Ich war etwas unerfreut, statt aus meiner Sicht versprochener 5 »Frei-Surfen-Tage« nur 1 auf dem Guthaben meiner FONIC-SIM vorzufinden; allerdings habe ich derzeit mehr als genug zu tun, als daß ich mich noch groß mit Discountern rumärgern wollen würde — ich bin ein Jünger des »you-get-what-you-pay-for«, und hinsichtlich der Kosten ist FONIC doch eines der günstigeren Angebote. Insofern gäbe ich mich auch nicht der Illusion hin, durch Briefe (kosten Porto), Anrufe (kosten ggf. ebenfalls; je hotter die Line, desto higher der Preis) oder eMails (lesen »die« doch eh’ nicht) diese 10 EUR doch noch zu bekommen; die Kosten-Nutzen-Abwägung stieg mit einer Division durch Null aus.
Aber – vielleicht – habe ich mich getäuscht, wie teltarif.de berichtet:
Kunden, die im September beim Anbieter Fonic das aus Surf-Stick und SIM-Karte bestehende Starter-Paket […] bestellt haben, sollten ihr Kundenkonto genau prüfen. Etlichen Kunden wurde zwar die während des Bestellprozesses obligatorische Erstaufladung durch den Kunden in Höhe von 10 Euro gutgeschrieben, nicht jedoch weitere 10 Euro als Gegenwert für versprochene freie Surftage.
Betroffen sind nach Fonic-Aussage Kunden, die das Paket im September bestellt, aber die SIM nicht mehr vor dem 1. Oktober aktiviert haben – beispielsweise, wenn Ende September bestellt wurde und das Paket erst im Oktober eintraf. Systemseitig sei in diesen Fällen das Surf-Guthaben nicht mehr gebucht worden.
Notiz am Rande: ich werde wohl nie begreifen, wieso Mobilfunker sich selbst das Leben so schwer machen und derlei krude Regeln aufstellen. Wenn ich eine stoffliche Ware am letzten Tag des Monats um 23:59 online bestelle, ist es bis auf weiteres (sprich: ohne die Linearität der Zeit an sich anzutasten) unmöglich, diese stoffliche Ware binnen der nächsten Minute in den Händen zu halten — jegliche darauf abstellenden Bedingungen an die Gewährung von Rabatten sind aus meiner Sicht unlauter. Warum nicht einfach – wie in zahllosen anderen Branchen auch – einfach auf das Bestelldatum abstellen und fertig? Das dürfte auch komplizierte Behandlung in der IT bzw. der Abrechnungssoftware unnötig machen — von vergraulten Kunden ganz zu schweigen.
Fonic räumte im Gespräch mit teltarif.de das Problem ein und bittet die betroffenen Kunden, sich unter presse@fonic.de zu melden. Nach Prüfung würden die fehlenden 10 Euro dann unbürokratisch gutgeschrieben. Daneben werde aktuell auch seitens Fonic der Datenbestand geprüft, betroffene Kunden würden kontaktiert.
Gut, ich werde es ausprobieren; schaun’ ‘mer mal. (Fragt sich nur, wie ich das mitbekommen sollte; die FONIC-SIM steckt im FONIC-Stick, der gelegentlich im Linux-Net- oder Notebook. Muß ich wohl mich mal auf die Suche nach einem Programm zum auslesen von SMS machen …) Abrechnung scheint generell keine Stärke von FONIC zu sein, schon zur Einführung klappte die geplante Abrechnung nicht so recht und es gab 10% »IT-Rabatt« ;)
Vom »vergessenen« Begrüßungsgeschenk abgesehen, bin ich von FONIC bislang positiv überrascht; nach dem, was über den Mutterkonzern berichtet wurde, hätte ich weder die Guthaben-Rückzahloption, den ausbleibenden Guthabenverfall auch ohne Nachzahlung noch die Auslieferung von Geräten ohne zumindest Net-Lock erwartet …
