Licht und Schatten II

Mit ein bißchen Bastellei habe ich nun zwei Aufnahmen für Kameras an meinem Fahrrad montiert – und ich habe es am Freitag auch mal ausprobiert: vormittags eine kleine Runde durch Güterslohs Stadtpark, am Abend dann Hin- (nur mit Zi8, nach hinten filmend) und Rückfahrt (vorne Kodak PlaySport, hinten Kodak Zi8) zur/von der Michaeliskirmes.
Guckt’s Euch an, ich bin sehr positiv überrascht, wie relativ gut die beiden günstigen HD-Kameras selbst noch im Dunkeln filmen (Rückfahrt gegen 22 Uhr, nach dem Eröffnungsfeuerwerk), zumal ich bei der Zi8 bislang deren »Low-Light-Qualitäten« als eher nicht existent wahrgenommen hatte. Da rd. 20 Minuten Fahrrad wohl zuviel den Guten wäre, gibt’s überwiegend 10fachen Zeitraffer:

GuruPlugging… delayed until further notice

Hach, nett, grade bekomme ich die Nachricht, daß es wohl noch etwas dauern wird, bis mein bestellter GuruPlug endlich eintrifft:

We have had an update from the shipping company in Hong Kong, Globalscale have only sent half of our order that we are due to receive later this week.
[…] Globalscale have said the reason for the part delivery is due to QA issues with the power supply’s in the units (which I am sure some of you have read about already), therefore they have started to have new power supply’s delivered in and are replacing the power supply’s in the units that have been ordered by customers.
[…] We will be working through the pre orders the fairest way possible, starting with the orders that were placed the earliest, but as mentioned above, we will have to work on what power types we are sent. […]

 
Tja, da ich erst relativ spät mich entschieden hatte, doch vorzubestellen (und das JTAG-Board gratis zu bekommen), werde ich mich jetzt wohl noch länger in Geduld üben müssen — andererseits, was man so liest, sind die ersten GuruPlugs auch mehr so Heißnadel-Geräte, und daß die von Globalscale verbauten Netzteile im SheevaPlug rottig sind, durfte ich ja bei 50% meiner beiden SheevaPlugs schon selbst feststellen.
Also erstmal weiter Valium einwerfen und sediert auf den neuen Plug warten ;) *Soifz*

Ein Nachmittag im »Zoo am Meer«

Hmm. Wenn das so weitergeht, muß ich wohl mal Hardware nachwerfen; das folgende kleine Video bringt doch schon – vor YouTube – stattliche 750 MB auf die Waage, für knapp 7 Minuten doch recht fett. Schlimmer als die Größe – die dann beim Upload auch noch mal weh tut, und ich vermute, ebenfalls noch beim Re-rendering seitens YouTube – ist natürlich die Rechenzeit; ich hab’s nicht genau gestoppt, aber so’n rundes Stündchen hat OpenShot auf dem Intel(R) Pentium(R) Dual T3400 @ 2.16GHz dann doch gerödelt für diese knapp 7 Minuten.
Leider habe ich kein schnelleres Pferd im Stall, abgesehen von einem 2,7 GHz-K10-DualCore, der allerdings als Video-, konkret VDR-, Server Dienst schiebt und bei OpenShot gibt es zumindest derzeit leider kein verteiltes Rendering … H.264 Encoding in Hardware, das wäre mal ein schnuckeliges Feature; aber ich will nicht meckern, immerhin beherrst Linux, passende (nVidia-) Grafikhardware vorausgesetzt, mittlerweile zumindest das Decoding in Hardware — sonst könnte ich von meinen Filmchen mit auch gar keinen ansehen ;)
Wohlan, zum Thema: Ich habe ja noch immer die von @ifranz ausgeliehene Kodak PlaySport hier, und nachdem wir mit der Famillie am Sonntag einen Abstecher in den »Zoo am Meer« in Bremerhaven machten, habe ich neben meiner TZ7 und Zi8 auch die PlaySport wieder eingepackt, alle Gadgets wurden nachts zuvor natürlich ordnungsgemäß geladen und die Sticks gesäubert ;)
Da das Wetter beim »Tag am Meer« letzten Donnerstag nicht so mitspielte, habe ich in Bremerhaven einige der Dinge nachgeholt, die ich mal vergleichend ausprobieren wollte bzw. die mir als Unterschiede zwischen PlaySport und Zi8 aufgefallen sind.

Kodak

An dieser Stelle ist wohl ein Dankeswort an meine Famillie angebracht, die meine Geek-Ausbrüche toleriert und sich auch nicht mehr groß wundert, warum es diesmal 3 statt »nur« 2 Kameras waren, die ich immer mal wieder zückte und stehenblieb: Danke! ;-)
Ich bin jemand, der der Meinung ist, daß ein angepriesenes Feature auch benutzbar sein sollte, daher schaue ich mir auch bei Videogeräten die Fotooption an, sofern vorhanden. Beim Testfoto am Donnerstag bemängelte ich die Qualität des von der Kodak PlaySport gemachten Fotos, welches im direkten Vergleich zu dem der Zi8 matschig aussah. Und um dieses Mal mehr Vergleichsoptionen zu haben, habe ich auch meine Paansonic TZ7 und mein bzgl. seiner Fotoleistung haßgeliebtes Android-Telefon, ein Motorola Milestone, antreten lassen.

Motorola

Eines gleich vorweg: dieses Mal fiel es mir nicht so leicht, einen »Sieger« zu küren; vielleicht half die helle Sonne den vier Kandidaten, vielleicht lag es auch am Motiv. Der 150×150-Pixel-Ausschnitt aus dem vom jeweiligen Gerät gemachten Foto ist hier zu sehen, per Klick auf das Bild kommt man zur Großfassung des Bildes.
Was die Detailtiefe angeht als auch die Schärfe, vermag ich diesmal zwischen PlaySport und Zi8 mich nicht zu entscheiden; zwar sieht auch diesmal das Zi8-Foto bei der 1:1-Betrachtung schärfer aus, aber beim konkreten Motiv dieses Mal nicht so deutlich besser, als daß ich die PlaySport negativ bewerten würde. Erstaunlicherweise allerdings scheint das Milestone, trotz geringerer nomineller Aufflösung, höher aufzulösen als die beiden Kodak-Geräte — wobei das Bild des Milestones mit Farbartefakten gespickt ist, feine Strukturen sind dort wie bei der TZ7 auszumachen, wo bei den Kodaks scheinbar »Staub« oder »Fehler« weggerechnet wurden.
Aber gut; momentan würde ich sagen, PlaySport wie Zi8 reichen »für ‘nen Schnappschuß zwischendurch« aus, Kernfunktion ist HD-Video und das machen sie durchaus unterschiedlich gut. Mit ‘nem »Telefon« für rd. den drei- bis vierfachen Kaufpreis sind die Kodak-Geräte schwer zu vergleichen (das Milestone macht leider bei Video auch »nur« WVGA), mit ‘ner Fotokamera mit 12fachem optischem Zoom – die »zufällig« auch 720p25 AVCHD-Aufnahmen machen kann – für ebenfalls ein Vielfaches des PlaySport-/Zi8-Preises sie zu vergleichen wäre eher unfair. (In der Liga wäre eher die Kodak Slice mal interessant zu sehen, sie hat zwar nur, IIRC, 4x optischen Zoom, aber sofern sie auch ähnlich wie die PlaySport den digitalen Zoom nutzen kann … Der digitale Zoom insbesondere der PlaySport ist nämlich dabei, meine abgrundtiefe Aversion gegen Digi-Zoom zu kippen; war der Digi-Zoom meiner DSC-P10 noch ein besserer Zufallsgenerator, bringt der Zoom bei Kodaks Zi8 und PlaySport doch tatsächlichen Mehrwert. Und, anders als initial vermutet, nutzt auch die Zi8 am Ende des Zoombereichs wohl irgendein Feature des Sensors, denn auch dort wird »kurz vor knapp« das Bild noch mal wieder schärfer — der Effekt ist aber einerseits nicht so stark und fällt andererseits ob der höheren Geschwindigkeit des Zooms auch nicht so stark auf wie der Ruckelschritt zumindest bei »meiner« PlaySport mit Firmware 1.01.)
Aber genug der schnöden Worte, ein Film sagt mehr als … whatever ;)

Und wer in der Gegend von Bremerhaven ist: neben dem »Zoo am Meer«, dessen Mix von Zoo- und Spiel-/Kletterlandschaft unsere Kids toll finden – und mit 18,– € für die Familienkarte ist das noch ein recht günstiges Vergnügen –, gibt’s da z. B. auch noch das Klimahaus …

Making Of: »Fahrrad. The final frontier.«

Zum gestrigen Beitrag hier noch ein teils zeitgerafftes Video mit den nicht benutzten Schnippseln.
Es hat mich durchaus überrascht, wie kompliziert es offensichtlich ist, eine Videokamera am Fahrrad zu befestigen und damit sinnvolle Bilder zu machen — und das, obwohl HD-Cams nicht nur einen Bruchteil damaliger D8/miniDV-Cams kosten sondern auch wiegen.
Ich hatte es ja schon vorher mit meiner Zi8 probiert, vorne an der (gefederten) Gabel tat es ganz gut, nur war der Blickwinkel Kinderkacke :-( Der neuerliche Versuch, nun ausgestattet mit PlaySport und Zi8, lief aber wieder ins Leere: die PlaySport war nicht sinnvoll zu befestigen und die Zi8, am Gepäckträger festgeklemmt und -gezurrt (mit Kabelbindern), lieferte im Endeffekt auch keine tollen Bilder:

Wie wenig glücklich dann die Verwendung einer Schwanenhals-Halterung war, konnte man schon sehen; eine weniger flexible Halterung würde allerdings ebenfalls nichts bringen (s. o.); eigentlich brauche ich also eine auf’s Fahrrad montierbare Streadycam — Hints, anyone?

Fahrrad. The final frontier.

Wie schon angedeutet, habe ich schon vor ein paar Tagen versucht, mit der PlaySport eine Fahrradtour aufzunehmen. Leider war auch dieser Versuch nicht so ganz erfolgreich, denn die Vibrationen während des Fahrens, ggf. verstärkt durch die Schwanenhals-Halterung des Kfz-PDA-Halters, den ich an den Rahmen mit Kabelbindern festgezurrt hatte, waren doch zuviel für den Bildstabilisator.
Technisch scheinen sich insofern Kodak PlaySport und Kodak Zi8 zu gleichen, in den Videos konnte ich keine grundlegenden Unterschiede feststellen, die mehrfach mit beiden Kameras abgefahrene Strecke ist auf beiden Kameras leider keine Augenweide:

Auch die direkte »Verstrapsung« am Gepäckträger hilft nicht wirklich. Schwingt die Kamerahalterung nicht – wie der benutzte Schwanenhals – mit, »springt« das Bild deutlich sichtbar bei den Erschütterungen. Ich werde mal mit den ifranznation-Kollegen @ifranz @tbals und @_refugee_ konferieren, ob ihnen irgendwas fahrradtaugliches einfällt — mit der PlaySport könnten sich beim Radrennen über Wasser ja ganz neue Einblicke ergeben, denn anders als wohl 2009 müßte man keine Angst um das Equipment haben, stürzte der Fahrer doch :)

Kodak Zi8 vs. PlaySport …

Gestern waren wir an der Nordseeküste, in meiner alten Heimat. Und wie es sich für einen Geek gehört, hatte ich meine Kodak Zi8 und meine Panasonic TZ7 im Gepäck wie auch die Kodak PlaySport, die mir @ifranz netterweise geliehen hat.
Abgesehen vom Fahrradfahrversuch (mehr dazu wann anders ;)) war dies die erste Gelegenheit, die PlaySport mal einigermaßen sinnvoll einzusetzen, sprich so, wie »man« (ich) sie einsetzen würde, wäre es meine …
… und nein, keine Angst @ifranz ich habe sie nicht gleich in den Schlick geworfen um zu sehen, was dann passiert :)
Was nach kurzer Nutzung mir positiv auffliel: der Formfaktor der PlaySport ist deutlich gefälliger als das kantige Etwas, in dem sich die Technik der Zi8 verbirgt. Kaum zu glauben, aber die wenigen Zentimeter Unterschied machen den Unterschied aus zwischen klobig und elegant … Und auch die Bedienung gefällt mir besser als bei der Zi8; es ist zwar noch immer minimalistisch, aber es kommt mir gefälliger daher.
Beim (digitalen) Zoomen mit der PlaySport fiel mir auf, daß es da augenscheinlich einen praktischen Trick gibt, der zum Ende des Zoombereiches nocheinmal wieder für ein schärferes Bild sorgt (siehe Video); die Zi8 hat mit aktuellster Firmware hingegen ein »anderes Feature« beim Zoomen: kurz vor knapp hakt’s auch da und es ändern sich Helligkeitseinstellungen …

1:1-Ausschnitt aus

Ziemlich enttäuscht allerdings hat mich die Fotoqualität; diese hinkt, trotz gleicher Dateigröße, deutlich dem hinterher, was die Zi8 zu leisten vermag — siehe auch die parallel geschossenen Bilder links und rechts.
Bei den Videoaufnahmen ist mir hingehen – bis auf das »Zoom-Issue« – nichts wesentliches (an Land? ;)) aufgefallen. Auch in der Nachbearbeitung verhalten sich PlaySport-Schnippsel wie andere auch …
… apropros Nachberarbeitung: hier ein kleiner Zusammenschnitt der Videoschnippsel, die ich am Donnerstag produzierte. Have fun!

Das Internet besteht nicht nur aus dem DNS oder der TLD de.

Schon lustig, sich die Trackback-Schlagzeilen zum Artikel von Golem.DE zum DeNIC-#FAIL heute anzusehen. »Kein DNS, kein Internet« — naja, ganz so schlimm war’s dann ja doch nicht, allerdings dürfte es etliche – fälschliche und doch korrekte – Mailbounces gegeben haben, denn augenscheinlich ist ein Großteil der Domains mit der Endung .de heute vom DeNIC aktiv aus dem Netz gekegelt worden. Wohl unabsichtlich (alles andere wäre wohl auch gegen die Verträge zwischen den Domaininhabern und der DeNIC), aber dennoch so geschehen.
Und dank der munteren «Verlinkung« waren ggf. auch Adressen aus anderen Domains betroffen:

Failed to fetch http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/pool/main/w/whois/whois_4.7.30_i386.deb Could not resolve 'de.archive.ubuntu.com'
$ dig a de.archive.ubuntu.com
;; ANSWER SECTION:
de.archive.ubuntu.com. 450 IN CNAME ubuntu.mirror.tudos.de.
$ dig a ubuntu.mirror.tudos.de.
;; AUTHORITY SECTION:
de. 4920 IN SOA f.nic.de. its.denic.de. 2010051253 7200 7200 3600000 7200

Für Nicht-Techniker: Der Name »de.archive.ubuntu.com.« verweist eigentlich auf einen (verallgemeinert) Rechner namens »ubuntu.mirror.tudos.de.« — der zuständige Dienst der DeNIC allerdings sagt: »Es gibt keine Domain tudos.de.« Und wenn es kein tudos.de gibt, kann es auch keine Namen »unterhalb« dieser Domain geben (lies: Namensbestandteile links von tudos.de).
Es handelt sich um den Vorfall heute nicht um einen Nameserverausfall, denn Ausfälle kompensiert das Domain Name System (DNS) ganz hervorragend; das, was heute die DeNIC als verantwortliche Betreiberin der de.-Zone und deren Nameservern fabriziert hat, ist der GAU, der Größte Anzunehmende Unfall eines Domainbetreibers: DeNIC hat für (eine noch unbekante Anzahl, um nicht zu sagen) nahezu alle bislang gültigen Domains mit der Endung de. die Information verbreitet: »Diese Domain gibt es nicht.« Und da am Domainnamesystem dann doch irgendwie alles hängt, hätte man theoretisch heute auch die Domain google.de erwerben (via @netzpolitik können. Gut, nicht rechtsverbindlich, aber der Schaden, den die DeNIC heute verursacht hat, dürfte nicht gering sein: Das das Surfen nicht mehr klappte, naja, notfalls kauft man die Bild, den Spiegel oder Focus halt an der nächstbesten Tanke. Beim Onlinebanking an einem Mittwoch vor einem Brückentagwochenende ist das vielleicht kritischer. Richtig böse ist aber der Mailbereich: da etliche Domains als nicht existent ausgewiesen wurden, werden alle Mails an diese Domains – und im Falls von Anti-Spam-Maßnahmen auch ggf. von diesen – unzustellbar gewesen sein. googlemail.de, web.de, gmx.de, t-online.de — sofern betroffen (über den Umfang habe ich bislang nur wenige Infos), ging da wohl mailmäßig gar nichts mehr. Und aufgrund von weiteren Automatismen werden als unzustellbar zurückkommende Adressaten aus regulären Maillinglisten i. d. R. automatisch ausgetragen (nein, keine Angst, bei Spamversendern bleiben die Adressen dennoch drin …) — der Benutzer muß sich ggf. neu eintragen, und das vielleicht, ohne es zu wissen (für den Mailinslistenbetreiber existiert seine Mailadresse ja nicht mehr).
Ich bin wirklich auf das abschließende Statement der DeNIC, deren Ruf als verläßlicher TLD-Betreiber ersteinmal ruiniert ist, gespannt als auch auf die Berichte der Nachwirkungen; bedingt durch technische Kniffe (Caching), können die Auswirkungen auch noch Stunden nach dem Beheben des Problems vereinzelt auftreten.
Aber, um den Kreis zu schließen: »das Internet« funktionierte hervorragend. Nur eine der größten Top-Level-Domains war zeitweise komplett aus dem Netz gekippt …