»Dies kann einige Sekunden dauern«

Also, dieses X301T-Teil, das ist schon ein bißchen von einer anderen Welt. Der Startbildschirm erzählt was von »einigen Sekunden«, vergißt dabei aber offensichtlich, daß es einige hundert Sekunden sind, die man hier zu veranschlagen hat.
Ich habe spaßeshalber mal mitgeschnitten, wann die Kiste was auf dem Netz macht nach dem Einschalten:

03:22:55.102623 arp who-has 192.168.5.66 tell 192.168.5.254
03:22:56.000559 IP 192.251.226.48.bootps > 192.168.5.66.bootpc: BOOTP/DHCP, Reply, length: 300
03:22:56.088908 IP 192.251.226.48.bootps > 192.168.5.66.bootpc: BOOTP/DHCP, Reply, length: 300
03:22:56.102400 arp who-has 192.168.5.66 tell 192.168.5.254
03:22:56.121516 arp who-has 192.168.5.66 tell 192.168.5.66
03:22:56.121549 IP 192.168.5.254 > 192.168.5.66: icmp 28: echo request seq 0
03:22:56.121608 arp reply 192.168.5.66 is-at 00:00:ff:ff:00:00
03:22:56.151787 IP 192.168.5.66 > 192.168.5.254: icmp 28: echo reply seq 0
03:22:57.111430 arp who-has 192.168.5.66 tell 192.168.5.66
03:22:58.101523 arp who-has 192.168.5.66 tell 192.168.5.66
03:25:17.337412 IP 192.168.5.66.1028 > 192.168.5.254.domain: 2+ A? discovery.iptv.t-online.de. (44)
03:25:17.339121 arp who-has 192.168.5.66 tell 192.168.5.254
03:25:17.367897 arp reply 192.168.5.66 is-at 00:00:ff:ff:00:00
03:25:17.367928 IP 192.168.5.254.domain > 192.168.5.66.1028: 2 2/4/0[|domain]
03:25:17.518133 IP 192.168.5.66.1029 > 217.6.167.184.tftp: 83 RRQ "bootstrap" octet blksize 1428 timeout 5 guid cef1c995
03:25:17.518224 IP 192.168.5.66.1029 > 217.6.167.184.tftp: 83 RRQ "bootstrap" octet blksize 1428 timeout 5 guid cef1c995
03:25:17.596711 arp who-has 192.168.5.66 tell 192.168.5.253
03:25:17.697819 IP 192.168.5.66.1029 > 217.6.167.184.tftp: 4 ACK block 0
03:25:17.697883 IP 192.168.5.254 > 192.168.5.66: icmp 40: redirect 217.6.167.184 to host 192.251.226.41
03:25:17.697893 IP 192.168.5.66.1029 > 217.6.167.184.tftp: 4 ACK block 0
[...]

Wieviele Sekunden sind 2 Minuten und 19 Sekunden?

VDSL2-Frühstart mit angezogener Handbremse

Rot. Das wäre wohl meine Farbe des Tages gewesen, hätte nicht die automatische Umschaltung auf die asynchron geshapte SDSL-Leitung funktioniert (olsrd++)) — denn bei der Deutschen Telekom war heute schon der 09.11.07 und so schaltete sie gegen 16 Uhr ADSL2+ ab und VDSL2 auf.
Zwar mit telefonischer Ansage (sinngemäß »für Ihre Umschaltung muß ich die Leitung mal für 10 Minuten abschalten«) und Rückmeldung über die erfolgte Umschaltung — aber natürlich hingen weder VDSL-Splitter noch VDSL-Modem im Keller und natürlich war der Router auch noch nicht auf die VLAN-Sperenzchen von T-VDSL eingestellt … Aber gut, statt 1000 nur 300 kBit/sec Upstream, so dauerte mal alles etwas langsamer — für die Sache!
Dank der hervorragenden Tipps von Claus Malter war der Austausch des als reines Modem betriebenen Speedports W500V gegen das Speedport 300HS ein Kinderspiel. Erste Amtshandlung war – natürlich – die Aktivierung des Web- und Telnet-Zuganges zum 300HS. Mit einem Upstream von 2740 kbps und Downstream von 25088 kbps muß ich mich wohl ersteinmal bescheiden; lt. Modem sind Downstream bis zu rd. 36 MBit/sec drin:

/ # /ifx/vdsl2/dsl_pipe g997lsg 0 1
nReturn=0 nLine=0 nDirection=1 LATN[0]=212 LATN[1]=574 LATN[2]=712 LATN[3]=-32768 LATN[4]=-32768 SATN[0]=212 SATN[1]=568 SATN[2]=712 SATN[3]=-32768 SATN[4]=-32768 SNR[0]=77 SNR[1]=80 SNR[2]=0 SNR[3]=-32768 SNR[4]=-32768 ATTNDR=36284000 ACTPS=0 ACTATP=77

Voller Speed zu mir, leider nur etwas mehr als die Hälfte des möglichen Upstreams; nicht ganz, was ich mir, ca. 900m von der Vermittlungsstelle entfernt, erhofft hatte — aber, hey, immerhin gut doppelter Upstream gegenüber vormals DSL-16000, insofern schon mal ok. Reicht zwar leider noch nicht ganz für meine DVB-over-DSL-Sachen, aber mal schauen, vielleicht kann ich ja noch ein paar hundert kBit/sec durch Optimierung der Kabelführung rauszaubern …
BTW, Tipp am Rande: bekanntlich läuft der Datenverkehr mit T-Com ja im VLAN 7 auf dem Interface des Speedport 300HS. Der Speedport selber ist derweil auf dem Ethernet ohne VLAN-Tagging erreichbar: Nach »vconfig add ethX 7« ist also auf ethX.7 die PPPoE-Session aufbaubar, auf ethX kann man die 192.168.1.1 konfigurieren, um – nach der Vorbereitung, s. o. – den 300HS unter der 192.168.1.99 zu erreichen. Mittels »/sbin/iptables -t nat -I POSTROUTING -d 192.168.1.99 -j SNAT –to 192.168.1.1« hab’ ich ihn dann noch aus dem (anders numerierten) LAN generell erreichbar gemacht — sollte man sich allerdings gut überlegen, da der 300HS beim telnet-Zugang nicht mal nach ‘nem Passwort fragt …

Vaporware

Die gute Nachricht: mein VDSL-Equipment kam heute, VDSL-Splitter, -Modem, WLAN-Router und der Mediareceiver für T-Home Entertain – mit 2 eingebauten DVB-T-Receivern. Und wie Heise schon vor geraumer Zeit berichtete, ist wird »Microsoft Mediaroom« das Beste IPTV-System sein seit der Erfindung von geschnitten Brot, und die beiden brachliegenden DVB-T-Receiver wird das Update auch endlich aktivieren …
Ah, halt, da war doch was? Ach ja, richtig: mindestens die Aktivierung der DVB-T-Receiver ist gestrichen; zählt man zwei (»T-Online erklärte gegenüber heise online, dass der aktuelle Media Receiver (T-Home X 300T) die neue Software voll unterstützt. Microsofts Mediaroom wird auch die DVB-T-Fähigkeiten des Geräts aktivieren.«) und zwei (»Es ist nicht geplant, die DVB-T-Tuner in den Media Receivern X300 T und X301 T zu aktivieren.«) zusammen, würde es mich nicht wundern, wenn schon bald »Mediaroom« auf die Vaporware-Liste käme.

Kommentar 2.0

Whow. Jetzt bin ich schon ein bißchen überrascht ob der Aufmerksamkeit, die dieses, meines Erachtens eher banale, Thema zu bekommen scheint. Eigentlich wollte ich jetzt mich mit Jörgs »Text« auseinander setzen, leider bringt c0t0d0s0.eu als auch .org zur Stunde nur »500 – Internal Server Error« zustande — ich hoffe mal, es tut später am Sonntag/Montag wieder.
Um vielleicht eine Sache klarzustellen: aus dem Alter »mein OS ist viiiiel cooler als Dein OS« bin ich so drei, vier Tage raus. Ob sich jemand nun mit OSX, Linux, (Open)Solaris oder XP/Vista auf dem Rechner den Tag versaut, wegen persönlicher Präferenzen oder Sachzwängen: mich egal.
Ich bleibe aber dabei, daß ich einen – wie es sich aus dem Golem-Artikel herauslesen läßt – »Linux-Killer« für vertane Liebesmüh halte und stattdessen Sun aus meiner Sicht ihre Resourcen an anderer Stelle (Java) besser einsetzen könnte. Nexenta (Links in diesem Artikel) habe ich mir seinerzeit installiert, weil ich einen Solaris-Kernel mit GNU-Userland für eine interessante Variante halte; das Solaris-Herzstück sind aus meiner Sicht der Kernel und Treiber drumherum, wenn man das jetzt kombinieren könnte, warum nicht? (Hmm, der Telnet-Bug in Solaris 10 trifft Nexenta mangels Solaris-Userland nicht, oder?)
Also: ich will niemandem sein Förmchen wegnehmen, wer unbedingt OpenSolaris laufen lassen möchte, bitte, ich halte niemanden auf. Ich präferiere auf meinem Hardwarezoo (m68k, AXP, UltraSparc, x86, MIPS) Linux, weil es in dem Kontext die notwendige Gehirnakrobatik reduziert und nicht, weil ich Linuxjünger per se wäre; gelegentlich manifestiert sich auch schon mal ein (Net)BSD auf meinen Platten ;)

VDSL kommt!

Krass, das. Die Bestellung im T-Punkt scheint es tatsächlich durch die T-Systeme geschafft zu haben, wenn die abgebildete Springflut an Korrespondenz ein Indikator sein sollte — was ich natürlich hoffe. Und mittlerweile weiß ich auch: alleine mit den Problemen bei der VDSL- bzw. T-Home Entertain-Bestellung bin ich nicht.
Unter anderem findet sich eine schriftliche Auftragsbestätigung für die Hardware für T-Home Entertain einerseits sowie den Wechsel von T-DSL zu VDSL (man notiere das fehlende »T-« ;)) bei den zugesandten Unterlagen. Darin wird der 9. November 2007 als Termin einerseits für die Schaltung von VDSL und andererseits für den Wegfall von Call & Surf samt T-DSL sowie den Zugang von VDSL genannt. Mal gucken, ob die Hardware rechtzeitig eintrudelt … Kann man eigentlich Telekom-ADSL2+ auch mit dem VDSL-Splitter machen? Oder muß ich am Morgen des 9. das T-DSL-Geraffel durch VDSL-Equipment tauschen und dann einfach hoffen?
Nett ist auch der Tippfehler in der »Vertraulichen Mitteilung« der PIN für das IPTV-Zeuch — kann es sein, daß hier doch noch eine sehr heiße Nadel am Werk ist?

T-Home Entertain: Straßenfeger oder doch Ladenhüter?

Ich geb’s ja zu: ich verstehe Konzerne nicht. Die Deutsche Telekom schob rund 120 Millionen Euro über den Verhandlungstisch zur DFL, um drei Jahre lang die Fußball-Bundesliga per IPTV vermarkten zu dürfen.
Heute, über ein Jahr nach dem offiziellen Start von VDSL, bringt sotel die Meldung, daß die initial auf 20.000 Kunden beschränkte Bundesliga-für-lau-Aktion nochmals verlängert wurde:

Entertain: Bundesliga Saison 2007/2008 für 0 € verlängert
Aktion verlängert bis 19.11.2007
Das Highlight für Fußball-Fans: Die ersten 20.000 Entertain Comfort / Comfort Plus Kunden bekommen eine Wohnzimmer-Dauerkarte für alle Spiele der Saison 2007/2008! Das bedeutet: Alle Entertain Comfort / Comfort Plus Kunden, die im Aktionszeitraum vom 6. August bis einschließlich 19. November die Zubuchoption „Bundesliga auf Premiere powered by T-Home Aktionsangebot“ buchen, erhalten die Bundesliga für die gesamte Saison 2007/2008 kostenlos.

 
Nun widerspricht sich dieser Eintrag durchaus selbst – was ist mit der Begrenzung auf die ersten 20.000 Kunden, ist diese Zahl bis zum Stichtag technisch gar nicht mehr möglich, oder erklärt die Telekom kurzerhand alle Bucher zu Gewinnern dieser Lotterie, indem gar keine Zählung stattfindet? –; aber er deckt sich mit den Aussagen meines Entertain(er)s, daß es eine Aktion gäbe, daß die Bundesligaoption ein Jahr kostenlos wäre.
Bleibt für mich, den Fußballenthusiasten schlechthin, nur die Hoffnung, daß mein Entertain(er) auch das richtige Angebot selektiert hat, obwohl da 9,99 €/Monat auf der Bestätigung steht … (Und natürlich die stete Angst, daß Nachbarn spitz bekommen könnten, daß hier die Bundesliga verfügbar ist und über Selbsteinladung ich zum Schauen genötigt werden könnte ;)) Da fällt mir ein, ich muß mich noch um das Hacking der X301T kümmern …
Aber zum Thema: was ich nicht verstehe ist, warum die Telekom rd. 40 Millionen je Spielzeit angeblich ausgegeben hat, um die Bundesliga per IPTV verbreiten zu dürfen (nicht exklusiv obendrein; Arena darf Berichten nach ebenfalls auch über IP »senden«), wenn man dieses vermeintliche Pfund später auf diese Art und Weise verschenkt?
Für mich bedeutet dies, daß bislang die Akzeptanz nicht in dem Maße da war, einerseits für Bundesliga über IPTV und andererseits für die »Entertain«-Pakete. Beides kann ich nachvollziehen, denn nicht jeder konnte sein Wohnzimmer schon im Rohbau mit Leerrohren und Cat. 5-Dosen ausrüsten, sodaß ein IP-Zugang am Fernseher ohne wilde Verkabelung vom Hausflur aus möglich ist.
Der STB-Vorläufer aus T-Vision-Zeiten, die S100, hatte immerhin noch 802.11g-Funktechnik an Board, für die damals max. 6 Mbit/sec (oder war schon 16 MBit/sec verfügbar?) war das weitgehend ausreichend und durch die Paketierung mit einem Speedport W50xV war die Zuspielung der TV-Inhalte per WLAN zumindest theoretisch möglich. Die X30xT-Geräte haben IIRC kein WLAN an Board, sind also immer per Kabel anzuschließen — und welche vor 1999 gebaute Wohnung hat einen Netzwerkanschluß neben der Antennendose?
Ich denke ja auch weiterhin, daß IPTV im Broadcast-Bereich, also als Alternative zu Kabel, Sat oder Antenne, es in Deutschland auf absehbare Zeit schwer haben wird; wer schon Sat oder Kabel hat, braucht eigentlich kein (A|V)DSL für’s Fernsehen … Mit intelligenten Angeboten hingegen, Zugriff auf ein TV-Archiv als Alternative zum heimischen VHS-/DVD-Recorder, konkurrenzfähigem Pricing bei VoD (Video on Demand; »Konkurrenz« seien hier die Videotheken und deren Filmpreise) hingegen böte IPTV einen echten Mehrwert. Insofern bin ich doch schon ein bißchen gespannt auf »mein« T-Home Entertain …

Gummipunkte

Es gibt Tage, da wünschte ich mir ganz viel von dem Kraut, was andere vor dem Texten geraucht haben müssten — heute ist so ein Tag und Golems Lobhudelei auf OpenSolaris, konkret »Project Indiana«, ist so ein Artikel.

[Dank] Gnome-Desktop und die gut integrierten GNU-Programme können Linux-Nutzer so weiterarbeiten, wie sie es gewohnt sind. Obendrauf bekommen sie dann noch Solaris-Techniken wie das Dateisystem ZFS, die Virtualisierungstechnik Zones und das dynamische Tracing-Framework DTrace.

 
Hmm, wozu brauche ich Zones, wenn ich mit UML (Usermode-Linux) weitgehend unabhängige Linux-Kernels auf einem Linux fahren kann, mit Xen mit und ohne Hardwareunterstützung weitgehend autarke virtuelle Maschinen bilden oder mit vserver bzw. OpenVZ auf dem Hostkernel basierende Linux-Instanzen laufen lassen, die Solaris-Zonen nicht unähnlich sind? Vom meinem Standpunkt hinsichtlich der Wartbarkeit aus gesehen, brauchen alle vorgenannten Methoden, Solaris’ Zonen eingeschlossen, noch einige Mannjahre, bis sie ein Managementframework bieten, wie man es bei VMware heute kaufen kann. But, as always: your mileage may vary.

Überdies wird der Caiman-Installer die Installation langfristig so einfach machen, wie dies von Linux-Varianten wie Ubuntu bekannt ist. Hier fehlt derzeit die Möglichkeit, selbst zu partitionieren, um auf einem System ohne vorhandene Solaris-Partitionen nicht die gesamte Festplatte opfern zu müssen.

 
Wirklich, diese Glaskugel hätte ich gerne — wobei ich nur die Lottozahlen von morgen mir holen würde. Der »Caiman-Installer wird« also die Installation »langfristig« so einfach machen, wie sie es bei nahezu jeder Linux-Distribution schon heute ist? Hamma! Leider hat der Autor nicht näher spezifiziert, in welchem Jahr der Zukunft er dieses beobachten konnte; dem Leser bleibt nur zu raten, daß, weil »langfristig«, weniger in Monaten denn in Jahren gezählt werden darf.
Abgesehen davon, daß es das zumindest näherungsweise schon gibt – nennt sich Nexenta (»NexentaOS is a complete GNU-based open source operating system built on top of the OpenSolaris kernel and runtime.«); ich muß allerdings gestehen, daß ich nicht mehr weiß, ob ich die Platte partionieren konnte, was in der VMware-Instanz aber auch ohne Bedeutung war –, warum läßt Sun nicht sein angejahrtes OS so friedlich dahinscheiden wie die ebenso angejahrte Sparc-Architektur, die, wie vorher schon MIPS, vielleicht im Embedded-Umfeld noch eine Zukunft hat?
Statt sich mit Solaris aufzuhalten, könnte Sun sich lieber der Erfüllung des, bis heute meines Erachtens leeren, Versprechens »write once, run anywhere« für Java widmen; stattdessen stürmen die Versionsnummern von Java nun auch schnellen Schrittes auf die 10 (oder X?) zu, mit mehr und mehr als Kollateralschäden auf der Strecke bleibenden Java-Anwendungen. (Jene mögen bescheiden gecodet sein, ok. Aber in der User-Experience scheint es mir im Jahr 2007 wahrscheinlicher, daß eine Flash-Anwendung auf einem Linux daß tut, was der Programmierer mal intendierte, als daß ich dies für eine Java-Anwendung auch nur zu hoffen wagen würde.)

Technisch könnte Suns Vorhaben gelingen und zudem durch Vorteile von Solaris wie die Abwärtskompatibilität sowie die lange Unterstützung durch Sun punkten – genügend Treiber für aktuelle x86-Hardware vorausgesetzt.

 
Treiber sind das eine — verläßliche Produktpolitik ist das andere. Und letzteres kann man Sun weder bei Solaris x86 noch bei Suns Linux vorwerfen. Berechenbarkeit ist mit dieser Historie ebenfalls kein Pfund, mit dem Sun für Solaris x86 wuchern könnte.
Solaris x86 ist, und da beißt die Maus keinen Faden ab, ein anderes Betriebssystem als Solaris/SPARC. Wahrscheinlich ist es das zukünftige Betriebssystem der Server von Sun — außer einer gewissen Solidität vermag ich nicht mehr viel Vorzüge an den sparcbasierten Angeboten Suns zu finden, als hochperformanter Datenbankserver im Web2.0-Umfeld jedenfalls eignen sich 1,x GHz-Sparc-Dickschiffe nicht so sehr wie kleine rote Flitzer mit Dual- oder QuadCores aus Intel- oder AMD-Schmiede; Single-Thread-Performance darf man heute auch nicht vernachlässigen, genauso wie die Auswirkung fehlender FPUs …
Inwiefern greift dann aber das angeführte Argument der »Vorteile von Solaris wie die Abwärtskompatibilität sowie die lange Unterstützung durch Sun«?
Welche 1999 geschriebene kommerzielle Solaris-x86-Anwendung muß man heute auf Solaris 10 x86 umziehen, damit dies Argument greift?
Wie sieht es mit der Unterstützung von Hardware aus, die seinerzeit mit Solaris 8 x86 installiert wurde — liefert Sun hier Treiber für jede damals unterstützte Hardware auch bei Solaris 10 x86 mit?

Damit das gelingen kann, muss Sun aber noch eine andere Aufgabe erfüllen, die auf Ian Murdocks Plan steht: Es muss eine Community rund um OpenSolaris entstehen, so wie es sie bei Debian, Fedora oder Ubuntu gibt.

 
Und xas wird Sun nur schwerlich erreichen, allem Schönblogging zum Trotze; schon deshalb nicht, weil Sun eben nicht in der gleichen Liga und gleicher Intention spielt:

Für die Vorschau verwendet Sun die nicht freie OpenSolaris Binary License.

 
Es wird Anhänger geben, Protagonisten; ob sich eine Community bilden wird, die signifikant die Entwicklungsleistung übernehmen kann – sofern Sun dies überhaupt zuliesse, was nicht ersichtlich ist –, ist aus meiner Sicht mehr als fraglich. Für Geeks ist und bleibt es eine weitere Option — oder, wie es Steven J. Vaughan-Nichols in eweek schrieb: »I don’t get it. I mean, yes, I like [Solaris x86]. But then, I also like BeOS, OS/2 and CP/M-80. What can I say? Some people collect baseball cards, I collect operating systems.«

Ja, genau …

Nee, Jungs, iss klar. Für ein Produkt, welches ich für 1,99 EUR gekauft habe (zzgl. 9,39 Versandkosten aus Hongkong), soll ich nun nochmals 2x Porto zahlen, weil Ihr das falsche Gerät zu mir geschickt habt? Ich glaube, es hackt …
Aber der Reihe nach: am 27.09.2007 ersteigerte ich für 1,99 eine »4 Mio Pixel 6 LEDs PC Kamera/Webcam/Web Cam + Mikrofon«, mit »Anschluss: USB 2.0, CMOs Chip Typ: color CMOs image sensor, Standbildauflösung: 1280 x 960, 1024 x 768, 800 x 600 Pixel, Videoauflösung: 1280 x 960, 640 x 480 Pixel«
Nach der Ankunft des Schätzchens am 31.10.07 mußte ich leider feststellen, daß der Anschluß USB 1.1 ist und mehr als 640×480 der Sensor nicht hergibt.
Also flugs reklamiert:

Hallo,
die Cam ist heute angekommen. Es ist aber nur eine USB 1.1-Cam mit einer Auflösung von 640×480. Gekauft habe ich aber eine Cam mit “Anschluss: USB 2.0, Standbildauflösung: 1280 x 960, 1024 x 768, 800 x 600 Pixel, Videoauflösung: 1280 x 960, 640 x 480 Pixel”.
Ich vermute Lieferung eines Typs wie in 140174026441 statt wie in 140162117259. Bitte teilen Sie mir mit, wie Sie sich die Lösung vorstellen.

 
Schnell kam sie, die Antwort — nicht zielführend, aber schnell:

Hallo,
Schicken Sie das Geraet ohne Zubehoer(um das wenigste Gewicht) BITTE per International Luft Brief uns zurueck, es kostet dann 2-4 Euro innerhalb 100g (von Deutschland nach weltweit, ist nicht teuerer als Versand innerhalb Deutschland.
Nach dem Eingang der Ware werden wir es sofort ueberpruefen. Wenn die zurueckgelieferte Ware in Ordnung ist, dann ziehen wir 10% Gebuehren ab und das Porto der Ruecksendung muessen Sie selbst tragen. Dann werden wir Ihnen das Geld zurueckschicken ( nur moeglich innerhalb 14 Tage nach dem Wareeingang) oder einen Ersatzteil schicken.
Bitte untere Formular ausfuellen, ausdrucken und uns mitschicken.

 
Klartext: Für einen lächerlich geringen Betrag bietet dieser eBay-Händler USB-Webcams mit gradezu phantastischen Auflösungen an — als auch, zum Startpreis auf gleichem Niveau, VGA-Cams.
Wird nun, entgegen anderslautender Bestellung als auch Rechnung, nun »aus Versehen« nur eine VGA- statt eines »bis zu x MBit«-Monsters, stellt man sich den Ablauf in Hongkong wie folgt vor: Empfänger zahlt 1-2x Cam-Neupreis für Reklamationsversand nach HK. Dort würde kostenpflichtig der Sachverhalt geprüft, um dann, wiederum zu Empfängers Portolasten, die richtige Cam zu schicken. Da das Porto nach Hongkong schon bei mind. 100% des Materialpreises liegt — wo liegt da der Sinn?
Einen Güteversuch werde ich noch starten, danach soll dann eBay sich um seinen PowerSeller kümmern.

Mogulus / Flash V9

top - 00:21:25 up 32 days, 2:57, 37 users, load average: 2.38, 2.33, 1.72 Tasks: 257 total, 3 running, 246 sleeping, 1 stopped, 7 zombie Cpu(s): 6.0%us, 6.5%sy, 69.2%ni, 17.9%id, 0.0%wa, 0.5%hi, 0.0%si, 0.0%st Mem: 774988k total, 737360k used, 37628k free, 3884k buffers Swap: 1052248k total, 1031836k used, 20412k free, 224168k cached PID USER PR NI VIRT RES SHR S %CPU %MEM TIME+ COMMAND 6712 wusel 23 8 643m 205m 22m R 73.0 27.2 324:33.71 firefox-bin 3097 root 15 0 1390m 113m 5992 R 6.5 15.0 483:04.04 Xorg 7401 wusel 15 0 2336 1036 744 R 1.0 0.1 9:21.89 top

Nicht schlecht, der Specht — immerhin ein AMD Athlon(tm) XP 3000+ (2,17 GHz), der sich da auf einem Fedora 7 am blogdoch.tv-Teststream abarbeitet.
Aber auch einen recht aktuellen Centrino-Duo-Rechner plättet Mogulus locker — im Beispiel links lief das »Sendestudio« von Mogulus und es wurde das Bild einer Kamera eingespielt.
Als Windows-Hasser aktiver Windows-Vermeider teste/nutze ich Mogulus natürlich unter Linux — Ubuntu 7.xx und Fedora 7, um genau zu sein. Und, was soll ich sagen, schon hier jagt einen Mogulus ins Bockshorn — indem Firefox 2.0.0.6 aus Ubuntu 7.10, latest and greatest!, als nicht supported auswiesen wird und einem geraten wird, Firefox 2 zu installieren … Aber in der Tat, es ist mir nicht gelungen, mit Firefox unter Linux

  • Das Senderlogo zu verändern (Flash sagt bestenfalls “almost there«)
  • eine Standbildseite hochzuladen
  • Filme von lokal hochzuladen (Flash killt Firefox verläßlich spätestens nach volständigem Upload der Datei)

Allerdings sind das alles keine Dinge, die man mit VMWare nicht lösen konnte ;)
Zwischenfazit zu Mogulus: ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, wer das nutzen wollen würde; technisch für einen Livebroadcast eine durchaus interessante Plattform, die aber, zumindest unter Linux, für jede Cam einen eigenen, einspielenden, Rechner verlangt. Extrem wünschenswert wäre – analog der schon jetzt einbindbaren Webcam – die Möglichkeit, einen normierten Livestream von Mogulus lesen zu lassen.