Rant: HPs [censored] Trockentinten für HP Tintenpisser

Der Urlaub ist vorbei, der Alltag hat mich wieder. Mit ihm kommen dann so Alltäglichkeiten wie »Papa, ich brauch’ ein Bild für’s Freundebuch von XYZ«.
Eigentlich eine dieser 5-Minuten-Sachen — ohne Heim-IT wären’s wohl wirklich 5 Minuten: Bild suchen (ok, DAS kann länger dauern ;)), Bildausschnitt ggf. anpassen, Hochladen, in drei Tagen als Foto in den Händen halten. Nur nützt ein normales Foto nicht zwingend was, übliche Fotofelder in Freundebüchern – hießen die nicht früher mal »Poesiealben« oder verwexel ich da was? – scheinen eine Breite von kleiner-gleich 6 cm zu haben, das Fragliche bot Platz für 6×7. Ich hab’ jetzt nicht geguckt, gibt’s das Format bei den einschlägigen Fotodienstleistern?
Anyway, normalerweise erschlage ich derlei mit einem Ausdruck vom Farblaser (Konica-Minolta magicolor 2430DL, Jahres-End-Kauf vom Aldi vor 1,5 Jahren, IIRC) – Farben sind weitgehend stimmig, Qualität ausreichend und hinreichend wischfest ist es auch, auch auf leicht glänzendem Papier.
Tja. Nur leider hat der magicolor rechtzeitig in der ersten Urlaubswoche, pünktlich vor dem Ausdruck der Steuererklärung, den Geist aufgegeben; das Display zeigt nichts mehr an – auch keine Fehler :( –, eine IP-Adresse holt sich der Drucker via Ethernet auch nicht mehr. Und 4 Wochen Stromlosigkeit haben ihn leider auch nicht reanimiert: It’s Dead, Jim :(
Also back to Tintenpisser, hier: HP OfficeJet 56xx All-In-One, denn ein Tischfaxgerät hat einen ungleich höheren WAF als bisherige Lösungen mit Flachbettscanner und Hylafax o. ä. … Die letzte Druckaktion mit diesem liegt also vier Wochen zurück, die 30+ Seiten für das jährliche Steuerlotto.
Gut, ich gebe zu, ich habe eigentlich aus bisheriger Erfahrung insbesondere mit HP (und Samsung/Lexmark) nichts anderes erwartet, aber ob des Ergebnisses des Ausdrucks war ich dann doch erzürnt — die bekannt ungünstigen HP-Tintenvorratsdruckköpfe sind grade mal rd. zwei Monate alt und schon wieder Sondermüll? Entzückend.
Entsprechend sinnvoll ist es denn auch aus meiner Sicht, einen HP-Tintenpisser als Fax-Gerät zu nutzen (z. B. in Form eines All-In-Ones); wenn denn mal ein Fax kommt, bemerkt die supertolle Elektronik der Druckköpfe natürlich nicht, daß hier ohne Tinte auf weiß gedruckt wird und man hat ein unbedrucktes, bestenfalls die oberste Zeile hat am Anfang noch Tintenflecke, Blatt im Ausgabefach. HP Invent: the white-on-white printout …
Daß es durchaus anders geht, beweißt für mich Canon; einen iP4300 habe ich mir vor geraumer Zeit mal zum Bedrucken von CDs bzw. DVDs zwecks Datenarchivierung gekauft; leider wird dieser Drucker nur von nicht freien Treibern (Turboprint für Linux, IIRC, und natürlich Windows) unterstützt. Der letzte Versuch vor ein paar Monaten mit dem damals neu installierten Fedora (Core?) 8 zeigte zwar leider keine Verbesserung der Linux-Unterstützung; aber(!) der Canon druckte nach rd. 6 Monaten Auszeit vom Start weg(!) in allen(!!) Farben. Und das, liebe HP, ohne verkackte patentierte Chips auf den Druckköpfen, die offensichtlich eben nicht dazu dienen, die Enduserexperience zu verbessern (z. B. durch Warnung vor einem nicht sinkenden Füllstand während des Drucks, sprich: Druckkopf eingetrocknet), sondern nur zur Absicherung des Geschäftsmodells: Drucker billig, Tinte exorbitant teuer. HP Invent eben.
Wie paßt das wohl zu Themen wie »Green IT« oder »Nachhaltigkeit«?