2007 ist kein Jahr für McLaren-Mercedes. Wirklich nicht. Erst fliegt ein bißchen »Spionage« auf, wobei anscheinend auch der Ex-Weltmeister Alonoso involviert war.
Dann rutscht der Newcomer Hamilton in der Boxeneinfahrt ins Kiesbett — anstatt im vorletzten Rennen den Titel zu holen.
Und als es drauf ankommt, im letzten Rennen mit zwei McLaren- Mercedes und einem Ferrari-Aspiranten auf den WM-Titel, ja, da reicht es für Hamilton nicht für den benötigten Platz 5 und auch das ehemalige Ass Alonso läßt dem ehemaligen McLaren-Mercedes-Fahrer Kiki Raikönen den Vortritt, sodaß Ferrari sich, wieder einmal, zum Fahrer- und Teamweltmeister gemacht sieht.
Aber kein Formel-1-Finale 2007 ohne sportgerichtliches Nachspiel, denn: Williams-Toyotas Nico Rosberg (4. Platz) und Kazuki Nakajima (10. Platz) sowie BMW-Saubers Robert Kubica (5. Platz) und Nick Heidfeld (6. Platz, ebenfalls noch vor Hamilton) wurden nicht disqualifiziert, obwohl die gemessene Sprittemperatur jeweils zwischen zwei und vier Grad Celsius unterhalb des erlaubten Grenzwertes gelegen hatte. Klar, dagegen muß man vorgehen, zumal wenn der eigene Pilot es grade mal so auf Rang 7 geschafft hat und durch Ahndung dieser gehäuften Regelverstöße durch Disqualifikation plötzlich Vierter und damit doch noch Fahrerweltmeister würde.
Gesagt. Getan. Und verzockt, schon wieder: »Die Richter waren nach der Anhörung der Meinung, dass das Team aber gar nicht zu einem Einspruch gegen die Entscheidung der Rennkommissare berechtigt war, weil es nicht an der vorherigen Untersuchung beteiligt war. Die McLaren-Gegner hatten am Donnerstag moniert, dass die Silberpfeile stattdessen gegen das Rennergebnis hätten protestieren müssen.«
»Nur einmal mit Profis arbeiten!« — ob Norbert Haug dieser Gedanke wohl 2007 mehr als einmal gekommen sein mag?
