Gezielte Selbstdemontage

Ist das neu? Oder konnte man 2005 auch schon ein »Großplakat spenden«? Falls es nicht neu ist, zeigt dies, wie wenig ich mich vormals um die Parteien gekümmert habe; das jedenfalls ist nun anders.
Definitiv neu scheint mir zu sein, daß die SPD kein noch so kleines Fettnäpfchen ausläßt, sich grundlegend zu blamieren oder zumindest beim geneigten Beobachter unbeliebt zu machen. Macht sie das eigentlich absichtlich oder waren nur noch viertklassige Berater im Budget drin?

Spenden Sie Ihr Großflächenplakat!
Auf dieser Website können Sie für die Bundestagswahl am 27.09.09 Ihr eigenes Großflächenplakat (3,56m * 2,52m) für den Wahlkampf der SPD spenden und selbst entscheiden, wo es für Sie stehen soll.
Helfen Sie mit, dass die SPD in diesen Tagen im Straßenbild präsent ist. Buchen Sie dafür im Zeitraum […]
Mit Ihrer Spende übernehmen Sie lediglich die Schaltkosten – die Druckkosten übernehmen wir. Jede/r Spender/in erhält vom SPD-Vorstand eine Spendenquittung. Natürlich können auch SPD Orts- und Kreisverbände über diese Seite Großflächenplakate buchen.
Wir bieten Ihnen dazu nachfolgend Werbestellflächen in ganz Deutschland zur Auswahl. Einfach eines der Motive auswählen und schon gelangen Sie über die PLZ- und/oder Ortsvorwahl zu den Stellflächen.

 
Gelesen, probiert. Ich dachte, ich spende meinem Heimatort mal so ein fettes Plakat (wobei, eigentlich wollte ich erst einmal wissen, was der Spaß den kosten soll …), aber: denkste, Puppe. »Ihlienworth« kennt die SPD nicht (es würde mich nicht wirklich wundern, hätte ich nicht sichere Erkenntnis, daß es selbst dort SPD-Aktive gibt)‽
Komisch, aber, ok, probier ich’s halt über die Postleitzahl, das kann ja nicht schiefgehen, denn: Fünf ist Trümpf ;)
Hmm, naja, also, ich dachte das jedenfalls so, das mit dem nicht schiefgehen können. Aber, ahem. Die Alte Tante SPD ist immer für eine Überraschung gut: zur Postleitzahl von Ihlienworth (und, IIRC, Steinau) liefert der Plakatspender glatt »Oebisfelde«, bis eben wußte ich nicht einmal, daß es einen Ort dieses Namens gibt — nur, daß er nicht auch nur im weiteren Umkreis des Postleitzahlbereichs 21775 liegt.
Naja, epic fail. Wie üblich. Vielleicht sollten die SPD-Granden eine Umbenennung erwägen, Epic Fail Party, das wäre schon treffend, nicht nur ob der gespaltenen Zunge zu den Bürgerrechten …