Mal was historisches …

Vor gut einem Jahr ging’s los, erst mit den Myriaden von Dias, die in den Jahren meiner Jugend im familiären Bereich, anfangs noch zu Hause vom Krabbelkind, später überwiegend dann auf Reisen, belichtet und seit rd. 20 Jahren auf einem Dachboden gelagert wurden, in jüngerer Zeit kommen nun auch die Super-8-Schätze an die Digitalisierungsreihe.
Da es für den Heimgebrauch keine so richtig zeiteffektiven und hochqualitativen Digitizer gibt – weder für Dias noch für Super 8 – und bei Dias weder das Abfotographieren von speziellen Gerätschaften noch von der noch vorhandenen Leinwand oder das händische Einstecken in die 79-Euro-Conrad-Grabbeltischware vom Handling und/oder der sich ergebenden Qualität interessant waren, wurde bei den Filmen gleich auf die durchaus vorhandenen Dienstleister zurückgegriffen. Nicht wirklich mit durchweg gutem Ergebnis, das Folgende ist ein Ausschnitt der besseren Hälfte eines der digitalisierten (Stumm-) Filme:

Immerhin, mit moderner Technik läßt sich auch zu Hause aus vergilbten bzw. falsch digitalisierten Inhalten doch noch bißchen was retten. Ich denke allerdings, daß mehr aus dem Material rauszuholen wäre, hätte man statt auf DVD-PAL vielleicht ein progressives Format, und vielleicht auch gleich das kleine HD-Format, gesetzt und auch den Weißabgleich gleich beim Überspielen gemacht. Naja. Wer weiß, ob meine Kinder in 30 Jahren noch Zugriff auf DVD-(RAM-)Lesegeräte haben werden und Abspielsoftware für … MPEG-1 und 3GP?

Sorry für Knachser am Anfang und Überblendfehler; bei diesem Material zeigte sich Open Shot leider mal wieder von seiner fehlerträchtigsten Seite :(

United Mobile hat fertig

Die Website ist nicht mehr erreichbar — glaubt man Berichten im Netz, so hat es sich mit United Mobile erledigt:

Sven, am 15.05.2009:
Hallo, Ich bin ein ehemaliger Mitarbeiter.United Mobile steht kurz vor der Insolvenz. Sämtliche verbliebenen Mitarbeiter haben das unternehmen bereits verlassen da ihre Löhne nicht mehr bezahlt wurden. Der +423 und +44 Service ist definitiv von den Providern in Liechtenstein und Jersey abgeschaltet worden, da united mobile seine Rechnungen seit längerem nicht mehr bezahlt hat. Euer Geld werdet ihr wohl leider nicht mehr sehen. Die Firma steht mit mehreren Millionen in der Kreide dank der Misswirtschaft des Management.

 
Tja, wären sie eine deutsche Firma, könnten Sie sich hinter Opel und Arcandor(sp?) in die Reihe für Staatsgelder stellen …
Doof, ich hatte da noch aus 2008 ein größeres Guthaben auf einer der Karten, auf zwei +44er noch vor dem Tunesien-Urlaub was aufgebucht — naja, ist dann wohl Lehrgeld :(
Da ich aus anderen Gründen wieder einen Asterisk-Server aufgesetzt habe, bin ich nun zumindest für Italien präpariert: mit meiner TIM-SIM aus 2007 habe ich eine italienische Mobilfunknummer, mit einem VoIP-Anbieter nun eine italienische Festnetznummer samt 19-Cent-pro-Minute zu jener TIM-SIM => ich kann mir eine deutsche VoIP-Nummer holen, über die mich Angehörige zum Inlandstarif (i. e. Flatrate) auf einem Handy in Italien (zu 19 Cent/Minute für mich) erreichen können, Rückweg liefe über einen Anruf auf meiner ital. VoIP-Nummer und Call-Through (via ISDN-Festnetzflat) nach D. Naja, und falls die Romaingpreise weiter fallen, wird mir da auch noch was einfallen ;)
Anrufe auf italienische Freephone-Nummern (800, das italienische Äquivalent zur deutschen 0800) funktionieren schon mal — nur verstehen tue ich fast nix ;)
Schwierig wird es nur mit anderen Ländern; in jedem Land eine SIM zu unterhalten ist nicht wirklich praktikabel — aber ein Problem nach dem anderen.

N810, das Nicht-Ubertool

Als ich vor einem Jahr im Rahmen einer Developer-Promotion ein Nokia N810 Internet-Tablet günstig erstehen konnte, fand ich das Konzept eines Geräts mit noch hosentaschentauglichem Formfaktor, deutlich über VGA liegender Auflösung, Touchscreen, ausziehbarer Tastatur und, nicht zuletzt, GPS, WLAN und Bluetooth eingebaut, sehr charmant.
Wie oft, so hielt auch hier die Realität nicht ganz, was „man“, also konkret ich, sich erhoffte. Tastatur, Display und Touchscreen sind ok; schon bei moderaten JavaScript-Seiten allerdings macht die ARM(e)-CPU schnell schlapp; wenngleich durch das Displayformat (800×480) das Browsen passabel möglich ist, mangelnde CPU-Leistung und fehlende (aktuelle) Plugins lassen doch so manches, was für „ausgewachsene“ Browser angeboten wird, auf dem „Internet Tablet“ unbenutzbar, unbrauchbar werden.
So landete das N810 nach wenigen Monaten doch in der Schublade untauglicher Versuche hinsichtlich der mobilen Internetnutzung — da, wo schon meine PocketPCs mit Windows Mobile 2002 und 2003 und erste Smartphones wie das Nokia 6630 auf einen zweiten Frühling harren …
Zum Urlaub in Tunesien packte ich es dann, neben dem Netbook HP Mininote 2133, mit ein — ich hoffte, es würde mit Kismet oder MaemoMapper ein praktischer GPS-Logger sein können … Handlich ist es ja, GPS und Software sind dabei … Großer Denkfehler!
Das Linux auf dem N810 an sich ist ene feine Sache; leider krankt die „Firmware“ an mittelprächtiger Unausgereiftheit und offensichtlich dem Rotstift beim Komponentenkauf. Beispiel GPS: wo N95 und E71 – unassisted, mangels mobilem Datentarif in/für Tunesien – binnen vielleicht 5 Minuten ‘nen Fix errechnen, stümpert das N810 locker 15 Minuten ergebnislos Daten vom Himmel. Konsequenterweise auch unbeleckt von Positionsdaten von vor 5 Minuten mit jedem (Warm-) Start wieder neu. Und warm-/durchstarten tut mein N810 gerne, wenn MaemoMapper läuft und dann chronisch ca. 50% der CPU-Zyklen verbrät. Es greift dann irgendein dämlicher Wachhund, den die Nokianer in die Firmware gebaut haben — natürlich läuft nach dem Neustart aber keine Tracking- bzw. Mapping-Applikation mehr, so daß der Track unvermittelt früh endet, guckt man nicht alle 5 Minuten auf das – immerhin ausgezeichnete – Display.
Dank des CPU-Bedarfs von MaemoMapper allerdings ist nach rd. 3h sowieso der Akku am Ende — irgendwie hätte ich mir das anders gewünscht. Die Krönung aber ist der gpsd, der – was Wunder – natürlich mit meinem externen Bluetooth-GPS-Empfänger nicht sprechen mag; trotz Anzeige eines Fixes am Empfänger vermelden sämtliche N810-Programme tapfer die Suche nach einem Fix bei 1 Satelliten in Sicht. Gut, das Problem kenne ich ja schon — nur ist der gpsd im N810 augenscheinlich in die GPS-Infrastruktur verwoben und ein Austausch gegen eine normale Linux-Version erscheint „schwierig“.
Zum ExtGPS-Programm auf N95 oder E71 verliert das N810 leider unregelmäßig den Kontakt — und wartet dann hochintelligent mit einem Requester auf, fragend, ob die Verbindung erneut versucht werden solle. Manchmal frage ich wirklich, wo die Coder ihr Hirn versetzt hatten, als sie derlei Dummfug kodeten :(
Nun denn, so wurde es also nichts mit einem kompletten Tracking, welches eigentlich die fehlenden GPS-Möglichkeiten der eingesetzten Digitalknipsen kompensieren sollte, indem später anhand von Trackingpositionen und -zeitspempeln die Bilder nachverortet werden sollten. Technologisch war der Urlaub mithin ein Griff ins Klo, zumal am vorletzten Tag min N95 begann, während Videoaufnahmen kommentarlos zu rebooten — die laufende Aufnahme natürlich nirvanisierend. Nur die noch laufende Vodafone-Gewährleistung bewahrte es vor einen heftigen Zusammenprall mit tunesischer Bausubstanz. (Und ja, eingehende SMS als auch BT-Verbindungen oder defekte SD-Karten wurden in Testreihen ausgeschlossen — das N95 ist einfach im Eimer :()
Bleibt mir also die – nicht neue — Erkenntnis, das nicht alles, wo Linux drin ist, gut ist; Dreckssoftware bleibt Dreckssoftware auch unter Linux, Kackhardware (oder unzureichend unterstützte, kommt hier auf’s selbe raus) bleibt auch Linux-driven Kackhardware. Und es bleibt die Bestellung eines autarken GPS-Loggers, vorzugsweise wäre dieser voll unter Linux (i386; armv6l wäre ein Plus) nutzbar und als i-Tüpfchelchen auch noch parallel zum Datenloggen als USB-, alternativ BT-, -GPS-Empfänger nutzbar … Any ideas?

Lebenszeichen

Nach einem Schwung von – mangels mobilem Internetzugang teils zeitverzögert – Einträgen via locr nun mal ein kurzer Blogeintrag über das frisch im Hotel installierte »Wi-Fi-Zone«-WLAN.
Tunesien ist sicherlich alles andere als ein Geheimtipp, Mitschüler reisten schon vor 20 Jahren (es mag auch noch länger her sein ;)) gen Tunesien; aber für mich ist’s der erste Besuch in Afrika und insofern schon spannend. Mobiler Internetzugang, oder auch nur UMTS, sind hier noch immer Fremdwörter (es gibt zwar lt. Netzsuche der Handies gelegentlich ein 3G-Netz, aber einbuchen darf ich mich weder als D2- noch o2- noch United-Mobile-Kunden); Datenverkehr (MMS eingeschlossen) geht mit meiner o2-Karte auch nur im Netz von TUNISIANA; bei TUNTEL gibt’s nur ‘ne Fehlermeldung, daß der Paketdienst nicht freigeschaltet sei und man seine Netzdienste prüfen möge — tolle Sache das.
United Mobile, der Prepaid-Callback-Anbieter, den ich eigentlich für günstiges weltweites Roaming zu nutzen gedachte, hat hier in Tunesien leider vollkommen abgeloost; beide +423-Karten (ICQSIM und UM-Data-SIM) sind hier zum raustelefonieren unbrauchbar (“Netz belegt” oder ähnliche Scherze kommen), die +44er Karten lehnen valide deutsche Nummern (+49 XXXX YYYY) mit dem Hinweis ab, das sähe nicht wie eine valide Rufnummer aus — Hallo, wie lange hat Deutschland seinen offenen Rufnummernplan mit den variablen Rufnummerlängen‽ Auch der Kundendienst hat leider seit 2008 massiv gelitten, auf meine Anfrage vom 03.04.2009 ist außer einer kaputten automatischen Antwort nichts zurückgekommen:

Dear customer,
thank you for your request with the subject Customer Service Req […].
It will be processed within a short time and has been given the ticket-ID [Ticket#1014117]
For further queries regarding your request please always include the ticket-ID in the subject.
Due to a high volume of requests, it might take some days until your request will be answered.
Thank you for your understanding.
Best regards
Your United Mobile Customer Service

 
Daß eine von Tunesien nach Tunesien aufgebaute Verbindung vor lauter Verzögerungen und Störungen unbrauchbar und Verbindungen nach Deutschland auch induskutabel schlecht waren, ist da leider nur das i-Tüpfelchen. Schade, vielversprechender Ansatz, leider zu nichte gestümpert.
Aber mehr »mobile Kommunikationserfahrungen« demnächst, wenn ich wieder im hochtechnisierten Heim mich befinde ;)

Fragwürdiges Geschäftsmodell

So manches Geschäftsmodell verstehe ich nicht. Manchmal ist es auch eher komplex …
Das Nippon Hotel in Hamburg bietet einerseits einen kostenlosen(!) kabelgebundenen(!!) »High-Speed-Internet-Zugang« an (realisiert über Arcor; Download bis 264 kByte/sec, Upload bis 63 kByte/sec warf xnetload aus), technisch – wie ich finde – interessant umgesetzt durch Powerline-Adapter in den Zimmern. Da sich neben dem Anschluß auch eine separate Steckdose (sowie Leuchte) befindet, ist kabelgebundenes Surfen hier wirklich easy. Nur das Kabel ist kurz, es reicht bis zum Ende der Schreibtischfläche, keinesfalls aber bis auf’s Bett.
Für’s extra-bequeme Surfgefühl auf dem Bett bräuchte man also WLAN (oder ‘ne Cat-5-Verlängerung; Mentale Notiz: sowas in den Laptoprucksack packen für die Zukunft). Nun gut, WLAN gibt’s hier auch, und durchaus wird der Eindruck vermittelt, man meine WLAN-Verfügbarkeit ernst, siehe scan weiter unten.
Nur: für WLAN-Access, der über Swisscom abgerechnet werden soll, wird lt. Aufsteller »ab 4,50 €« berechnet, das ist schon ein stolzer Preisunterschied (kostenlos während des Aufenthalts vs. »ab 4,50 €« für die gleiche Zeit, best case).
Abgesehen davon, daß ich redundant versorgte Hotelzimmer schon putzig finde (hat nicht jeder portable Rechner heute WLAN an Board?), wie soll sich der Aufwand für den WLAN-Anbieter denn rechnen (getrennte Anbindung mal vorausgesetzt, sonst machte das ja noch weniger Sinn?), wenn in Konkurrenz kabelgebundener Zugang kostenlos bereitgestellt wird? Schräg, das, irgendwie. Oder? Es ist ja nicht so, daß man sich in den 5 Stockwerken mit einem AP, oder auch nur einem pro Etage, begnügt hätte:

iwl0 Scan completed : Cell 01 - Address: 00:03:52:xx:xx:E0 ESSID:"swisscom" Channel:1 Quality=80/100 Signal level=-54 dBm Noise level=-127 dBm Encryption key:off Cell 02 - Address: 00:03:52:xx:xx:40 ESSID:"swisscom" Channel:1 Quality=58/100 Signal level=-73 dBm Noise level=-127 dBm Encryption key:off Cell 03 - Address: 00:03:52:xx:xy:40 ESSID:"swisscom" Channel:6 Quality=87/100 Signal level=-46 dBm Noise level=-127 dBm Encryption key:off Cell 04 - Address: 00:03:52:xx:xx:50 ESSID:"swisscom" Channel:11 Quality=75/100 Signal level=-59 dBm Noise level=-127 dBm Encryption key:off Cell 05 - Address: 00:14:A5:xx:xx:xx ESSID:"UU HSDPA" Channel:11 Quality=86/100 Signal level=-47 dBm Noise level=-127 dBm Encryption key:on Cell 06 - Address: 00:03:52:xx:xx:80 ESSID:"swisscom" Channel:11 Quality=78/100 Signal level=-56 dBm Noise level=-127 dBm Encryption key:off

(Wie man allerdings sieht, ich bin im Regelfall Selbstversorger, meine Surf@home-II-HS-Box funktioniert auch in Hamburg hervorragend — auch hier mit HSDPA ;))

Gemolken

Boah, das darf doch nicht wahr sein. Nochmals über’s Datenroaming gemolken, für das gesamte für Datentransfer ausgegebene Geld kann ich mir ja fast einen (maroden) Mobilfunker irgendwo kaufen!
Also, Datenreisender, beherzige die goldenen Regeln:

  1. Schon im Heimatland alles und jeden automatischen Datenverkehr, Verbindungsaufbau, … deaktivieren.
  2. Bluetooth am besten abschalten — notfalls das (Daten-) Telefon komplett stromlos machen
  3. Ggf. schon in Deutschland eine günstige Datenroamingkarte wie z. B. dieUnited Mobile Data einlegen; dann sind Sessions in D ggf. etwas teurer, mit rd. einem Euro pro MB ist es aber unschlagbar günstig, verglichen mit den Roamingtarifen!

*sigh*

Details zu: MyCampingHotSpot

Repeater V0.1: Sender (links) und Empfä¤nger (rechts) diskret aufgebaut :-)
[locr] Da es doch die eine oder andere Nachfrage zu meiner WLAN-Verlängerung auf dem Campingplatz gab, habe ich die Kismet- und locr-Daten des Urlaubs mal in einer Google-Maps-Anwendung visualisiert.
Leider habe ich keinen Rundgang mit dem kismet-Laptop auf dem Rücken über den Campingplatz gemacht, dazu war weder das Wetter adäquat noch das Areal; einmal hatte ich den Laptop dabei, als ich einkaufen fuhr, aus diesem Lauf stammen einige Punkte des »residence m3«-APs als auch von »Ingresso«. Die Position des »Market«-APs wurde aus den locr-Daten abgeleitet.
Finale, windgesicherte Installation :-)
[locr] Die Position von »residence m3« ist geschätzt aufgrund der erfolgreichen bzw. nicht erfolgreichen Verbindungen mit N810 und Medion akoya Mini dorthin in der Nähe unseres Platzes; die Koordinaten des self-made-Repeaters im Zelt wiederum wurden aus den locr-Daten extrahiert.
Es gab noch weitere APs, zumindest fand mein N95 gelegentlich weitere, einer war »restaurant m3« in etwa auf 41.940180, 16.076030 — aber oben am Platz hatte ich mit normalen Endgeräten nur, in einigen Metern Entfernung, Verbindung zu »residence m3«.
Anyway. Wie man mittels des »Rulers« ausmessen kann, klappte die Verbindung auf ca. 400m mit sehr guter Qualität — und das ohne Einhaltung der theoretischen Grundlagen; eine, zumal freie, Line of Sight existierte schlicht nicht (vgl. Blick auf den Trigano (das grau-grüne Gebilde in der Bildmitte rechts), der Fotostandort ist als Fake-AP »Foto« grün markiert).
Nach wie vor bin ich fasziniert, wieviel besser offensichtlich der (Atheros-) WLAN-Chip in den Foneras arbeitet verglichen mit denen (mind. teilweise anderer Hersteller) in N95, N810 oder auch meinen mitgeführten Lap-/Nettops. Leider habe ich vor Ort keine Vergleiche angestellt, ob die Atheros-Chips auf den mitgeführten PC-Cards vielleicht ebenso gut funktioniert hätten; letztlich fühle ich mich aber in meiner Annahme (die zum Kauf von Steckdosen sowie ‘ner »Tupperdose« führte) bestätigt, daß man mittels zweier APs/Foneras hervorragend seine WLAN-Empfangschancen verbessern kann.
Verheiratet mit einem SIP-Telefon, könnte dies auch den WAF heben; aber wer will schon das erste Zelt in Italien mit stationärem Telefon in einem deutschen Ortsnetz – oder gar der heimischen Rufnummer – haben? ;)
 

Dank sei an dieser Stelle dargeboten Frau und Kindern, die meinen Spleen klaglos hinnahmen.

Firefox roxx …

Wunderte ich mich vor zwei Wochen noch über die Unprofessionalität des italienischen Providers WIND, weil nun seit Wochen schon bei Aufruf von 155.it, dem Kundenportal von WIND, nur eine obskure Datenbankfehlermeldung kommt – man erinnere sich an

Call to WPG_SESSION API Failed.
Error-Code:20000
Error TimeStamp:Mon, 11 Aug 2008 22:53:49 GMT
Database Log In Failed
TNS is unable to connect to destination. Invalid TNS address supplied or destination is not listening. This error can also occur because of underlying network transport problems.
Verify that the TNS name in the connectstring entry of the DAD for this URL is valid and the database listener is running. 

– so ergab Montag abend dann mal genaueres googlen endlich des Rätsels Lösung; unter dem Subject »This page www.155.it doesn’t load in FF but it ‘s OK in IE« berichtet ein anderer Firefox 3-User (unter Windows statt, wie bei mir, unter Ubuntu 8.04) von identischen Problemem und davon, daß die Site im InternetExploder funktionieren würde. Und tatsächlich, mein Firefox 2.0.0.14 von Fedora 8 zeigt die Site klaglos an …
Ob ich nun die FF3-Leute oder den hirntoten Webseitenzusammenschusterer von WIND an den Pranger stellen soll, weiß ich nicht so genau. Aber letztlich hilft mir die Erschießung weder des Einen noch des Anderen, denn da ich weder den Codice Fiscale weiß, den der freundliche WIND-Händler zur Aktivierung der Karte verwendet hat, noch, welche Inlandsanschrift er sich aus den Fingern gesaugt hat – er hat nur eine Kopie meines Ausweises gehabt und nicht weiter nachgefragt –, komme ich mit der Registration bei WIND (zwecks Abbestellung des Daten-Abos) nicht wirklich weiter.
Damnit, aber es war ja auch nicht geplant, eine weitere Daten-SIM zu erstehen, die von TIM aus 2007 hätte ja einfach wieder benutzt werden können; aber TIM saugt seinen Kunden ja lieber die Taschen leer und hat seine Centro-TIM-Läden nur auf Zuruf auf (zumindest in Fano) — typisch (Ex-)Monopolist eben. (Aber, wie schon berichtet, der Netzausbau bei TIM ist leider um Längen besser als insbesondere bei WIND, ein ähnliches Hase-und-Igel-Spiel wie es in Deutschland bei D1 und o2 zu beobachten ist — die interessanteren, lies: günstigeren, Konditionen hat o2, das besser ausgebaute Netz (Fläche, Features wie EDGE/HSxPA) D1. Wobei, Ähre wem Ähre gebühret, o2 rüstet in Deutschland spürbar auf, o2-HSDPA ist seit kurzem auch in Gütersloh verfügbar. Von WIND war auf den verschlungenen Wegen durch den Gargano leider so viel zu sehen wie von o2 in alten ICEs …)

Rant: HPs [censored] Trockentinten für HP Tintenpisser

Der Urlaub ist vorbei, der Alltag hat mich wieder. Mit ihm kommen dann so Alltäglichkeiten wie »Papa, ich brauch’ ein Bild für’s Freundebuch von XYZ«.
Eigentlich eine dieser 5-Minuten-Sachen — ohne Heim-IT wären’s wohl wirklich 5 Minuten: Bild suchen (ok, DAS kann länger dauern ;)), Bildausschnitt ggf. anpassen, Hochladen, in drei Tagen als Foto in den Händen halten. Nur nützt ein normales Foto nicht zwingend was, übliche Fotofelder in Freundebüchern – hießen die nicht früher mal »Poesiealben« oder verwexel ich da was? – scheinen eine Breite von kleiner-gleich 6 cm zu haben, das Fragliche bot Platz für 6×7. Ich hab’ jetzt nicht geguckt, gibt’s das Format bei den einschlägigen Fotodienstleistern?
Anyway, normalerweise erschlage ich derlei mit einem Ausdruck vom Farblaser (Konica-Minolta magicolor 2430DL, Jahres-End-Kauf vom Aldi vor 1,5 Jahren, IIRC) – Farben sind weitgehend stimmig, Qualität ausreichend und hinreichend wischfest ist es auch, auch auf leicht glänzendem Papier.
Tja. Nur leider hat der magicolor rechtzeitig in der ersten Urlaubswoche, pünktlich vor dem Ausdruck der Steuererklärung, den Geist aufgegeben; das Display zeigt nichts mehr an – auch keine Fehler :( –, eine IP-Adresse holt sich der Drucker via Ethernet auch nicht mehr. Und 4 Wochen Stromlosigkeit haben ihn leider auch nicht reanimiert: It’s Dead, Jim :(
Also back to Tintenpisser, hier: HP OfficeJet 56xx All-In-One, denn ein Tischfaxgerät hat einen ungleich höheren WAF als bisherige Lösungen mit Flachbettscanner und Hylafax o. ä. … Die letzte Druckaktion mit diesem liegt also vier Wochen zurück, die 30+ Seiten für das jährliche Steuerlotto.
Gut, ich gebe zu, ich habe eigentlich aus bisheriger Erfahrung insbesondere mit HP (und Samsung/Lexmark) nichts anderes erwartet, aber ob des Ergebnisses des Ausdrucks war ich dann doch erzürnt — die bekannt ungünstigen HP-Tintenvorratsdruckköpfe sind grade mal rd. zwei Monate alt und schon wieder Sondermüll? Entzückend.
Entsprechend sinnvoll ist es denn auch aus meiner Sicht, einen HP-Tintenpisser als Fax-Gerät zu nutzen (z. B. in Form eines All-In-Ones); wenn denn mal ein Fax kommt, bemerkt die supertolle Elektronik der Druckköpfe natürlich nicht, daß hier ohne Tinte auf weiß gedruckt wird und man hat ein unbedrucktes, bestenfalls die oberste Zeile hat am Anfang noch Tintenflecke, Blatt im Ausgabefach. HP Invent: the white-on-white printout …
Daß es durchaus anders geht, beweißt für mich Canon; einen iP4300 habe ich mir vor geraumer Zeit mal zum Bedrucken von CDs bzw. DVDs zwecks Datenarchivierung gekauft; leider wird dieser Drucker nur von nicht freien Treibern (Turboprint für Linux, IIRC, und natürlich Windows) unterstützt. Der letzte Versuch vor ein paar Monaten mit dem damals neu installierten Fedora (Core?) 8 zeigte zwar leider keine Verbesserung der Linux-Unterstützung; aber(!) der Canon druckte nach rd. 6 Monaten Auszeit vom Start weg(!) in allen(!!) Farben. Und das, liebe HP, ohne verkackte patentierte Chips auf den Druckköpfen, die offensichtlich eben nicht dazu dienen, die Enduserexperience zu verbessern (z. B. durch Warnung vor einem nicht sinkenden Füllstand während des Drucks, sprich: Druckkopf eingetrocknet), sondern nur zur Absicherung des Geschäftsmodells: Drucker billig, Tinte exorbitant teuer. HP Invent eben.
Wie paßt das wohl zu Themen wie »Green IT« oder »Nachhaltigkeit«?

Erste EIndrücke: Online mit der ICQ- bzw. United Mobile Data-SIM

Im Nachgang des letzten Urlaubs dieses Datenreisenden ist diese Woche dann auch meine ICQ-SIM eingetroffen. Und ich überlege ernsthaft, diese zu meiner neuen primären Nummer zu machen und die in über 11 Jahren gehegte und gepflegte 0172er-Nummer auf’s Prepaid-Wartegleis zu schieben. Daß United Mobile bei den Data-SIMs auf Vodafone zurückgreift, mithin die Erreichbarkeit sich nicht ändern würde, sieht man von potentiellen Problemen bei United Mobile an, wäre dabei ein netter Nebeneffekt.
Aber warum sollte ich das tun wollen? Nun, zum einen zahle ich mittlerweile für UMTS-Paket und allen möglichen Kram, den man zwar flink bestellen aber nicht mehr abbestellen kann (zumindest nicht online), monatlich einen dicken Batzen an Vodafone — und nutze verschiedene der Super-Duper-Inklusiv-Wasauchimmer gar nicht aus. Zum anderen erhoffe ich mir ja noch eine Abschreckung bei den Callcentern, wenn ich eine Liechtensteiner Mobilfunknummer angebe; rufen sie doch an, war’s für sie wenigstens teuer und für mich und für mich kostenlos — eben anders als dieses Jahr, als mich spät abends irgendeine Pißnelke anrief, »Guten Tag, ich bin Herr $SOWIESO von $WASAUCHIMMER, …« wodrauf ich nur ein hastiges »Und ich bin im Ausland. Nein Danke.« auflegend erwiederte. Trotzdem hat’s mich rd. 60 Cent gekostet — bei United Mobile wäre auch dieser Anruf an mich kostenlos gewesem …
Aber zurück zum Datenpart; an sich funktioniert die ICQ-SIM – im folgenden Gesagtes bzgl der ICQ-SIM ist, es sei denn das Gegenteil steht ausdrücklich dort, auch übertragbar auf die UM-DATA-SIM – super, nachdem man die augenscheinlich nicht optionalen Werte »Username» und »Password« denn auch wirklich überträgt. Dies ist ein erster Unterschied zu anderen GPRS-Zugängen, wo i. d. R. anhand der APN-Angabe der Zugang erlaubt wird oder nicht (z. T. auch – das Wort Gebührenfalle fällt einem spontan ein – zu deutlich teureren Tarifen als vielleicht gewünscht).
Anders als bei D1, D2 und o2 (zu e-Plus kann ich nichts sagen), TIM oder auch WIND bekommt mein pppd unter Linux leider keine DNS-Server übermittelt, stattdessen werden lustig 10.11.12.13 und .14 eingetragen — damit ist dann Internetnutzung nur eher eingeschränkt möglich, zumal Anfragen an andere Nameserver augenscheinlich aktiv geblockt oder passiv verschluckt werden (Anfrage kommt beim Nameserver an, dessen Antwort aber passiert nicht das NAT-Gateway von United Mobile). Dank des auf dem Akoya Mini installierten Windows konnte ich aber immerhin über diesen Umweg die Nameserver von United Mobile in Erfahrung bringen:

PPP-Adapter HUAWEI3G.ICQ:
Verbindungsspezifisches DNS-Suffix:
Beschreibung. . . . . . . . . . . : WAN (PPP/SLIP) Interface
Physikalische Adresse . . . . . . : 00-53-45-00-00-00
DHCP aktiviert. . . . . . . . . . : Nein
IP-Adresse. . . . . . . . . . . . : 172.31.23.37
Subnetzmaske. . . . . . . . . . . : 255.255.255.255
Standardgateway . . . . . . . . . : 172.31.23.37
DNS-Server. . . . . . . . . . . . : 212.47.170.2
212.47.171.2
Primärer WINS-Server. . . . . . . : 10.11.12.13
Sekundärer WINS-Server. . . . . . : 10.11.12.14
NetBIOS über TCP/IP . . . . . . . : Deaktiviert

Über ein Skript in /etc/ppp/ip-up.d/ trage ich bei Einwahl bei UM nun jene Adressen in /etc/resolv.conf ein; es scheint ein nicht seltenes Problem zu sein, auch ein Debian-Bugreport exisitiert — wär’ jetzt schön, wenn Linux’ PPP nicht schlechter funktionieren würde als der Windows-Kram …
Von diesem Detail abgesehen – das eher Linux’ PPP-Daemon denn dem Anbieter anzulasten sein bzw. von den Anbietern auf Basis von »es tut ja unter Windows« als Endkunden-PC-Problem eingestuft werden dürfte –, funktioniert die ICQ- bzw- UM-DATA-SIM gut, verglichen mit manchen Tarifen großer Mobilfunkanbieter ist sie zudem für gelegentliche Nutzung günstig — zumal bei Nutzung im Ausland. Das verwendete Netz ist vielfach das der lokalen Vodafone-Dependance — das sollte meistens einen guten Netzausbau, auch mit UMTS/HSxPA. ergeben. SMS-Versand zu 19 Cent/SMS bei der ICQ-SIM ist meines Erachtes selbst innerhalb Deutschlands ein konkurrenzfähiger Preis. Was ich noch nicht ausprobiert habe ist MMS — da dafür keine Preise genannt werden, fürchte ich mal, daß dieser Dienst nicht angeboten wird; sollte dem so sein, eignete sich die ICQ-SIM zwar für rückständige Geräte wie das iPhone, nicht aber für moderne Kamerahandies, wo MMS seit ca. 10 Jahren zum Standard gehört. das fände ich latent schade, grade bei einem »ICQ«-gelabelten Produkt, welches sich eher an Junge Leute richtet …
Wermutstropfen ist allerdings die derzeit fehlende Rückwärtsauflösung für die Adressen, mit denen man über United Mobile ins Internet gelangt; inwiefern einem das Probleme macht, wird man selbst herausfinden müssen. Die Hotline konnte mit dem Begriff schon mal nichts anfangen, aber man wollte immerhin meinem Wunsch entsprechen und die diesbezügliche Meldung an den technischen Dienstleister weiterleiten.