Propheten und Prophezeiungen

Herzerweichend unehrlich:

[Microsoft-Manager] Tim Sneath […] kontert nun [Adobe-Manager] Garretts Kritik […]. Seit dem Release von Silverlight 2 im Oktober 2008 sei die Technik 100 Millionen Mal auf Rechnern installiert worden […].
Sneath […] wirft Adobe – mit dem Hinweis auf die kürzlich bekanntgegebene hohe Verbreitung der AIR-Technik von 100 Millionen Installationen in einem Jahr – ferner “selbst erfüllende Prophezeiung” vor, die mit der Realität nichts gemein habe, zumal es nicht möglich sei, das mit Adobes Acrobat Reader gebündelte AIR bei der Installation des Paketes außen vor lassen zu können. […]

 
100 Millionen Installationen weltweit jeder dieser beiden tollen Lösungen. Einmal 100 Millionen, weil mit einem Adobe Acrobat Reader AIR mit installiert wird, ein anderes Mal 100 Millionen, weil der Hersteller des am meisten vorinstallierten Betriebssystems diese seine Technik auch auf seinen Informationseiten einsetzt und damit zur Installation auffordert … Gut, daß keiner der Manager vom »freien Willen« der Computernutzer gesprochen hat oder von einem Akzeptanzvorteil dort für eine der beiden Techniken; das wäre dann unehrlich gewesen …

DVB-T 1.5

In Stuttgart soll das »ÜberallFernsehen«, noch gar nicht so lange auf Sendung und erst recht nicht einmal ansatzweise »überall« empfangbar, nun sein erstes Upgrade bekommen. Wie Golem.de berichtet, soll es bald in Stuttgart auch das Programm von RTL über Antenne geben — allerdings mit Haken und Ösen:

[Eutelsat visAvision GmbH] setzt auf effizientere Kompression mittels H.264, um bei gleicher Qualität mehr Sender im vorhandenen Frequenzspektrum unterzubringen. Und sie ermöglicht Bezahlfernsehen (Pay-TV). HDTV ist über DVB-T weiterhin nicht geplant.
[…] RTL will sechs H.264-Sender ausstrahlen. Neben den kostenlosen Sendern RTL, Super RTL, RTL II und VOX gibt es auch die beiden Pay-TV-Sender Passion und RTL Crime.
Zum Empfang der zusätzlichen Programme sind neue DVB-T-Empfänger vonnöten, die nicht nur H.264 dekodieren, sondern auch das Verschlüsselungssystem von Conax nutzen können. Die aufwendigeren DVB-T-Empfänger sollen für rund 100 Euro verkauft werden.
Ohne eine Smartcard zur Entschlüsselung wird auch der Empfang der kostenlosen H.264-Sender nicht möglich sein. […]

 
Klartext: wer das kostenlose Programm von RTL in Stuttgart über Antenne empfangen will, zahlt einen »Eintrittspreis« in Form eines neuen DVB-T-mit-H.264-Receivers und der – kommerziell scheinbar für RTL notwendigen, technologisch überflüssigen – Verschlüsselungstechnik, ferner nimmt er dem »ÜberallFernsehen« das letzte Quentchnen Daseinsberechtigung: »Willkommen beim Überall

[sup]*[/sup]

Fernsehen«!
Da DVB-T-Receiver – in aller Regeln aber nur für MPEG2-basiertet DVB-T – in vielen aktuellen Fernsehern eingebaut sind – mein LG hätte sogar einen SmartCard-Slot –, führt dieser Schritt dann auch noch zu einer Abwertung der nicht wirklich alten Geräte (jene, die eben kein H.264 über DVB-T erwarten/verwarbeiten) sowie zu weiterem Energieverbrauch und weiter sinkenden Komforts (zusätzlicher Receiver == zusätzliche Fernbedienung).
Und da selbst das über Satellit »FreeToAir« ausgetrahlte Grundprogramm mit den bahnbrechenden Shows – DSDS, Big Brother, … — dort nur grundverschlüsselt übertragen werden soll, kann, auch hinsichtlich der Qualität des PayTV-Angebotes mit Passion und RTL Crime, nur von einem Versuchsballon gesprochen werden, der die Akzeptanz von Grundentgelten für das werbungsdurchseuchte Grundprogramm von RTL testen soll. Insofern, liebe Stuttgarter, bitte bitte, laßt die DVB-T-H.264-Conax-Receiver RTLs Sargnagel werden!

[sup]*[/sup] RTL ist nur mit einem von RTL zertifizierten Receiver empfangbar; Abdeckung einer konkreten Lokation nicht garantiert; der Empfang bestimmter RTL-Programme kann Zusatzkosten bedingen

The Power of Open Source …

Der Umsteig auf einen LCD-TV brachte ja zwangsläufig einige Änderungen mit sich, unter anderem mußte die alte Wohnzimmereinrichtung einer solchen weichen, die Platz für den LG 47LG7000 lies. Die 47″ in der Diagonalen ergeben knapp unter 1,20m Außenbreite des Geräts, das ist dann doch schon groß, irgendwie ;)
Bei diesen Umbauten mußte auch jene Wohnzimmerecke, in der traditionell noch der VDR-Rechner und ein Server für die von motion gesteuerten Kameras für den Gartenbereich stehen, »überarbeitet« werden — beziehungsweise, sie muß noch. Das ist ein »ongoing project« ;)
Überflüssige Kabelage, Ergebnis der Verlegung der Kabel der Zusatzschüssel für BBC in den Keller, konnte schon entsorgt werden; jetzt harrt die Ecke des Technologieupgrades in Form eines HDTV-tauglichen VDRs …
Wie das so ist, bei der Suche nach einer preiswerten Master-Slave-Steckdose, um eine hinter dem TV positionierte LED-Leiste (»IKEA Dioder« — was rauchen die alten Schweden eigentlich bei der Namensfindung?) mit dem Einschalten des TVs auch automatisch zu erleuchten, bin ich wieder über das Thema Heimautomation gestolpert, konkret über die FS20-Steuerung mit Linux.
Mit den billigen Master-Slave-Steckdosen aus dem Baumarkt hat das jetzt nicht mehr soooo viel zu tun, aber … l33t wird’s, da bin ich mir sicher ;)
Also, das Ziel ist es, daß, gesteuert über den ohnehin laufenden VDR-PC, bei Einschalten des TVs sich – tageszeit- und/oder beleuchtungsabhängig – das Licht hinter dem Fernseher mit einschaltet, ferner sollen über das Funksystem zusätzliche Temperatur- und Luftfeuchtesensoren (Terrarium, Eßzimmer, ggf. »Außen II«) sowie potentiell der Stromverbrauch verschiedener Verbraucher (über das EM-Funksystem von ELV/Conrad) erfaßt werden. Danach wird die, das DCF-Signal dort nicht empfangende, automatische Zeitschaltuhr für die Terrarienbeleuchtung ebenfalls durch eine FS20-Funksteckdose ersetzt, damit dann, statt des bisherigen Verlaufes (06:30 bis 19:30) eine Steuerung anhand des Sonnenauf- und -unterganges erfolgen kann (insbesondere unabhängig von der Sommerzeit, die den Tieren mehr so egal ist).
Angefixt durch »myHCE« und durch das sowieso laufende Projekt »VDR-HDTV-PC zum MediaCenter machen«, möchte ich einen Schritt weiter gehen und neben der Integration von VDR in ein Linux-Media-Center-Setup auch diese Steuerungsaufgaben, möglichst von der Couch aus bedienbar, dort unterbringen. Was daraus werden wird: schaun’ ‘mer mal.
Ein »building block« dazu wird der »CUL« werden, ein kleiner 868-MHz-Tranceiver mit USB-Schnittstelle und einer offenen Firmware. Zwar habe ich auch eine FHZ 1xx0 PC mir gekauft – ich wußte initial leider nicht genug über den CUL – und sie wird mir im Zweifel auch bei einigen Sachen gute Dienste leisten, denn die CUL-Firmware kann noch nicht alles steuern, was auch die FHZ kann. Aber den weiteren Ausbau werde ich auf CUL fokussieren, z. B. für Satelliten-/Repeater-Module, denn die 100m Reichweite »im Freilfeld« schrumpfen in modernen Stahlbeton-Bauten auf deutliche kürzere Luftliniendistanzen.
Schlußendlich möchte ich auch noch eine – dank RS-232-Interface des LGs trivial mögliche – Eingangssteuerung des TVs basierend auf dem aktuell benutzten Zuspieler realisieren; der LCD-TV hat 4 HDMI-, 1 VGA-, 1 Komponenten- sowie drei oder vier SCART-Eingänge (vom mangels Signal nicht nutzbaren DVB-T-Empfänger abgesehen), alle sind per RS-323 entsprechend selektierbar. Die Kunst wird es sein festzustellen, welches Gerät grade genutzt werden soll (abgeleitet durch Fernbedienungssignale für jenes Gerät), um dann den entsprechenden Eingang zu aktivieren, ggf. nach dem Einschalten des TVs (auch dies ist lt. Handbuch per RS-232 möglich, man soll sogar den Status abfragen können). Und auch die »verpaßte Anrufe«- und »verbinden mit«-Optionen von »myHCE« wären cool, allerdings habe ich »nur« eine Gigaset-ISDN-Anlage und keine davor oder dahinter geschaltete Fritz!-Box. (Eigentlich habe ich gar keine Fritz!-Box; mit Speedports der Reihen W500V, W501V oder W701V allerdings könnte ich Handel treiben …) Das wäre wohl der Zeitpunkt, wieder einen Asterisk für das heimische ISDN einzusetzen; aber das wird eine andere Geschichte …

Ist dieser Name nicht sicherheitsmäßig bedenklich?

Zu einer Person des öffentlichen Lebens darf man diese Frage stellen – sie betrifft sicherlich auch andere, schon bei »Leutheuser-Schnarrenberger« würde ich gerne eine Ausweiskopie sehen: Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Wilhelm

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Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg, führt der Mann einen Personalausweis in Sondergröße (A3) mit sich oder wie kürzt man derlei Übermut bei der elterlichen Namensgebung auf die bundesdeusche Scheckkarten-Ausweis-Wirklichkeit unverwechselbar zurecht?
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[sup]¹[/sup] »Wilhelm« heißt er dann doch nicht, vgl. auch an anderem Orte (»WW-Person«).

Zehn Millionen für blogdoch.net!

Also, ich habe mir das mal durchgerechnet, und im Prinzip ist blogdoch.net ja doch mehr so ein Zuschußgeschäft. Leider habe ich es versäumt, beim eBay-Poker um »basicthinking« mitzumachen; hätte ich nämlich jene Domain – völlig sinnfrei und wirtschaftlich kaum vorteilhaft für blogdoch.net – ersteigert, könnte ich jetzt auch, wie die Schaeffler-Zocker bei Herrn von-und-zu Wieauchimmer, also, dem frischen Wirtschaftminister halt, anklopfen und sagen: »Hey, mach’ mal ‘n paar Millionen locker, ich hab’ mich da verzockt.«
Ernsthaft, wenn ich derlei lese – erst auf Dicke Hose machen und mit der Brechstange einen größeren Konkurrenten übernehmen und dann nicht mehr ein noch aus wissen; den Schaeffler-Angestellten schon an den Lohn wollen (etwas, was denen bei Conti wohl auch bevorstehen wird, kurz vor dem finalen Aus), und was macht die Unternehmerfamillie als ihren Beitrag zur Thema »Gürtel enger schnallen«r? –, dann kommt’s mir richtig hoch.
Ich denke, die Konzernfehllenkerin Maria-Elisabeth Schaeffler sollte die Konsequenzen ziehen und dem Beispiel Merckles folgen, hernach sollte das traurige Häufchen Elend an Konglomerat verstaatlicht werden. Klingt das, als rufe ich nach dem Haupte von Unternehmern (und Unternehmerinnen), die vor lauter Zocken tausende Abhängige drohen, um Lohn und Brot zu bringen, so könnte da was wahres dran sein. Wer den Hals nicht voll genug bekommen kann in der Position, der darf meines Erachtens auch gerne dran verrecken …
Vielleicht wäre ein Wirtschaftführerschein samt Punktekonto eine gute Idee für nach der Krise?

Opt out!

Im Handelsblatt findet sich ein Artikel zur geplanten »De-Mail«. Ich möchte die Highlights der Irrungen und Wirrungen hier behandeln:

Wenn der Postmann vergeblich klingelt und das Einschreiben der Bank oder Verwaltung in der Post-Filiale abgeholt werden muss, ist das nicht nur zeitraubend, sondern auch ärgerlich. Vor allem dann, wenn durch diese Prozedur wichtige Fristen nicht gewahrt werden können. […]
Über die De-Mail sollen schon ab 2010 Bescheide, Rechnungen, Kündigungen oder Verträge vertraulich und rechtssicher versendet werden, […].
Der Plan besteht darin, dass jeder Bürger eine sichere E-Mail-Adresse erhält, die nach strengen Auflagen von privatwirtschaftlichen Providern über eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung betrieben wird. […]
[…] Die Kommunikation läuft über das vom Online-Banking bekannte SSL-Verfahren. Zusätzliche Maßnahmen sollen Manipulationen verhindern.
[…] Sogar Einschreiben und Zustellurkunden könnten künftig gemailt werden. Der Bund verspricht sich davon nicht nur eine größere Datensicherheit, De-Mail soll Bürgern, Wirtschaft und Verwaltung jährlich Kosten in Milliardenhöhe für Porto und Bearbeitung sparen.
[…] Praktisch läuft die Sache so ab: Die Nutzer benötigen keine Software, sondern registrieren sich über die Webseite “de-mail.de”. […]
[…] Der Beauftragte der Bundesregierung, Beus, unterstreicht, dass die Teilnahme freiwillig ist. Die De-Mail-Adresse werde nicht wie die einheitliche lebenslange Steuernummer zugeteilt.
[…] “Die De-Mail wird dem E-Commerce einen weiteren Schub geben”, ist sich Ulrich Dietz, Präsidiumsmitglied des IT-Branchenverbandes Bitkom, sicher. “So weiß jeder Käufer und Verkäufer durch die De-Mail, mit wem er ins Geschäft kommt. Das schafft Vertrauen.” Überdies werde Deutschland dadurch endlich im E-Government aufholen.
[…] “Die Technologien für eine rechtssichere Kommunikation sind prinzipiell vorhanden, allerdings konnte sich noch kein Verfahren auf breiter Ebene durchsetzen”, so T-Systems-Chef Reinhard Clemens. Er frohlockt: “De-Mail könnte den Durchbruch bringen.”

 
Große Worte. Tolle – und wahrscheinlich locker sechstellig in der Höhe – Planung. Mit einigen Denkfehlern:

  1. Freiwillige Teilnahme ist nett, wird dann aber kaum den notwendigen ROI (Return on Investment) in endlicher Zeit – Zitat: »De-Mail soll […] jährlich Kosten in Milliardenhöhe für Porto und Bearbeitung sparen.« – erreichen. Der einzelne Bürger hat meines Erachtens keine signifikanten Porto- oder Bearbeitungskosten, die ihm »De-Mail« zwanghaft andienen würden. Ohne Bürgerteilnahme entfällt ein Vorteil bei Behörden und Wirtschaft. Bei Letzterer leidet dann auch der Anreiz.
  2. Es mag einen Bequemlichkeitsvorteil darstellen, statt zu festen Öffnungszeiten nach Schlangestehen am Postschalter seine niedergelegte Post abholen zu müssen, dies 24/7 (ausgenommen die Servicezeiten der Dienste, zu denen nichts bekannt ist …) bei seinem »De-Mail«-Dienstleister tun zu können. Doch zwingt dies andererseits dazu, täglich sein »De-Mail«-Postfach zu kontrollieren (bei der Post herrscht zumindest Sonntags Zustellruhe). Von der Zustellung zur Abholpflicht — eine Lastumkehr für die »De-Mail«-Teilnehmer, die insbesondere dem Bürger wieder ein Mehr an Pflicht aufbürdet und dabei zu seinen Lasten teilnehmende Wirtschaft und Behörden entschädigungslos entlastet.
  3. Erwähnt wurde es explizit bislang nicht, aber da privatwirtschaftliche Unternehmen – bislang genannt sind 1&1 sowie die Telekom – diesen Dienst für den Kunden bereitstellen, die »De-Mail«-Adresse zudem anbietergebunden (»Vorname.Nachname(Nummer)@Diensteanbieter.zertit.de – also beispielsweise “ferdi.fuchs13@gmx.zertit.de”«) sind, dürften einerseits Zusatzkosten für die nicht-öffentlichen Nutzer entstehen und zum anderer ein erheblicher Aufwand, sollte der Nutzer den Dienst wechseln wollen oder müssen. Denn es könnte ein Anbieter den Dienst einstellen – man erinnere sich an die vergangene »lebenslange« Adresse bei der Post – oder aber der Kunde aus kostengründen den Anbieter wechseln wollen. Naja, schlußendlich könnte ein privatwirtschaftliches Unternehmen ja auch einen Grund haben, einen bestimmten »De-Mail«-Kunden nicht mehr als solchen bedienen zu wollen …
  4. Den beschworenen Vertrauensschutz kann ich derzeit nicht erkennen; theoretisch sind auch heute hohe Hürden vor die Ausstellung eines eine Site identifizierenden Zertifikates gestellt — und dieses dann gleich mit prohibitiven Kosten für Privatleute ausgestattet, daß der vor Jahren erhoffte Durchbruch komischerweise bis heute auf sich warten läßt. Alternativen wie CA Cert sind hingegen nur so verläßlich wie die Teilnehmer dieser Initiative …
  5. Faktisch ist dies – teurer, weil staatlich-zentralistisch initiierter – alter Wein in neuen Schläuchen, denn: »Die Nutzer benötigen keine Software«; dann ist aber eine Mail vom »De-Mail«-Account auch nur so sicher wie es eine Mail vom gleichen, potentiell virenverseuchten, PC über ein anderes Mailpostfach ist, es sei denn, »De-Mail« entseucht zwingend alle ein- und ausgehenden Mails. Fraglich nur, was dieses typischerweise kostenpflichtige Zusatzfeature dann wieder kosten wird — und wen.

Daß Unternehmen wie Branchenverbände jubilieren, ist verständlich; bei ihnen bedeutet dieser zentralistische grobe Unfug ja auch mindestens Umsatz. Was für die, den Politikern formal die Macht übertragen habenden, Bürger dieser deutsche Sonderweg bringen soll, bleibt nachgrade fraglich. Also, an Vorteilen zu heute meine ich …

Februar, Februar!

Zugegeben, klingt nicht so rund wie das bekanntere »April, April!«. Aber was kann ich dafür, daß HP nun auch im Februar April-Scherze auf die Menschheit losläßt? Golem.de:

Persönliche Videotarnkappe in Sicht
[…] HP testet eine neue Technologie, die Gesichter von Personen auf Videoaufnahmen aus Überwachungskameras unscharf machen soll. Der Haken bei der Sache: Wer unkenntlich sein möchte, muss sich vorher registrieren und permanent seine Position erfassen lassen. […]
Die elektronische Videotarnkappe namens Cloak funktioniert so, dass ihr Besitzer permanent seine Position an die Betreiber von Überwachungskameras meldet. […] Beim Betreiber der Videokameras wird anhand der übermittelten GPS-Koordinaten die Position des Mobiltelefonbesitzers in den Videoaufnahmen ermittelt und per Software das Gesicht der Person unscharf gemacht. Werden die Videoaufnahmen weitergereicht, kann der Cloak-Nutzer darauf nicht mehr ohne weiteres identifiziert werden. […]

 
Den Teufel mit dem Belzebub austreiben, ob HP darauf schon ein Patent angemeldet hat? Um nicht auf einem Überwachungsvideo identifiziert werden – Einschub zum Nachdenken: was sind Sinn & Zweck von Überwachungsvideos? –, soll der Nutzer einem Dienstleister – ich nehme da ja derzeit Yahoo/FireEagle überwiegend – permanent seine Raumkoordinaten übermitteln; da dies in typischen Gebäuden mangels GPS-Indoor-Empfang nicht funktioniert, stelle ich mir die Umsetzung des Versprechens der »Unsichtbarkeit« schon hier schwierig vor. Davon aber abgesehen, anstelle von – je nach Kameraeinstellung und -qualität – ggf. vagen Identifikationsmöglichkeiten soll man lieber die totale Bewegeungsüberwachung wählen? Es muß schon April sein bei HP …