Die Milestone-Odyssee

Ich glaub das ja irgendwie nicht; ich habe grade nochmals versucht, ein Milestone bei o2 in Deutschland zu bestellen:

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(Screenshot available, aber ich kämpfe grade mit dem WLAN bei der #140conf in London – lustigerweise in der herausragenden Location »The O[sub]2[/sub]« –und das WLAN gewinnt derzeit noch weil mein Ubuntu Jaunty oder der BCM4312-Treiber scheinbar die EAP-Pakete des vorgesehenen WLANs nicht mag :()

Will o2 den/das Milestone nicht verkaufen?  :(

Chronistenpflicht

Aus SchülerVZ wurden Daten kopiert, ein mutmaßlicher Täter wurde verhaftet – und beging später Selbstmord. An sich schon wenig erfreulich.
Mittlerweile werden die Hintergründe beleuchtet und in den Kommentaren kommen – vielleicht authentische – Chatlogs zum Vorschein, in denen angeblich der CTO des SchülerVZ-Betreibers mit dem vermeintlichen Täter und späteren Selbstmörder sich unterhält:

# R.I.P
Nov 4th, 2009 @ 20:42

log_2009-10-17_:08:06 -|- exit^ [~exit@s1.eva.3x1t.net] has joined #channel
log_2009-10-17_:12:00 ich hab grad mitn CTO von StudiVZ telefoniert :/
log_2009-10-17_:12:00 blah ich soll die dumps vom server löschen..
log_2009-10-17_:12:01 ich hab da daten im wert von millionen.. bla
log_2009-10-17_:12:01 exit^: was redest du da überhaupt?
log_2009-10-17_:12:01 (11:19:17) batlogg: ich will nicht drohen, sondern eine lösung. du weisst was für ein straftbestand das ist?
log_2009-10-17_:12:01 (11:19:32) batlogg: und das wir hier über daten im wert von mehreren millionen eur reden?
log_2009-10-17_:12:01 (11:19:52) batlogg: an deiner stelle würde ich die daten erstmal nicht weitergeben
log_2009-10-17_:12:02 hab ich mir auch gedacht
log_2009-10-17_:12:03 das war ausn icq ;)
log_2009-10-17_:12:03 “(11:30:47) batlogg: ich würde dich gerne anrufen. bzw. dich mit einem rechtsbeistand verbinden.”
log_2009-10-17_:12:03 exit^: darum würd ich mir niemals ne .de-domain holen :P
log_2009-10-17_:12:04 mich ruft jetzt dann noch ‘n anwalt von denen an.. der will mir irgendwas erzählen.. als ob der neutral wäre ;)
log_2009-10-17_:12:22 (12:21:53) batlogg: weiss ich nicht.
log_2009-10-17_:12:22 (12:22:06) batlogg: ich versprech dir, das ich dich nicht in die scheisse reinreite.
log_2009-10-17_:12:22 (12:22:13) batlogg: wenn ich das wollte, hätte ich das getan.
log_2009-10-17_:12:22 soll ich dem glauben? der will die datenbank :P
log_2009-10-17_:12:25 12:23:53) batlogg: ich vertrau euch ebenso, das ihr da jetzt PR mässig keine scheisse baut…
log_2009-10-17_:12:25 (12:25:00) exit: PR mäßig keine “scheiße”? wäre es “scheiße” den code vom crawler public zu machen? oder die funktionsweiße detailiert zu erklären?
log_2009-10-17_:12:25 (12:25:31) batlogg: nö, die story können wir gerne veröffentlichen. sogar auf unseren technik-blog.
log_2009-10-17_:12:25 (12:25:38) batlogg: aber bitte dann, wenn das nicht mehr geht.
log_2009-10-17_:12:25 (12:25:50) batlogg: wenn wir rate-limits haben, oder bessere captchas
log_2009-10-17_:12:25 (12:25:51) batlogg: oder …
log_2009-10-17_:12:28 exit^: was gibts denn da bitte “detailliert zu erklären”?
log_2009-10-17_:12:48 was auch immer du gemacht hast, dass die von studivz so angepisst sind, danke dafür exit^
log_2009-10-17_:15:31 exit^: [www.heise.de]
log_2009-10-17_:17:38 -|- exit^ [~exit@s1.eva.3x1t.net] has quit [Read error: EOF from client]

 

 
Merkwürdig. Und, wie Jörg-Olaf Schäfers anmerkt:

Kurzer Kommentar zu Kommentar 1: Das da oben soll ein Mitschnitt eines Chats zwischen dem mutmaßlichen Erpresser Matthias L. und dem CTO von StudiVZ, Jodok Battlog, sein.
Ob es authentisch ist, ist nicht belegt. Verbreitet wird es natürlich trotzdem.

 
Verständlicherweise äußert sich jener CTO nicht zu den veröffentlichten – angeblichen – Details:

@JoSchaefers: ich kommentiere mutmaßliche, einzelne, aus dem zusammenhang gerissene details zu ermittlungsunterlagen nicht.

 
Man wird sehen …

VogelSchweinegrippe

Lese grade bei Spiegel Online einen Artikel zur »Schweinegrippe«:

Indiz dafür sei auch, dass sich die Menschen zu 90 Prozent in Deutschland angesteckt hätten. Im Sommer seien die meisten Infektionen noch auf Auslandsaufenthalte zurückzuführen gewesen. Für die Zukunft könne man zudem auch schwere Krankheitsverläufe und eine steigende Zahl von Todesfällen nicht ausschließen.

 
Da verstehe ich jetzt was nicht. Noch zum Ende des Sommers wurden Ärzte in grade gelandete Jets geschickt, busweise wurden Urlauber – Presseberichten zufolge jedenfalls – zur Untersuchung gekarrt. Und jetzt? Jetzt hat man – passend zur etablierten Zwei-Klassen-Medizin – zwei verschiedene Impfstoffe – einen mit latent weniger Nebenwirkungen für die herrschende Kaste, einen mit potentiell, man weiß es ja noch nicht, mehr Nebenwirkungen für’s Volk – eingekauft, und damit die staatlicherseits vorgestreckten Kosten auch aus dem Gesundheitssäckel erstattet werden, ist’s natürlich wichtig, daß sich möglichst viele impfen lassen. Hört man deshalb nichts mehr von Prävention jenseits »bitte keine Hände schütteln« und den Impfaufrufen?

Binnen weniger Tage hat sich die Zahl der Schweinegrippe-Neuinfektionen laut RKI fast verdoppelt. Vor zwei Wochen seien 3075 neue Fälle registriert worden, in der Woche davor seien es noch 1860 gewesen, so Hacker. Seit April dieses Jahres haben sich demnach insgesamt 30.000 Menschen in Deutschland mit der Schweinegrippe angesteckt.

 
Nunja, dann harre ich einfach mal der Dinge, die da virulent mich erwischen werden, statistisch gesehen. Ich glaube allerdings, daß ich aus gutem Grunde mich wenn, dann eher erst ein einigen Wochen impfen lassen würde.

“Die Pharmaindustrie wird schon nicht so fahrlässig sein, dass sie den Tod von Millionen von Deutschen in Kauf nimmt” [, so der 51-Jährige.]

 
So hätte ich auch gedacht, hätte es den Contergan-Skandal nie gegeben. Und selbst, stürbe ich nicht, dauerhafte Schädigung der Gesundheit muß nicht immer besser sein als ein schneller Tod …

Pay for Ads

Nachdem die RTL-Gruppe schon seit Jahr und Tag versucht, den Einstieg in den Ausstieg der Free-TV-Kultur in der deutschen Fernsehlandschaft einzuleiten und dies zumindest für HDTV durchziehen will, kommt nun auch Pro7Sat1 mit Plänen zur Umwandlung von Free- in Pay-TV um die Ecke:

Der hochverschuldete Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 vollzieht eine Kehrtwende. Deutschlands größte private Sendergruppe will sich künftig nicht mehr hauptsächlich auf Einnahmen aus dem Verkauf von Werbezeiten verlassen und plant langfristig Nutzungsgebühren für die Zuschauer von Pro Sieben, Sat 1 und Kabel 1. […]
Der Konzern plant, für bisher frei empfangbare Sender wie Pro Sieben, Sat 1 oder Kabel 1 von den Zuschauern eine Nutzungsgebühr zu verlangen. “Für die Zukunftsfähigkeit des Konzerns ist es enorm wichtig, dass wir Beziehungen zu den Endkunden aufbauen, etwa über Pay-TV, Video-on-Demand oder andere Geschäftsmodelle”, unterstrich Ebeling. […]

 
»Beziehungen zu Endkunden«, ahja. Da Pro7Sat1 finanziell nicht grade gut dasteht …

ProSiebenSat1 ächzt im Gegensatz zum Konkurrenten RTL Group unter einem gewaltigen Schuldenberg. Dem Konzern bleibt gar nichts anderes übrig, als die Kosten massiv zu senken und neue Einnahmequellen zu erschließen. […]

 
… dürfte dieses »FreeTV-Abo« nichts weiter bedeuten als eine Grundverschlüsselung der P7S1-Sender über Satellit. Also weiterhin ausgedehnte Werbeunterbrechungen, Einblendungen ins laufende Programm und die Intelligenz von Glühwürmchen beleidigende Gewinnspiele. Konsequenterweise darf man erwarten, daß P7S1 dafür, wie auch beim HDTV-Angebot, auf die unsägliche HD+-Plattform setzt, die ausgedehnte Gängelung des Benutzers ermöglicht, also sendergesteuerte Aufzeichnungsverbote, Verhinderung des Überspringens von Werbepausen, …
Wenn das die Vorstellung von P7S1 von »Beziehungen zu Endkunden« ist, dann möchte ich zumindest in der Beziehung doch lieber beziehungslos bleiben. Wo bleibt der Benefit für den »Endkunden«, was ist die Mehrleistung für die geplante »Nutzungsgebühr«? Niemand zwingt P7S1, ihre Programme überhaupt zu senden; ob ohne inhaltliche Änderung das Gros der Noch-Zuschauer bereit sein werden, für das Angebot der P7S1-Gruppe zu zahlen, würde ich bezweifeln.
Funktionieren kann eine solche Strategie, wenn die Konkurrenz – hier: die RTL-Gruppe – mitzieht, und RTL war ja schon vor Jahren auf diesem Trip. Mit dem Wegfall der Sender von P7S1 – Pro7, Sat.1, Kabel1, … – und RTL – RTL, RTL II, VOX, … – würde es dann schon relativ einsam im FreeTV, dadurch könnte es durchaus »Bedarf« beim Zuschauer geben für ein kostenpflichtiges Angebot, selbst, wenn es von Werbung durchsetzt wäre wie heute …

Serviceoase

Ts, da habe ich gar keine Rubrik für hier im Blog: ich möchte nämlich ein Unternehmen mal ausdrücklich für seinen Support loben!
Wie schon berichtet, habe ich meinen Ritto-TwinBus der Gegensprechanlage (Haustür <->Wohnung) per Arzberger TFE5 an eine Fritzbox angeschlossen und kann nun auf jedem MFW-fähigen Telefon den Türruf annehmen und ggf. die Tür öffnen — kein lästiges aus-dem-ersten-Stock-sprinten mehr für nichts und wieder nichts (Drücker, Nachbarskinder bevor die eigenen aus der Tagesschule da sind, Leute, die sich in der Klingel geirrt haben, …), genial.
Lieder gibt es bei der Anbindung der TFE5 mit Firmware V1.1 noch ein paar Probleme, insbesondere im Zusammenspiel mit der Fritzbox:

  1. Da die Fritzbox ca. 2 Sekunden auf Nachwahlziffern wartet, es sei denn, man sendet # am Ende der Rufnummern, was der TFE5 bislang nicht kann, verzögert sich auch jede externe Anwahl
  2. Der Ton des Mikrofons an der Haustür ist trotz maximaler Verstärkung in den Gigaset-DECT-Geräten seeeehr leise, leiser jedenfalls als im Ritto-Haustelefon
  3. Eine Anwahl der Haustür ist – entgegen meiner vorigen Erfolgsmeldung – genausowenig möglich wie eine Annahme des Haustürgesprächs am Ritto-Haustelefon

Mit diesen Punkten hatte ich mich an die Info-Adresse der Fa. Arzberger gewandt – und heute Antwort erhalten: Zu 1. und 2. bringt die aktuelle Version V1.3 der TFE5-Firmware Verbesserungen, so können nun auch * und # von der TFE5 gewählt werden, ferner kann das Warten auf eine telefonseitige Gesprächsannahme von 10 auf, IIRC, 13 Ruftöne verlängert werden. Für die Lautstärke wird eine andere Einstellung vorgeschlagen, welche ich ASAP ausprobieren werde. Nur für die Anwahl der Haustür über den TFE5 gibt es derzeit keine Lösung gensausowenig wie für die Unmöglichkeit der parallelen Nutzung des Wohntelefons, wie es der TwinBus eigentlich vorsehen würde. Letzteres scheitert daran, daß der TFE5 wegen der analogen Tk-Schnittstelle aktiv BUSY, RINGING usw. am Ton auf der Leitung erkennen muß, dies kostet Zeit und ist somit nicht transparent machbar (es könnten mehrere Sekunden des Tons von der Türsprechstelle zum Telefon verloren gehen heißt es). Daher belegt der TFE5 mit dem Belegen des a/b-Ports auch den TwinBus, was für andere Sprechstellen am TwinBus bedeutet, daß sie nicht mehr zum Zuge kommen können; faktisch besteht sofort ein Gespräch zwischen Türsprechstelle und Tk-Anlage – daher hört man auch das lustige Tuuuuut, Tuuuuut draußen. Nicht ganz schön und ich habe auch noch keinen Weg gefunden, das über den steuernden Asterisk zu unterbinden, aber aushaltbar.
Ich warte nun auf das V1.3-ROM, mit dem die Sache zumindest in meiner Konstellation noch deutlich besser laufen sollte. Und ich bin froh, daß es noch Hersteller gibt, die auf Kundenanfragen auch reagieren.

Ubuntu Jaunty Jackass & die Microsoft Bluetooth Notebook Mouse 5000

Wer dies Blog verfolgt, weiß, wie unzufrieden ich mit meinem dist-upgrade auf Ubuntu 9.04 (bei mir »Jaunty Jackass« genannt, dieses »Jackelope« oder so kann ich mir nicht merken) bin, insbesondere auf meinem kleinen Schätzchen, dem HP Mininote 2133. Während nämlich nach der Installation von 8.04 oder 8.10 (can’t remember, dürfte ich aber bebloggt haben) dieses von einer schwachbrüstigen VIA-CPU angeschobene (von »treiben« würde ich da nicht sprechen, es ist leider spürbar langsam, zumindest im Vergleich zum Atom-getriebenen akoya Mini, welches ich für meine bessere Hälfte anschaffte) Netbook angenehm komplett unter Linux funktionierte (d. h. WLAN (über ndiswrapper, aber, hey, immerhin funktionierte es), BT, Sound, LAN, SD-Leser, Suspend & Hibernate, …), funktionierte meine extra angeschaffte Bluetooh-Maus (klein und fein, Standard-Bluetooth statt USB-Funkdongle, von Microsoft) nach dem Update nicht mehr. Pairing tat lt. BT-Manager, nicht aber nach syslog oder Mausfunktion.
Nachdem ich nun mein 2133 verstärkt wieder mobil nutzen werde, habe ich grade noch mal gegoogelt — und einen Workaround gefunden!

$ sudo apt-get install bluez-compat
$ sudo hidd --search

… ist jetzt nicht der coolste Workaround, aber immerhin, bei mir hat es, wie bei vielen anderen, funktioniert, ich schreibe dies mit einer per synergy gekoppelten Tastatur aber der MS-Maus für die Mausfunktion (das mit synergy hat primär den Hintergrund des Platzes auf den physischen Desktop; mit der 2133-Tastatur kann man imho hervorragend schreiben, einzig die Neigung des Display nach hinten ist beim großen Akku meines Erachtens zu gering; ja, ich liebe mein 2133!).

Abstrakte Gefährdungslage

In welchen Zeiten leben wir eigentlich? Aktueller Artikel bei Der Westen über eine herrenlose Tasche:

Ein herrenloses Gepäckstück hatte am Donnerstagabend am Essen-Werdener Bahnhof für Unruhe gesorgt. […] Spezialisten von der Bundespolizei fanden sich auf dem Bahnsteig 1 ein, um die Nylontasche zu untersuchen. Sie war einem Mitarbeiter der Deutschen Bahn aufgefallen, weil sie längere Zeit unbeaufsichtigt stehen geblieben war. “Der Nylonsack wurde fachgerecht gesprengt”, berichtet Jürgen Karlisch, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Dortmund. Mittlerweile ist der Inhalt bekannt: ein Radio. Inzwischen ein kaputtes Radio. […]
“Es stellt sich natürlich die Frage, wer um diese Uhrzeit ein Gepäckstück unbeaufsichtigt stehen lässt”, sagt Karlisch, nicht ohne Unmut. Wenn der Nylonbeutel unabsichtlich vergessen wurde, sei nicht mit Kosequenzen zu rechnen. “Aber wenn das ein Trittbrettfahrer war, der auf den Zug der Terror-Drohungen aufspringt, dann verstehen wir keinen Spaß.”

 
Ich würde auch keinen Spaß verstehen, wenn man mein Radio, welches ich an der S-Bahn vergessen hätte, einfach mal so – immerhin »fachgerecht« – gesprengt hätte …
Was kommt als nächstes, vorsorgliches Sprengen von unangekündigten Langzeitparkern? SEK-Einsatz in Vorgärten, die nicht penibel aufgeräumt sind, somit Potential für Bombenverstecke bieten?
Wenngleich ich kein gesteigertes Interesse dran habe, mein Leben und auch nur Teile meines Körpers bei einem solchen hinterhältigen Anschlag zu verlieren: es mutet etwas befremdlich an, daß auf einen Vorort-S-Bahnhof herrenlose »Nylontaschen« einfach gesprengt werden. Mein persönliches Sicherheitsgefühl steigt dadurch nicht; wer den Finger durchgehend am Abzug durchgedrückt hat, der riskiert meines Erachtens Kollateralschäden.
Auch sonst scheint es seltsame Blüten zu treiben:

Lächerlich! Wegen angeblicher Terrorgefahr wird hier im #Marriot #Cologne erst mein Auto und dann mein Gepäck untersucht …

 
Bin mal gespannt, wann diese Strategen vor dem Betreten der Gütersloher Fußgängerzone Leibesvisitationen durchführen lassen …

Das Ende der echten Flatrate startet im T-Festnetz

Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch in Deutschland nach dem Mobilfunk nun auch die Festnetzbetreiber das Wort »Flatrate« neu definieren. Den Anfang, meines Wissens, macht mal wieder die Deutsche Telekom, wie Golem.de berichtet:

Die Telekom bietet ab sofort VDSL auch ohne Zwangskopplung mit dem IPTV-Angebot Entertain an. Allerdings führt die Telekom mit den Doubleplay-Tarifen auf Basis von VDSL ein Traffic-Limit ein, das es in der Variante mit Entertain nicht gibt. […]
“Ab einem übertragenen Datenvolumen von 100 GByte in einem Monat wird die Übertragungsgeschwindigkeit des Internetzugangs für den Rest des Monats auf maximal 6.016 KBit/s für den Downstream und 576 KBit/s für den Upstream begrenzt“, heißt es in den AGB zum VDSL-25-Tarif.

 
Gut, 100 GB ist noch immer das 20fache der üblichen Grenzen bei 3G-»Flatrates«, 6016 kBit/sec ist dann auch noch immer deutlich schneller als 56 kBit/sec beim Rückfall von 3G auf 2G; aber was heißt hier eigentlich »auf maximal« und wird durch diesen Kunstgriff nicht das Verbindungsdatenspeicherungsverbot (von der Vorratsdatenspeicherung mal abgesehen) geschickt ausgehebelt, da für diese »Flatrate« ja nun die Volumina abrechnungsrelevant sind (und die trafficerzeugende IP zum Rechnungsnachweis entsprechend auch aufgehoben werden muß)?
Wie gut, daß es für mich keine Alternative zum bestehenden T-Entertain-VDSL25-Vertrag gibt, da ja bekanntlich lt. aktuellem T-Datensatz an meiner Adresse kein VDSL verfügbar ist … Blöd nur, daß ich dadurch nach wie vor die Fremdfestnetznutzungspauschale pro Sprachminute zahlen muß, die auch die Telekom in neuen Tarifen wieder abgeschafft hätte :(

Peter Hintze? Da war doch was?

Ach ja, das Sommerloch. Der Hintze will einen deutschen Roboter auf den Mond schicken – nette Idee, solange er das in Kohlscher Manier pseudo-privat finanziert, soll mir das recht sein. Aber: »Peter Hintze«? Der stand doch schon mal weiter vorne? Indeed, Wikipedia vergißt (hoffentlich) nicht:

Hintze war von 1990 bis 1992 Bundesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU. 1992 wurde Hintze als Nachfolger von Volker Rühe zum Generalsekretär der CDU gewählt. Zu einer großen Kontroverse führte 1994 seine „Rote-Socken-Kampagne“ gegen das „Magdeburger Modell“. Diese Kampagne trug auch dazu bei, die im Wahlkampf in Führung liegenden Sozialdemokraten und ihren Spitzenkandidaten Rudolf Scharping abzufangen und der CDU unter Helmut Kohl den Wahlsieg bei der Bundestagswahl 1994 zu sichern. Gleichermaßen begünstigte diese polarisierende Kampagne das Image der PDS.[1] Als Hintze 1998 mit einer „Händedruck-Plakatkampagne“ an die alte Strategie anknüpfen wollte, wurde er aus den eigenen Reihen heftig kritisiert. Hintze wurde zum Teil für die Wahlniederlage und den Regierungswechsel mitverantwortlich gemacht. Nach zunehmenden Druck aus der Partei[2] trat Hintze nach der Wahl von seiner Position als Generalsekretär zurück.

 
Soso. Der abgehalfterte Ex-»General« möchte also wieder in die Schlagzeilen? Gerne doch: »Der kleine Peter Hintze möchte aus dem Kinderparadis abgeholt werden, ich wiederhole: der kleine Peter …«

Gezielte Selbstdemontage

Ist das neu? Oder konnte man 2005 auch schon ein »Großplakat spenden«? Falls es nicht neu ist, zeigt dies, wie wenig ich mich vormals um die Parteien gekümmert habe; das jedenfalls ist nun anders.
Definitiv neu scheint mir zu sein, daß die SPD kein noch so kleines Fettnäpfchen ausläßt, sich grundlegend zu blamieren oder zumindest beim geneigten Beobachter unbeliebt zu machen. Macht sie das eigentlich absichtlich oder waren nur noch viertklassige Berater im Budget drin?

Spenden Sie Ihr Großflächenplakat!
Auf dieser Website können Sie für die Bundestagswahl am 27.09.09 Ihr eigenes Großflächenplakat (3,56m * 2,52m) für den Wahlkampf der SPD spenden und selbst entscheiden, wo es für Sie stehen soll.
Helfen Sie mit, dass die SPD in diesen Tagen im Straßenbild präsent ist. Buchen Sie dafür im Zeitraum […]
Mit Ihrer Spende übernehmen Sie lediglich die Schaltkosten – die Druckkosten übernehmen wir. Jede/r Spender/in erhält vom SPD-Vorstand eine Spendenquittung. Natürlich können auch SPD Orts- und Kreisverbände über diese Seite Großflächenplakate buchen.
Wir bieten Ihnen dazu nachfolgend Werbestellflächen in ganz Deutschland zur Auswahl. Einfach eines der Motive auswählen und schon gelangen Sie über die PLZ- und/oder Ortsvorwahl zu den Stellflächen.

 
Gelesen, probiert. Ich dachte, ich spende meinem Heimatort mal so ein fettes Plakat (wobei, eigentlich wollte ich erst einmal wissen, was der Spaß den kosten soll …), aber: denkste, Puppe. »Ihlienworth« kennt die SPD nicht (es würde mich nicht wirklich wundern, hätte ich nicht sichere Erkenntnis, daß es selbst dort SPD-Aktive gibt)‽
Komisch, aber, ok, probier ich’s halt über die Postleitzahl, das kann ja nicht schiefgehen, denn: Fünf ist Trümpf ;)
Hmm, naja, also, ich dachte das jedenfalls so, das mit dem nicht schiefgehen können. Aber, ahem. Die Alte Tante SPD ist immer für eine Überraschung gut: zur Postleitzahl von Ihlienworth (und, IIRC, Steinau) liefert der Plakatspender glatt »Oebisfelde«, bis eben wußte ich nicht einmal, daß es einen Ort dieses Namens gibt — nur, daß er nicht auch nur im weiteren Umkreis des Postleitzahlbereichs 21775 liegt.
Naja, epic fail. Wie üblich. Vielleicht sollten die SPD-Granden eine Umbenennung erwägen, Epic Fail Party, das wäre schon treffend, nicht nur ob der gespaltenen Zunge zu den Bürgerrechten …