C, T, S – oder doch IP?

Bei der Suche nach Wohnraum kommt, neben der Lage relativ zu öffentlichen Verkehrsmitteln einerseits und deren Fahrzeit zur Wirkungsstätte, heutzutage natürlich auch eine andere, nein, eigentlich zwei, infrastrukturelle Fragen auf: 1. Ist mindestens ADSL2+ mit mind. 16 MBit/sec, besser noch VDSL50, verfügbar?

2. Welche Empfangsmöglichkeiten für TV habe ich?
Portale wie immobilienscout24.de haben sich darauf eingestell und bieten einerseits mit den Wohnungsdaten einen direkten Link in die VDSL-Ausbaugrafik der Telekom, andererseits einen Link zu Kabel Deutschland, um ort ebenfalls recherchieren zu können.
Gut, für mich kommt außer DVB-S eigentlich nichts anderes in Frage, denn wo ich bei DVB-S nur für ‘n Kabel & ‘n ‘Baumarktreceiver sorgen muß, komme ich beim Kabelfernsehen, verrauschtes Analog-TV mal außen vor, dank der Grundverschlüsselung beim Digitalprogramm nicht umhin, um mehrere Smartcards zu bitten (was ggf. Zusatzkosten verursacht; die Erfüllung dieses Wunschens, nicht das Betteln drum), mehrere (teurere, ggf. »zertifizierte«) Receiver zu kaufen (die bei einem Umzug in das Gebiet eines anderen Kabelanbieters ggf., *schupps*, zu Sondermüll werden) und für dieses ganz normale Verhalten, nämlich mehrere Fernseher im Haus zu haben, muß ggf. zusätzlich gezahlt werden. Extra toll ist es natürlich, wenn die »Kabelgebbühren« schon in den Mietnebenkosten verrechnet sind; selbst, falls man kein Kabel-TV nutzen möchte – zahlen muß man dann dafür trotzdem.
Ähnlich wie beim Kabel-TV verhält es sich (zumindest beim Marktführer) beim »Internet-TV« IPTV. Auch hier sind mehrere SetTopBoxen kostenpflichtig zu erstehen, im Falle T-Entertain sind dies Geräte, die ohne T-Internetverbindung nichtfunktionaler Sondermüll sind. Und, IIRC, derzeit ist nur genau 1 Aufnahmegerät pro Haushalt vorgesehen, selbst wenn die weiteren STBs diese Funktion technisch auch böten …
Kurz: für mich ist DVB-S die Macht, nur, leider, sehen das die meisten Vermieter anders und beglücken den Mieter mit zwangsweise Kabel-TV, und ob eine Line of Sight zu Astra überhaupt möglich ist, muß man ggf. vor Ort ausmessen — was man vor der Anmietung aus taktischen Gründen besser läßt, sind viele Vermieter doch stolz auf’s Kabel …