Journey's End

Das war’s dann erstmal mit Urlaub 2008. Ab Montag hat mich der Alltag wieder … Lt. Google Maps liegen 3.668 km hinter uns, es ging von Gütersloh nach Noville am Genfer See in der Schweiz, geplant war die Weiterreise nach Spanien. Aufgrund der (Regen-) Wettervorhersage für Blanes kam, nach einer Regennacht in der Schweiz, die Planänderung auf Italien. Immer dem dräuenden Regen einen Schritt voraus, landenten wir erst in bei Fano in den italienischen Marken, wo aus einem Erholungsstopp doch eine Woche Urlaub wurde. Lästig war die den Platz vom Strand trennende Bahnlinie, und einer weiteren Schlechtwettervorhersage glaubend, ging’s dann weiter in die Gegend von Vieste am Gargano-Nationalpark in Apulien.
14 Nächte – mit herrlichen Sonnenuntergängen als auch Sonnenaufgängen – folgten dort, wo vor einem Jahr der Wald in Flammen stand — und was das feuer überstanden hat, ist jetzt zurückgestutzt und zeigt die Brandspuren deutlich.
Die Gegend des Gargano ist eine völlig andere als die Maremma/Toskana; die Straßen quälen sich die Berge, die gleich nach dem Meer hochschnellen, rauf und wieder runter, Einkaufsmöglichkeiten á la großem Supermarkt oder gar einem Centro Commerziale gibt es kaum (das nächste große Einkaufszentrum war vor Manfredonia, rd. 1 Stunde bei V[sub]avg[/sub] von unter 50 km/h entfernt), den Touristenbedarf decken entweder kleine, spezialisierte Touri-Supermärkte oder die, teilweise Tante-Emma-Länden gleichenden, Supermercatos der Einheimischen. Letztere scheinen teilweise kleiner als die zu ihnen führende Beschilderung …
Anyway, mehr ggf. später; auch diese Gegend Italiens hat mir gefallen, allerdings, anders als in der Toskana, kann ich mir dort nicht wirklich vorstellen, seßhaft zu werden. Gefühlt ist man dort entweder Oliven-Öl-Presser oder Fischer — und definitiv besser gut zu Fuß, denn Straßen und Wege sind überwiegend steil.
Wie schon erwartet, schenke ich TIM wieder notgedrungen den Großteil des Prepaid-Traffics:

Hai a disposizione 6425.01 MB residui di traffico dati verso ibox.tim.it.

 
Immerhin, 2,5 GB scheine ich dieses Mal ja abends und ganztags von Freitag, 17 Uhr bis Montag, 9 Uhr, durchgebracht zu haben …
Wie es bei WIND aussieht, kann ich leider nicht checken, www.155.it findet wohl seine Datenbank nichtwieder:

Call to WPG_SESSION API Failed.
Error-Code:20000
Error TimeStamp:Sun, 3 Aug 2008 21:56:56 GMT
Database Log In Failed
TNS is unable to connect to destination. Invalid TNS address supplied or destination is not listening. This error can also occur because of underlying network transport problems.
Verify that the TNS name in the connectstring entry of the DAD for this URL is valid and the database listener is running. 

Meine United Mobile-Data-SIM habe ich mir dann doch neu nach Italien schicken lassen, dieses Mal hat’s auch geklappt und ich konnte auf der Rückfahrt durch Österrreich sie kurz testen: Man bekommt Adressen aus einem Pool »MOBILKOM-LI« (213.33.90.0 – 213.33.90.255), IP-mäßig ist man damit dann Liechtensteiner/Österreicher (Mobilkom Austria scheint involviert zu sein). In D und IT ist der Roamingpartner Vodafone, in Österreicht war’s A1. Leider scheint die Abrechnung nicht zu klappen wie erwartet, statt 0,99 EUR/MB verrechnete United Mobile diese Sessions zu einem MB-Preis von 1,39 EUR; eine Anfrage ist raus …
Aber auch das ist deutlich billiger als das, was die deutschen Raubritter mir abgenommen haben — für die Verbindungen, die mein N810 dummerweise auch im Ausland über meine »Internet-Pack-L«-SIM aufbaute, 25 EUR für 10 MB. Ja, surfen im Ausland ist eine Wohltat für die gebeutelten deutschen Netzbetreiber. Nur: bei derart unverschämten Griffen in die Geldbörse der Kunden – im Inland sind für 25,– 5.000 bis 10.000 MB drin! – dürfen sie sich nicht wundern, daß Kunden von ihren Vorteilen in Europa Gebrauch machen und sich im Ausland mit SIMs eindecken, weil es einfach über den deutschen Netzanbieter unverschämt teuer ist.
Aber nunja, das ist eben Lehrgeld, welches man wohl zahlen muß; der nächste Urlaub wird dank dann vorhandener United-Mobile-Ausstattung sicher günstiger sein als das, was die normalen Roamingkonditionen hergeben. Neben den geringeren Minutenpreise für ausgehende Gespräche schlägt bei aktiver Nutzung auch der Preis von 0,28 EUR/Minute bei ankommenden Gesprächen zu Buche. Sicher, das ist ales schon günstiger als noch vor einigen Jahren, aber es geht auch deutlich günstiger:

27.07.2008 21:13:08 Ausgehendes Gespräch 4947xxxxxxxx ITALY 0,29 00:10:55 -3,44

Wie war das, ausgehende Anrufe »nur« 0,58 EUR/Minute, also 6,38 EUR hätte das Gespräch über normales D2-Roaming gekostet?
Aber genug gegrantele über die Roaming- und Datentarif-Abzocke ;)

Eine Lanze für United Mobile

Ich weiß nicht, ob der Autor, Urs Mansmann, des heise-online-Artikels »Mit dem Handy unterwegs« vom gefeatureten Anbieter global günstig nutzbarer SIM-Karten, der dort mehrfach genannt wird, »gesponsort« wurde; ich will das auch nicht unterstellen. Nach meinem ersten Urlaub mit United Mobile-SIM statt Selfmade Callback via Asterisk möchte ich United Mobile einfach einmal loben.
Gut, die Zusendung der Data-SIM hat leider nicht ganz geklappt (trotz anderslautenden Bestätigung nicht am rechtzeitig per Express rausgegangen) und bei der Zusendung an den Interims-Urlaubsort gab’s Kommunikationsprobleme (auf meine Anfrage, ob eine Zusendung nach Genf möglich wäre, wurde die SIM nach Genf geschickt; diese Information ist wohl einem vollen Mailserver zum Opfer gefallen und so liegt meine UM-Data-SIM wohl noch in Genf auf dem Postamt zur persönlichen Abholung), aber alles wurde weitestgehend wieder aufgelöst (am Mittwoch wurde der Auftrag seitens UM wie per eMail besprochen storniert und per PayPal der Rechnungsbetrag mir wieder gutgeschrieben). Aber das Theater hätte ich auch vermeiden können, hätte ich mich nicht erst eine Zeitwoche vor geplanter Abfahrt zum Kauf entschlossen …
Kurzum: zuvorkommender, kundenorientierter Service bei United Mobile, gepaart mit interessanten Produkten wie der Data-SIM – einer 3G-SIM, die in vielen Ländern das Surfen ab 0,99 EUR/MB (zzgl. 0,39 EUR/Verbindung) ermöglicht – oder der ICQ-SIM – im Prinzip eine UM-Data-SIM (evtl. GPRS-only?) mit besonders auf’s chatten fokussierten Tarifen, 0,19 EUR pro gesendete SMS, 1,17 EUR/MB (0,39 EUR/333 KB) zzgl. 0,39 EUR pro Tag der Datennutzung –, welchen zumindest der im heise-online-Artikel gefeaturete Anbieter nichts vergleichbares entgegen zu stellen hat. Daß man über diese SIMs mit Data-Option in vielen Ländern kostenlos erreichbar ist (Anrufer wählt Liechtensteiner Mobilfunknummer) und ausgehende – per Callback realisierte – Telefonate ab 0,29 EUR/Minute (zzgl. 0,25 EUR für den erfolgreichen Verbindungsaufbau zur Zielrufnummer) führen kann, ist tendentiell ein echter Mehrwert — meine Data-only-WIND-SIM belegt derzeit ein Handy, welches als BT-Surfmodem dient, telefonieren darf (kann) ich damit aber nicht mehr.
Natürlich bietet United Mobile, wie auch GlobalSIM, ganz normale SIMs für Sprachkommunikation an. Aber grade die Optionen auf relativ günstige Datennutzung – im Nachhinhein wäre über die UM-Karte mich das Nachsehen, welchen Text ich TIM SMSen muß, damit der gewünschte Tarif gebucht wird, signifikant günstiger gekommen – halte ich für eine wichtige Innovation; wer länger in einem Land bleibt, wird sich vor Ort informieren müssen. Aber auch das geht deutlich besser, wenn nicht jedes MB 6 EUR kostet wie hier bei TIM, und wenn man es weiß, lassen sich Daten ja auch sparen (keine Bilder nachlagen o. ä.).

Geht doch nach drüben Italien!

Grade im Feedreader gefunden:

Seehofer fordert Schaffung eines Michfonds
from NETZEITUNG.DE
Der Bundeslandwirtschaftsminister hat zusammen mit Milchbauern, Molkereien und Handel ein Maßnahmenbündel geschnürt. Bauern-Präsident Sonnleitner forderte eine schnelle Umsetzung.

 
Dieses Gejammer der Bauern geht mir gehörig auf den Piss, um es mal plakativ zu formulieren. Hier, d. h. aktuell Süditalien, liegt der Endkundenpreis pro Liter Milch bei 1,50 EUR und aufwärts. Meinethalben darf er dort auch in D landen — aber, was wollen wir wetten: dann jammern die Bauern über den mangelden Absatz und dadurch verfallende Erzeugerpreise … ganz abgesehen davon, daß zunehmend Kritik laut wird am Nahrungsmittel (Kuh-)Milch.
Auch wenn nächstes Jahr (wohl erneut nicht verfassungsgemäße) Bundestagswahlen sind: Berlin, halte Deine Finger im Zaum und Dich mit neuen halbgaren Regelungen bitte zurück!

Fonera to the rescue

Die gute Nachricht (für mich) vorweg:

wusel@brick:~$ traceroute www.heise.de
traceroute to www.heise.de (193.99.144.85), 64 hops max, 40 byte packets
1 Client-AP.lan (192.168.1.1) 2 ms 2 ms 2 ms
2 Market.lan (192.168.2.1) 5 ms 8 ms 6 ms
3 host245-162-static.39-88-b.business.telecomitalia (88.39.162.245) 15 ms 15 ms 15 ms
[...]
17 heise2.f.de.plusline.net (213.83.46.132) 59 ms 44 ms 59 ms
18 heise2.f.de.plusline.net (213.83.46.132) 46 ms !A * *

Mittels zweier Kamikaze-Foneras habe ich mir nun einen Repeater gebaut, der auf Kanal 1 mit dem WLAN »Market« spricht – ganz erstaunlicherweise mit angeblich noch 36 MBit/sec, vom Gestänge des Vorzelts baumelnd, Line-of-Sigh und Fresnel-Zone als akademischen Tand abtuend – als WLAN-Client (mit statisch konfigurierter IP auf WLAN-Seite; irgendwie wollte meine Interpretation der Anleitung sich nicht mit dem ausgeführten Code im erwarteten bzw. erzielten Ergebnis decken). Vom LAN dieser Fonera (»Client-AP«) kommenden Verkehr nattet sie auf die (statisch konfigurierte; Kudos an den, der jemals die .222 per DHCP zugewiesen bekommen sollte …) WLAN-IP; das LAN ist direkt mit dem LAN der zweiten Fonera verbunden, welche als »AP1« auf Kanal 6 das WEP-WLAN »XTD« aufzieht (gebridged mit dem LAN). Durch das Bridging ist »Client-AP« für DHCP und DNS zuständig, der Zugriff erfolgt entsprechend transparent für den Client. Das olle Firewall-Gebimmsel habe ich auf beiden Foneras durch ein S99firewall-down-Skript, welches nur /etc/init.d/firewall stop ausführt, als störend empfunden aus dem Weg geräumt.
Warum zwei Foneras, kann doch der Atheros-Chipsatz in jenen Multi-APs? Mit nur einem »Radio« kann man leider nicht zeitgleich auf unterschiedlichen Kanälen senden/empfangen, ein Repeating auf Kanal 1 könnte sich aber kontroproduktiv auf den eigenen Empfang auswirken (der hier viel besser erscheint, als er sein dürfte). So repeatet die zweite Fonera eben auf Kanal 6 das Platz-WLAN; WEP-verschlüsselt nur aus formalen Gründen: ich fahre darüber sowieso OpenVPN, so ist es aber nicht ein weiteres offenes WLAN …
So, dann kann ab Samstag also auch der Medion akoya Mini im Urlaub ans Netz gehen. Fein, fein ;)

Wetter: gut; WLAN: verschlüsselt

Das sind so Dinge, die ich gar nicht schätze. Hier auf dem Campingplatz sind zwei public WLANs installiert, eines am Empfang und eines in der Einkaufszone — es ist ein weitläufiges Areal, da flächendeckend WLAN ob eines Bruchteils an Nutzern zu installieren lohnt eher nicht.
Leider empfange ich das platzeigene WLAN an meinem Stellplatz nicht, bis vorgestern allerdings ca. 20 m entfernt zumindest ein anderes, »residence m3«, wohl von einem Platz auf der anderen Seite/der nächsten Bucht. Da ich es mit dem N810 nutzen konnte, solte ein Fonera als Relay gute Dienste leisten; als kleine Fingerübung wollte ich das eigentlich in der Nacht zum Freitag zusammenstöpseln und habe mir auch das notwendige Equipment (Mehrfachstecker, Verlängerung, spritzwassergeschütztes Behältnis) beim Schlechtwetter-Ausflug nach Foggia (ca. 80 Straßen-km entfernt) besorgt. Und was sehe ich jetzt?

ath0 Scan completed :
Cell 01 - Address: 00:14:C1:26:37:E0
ESSID:"residence m3"
Mode:Master
Frequency:2.437 GHz (Channel 6)
Quality=16/70 Signal level=-79 dBm Noise level=-95 dBm
Encryption key:on
Bit Rates:1 Mb/s; 2 Mb/s; 5.5 Mb/s; 6 Mb/s; 9 Mb/s
11 Mb/s; 12 Mb/s; 18 Mb/s; 24 Mb/s; 36 Mb/s
48 Mb/s; 54 Mb/s
Extra:bcn_int=100
IE: WPA Version 1
Group Cipher : TKIP
Pairwise Ciphers (1) : TKIP
Authentication Suites (1) : PSK
Extra:wme_ie=dd180050f2020101000003a4000027a4000042435e0062322f00
Cell 02 - Address: 00:14:C1:26:33:CC
ESSID:"residence m3"
Mode:Master
Frequency:2.437 GHz (Channel 6)
Quality=10/70 Signal level=-85 dBm Noise level=-95 dBm
Encryption key:on
Bit Rates:1 Mb/s; 2 Mb/s; 5.5 Mb/s; 6 Mb/s; 9 Mb/s
11 Mb/s; 12 Mb/s; 18 Mb/s; 24 Mb/s; 36 Mb/s
48 Mb/s; 54 Mb/s
Extra:bcn_int=100
IE: WPA Version 1
Group Cipher : TKIP
Pairwise Ciphers (1) : TKIP
Authentication Suites (1) : PSK
Extra:wme_ie=dd180050f2020101000003a4000027a4000042435e0062322f00

Richtig:

  1. Die Fonera würde das m3-WLAN auch direkt vor unserem Zelt empfangen (Laptop, N810, N95 zeigen kein WLAN an).
  2. Die m3-ler haben doch tatsächlich wohl am Donnerstag das WLAN auf Verschlüsselung umgestellt; auch mein N810 zeigt nun statt eines offenen WLANs eines mit starker Verschlüsselung an.

Nun habe ich keine exzessiven Downloads darüber gemacht; wie auch, mit einem N810 und, testweise, einem Medion akoya Mini, als Endgerät. Stellt sich also die Frage, ob das WLAN da noch im Aufbau war und jetzt entsprechend ausgebaut (und verschlüsselt) wurde – dafür spricht, daß am 20.07. noch kismet nur 00:14:C1:26:37:E0 gefunden hat – oder wie man festgestellt haben sollte, daß der Zugriff nicht aus dem m3-Komplex selbst kam. Naja, egal, eigentlich. In ca. 20 m empfange ich das platzeigene WLAN auf Kanal 1, dann werde ich das von dort halt repeaten — über einen zweiten Fonera, verschlüsselt, auf Kanal 6 ;)

Wind, oder: noch mehr Schatten

Mal was anderes als nur Sonnenschein-Bilder: derzeit sitze ich in unserem Trigano Chamboard und sinniere darüber, ob so ein Wohnwagen nicht doch die klügere Wahl gewesen wäre. So bei Windstärke 6 – lt. wetter.com, lokal messen kann ich leider nicht – erscheint, im Zelt sitzend, so ein Wohnwagen doch als die lustigere Variante, da zieht nichts, da quietscht und wachelt das Gestände nicht …
Allerdings sind Faltcaravane wie unser Chamboard, der allwissenden Müllhalde zufolge, »sturmfest«, das macht natürlich wieder Mut, und solange die Kinder ruhig durchschlafen – bislang, toi, toi, toi, gegeben –, was stört da schon ein bißchen wackeln und quietschen? Naja, wenn da nicht das Problem mit den Heringen wäre, Fels ist doch eher mit einer Bohrmaschine zu bearbeiten denn mit Hammer und »Nagel«; leider habe ich nicht dran gedacht, den Bohrhammer einzupacken, dies und Instantzement wäre für’s nächste Mal auf Fels vielleicht eine Idee …
Blöd ist auch, daß zwar ein, zwei offene WLANs in relativer Reichweite sind, ich aber natürlich weder (ausreichend) Mehrfachsteckdosen noch adäquat-wasserdichte Behältnisse eingepackt habe; mit WIND ganztags mit GPRS und TIM abends mit HSxPA wäre eine geschickt platzierte »Tupperdose« mit 3x Accesspoint (je 1x als Client zu jedem WLAN, 1x als neuer AP auf neuer Frequenz — vorzugsweise mit opvn und olsrd-Routing über das jew. bessere WLAN) schon nicht schlecht, grade wenn der Wetterbericht noch ca. 2 weitere Sturmtage vorausorakelt. Aber dazu hätte ich statt ‘ner Handvoll Foneras wohl auch »was richtiges«, sprich einen (OpenWRT-) AP mit mehr als einem Ethernetport, einpacken müssen. Naja, hinteher ist man bekanntlich immer schlauer ;)
So bleibt mir nur, für die apulische Adria-Küste auch die Rückkehr des Sommers mir zu wünschen, in Deutschland soll er, erheischten Schlagzeilen sowie Berichten von Daheim zufolge, ja bald wiederkehren.

… Schatten

Schrieb ich eigentlich schon von den Schattenseiten der italienischen Adriaküste? Nein? Komisch, alleine in der letzten Nacht haben sich rd. 10 Mücken an mir genährt, vollkommen unnötigerweise ihr mich juckendes Gift injezierend. Narf. »Nur eine tote Mücke/Fliege ist eine gute Mücke/Fliege«; dieser kluge Spruch findet viel zu wenig Beachtung …

Zwischenfazit N810

Das ist alles grade sehr unerquicklich, drum mache ich es kurz: für mich hat sich mit dem N810 nicht erfüllt, was ich mir erhofft hatte. Es ist, dank integrierter Tastatur ein hochportables Gerät, keine Frage; und auch tippen ist erträglich, für die Größe, damit möglich — diesen Text verfasse ich während der Wartezeit auf das Laden von www.wetter.com auf dem N810.
Aber leider ist es eben doch nur ein Gerät mit der Leistung eines modernen Smartphones, nicht der wenigstens eines Netbooks. Mehrere Flashanimationen — und die CPU ist am Ende. Mehrere Browserfenster mit leider state-of-the-art-Animationen — nix geht mehr, »… antwortet nicht. Abbrechen?«
Das Display reicht mit 800×480 nicht für die Anzeige von GoogleMaps. unterwegs in Italien hat sich GoogleMaps als hilfreiches Tool erwiesen — auf Note- oder Netbook, nicht aber, weil zu lahm und zu kleiner Screen, auf dem N810.
Das Fehlen eines direkten GSM-Moduls nötigt zum mitschleppen eines BT-fähigen Telefones; typischerweise ist, will ich das N810 nutzen, entweder das »Modem-Telefon« leer oder das N810.
Und nur für den gelegentlichen Blogeintrag am öffentlichen Hotspot — nee, da würde auch meine Finanzministerin streiken …
wetter.com ist übrigens noch immer nicht fertig, hat sich wohl wieder mit dem N810-Browser und Mobilfunk-Ladezeiten verhakt :(e

Moderne Wegelagerei

Damnit. Ich war fast am Ziel, und dann das! Zwar ist die United Mobile-Data-SIM nicht mehr rechtzeitig angekommen – sie wartet nun auf eine Zustelladresse im europ. Ausland –, aber dank WLAN am 1. Campingplatz war das nicht wirklich schlimm.
Da das Wetter nicht dem entsprach, was wir uns für die Urlaubszeit in Südeuropa erhofften, gab es sponate Planänderungen: streiche Spanien, setze Italien. Und dank TIM-SIM – und zu Hause vorrecherchiertem Angebot – sollte ja der Netzzugang ab Italien wieder problemlos und günstig möglich sein. Und in der Tat, eine 30-EUR-Rubbelkarte gekauft, Code freigerubbelt und TIM mitgeteilt, voila, 32,81 EUR Guthaben, reicht für die 25,–, die die 9-GB-Monatsflat wieder kostet. Noch schnell, über TIM, denn beim Roaming kostet die MB ja horrende Summen, die Aktivierungsdaten (bestimmter SMS-Text – PRO TIME – an bestimmte Nummer) auf www.tim.it nachgeschlagen, und dann … sind statt 32 EUR »weniger als 28« noch da. Hä‽
Also nochmal zum freundlichen Euronics-Händler, der mir aber auch nichts sagen kann; sowas kann der TIM-Shop aufklären, aber der hat da schon zu. Nach ein paar hundert von TIM auf »HELP«-Anfragen erhaltenen SMS gebe ich auf und tue, wie die Telefonstimme mir empfiehlt: »Für weitere Informationen gehen Sie auf www.tim.it«. Das tue ich dann auch; uns ja, es fehlen rd. 15 EUR, aber wo sie gebieben sind, verrät mir die Onlinerechnung nicht: es liegen keine Daten vor. Und ich habe auch keinen coolen Tarif gebucht, die 15 EUR sind scheinbar einfach … weg.
So wie plötzlich auch die Verbindung; TIM mag nicht mehr mit mir sprechen: »LCP terminated by peer«. Na Klasse. Also kein Internet am Montag, Dienstag schnell zum TIM-Shop gefahren — der hat aber Dienstags zu; oder an einem anderen Werktag generell und sonst nur nach Terminabsprache offen, so ganz verstanden habe ich das Schild nicht.
Da TIM also nicht mehr wollte, habe ich mir eine »SUPERINTERNET SIM« von WIND geholt, für 20 EUR (10 EUR bringt die SIM für 10 EUR mit) gibt’s da ein Angebot, 24/7 bis zu 2,5 GB zu versurfen. Warum diese als reine Daten-SIM verkaufte Karte eine italienische Rufnummer besitzt – oder überhaupt ein Mobilfunkanbieter vollwertige SIMs zu reinen Datenkarten abspeckt; ginge auch Voice, würde ich ja vielleicht auch über WIND telefonieren statt nur über United Mobile – verstehe, wer will.
Mitterweile, nach einem Tag, erklärt sich auch der Verbleib meines TIM-Guthabens:

Nazionale n.d. n.d. 14/07/2008 - 17:43:09 500 KB 3.00
Nazionale n.d. n.d. 14/07/2008 - 17:43:54 500 KB 3.00
Nazionale n.d. n.d. 14/07/2008 - 17:44:05 500 KB 3.00
Nazionale n.d. n.d. 14/07/2008 - 17:44:38 500 KB 3.00
Nazionale n.d. n.d. 14/07/2008 - 17:45:18 440 KB 2.64 

Eine Minute 52 Sekunden TIM.it über TIM ansurfen: 14,64 EUR. Und so edel, wie der Preis erwarten liesse, war die Verbindung nun auch wieder nicht … Tja, das MB für 6,00 EUR, ich fürchte fast – bei United Mobile kostet das übrigens im Roaming 0,99 EUR –, ich wäre mit Vodafone D2- oder o2-Roamingtarifen besser billiger gefahren.
Sauerei.
Zumal, da der Traffic nicht auftauchte – und auch nicht kostenlos in Erfahrung zu bringen war – und somit die Nachforschungen auf den kruden, grafiklastigen Seiten von TIM.it das Guthaben völlig aufzehrten:

Nazionale n.d. n.d. 14/07/2008 - 22:58:57 500 KB 3.00
Nazionale n.d. n.d. 14/07/2008 - 23:01:16 500 KB 3.00
Nazionale n.d. n.d. 14/07/2008 - 23:01:47 500 KB 3.00
Nazionale n.d. n.d. 14/07/2008 - 23:02:47 500 KB 3.00
Nazionale n.d. n.d. 14/07/2008 - 23:04:44 500 KB 3.00
Nazionale n.d. n.d. 14/07/2008 - 23:08:08 500 KB 3.00
Nazionale n.d. n.d. 14/07/2008 - 23:09:28 27 KB 0.16

Mir fehlen tatsächlich etwas die Worte …
Aber super, daß die EU so das Wohl der Bürger im Auge hat und Romingkosten »harmonisieren« will — wie wär’s, mal gegen den Wucher bei den nationaen kB(!)-Preisen bei den europäischen Mobilfunkern vorzugehen?