eBay macht auf AAL …

AAL – andere arbeiten lassen – ist ja das Motto des Mitmachwebs; »komm’, mach mit und veröffentliche eigene Inhalte über unsere Plattform, um jene interessanter zu machen«. Nun hat auch eBay, »die Bucht«, diesen Trend offensichtlich entdeckt:

Wir würden gerne von Ihnen hören, wie Ihnen die auf eBay gekauften Produkte gefallen haben. Haben Sie Ihnen sehr gefallen? Haben Sie Ihnen überhaupt nicht gefallen? Haben Sie Ihnen nur etwas gefallen? Wir würden gerne von Ihnen hören!
Wenn Sie für „eBay Ratgeber & Testberichte” einen Testbericht schreiben, helfen Sie anderen eBay-Mitgliedern die richtigen Kaufentscheidungen zu treffen.

 
Naja, zum einen finde ich überwiegend »Testberichte« Anderer nicht wirklich hilfreich (»In Sachen DSL ist auch eine 16Mbit Leitung kein Problem fuer diesen Router« ist für einen Router, der auch per externem Modem an VDSL betrieben werden können soll, wirklich eine Aussage … »Neben den Routerfüktionen (4mal LAN, 4mal WLAN) kann das gerät zudem als kleine Telefonamlage mit zwei analogen telefonen genutzt werden.« beschreibt die Leistungsmerkmale der TK-Anlage auch sehr umfangreich; und nur 4 WLAN-Endgeräte‽), zum anderen sehe ich nicht wirklich ein, warum ich für eBay als Tester und Redakteur tätig werden sollte — mit anderen Worten: »und was bekomme ich dafür‽«
Mein Hauptargument dagegen ist allerdings: warum sollte ich einen Bericht über etwas schreiben, was ich meines Wissens nie, zumindest aber nicht kürzlich, erworben habe?

Starten Sie jetzt. Schreiben Sie einen Testbericht für:
Deutsche Telekom Speedport W700V Verkabelt Router

 
FAIL, liebes eBay …

E10, Biodiesel und Audi

Aufgrund der ganzen Diskussion um E10 habe ich jetzt doch mal »Audi A6 E10« bei Google eingeworfen — und folgendes bei Audi zu E10 bzw. Biodiesel gefunden:

Die Fahrzeuge der Marke Audi vertragen bis auf wenige Ausnahmen E10-Kraftstoffe nach DIN 51626 1. Eine Verwendung dieser neuen Kraftstoffe, die künftig nach gesetzlicher Regelung bis zu 10% Ethanol enthalten können, ist damit für die Kunden von Audi problemlos möglich.
Nicht E10-taugliche Fahrzeuge von Audi im Detail: […]

 
Also weitgehende Entwarnung für den 97er Benziner … Interessanter ist da der Biodiesel-Hinweis für den 2007er TDI:

Biodiesel, so die umgangssprachliche Bezeichnung, wird häufig auch als RME (Rapsmethylester) oder PME (Pflanzenmethylester) bezeichnet.
Audi Fahrzeuge mit TDI-Motoren der Modelljahre 1997 bis 2003 sind RME-tauglich („Biodiesel“-tauglich). Damit bleiben die von uns gewährten Konditionen innerhalb der Gewährleistungszeit bestehen.
Nur noch Fahrzeuge, die durch eine Sonderausstattung für die Verwendung mit RME-Kraftstoff („Biodiesel“) von Audi freigegeben sind, dürfen mit RME-Kraftstoff betankt werden.
Beim Tanken von RME ist wichtig zu beachten, dass der Kraftstoff die Norm DIN EN 14 214 erfüllt.
Die Verwendung von RME-Kraftstoff nach DIN EN 14 214 ist nur bis ca. -10 °C möglich.
Aus technischen Gründen dürfen mit Dieselpartikelfilter ausgestattete Fahrzeuge generell nicht mit Biodiesel betankt werden.
Mit der Einführung neuer, leistungsstärkerer Motoren, sowie wegen der weiter gestiegenen Anforderungen an die Grenzwerte der Abgasemissionen ist die Mehrzahl der aktuellen Audi Modelle werkseitig nicht mehr für den Betrieb mit RME-Kraftstoff freigegeben.

 
Gut, »echtes« Biodiesel findet sich kaum an herkömmlichen Tankstellen, und um die, lt. Hinweis an der Zapfsäule, bis zu 7% Biodiesel im tankbaren Dieselkrafstoff nach DIN EN whatever (590?) komme ich ja eh’ nicht drum rum — nur: was hat diese Beimischung eigentlich für Auswirkungen auf meinen TDI mit Partikelfilter (und grüner Feinstaubplakette, die ich für Berlin auch brauche)?
Abgesehen davon, daß man von E10 mehr verbraucht, ist auch die Umweltbilanz fraglich — die Energiesparlampe läßt grüßen …

Alice HomeTV mit Fritz!Box? (Berlin, DSL-over-ISDN)

Ich habe hier in Berlin einen 16k-DSL-Anschluß von Alice (traditionell, nix NGN; also TAE-Dose – Splitter – NTBA / DSL-Modem, good old stuff, Fritz!Box-tauglich). Schon aus reiner Neugierde würde ich ja gerne die – wohl kostenlosen? – Sender empfangen können und meinem VDR zuführen.
Nur: ich steig’ da nicht so recht durch. Ich habe derzeit einen gefritzten Speedport W900V (i. e. 7170 plus DECT) am Start, läuft alles soweit gut. Ich habe einen weiteren W900V hier zum Testen, ferner ‘ne 7270v2 mit der neuesten, .88er, Firmware (die leider nach wie vor keine IPTV-Unterstützung für Alice anbietet – hey, come on, AVM, hier in Berlin geht das doch, was spricht denn gegen den gleichen Haken für IPTV wie bei T-Online?). Wie bekomme ich hier, möglichst ohne auch noch Freetz einzusetzen, nun Alice’ IPTV ein mein Netz?

Ab Januar: ab 18.

So, da kommt nun also der neue Jugendmedienschutzstaatsvertrag, denn

die Grünen in NRW wollen zustimmen, obwohl sie gegen den #JMStV sind. So ist das eben mit dem Machterhalt, grade, wenn man vor Kraft strotzt und nicht die Ypsilanti machen will. Schade, das ich das mitgewählt habe.
Das, lt. Zeit online, NRW dank Rüttgers’ vorauseilenden Gehorsams gar kein JMStV-Entscheidungsschauplatz mehr sein soll — geschenkt, ehrlich gesagt. Aus dem Atomausstieg wurde ausgestiegen, warum soll das jetzt beim Staatsvertrag nicht möglich sein? Für die Legislative? You must be kidding.
Aber, WTF? Ich werde dieses Blog nicht, wie medienwirksam Kollege Köhntopp, schließen; ich könnte den Kram aus USA ausliefern lassen, aber wahrscheinlich würde mich der deutsche Wohnsitz juristisch kielholen — wobei mir wieder einfällt, daß ich daran ja noch arbeiten wollte. Denn, ganz ehrlich, Unrecht hat Kristian mit seinem Credo ja nicht:

Daher bleibt mir nur die Konsequenz, die Regeln für Internet-Startups auch auf meine eigenen Inhalte anzuwenden: “Nicht in Deutschland, nicht in deutscher Sprache und nicht für Deutsche.”
Daher sind meine bisherigen Inhalte bis auf weiteres offline, und falls ich noch einmal irgendwas mache, dann in einem Land, das Zukunft hat.

 
Ich schrieb es gestern auch schon auf twitter:

#JMStV: Bin es irgendwie lied, der Politik den Hintern hinterherzutragen. Und das Hirn … Vgl.@netzpolitik / http://is.gd/i6Dsd

 
Vollhonks Leute machen Gesetze über etwas, was sie nicht verstehen. Zwar mag die Internetausdruckerriege langsam aber sicher aus dem aktiven politischen Leben ausscheiden, aber, wie Kristian schreibt, dies ändert nur wenig:

Unsere Politik versteht das nicht. Sie kann es nicht verstehen, solange sich der gesellschaftliche und politische Diskurs zum Thema Internet in Deutschland auf “Regulieren, Einschränken, Kontrollieren” beschränkt. Das tut er unter anderem deswegen, weil keine der öffentlichen Personen, die diesen Diskurs in den ganzen Altmedien führen, im Internet lebt. Das Internet ist vielleicht ein Ort, den sie aufsuchen, um dort Geschäfte zu erledigen – auf Amazon oder eBay etwas kaufen, auf Google Maps eine Route planen und dergleichen Dinge.
Aber keine dieser Personen macht etwas im Internet. Sie schaffen und veröffentlichen dort nicht, sie interagieren dort nicht, sie leben dort nicht. Niemand, den wir im Fernsehen oder den Tageszeitungen als Subjekt des gesellschaftlichen Diskurses sehen, hat auch nur einen Wikipedia-Artikel zu verantworten, ein Projekt auf github, eine Galerie auf Flickr oder Deviant, Texte auf fanfic.net oder auch nur ein Blog, das diesen Namen verdient.
Sie sind nicht Teil der kooperativen Kultur des Netzes, die nur dadurch möglich geworden ist, daß die Transaktionskosten im Netz Null sind und es daher möglich wird, die Welt im Netz quasi im Vorübergehen für alle in einen interessanteren oder besseren Ort zu verwandeln.
Für mich ist der JMStV nur ein weiteres Ereignis in einer langen Reihe von vergangenen und zukünftigen Ereignissen, die diese digitale Kluft dokumentiert, und zugleich eines, das zumindest nach einer Auslegung des JMStV die Transaktionskosten für mich auf ein nicht akzeptables Maß erhöht.
Ich habe ihn zum Anlaß genommen, mich aus dem deutschen, zunehmend rückwärts gewandten Teil des Netzes zurück zu ziehen. Ich möchte an dieser angstbasierenden Kultur im Würgegriff von Gesetzen und Verordnungen keinen Anteil mehr haben.

 
Bis auf den letzten Absatz spricht mir Kristian – leider – aus der Seele. Und ich bin es leid, vom Internet als rechtsfreiem Raum – welches es niemals nicht sein dürfe – zu lesen oder zu hören von »Experten«, wie Kristian sie beschreibt. Um sich dieser ganzen verquasten Mespoche, die das Internet zu verstehen nicht in der Lage – und die verbrieften Versuche hierzu sind auch wenig zahlreich –, aber karpott zu regulieren willens und fähig ist, zu entledigen, bräuchte es mehrerer großkalibriger Explosivkörper — die einfach scheinenden Optionen sich leider nicht immer die durchführbarsten.
Irgendwie aber glaube ich nicht, daß das deutsche Rechtsystem, welches ja grundsätzlich jeden Ort als »Tatort« im Internetkontext ansieht, sich dadurch austricksen ließe, würde ich nur noch auf ausländischen Seiten publizieren. Bliebe nur ein Umzug ins nicht-deutsche Ausland; kann passieren, dauert aber leider :(
Insofern … wird blogdoch.net ab Ende Dezember nur noch nach ca. 02 Uhr bis gegen 05 Uhr zugänglich sein; twitter und facebook, als nicht-deutsche Sites, dürften vom bundesdeutschen Reglementiesrungswahn nicht betroffen sein …

Android, oder: von der Unmöglichkeit, den Userspace zu updaten

Jetzt, da ich mich etwas intensiver mit Android beschäftige, beschäftigt mich denn auch gleich mal eine Frage: Was zum Henker ist eigentlich so schwer daran, einen Sack von Java-Krams durchzukompilieren und laufen zu lassen? Ich hatte es erst einmal als gegeben hingenommen, daß die Hersteller das Gesamtpaket – Linux-Kernel und Android-Userspace – anpassen müßten; aber genau das ist doch eigentlich gar nicht nötig? Läuft nicht Android in seiner ganzen Pracht in der Dalvik-VM, also einer Java-Laufzeitumgebung?

Mit Zugriff auf die Hardware über genormte Linux-Treiber (ich tippe mal auf ALSA, V4L2, …)? Was tun sich also die ganzen Hersteller so schwer damit, ein aktuelles Android, also 2.x, rauszubringen?
Mein China-Tablet, pardon, »MID«, zum Beispiel kommt mit Kernel 2.6.29 — dem gleichen Stand, den auch das Android-2.0-Milestone verwendet. Gut, da das »MID« dem ollen 1-Knopf-Design nacheifert, muß man die Anwendung, die Menu, Back, lauter/leiser und andere »Hardware-Tasten« des androiden Referenzdesigns simuliert, auf 2.x adaptieren — ich würde aber erwarten, daß das zunehmend leichter denn schwieriger wird?
Java trat an mit dem Slogan »write once, run anywhere«; letztlich löst u. a. Android dieses Versprechen ein — oder auch nicht, denn irgendwie scheint es verdammt schwierig, Googles Vorlage in Form des Android-Sourcecodes auf bestehende Hardware anzupassen, wie die ewige Warten-auf’s-Update-Orgie zeigt. Und das würde ich gerne mal verstehen — any takers?

Das Problem der gespaltenen Zunge gewählter Politiker …

… zeigt sich heute mal wieder sehr schön in zwei Kurznachrichten bei heise online. Zu Google Streetview wird FDP-General Lindner wie folgt zitiert:

Nach Ansicht des FDP-Generalsekretärs Lindner braucht es “für den ganzen Onlinebereich einen neuen Regelrahmen”. Jeder User müsse auch bei kommerziellen Anbietern verlangen können, dass seine Daten gelöscht werden. Der Politiker bekräftigte: “Das Internet darf kein Feld sein, wo es anarchische Strukturen gibt.”

 
Jetzt stellen wir uns doch mal ganz doof und fragen laut, wie denn der FDP-General die Situtation in der realen Welt einstuft — zum Beispiel bezogen auf den unersättlichen Datenhunger der US-Behörden:

Angaben über alle Reisenden, die US-Luftraum durchqueren, möchten die Vereinigten Staaten von Amerika ab dem Jahreswechsel geliefert bekommen. […] Bislang werden nur Personen erfasst, deren Flugzeug in den USA landet. Unklar ist, was mit den neuen Daten geschieht. […] Jedenfalls will die Transportation Security Administration (TSA) […] alle Reisenden mit Listen unerwünschter Personen abgleichen […]. Die USA werden Flügen, auf denen unerwünschte Personen befördert werden, die Fluggenehmigung verweigern.

 
Wohl an, Herr Lindner, dann satteln Sie mal ihren reitbaren Untersatz und nichts wie los, ich harre der verbalen Attacke gegen diese Windmühle der Datensammelwut, bei der es keine Löschmöglichkeiten gibt, keinen Einblick in die Weiterverarbeitung dieser personenbeozgen, ja teils sehr persönlichen, Daten und auch keinen direkten Rechtsanspruch des Bundesbürgers gegen die diese Daten verarbeitenden – und möglicherweise entgegen deutschem Datenschutzrecht weitergebenden – Stellen.
Ach so. Ist ja ein souveräner Staat, der Bundesbürger zum Datenstripease nötigt, dann ist’s nicht »anarchisch« und somit in Ordnung. Das nenne ich mal eine liberale Einstellung zum Datenschutz …
(P.S.: Ich bin noch immer der Meinung, daß die EU hier Auge-um-Auge, sprich Datensatz-um-Datensatz, agieren sollte: Ihr bekommt unserer Bürger Daten, wenn wir die Eurer Bürger in gleichem Maßstab zu gleichen Konditionen – also insbesondere unter Aufgabe aller Rechte –, bekommen. Plattenplatz kostet ja nichts mehr, und Anwendungen für die Halden dieser vogelfreien Daten lassen sich schnell finden …)

Möchtegern-Netzwarte

Das ist ja mal [un-]lustig:

Hello Abuse-Team,
your Server with the IP: 192.251.226.205 has attacked one of our server/partner on the service:
"rfi-attack" on Time: Wed, 03 Nov 2010 01:21:21 +0100.
[...]
We found your address in the Contact-Database abusix.org, because we could not parse any
abuse/security-Address (no abuse-mailbox, abuse@....) in the Whois or get a limit. [...]

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil — was ich auch unmißverständlich in meinem 1. Reply kommuniziert habe:

% Information related to ‘192.251.226.200 – 192.251.226.207’
inetnum: 192.251.226.200 – 192.251.226.207
netname: BLUTMAGIE
descr: Olaf Selke
remarks: Inquiries/Abuse: abuse@blutmagie.de
remarks: Inquiries/Abuse: for contact details see OS835-RIPE
country: DE
admin-c: OS835-RIPE
tech-c: OS835-RIPE
status: ASSIGNED PA
mnt-by: MNT-WUSEL
source: RIPE # Filtered

 
Mal ernsthaft, ich mache mir doch nicht die Mühe, die Daten korrekt in die RIPE-DB einzupflegen, um dann von so einem ollen Netzsherriff blöd (und fälschlich) von der Seite angemacht zu werden. Aber was schreibt man mir zurück?

Wie Sie unsere E-Mail entnehmen konnten, konnten wir zu der IP-Adresse keine Abuse-Adresse finden, daher haben wir die Adresse von der Abuse-Contact-Datenbank von abusix.org verwendet:

 
Zu blöd, whois zu verwenden? I’m pretty pissed; die Antwort fiel entsprechend aus:

Dann ist das System fehlerhaft und gehört nicht ans Netz.
Alle Daten sind in der einzig relevanten Datenbank, der RIPE-DB, hinterlegt. Eine Abfrage auf die in Rede stehende IP ergibt nachweisbar, selbst wenn man fälschlich ARIN befragt, die zitierten Informationen.
[…]
WTF ist abusix.org? Jedenfalls keine netzwerkrelevante Datenbank. Und insofern, sofern dort meine persönlichen Daten gespeichert sind, geschieht dies ohne rechtliche Grundlage. Sie bestätigen mir bitte die Löschung aller meiner Daten, die Sie aus dieser illegalen Quelle erhalten haben, mit Ihrer nächsten eMail bis Donnerstag, 04. November 2010, 14 Uhr MEZ.
[…]
Tja, schade, was wird denn “in the Whois” befragt? Offensichtlich kein whois-Server einer RIR, denn sowohl ARIN, LACNIC als auch RIPE liefern direkt die Daten, APNIC immerhin den Hinweis auf ERX (AfriNIC leider mehr so Müll, der aber auch klar macht, daß AfriNIC nicht zuständig ist).
Die Behauptung, die relevanten Daten stünden *nicht* “im Whois”, ist nachweislich falsch. Sie werden diese Behauptung für diesen Netzbereich zukünftig nicht wiederholen.
[…]
Sie haben keine Berechtigung, meine eMail-Adresse “[censored]” in *irgendeine* Datenbank/elektronische Datenverarbeitungseinrichtung einzutragen. Sie werden dementsprechend jene eMail-Adresse *nirgendwo* auf einem von Ihnen kontrollierten System speichern oder elektronisch verarbeiten (IMAP-Server für diese eMails natürlich ausgenommen). Auch dieses bestätigen Sie mir rechtsverbindlich mit Ihrer nächsten eMail bis Donnerstag, 04. November 2010, 14 Uhr MEZ.
Sie werden weiterhin dafür Sorge tragen, daß ich keinerlei Belästigung für korrekt im Whois als delegiert eingetragene Netzbereiche mehr erhalte – ohne daß Sie widerrechtlich Daten über mich speichern.
Befragen Sie einfach die authoritativen Quellen und wir werden friedlich koexistieren.

 
Netzterrorismus ist das, IMHO … Zero-Tolerance ist die einzig valide Strategie. (Für die kleinen Hände: das ist, nachvollziehbar, kein System von mir. Daß der Kollege, dem ich die IP-Adressen gegeben habe, dort einen Tor-Knoten betreibt, ist per se nicht strafbar, ggf. sogar lobenswert. Die Pest hier sind diese unfähigen C0der, die irgendwelche – illegalen – Datensammlungen befragen anstelle der relevanten whois-Server von RIRs. Man belästigt wissentlich unbeteiligte Dritte und wähnt sich noch im Recht … Ausgeräuchtert gehört diese Brut, IMHO.)

C, T, S – oder doch IP?

Bei der Suche nach Wohnraum kommt, neben der Lage relativ zu öffentlichen Verkehrsmitteln einerseits und deren Fahrzeit zur Wirkungsstätte, heutzutage natürlich auch eine andere, nein, eigentlich zwei, infrastrukturelle Fragen auf: 1. Ist mindestens ADSL2+ mit mind. 16 MBit/sec, besser noch VDSL50, verfügbar?

2. Welche Empfangsmöglichkeiten für TV habe ich?
Portale wie immobilienscout24.de haben sich darauf eingestell und bieten einerseits mit den Wohnungsdaten einen direkten Link in die VDSL-Ausbaugrafik der Telekom, andererseits einen Link zu Kabel Deutschland, um ort ebenfalls recherchieren zu können.
Gut, für mich kommt außer DVB-S eigentlich nichts anderes in Frage, denn wo ich bei DVB-S nur für ‘n Kabel & ‘n ‘Baumarktreceiver sorgen muß, komme ich beim Kabelfernsehen, verrauschtes Analog-TV mal außen vor, dank der Grundverschlüsselung beim Digitalprogramm nicht umhin, um mehrere Smartcards zu bitten (was ggf. Zusatzkosten verursacht; die Erfüllung dieses Wunschens, nicht das Betteln drum), mehrere (teurere, ggf. »zertifizierte«) Receiver zu kaufen (die bei einem Umzug in das Gebiet eines anderen Kabelanbieters ggf., *schupps*, zu Sondermüll werden) und für dieses ganz normale Verhalten, nämlich mehrere Fernseher im Haus zu haben, muß ggf. zusätzlich gezahlt werden. Extra toll ist es natürlich, wenn die »Kabelgebbühren« schon in den Mietnebenkosten verrechnet sind; selbst, falls man kein Kabel-TV nutzen möchte – zahlen muß man dann dafür trotzdem.
Ähnlich wie beim Kabel-TV verhält es sich (zumindest beim Marktführer) beim »Internet-TV« IPTV. Auch hier sind mehrere SetTopBoxen kostenpflichtig zu erstehen, im Falle T-Entertain sind dies Geräte, die ohne T-Internetverbindung nichtfunktionaler Sondermüll sind. Und, IIRC, derzeit ist nur genau 1 Aufnahmegerät pro Haushalt vorgesehen, selbst wenn die weiteren STBs diese Funktion technisch auch böten …
Kurz: für mich ist DVB-S die Macht, nur, leider, sehen das die meisten Vermieter anders und beglücken den Mieter mit zwangsweise Kabel-TV, und ob eine Line of Sight zu Astra überhaupt möglich ist, muß man ggf. vor Ort ausmessen — was man vor der Anmietung aus taktischen Gründen besser läßt, sind viele Vermieter doch stolz auf’s Kabel …

Amazons Notlüge? Oder saugt »nur« DHL derzeit?

Spannende Mail heute:

Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass eine Lieferung aus Ihrer Bestellung (#…-…….-….962) als „unzustellbar“ an uns retourniert wurde. Hier finden Sie einige mögliche Gründe für unzustellbare Sendungen:

 
Spannend daher, weil es sich um die a) – auch heute noch – nicht bei DHL eingangsgescannte Sendung handelt, von der b) der andere Teil an die identische Adresse ja klaglos angekommen ist (der Belkin USB-GBit-Adapter war zu der Zeit als vorrätig aber mit 2-3 Tagen zusätzlicher Lieferzeit angezeigt worden (Außenlager?); der Rest der Bestellung trudelte brav nach 1 Tag Laufzeit ein, dieser Nachzügler von Belkin hingegen, aus der Bestellung, bis heute nicht). Für mich ist somit diese Aussage, das, ausweislich des DHL-Trackings nie dort eingegangene, Päckchen wäre als »unzustellbar« zurückgekommen, eine Schutzbehauptung, vulgo Notlüge … Für mich ist es den verfügbaren Daten nach wahrscheinlicher, daß der Fehler bei Amazon bemerkt wurde; immerhin habe ich auf die Nicht-Lieferung ja schon hingewiesen …

Auch sonst saugt Amazon grade recht heftig; eine gestern aufgegeben Amazon-Prime-Bestellung wurde wieder nur teilweise heute ausgeliefert. Während für beide Teile eine Auslieferung heute avisiert wurde, kam nur die Hälfte an. Und, daß, obwohl Amazon selbst wie folgt wirbt:

Allgemeine Informationen
Heute bestellen – morgen erhalten! Für fast alle Lieferadressen in Deutschland bieten wir für eilige Sendungen, mit Ausnahme bestimmter Artikel, auch Premiumversand an. Mit dieser Versandart erhalten Sie Ihre Bestellung garantiert schon einen Werktag nach Versendung. Die Lieferung erfolgt mit unseren Transportdienstleistern Deutsche Post DHL, DHL Express, der Hermes Logistik Gruppe und UPS. […]
Die Garantiebedingungen
Wenn Sie sich für die Versandoption Premiumversand entschieden haben und Ihre Bestellung ausschließlich Artikel enthält, für die wir die Lieferung per Premiumversand garantieren, stehen wir dafür ein, dass Sie die bestellten Artikel an dem von uns angegebenen Lieferdatum oder zu einem früheren Zeitpunkt erhalten. Das bedeutet, dass wir Ihnen die Versandkosten für den Premiumversand erstatten, wenn Ihre Bestellung nicht an dem angegebenen Lieferdatum oder früher bei Ihnen ankommt. Das garantierte Lieferdatum sehen Sie auf dem Bestellformular und in der Versandbestätigung.
Wie sehen Sie, dass wir die Lieferung per Premiumversand garantieren?
Ganz einfach: Auf dem Bestellformular erscheint auf der letzten Übersichtsseite für die Bestellung die Liefergarantie für Premiumversand in grüner Schrift. […]

 
Tja, für dieses Privileg zahle ich als Amazon-Prime-Kunde ja »flat«, Versandkosten wurden keine ausgewiesen — nettes Schlupfloch eigentlich ;)
Ob es an Anazon liegt oder DHL grade abloost — ich weiß es nicht. Indiz für letzteres sind weitere Bestellungen aus der letzten Woche, die ebenfalls nicht oder verspätet ankamen. In beiden Fällen handelt es sich um Amazon-Marketplace-Angebote, eines davon (lustigerweise zwei USB-Ethernet-Adapter¹) ist verschollen, für’s andere bekam ich Versandinformationen am Freitag als auch »aktualisierte« (mit der gleichen DHL-Trackingnummer) am Montag. Ach ja, und die am Samstag per Amazon Prime bestellten Bücher für Frau und Kinder, die am Montag hätten geliefert werden sollen, kamen ebenfalls erst heute an.
Da zumindest aus meiner Sicht als Amazon-Prime-Kunde das neuerdings fast chronische Brechen des Lieferversprechens in erster Linie auf Amazon zurückfällt, sollte Amazon IMHO dringend etwas tun, daß man den Versprechen auch wieder trauen kann.
___

¹ lustig deshalb, weil meine erste Bestellung jener nach Berlin leider seitens Amazon per UPS ausgeführt wurde, ich überraschend krankheitsbedingt aber in Gütersloh festsaß und ich ohne die Nummern auf den Benachrichtigungszetteln kein Umrouten vornehmen kann. Hab’s zwar auch Amazon gemeldet, die warten vom Ablauf her aber wohl lieber auf die Retoure und mögen mich dazu auch nicht informieren …
Somit bestellte ich zwei weitere bei einem günstigeren Marketplace-Anbieter nach GT; jena kamen leider aber nie an (Tracking-Info habe ich nicht erhalten); auf meine Nachfrage gestern abend teilte man mir mit, hat man nun eine zweite Sendung hinterhergeschickt. Um aber weiterzukommmen, bestellte ich also schon vor dieser Info den GBit-Adapter als auch ein 100-MBit-Teiclchen erneut per Amazon Prime; der 100er ist derzeit noch in Stauffenberg ;)

Spaß mit Amazon

Ich warte derzeit auf eine Amazon-Premium-Lieferung:

Sendungsnummer 122701XXXXXX
Empfänger [myself]
Status vom 05.10.10 19:13 Uhr Die Auftragsdaten zu dieser Sendung wurden vom Absender elektronisch an DHL übermittelt.
Nächster Schritt Die Sendung wird im Start-Paketzentrum gescannt.

Heute Nachmittag habe ich dann mal reklamiert. Gut, wirklich machen kann Amazon auch nichts, aber die Aussage finde ich dann doch bemerkenswert:

Es tut mir Leid, dass Sie den bestellten Artikel “Belkin Gigabit USB Ethernet Adapter” noch nicht erhalten haben.
Selbstverständlich habe ich sofort in Ihr Kundenkonto geschaut um Ihr Anliegen zu prüfen.
In der Sendungsverfolgung der DHL sind bisher leider nur die elektronischen Sendungsdaten zu sehen. Die Sendung ist aber unterwegs, im Moment ist nur nicht erkennbar, wo sich diese befindet.
In diesem Fall habe ich ab dem 19.10.2010 die Möglichkeit ein Ersatzlieferung bzw oder eine Gutschrift zu erstellen. Darf ich Sie bis dahin um Geduld bitten?
Selbstvertsändlich haben Sie die Möglichkeit, den Artikel erneut zu bestellen und bei doppelter Lieferung an Amazon.de zurück zu senden, bzw sich anderweitig zu kaufen, so dass wir Ihnen nach einer kurzen Rückmeldung ab dem 19.10.2010 den Kaufpreis erstatten.
Ich bitte die Verzögerung zu entschuldigen und wünsche Ihnen ein angenehmes Wochenende

 
Letzten Endes ist Amazons kulante Rücknahmepolitik hier denke ich der Schlüssel, die Kuh vom Eis zu holen; mir als Kunden entsteht nur die Unannehmlichkeit des schon (per KK) gezahlten Preises und der fehlender Lieferung, ich muß aber nicht bis Sankt Nimmerlein auf die Sendung warten. Und daß diese Sendung jemals eintrifft, ist, denke ich, mehr als zweifelhaft: »Nächster Schritt: Die Sendung wird im Start-Paketzentrum gescannt.« Dies ist aber offensichtlich nicht erfolgt, d. h. zwischen Amazons Logistikzentrum, in welchem das Gadget wohl in ein entsprechendes DHL-Päckchen verpackt wurde, und dem nächstgelegenen DHL-Paketzentrum ist dieses, mein, Päckchen verlustig gegangen. Ob’s zwichen Lieferbänder oder vom Laster gefallen ist, keine Ahnung; aber immerhin sorgt Amazon dafür, daß derlei unkompliziert für mich als Kunden behandelt wird. Und anders als bei manchem DSL-Anbieter, wo sogar die Zubuchung von Optionen nur über kostenpflichtige Hotlines führt, ist hier alles unkompliziert per Web und Mail zu lösen.