Bashing mySkyStatus …

Schön steht’s geschrieben:

While you’re in the air, MySkyStatus sends altitude, location, departure and arrival updates automatically to your Facebook and Twitter pages. It’s travel made social and it’s easy to set up. Let’s get started.

 
Nette Idee; überflüssig letztlich wie ein Kropf, aber das ist der twitter-Dienst ja auch, und warum nicht zu all dem File-Sharing-Traffic auch man ‘m bißchen was spaßiges packen? Nun denn. Nachdem sich @elburro schon damit vor ein paar Tagen mit eher ernüchterndem Ergebnis verlustierte …

elburro: now using MySkyStatus – http://MySkyStatus.com/

 

elburro: @wusel das ist voll #fail das myskydinges … virtueller Urlaub wird wohl nix

 
… konnte ich gestern und heute @jlubkoll virtuell folgen auf seinem Weg von AR nach DE. Nunja, also zumindest diese Verfolgung war mehr so der #megafail. Siehe einerseits den Screenshot, aber es geht danach ja noch weiter:

jlubkoll: @wusel jetzt schon in TXL und immer noch, definitiv #fail

 

jlubkoll: is now departing Frankfurt International Airport on Lufthansa Powered by Lufthansa – http://myskystatus.com/

 
Eigentlich hätte ich ja mehr erwartet als vollkommen falsch gezeitete Tweets über Abflüge; zumal das ja nicht sonderlich schwer sein kann, angegeben werden Flugnummer und -gesellschaft, zu jedem dieser Datensätze packt man in ein Array die twitter-Account-Daten der Pasagiere (die mySkyStatus nutzen) und pustet entsprechend über die twitter-API bei Start, Landung, Absturz und vielleicht an markanten Punkten (vorzugsweise basierend auf den Live-GPS-Daten des Fliegers, notfalls stumpf anhand des Flugplanes + Flugzeit) Tweets raus.
Einer twitter-Suche nach funktioniert das wohl auch manchmal:

is now flying over Davis Strait on British Airways https://myskystatus.com/map… Powered by Lufthansa – http://myskystatus.com/

 
Wobei das offensichtlich keine Live-Daten sind, sondern vorgefertigte Karten, vergleiche hier oder hier …

zz.de

Das ist doch wieder ulkig:

me@greebo:~$ whois -h whois.nic.de vw.de
Domain: vw.de
Status: connect
% DB time is 2009-10-21T15:45:00+02:00

Hingegen:

me@greebo:~$ whois -h whois.nic.de zz.de
Domain: zz.de
Status: invalid
% DB time is 2009-10-21T15:45:00+02:00

Mal gucken, ob ich Zeit finde, das Freitag morgen nochmal auszuprobieren ;) Aber auch mit den schon möglichen 2-Zeichen-de-Domains hat der whois.nic.de wohl noch so seine Probleme …

me@greebo:~$ whois -h whois.nic.de æß.de
Domain: æß.de
Domain-Ace: xn--ss-0ia.de
Status: invalid
% DB time is 2009-10-21T15:45:00+02:00

Tja, nur ist æß.de, welche aufgrund dieser coolen Regeln als æss.de umgeschrieben wird, aber als æß.de eingegeben werden kann, schon seit geraumer Zeit »mein« ;) Klingt etwas so, als sei da noch ein Ace-Bug drin, oder stört sich das Tool an der alten Denic-Regelung von >2 Zeichen?

me@greebo:~$ whois -h whois.nic.de æss.de
Domain: æss.de
Domain-Ace: xn--ss-0ia.de
Status: connect
% DB time is 2009-10-21T15:50:00+02:00

So, dann muß ich wohl mal nach einer sinnigen Nutzung meiner 2-Zeichen-de-Domain suchen, jetzt, wo diese alltäglich werden …

Becoming Pro?

Gestern abend auf flickr:

Hey blogdoch! Es geht um Ihren Fotostream…
Sie haben 175 Fotos auf Flickr gespeichert. Sobald Sie die 200 erreicht haben, sollten Sie ein Upgrade auf einen Flickr Pro Account durchführen, denn sonst werden nur Ihre 200 neuesten Fotos angezeigt.
Wir werden nichts löschen, und Sie haben nach einem Upgrade wieder unbegrenzten Speicherplatz. Möchten Sie vielleicht jetzt auf einen Pro Account upgraden?

 
Vollkommen legitimes Vorgehen, und fair, das nichts gelöscht wird. Allerdings war ich auf flickr per Web, um Bild der Zi8 hochzuladen und darüber indirekt hier zu posten; hierzu habe ich in den Text des Bildes auch eine Kurz-URL zum schon hochgeladenen Vergleichbild gepackt — und das findet flicker voll uncool:

Hey! Die URL, die Sie posten möchten, ist bereits in Verbindung mit Belästigungen auf Flickr auffällig geworden. Wenn Sie das sind, unterlassen Sie es! Sollten Sie damit nichts zu tun haben, können Sie leider dennoch keine Links zu dieser URL posten..

 
Der fragliche Link war dieser (is.gd-Verkürzung zu blogdoch.net). Gilt derlei Gängelung auch für Pro-Kunden? Dann verzichte ich dankend auf Pro, liebe Yahoo …

DHL Express: nur eine Zustellung ohne Anruf?

Heute morgen haben der DHL-Express-Fahrer, der mir von Amazon eine neue Platte für die leider defekte im Medion akoya Mini brachte, und ich uns leider verpaßt; lt. Hinweiszettel im Briefkasten gibt’s innerhalb der 7 Tage Lagerzeit in Bielefeld gegen Anruf der 0180er-Rufnummer einen kostenlosen weiteren Zustellversuch, einen kostenpflichtigen (keine Angabe zu den Kosten auf jenem Zettel, IIRC) — oder ich könne die Sendung in Bielefeld abholen. Letzteres habe ich dann getan, da ich ‘eh »in der Gegend« war — in der Sendungsverfolgung sieht das so aus:

Sendung oder Daten erhalten
Transport
Bearbeitung
In Zustellung
Filiale
Datum/Uhrzeit Status Beschreibung
07.10.09 00:00 Elektronische Sendungsdaten liegen vor Elektronische Sendungsdaten liegen vor
07.10.09 22:02 Eingang Sendung ist in der Umschlagbasis eingegangen
07.10.09 22:09 Ausgang Sendung hat die Umschlagbasis verlassen
08.10.09 05:33 Eingang Sendung ist im Zustellstandort eingegangen
08.10.09 05:45 Beladen Sendung befindet sich auf dem Weg zum Empfänger
08.10.09 08:15 Zustellung Empfänger wurde nicht angetroffen
08.10.09 16:42 Eingang Retoure
08.10.09 17:52 Selbstabholer Sendung wurde vom Empfänger Herr […] abgeholt

Irgendwie schon blöd; wieso kommt DHL nicht unaufgefordert einfach am nächsten Tag? Ganz abgesehen davon, daß die normale DHL-Fahrerin üblicherweise zum »Garagenvertrag« greift und die Ware so, ganz ohne Packstation, bequem mir am selben Tag (normalerweise) zugänglich ist … Gelten für Expresslieferungen andere Richtlinien als für DHL-Normal?

Wie sich die Zeiten ändern …

Ich hoffe mal, ich bleibe mit <30 Sekunden jeweils im Rahmen der erlaubten (Video-) Zitate …
Im Rahmen der Huldigung Udo Jürgens’ seitens des ZDFs ist mir aufgefallen, daß die aktuelle Version von »Ich war noch niemals in New York« sich in textuellen Details von der Urfassung aus 1981 unterscheidet — seht selbst ;)
1981:

Quelle: Die ZDF-Kultnacht – Udo Jürgens

2009:

Quelle: ZDF: Udo Jürgens – Die Geburtstagsgala

Ja, ich weiß ja selber, daß es den Euroscheck nicht mehr gibt — im Grunde bezweifle ich aber auch, daß man 1981 mit EC, egal ob Karte oder Papier, in New York etwas hätte werden können. Als ich ca. 1997 in Mexiko unterwegs war, gab es zwar schon erste Geldautomaten, die das Maestro-Symbol trugen, welches auch meine Dresdner-Bank-EC-Karte zierte; weitaus flüssiger war man aber damals mit Kreditkarten von VISA oder AmEx oder eben, unser Notgroschen, America-Express-Traveller-Cheques …
Wie auch immer, »Ich war noch niemals in New York« ist eines meiner liebsten Jürgens-Lieder; wenngleich ich in das aktuelle »Land of the Unfree« eher keinen Fuß privat zu setzen gedenke. Allerdings möchte ich schon den »Indian Summer« in Kanada einmal erleben — anders als leider mein Vater, der den Krebs leider nicht überlebte. Time’s running …

Lieber Guido Westerwelle,

was bitte soll das‽

Received: from famine.uu.org (famine.uu.org [192.251.226.48]) by mail.uu.org (20040308.1) with ESMTP id <n8P9o4V05541@mail.uu.org> for <[user]@uu.org>; Fri, 25 Sep 2009 11:50:04 +0200 Received: from xpms3.xprofiler.ch (xpms3.xprofiler.ch [195.190.140.73]) by famine.uu.org (8.13.1/8.13.1) with ESMTP id n8P9nMF8018132 for <[user]@uu.org>; Fri, 25 Sep 2009 11:49:29 +0200 Comments: MA01_MS3_1_90925114901806598 X-Mailer: Schober mailer system User-Agent: Schober mailer system Date: Fri, 25 Sep 2009 11:26:13 +0200 (CEST) From: Guido Westerwelle <fdp@news-lifestyle.de> Reply-To: Guido Westerwelle <fdp@news-lifestyle.de> To: [userl]@uu.org Message-ID: <90918141211835937.1526098.90925050517205355@xprofiler.ch> Subject: Abschluss-E-Mail des Bundesvorsitzenden [...] List-Unsubscribe: <http://nl.news-lifestyle.de/dispatcher/service?ac=unsub&u=[...]> X-Greylist: delayed for 00:21:43 at (famine.uu.org [192.251.226.48]) for <[user]@uu.org> by smf-grey v2.0.0 - http://smfs.sf.net/

Mal abgesehen davon, daß ich etwaige Privilegierungen der kommerzialisierten Parteien gegenüber sonstigen natürlichen oder juristischen Personen hinsichtlich der Kontaktaufnahme zu nicht mit der Partei in Geschäftsbeziehung stehenden Bürgern für inakzeptabel hielte und diesen Spam, der meines Erachtens auch Unrecht war, stark mißbillige: Eure Wahlversprechen sind murks!

Wir werden ein faires Steuersystem durchsetzen. Wir wollen vor allem kleine und mittlere Einkommen entlasten und unmittelbar nach der Wahl mit den Familien beginnen. Die Mittelschicht darf nicht immer mehr belastet werden. Faire Steuern sind gerade in der Krise wichtig, weil sie für Wachstum und neue Arbeitsplätze sorgen.
Ihre Arbeit muss sich wieder lohnen. Wir sind davon überzeugt: Deutschland kann es besser.

Quelle: Spam im Namen Guido Westerwelles

 
Hierzu möchte ich verweisen – als eine Art »Faktencheck« – auf einen Der Westen-Artikel:

Die Steuerpläne der Parteien könnten für die Bürger richtig teuer werden. Und kein Konzept hält, was es verspricht. Das belegt das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI). Die Liberalen haben sich verrechnet. Die Union belastet die Mittelschicht, die SPD den Haushalt. […]
Durch den Stufentarif der FDP (15, 25 und 35 Prozent) würde jeder Steuerzahler im Schnitt 3167 Euro sparen, Gutverdiener ab 77 000 Euro Jahresbrutto sogar 12 035 Euro. Die veranschlagten Kosten von 35 Milliarden können die Forscher nicht nachvollziehen. Sie kommen auf 89 Milliarden. „Kaum finanzierbar”, so das RWI-Fazit.

 
Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer einem »unsubscribe« …

Statt Wahlpflicht: Bußgelder für Lügner und Unsinnsverbreiter

Ich gebe zu, ich bin geneigt, zum ersten Mal in meinem Wählerleben, von meinem Recht auf Nichtausübung meines Wahlrechtes Gebrauch zu machen. Na, noch sind knapp sechs Stunden Zeit, mal sehen — vielleicht überkommt mich ja noch ein Pro-Argument, an der Kommunalwahl teilzunehmen. Die Plakate, so es denn welche gab, zeigen mehr oder minder gut zurechtgeschoppte Konterfeis mit wenig konkreten Aussagen — und das das Votum des Wahlvolks Politikern auch auf lokaler Ebene am Arsch vorbeigeht, zeigte sich in Gütersloh erst kürzlich deutlich:

29. Juni 2003
Beim Bürgerentscheid zur Frage “soll die Stadt Gütersloh trotz Finanzkrise ein neues Theater bauen” stimmen 18462 Bürger mit “Nein”, 5880 mit “Ja”. Das Quorum von 20 Prozent der Wahlberechtigten ist erreicht, der Bürgerentscheid erfolgreich im Sinne der Antragsteller. Die Wahlbeteiligung liegt bei knapp 33 Prozent.
Ende 2005 / Anfang 2006
Mit einer externen Machbarkeitsstudie lässt die Stadt Gütersloh verschiedene Alternativen für einen Theaterbau prüfen, darunter auch den Umbau des “alten Hauses”. Es erweist sich, dass dieser nur wenig kostengünstiger wäre als ein Neubau, die Voraussetzung für Technik und Bühnengestaltung etc. wesentlich komplizierter. Die Großsponsoren Miele und Bertelsmann erklären, dass ihre Sponsorenmittel von 5 Mio. Euro nur für einen Neubau zur Verfügung stehen.
Juni 2006
Der Rat entscheidet sich erneut für einen Neubau, Ausführung durch Prof. Friedrich.
Dezember 2007
Das alte Theater und die Parkpalette werden abgerissen.
20. Mai 2008
Die Baugenehmigung für das neue Theater wird erteilt.

 
Ich habe nicht verstanden, warum mein eindeutiges »Nein« – so wie das der Mehrheit der Abstimmenden – in ein »Ja« umgemünzt werden konnte. Wahrscheinlich sollte man wirklich jedem Wähler raten, den Regierenden und ihren Mitläufern per Kreuzchen mal die Braune Karte zu zeigen. Noch bin ich nicht soweit, aber Dampfplauderer wie der SPD-Bundestagsabgeordnete Jörn Thießen sind auf dem besten Wege, mich ein Ende mit Schrecken herbeisehnen zu lassen.

„Demokratie ohne Demokraten funktioniert nicht“. Mit diesem Argument begründete der SPD-Bundestagsabgeordnete Jörn Thießen seinen Vorstoß für eine Wahlpflicht in Deutschland. […]
Für Thießen ist der Fall klar: „Wir Politiker müssen im Parlament abstimmen – das kann man auch von den Wählern verlangen“, kontert der studierte Theologe und verweist dabei auf Belgien, das seinen Bürgern den Gang an die Wahlurne vorschreibt. Bei Nichterfüllung werden 50 Euro Geldstrafe fällig. Eine ähnliche Sanktionierung schwebt Thießen auch für Deutschland vor. […]

 
Was Thießen entweder nicht weiß – seine Aussagen wären dann grob fahrlässig unrichtig – oder bewußt verschweigt – seine Aussagen wären dann vorsätzlich unrichtig –: weder in Griechenland noch in Belgien werden diese Bußgelder/Strafen derzeit verhängt, nicht in Griechenland:

Seit 1932 besteht eine strafrechtlich sanktionierbare Wahlpflicht für alle Wahlberechtigten. Dennoch liegt die liegt die durchschnittliche Wahlbeteiligung bei etwa 80 Prozent. Wer sich nicht an den Wahlen beteiligt, muss mit bis zu 18 Monaten Haft rechnen. In der Praxis wird diese Regelung jedoch nicht mehr angewandt. Von der Wahlpflicht entbinden lediglich hohes Alter (über 70 Jahre), medizinisch attestierte Krankheiten oder eine Entfernung von mehr als 200 Kilometern zum eigenen – meist dörflichen – Wahlkreis.

 
Auch in Belgien verzichtet man derzeit auf eine Ahndung der Nichtwahl:

In Belgien wurde sie [die Wahlpflicht] 1893 in die Verfassung aufgenommen, um die Wahl allen Bürgern und allen sozialen Schichten zugänglich zu machen. Ein Arbeitgeber kann demnach am Wahltag von seinen Mitarbeitern keine Anwesenheit verlangen.
Aber jede Münze hat bekanntlich zwei Seiten und eine Pflicht zieht immer auch eine Strafe nach sich. In der belgischen Verfassung steht auf eine Verweigerung der Wahlpflicht eine Strafe von 25 – 50€. Bei wiederholter Straftat kann sich die Summe sogar bis 125€ erhöhen. Wenn der Wahlberechtigte in den darauf folgenden 15 Jahren vier Mal seine Stimme verweigert, Enthaltungen und leere Stimmzettel sind durchaus erlaubt, kann er für zehn Jahre von den Wahllisten gestrichen werden.
[…] Bisher wurde der Strafvollzug in den meisten Fällen nicht durchgeführt, da die Gerichte überfüllt sind. Dies könnte sich jedoch, so der belgische Justizminister Stefan de Clerck (CD&V), bald ändern. Entweder man stellt die Wahlpflicht in Frage oder es wird ein effektives, elektronisches System der Wahlkontrolle eingeführt.

 
Ein probates und zielführendes Mittel gegen nachlassende Wahlbeteiligung – die auch ich durchaus als Problem erkenne, und zwar nicht nur als Legitimationsproblem – wären handfeste Gesetze gegen die ausufernden Versuche der Volksverdummung von politischer Seite. Für obige Falschaussage könnte Bundestagsabgeordneter Jörn Thießen meinethalben 8 Stunden in einer sozialen Einrichtung, zum Beispiel einem Altersheim, ableisten, vielleicht recherchiert er dann zukünftig genauer, bevor er seinen Mund arbeiten läßt. Für zukünftige Helden, die wie Ex-Bundeskanzler Kohl, der bis heute straffrei sein »Wort« über das einschlägige Gesetz – zu dessen Einhaltung er mit dem Amtseid auch sein »Wort« gegeben hat, was eigentlich klarstellt, was Kohls »Wort« wert ist – stellt, fände ich Beugehaft angemessen. Zensursulas Tun zu bewerten maße ich mir hier nicht an; deren fortgesetzten Realitätsumdeutungen sind ja wenigstens schon Thema bei ZAPP & Co. Die Idee der Immunität von Abgeordneten an sich ist ja richtig; wer es aber so ausnutzt wie die aktuelle Generation und ungestraft und – insbesondere – ungeniert Halb- und Unwahrheiten verbreitet, der hat zuzulassen und zu verantworten, das diese Immunität an der Stelle eingeschränkt wird.
Leider wird derlei in diesem Staat nie geschehen, denn die, die es beschließen müßten sind die, sie es träfe. Dumm gelaufen. Bleibt nur die »Abstimmung mit den Füßen«, hier also die konsequente Kreuzchenverweigerung …

Träume, Schäume

Nur mal kurz, ich muß eigentlich ins Bett … Isotopp träumt schon vom Sechsparteienparlament, dazu möchte ich dann doch zwei, drei Worte bei viel zu hoher Umgebungstemperatur verlieren.

Diese Situation ist es auch, die mich ein Vollprogramm bei den Piraten (noch) nicht sehr vermissen läßt. Und die mich ein wenig komisch gucken läßt, wenn man der Piratenpartei das Fehlen eines Vollprogrammes vorwirft. Nein, die Piraten werden nicht allein regieren, nicht dieses Mal und wahrscheinlich niemals. Als Partei sind die Piraten in ein Zeitalter des Pragmatismus und in ein Parlament von Koalitionen geboren worden. Ein Vollprogramm wäre da in meinen Augen aktuell eher hinderlich als nützlich.
Und selbst wenn die Piraten ein Vollprogramm hätten, dann bräuchten sie meiner Meinung nach eines, das ganz klar und von vorne herein zwischen harten Punkten und weichen Punkten unterscheidet – also zwischen Punkten, die die Piratenpartei hart vertritt und Punkten, die in einer Koalition als Richtungsvorgaben oder Präferenzen, aber nicht als Punkt-Positonen anzusehen sind.

 
Pragmatischer Standpunkt, aber reicht das alleine aus? Wie stehen die Piraten denn zur Kernenergie (mich interessiert hier insbesondere, wie sie hinsichtlich der langfristig ungelösten Endsorgungsfrage zu aktuellen, zukünftigen und ggf. neuen Laufzeiten für Atommeiler stehen)? Wie wollen die Piraten in einer Koalition – als vermutlich fünftes Rad am Wagen – die Sicherung der »Sozialen Sicherungssysteme« fortführen?
Oder: Wie gedenken – Wunschdenken! – die gewählten Piraten, die grundgesetzlich verankerte Unabhängigkeit der Abgeordneten im real-existierenden Gruppenzwang Namens »Fraktion« oder»Koalition« zu leben?
Ich denke, bei all den hehren Festtagsreden von der Brücke aus, in Berlin anlandenden Piraten würde ein Kulturschock drohen. Und daß die Mandats-, Amts- und Würdenträger eben nicht binnen einer Legislatur korrumpiert würden, vermag ich nicht zu glauben.
Mit Fundamentalopposition bekommen die Piraten ihre Themen eben nicht durch; dies gelänge nur durch Beteiligung an einer Regierung. Gleich welche Koalitionspartner, keiner würde einer – dem Worte und meines Erachtens nach auch dem Geiste des Grundgesetzes nach – freien Mandatsausübung der Piraten zustimmend gegenüberstehen: Es gibt niemand gerne die Simonis.

Organisationen sind für diese Generation kein Selbstzweck, werden selten zu Institutionen. Organisationen sind ein Werkzeug, um Mehrheiten deutlich zu machen und Diskussionen zu kanalisieren, Meinungspools zu repräsentieren und mögliche Konflikte, aber auch Kompromisse leichter sichtbar zu machen.

 
Die zwangsweise etablierte Organisation, nämlich die Bundespartei der PIRATEN, mag nicht als Selbstzweck gedacht sein; ohne diesen Korpus gibt es aber auch keine Piraten im Parlament. Nach der Wahl einzelner Individuen zum Piraten-Abgeordneten (still day-dreaming) allerdings hat diese Organisation keinen (formalen) Einfluß mehr auf das, was diese Abgeordneten tun – oder lassen. Das ist einerseits gut so und es wäre vieles in meinen Augen besser, wenn von den gewählten Abgeordneten deutlich mehr komischen Konstrukten wie dem Fraktionszwang den Stinkefinger zeigten — dazu allerdings wäre eine eigene Meinung unerläßlich, dies allerdings ist keine Wahlvoraussetzung …

Die Piratenpartei ist also ein Werkzeug. Sie erlaubt – wenn alles klappt – meinesgleichen und mir, im Parlament direkt zu reden und Gesetze zu machen. Wir haben versucht, mit den Vertretern der etablierten politischen Parteien zu reden […] aber wir sind nicht verstanden worden oder aus anderen Gründen ignoriert worden. Wir haben versucht, unseren politischen Willen in Demonstrationen und Petitionen deutlich zu machen und die Politik so in unserem Sinne zu beeinflussen, aber das hat auch nichts bewirkt. Also ist klar, daß nur eine neue politische Partei das geeignete Werkzeug ist.

 
Mal davon ausgehend, daß Isotopp nicht auf einem »aussichtsreichen Listenplatz« für die PIRATEN geparkt wurde, ist der Satz »sie erlaubt […] meinesgleichen und mir, im Parlament direkt zu reden und Gesetze zu machen« mehr Milchmädchen als ich derzeit ausrechnen kann. Es gibt, jenseits der Wahlen alle 4, 5 Jahre, keine Einflußmöglichkeit von außen ins Parlament. Natürlich würde ich mir wünschen, daß das PIRATEN-Mitglied unterhalb der Legislaturperiode über Eingaben an PIRATEN-Abgeordnete Gesetzesvorhaben einbringen könnte, deren Verlauf beeinflussen. Aber wird, ja, kann, das im bundesdeutschen Politikapparat so funktionieren?
Ich denke nicht, Tim.
Anfang Oktober 2009 sind wir schlauer.

Selbst schuld?

Spiegel Online textet:

Solche Angriffe gehören zu den realen Gefahren des Internets, und sie sind nur aus einem Grund möglich: Nicht ausreichend vor Viren geschützte PC lassen Schadcode ein, ein entsprechendes Progrämmchen installiert eine Hintertür, durch die der Virenschreiber jederzeit wieder Zugriff auf den Rechner bekommen kann.

 
Ohne eine schädliche Monokultur (M$) durch eine andere (Unix/Linux/OSX) ersetzen zu wollen: wessen Verantwortung ist des denn, daß die Situation die ist, die wir alle heute auszubaden haben (all die Einbruchsversuche wie Aug 11 23:55:12 albert sshd[27618]: pam_unix(sshd:auth): authentication failure; logname= uid=0 euid=0 tty=ssh ruser= rhost=8.red-80-35-86.staticip.rima-tde.net user=root eingeschlossen)? Wer hat denn Hausfrauen eingeredet, mit ein bißchen Klicki-Bunti-Oberflächen ist jeder ein fähiger Heimnetzadministrator? Wer hat denn die Integration so weit getrieben, daß schon das vorbeisurfen an befallenen Seiten – oder die schiere direkte Internetkonnektivität per Modem/ISDN-Karte mit Windows – das heimische Windows infizierbar macht bzw. infiziert? (Been there, saw that; placed a router (ISDN) at my elder’s premises …)
Diese Unfähigkeit Microsofts, ihrer, ihrer Marktmacht entsprechenden, Verantwortung für fehlerfreie Software und ein sicheres OS nachzukommen, hat natürlich erst den Markt für Anti-Viren-Programme erzeugt — der perfiderweise jetzt gegen Microsoft zu verteidigen ist, sollten sie z. B. einen Virenschutz so in das Basissystem integrieren wollen wie sie es mit insbesondere dem Browser und dem Medienabspieler schon vorexerziert haben …
Ok, ich denke schon, daß unixodie Betriebssysteme per se sicherer sind als Windows XP (nicht nur in der Home-Fassung); wobei mangels Marktdurchdringung Viren für Linux, OSX oder gar *BSD auf absehbarer Zeit eine Randerscheinung sein dürften, diese These eine solche also bleiben wird. (Gefahr droht dort meines Erachtens eher von plattformübergreifenden Dingen wie Adobe AIR.)
Was mich aber am Spiegel-Online-Artikel stört ist die unterschwellige Schuldabwälzung auf die Endanwender. Denn die wissen i. d. R. nichts von all den perfiden Fehlern, die in ihren Systemen lauern; und die frechen 90-Tage-Gratisversionen, wie sie Aldi & Co. vorinstallieren, helfen da auch nicht wirklich weiter. Der Schutz ist abgelaufen und mit dem – ja nun mangels Schutz latent infizierten – System soll der Kunden nun beim Hersteller per Kreditkarte oder Onlineüberweisung die Vollversion kaufen (abgesehen von perfiden Versuchen, nicht nur einen Virenschutz sondern Supa-Dupa-Rundum-braucht-nieman-Pakete unterzuschieben)? Wer das ohne nachzudenken tut, der frißt wohl auch kleine Kinder …
Immerhin, einem (Ab-)Satz kann ich vollumfäglich zustimmen:

Verwundbar ist das Netz vor allem an seinen Endpunkten. Wer mehr Sicherheit fürs Netz fordert, müsste damit also zunächst einmal bei jedem Nutzer zu Hause anfangen. Der Kampf gegen die echten Gefahren aus dem Internet – Hack-Attacken, Viren, Datendiebstahl, Betrug – aber ist ungleich komplexer und schwieriger, als sich lautstark über Inhalte aufzuregen, die einem nicht passen (“Killerspiele”, “Horror-Videos”, Pöbeleien).

 
Aber ich denke nicht, daß Schäube oder von der Leyen Spiegel Online lesen; geschweige denn, um diese Wahrheit nicht wüßten …

T-Entertain: Der Ausfall durch unangekündigte Umstellungen …

Tja, es waren doch »Wartungsarbeiten«, nämlich offensichtlich die Umstellung auf die tolle »Zielarchitektur«; denn seit dem VDSL-Ausfall letzter Nacht ist mein T-Entertain auf VLAN 7 tot. Nix geht mehr. Nun dachte ich natürlich auch weiter und checkte VLAN 8 des Datenstroms von meinem Speedport 300 HS (dem externen VDSL2-Modem) zu meinem Linux-Router – denn der windge Speedport W701V, den die Telekom seinerzeit als VDSL-Router anbot und ins Paket packte, wäre mit meinen Traffic hoffnungslos überfordert; abgesehen davon fehlt ihm das Gigabit-Interface, welches mein Default-Gateway als Router zwischen mehreren logischen Netzen auf dem gleichen (V)LAN schon aufgrund der Datenmengen (VDR, d. h. MPEG2-Datenströme, gespeichert in unhandlichen 2-GB-Häppchen, werden gespeichert, geschnitten und kopiert) braucht –, und siehe da, es gibt da per DHCP nun eine IP und es fließen auch schon mal Multicast-Datenströme.
Soweit, so … ich weiß nicht. Angeblich sollen solche Umstellungen ja im Vorfeld mit zwei Wochen Vorlauf angekündigt werden. Nur: meinem blöden T-Online-Mailzugang nutze ich ja nicht. Ich habe da nicht einmal Credentials zu griffbereit; aber vor der großen Beschwerdekeule doch lieber mal nachsehen? So kam es also, daß ich mich durch das T-Kundencenter klickte, ein neues Mailpassword setzte (nachdem ich das T-Online-Passwort angegilbten Ex-Einschreiben entreißen konnte) und, nach ein paar SNAT-Einstellungen, nicht nur per Web sondern auch per POP3 auf meine T-Offline-Mail zugreifen konnte.
Und was war? Nix war. Spam habe ich bekommen, Kram, der verdächtig nach Virus oder zumindest Malware ausschaut …

wusel@jaunty-jackass:~$ file Desktop/Fotos-Bonhardt-XB-Jul-2009.ipg.zip
Desktop/Fotos-Bonhardt-XB-Jul-2009.ipg.zip: Zip archive data, at least v2.0 to extract
wusel@jaunty-jackass:~$ unzip -l Desktop/Fotos-Bonhardt-XB-Jul-2009.ipg.zip
Archive: Desktop/Fotos-Bonhardt-XB-Jul-2009.ipg.zip
Length Date Time Name
-------- ---- ---- ----
148503 07-24-09 17:45 Fotos-Bonhardt-XB-Jul-2009.ipg.com
-------- -------
148503 1 file
wusel@jaunty-jackass:~$ unzip -x Desktop/Fotos-Bonhardt-XB-Jul-2009.ipg.zip
Archive: Desktop/Fotos-Bonhardt-XB-Jul-2009.ipg.zip
inflating: Fotos-Bonhardt-XB-Jul-2009.ipg.com
wusel@jaunty-jackass:~$ file Fotos-Bonhardt-XB-Jul-2009.ipg.com
Fotos-Bonhardt-XB-Jul-2009.ipg.com: PE32 executable for MS Windows (GUI) Intel 80386 32-bit

…, die aber auch mein ClamAV, nachdem ich mir die Mail gebounct habe, als nicht virenverseucht einstuft. Hmm. Auch Hinweise auf diverse Dinge von T-Online waren da; irgendwann muß ich mal zwei Dienste aktiviert haben — ich habe sie prompt wieder abbestellt, da eh’ unnütz. Was aber durch vollkommene Abwesenheit glänzt ist jeglicher Hinweis auf einen geplanten Ausfall meines T-VDSL/T-Entertain-Zuganges am 03.08.2009 morgens. Was da ist, ist ein Hinweis wie folgt:

Date: Fri, 15 May 2009 16:45:07 +0100 (IST)
Message-Id: <Kilauea344266-99633-258978648-3-1102@flonetwork.com>
From: "T-Home Entertain Servicebrief" <t-home_...@....>
Reply-To: "Entertain Team" <entertain.team@....>
To: [T-Online-Nummer]@t-online.de
Subject: T-Home informiert: Wichtige Informationen zu Ihrem T-Home Entertain Anschluss!

[…] In diesem Zusammenhang möchten wir Sie darüber informieren, dass wir Ihnen aufgrund einer technischen Umstellung innerhalb der nächsten 2 Wochen in der Zeit zwischen 0 – 17 Uhr einmalig für einen Zeitraum von etwa 3 Stunden keine Internet-Dienste anbieten können.
Hiervon betroffen sind somit das Surfen im Internet, VoIP und IPTV. […]

 

Wie, Mai – als auch Juni und Juli – war doch schon‽
Weil ich nun eh’ schon einmal da war, habe ich mich im Kundencenter umgeschaut, zum Beispiel wollte ich meine Telefoneinstellungen ansehen: FEHLER.
Naja, dann vielleicht wenigstens die Ich-bin-schon-groß-und-darf-auch-Schmuddel-Videoload-Content-sehen-PIN neu setzen (weiß der Henker, wo ich jenen Schrieb damals hingepackt habe); da man auch in der Vorschau nur »Erwachseneninhalt« sieht, wäre es ja zur Überprüfung des Videoload-Angebotes zumindest interessant, diesen Code zu kennen — da ich auch die Kauf-PIN nachhaltig entsorgt habe (mangels Plan, T-Entertain jemals wirkich zu nutzen; für mich ist’s ja nur ‘ne Zwangszugabe zu VDSL und als IPTV-Arbeiter bei der Konkurrent von gewissem technischen Reiz ;)) … Wie dem auch sei, meine »Netgate-Anmeldung konnte nicht durchgeführt werden«. Bin wohl doch noch nicht 18; vielleicht habe ich T-Online seinerzeit ja mein Führerscheinbild gezeigt? Ach nee, haste rosa Lappen, biste ja schon länger 18 … Naja, dann weiß ich auch nicht, warum das nicht geht.
Schön auch die Sache mit dem Anschluß online ändern (also Änderung beauftragen). VDSL habe ich, sagt auch das Programm, buchen kann ich aber nur DSL16plus. Und selbst da bietet diese strunzdoofe Software mir »FastPath« (war das nicht bei 16k/ADSL2+ automatisch inklusive?) und »Upstream 384 für DSL 2000« (16k hatte irgendwas bei 1 MBit/sec Upstream, IIRC?) als Zubuchoptionen an. Nur kein VDSL. (Ja, kommt im oberen Bild nicht so rüber; es hat gedauert, biß ich geschnallt habe, daß es keine getrennten Einstellungen sind, sondern auf jene, auf Seite 1 gemachten Einstellungen (Default: DSL 2000), aufbauen.)
Lessons learned: das Kundencenter ist ein kruder Mix aus Nichtfunktion und Klick-und-Kauf-mich-damit-Angeboten, in dem ich nichts verpaßt habe bislang — genauso wenig wie bei meiner T-Online-Mailadresse, die ich schon deshalb nicht nutze, weil ich sie eben nicht kostenlos providerunabhängig nutzen könnte. Und die Telekom bekommt demnächst Post. So richtig mit Briefmarke gegen Unterschrift … Hrmpft. Wenn sie mich nicht mehr wollen, sollen Sie’s einfach sagen.
Lichtblick: der X301T wird ggf. unter Linux ein Revival feiern, wenn ich hier T-Entertain wieder entsorgt habe. Also mit Glück kein – sehr – teurer Briefbeschwerer …