Bloggen für den Weltfrieden …

… ist nicht cos’ Intention, aber eine Mission hat er doch:

zum N810 (und dessen Vorgänger) zu bloggen und über Erfahrungen, Tipps & Tricks zu berichten. Plan ist damit die maemo community zu bereichern. Ich hoffe das gelingt mir mit diesem blog und meiner Homepage, wo sich dann auch mit der Zeit nützliche Infos ansammeln sollten.

 
Jetzt fehlt eigentlich nur noch das N810 zum Glücklichsein – wobei cos ja schon mit dem Vorvorläufer 770 arbeiten kann ;)

Formel Farce: Revolutions

2007 ist kein Jahr für McLaren-Mercedes. Wirklich nicht. Erst fliegt ein bißchen »Spionage« auf, wobei anscheinend auch der Ex-Weltmeister Alonoso involviert war.
Dann rutscht der Newcomer Hamilton in der Boxeneinfahrt ins Kiesbett — anstatt im vorletzten Rennen den Titel zu holen.
Und als es drauf ankommt, im letzten Rennen mit zwei McLaren- Mercedes und einem Ferrari-Aspiranten auf den WM-Titel, ja, da reicht es für Hamilton nicht für den benötigten Platz 5 und auch das ehemalige Ass Alonso läßt dem ehemaligen McLaren-Mercedes-Fahrer Kiki Raikönen den Vortritt, sodaß Ferrari sich, wieder einmal, zum Fahrer- und Teamweltmeister gemacht sieht.
Aber kein Formel-1-Finale 2007 ohne sportgerichtliches Nachspiel, denn: Williams-Toyotas Nico Rosberg (4. Platz) und Kazuki Nakajima (10. Platz) sowie BMW-Saubers Robert Kubica (5. Platz) und Nick Heidfeld (6. Platz, ebenfalls noch vor Hamilton) wurden nicht disqualifiziert, obwohl die gemessene Sprittemperatur jeweils zwischen zwei und vier Grad Celsius unterhalb des erlaubten Grenzwertes gelegen hatte. Klar, dagegen muß man vorgehen, zumal wenn der eigene Pilot es grade mal so auf Rang 7 geschafft hat und durch Ahndung dieser gehäuften Regelverstöße durch Disqualifikation plötzlich Vierter und damit doch noch Fahrerweltmeister würde.
Gesagt. Getan. Und verzockt, schon wieder: »Die Richter waren nach der Anhörung der Meinung, dass das Team aber gar nicht zu einem Einspruch gegen die Entscheidung der Rennkommissare berechtigt war, weil es nicht an der vorherigen Untersuchung beteiligt war. Die McLaren-Gegner hatten am Donnerstag moniert, dass die Silberpfeile stattdessen gegen das Rennergebnis hätten protestieren müssen.«
»Nur einmal mit Profis arbeiten!« — ob Norbert Haug dieser Gedanke wohl 2007 mehr als einmal gekommen sein mag?

Streikfolgen? (Updated)

Eigentlich sollte da seit ca. 6 Uhr etwas stehen wie »Sendung wurde im Zielpaketzentrum bearbeitet« oder »Sendung befindet sich in der Zustellung«; wenigstens ein »Sendung befindet sich im Transport zum Zielpaketzentrum« wäre zu erwarten …
Vermodert jetzt etwa mein extra bei einem Händler aus dem Schwäbischen, bei dem die Ware am Lager vorrätig war, bestellten – für rd. 10,– Euro mehr als beim billigsten Versender – VLAN- und insbesondere IGMP-Snooping-fähiger GBit-Switch auf irgendeiner Halde, auf irgendeinen unterbezahlten Lokführer?
Falls ja: Danke, Herr Mehdorn. Ich werde mich dann bei Gelegenheit revanchieren.
Nein, wirklich, das macht mir keine Umstände, werde ich gerne tun …
Update, 2007-11-17 09:15: Wird doch noch alles gut?

Status: Die Sendung wurde im Zustell-Paketzentrum bearbeitet.
Status von: 17.11.07 05:13
Vorgang: Transport zur Zustellbasis 

Scheinbar

[sup]*[/sup]

wird hier noch die etwas veraltete IPoAC-Technologie angewandt, die Updatezyklen sind anderenfalls nur schwer erklärlich.
Update, 2007-11-17 11:07: Alles wird gut!

Status: Die Sendung wurde in der Zustellbasis bearbeitet.
Status von: 17.11.07 07:23
Vorgang: Transport zum Empfänger 

Ich liebe das Sendungstracking ;)
Update, 2007-11-17 15:45: Ende mit Schrecken?

Status: Die Sendung wurde in der Zustellbasis bearbeitet.
Status von: 17.11.07 07:23
Vorgang: Transport zum Empfänger

Streikt die Post DHL jetzt etwa auch? Kein klingeln an der Tür, kein Benachrichtigungszettel im oder am Briefkasten — und auch kein Päckchen vor der Tür, im Hausflur oder auf der Terasse (alles schon dagewesen). I’m not amused! Da hätte ich ja doch UPS nehmen können, denn dort hätte ich das Päckchen wenigstens noch aus Herford vor Toreschluß holen können, falls mit der Fahrer verpaßt hätte :(

Fremd gefüttert?

Beim durchgehen meines Google-Readers stolperte ich grade über die Artikel, die angeblich in einem Blog geschrieben wurden. Jenes Blog ist nämlich eigentlich eher tot — und deutschsprachig.
Bewegung der Maus über die Links ergab dann auch, daß die Artikel aus verschiedenen Blogs stammen — wie kann das sein? Die URL habe ich seinerzeit per Klick auf das Feed-Icon im Firefox übernommen, und tendentiell sieht sie auch richtig aus:

http://www.blog.de/srv/xml/xmlfeed.php?blog=362058&mode=rss2.0

Allerdings ergibt ein Aufruf direkt:

wusel@blogdoch:~ $ telnet www.blog.de 80
Trying 217.11.61.196...
Connected to www.blog.de (217.11.61.196).
Escape character is '^]'.
GET http://www.blog.de/srv/xml/xmlfeed.php?blog=362058&mode=rss2.0 HTTP/1.0
HTTP/1.1 200 OK
Date: Fri, 16 Nov 2007 19:45:05 GMT
Server: Apache
X-Powered-By: PHP/5.2.0-8+etch3
Set-Cookie: blog_challenge=1c465aef92f11e9c3fa9d39b54e78e41; expires=Mon, 13-Nov-2017 19:45:05 GMT; path=/; domain=blog.de
Set-Cookie: sid=55225b5652057f9c08f3b935e7580138; expires=Mon, 13-Nov-2017 19:45:05 GMT; path=/; domain=blog.de
Content-Length: 35
Connection: close
Content-Type: text/html
Angefordertes Blog existiert nicht!Connection closed by foreign host.

Hmm … Die Artikel sind aber noch erreichbar. Was geht hier ab? experience-web20 liefert nur noch »Diese Seite existiert nicht.«, tobias-oliver gibt als Feed-URL »…xmlfeed.php?blog=249339&…« an. Schräg. Und die spannendste Frage ist für mich eigentlich, wer da die Feed zusammengemixt hat? Bug bei blog.de oder doch eher bei Google? Na, ich laß’ es mal drin, vielleicht kommt ja noch ein Feed mit den Lottozahlen von morgen ;)

Wahrnehmungsschwierigkeiten

Ich bin doch immer wieder erstaunt, wie stark die eigene Wahrnehmung getrübt wird durch ideologische Vorurteile oder simple, aber stark ausgeprägte, Euphorie. Aktuelles Beispiel:

Mittwoch, 14. November 2007
Is there still anybody out there, who believes that Solaris x86 doesn´t matter? As Between the linereports:

[Dell & Schwartz verkünden Solaris 10 vorinstalliert auf Dell Servern]

 
IBM and Dell on our side, HP … do you really be the only one not to support Solaris x86?

 
So sieht das ein Sun-Angestellter in seinem Blog über sein »life at Sun with Sun«. Die HP-Website hingegen informiert über ein Engagement der HP seit 1996 hinsichtlich Solaris x86:

Since 1996, HP has supported and certified ProLiant servers on Sun’s Solaris™ x86 server operating system. During that period HP has developed a close engineering relationship with Sun; receiving and testing weekly builds of future Solaris x86 operating system releases.
Working closely with Sun, HP has brought market leadership, industry standard innovation, and greater manageability to customers running Solaris on ProLiant. You can be confident that HP will provide the greatest flexibility and choice of lower cost, higher performing industry standard ProLiant servers certified and supported on Sun’s Solaris x86 operating system.

 
Manchmal wäre es schon sinnvoll, die rosarote Brille abzusetzen und zu gucken, wie’s da draußen wirklich aussieht. Statt fragwürdige Andeutungen zu machen, wie wär’s mal mit Zahlen? Zahlen, die die Relevanz von Solaris x86 im Markt darlegen? Und bitte nicht reine Verkaufszahlen, denn wie schon an anderer Stelle mal angemerkt wurde: nicht jedes pre-installed OS ist auch das später auf dem Blech genutzte …

Xen, Xen und nochmals xVM, äh, Xen

Wer sich schön länger eher praktisch denn theoretisch

[sup]1[/sup]

mit Virtualisierung beschäftigt, dem mag, wie mir, es aktuell etwas spanisch vorkommen, was sich da so am Markt tut.
VMware kann man mittlerweile wohl ungestraft als alten Hasen im dem Geschäft bezeichnen — und es handelt sich dabei, zumindest aus meiner Perspektive, um eine überraschend erfreulich stabile Lösung. Eine Lösung, die Dank kostenlosem »Player« einer großen potentiellen Anwenderschar geöffnet wurde – und auch im OSS-Umfeld Zuspruch findet.
Nach einem eher gemächlichen Start – lt. Wikipedia gab’s die erste Xen-Release in 2003 – hat sich nun Xen zum neuen, hippen Virtualisierer gemausert, tatkräftig unterstützt durch die neuen Fähigkeiten in den aktuellen AMD- und Intel-Prozessoren. Denn während man z. B. Windows seit der ersten Version der VMware Workstation ohne Änderungen an Windows selbst auf Pentium & Co. benutzten konnte, klappt derlei mit Xen nach wie vor erst auf Virtualisierung unterstützenden CPUs (Stichworte: Vanderpool, Pacifica).
Wie dem auch sei: aktuelle Distributionen unterstützen Xen zunehmend von Haus aus, mit Red Hat Enterprise Linux 5 pusht Red Hat Xen in meinen Augen sogar ziemlich aggressiv.
Und mittlerweile scheint auch Sun auf den Zug aufmerksam geworden und aufgesprungen zu sein:

Auf der Oracle OpenWorld hat Sun seine Virtualisierungsplattform xVM vorgestellt. Die setzt im Kern, wie schon früher angekündigt, auf das Open-Source-Projekt Xen und wird anfangs aus Server-Software sowie einer Verwaltungsanwendung bestehen. […] Suns Virtualisierungsangebot wird zum einen aus dem xVM-Server bestehen, dem eigentlichen Hypervisor, der ohne gesondertes Wirtsbetriebssystem direkt auf der Hardware läuft. Der Hypervisor wird auf x86- sowie auf SPARC-Systemen laufen – der andere Name wurde, so Sun in der Vergangenheit, hauptsächlich aus markenrechtlichen Gründen gewählt.

 
Big Deal? Naja. Um auf x86ern zu virtualisieren, mußte niemand auf Sun warten – genausowenig wie bei x86-Servern, auch wenn Sun diese gerne verkaufen möchte, anders als z. B. HP hier aber eine echte Produktstrategie, die sich am Unternehmenseinsatz orientiert, vielleicht noch vermissen läßt.

[sup]2[/sup]

Wünschenswert wäre natürlich eine einheitliche Lösung oder zumindest administrative Oberfläche über Systemgrenzen (x86 vs. Sparc) hinweg; mit »logical domains« bietet Sun auf der Niagara-Architektur wohl etwas mit Xen vergleichbares unter Solaris 10 an (mangels ‘ner T1- oder T2-Kiste im Zugriff fehlen mir da eigene Erfahrungen mit). Lt. einem Blogeintrag von David Miller kann man in einer Niagara-LDom mittlerweile einen (modifizierten Ubuntu-) Linux-Gast starten …
Bin jedenfalls gespannt, wo das noch hinführt; mangels VT-Erweiterungen steht mir für Virtualisierungen auf x86 nach wie vor eigentlich nur VMware zur Verfügung (ok, nur für Linux als Gast gäbe es da noch mehr) — kommt Zeit, muß ich mir mal Red Hats Xen-Geschichte angucken, grade für Entwicklungsumgebungen halte ich Servervirtualisierung für eine sehr gute Idee.
____

[sup]1[/sup] Ich nutze seit ca. 2000 VMware auf Linux-Rechnern als Mittel zum Zweck, d. h. Zugriff auf die im realen Berufsleben unverzichtbaren MS-only Programme. Am Office-Crap kommt man meines Erachtens in der geschäftlichen Korrespondenz nicht vorbei. Open Office konvertiert auch 2007 noch nicht 1:1; frühere Lösungen, deren Namen mir nicht mal mehr einfallen – es gab um 1998 herum eine Suite, die Unternehmen mindestens unter Solaris als unternehmensweite Alternative zu MS-Office angepriesen wurde, erinnert sich noch jemand? –, litten unter vergleichbaren Problemen. Und selbst wenn ich ein .doc eines geschäftspartners lesen kann — welche Eindruck macht es, wenn mein mit Drittprogrammen erstelltes .doc, z. B. ein Angebot, beim Empfänger wegen anderer Interpretation der Formatanweisungen aussieht wie Kraut und Rüben? Aber das ist schon wieder ein anderes Thema ;)
[sup]2[/sup] Sun gibt für mich insbesondere im Bezug auf das Remotemanagement ein ähnlich trauriges Bild ab wie z. B. FSC. Wenngleich auch HP leider beim Wechsel von iLO auf iLO2 der Versuchung, nützliche, wenn nicht elementare, Features einfach mal zu streichen (Good-bye, REMCONS) unterlegen ist: über einen sehr weiten Bereich setzt HP eine von Features und Handling nahezu identische, über die Jahre (remember RIL-OE? ;)) stringent weiterentwickelte, LOM-Plattform ein. Sehr angenehm, wenn man Serverzahlen im vierstelligen Bereich zu beackern hat und sich nicht für jedes neue Modell neue, super-kryptische Kommandos merken muß — und da Zeit == Geld, ist dies ein klarer Wettbewerbsvorteil. Für HP …

Vorfreude

Um uns glückliche Gewinner schon mal auf die neuen Möglichkeiten einzustimmen als auch andere anzufixen über die N810-Möglichkeiten zu informieren, hat cos (Blog in preparation ;)) heute sein N770 – Vorvorläufer des N810 – nochmals vorgeführt. Und weil es sich grade anbot, surfte er mal eben zu Nokia, ob das N810 nicht vielleicht doch schon im Shop zu haben sei (war es nicht).
Das Foto zeigt die Nokia-Seite, geknipst mit eben dem N95, welches als UMTS-Modem via Bluetooth das N770 mit dem Internet verband; ist das eine Rekursion? ;)

Zeichen der Zeit?

Lange Zeit stand der Linux-Nutzer ja doch bei Peripheriegeräten im Regen … Nun, dies zumindest scheint mehr und mehr zur Ausnahme zu werden; Konica-Minolta z. B. bietet die Treiber selbst direkt zum Download an.
Und auch HP unterstützt die Treiberentwicklung für Linux, sogar in Richtung der vollständigen Unterstüzung der All-in-one-Geräte (ein HP OfficeJet der 5600er Serie war übrigens per xsane für das Scannen zuständig).
Selbst meinen Canon, den ich initial einzig zum CDs bedrucken (von Windows aus) anschaffte, kann ich schon heute ausreichend für bestimmte Drucke von Linux aus ansteuern; sollte tatsächlich ein Sinneswandel, endlich, stattfinden?

Multics und die alten Säcke

Bull gibt die Multics-Quellen frei. »Multics?« mag der geneigte Leser fragen, vielleicht sogar »ist das eine neue Linux-Distribution?«
Nein. Nicht mal nicht ganz, eher mehr so in Richtung Genesis: zwei, drei dicke Wälzer später könnte man von Minix zu reden beginnen …
Also, Multics ist ein OS. Und für mich integraler Teil der Legenden um die Unix-Entstehung; was ich dann bis gestern allerdings nicht wußte ist, daß Multics nicht nur in den späten 60ern kurz existierte sondern auch nicht nur damals nicht beerdigt wurde sondern noch bis ins aktuelle Jahrtausend in Benutzung war.
Irgendwie merkt man daran dann doch, daß die erste Mondlandung und damit das eigene Geburtsjahr lange, lange her sind. Kurzweilige Infos rund um Multics, inklusiver einiger Richtigstellungen von Legenden, finden sich bei multicians.org.