Großes Kino; hier in Berlin habe ich noch immer das Problem, einen Cash-Group-Automaten zu finden, denn die schwer verdiente Penunze den Bank-Raffzähnen bei Auszahlung bei Institut A statt bei Institut B, das belastet mich, nein, das ärgert mich doch stark.
Also wollte ich heute mal bei rewe die »kostenlose Barabhebung« (bei Einkäufen ab 20,– EUR) ausprobieren. Also munter eingekauft, teils auf Vorrat, um die 20 EUR zu erreichen. Zwischendurch kam auch noch aus den Lautsprechern der Hinweis auf die Möglichkeit der Bargeldbeschaffung …
… die dann an der Kasse durch einen A4-Ausdruck relativiert wurde: aus technischen Gründne gäbe es Probleme bei der Akzeptanz von EC-Karten, Barauszahlung sowie Kreditkarten funktionierten überhaupt nicht.
Also, so werden rewe und ich keine Freunde; statt mehr Bargeld im Portemonnaie bin ich nun völlig blank …
Von japanischen Katzen und Mäusen
Nach juristischen Winkelzügen gegen eine USB-Hardware, die lustige Dinge mit der PS3 anzustellen in der Lage war, ist, wie eigentlich zu erwarten, die Information über das »wie« des Exploits augenscheinlich geleakt und nun gibt’s die Software auch für populäre (linux-basierte) Telefone. Ob Sony jetzt versuchen wird, jedes Android-, WebOS- oder Maemo-getriebene Gerät als potentielle PS3-Knackmaschine verbieten zu lassen, ist eher unwahrscheinlich; klar ist aber nun, daß es gar keines Linux’ auf der PS3 bedarf, um die PS3 zu knacken. Logischer Schluß: die Erpressung seitens Sony, entweder die Möglichkeit, online zu spielen oder aber »OtherOS« zu nutzen, aufzugeben, war, ist und bleibt unverhältnismäßig, überzogen, nicht sachdienlich und, nach meinem Rechtsempfinden, unrecht.
Tatsächlich hat Sony mal wieder eine neue Firmware gebacken, die den aktuellen Angriffsweg versperrt; aber auch dieses Mal, wie Anfang April, wurde mit heißer Nadel gestrickt und die Firmwareaktualisierung kann mittels des guten alten DNS-Tricks umgangen werden …
Sicher wird Sony auch hier in Kürze nachlegen und die Überprüfung im PSN aktivieren/aktualisieren; spannend wird also sein, wann (nicht »ob«) es gelingt, eine PS3 so zu modifizieren, daß sie sich als <insert_current_version_here>-Box ausgibt, in Wirklichkeit aber eine stark modifizierte Firmware ausführt.
Ich überlege mittlerweile ernsthaft, die Festplatte meiner Zweit-PS3 auszubauen und für diesen Zeitpunkt aufzuheben. Denn wenn ich auch gar kein gesteigertes Interesse an illegalen Spielekopien habe (und die schiere Datenmenge ist IMHO zumindest in Deutschland noch immer der beste Kopierschutz), seit der Erpressung zur Aufgabe eines beworbenen und bezahlten Features steht Sony bei mir nun auf der »Feind«-Liste. Somit begrüße ich jedwede »Entdeckung«, die Sony zu neuen Gegenaktionen zwingt — Auge um Auge, …
Und, nunja, um ehrlich zu sein: meine legal erworbenen BD-Scheiben nicht mehr der permanenten Abnutzung aussetzen zu müssen, fände ich schon erstrebenswert — zumal m. W. mir niemand eine durch schiere Nutzung unbrauchbar gewordene Disk zu ersetzen verpflichtet ist (auch so ein Punkt im (deutschen) Urheberrecht, der dringend mal überarbeitet gehört: wer dem Nutzer durch Kopierschutztechniken, die der Nutzer ja nicht straflos umgehen darf, die Sicherung des Mediums nicht ermöglicht, ist für die Dauer von 10 Jahren uneingeschränkt zum bis auf das Porto kostenfreien Umtausch defekter Medien in identische nichtdefekte verpflichtet … *träum* Löste das Problem für meine US-Medien zwar nicht, aber irgendwas ist ja immer …).
That's why Sony suxx
Ach Sony …
Du hast es offenbar noch immer nicht begriffen: Deine kläglichen Versuche, Deinen minderwertigen Content zu schützen, sind müssig. Und sowas von stümperhaft oberdrein, daß ein simples – und legales – »apt-get install squid« ausreicht, sie ins Leere laufen zu lassen.
Aus ganz anderen Gründen bezahle und administriere ich einen (virtuellen) Server in Übersee; primär gucke ich von da, wie es denn um meine Netzanbindung in Deutschland bestellt ist. Aber für diverse Zwecke ist dort natürlich auch ein Web-Proxy installiert; und für die Umgehung dieser blöden »in Deinem Land nicht mehr verfügbar«-Meldungen reicht es aus, über jenen US-Proxy die YouTube-URL anzusteuern.
Das ist mindestens so erbärmlich wie die initialen Tricks im PlayStationNetwork, um die Nutzer zum Update auf die neuste Firmware, auch wenn Sie für den Kunden Nachteile mit sich bringt, zu zwingen …
Sony – Those that will never learn …
Spaß mit Alice (II)
Nunja, ich war ja eigentlich gewarnt, aber gestern und insbesondere heute suchte ich dann doch wiederholt die versteckte Kamera.
Nicht nur, daß ich nun zu ALICE MOBILE ONLY (Datum: 15.07.10; Eingang: 22.07.10), Alice Überall (Datum: 16.07.10, Eingang: 20.07.10 (Einschreiben, abgeholt 21.07.)) sowie Alice Quickstart (Datum: 15.07.10, Eingang: 21.07.10) begrüßt wurde —
auch die Laufzeiten (3 Monate (Quickstart), 24 Monate (Überall), unbegrenzt (MOBILE ONLY mit »Mobile Internet Flat Laptop«)) variieren marginal.
Der Schenkelklopfer schlechthin ist aber die Auftragsbestätigung zur Mobile Internet Flat Laptop; nachdem die Umsetzung der webbasierten Freischaltung im Mobilfunknetz rund 12 Stunden dauerte, bin ich froh, nicht schon gestern abend auf die Alice-SIM gesetzt zu haben. Denn diese »Flatrate« kostet rund 250 EUR/GB nach dem »Datenvolumen inklusive« von immerhin 30 MB — also dem Zehntel eines typischen OS-Updates …
Großartig finde ich auch den voraussichtlichen Termin der DSL-Schaltung — »bis zum 08.08.10«; das ist schon außerhalb des »Anschlußversprechens«, welches da lautet:
Innerhalb von 3 Wochen werden wir Ihren neuen Alice DSL-Anschluß einrichten. Dieses Anschlußversprechen startet mit dem Datum dieses Briefes.
Der Brief datiert vom 15.07.2010, das Versprechen ist also gebrochen mit dem Ablauf des 04.08.2010 — Versprochen gebrochen mit Ansage?
Nepper, Schlepper, Bauernfänger, kurz: Alice? Nein, bestimmt nicht, bestimmt meint Alice nicht wirklich alles, was sie ihrem Neukunden so schriftlich zukommen läßt, ernst und wahrscheinlich habe ich ein ultraneues Produkt zum nicht optimalen Zeitpunkt bestellt … Sorry, liebe Alice/o2; schon in Gütersloh lief es nicht rund, aber verglichen mit den papiernen Dünnschiß, mit dem Ihr mich jetzt grade zukleistert, war der Monat telefonischer Unerreichbarkeit einer Naturheilpraxis wirklich nur ein »oops«. Nun denn; ich habe Screenshots von dem gemacht, was ich bestellt habe und auf die Rufnummer kann ich zum Glück verzichten; wäre nur doof, wenn Ihr es nicht einmal bis zum vorgesehenen Umzug im September schafftet, überhaupt einmal DSL, Mitte Juli bestellt, zu schalten …
Telekom VDSL: nichts geht mehr
In der Nacht zu Freitag nahm das Unglück seinen Lauf:
Jul 9 03:36:55 igor pppd[9544]: LCP terminated by peer Jul 9 03:36:55 igor pppd[9544]: Connect time 1440.1 minutes. Jul 9 03:36:55 igor pppd[9544]: Sent 199154432 bytes, received 276609759 bytes. Jul 9 03:36:55 igor logger: /etc/ppp/ip-down.d/wusel ppp0 eth1.7 0 0 xx.xx.xx.xx Jul 9 03:36:58 igor pppd[9544]: Connection terminated. Jul 9 03:36:58 igor pppd[9544]: Modem hangup [...] Jul 9 03:37:28 igor pppd[9544]: PPP session is 9545 Jul 9 03:37:28 igor pppd[9544]: Connected to 88:88:88:88:88:88 via interface eth1.7 Jul 9 03:37:28 igor pppd[9544]: Using interface ppp0 Jul 9 03:37:28 igor pppd[9544]: Connect: ppp0 <--> eth1.7 Jul 9 03:37:28 igor pppd[9544]: PAP authentication succeeded Jul 9 03:37:28 igor pppd[9544]: peer from calling number 88:88:88:88:88:88 authorized Jul 9 03:37:28 igor pppd[9544]: local IP address xx.xx.xx.xx Jul 9 03:37:28 igor pppd[9544]: remote IP address xx.xx.xx.xx [...] Jul 9 04:40:01 igor pppd[9544]: No response to 4 echo-requests Jul 9 04:40:01 igor pppd[9544]: Serial link appears to be disconnected. Jul 9 04:40:01 igor pppd[9544]: Connect time 62.6 minutes. Jul 9 04:40:01 igor pppd[9544]: Sent 16796906 bytes, received 39498711 bytes. Jul 9 04:40:08 igor pppd[9544]: Connection terminated. Jul 9 04:40:08 igor pppd[9544]: Modem hangup Jul 9 04:41:13 igor pppd[9544]: Timeout waiting for PADO packets Jul 9 04:42:18 igor pppd[9544]: Timeout waiting for PADO packets Jul 9 04:44:28 igor pppd[9544]: Timeout waiting for PADO packets Jul 9 04:45:33 igor pppd[9544]: Timeout waiting for PADO packets Jul 9 04:46:38 igor pppd[9544]: Timeout waiting for PADO packets Jul 9 04:47:43 igor pppd[9544]: Timeout waiting for PADO packets Jul 9 04:49:53 igor pppd[9544]: Timeout waiting for PADO packets Jul 9 04:50:58 igor pppd[9544]: Timeout waiting for PADO packets
Als ich am Freitag abend, heimgekehrt und mit DSL-Abstinenz infiziert, der schon in Berlin festgestellten Offline-Situation auf den Grund gehen wollte, begrüßte mich ein tcpdump mit PADI-Fragen und PADO-Antworten und das System schrie »Timeout waiting for PADO packets« :(
Telefonisch Problem gemeldet, Rückruf von »Speedport-Techniker« für 08:00 am Freitag abgesprochen; das war so der späteste Zeitpunkt für mich, zum Event »Telekom Entertain – Backstage« im Telekom-HQ in Bonn noch knapp rechtzeitig aufzubrechen. Bis 08:20 kein Anruf, also rein in den TDI-Tiefflieger und mit 20 Minuten Verspätung dann in Bonn angekommen — zum Event folgt die Tage noch ein separater Artikel.
Auf der Rückfahrt gegen 16:20 dann wieder bei der 0800-3302000 angerufen, Statusnachfrage. Sie wolle es in die Technik geben, ob es denn mit dem »Speedport-Ticket« von Freitag zusammenhänge. Wahrscheinlich schon, meinte ich, nur das Problem läge nicht an einem Speedport, sondern, wie ich morgens noch überprüfte, einzig bei der PPPoE-Verbindung: VLAN 8 (das VLAN mit dem Link in die Multicast-Wolke) bekam brav immer wieder eine neue (jeweils aber dieselbe) IP, nur auf VLAN 7 gab’s auf PADI nur PADO, welche weder pppoe-discover noch der richtige pppd nicht als solche akzeptierte. Rückruf-Zusage für heute: Pusteblume. Einafch groß‐ar‐tig; das ist Service, der die knapp 80,– im Monat vergessen läßt, klar zahlt man gerne ohne Gegenleistung und auch der Hinweuis auf das 24-h-Serviceversprechen ließ die heiß angebundene Dame nicht aus der Ruhe sich bringen.
Als ich dann gegen 20 Uhr, kurz nach Anpfiff des Spieles – guckbar halt ‘nur’ auf meinem Wohnzimmer-VDR – zum letzten Mal bei der Telekom anrufen wollte, um hernach die fristlose Kündigung zu formulieren, meldete ich nicht mehr »Internet« oder »DSL« als gestört, sondern T-Entertain. Und, während des laufenden WM-Spiels um den Dritten Platz, kam auf einmal Leben in den Konzern; ich wurde zum Warten aufgefordert, »ah, nein. Bitte warten Sie noch kur *klick* *Musik*«, wieder um Geduld gebeten — um dann einen Mann dran zu haben. Jener maß dann und guckte und bestätigte mir, was ich ihm schon sagte: (V)DSL rennt wie Hölle. Bei einem »Test« stolperte er über »rote Anzeigen«, wollte sich rückversichern, ich bestätigte ihm, daß ohne IP Telefon darüber blöd wäre, und er entschwand mit den vorbereitenden Worten, es werte sich gleich hier ein anderer Kollege melden.
Jener schlußendlich zauberte etwas, rief nach eher weniger als 5 Minuten zurück und bat mich, PPPoE nochmal zu probieren. UND WIE ES AUF EINMAL WIEDER FLUPPTE! Was es gewesen sei, fragte ich — man möchte seine Analyse von außen ja auch verfeinern, Fehlerbilder kennen- und die (Telekom-) Techniker durch die Callcenter zielführend beschleunigen lernen. »Ein Konfigurationsfehler« sei es gewesen, nach dem Richten der Konfiguration lief alles wieder.
Schon doof; hätte ich a) nicht das Vorzeigeprodukt Entertain als Vehikel benutzt und b) nicht im konkreten Nachfragemoment auf die Frage nach dem Router (»wird dann ein Speedport W700 oder W701V sein, was?« »Hmmja, ‘n 701V habe ich.« (Was nicht gelogen ist; der hängt als Fritz!Box 7170-Kastrat im Kämmerchen und ist die Fax-Empfangs- und fbcapi-für-Asterisk-Kiste)) kreativ mich undeutlich ausgedrückt (Routen tut ein Debian Lenny Ubuntu Jaunty auf P3-FSC-Hardware (D1215-Mainboard)), wer weiß, wan wieder Pakete geflossen wären? So waren es »nur« 40 Stunden Komplettausfall, die nichts mit meiner Hardware zu tun hatten. Suboptimal, der Prozeß :(
Tchibo InternetFlatrate L, Huawei E1550, Linux …
Nachdem mein o2 Genion Internet Pack M (200 MB) offensichtlich Montag daß Trafficlimit erreicht hat, habe ich Montag noch schnell mir eine neue Tchibo-SIM geholt, geplant war, da gleich 20,– draufzuzahlen und die InternetFlatrate L zuzubuchen. 5 GB sollten hoffentlich reichen, bis ich hier in Berlin endlich DSL habe…
Die freundliche Verkäuferin allerdings meinte, die ‘große’ Flat gäbe es nicht mehr; ich habe dann für 19,95 mal wieder ein Bundle, Stick und SIM, gekauft, damit sollte zumindest bis 500 MB Ruhe sein. Aber, surprise: beim Aktivieren der SIM am Dienstag (Montag abend kam ich ja nicht mehr dazu, auch wenn auf dem Stick stand, daß der Freimonat nur bei Aktivierung bis 05.07.10 gelte) – übrigens über mein Milestone und D2 ;) –, gab es am Ende des Vorganges doch noch die Möglichkeit, die XL-Flat zu buchen. Jetzt muß ich nur nochmal 10,– binnen 48h auf das SIM-Konto bekommen — und solange reicht hoffentlich die doch noch gewährte Flatrate L ;) Wobei letzteres nicht soo überraschend ist, denn bei den SIMs zu den Sticks scheint das generell vorgemerkt zu sein — steht nämlich auch in der Freischaltungsanleitung, daß es das Paket einen Monat gratis gäbe ;)
Der Stick ist übrigens ein Huawei E1550; sieht etwas anders aus als meine E160, kann genau wie jene oder auch der E220 eine MicroSD-Karte aufnehmen — und rennt auch unter Linux. Allerdings war bei mir apt-get install usb-modeswitch-data usb-modeswitch abzusetzen; nach dem cp und dem usb_modeswitch jedenfalls hat der NotworkManager sich bei Tchibo einwählen können (aber leider ist auch Lubricated Latex broken, eine geöffnete UID-0-Shell und der pppd terminiert weiter mit wirren Fehlermeldungen; schön, daß Ubuntu jetzt auch kaputtgespielte Subsysteme unter den LTS-Mantel packt und die Fehler kultiviert *fluch*).
Leider fehlt Debian Lenny das usb-switch-Paket, sodaß ich den E1550 – der übrigens Tchibo-SIM-locked sein soll – nicht an meinem UMTS-Router und OpenVPN-Terminator, dem DockStar, benutzen konnte. Muß ich mal auf einem meiner Sheevas zuhause durchkompilieren den Kram …
Getting ready for Berlin …
Ich glaube, mein genetisch modifizierter DockStar ist soweit fertig; ja, gut, sieht bißchen überwuchert aus, aber b. a. w. soll er ja auch das Rückgrat meiner Berliner (Übergangs-) Wohnung werden, dieser »Winzcomputer«.
Am gelben Ethernetkabel hängt Port 1 der FritzBox (Speedport W900V aka •T••-Modell der 7150), welche über den UMTS-Stick am DockStar und den ovpn-Tunnel darüber ‘ne Verbindung zu einer FB mit ISDN zu Hause hält. Gut, die rd. 300 ms Latenz (gemessen in Gütersloh; vielleicht wird’s ja in Berlin sogar besser) sind nicht soo dolle, aber immerhin: ich habe ‘Festnetz’ (1x DECT, 1x ISDN), ganz mobil :)
Ein kurzer Versuch steht noch aus, ob ich darüber auch direkt meine 04755er SIP-Nummer bedienen kann … Fürchte allerding, daß Zocken mit der PS3 über diese Anbindung unspaßig sein wird … Anyway, jetzt wird eingepackt, auf daß ich zum Tatort in der Hauptstadt bin :) (Hmm, und gegen 22 Uhr heißt’s dann wohl, noch was zu Essen zu finden in der Ecke von Mitte …)
Hausgemachte Probleme …
Eine Passage eines Golem.de-Beitrages möchte ich nicht unkommentiert lassen (Hervorhebung von mir):
Die fehlerhafte Anzeige sorgt dafür, dass sich der iPhone-Besitzer über plötzliche Verbindungsabbrüche wundert, obwohl die Signalqualität laut iPhone-Anzeige eigentlich gut ist. Tatsächlich ist die Signalqualität aber schlecht und es kommt zu den vor allem in den USA berichteten Verbindungsabbrüchen. Aufgrund eines besseren Ausbaus des Mobilfunknetzes in Deutschland fiel das Problem hierzulande weniger deutlich auf als in den USA, wo die meisten iPhone-Kunden gezwungenermaßen im Netz von AT&T telefonieren.
Kritisiert worden ist dieses Zwangsbundling an einen Mobilfunkanbieter ja schon mehrfach, auch von mir; aber hier sieht mah IMHO auch sehr schön, warum das einfach keine gute Idee ist. Selbst im »gelobten GSM-Land« (im Vergleich mit den USA) ist nicht jeden Netz überall gleichgut ausgebaut. Zwar hat die Telekom wohl einiges seinerzeit getan, um das erste Apple-Telefon gut versorgen zu können bzw. genauer: den Kunden eine akzeptable Leistung auch und grade ob der technischen Unzulänglichkeiten jenes Gerätes zu bieten. Aber es gibt meiner Erfahrung nach dennoch Gegenden, wo man sich gewöhnlich aufhalten kann und ein anderes Netz bessere Leistung brächte. Dem Nutzer die Freiheit zu nehmen, auf seine Bedürfnisse – und eben nicht die von Apple – abgestimmte Lösungen kombinieren zu dürfen, hat mich beim iBrick seinerzeit abgeschreckt und da Apple diese Philosophie bis heute nicht geändert hat – siehe iPhone 4 –, bleiben Produkte dieser Firma für mich auch weiterhin unkäuflich.
Android (Market), Für und Wider
Ich bin, als Kunde/Anwender, nicht 100%ig zufrieden mit dem, was Google bzgl. Android tut; die Fernkontrolle über Smartphone-Inhalte ist ein Punkt, die nicht-existente OS-Upgradepolitik ein anderer. Grade Letztes ist schon verstörend, so gibt es für mein HTC Magic »with Google« von Vodafone bis heute kein Update auf eine 2.x-Version — und schon vor längerer Zeit wollte z. B. Pixelpipe die Unterstützung für Android 1.5 einstellen …
http://blogdoch.net/images/CAP201006280933-2.png width=180 float=right]So pauschal kann man nicht sagen, daß ausländische Apps mit AMEX nicht bezahlt werden können …
Die Vorwürfe von Jon Lech Johansen bezüglich der Bezahlbarkeit von Anwendungen im Android Market allerdings erscheinen mir zu kurz zu greifen bzw. schlecht recherchiert:
In addition, the price for foreign apps is not displayed in the user’s local currency and developers do not have the option of customizing pricing by country. To make matters worse, you can’t pay for foreign apps using your Amex card or carrier billing. There’s also no support for in-app payments and changelogs (to communicate app changes).
Daß man fremde Währungen angezeigt bekommt ist latent vielleicht ärgerlich, ein Problem darin sehe ich als deutscher Europäer, der mit Schweizer Franken, Österreichischem Schilling, Dänischer Krone, Französischen Franc, Spanischer Peseta und nicht zuletzt Englischem Pfund aufgewachsen ist, nicht.
Franc, Schilling und Peseta sind, wie die Deutsche Mark, Euro-Geschichte; mit Franken, Pfund oder auch Krone muß ich aber nach wie vor ggf. umgehen können. In Zeiten eines noch immer relativ stabilen Wechselkurses sehe ich auch und grade für den Endkunden kein Manko darin, mit Frendwährungen konfrontiert zu werden.
Der zweite Vorwurf ist, daß man mit seiner Kreditkarte von American Express – AMEX – »nicht für ausländische Apps zahlen« könne; nun, diese Aussage ist zumindest für eine deutsche AMEX-Karte im deutschen (gibt’s andere?) Android-Market nicht richtig für (manche? Bei mir bislang alle) Apps, die in USD abgerechnet werden. Aber mit AMEX ist man – meiner persönlichen Erfahrung nach nicht nur in Deutschland – generell nicht der beliebteste Kunde, insbesondere Nichtakzeptanzstellen sprechen von deutlich höheren Provisionen und anderen Gründen, die sie von der Akzeptanz der AMEX-Karten abhalten. Und, wie die Screenshots zeigen, ist der Einkauf im Android Market mit einer deutschen MasterCard auch dort möglich, wo die AMEX gesperrt ist (beispielsweise gehen auch Yenn). Das Problem ist mithin mehr eines der verwendeten Kreditkarte denn des Android Markets …
Inwiefern ich »in-app payments« vermisse, weiß ich nicht; vermutlich vermisse ich sie eher nicht, vermutlich fände ich Apps, die kostenlos daher kommen und so kostenlos nur Platz auf meinem Smartphone verbrauchen, jede aktive Dienstleistungs aber extra abrechnen wollen, eher doof. YMMV.
Kultur hui, Wegepflege pfui
Ich möchte hier nur einmal kurz darauf hinweisen, daß die Bürger Güterslohs sich gegen einen Theatherneubau ausgesprochen hatten, als sie ausnahmsweise mal gefragt wurden.
Volkes Wille wurde aber genauso ignoriert wie die schlechte Kassenlage, ein Theaterneubau mußte her und so spart sich Gütersloh jetzt augenscheinlich die Instandsetzung unter anderem der Brücke über die Dalke bei der Weberei? Den Anschein hat es, und daß Gütersloh deftig sparen muß, ist schon lange kein Geheimnis mehr:
In der Sitzung am Samstag, den 21.02.09 scheint man sich auf einen Einsparungsbetrag von 10,9 Mio. Euro verständigt zu haben. In der kommenden Woche werden sich damit die Fraktionen in ihren Sitzungen noch einmal beschäftigen. Am 27. Februar 2009 soll dann der Rat das endgültige Paket
Im Jahre 2010 ist der Nothaushalt nur noch mit drastischen Maßnahmen aufzuhalten:
Die Stadtbibliothek Gütersloh soll nach der Meinung der politischen Mehrheit im Bildungsausschuss 700 000 Euro bis ins Haushaltsjahr 2014 einsparen und ihren Zuschussbedarf von derzeit knapp über zwei Millionen Euro auf dann 1 386 000 Mio Euro senken. […] Die Alternativen, die Haushaltssicherung und Nothaushalt mit sich brächten, seien weitaus drastischer als die vorgeschlagenen Sparmaßnahmen, dann sei jeder freiwillige Zuschuss in Gefahr.
Aber was soll’s, Hauptsache Gütersloh hat seinen Kulturwürfel, Brücken sind was für Schattenparker; und wen wundert es schon, daß zwischen Berechnungen und Verwaltungsangaben ein paar Millionen Euro Unterschied sind?


