Zugegeben, klingt nicht so rund wie das bekanntere »April, April!«. Aber was kann ich dafür, daß HP nun auch im Februar April-Scherze auf die Menschheit losläßt? Golem.de:
Persönliche Videotarnkappe in Sicht
[…] HP testet eine neue Technologie, die Gesichter von Personen auf Videoaufnahmen aus Überwachungskameras unscharf machen soll. Der Haken bei der Sache: Wer unkenntlich sein möchte, muss sich vorher registrieren und permanent seine Position erfassen lassen. […]
Die elektronische Videotarnkappe namens Cloak funktioniert so, dass ihr Besitzer permanent seine Position an die Betreiber von Überwachungskameras meldet. […] Beim Betreiber der Videokameras wird anhand der übermittelten GPS-Koordinaten die Position des Mobiltelefonbesitzers in den Videoaufnahmen ermittelt und per Software das Gesicht der Person unscharf gemacht. Werden die Videoaufnahmen weitergereicht, kann der Cloak-Nutzer darauf nicht mehr ohne weiteres identifiziert werden. […]
Den Teufel mit dem Belzebub austreiben, ob HP darauf schon ein Patent angemeldet hat? Um nicht auf einem Überwachungsvideo identifiziert werden – Einschub zum Nachdenken: was sind Sinn & Zweck von Überwachungsvideos? –, soll der Nutzer einem Dienstleister – ich nehme da ja derzeit Yahoo/FireEagle überwiegend – permanent seine Raumkoordinaten übermitteln; da dies in typischen Gebäuden mangels GPS-Indoor-Empfang nicht funktioniert, stelle ich mir die Umsetzung des Versprechens der »Unsichtbarkeit« schon hier schwierig vor. Davon aber abgesehen, anstelle von – je nach Kameraeinstellung und -qualität – ggf. vagen Identifikationsmöglichkeiten soll man lieber die totale Bewegeungsüberwachung wählen? Es muß schon April sein bei HP …
