In der Nacht zu Freitag nahm das Unglück seinen Lauf:
Jul 9 03:36:55 igor pppd[9544]: LCP terminated by peer Jul 9 03:36:55 igor pppd[9544]: Connect time 1440.1 minutes. Jul 9 03:36:55 igor pppd[9544]: Sent 199154432 bytes, received 276609759 bytes. Jul 9 03:36:55 igor logger: /etc/ppp/ip-down.d/wusel ppp0 eth1.7 0 0 xx.xx.xx.xx Jul 9 03:36:58 igor pppd[9544]: Connection terminated. Jul 9 03:36:58 igor pppd[9544]: Modem hangup [...] Jul 9 03:37:28 igor pppd[9544]: PPP session is 9545 Jul 9 03:37:28 igor pppd[9544]: Connected to 88:88:88:88:88:88 via interface eth1.7 Jul 9 03:37:28 igor pppd[9544]: Using interface ppp0 Jul 9 03:37:28 igor pppd[9544]: Connect: ppp0 <--> eth1.7 Jul 9 03:37:28 igor pppd[9544]: PAP authentication succeeded Jul 9 03:37:28 igor pppd[9544]: peer from calling number 88:88:88:88:88:88 authorized Jul 9 03:37:28 igor pppd[9544]: local IP address xx.xx.xx.xx Jul 9 03:37:28 igor pppd[9544]: remote IP address xx.xx.xx.xx [...] Jul 9 04:40:01 igor pppd[9544]: No response to 4 echo-requests Jul 9 04:40:01 igor pppd[9544]: Serial link appears to be disconnected. Jul 9 04:40:01 igor pppd[9544]: Connect time 62.6 minutes. Jul 9 04:40:01 igor pppd[9544]: Sent 16796906 bytes, received 39498711 bytes. Jul 9 04:40:08 igor pppd[9544]: Connection terminated. Jul 9 04:40:08 igor pppd[9544]: Modem hangup Jul 9 04:41:13 igor pppd[9544]: Timeout waiting for PADO packets Jul 9 04:42:18 igor pppd[9544]: Timeout waiting for PADO packets Jul 9 04:44:28 igor pppd[9544]: Timeout waiting for PADO packets Jul 9 04:45:33 igor pppd[9544]: Timeout waiting for PADO packets Jul 9 04:46:38 igor pppd[9544]: Timeout waiting for PADO packets Jul 9 04:47:43 igor pppd[9544]: Timeout waiting for PADO packets Jul 9 04:49:53 igor pppd[9544]: Timeout waiting for PADO packets Jul 9 04:50:58 igor pppd[9544]: Timeout waiting for PADO packets
Als ich am Freitag abend, heimgekehrt und mit DSL-Abstinenz infiziert, der schon in Berlin festgestellten Offline-Situation auf den Grund gehen wollte, begrüßte mich ein tcpdump mit PADI-Fragen und PADO-Antworten und das System schrie »Timeout waiting for PADO packets« :(
Telefonisch Problem gemeldet, Rückruf von »Speedport-Techniker« für 08:00 am Freitag abgesprochen; das war so der späteste Zeitpunkt für mich, zum Event »Telekom Entertain – Backstage« im Telekom-HQ in Bonn noch knapp rechtzeitig aufzubrechen. Bis 08:20 kein Anruf, also rein in den TDI-Tiefflieger und mit 20 Minuten Verspätung dann in Bonn angekommen — zum Event folgt die Tage noch ein separater Artikel.
Auf der Rückfahrt gegen 16:20 dann wieder bei der 0800-3302000 angerufen, Statusnachfrage. Sie wolle es in die Technik geben, ob es denn mit dem »Speedport-Ticket« von Freitag zusammenhänge. Wahrscheinlich schon, meinte ich, nur das Problem läge nicht an einem Speedport, sondern, wie ich morgens noch überprüfte, einzig bei der PPPoE-Verbindung: VLAN 8 (das VLAN mit dem Link in die Multicast-Wolke) bekam brav immer wieder eine neue (jeweils aber dieselbe) IP, nur auf VLAN 7 gab’s auf PADI nur PADO, welche weder pppoe-discover noch der richtige pppd nicht als solche akzeptierte. Rückruf-Zusage für heute: Pusteblume. Einafch groß‐ar‐tig; das ist Service, der die knapp 80,– im Monat vergessen läßt, klar zahlt man gerne ohne Gegenleistung und auch der Hinweuis auf das 24-h-Serviceversprechen ließ die heiß angebundene Dame nicht aus der Ruhe sich bringen.
Als ich dann gegen 20 Uhr, kurz nach Anpfiff des Spieles – guckbar halt ‘nur’ auf meinem Wohnzimmer-VDR – zum letzten Mal bei der Telekom anrufen wollte, um hernach die fristlose Kündigung zu formulieren, meldete ich nicht mehr »Internet« oder »DSL« als gestört, sondern T-Entertain. Und, während des laufenden WM-Spiels um den Dritten Platz, kam auf einmal Leben in den Konzern; ich wurde zum Warten aufgefordert, »ah, nein. Bitte warten Sie noch kur *klick* *Musik*«, wieder um Geduld gebeten — um dann einen Mann dran zu haben. Jener maß dann und guckte und bestätigte mir, was ich ihm schon sagte: (V)DSL rennt wie Hölle. Bei einem »Test« stolperte er über »rote Anzeigen«, wollte sich rückversichern, ich bestätigte ihm, daß ohne IP Telefon darüber blöd wäre, und er entschwand mit den vorbereitenden Worten, es werte sich gleich hier ein anderer Kollege melden.
Jener schlußendlich zauberte etwas, rief nach eher weniger als 5 Minuten zurück und bat mich, PPPoE nochmal zu probieren. UND WIE ES AUF EINMAL WIEDER FLUPPTE! Was es gewesen sei, fragte ich — man möchte seine Analyse von außen ja auch verfeinern, Fehlerbilder kennen- und die (Telekom-) Techniker durch die Callcenter zielführend beschleunigen lernen. »Ein Konfigurationsfehler« sei es gewesen, nach dem Richten der Konfiguration lief alles wieder.
Schon doof; hätte ich a) nicht das Vorzeigeprodukt Entertain als Vehikel benutzt und b) nicht im konkreten Nachfragemoment auf die Frage nach dem Router (»wird dann ein Speedport W700 oder W701V sein, was?« »Hmmja, ‘n 701V habe ich.« (Was nicht gelogen ist; der hängt als Fritz!Box 7170-Kastrat im Kämmerchen und ist die Fax-Empfangs- und fbcapi-für-Asterisk-Kiste)) kreativ mich undeutlich ausgedrückt (Routen tut ein Debian Lenny Ubuntu Jaunty auf P3-FSC-Hardware (D1215-Mainboard)), wer weiß, wan wieder Pakete geflossen wären? So waren es »nur« 40 Stunden Komplettausfall, die nichts mit meiner Hardware zu tun hatten. Suboptimal, der Prozeß :(

Tja, da hammas wieder..
Ich überlege ja auch schon eine Weile, ob nicht T-Entertain mit VDSL was für mich wäre. Ich lese nur leider viel zu häufig von solchen Horrorstorys über mangelhafte Zuverlässigkeit und schlechten Service. So macht das keinen Sinn..
Schade eigentlich.
Leider hat der Kommentator seine. Beitrag bislang nicht bestätigt; die gemachten Vorwürfe sehe ich allerdings nur zum Teil als gerechtfertigt an.
Generell ist ‘alles aus einer Hand’ problematisch; einerseits im Trennungsfall – möchte man sich wirklich ‘über Nacht’ neue Dienstleister für Telefon, Internet, Fernsehen suchen müssen? – und andererseits ist mit ‘all over DSL’ auch ein neuer SPOF, ein single point of failure, konzipiert worden. (Wobei in diesem konkreten Fall nur ein Teil der Technnologie ausfiel und ich als ‘Hardware-ISDN-Fan’ hier über die Technologie DSL nur Dual-Play habe (IP, IPTV); Telefonie ist gleiches Kabel aber andere Technik (noch).
Denke, derlei sollte man auch immer bedenken; mit IPTV binde ich mich fester an meinen DSL-Anbieter als nur mikt IP und/oder VoIP. IPTV wirtschaftlich und technisch sinnvoll anbieten kann (derzeit?) nur jeweils der IP-/DSL-Netzbetreiber (theoretisch ginge auch IP-Multicast im echten Weitverkehrsnetz, aber ander als bei akademischen Videokonferenzspielereien spielt die Dienstqualität bei einem IPTV-stat-DVB-Dienst eine, wenn nicht die, entscheidende Rolle).
Zeig mir _einen_ DSL-Anbieter, dessen Supportprozesse nicht komplett entgleisen, sobald man mit einer Fehlermeldung “keine PPPoE Replypakete auf VLAN 8” aufschlägt.
Grüße
Marc
Naja, die erste Meldung war “Internet tot”, was dann zur Diskussion über die Lampen “am Speedport” (was bei mir mit altem VDSL ja mind. schon mal 2 wäre, Speedport 300 HS (VDSL-Modem) und Speedport W701V (“Router”)) führte und einer Weitergabe an “die Speedportabteilung”, die mich am Samstag morgen gegen 8 anrufen sollte …
Hätte ich Freitag abend noch “tretet mal Euren Kack-PPPoE-Hobel” gesagt, hätte das Problem gleich gelöst werden können; nur wie erkläre ich der Hotline, daß ich auf das VDSL-Modem gucken kann (disabled by default) und die Leitung sauber scheint und ich tcpdump auf “dem Speedport” mache? *sigh*
Ärgerlich bleibt es trotzdem, da wieder meine (Lebens-) Zeit durch einen vermeidbaren Fehler des Anbieters (die manuell angestoßenen “automatischen Konfigurationsüberprüfungen” zeigte ja Unregelmäßigkeiten, weshalb ich überhaupt weitergeleitet wurde) verbraten wurde.