Kontrollphantasien

Hmm. Der Dwarslöper hat, der »Weisheit des Alters« folgend, »[erstmalig] einen Beitrag gelöscht«; nun, ob es dieser war, kann man anhand des 404 zur vermuten. Da jener Beitragstext aber vollständig via RSS verbreitet und hernach gespeichert wurde, ist der Inhalt faktisch nur partiell aus der Welt …

Serviceoffensive Deutsche Post

Was man so beim mittäglichen Feed-Scan nicht alles findet … Augenscheinlich, so berichtet Golem.de, bereitet sich die Post auf die immer papierloser werdende Kommunikationsrealität vor — mit einer, wie ich finde, bemerkenswerten strategischen Weitsicht zur Akzeptanzsteigerung des (nochj) Monopolangebotes Briefzustellung:

[…] “Strategie 2015” bedeutet zugleich eine Verteuerung der Briefzustellung. Für das bisherige Porto gibt es die Zustellung nur noch von Dienstag bis Samstag. Wer auch die Beförderung am Sonntag und Montag benötigt, zahlt ein höheres Entgelt. […]

 
Es bleibe mal dahingestellt, ob »Beförderung am Sonntag und Montag« und »Zustellung Dienstag bis Samstag« nicht unterschiedliche Themen sind und auch, inwiefern es logistisch praktikabel ist, nur noch bestimmte Sendungen sonntags und montags weiterzubefördern (in Richtung des Zielpostamtes; wie etwas, was am Samstag in X ist und nach Y soll, nun ohne Transport am Sonntag und Montag dann am Dienstag zur Zustellung in Y sein soll, ist wohl ein Geheimnis von Golem.de oder der Post). Wirklich bemerkenswert finde ich es, daß die Deutsche Post der nachlassenden Wichtigkeit des Transportes gedruckter Briefe – siehe auch »De-Mail«-Pläne der Bundesregierung – mit weiterer Unattraktivierung dieses Produktes begegnet. Also, ein »Kaufanreiz« sieht für mich anders aus … Immerhin, so bietet man mit der Öffnung des Marktes auch gleich den Mitbewerbern Möglichkeiten, sich vom Platzhirsch Marktführer zu differenzieren.

Propheten und Prophezeiungen

Herzerweichend unehrlich:

[Microsoft-Manager] Tim Sneath […] kontert nun [Adobe-Manager] Garretts Kritik […]. Seit dem Release von Silverlight 2 im Oktober 2008 sei die Technik 100 Millionen Mal auf Rechnern installiert worden […].
Sneath […] wirft Adobe – mit dem Hinweis auf die kürzlich bekanntgegebene hohe Verbreitung der AIR-Technik von 100 Millionen Installationen in einem Jahr – ferner “selbst erfüllende Prophezeiung” vor, die mit der Realität nichts gemein habe, zumal es nicht möglich sei, das mit Adobes Acrobat Reader gebündelte AIR bei der Installation des Paketes außen vor lassen zu können. […]

 
100 Millionen Installationen weltweit jeder dieser beiden tollen Lösungen. Einmal 100 Millionen, weil mit einem Adobe Acrobat Reader AIR mit installiert wird, ein anderes Mal 100 Millionen, weil der Hersteller des am meisten vorinstallierten Betriebssystems diese seine Technik auch auf seinen Informationseiten einsetzt und damit zur Installation auffordert … Gut, daß keiner der Manager vom »freien Willen« der Computernutzer gesprochen hat oder von einem Akzeptanzvorteil dort für eine der beiden Techniken; das wäre dann unehrlich gewesen …

DVB-T 1.5

In Stuttgart soll das »ÜberallFernsehen«, noch gar nicht so lange auf Sendung und erst recht nicht einmal ansatzweise »überall« empfangbar, nun sein erstes Upgrade bekommen. Wie Golem.de berichtet, soll es bald in Stuttgart auch das Programm von RTL über Antenne geben — allerdings mit Haken und Ösen:

[Eutelsat visAvision GmbH] setzt auf effizientere Kompression mittels H.264, um bei gleicher Qualität mehr Sender im vorhandenen Frequenzspektrum unterzubringen. Und sie ermöglicht Bezahlfernsehen (Pay-TV). HDTV ist über DVB-T weiterhin nicht geplant.
[…] RTL will sechs H.264-Sender ausstrahlen. Neben den kostenlosen Sendern RTL, Super RTL, RTL II und VOX gibt es auch die beiden Pay-TV-Sender Passion und RTL Crime.
Zum Empfang der zusätzlichen Programme sind neue DVB-T-Empfänger vonnöten, die nicht nur H.264 dekodieren, sondern auch das Verschlüsselungssystem von Conax nutzen können. Die aufwendigeren DVB-T-Empfänger sollen für rund 100 Euro verkauft werden.
Ohne eine Smartcard zur Entschlüsselung wird auch der Empfang der kostenlosen H.264-Sender nicht möglich sein. […]

 
Klartext: wer das kostenlose Programm von RTL in Stuttgart über Antenne empfangen will, zahlt einen »Eintrittspreis« in Form eines neuen DVB-T-mit-H.264-Receivers und der – kommerziell scheinbar für RTL notwendigen, technologisch überflüssigen – Verschlüsselungstechnik, ferner nimmt er dem »ÜberallFernsehen« das letzte Quentchnen Daseinsberechtigung: »Willkommen beim Überall

[sup]*[/sup]

Fernsehen«!
Da DVB-T-Receiver – in aller Regeln aber nur für MPEG2-basiertet DVB-T – in vielen aktuellen Fernsehern eingebaut sind – mein LG hätte sogar einen SmartCard-Slot –, führt dieser Schritt dann auch noch zu einer Abwertung der nicht wirklich alten Geräte (jene, die eben kein H.264 über DVB-T erwarten/verwarbeiten) sowie zu weiterem Energieverbrauch und weiter sinkenden Komforts (zusätzlicher Receiver == zusätzliche Fernbedienung).
Und da selbst das über Satellit »FreeToAir« ausgetrahlte Grundprogramm mit den bahnbrechenden Shows – DSDS, Big Brother, … — dort nur grundverschlüsselt übertragen werden soll, kann, auch hinsichtlich der Qualität des PayTV-Angebotes mit Passion und RTL Crime, nur von einem Versuchsballon gesprochen werden, der die Akzeptanz von Grundentgelten für das werbungsdurchseuchte Grundprogramm von RTL testen soll. Insofern, liebe Stuttgarter, bitte bitte, laßt die DVB-T-H.264-Conax-Receiver RTLs Sargnagel werden!

[sup]*[/sup] RTL ist nur mit einem von RTL zertifizierten Receiver empfangbar; Abdeckung einer konkreten Lokation nicht garantiert; der Empfang bestimmter RTL-Programme kann Zusatzkosten bedingen

Ist dieser Name nicht sicherheitsmäßig bedenklich?

Zu einer Person des öffentlichen Lebens darf man diese Frage stellen – sie betrifft sicherlich auch andere, schon bei »Leutheuser-Schnarrenberger« würde ich gerne eine Ausweiskopie sehen: Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Wilhelm

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Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg, führt der Mann einen Personalausweis in Sondergröße (A3) mit sich oder wie kürzt man derlei Übermut bei der elterlichen Namensgebung auf die bundesdeusche Scheckkarten-Ausweis-Wirklichkeit unverwechselbar zurecht?
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[sup]¹[/sup] »Wilhelm« heißt er dann doch nicht, vgl. auch an anderem Orte (»WW-Person«).

Opt out!

Im Handelsblatt findet sich ein Artikel zur geplanten »De-Mail«. Ich möchte die Highlights der Irrungen und Wirrungen hier behandeln:

Wenn der Postmann vergeblich klingelt und das Einschreiben der Bank oder Verwaltung in der Post-Filiale abgeholt werden muss, ist das nicht nur zeitraubend, sondern auch ärgerlich. Vor allem dann, wenn durch diese Prozedur wichtige Fristen nicht gewahrt werden können. […]
Über die De-Mail sollen schon ab 2010 Bescheide, Rechnungen, Kündigungen oder Verträge vertraulich und rechtssicher versendet werden, […].
Der Plan besteht darin, dass jeder Bürger eine sichere E-Mail-Adresse erhält, die nach strengen Auflagen von privatwirtschaftlichen Providern über eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung betrieben wird. […]
[…] Die Kommunikation läuft über das vom Online-Banking bekannte SSL-Verfahren. Zusätzliche Maßnahmen sollen Manipulationen verhindern.
[…] Sogar Einschreiben und Zustellurkunden könnten künftig gemailt werden. Der Bund verspricht sich davon nicht nur eine größere Datensicherheit, De-Mail soll Bürgern, Wirtschaft und Verwaltung jährlich Kosten in Milliardenhöhe für Porto und Bearbeitung sparen.
[…] Praktisch läuft die Sache so ab: Die Nutzer benötigen keine Software, sondern registrieren sich über die Webseite “de-mail.de”. […]
[…] Der Beauftragte der Bundesregierung, Beus, unterstreicht, dass die Teilnahme freiwillig ist. Die De-Mail-Adresse werde nicht wie die einheitliche lebenslange Steuernummer zugeteilt.
[…] “Die De-Mail wird dem E-Commerce einen weiteren Schub geben”, ist sich Ulrich Dietz, Präsidiumsmitglied des IT-Branchenverbandes Bitkom, sicher. “So weiß jeder Käufer und Verkäufer durch die De-Mail, mit wem er ins Geschäft kommt. Das schafft Vertrauen.” Überdies werde Deutschland dadurch endlich im E-Government aufholen.
[…] “Die Technologien für eine rechtssichere Kommunikation sind prinzipiell vorhanden, allerdings konnte sich noch kein Verfahren auf breiter Ebene durchsetzen”, so T-Systems-Chef Reinhard Clemens. Er frohlockt: “De-Mail könnte den Durchbruch bringen.”

 
Große Worte. Tolle – und wahrscheinlich locker sechstellig in der Höhe – Planung. Mit einigen Denkfehlern:

  1. Freiwillige Teilnahme ist nett, wird dann aber kaum den notwendigen ROI (Return on Investment) in endlicher Zeit – Zitat: »De-Mail soll […] jährlich Kosten in Milliardenhöhe für Porto und Bearbeitung sparen.« – erreichen. Der einzelne Bürger hat meines Erachtens keine signifikanten Porto- oder Bearbeitungskosten, die ihm »De-Mail« zwanghaft andienen würden. Ohne Bürgerteilnahme entfällt ein Vorteil bei Behörden und Wirtschaft. Bei Letzterer leidet dann auch der Anreiz.
  2. Es mag einen Bequemlichkeitsvorteil darstellen, statt zu festen Öffnungszeiten nach Schlangestehen am Postschalter seine niedergelegte Post abholen zu müssen, dies 24/7 (ausgenommen die Servicezeiten der Dienste, zu denen nichts bekannt ist …) bei seinem »De-Mail«-Dienstleister tun zu können. Doch zwingt dies andererseits dazu, täglich sein »De-Mail«-Postfach zu kontrollieren (bei der Post herrscht zumindest Sonntags Zustellruhe). Von der Zustellung zur Abholpflicht — eine Lastumkehr für die »De-Mail«-Teilnehmer, die insbesondere dem Bürger wieder ein Mehr an Pflicht aufbürdet und dabei zu seinen Lasten teilnehmende Wirtschaft und Behörden entschädigungslos entlastet.
  3. Erwähnt wurde es explizit bislang nicht, aber da privatwirtschaftliche Unternehmen – bislang genannt sind 1&1 sowie die Telekom – diesen Dienst für den Kunden bereitstellen, die »De-Mail«-Adresse zudem anbietergebunden (»Vorname.Nachname(Nummer)@Diensteanbieter.zertit.de – also beispielsweise “ferdi.fuchs13@gmx.zertit.de”«) sind, dürften einerseits Zusatzkosten für die nicht-öffentlichen Nutzer entstehen und zum anderer ein erheblicher Aufwand, sollte der Nutzer den Dienst wechseln wollen oder müssen. Denn es könnte ein Anbieter den Dienst einstellen – man erinnere sich an die vergangene »lebenslange« Adresse bei der Post – oder aber der Kunde aus kostengründen den Anbieter wechseln wollen. Naja, schlußendlich könnte ein privatwirtschaftliches Unternehmen ja auch einen Grund haben, einen bestimmten »De-Mail«-Kunden nicht mehr als solchen bedienen zu wollen …
  4. Den beschworenen Vertrauensschutz kann ich derzeit nicht erkennen; theoretisch sind auch heute hohe Hürden vor die Ausstellung eines eine Site identifizierenden Zertifikates gestellt — und dieses dann gleich mit prohibitiven Kosten für Privatleute ausgestattet, daß der vor Jahren erhoffte Durchbruch komischerweise bis heute auf sich warten läßt. Alternativen wie CA Cert sind hingegen nur so verläßlich wie die Teilnehmer dieser Initiative …
  5. Faktisch ist dies – teurer, weil staatlich-zentralistisch initiierter – alter Wein in neuen Schläuchen, denn: »Die Nutzer benötigen keine Software«; dann ist aber eine Mail vom »De-Mail«-Account auch nur so sicher wie es eine Mail vom gleichen, potentiell virenverseuchten, PC über ein anderes Mailpostfach ist, es sei denn, »De-Mail« entseucht zwingend alle ein- und ausgehenden Mails. Fraglich nur, was dieses typischerweise kostenpflichtige Zusatzfeature dann wieder kosten wird — und wen.

Daß Unternehmen wie Branchenverbände jubilieren, ist verständlich; bei ihnen bedeutet dieser zentralistische grobe Unfug ja auch mindestens Umsatz. Was für die, den Politikern formal die Macht übertragen habenden, Bürger dieser deutsche Sonderweg bringen soll, bleibt nachgrade fraglich. Also, an Vorteilen zu heute meine ich …

Februar, Februar!

Zugegeben, klingt nicht so rund wie das bekanntere »April, April!«. Aber was kann ich dafür, daß HP nun auch im Februar April-Scherze auf die Menschheit losläßt? Golem.de:

Persönliche Videotarnkappe in Sicht
[…] HP testet eine neue Technologie, die Gesichter von Personen auf Videoaufnahmen aus Überwachungskameras unscharf machen soll. Der Haken bei der Sache: Wer unkenntlich sein möchte, muss sich vorher registrieren und permanent seine Position erfassen lassen. […]
Die elektronische Videotarnkappe namens Cloak funktioniert so, dass ihr Besitzer permanent seine Position an die Betreiber von Überwachungskameras meldet. […] Beim Betreiber der Videokameras wird anhand der übermittelten GPS-Koordinaten die Position des Mobiltelefonbesitzers in den Videoaufnahmen ermittelt und per Software das Gesicht der Person unscharf gemacht. Werden die Videoaufnahmen weitergereicht, kann der Cloak-Nutzer darauf nicht mehr ohne weiteres identifiziert werden. […]

 
Den Teufel mit dem Belzebub austreiben, ob HP darauf schon ein Patent angemeldet hat? Um nicht auf einem Überwachungsvideo identifiziert werden – Einschub zum Nachdenken: was sind Sinn & Zweck von Überwachungsvideos? –, soll der Nutzer einem Dienstleister – ich nehme da ja derzeit Yahoo/FireEagle überwiegend – permanent seine Raumkoordinaten übermitteln; da dies in typischen Gebäuden mangels GPS-Indoor-Empfang nicht funktioniert, stelle ich mir die Umsetzung des Versprechens der »Unsichtbarkeit« schon hier schwierig vor. Davon aber abgesehen, anstelle von – je nach Kameraeinstellung und -qualität – ggf. vagen Identifikationsmöglichkeiten soll man lieber die totale Bewegeungsüberwachung wählen? Es muß schon April sein bei HP …

Cinema grande

30.01.2009, DerWesten zum Tarikpoker bei der Bahn:

[…] Transnet und GDBA verlangen neben zehn Prozent mehr Geld bessere Arbeitsbedingungen, unter anderem mindestens zwölf freie Wochenenden im Kalenderjahr und eine längerfristige Planung der Schichtdienste. […] Die Tarifgemeinschaft (TG) aus den Gewerkschaften Transnet und GDBA vertritt rund 130.000 Bahn-Beschäftigte, die GDL verhandelt für 20.000 Lokführer, für die sie 6,5 Prozent mehr Geld verlangt. (ap)

 
01.02.2009, DerWesten zum Ergebnis der Tarifverhandlungen:

[…] Die Bahn vereinbarte mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA sowie der Lokführergewerkschaft GDL in Frankfurt/Main, die Löhne und Gehälter zum 1. Februar um 2,5 Prozent und zum 1. Januar kommenden Jahres um weitere zwei Prozent zu erhöhen. […] Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 18 Monaten. […] «So haben wir die zwölf freien Wochenenden ebenso durchsetzen können wie die bessere Planbarkeit der Schichten», betonten [Transnet-Chef Alexander Kirchner und der GDBA-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel]. […]

 
Das Ganze, wieder einmal, erst nach Warnstreiks. Und von den vollmundigen »10 Prozent mehr Gehalt« ist, einmal mehr, nur rund die Hälfte übrig geblieben. Alle Jahre wieder das gleiche Ritual, die Arbeitgeberseite kontert exorbitante Lohnzuwachsforderungen der Arbeitnehmerseite mit unter der Inflationsrate liegenden Angeboten, man kommuniziert lautstark über die Presse, verhandelt vorzugsweise bis Nächte herein in Hotels – ich hoffe, das ist nicht eine Abart ehemaliger Praktiken bei Volkswagen – und präsentiert dann zerknirscht, vorzugsweise in den frühen Morgenstunden, ein zufriedenstellendes Angebot, welches erstaunlicherweise beide Seiten hochzufrieden stellt.
Ernsthaft, so manches Ritual in dieser ach-so-Sozialen Marktwirtschaft geht mir gehörig auf den Zeiger …

Die Bahn erklärt Internet-TV

Zitat (lokale Hervorhebung):

(Berlin, 5. Juni 2008) Bahn TV, der Spartensender der Deutschen Bahn AG, konzentriert sich bei der Verbreitung seines Programms ab Juli auf das Internetfernsehen (IPTV). […]
[….] habe die DB entschieden, sich auf einen Verbreitungsweg zu konzentrieren. Eine Ausstrahlung via Satellit wird es ab Juli nicht mehr geben. Zuschauer, die bislang Bahn TV über Satellit empfangen haben, brauchen aber auch künftig nicht auf den Spartensender zu verzichten. […]
Wer IPTV auf einem Fernseher sehen möchte, benötigt eine Set-Top-Box, die das DSL-Videosignal in ein analoges Signal umwandelt, das der Fernseher versteht. Die Set-Top-Box hat einen Netzwerkwerkanschluss, den man mit dem DSL Router verbindet. Da IPTV in TV-Qualtiät übertragen wird, ist ein DSL-Anschluss nötig, damit der User Fernsehen, Internet und andere Dienste über die Telefonleitung parallel nutzen kann. […]

 
Gut, sagen wir mal so: vermißt habe ich BahnTV im bunten Strauß dessen, was von Astra herunterkommt, bislang nicht. Und die »Ausstrahlung« scheint sich jetzt auf on-demand, sprich: das Ansehen vorgefertigter Clips, zu beschränken — einen Livestream (den man z. B. wieder in VDR einspeisen könnte ;)) gibt es augenscheinlich nicht mehr.
Allerdings finde ich, daß das, was die Bahn da fabriziert, mit »IPTV« nicht viel gemein hat – das ist bestenfalls ‘ne Billig-Variante eines Firmen-YouTube. Und ob eine STB im Jahre 2008 noch zwingend den Videodatenstrom »in ein analoges Signal umwandelt«, nunja; DVI/HDMI sei Dank, zunehmend fällt dieser Anachronismus bei neuen Fernsehgeräten dann auch weg.

Globalisierung? Aber nicht doch!

Sie läßt mir ja keine Ruhe, diese Nichtverfügbarkeit meines Wunschgerätes LG Electronics LG70. Mittlerweile habe ich zur kurzen Erklärung eines Händlers, warum der 47LG7000 mir erst angeboten wurden, dann aber eine Fehlermeldung erschien:

Hallo, der Artikel ist derzeit nicht verfügbar und kann auch nicht bestellt bzw. geliefert werden.

 
Aufschluß ergibt ein Posting im entsprechenden Thread im hifi-forum.de:

LG kommt momentan mit dem produzieren nicht nach! darum gibt es auch momentan keine geräte, zumindest in der 47er größe!
das waren die aussagen die ich bei diversen händlern und auch bei LG in linz zu hören bekam! ähnlich geht es ja mit den 42er modellen der 7000er serie!
redcoon.de hatte kürzlich eine handvoll bekommen, nach österreich gingen gar keine […]

 
Es soll wohl ab dem 27.01.09 wieder neue Geräte geben; das deckt sich zeitlich mit einigen der Lieferaussagen bei Händlern …
Bei der Suche auf eine Antwort bin ich allerdings auch über die, aus meiner Sicht, fragwürdige Modellpolitik LGs gestoßen:

Aug. 27, 2008
LG Introduces Scarlet LG70, a Sophisticated New Face
[…] LG Electronics (LG), a major player in the global flat panel display market, recently announced the global launch of its most sophisticated Full HD 1080p LCD TV series, the Scarlet LG70, which incorporates all of LG’s state-of-the-art technologies. […]
The set’s advanced TruMotion 100 Hz (120Hz in North America) technology combined […]


(LED Backlight for North America)The Scarlet LG90 designed for North America based upon the Scarlet LG70 model is LED backlight TV, having blue accent on the slim and sharp side line. With the LED backlight, the TV takes care to reflect a genuine interest in consumers by featuring low power consumption and improving brightness and contrast characteristics. In general, backlight units using LEDs […] This allows the TV to take more refined picture control with a contrast of 1,000,000:1.
(Bluetooth for Europe) The Scarlet LG70 which is Bluetooth certified TV also helps viewers keep etiquette. It enables them hear the TV sound with Bluetooth compatible wireless headsets without interrupting others. In addition, it is, of course, compatible with Bluetooth certified mobile phones and digital camera so that consumers can impress friends at house parties by sending photos to TV display.

 
Mit anderen Worten: das als 47LG75 auf der CES 2008 prämierte Gerät kommt in Europa (vorerst?) nicht auf den Markt? Danke, LG. Sehr innovativ — und warum haben die US-Kisten kein BT, aber dafür 120 Hz, nicht aber die europäischen? Auch die europäischen LG70 nehmen 30 und 60 Hz an, da wäre ein Displaytakt von 120 Hz doch besser als 100 Hz?

Eingangssignale: VGA-SXGA, PAL / SECAM / NTSC, SDTV & HDTV (480i, 480p, 576i, 576p, 720p, 1080i, 1080p mit 30fps, 60fps, 24fps und 50fps

 
Ich glaube, ich suche doch mal nach Samsung-100-Hz-LED-LCDs …