Herzallerliebst.
Via IM-Hinweis auf einen Artikel erfahre ich heute, daß der Abmahnwahn nun auch die – in meinen Augen sinnvolle – Funktion, sich bei weiteren Kommentaren zu bestimmten Blogeinträgen per eMail benachrichtigen zu lassen, erreicht hat (Full Story).
Nun frage ich mich natürlich, ob meine ins SPHPBLOG gehäkelte Blogkommentarfreischaltungsfunktion denn rechtskonform ist; da ich weder Zeit noch Lust auf das Moderieren von Kommentaren habe, habe ich vor die Veröffentlichung eines hier hinterlassenen Kommentars den Aufruf eines Links gesetzt, welcher dynamisch generiert wird und an die beim Verfassen des Kommentars angegebene eMail-Adresse geschickt. Solange dieser Link nicht aufgerufen wurde, bleibt der fragliche Kommentar nur im Filesystem lesbar, nicht aber im Web.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage was – rechtlich – passiert, wenn ein Honk hergeht und zig Mal einen Kommentar absetzt, mit der Absenderadresse eines berühmt-berüchtigten Anwaltes zum Beispiel. Würde ich eine Opt-Out-Liste anbieten müssen, in der sich jemand in einem Opt-In-Verfahren gegen Mails von diesem System/dieser Domain verwahren kann?
Narf. Irgendwie war das vor 15 Jahren alles noch einfacher. Vielleicht hätte man die Massen nicht ins Netz der Netze lassen, geschweige denn holen, sollen?
Alles nur Gerede?
Was sind wir doch alle doof:
Wer hat denn den Leuten eingeredet, dass eine sechsmonatige Speicherung ihrer Kommunikationsdaten eine Bedrohung der Freiheit sei? Das waren gewisse Medien […]. Dabei ist es eine Frechheit, dass wir uns ausgerechnet von der politischen Linken vorhalten lassen müssen, unsere Sicherheitsorgane seien mit der Stasi vergleichbar.
Der amtierende Bundesinnenminister sieht in einem Interview keine Ansätze für eine Bedrohung der Freiheit dadurch, daß der Staat für jeden Bürger für die letzten sechs Monate lückenlos nachverfolgen kann, wer wann mit wem wie kommuniziert hat. Und ich glaube, er meint, Vertrauen einfordern zu können:
Wenn eine Polizeibehörde auf diese zugreifen möchte, muss das ein Richter genehmigen.
Klar. Die Daten sind sicher. Kommt keiner ran. Das ist wie bei der LKW-Maut:
Nach einem Bericht der Bild-Zeitung erwägt Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, über das Mautsystem Toll-Collect gewonnene Daten der Lkw-Fahrer im Wege einer Gesetzesänderung auch für Zwecke der inneren Sicherheit zu öffnen. Dagegen laufen die Datenschützer Sturm.
Bislang ist gesetzlich festgelegt, dass die Mautdaten nur für Abrechnungszwecke verwendet werden dürfen. Diese so genannte Zweckbindung will beispielsweise das “unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein” unbedingt beibehalten.
Die gute alte Salami-Taktik; erst einmal eine Datensammlung einführen, denn nur Daten, die man hat, kann man auch verarbeiten. Natürlich strengste Zweckbindung und höchste Hürden für den Zugriff versprechen. Dann fällt einem auf, daß da ja Gefahr droht. Abstrakt mag sie sein, nicht konkret gar, aber: Gefahr ist Gefahr, das Ziel erreicht, der Zugriff auf die Daten legitimiert. Wenn da das doofe Stimmvieh nicht wäre, aufgestachelt zur Unzeit fordert es jetzt auf einmal etwas, anstatt wie erwartet nur stumm seine Kreuzchen zu machen. Wenn, ja wenn es aufgerufen dazu würde. Aber zurück zum Interview in der taz:
Nein. Viele Polizeibeamte sagen etwa, dass sie auch ohne Vorratsdatenspeicherung erfolgreich ermitteln können. Sie hätten lieber noch ein paar mehr Beamte.
Klar. Aber ich kann doch trotzdem den Einsatz von Dienstfahrzeugen nicht verbieten und Beamte wieder auf Fußstreife schicken. Da muss nur ein Verbrecher mit einem schnellen Auto fahren und schon wären die Polizisten abgehängt.
Mit anderen Worten: ohne eine Horde wild umher rasender Bamter gibt es keine Sicherhet. (Aber auch dann keine 100%ige; aber lassen wir das einstweilen.)
FONIC und die Abrechnung …
Ich war etwas unerfreut, statt aus meiner Sicht versprochener 5 »Frei-Surfen-Tage« nur 1 auf dem Guthaben meiner FONIC-SIM vorzufinden; allerdings habe ich derzeit mehr als genug zu tun, als daß ich mich noch groß mit Discountern rumärgern wollen würde — ich bin ein Jünger des »you-get-what-you-pay-for«, und hinsichtlich der Kosten ist FONIC doch eines der günstigeren Angebote. Insofern gäbe ich mich auch nicht der Illusion hin, durch Briefe (kosten Porto), Anrufe (kosten ggf. ebenfalls; je hotter die Line, desto higher der Preis) oder eMails (lesen »die« doch eh’ nicht) diese 10 EUR doch noch zu bekommen; die Kosten-Nutzen-Abwägung stieg mit einer Division durch Null aus.
Aber – vielleicht – habe ich mich getäuscht, wie teltarif.de berichtet:
Kunden, die im September beim Anbieter Fonic das aus Surf-Stick und SIM-Karte bestehende Starter-Paket […] bestellt haben, sollten ihr Kundenkonto genau prüfen. Etlichen Kunden wurde zwar die während des Bestellprozesses obligatorische Erstaufladung durch den Kunden in Höhe von 10 Euro gutgeschrieben, nicht jedoch weitere 10 Euro als Gegenwert für versprochene freie Surftage.
Betroffen sind nach Fonic-Aussage Kunden, die das Paket im September bestellt, aber die SIM nicht mehr vor dem 1. Oktober aktiviert haben – beispielsweise, wenn Ende September bestellt wurde und das Paket erst im Oktober eintraf. Systemseitig sei in diesen Fällen das Surf-Guthaben nicht mehr gebucht worden.
Notiz am Rande: ich werde wohl nie begreifen, wieso Mobilfunker sich selbst das Leben so schwer machen und derlei krude Regeln aufstellen. Wenn ich eine stoffliche Ware am letzten Tag des Monats um 23:59 online bestelle, ist es bis auf weiteres (sprich: ohne die Linearität der Zeit an sich anzutasten) unmöglich, diese stoffliche Ware binnen der nächsten Minute in den Händen zu halten — jegliche darauf abstellenden Bedingungen an die Gewährung von Rabatten sind aus meiner Sicht unlauter. Warum nicht einfach – wie in zahllosen anderen Branchen auch – einfach auf das Bestelldatum abstellen und fertig? Das dürfte auch komplizierte Behandlung in der IT bzw. der Abrechnungssoftware unnötig machen — von vergraulten Kunden ganz zu schweigen.
Fonic räumte im Gespräch mit teltarif.de das Problem ein und bittet die betroffenen Kunden, sich unter presse@fonic.de zu melden. Nach Prüfung würden die fehlenden 10 Euro dann unbürokratisch gutgeschrieben. Daneben werde aktuell auch seitens Fonic der Datenbestand geprüft, betroffene Kunden würden kontaktiert.
Gut, ich werde es ausprobieren; schaun’ ‘mer mal. (Fragt sich nur, wie ich das mitbekommen sollte; die FONIC-SIM steckt im FONIC-Stick, der gelegentlich im Linux-Net- oder Notebook. Muß ich wohl mich mal auf die Suche nach einem Programm zum auslesen von SMS machen …) Abrechnung scheint generell keine Stärke von FONIC zu sein, schon zur Einführung klappte die geplante Abrechnung nicht so recht und es gab 10% »IT-Rabatt« ;)
Vom »vergessenen« Begrüßungsgeschenk abgesehen, bin ich von FONIC bislang positiv überrascht; nach dem, was über den Mutterkonzern berichtet wurde, hätte ich weder die Guthaben-Rückzahloption, den ausbleibenden Guthabenverfall auch ohne Nachzahlung noch die Auslieferung von Geräten ohne zumindest Net-Lock erwartet …
Ubuntu 8.10
Liegt es eigentlich an mir? Die (vor-) letzte LTS-Version von Ubuntu lieferte nicht das, was ich (auf einem Server installiert) mir erhoffte, ich bin dann für Server auf Debian Etch (damals noch »Testing«, IIRC) geschwenkt. Auf Desktops und Notebooks nutze ich allerdings Ubuntu, und dort konnte mich 8.04, wieder eine Long-Time-Support-Version, absolut nicht überzeugen: BT-Filesharing (konkret: Senden von Files vom Mobiltelefon zum Ubuntu-Rechner per Bluetooth) schlug generell fehl (und dies nicht nur bei mir; auch wenn ich schein’s einer der wenigen im Bekanntenkreis bin, der Inhalte vom Mobiltelefon auf den Rechner schickt, statt sie vom Mobiltelefon auf den Rechner zu kopieren), Network Manager war mehr pita (pain-in-the-a…) denn irgendwas anderes beim Wechsel von WLANs und zwischen WLAN und LAN …
Am Wochenende habe ich ein erstes Update auf die 8.10-BETA gewagt — und bin, bis auf den kleinen Ausrutscher, daß der X-Server nicht mehr wollte (dkpg-reconfigure und gut; Dank an Hubi für den Tipp), sehr angetan:
- Das Senden von Files von anderen BT-Geräten an die 8.10-BETA-Möhre funktioniert wieder
- Network Manager erkennt (USB-) GSM-Modems (getestet mit Huawei E220 und E160) und steuert sie wahlweise (»Mobile Broadband«) an
- Energisparoptionen scheinen aggressiver bei Akkubetreb zuzuschlagen, ohne Konfigurationsänderungen meinerseits dimmt sich der Bildschirm bei Akkubetrieb jetzt schon nach wenigen Sekunden Inkativität
Leider kappt Hibernate/Suspend schein’s noch nicht, der rausgerutsche Netzteilstecker gestern jedenfalls führte nach dem Wiedereinschalten zu einem jungfräulichen Login.
Auch gibt es scheinbar noch (immer) keinen »always-online«-Modus, der hierarchisch verschiedene Zugangstechniken aktiviert; ich suche eigentlich etwas in der Art wie folgt:
- Wenn ein Kabelzugang möglich, nimm jenen
- Wenn ein WLAN-Netz aus einer gesonderten Liste vorhanden ist, nimm jenes
- Wenn ein bekanntes WLAN-Netz vorhanden ist, nimm jenes
- Wenn ein offenes WLAN vorhanden ist, nimm jenes (hier fehlt ein generischer »AP-Freischalter«, um z. B. sich automatisch an Hotspots mit Loginseite anzumelden; dies gehörte dann aber auch unter 1. oder 2.)
- Wenn GSM-Connectivity verfügbar, aktiviere diesen Zugangspfad
Und bei jedem Verbindungswechsel müßte openvpn ggf. neu gestartet werden, mit neuer Hostroute über das nun aktuelle Defaultgateway; sollte einer der »besseren« Zugänge verfügbar sein, sollte automatisch darauf geschwenkt werden (also z. B. Abziehen vom heimischen LAN => Schwenk auf WLAN; bei Erreichen der WLAN-Grenze => Umschwenken auf GSM; über die Sinnhaftigkeit des Schwenks auf auf der Strecken vorbeiziehenden Access-Points sehen wir mal hinweg; bei Erreichen des Büros => Schwenk auf WLAN bzw. beim Einstecken des LAN-Kabels finaler Schwenk wieder auf »wired«.)
Aber ich fürchte, derlei muß ich mir irgendwie selber bauen …
Beleidigter Innendings
Wie heise online berichtet, ist der amtierende Bundesinnenminister verschnupft. Er mag sein Konterfei nicht sehen. Jedenfalls nicht zusammem mit dem erklärenden Zusatz »Stasi 2.0«: ![]()
“Die Gleichsetzung meiner Person mit der Stasi ist eine Beleidigung.” Die Staatssicherheit der DDR habe mehrere hunderttausend Mitarbeiter gehabt, Menschen dazu gebracht, sich gegenseitig zu bespitzeln, und eine “Atmosphäre der Angst” geschaffen. “Wer das mit der Bundesrepublik vergleicht, der diffamiert unsere Freiheitsordnung in einem Maße, wie wir es nicht zulassen dürfen.” Eine Frechheit sei es, dass gerade die Linke solche Gegenüberstellungen anstelle. Dahinter sieht der Innenminister “bei manchen” auch einen Versuch, “die Stasi im Nachhinein zu verharmlosen”.
Nein, nein, verharmlosen möchte ich den amtierenden Bundesinnenminister nicht, <insert personal deity here> bewahre! Das wäre fahrlässig.
Aber ich meine, er hat vielleicht etwas nicht verstanden. Das Schäuble-Konterfei ziert den Evergreen der »Schäublone«, keine rot-schwarz-gelbe-Farbenfolge. Ein Vergleich mithin wird nicht mit dem Staat, der Schäuble gewähren läßt, gezogen. Ja, ich glaube wirklich, da hat er was falsch verstanden.
Wo ich mir nicht sicher bin, ist nicht das Aussprechen des Wortes »Freiheitsordnung« durch Schäuble eine Frechheit, ja, eine Diffamierung? Ist es nicht Schäuble, der die verdachtsunabhängige Aufzeichnung von Kommunikation propagiert? Heute mag es, »nur«, um die Information des wer hat wann mir wem technisch wie kommuniziert gehen. Wegen der Terrorabwehr. Denn auch ein NATO-Partner kann flugs Teil der Achse des Bösen werden. Wenn schon die deutsche Rente nicht sicher ist, dann sollen es halt wenigstens die Kirchentagsbesucher sein.
Hier noch Norbert Blüm zum Thema Verläßlichkeit von Politikeraussagen (lokal gekürzter Ausschnit aus einem YouTube-Video):
FONIC-HSPA-Stick: Cardreader mit Turbo
Da war ich doch mal richtig positiv überrascht, als ich gestern erstmalig den in den SurfStick von FONIC (Huawei E160) eine Micro-SD-Card einlegte und Dateien kopierte: Satte 5 MByte/sec rotzte das Teilchen raus beim kopieren von der Micro-SD auf eine ebenfalls per USB angeschlossene Festplatte.
Respekt. Allerdings läuft der Laptop seit dem Wochenende unter Ubuntu 8.10-PRE (Kernel 2.6.27-7-generic); prinzipiell ist es also möglich, daß einfach das USB-Subsystem so stark verbessert wurde, vormals kam ich selten über 2 MByte/sec hinaus. Aber, wie dem auch sei, das war der bislang flotteste Zugriff auf eine Speicherkarte, dem ich bislang beiwohnen durfte ;)
Karpott
Rattenscharf. Mein X301T, die Homeentertainmentzentrale mit dysfunktionalem USB und DVB-T, Qualitätsware aus dem Dunstkreis von Deutscher Telekom und Microsoft, hat Alzheimer:
Jedenfalls ruckelt und zuckelt das Bild neuerdings oft wie geisteskrank hin- und her, fernsehen alleine fällt da schon schwer, dies mit Genuß umso mehr …
Gut, Hardware kann mal kaputt gehen. Gespannt bin ich ja, wie die Telekom auf die bindende, strafbewehrte Verpflichtung zur Sicherung bzw. Verfügbarmachung der gespeicherten Videodaten reagieren wird, deren Annahme mit der Öffnung der Verpackung des zurückgesendeten X301T erklärt werden wird.
Ich meine, es ist ja relativ einfach; da die Deutsche Telekom entgegen der Produktspezifikation bis heute das Update für die Aktivierung der USB-Ports der X301T nicht geliefert hat und auch sonst keinen Weg vorsieht, wie der Endnutzer die Videodaten von seinem gekauften Videorekorder X301T z. B. bei Wartung oder defekter Platte zwischenspeichert, ist die Deutsche Telekom bei der Reparatur verpflichtet, diese Sicherung und ggf. Wiederherstellung vorzunehmen.
Jedenfalls denke ich mir das so; da wahrscheinlich der konkrete X301T nicht repariert, sondern einfach nur ein Austauschgerät geschickt werden wird, verspricht das Konzept von Microsoft und Telekom wieder einmal Stunden voll Spaß (ohne Videos) … :(
Greeeeeen
Hmm, der letzte Eintrag hatte es dann trotz der Kürze in sich — drei oder vier Fehler in der initialen Fassung (fixed nach Hinweis; Danke, Cord).
Es entspann sich eine Diskussion ob der Vor- und Nachteile automatischer Rechtschreibprüfung — nunja, ich hatte sie aktiviert, aber der FF3 hier unter Ubuntu Hinreichend Humorlos (8.04) kann nur Englisch (dafür aber auch in der südafrikanischen Variante). Nachinstallieren von alter oder alter&neuer deutscher Rechtschreibung … scheitert:
Wortliste von http://tkltrans.sf.net (alte und neue deutsche Rechtschreibung) 20060716 could not be installed because it is not compatible with Firefox 3.0.3.
Tja. Ich habe das Spellchecking nun konsequenterweise deaktiviert, spare also die entsprechenden CPU-Zyklen — und liege damit voll im Trend, blogdoch ist nun ein grünes Blog ;)
Innovatief
Nein, kein Typo.
Nach langweiligen Automatenmarken und lustigen 2D-Einfarbbarcodes ist nun der zwölfstellige Druckbuchstabencode dran, wie bei neuerdings.com nachzulesen. Sehr amüsant nachzulesen, denn man sinniert erst einmal darüber, wann man in die Verlegenheit kommen sollte, einen Brief abschicken zu wollen ohne einen Briefmarkenspender auf weiter Flur.
Meine Erfahrung besagt ja eher, daß von dort, wo es nur Briefkästen, aber keine Briefmarken, gibt, jedes denkbar der Post anzuvertrauende Gut besser, will sagen schneller, selbst transportiert wird … Aber vielleicht treibe ich mich auch nur in den falschen Gegenden rum.
Beruhigend zu wissen, daß ich dieses Novum des alterwürdigen Postdienstes mit keiner meiner Prepaid-Karten (United Mobile, o2, FONIC, TIM, WIND) nutzen kann — wobei doch vielleicht grade Ausländer noch vor dem Problem stehen könnten, eine Briefmarke für die kurz-vor-knapp noch schnell zu verschickende Urlaubskarte nach Hause zu finden. Nun gut, denen würde dann im Zweifel eine deutsche Bedienerführung auch nichts nützen …
Folgerichtig resümiert denn auch neuerdings.com:
Fazit: Handyporto ist entschieden der komplizierteste und teuerste Weg, einen Brief zu frankieren.
Subnote – Netbook – Notebook – Laptop – Schlepptop
Der eine oder andere kennt das Bild links aus dem blogdoch.net-Impresseum, meinem openBC-Profil (Anmeldung erforderlich) oder me @ identi.ca.
Für sich genommen sieht es vielleicht gestellt aus, was es aber gar nicht war; ich renne seit ca. 2000 gelegentlich mit einem Schlepptop durch die Lande, damals noch ein Handy per Infrarot als 56k-Modem koppelnd (GPRS oder, worst case, CSD mit 9,6k Bit/sec bzw., HSCSD bei D2, 14,4 kBit/sec). Diese Mobilität — wenn auch eingeschränkt — macht Bereitschaftsdienste — bei gründlicher und guter Vorbereitung der externen Supportleistungen — recht erträglich, tagsüber schon fast angenehm — finde ich jedenfalls nach 10+ Jahren Serverbereitschaft ;)
Heute bindet man »das Internet« ja eleganter an den mobilen Rechner an, entweder per GPRS-, UMTS- oder gar HSPA-BT-Handy, -PC- oder -ExpressCard; auch gibt es Laptops mit eingebautem UMTS-/HSPA-Modul — der größte Vorteil von selbst Blauzahn gegenüber Infrarot ist der Wegfall der Notwendigkeit einer Sichtverbindung. ![]()
Mit den seit diesem Jahr aufkommenden Netbooks könnte das Moble Computing wirklich langsam in Gang kommen — attraktive Angebote der Provider vorausgesetzt. Ich persönlich habe eigentlich alle relevanten Daten mindestens gespiegelt auf meinem Server (andere würden dazu vielleicht »Dedi« (für »dedizierter Server in einem Rechenzentrum«) schreiben), ein überall verfügbarer Onlinezugang liegt mir daher durchaus am Herzen.
Für mich muß ein Netbook (oder Subnote oder wie auch immer genannt) …
- ein tageslicht-taugliches Display ab 1024×768 aufwärts (1024×600 als Notnagel)
- eine möglichst laaaange Akkulaufzeit (ab 3h)
- eine ergonomische Tastatur
- sowie mindestens Bluetooth und WLAN, möglichst auch einen PC-Card oder ExpressCard-Slot, haben — neben USB 2.0, versteht sich.
Leider bauen die Hersteller derlei noch nicht so richtig:
- Das Display der EeePC 9xx wird allgemein als nicht outdoor-tauglich beschrieben (corona, würde ich die Tage gerne mal mit Deinem testen), dafür rockt das 901 bei der Laufzeit die Hütte
- Das Medion akoya Mini (MSI U100-Clone) kann man draußen einsetzen, ihm fehlt aber sowohl Blauzahn als auch, mit dem Standard-3-Zellen-Akku, eine Laufzeit jenseits der 3-Stunden-Marke
- Das HP 2133 Min-Note wird dank seines spiegelnden nicht-spiegel-Display als für draußen unbrauchbar bezeichnet, hat eine lahme CPU (trotz nominell gleichen Takt wie Intels Atome) und verbrät dafür trotzdem ähnlich viel Energie wie die Intel-Konkurrenz, ggf. sogar mehr; dafür hat es einen ExpressCard54-Slot und eine Auflösung von 1280×768, yeah!
- Gigabytes Convertible hat ebenfalls die 1280er Auflösung, einen ExpressCard-Slot (hier allerdings nur den 36er) — und soll als Schminkspiegel gute Dienste leisten; zur Laufzeit habe ich grade keine Daten zu Hand
- Acers Aspire One ist der schicke Schminkspiegel, hat einen zweiten Slot für SDs — und wieder eine bescheidene Laufzeit
Irgendwie ist das noch alles doof, trotz der Modellvielfalt. Mal interessehalber: wozu nutzt ein Netbook– oder würdet nutzen wollen?
