21:13: @_refugee_ jip :-)

 

@tbals 2010-04-08 01:12:22: @_refugee_ @icedsoul #Multitasking waren doch diese #features wie 50% Akkulaufzeit, langsamen Apps und einer Load von 1.0 beim idlen? ;-)

 

@wusel 2010-04-08 01:20:32: @icedsoul Extensiver Minimalismus ist nicht von Vorteil. #nureinetaste Aber mit dem iBrick bist Du schon korrekt bedient ;)

 

@wusel 2010-04-08 01:23:19: @icedsoul Ich freue mich auf den ersten iPad-Kontakt am Dienstag ;) und ansonsten auf #ADAM – wenn er denn mal kommt. ADAM, Pad done right?

 

@wusel 2010-04-08 01:24:17: (Naja, mit 1024×600 ist der Screen wieder zu klein. Irgendwas ist ja immer :( #ADAM)

 

@_refugee_ 2010-04-08 08:19:16: @wusel Ich glaube heute abend ist auch iPad-Streicheln im Merlin-Store angesagt. Ein Android-Tablet mit den Restriktionen von Android? Nee.

 

@wusel 2010-04-08 09:45:46: @_refugee_ Welche “Restriktionen von Android” meinst Du? Die fehlende Store-Pflicht? Den Layer aus Drecks-Java, der Apps erst ermöglicht?

 

@_refugee_ 2010-04-08 11:57:57: @wusel Mehr so die andere Crux, die man derzeit noch mit Telefonen durchleidet – aktuelle Versionen gibt’s nicht oder nur sehr spät…

 

@_refugee_ 2010-04-08 11:58:39: @wusel Von daher fänd ich Tablets mit MeeGo spannender. Wobei sich die Qualität da noch zeigen muß.

 

@wusel 2010-04-08 12:00:05: @_refugee_ Wobei Du da auch keine Aktualisierungsgarantie hast – siehe N900-Maemo-Version f. N810 oder kein MeeGo-Release für N900 …

 

@_refugee_ 2010-04-08 12:12:52: @wusel Da kannst Du es Dir aber zur Not “selbst” machen. Und Maemo5 auf dem N810 ohne HW-Gfx-Beschleunigung macht aber auch keinen Sinn.

 

@wusel 2010-04-08 12:16:32: @_refugee_ Dann ist der Punkt aber müßig :) Das Magic auf Eclair/2.0 zu bringen, ist ja auch “möglich”: http://is.gd/bjSeB … Dito Hero.

 
Da sich twitter mit 140 Zeichen nicht wirklich für Erklärungen eignet und auch Dienste wie tweetlonger nicht wiklich helfen, fasse ich meine ablehnenden Punkte bzgl. iPad im Folgenden nochmals zusammen und gebe ferner zum Besten, was ich von einem Pad erwarte: Negativ an Apples Gerät finde ich den Verzicht auf Standardschnittstellen wie (micro-)SD, USB, eine (besser: zwei) Kamera(s), die Verwendung eines neuen SIM-Formates beim 3G-Modell (sodaß keine normalen SIMs verwendet werden können) sowie den niedrig auflösenden 4:3-Bildschirm — neben der aggressiven Politik Apples, die Hardware mit iTunes zu verdongeln. iTunes mag ja toll sein, ist aber ein Fremdkörper im Microsoft-Kosmos und für Linux gleich gar nicht verfügbar (davon abgesehen, daß über den Brückenkopf iTunes Apple ja auch schon mal ungefragt weitere Software auf Windowsystemen installiert, durchaus also als Trojanische Software angesehen werden darf). In meinem Haushalt existiert nur ein natives Windowssystem, ein Netbook mit XP Home. Und da möchte ich bestimmt nicht Apple Rechte drauf einräumen, willkürlich Software zu installieren …
Ein weiteres Problem für mich, wenn vielleicht nicht praktisch so zumindest mental, ist die Zwangsbindung an Apples Moralvorstellungen und fragwürdige Behandlung von Anwendungen in deren AppStore. Als Nordeuropäer sind mir barbusige Menschen weder unbekannt noch ein Greuel, vor deren Anblick im Inhalt eines Magazins muß ich nicht durch kalifornische-verklemmte Späthippies geschützt werden. Und auch die chronische Nachzensur einer App, die für Tage bis Wochen verkauft wurde und dann aus dem Store entfernt wurde – trotz vorheriger aktiver Überprüfung durch Apple vor der Einstellung in den Store –, weil sie innovativ mehr Komfort ermöglichte als es andere 08/15-Apps taten, ist für mich untragbar. Und das sind ja keine Einzelfälle, Apple ist der große Diktator in der von Apple geschaffenen iPod/iPhone/iPad-Welt, belohnt wird der – überteuerte – Preise zahlende Kunde mit Zwangsbindungen an bestimmte Mobilfunkanbieter, die hohe Mobiltarife für die Apple-Hardware verlangen müssen, um Apples Umsatzbeteiligung zu verdienen — und natürlich erstklassigem Eye-Candy. Details wie fehlende Unterstützung von MMS – ein weiterer, von Apple ignorierter, herstellerübergreifender Standard – oder fehlendem Cut&Paste-Support sind keine Mankos, sondern … Features.
Aber genug gelästert über Apple — die mit dem iPad sicherlich wieder Erfolg haben werden. Ich suche sowas wie ein iPad schon lange; ein einfach zu bedienendes Gerät für die Couch, worüber z. B. die Hausautomatisation angesprochen werden kann, womit man bequem surfen kann – alle aktuellen Inhalte eingeschlossen, d. h. also heute auch Videos in H.264 kodiert und HD-Auflösung, eingepackt in Flash –, vielleicht spielen (meine Jüngste mag z. B. gerne Jewels oder Mahjongg) — und unterwegs darf das Pad dann als mobile Glotze dienen, gespeist z. B. von einem – möglichst nicht umgerenderten – TV-Mitschnitt (MPEG-2- oder H.264-Transportstream). Seit Sommer 2008 haben wir ein Netbook der 1. Generation (MSI U100 in der Medion-Variante) im Wohnzimmer für diese Aufgaben, alle Geräte davor, mein Nokia N810 eingeschlossen, hatten zu viele Einschränkungen, um wirklich nützlich zu sein. Doch auch das Atom-Notbook ohne GPU-Beschleunigung für HD-Inhalte ist nicht mehr auf der Höhe; der HD-Offensive der Videoplattformen hat die Hardware nur Rechenleistung aus dem Jahr 2000 entgegenzusetzen — also letztlich nix.
Ein anderes Thema ist eine Couch-taugliche Benutzeroberfläche; die Convertibles waren da ein Fingerzeig in die richtige Richtung aus meiner Sicht, allerdings ist es imho schwierig, eine auf Tastatur- und Maus-Bedienung ausgerichtete UI nur mit dem Finger zu bedienen; anders herum, auf einer »Finger-UI« mit Maus/Trackpad und Tastatur rumzumachen, ist tendentiell einfacher (sieht man von Multitouchgesten, dem neuesten Schrei, mal ab) … Insofern setze ich große Hoffnungen in Android als Pad-Oberfläche, den zumindest auf dem Telefon klappt das ganz gut. Ein Problem auf Android-Telefonen aus meiner Sicht – ich spreche hier von HTC Magic und Motorola Milestone – ist allerdings das, was man eigentlich als Vorteil erwarten würde: Multitasking. Für mich seit Amiga-Zeiten eine Grundvoraussetzung zum Arbeiten, bringt die Kombination von fehlendem oder unzureichendem Resourcenmanagement und fehlender OS-Unterstützung des Nutzers in der Kontrolle mehrerer gleichzeitg laufender Anwendungen das von @tbals genannte Benutzerempfingen: »50% Akkulaufzeit und langsame Apps«. Auch diese Probleme hatte schon mein N810 — und mit Flash wird das insbesondere auf Android-Pads spannend werden, denn mittlerweile surfe ich sogar auf dem recht fetten Desktop bzw. Laptop nur noch mit dem NoFlash-Addon (zusätzlich zu AdBlockPlus natürlich), da ohne schon bei wenigen offenen Tabs die gesammte Rechenleistung eines CPU-Cores verbraten wird.
Ich hoffe daher auf Geräte wie das ADAM, wo zielgerichtete Hardware (Dual-Core ARM, HD-Decoding-Hardware) mit einer Infrastruktur (Android-OS plus – hoffentlich – Android Market) gekoppelt wird, die einerseits den Massenmarkt anspricht, dank aber der Option, Android-Programme auch von beliebigen URLs zu installieren, den Nutzer nicht zwingend an den »Geschmack« des Shopanbieters kettet. Und dank der weiteren Schnittstellen – 2x USB, microSD – kann ich den Speicher erweitern, andere Peripherie anschließen und werde entsprechend auch Filme, Musik vom externen Speicher abspielen können — ohne an einen PC gehen zu müssen und diese erst auf mein Pad zu »synchronisieren«. Kurz: ich habe die Freiheit, das – mein – Gerät zu nutzen, wie ich möchte, andererseits eine Plattform, für die auch Entwickler Programme, teils sicher gegen Entgeld, bereitstellen.
Allerdings, und das hat oben @_refugee_ ja angesprochen, krankt Android aktuell unter einem indiskutablen Versionswirrwarr; anders als Apple, die ja der einzige Hersteller für Hard- und Software für ihre Geräte sind, leidet Googles offene Plattform Android unter der Vielfalt von unterschiedlichen Geräten. Und offensichtlich hat Google – wie seinerzeit Microsoft – übersehen, daß für den Erfolg einer OS-Plattform auch die Updatepolitik ausschlaggebend ist. Das aktuelle Problem faßt Golem.de schön zusammen:

Als Google Android vorstellte, war nicht abzusehen, dass die Gerätebesitzer das gleiche Schicksal ereilen würde wie Käufer von Windows-Mobile-Smartphones. Doch genau das ist eingetreten. Beide Käufergruppen halten bald veraltete Geräte in den Händen, denn es mangelt an Firmwareupgrades.
In Kürze liefert Motorola für das Milestone in Deutschland das lang erwartete Update auf Android 2.1 aus. Damit ist das Milestone eines der wenigen Android-Smartphones in Deutschland, für das die aktuelle Android-Version offiziell angeboten wird. Ansonsten verharren die meisten am Markt befindlichen Android-Geräte bei den Versionen 1.5 oder 1.6 von Android. Neuere Versionen bieten die Gerätehersteller oder die Netzbetreiber einfach nicht an.

 

Lt. Golem bedeutete dies auch, daß Anwender »von entscheidenden Verbesserungen ausgeschlossen« würden; persönlich konnte ich das bei meinem noch auf 1.5 verharrenden Magic (1.6 ist verfügbar, aber da ich mittlerweile zwingend den root-Zugriff auf mein Telefon haben möchte, um Datenübertragung per Bluetooth und Screenshots machen zu können – beides unter 1.5 ohne root nicht möglich, und wg. Screenshots habe ich mittlerweile auch mein Milestone mit 2.0 gerootet –, warte ich noch) noch nicht feststellen, habe aber auch keinen Grund, Golems Angaben in Zweifel zu ziehen.
Angeblich habe Google mittlerweile das Problem als solches auch erkannt; leider allerdings spürt man davon bislang nichts und so haben weiter diejenigen Android-Nutzer das Nachsehen, die brav darauf warten, daß Ihr Vertragspartner – i. d. R. der Mobilfunkanbieter – oder zumindest der Hersteller ihnen zeitnah auch die neusten Produktverbesserungen zukommen läßt. Beim Milestone warte ich nicht länger auf o2, und auch beim Magic werde ich wohl auf einen zusammengemixten Image-Cocktail setzen, sobald die gesamte Hardware unterstützt wird …
Ein interessantes Detail am Rande kam hierzu von @o2myhandy via twitter:

@ralfludwig Danke fürs Feedback – hat nichts mit Branding zu tun. Jedes Android Update muss seperat von Google abgesegnet werden

 
Demnach ist einer der bremsendem Spieler hier Google selbst; ähnlich wie Apple ist also auch Google der zentrale Strippenzieher im geschaffenen OS-Universum. Bedenklich, zumal ja Android auf sehr viel Code aus der GPL-/OpenSource-Welt fußt …

yaVDR – erste Eindrücke

Nachdem ich mehrere Anläufe unternommen habe, einen VDR mit DVB-S2-Support und Full-HD-Ausgabe per VDPAU auf Ubuntu-Basis zurechtzustöpseln – und ein ums andere Mal in einer Dependency-Hell mich wiederfand – habe ich nun der jüngst veröffentlichten Version 0.1.1 von yaVDR eine Chance gegeben — und bin auch nach einem Tag noch sehr angetan!
Das, was yaVDR aus der Masse hervorhebt, ist die konsequente Ausrichtung auf einen Zweck: einen Linux-PC mit nVidia-Grafik zur Medienzentrale machen; dafür wird nicht nur ein aktueller (experimenteller) VDR mit (experimentellen) DVB-S2-Treibern in einem per CD oder USB-Stick installierbaren Ubuntu-basierten Image zusammengepackt, nein, auch der (experimentelle) PVR-Zweig von XMBC findet sich hier wieder, mehr noch: per Webinterface kann man zwischen xine, vdr-sxfe und(!) XMBC als VDR-Frontend wählen. Wer XBMC kennt, weiß, daß spätestens letzteres Eye-Candy vom Feinsten verspricht; aber auch das (Full-)HD-OSD der mitgelieferten VDR-Version ist schon sehr nett anzuschauen, kein Vergleich mehr mit dem begrenzten OSD der Full-Featured-Karten (wie sie auch noch mein Wohnzimmer-VDR zeigt):

Auch nett ist, daß man aus dem VDR-OSD heraus zu Firefox, XBMC und ‘nem Terminal wechseln kann. Beenden von XBMC und Firefox startet dann wieder (bei mir) vdr-sxfe als VDR-Frontend; der VDR-Prozeß an sich läuft, wie es sich gehört, in all der Zeit weiter – schließlich soll er ja auch ggf. was aufnehmen. Einziges Manko dieser Lösung – mit OpenBox als leichtgewichtigem Fenstermanager – bei mir: weder bei xterm noch in Firefox ist ein größerer Font wählbar — und die Standardgröße ist schon bei den ca. 1,5 Meter von der Tastatur bis zum 22″-Full-HD-Display an der unteren Lesbarkeitsgrenze, später im Wohnzimmer am 47″-Full-HD-TV werde ich gut 3 Meter vom Display entfernt sitzen, auch da wird’s zu klein sein … Ich habe schon alles erdenklichen Fonts installiert, vermutlich fehlt aber entweder ein Fontserver oder aber OpenBox schlicht die Unterstützung verschiedener Fonts :( Aber vielleicht fixen die Entwickler das ja noch, Version 0.1.1 ist ja auch mehr Beta als was anderes ;)
Ich werde mich jetzt ein bißchen einarbeiten und insbesondere noch eine lirc-Fernbedienungsmöglichkeit eruieren (lirc_ttusbir, ein Modul für ein USB-Dongle von Technotrend mit einem IR-Receiver, bricht auf dieser Hardware leider nachhaltig ins Essen; während es auf einem Medion-Laptop mit Intels Pentium Dual-Core 1a rennt (Ubuntu 9.10), gibt’s auf dem Asus-Board mit dem Athlon(tm) 7750 Dual-Core nur USB-Fehler und einen kernel-Hänger beim Versuch, das Modul wieder zu entladen :(). Bei Bedarf liefere ich auch gerne noch bißchen »Footage« von XBMC-PVR als VDR-Frontend; das macht beim ersten Blick jedenfalls einen super Eindruck, VDR ist soweit integriert, daß man auch Aufnahmen aus der XBMC-Oberfläche heraus starten kann.

How to brick your DockStar, voiding warranty and installing Ubuntu … (Part I)

(Bitte erst bis zum Ende lesen, bevor irgend etwas aus diesem Artikel ausprobiert wird!)
Basierend auf Alexander Hollers Anleitung, aus einem Seagate DockStar eine kleine Version des SheevaPlugs zu machen, dokumentiere ich hier meine Schritte, um meinen DockStar meinen beiden SheevaPlugs (sowie dem NSLU2) möglichst ähnlich zu machen, d. h. Ubuntu-/Debian-basiertes full-blown System, welches hier dann von einem USB-Stick startet (meine Sheevas starten vom NAND-Flash mit UBIFS, /var & Co. liegen ggf. auf einer externen USB-Platte; der NSLU2 startet von einer 1-TB Platte), …
Da Alexander Gentoo präferiert, ich aber keinen neuen Bastelschauplatz aufmachen möchte, habe ich aus dem SheevaPlug Installer das rootfs.tar.gz auf eine ext3-Partition (/dev/sdX2; die erste Partition muß wg. U-Boot VFAT oder ext2 sein (enthält nachher das Kernelimage), was man beides für / nicht möchte) eines 1-GB-USB-Sticks kopiert:

root@greebo:~# fdisk /dev/sdc
root@greebo:~# mke2fs -L /boot -m 2 /dev/sdc1
[...]
root@greebo:~# mke2fs -j -L /dockstar -m 2 /dev/sdc2
[...]
root@greebo:~# mkswap /dev/sdc3
[...]
root@greebo:~# mkdir /mnt2
root@greebo:~# mount /dev/sdc2 /mnt2
root@greebo:~# mkdir /mnt2/boot
root@greebo:~# mount /dev/sdc1 /mnt2/boot
root@greebo:~# cd /mnt2
root@greebo:~# tar --same-owner --numeric-owner -p -zxvf /home/wusel/SheevaPlug/sheevaplug-installer-v1.0/installer/rootfs.tar.gz
[...]
var/local/
root@greebo:/mnt2# tar --same-owner --numeric-owner -p -zxvf /home/wusel/SheevaPlug/sheevaplug-installer-v1.0/installer/modules.tar.gz
[...]
./lib/modules/2.6.30.2/source
root@greebo:/mnt2# cp -p /home/wusel/SheevaPlug/sheevaplug-installer-v1.0/installer/uImage boot/
root@greebo:/mnt2# ls -la boot/
total 5832
drwxr-xr-x 2 root root 4096 2010-03-07 18:44 .
drwxr-xr-x 21 root root 4096 2009-07-23 04:01 ..
-rw-r--r-- 1 wusel wusel 2620504 2009-07-23 04:11 uImage
root@greebo:/mnt2# chown -R root:root boot/
root@greebo:/mnt2# ls -la boot/
total 5832
drwxr-xr-x 2 root root 4096 2010-03-07 18:44 .
drwxr-xr-x 21 root root 4096 2009-07-23 04:01 ..
-rw-r--r-- 1 root root 2620504 2009-07-23 04:11 uImage
root@greebo:/mnt2# cd
root@greebo:~# umount /mnt2

Nett gedacht, aber zu kurz gesprungen; im Mailwechsel machte mich Alex’ auf Hardwareunterschiede zw. SheevaPlug & DockStar aufmerksam, sodaß eine simple Übernahme des Kernels leider ausscheidet. Also sind die weiteren Ausführungen Alex’ zu befolgen, als da wären:

  • Installation of the kernel (Linux)
    Wobei ich hier auf den SheevaPlug-Kernel setze; ich habe also meinen Kernel-Source auf dem Desktop geklont (neben linux-2.6.32.2-SheevaPlug habe ich nun auch ein Verzeichnis linux-2.6.32.2-DockStar). Danach wurden Alex’ Patches runtergeladen (in ein neues Unterverzeichnis DockStar-Patches) und per Hand applied: [EDIT: Auch wenn im Folgenden der 0001-Patch nicht gelistet ist, ist jener wichtig für das weitere Vorgehen im Verlauf dieser Artikelserie. Sorry, hatte ich augenscheinlich zu kopieren vergessen.]

    wusel@greebo:~/SheevaPlug/linux-2.6.32.2-DockStar$ patch --backup -p1 <DockStar-Patches/0002-MTD-partitons-used-by-the-Seagate-FreeAgent-DockStar.patch
    patching file arch/arm/mach-kirkwood/sheevaplug-setup.c
    wusel@greebo:~/SheevaPlug/linux-2.6.32.2-DockStar$ patch --backup -p1 <DockStar-Patches/0003-LED-definitions-for-the-Seagate-FreeAgent-DockStar.patch
    patching file arch/arm/mach-kirkwood/sheevaplug-setup.c
    wusel@greebo:~/SheevaPlug/linux-2.6.32.2-DockStar$ patch --backup -p1 <DockStar-Patches/0004-Change-board-name-for-the-SheevaPlug-to-reflect-the-.patch
    patching file arch/arm/mach-kirkwood/Kconfig
    Hunk #1 succeeded at 27 with fuzz 1.
    patching file arch/arm/mach-kirkwood/sheevaplug-setup.c
    wusel@greebo:~/SheevaPlug/linux-2.6.32.2-DockStar$ ls DockStar-Patches
    0001-ARM-Add-option-CMDLINE_FORCE-to-force-usage-of-the-i.patch
    0002-MTD-partitons-used-by-the-Seagate-FreeAgent-DockStar.patch
    0003-LED-definitions-for-the-Seagate-FreeAgent-DockStar.patch
    0004-Change-board-name-for-the-SheevaPlug-to-reflect-the-.patch
    linux-2.6.33_patches_dockstar.tar
  • Installation of the boot loader (Das U-Boot) sowie Patches for the boot loader (Das U-Boot)
    Hier habe ich die Werte wie von Alex beschrieben geändert, auch wenn ich bislang netconsole nicht genutzt habe. Ich habe U-Boot auf einem meiner SheevaPlugs kompiliert (anders als Alex in seinem Beispiel), dabei fiel auf, daß das Skript »./mkDockStar.sh« hier stolpert; gibt es eine Fehlermeldung wie folgt, den Aufruf in der ersten Zeile des Skriptes von /bin/sh auf /bin/bash ändern:

    Image Type: Kirkwood Boot from NAND Flash Image
    Data Size: 185616 Bytes = 181.27 kB = 0.18 MB
    Load Address: 00c00000
    Entry Point: 00c00000
    Building u-boot.bin.pagesize
    [: 19: Illegal number: $[262144-185616]

Da ich keine Lust hatte, die Box aufzumachen und die serielle Schnittstelle zu bemühen, habe ich das »blparam«-Kommando der PogoPlug-/DeskStar-Installation bemüht¹:

 98 PATH=$PATH:/usr/local/cloudengines/bin/
99 blparam
100 blparam "oldbootcmd=nand read.e 0x800000 0x100000 0x300000; setenv bootargs $(console) $(bootargs_root); bootm 0x800000"
101 blparam 'oldbootcmd=nand read.e 0x800000 0x100000 0x300000; setenv bootargs $(console) $(bootargs_root); bootm 0x800000'
102 blparam "bootargs_usb_root=root=/dev/sda2 rw rootdelay=5 rootfstype=ext3"
103 blparam "bootload_kernel=ext2load usb 0:1 0x800000 /uImage"
104 blparam 'bootcmd_usb=usb start'
105 blparam 'newbootcmd=${bootcmd_usb}; ${bootload_kernel}; setenv bootargs ${bootargs_usb_root}; bootm 0x800000'
106 blparam "bootcmd_MLL_yes=setenv mainlineLinux yes; saveenv"
107 blparam "bootcmd_MLL_no=setenv mainlineLinux no; saveenv"
108 blparam "arcNumber=2097"
109 blparam "bootcmd_pogo=run bootcmd_MLL_no; run oldbootcmd"
110 blparam "bootcmd_plugapps=run bootcmd_MLL_yes; run newbootcmd"
111 blparam 'newbootcmd=usb start; ext2load usb 0:1 0x800000 /uImage; setenv bootargs ${bootargs_usb_root}; bootm 0x800000'
112 blparam 'bootcmd=run bootcmd_plugapps'

Leider funktionierte dies nicht, das Schätzchen bootete nicht mehr :( Nun muß also doch der Pegelwandler her und über die serielle Schnittstelle debugged werden …
Wiederbelebung – hoffentlich ;) – in Teil II.
(Redaktioneller Hinweis: Da meine Blogsoftware nicht vorsieht, Artikel zu schreiben und später zu veröffentlichen, trickse ich i. d. R. durch eine Velagerung in die Zukunft um diese Unzulänglichkeit herum; dieser Artikel sollte eigentlich auch die Lösung, also die Reanimierung meines DockStars, enthalten, nur kam ich zeitlich nicht dazu, diesen Teil in der Zeit, die ich den Artikel vorverlegt hatte, auch zu realisieren. Dadurch wurde der Artikel offensichtlich schon von anderen gelesen, und nach der zweiten Bitte auf (Wieder-) Veröffentlichung ist er hier nun also, als Teil I von (geplant) Zweien. Have fun, but: DON’T TRY THIS AT HOME, YOU’LL DEFINITIVELY BRICK YOUR DOCKSTAR AND IT’S UNCERTAIN IF IT’S UNBRICKABLE!)
___

¹ Die Idee stammt letztlich von einem nur noch im Google-Cache vorhandenen pastie.org-NoPaste:

#!/bin/bash
# This script updates the pogoplug uboot enviroment in preparation for running
# plugapps on the pogoplug v1, pogoplug v2 and dockstar.
# This script adds environment variables to make usb booting possible
# This script assumes that it is being run on a pogoplug that has
# firmware at least at rev 2.0.1 with the blparam executable.
# Preparation
mount -o rw,remount /
# Add boot commands
cd /usr/local/cloudengines/bin
./blparam "arcNumber=2097"
./blparam "bootcmd_mtd1_usb=nand read.e 0x800000 0x100000 0x200000; setenv bootargs $(console) $(bootargs_usb_root) $(bootargs_mtdparts); bootm 0x800000"
./blparam "bootcmd_pogo=run bootcmd_MLL_no; run bootcmd_mtd1_mtd2"
./blparam "bootcmd_MLL_yes=setenv mainlineLinux yes; saveenv"
./blparam "bootcmd_MLL_no=setenv mainlineLinux no; saveenv"
./blparam "bootargs_mtd2_root=root=/dev/mtdblock2 ro"
./blparam "bootcmd_mtd3_usb=nand read.e 00x800000 0x02500000 0x200000; setenv bootargs $(console) $(bootargs_usb_root) ; bootm 0x800000"
./blparam "bootcmd_mtd1_mtd2=nand read.e 0x800000 0x100000 0x200000; setenv bootargs $(console) $(bootargs_mtd2_root); bootm 0x800000"
./blparam "bootargs=console=ttyS0,115200 root=/dev/mtdblock2 ro"
./blparam "bootargs_usb_root=root=/dev/sda1 rw rootdelay=10 rootfstype=ext2"
./blparam "bcktopogo=setenv bootcmd run bootcmd_pogo; saveenv"
./blparam "bootcmd_plugapps=run bootcmd_MLL_yes; run bootcmd_mtd3_usb"
./blparam "bootcmd=run bootcmd_pogo"
# Replace rcS
cd /etc/init.d
mv rcS rcS.backup
wget http://plugapps.com/os/pogoplug/full/rcS
chmod 755 rcS
# Write new kernel (2.6.32.7) to the free partition
cd /tmp
wget http://sheeva.with-linux.com/sheeva/2.6.32.7/sheeva-2.6.32.7-uImage
# Now, how do we write it?
# Download and extract Plugbox-1.0.tar.gz to USB drive
touch /tmp/.cemnt/mnt_sda1/plugapps