Camera Connection Kit, oder: Wie man aus …

… Scheiße Geld macht :) Auf das folgende bei ifranznation verlinkte Video wollte ich eigentlich dort kommentieren, der Einfachheit halber mache ich das aber nun doch hier; Kommentar also nach dem Video:

Ich finde das schon ziemlich erstaunlich; ich kenne Terry White nicht, bin aber fasziniert, mit welchem Enthusiasmus er das CCK, Apples Nachrüst-USB-Port und Nachrüst-SD-Card-Reader, in diesem Video anpreist. Klar ist das toll, daß man dann endlich USB-Geräte bzw., alternativ, nicht gleichzeitig, ‘ne SD-Speicherkarte nutzen kann — die Genialität liegt allerdings eher darin, genau diese Standardfunktionen dem Basisgerät vorzuenthalten und dafür noch einmal extra zu kassieren. Eine Ingenieursleistung hingegen wäre es gewesen, einen (Micro-)SD-Slot (für Speichererweiterung; so wie 640 kByte letztlich für PCs sich als zu wenig erwiesen, sind, nicht erweiterbare, maximal 64 GB für ein mobiles Tablett ein schlechter Witz) sowie einen oder mehrere USB-Ports in Grundgerät zu integrieren. Aber das wäre der Gewinnmaximierung für Apple natürlich weniger zuträglich als diese Dongle-Lösung … die die Klientel auch noch goutiert.
Auch vom technischen Aspekt, von der Ästhetik ganz zu schweigen, wäre es besser gewesen, eine USB-Buchse direkt einzubauen anstatt diese auf einem proprietären Verbinder nach außen zu führen, wie man spätestens bei der Demonstration eines angesteckten USB-Cardreaders im Video sehen kann. Das rausbaumelnde Kabel stört bei der Handhabung des Pads, die klobige Apple-USB-Buchse macht das nicht wirklich besser. Und während eine SD-Karte bei handelsüblichen Geräten nahezu im Gehäuse verschwinden kann, muß diese bei Apple über ein ekliges Dongle genau dort genutzt werden, wo sie die Bedienung im Querformat optimal behindert; ein Schelm, wer auch hier den Versuch sieht, die dauerhafte SD-Nutzung zu verhindern …
Gut, ich habe beruflich mit der Apple-Welt keine Berührungspunkte; schicke Serversysteme haben andere Hersteller (mittlerweile) auch, dort stimmt allerdings zusätzlich das Preis-Leistungsverhältnis. Insofern hätte ein Einstieg in die Apple-Fußfessel-und-Zensur-Umgebung für mich nur Nachteile; aber selbst als Fanboy würde mich das CCK maximal nerven. Einmal, weil ich für das bißchen Plastik und Metall wieder überhöhte Preise zahlen müßte (der SD-Reader wird USB-basiert sein; die 4 USB-Pins werden auf dem proprietären Apple-Connector anliegen — technisch sind es also nur ein passiver Steckerkonverter), viel mehr aber, weil ich diesen blöden Dongle-Kram immer dabei haben müßte, obwohl beides hervorragend im Basisgerät Platz fände und so dessen Nutzungmöglichkeiten wirklich erhöhen würde, statt, wie jetzt, sie zu behindern. Ich bin wirklich gespannt, wie weit Apple den Bogen noch spannen kann …

One Reply to “Camera Connection Kit, oder: Wie man aus …”

Comments are closed.