Greeeeeen

Hmm, der letzte Eintrag hatte es dann trotz der Kürze in sich — drei oder vier Fehler in der initialen Fassung (fixed nach Hinweis; Danke, Cord).
Es entspann sich eine Diskussion ob der Vor- und Nachteile automatischer Rechtschreibprüfung — nunja, ich hatte sie aktiviert, aber der FF3 hier unter Ubuntu Hinreichend Humorlos (8.04) kann nur Englisch (dafür aber auch in der südafrikanischen Variante). Nachinstallieren von alter oder alter&neuer deutscher Rechtschreibung … scheitert:

Wortliste von http://tkltrans.sf.net (alte und neue deutsche Rechtschreibung) 20060716 could not be installed because it is not compatible with Firefox 3.0.3.

 
Tja. Ich habe das Spellchecking nun konsequenterweise deaktiviert, spare also die entsprechenden CPU-Zyklen — und liege damit voll im Trend, blogdoch ist nun ein grünes Blog ;)

Innovatief

Nein, kein Typo.
Nach langweiligen Automatenmarken und lustigen 2D-Einfarbbarcodes ist nun der zwölfstellige Druckbuchstabencode dran, wie bei neuerdings.com nachzulesen. Sehr amüsant nachzulesen, denn man sinniert erst einmal darüber, wann man in die Verlegenheit kommen sollte, einen Brief abschicken zu wollen ohne einen Briefmarkenspender auf weiter Flur.
Meine Erfahrung besagt ja eher, daß von dort, wo es nur Briefkästen, aber keine Briefmarken, gibt, jedes denkbar der Post anzuvertrauende Gut besser, will sagen schneller, selbst transportiert wird … Aber vielleicht treibe ich mich auch nur in den falschen Gegenden rum.
Beruhigend zu wissen, daß ich dieses Novum des alterwürdigen Postdienstes mit keiner meiner Prepaid-Karten (United Mobile, o2, FONIC, TIM, WIND) nutzen kann — wobei doch vielleicht grade Ausländer noch vor dem Problem stehen könnten, eine Briefmarke für die kurz-vor-knapp noch schnell zu verschickende Urlaubskarte nach Hause zu finden. Nun gut, denen würde dann im Zweifel eine deutsche Bedienerführung auch nichts nützen …
Folgerichtig resümiert denn auch neuerdings.com:

Fazit: Handyporto ist entschieden der komplizierteste und teuerste Weg, einen Brief zu frankieren.

 

Subnote – Netbook – Notebook – Laptop – Schlepptop

Der eine oder andere kennt das Bild links aus dem blogdoch.net-Impresseum, meinem openBC-Profil (Anmeldung erforderlich) oder me @ identi.ca.
Für sich genommen sieht es vielleicht gestellt aus, was es aber gar nicht war; ich renne seit ca. 2000 gelegentlich mit einem Schlepptop durch die Lande, damals noch ein Handy per Infrarot als 56k-Modem koppelnd (GPRS oder, worst case, CSD mit 9,6k Bit/sec bzw., HSCSD bei D2, 14,4 kBit/sec). Diese Mobilität — wenn auch eingeschränkt — macht Bereitschaftsdienste — bei gründlicher und guter Vorbereitung der externen Supportleistungen — recht erträglich, tagsüber schon fast angenehm — finde ich jedenfalls nach 10+ Jahren Serverbereitschaft ;)
Heute bindet man »das Internet« ja eleganter an den mobilen Rechner an, entweder per GPRS-, UMTS- oder gar HSPA-BT-Handy, -PC- oder -ExpressCard; auch gibt es Laptops mit eingebautem UMTS-/HSPA-Modul — der größte Vorteil von selbst Blauzahn gegenüber Infrarot ist der Wegfall der Notwendigkeit einer Sichtverbindung.
Mit den seit diesem Jahr aufkommenden Netbooks könnte das Moble Computing wirklich langsam in Gang kommen — attraktive Angebote der Provider vorausgesetzt. Ich persönlich habe eigentlich alle relevanten Daten mindestens gespiegelt auf meinem Server (andere würden dazu vielleicht »Dedi« (für »dedizierter Server in einem Rechenzentrum«) schreiben), ein überall verfügbarer Onlinezugang liegt mir daher durchaus am Herzen.
Für mich muß ein Netbook (oder Subnote oder wie auch immer genannt) …

  • ein tageslicht-taugliches Display ab 1024×768 aufwärts (1024×600 als Notnagel)
  • eine möglichst laaaange Akkulaufzeit (ab 3h)
  • eine ergonomische Tastatur
  • sowie mindestens Bluetooth und WLAN, möglichst auch einen PC-Card oder ExpressCard-Slot, haben — neben USB 2.0, versteht sich.

Leider bauen die Hersteller derlei noch nicht so richtig:

  • Das Display der EeePC 9xx wird allgemein als nicht outdoor-tauglich beschrieben (corona, würde ich die Tage gerne mal mit Deinem testen), dafür rockt das 901 bei der Laufzeit die Hütte
  • Das Medion akoya Mini (MSI U100-Clone) kann man draußen einsetzen, ihm fehlt aber sowohl Blauzahn als auch, mit dem Standard-3-Zellen-Akku, eine Laufzeit jenseits der 3-Stunden-Marke
  • Das HP 2133 Min-Note wird dank seines spiegelnden nicht-spiegel-Display als für draußen unbrauchbar bezeichnet, hat eine lahme CPU (trotz nominell gleichen Takt wie Intels Atome) und verbrät dafür trotzdem ähnlich viel Energie wie die Intel-Konkurrenz, ggf. sogar mehr; dafür hat es einen ExpressCard54-Slot und eine Auflösung von 1280×768, yeah!
  • Gigabytes Convertible hat ebenfalls die 1280er Auflösung, einen ExpressCard-Slot (hier allerdings nur den 36er) — und soll als Schminkspiegel gute Dienste leisten; zur Laufzeit habe ich grade keine Daten zu Hand
  • Acers Aspire One ist der schicke Schminkspiegel, hat einen zweiten Slot für SDs — und wieder eine bescheidene Laufzeit

Irgendwie ist das noch alles doof, trotz der Modellvielfalt. Mal interessehalber: wozu nutzt ein Netbook– oder würdet nutzen wollen?

jaitwiounca

Was für mich als Anwender auf den ersten Blick richtig cool erscheint, dürfte für alle anderen, die meinem Microbloggings im einen oder anderen System folgen, zunehmend nervig werden – so, wie es das jetzt schon für mich als Follower ist.
Mit den diversen Problemen von twitter hatte ich mich ja hier schon auseinandergesetzt und auch den »Umzug« auf eine andere Plattform verkündet; nur, was nützt das, wenn Leute, denen ich gerne »folge«, noch bei twitter, oder jetzt neu bei Jaiku, oder Pownce oder Identi.ca oder …, sind und bleiben?
Die programmierte »Lösung« sind Multiformatclients wie Mauku für’s N810 oder eben gwibber. Einerseit rockt es natürlich, allen möglichen Leuten in einem Client zu folgen, andererseits spammt man, je nach Einstellung, mit seinen Texten andere Netze (und damit teilweise ein anderes Publikum) voll — siehe Screenshot.
gwibber scheint immerhin intelligent genug zu sein, Antworten nur in dem Protokoll zu versenden, in dem der initiale Beitrag kam — andere Mutiprotokollclients scheinen das anders zu handhaben, in die Hose geht’s natürich auch, wenn man Senden in allen Protokollen aktiviert hat und statt über die in gwibber integrerte Antwortfunktion einfach direkt lostippt mit »@c00ldud3: klar ist das so«.
Ganz selten passiert dies wohl nicht, ich bekomme jedenfalls per SMS von Jaiku teils Texte, die sich definitiv auf Personen/Posts in twitter beziehen. Und das kann irgendwie nicht Sinn der Übung sein :(

AusgeWAZt?

Lt. Bericht des Medienmagazins DWDL.de steht bei der WAZ-Gruppe ein »erheblicher Personalabbau« an.

Nienhaus sagte unter anderem im September, die WAZ-Gruppe habe “im Ruhrgebiet ein Kosten- und Ergebnis-Problem”.

 
Hat das was mit DerWesten.de zu tun? Oder geht es nur um Print?

Bananenrepublik

Was für ein Service:

Der Leitfaden soll Ihnen dabei als Orientierungshilfe dienen, rechtsverbindlich ist er nicht.

 
Toll. Das Bundesjustizministerium stellt einen »Leitfaden« zur Impressumspflicht online, der aber nicht rechtsverbindlich ist. Haben sich nun auch die letzten Durchblicker dort im Paragraphendschungel das Genick gebrochen und keiner weiß noch ein oder aus? Wenn nicht die Paragraphenreiter, wer soll sich dann noch da auskennen? Welchen (Bären-)Dienst wollte man damit denn wem erweisen?

Wiederauferstehung VIAG Interkom

*snigger* Ist es eigentlich wirklich so unwahrscheinlich kompliziert, in 2G- bis 3.5G-Netzen einen (neuen) APN zu konfigurieren? Müssen da die Hersteller anrücken und das per Lochkarte in jeder Sendestation programmieren?
Aus den Einstelungen für FONIC:

FONIC GPRS/UMTS

Profilname         FONIC UMTS
APN (Zugangspunkt) pinternet.interkom.de

[…]

 
Und auf wen ist die Domain »interkom.de« registriert?

[Holder]
Type:         ORG
Name:        VIAG Interkom GmbH & Co.
[…]

 
Schon komisch, auch wenn FONIC eine Tochter der Telefónica o2 Germany ist, warum hat man da nicht einen APN »fonic« (analog »surfo2«) o. ä. eingerichtet sondern einen angestaubten Namen aus der Mottenkiste rausgekramt?

FONIC Surf Stick

Endlich mal wieder ein Plug-and-Play-Gerät, auch unter Linux:

kernel: [142213.840138] usb 5-2: configuration #1 chosen from 1 choice kernel: [142213.846724] scsi10 : SCSI emulation for USB Mass Storage devices kernel: [142213.847199] usb 5-2: USB disconnect, address 6 kernel: [142213.848155] usb-storage: device found at 6 kernel: [142213.848159] usb-storage: waiting for device to settle before scanning pulseaudio[6948]: module-hal-detect.c: Error getting capability: org.freedesktop.Hal.NoSuchDevice: No device with id /org/freedesktop/Hal/devices/usb_device_ffffffff_ffffffff_noserial kernel: [142220.494265] usb 5-2: new high speed USB device using ehci_hcd and address 7 kernel: [142220.637438] usb 5-2: configuration #1 chosen from 1 choice kernel: [142220.639018] usb-storage: probe of 5-2:1.0 failed with error -5 kernel: [142220.639042] airprime 5-2:1.0: GSM modem (1-port) converter detected kernel: [142220.639293] usb 5-2: GSM modem (1-port) converter now attached to ttyUSB0 kernel: [142220.647020] usb-storage: probe of 5-2:1.1 failed with error -5 kernel: [142220.647051] airprime 5-2:1.1: GSM modem (1-port) converter detected kernel: [142220.647250] usb 5-2: GSM modem (1-port) converter now attached to ttyUSB1 kernel: [142224.642297] scsi13 : SCSI emulation for USB Mass Storage devices kernel: [142224.642847] usb-storage: device found at 7 kernel: [142224.642854] usb-storage: waiting for device to settle before scanning kernel: [142228.635528] scsi14 : SCSI emulation for USB Mass Storage devices kernel: [142228.637441] usb-storage: device found at 7 kernel: [142228.637449] usb-storage: waiting for device to settle before scanning kernel: [142229.637724] usb-storage: device scan complete kernel: [142229.639076] scsi 13:0:0:0: CD-ROM HUAWEI Mass Storage 2.31 PQ: 0 ANSI: 2 kernel: [142229.676150] sr1: scsi-1 drive kernel: [142229.676234] sr 13:0:0:0: Attached scsi CD-ROM sr1 kernel: [142229.676290] sr 13:0:0:0: Attached scsi generic sg2 type 5 kernel: [142233.629241] usb-storage: device scan complete kernel: [142233.631347] scsi 14:0:0:0: Direct-Access HUAWEI MMC Storage 2.31 PQ: 0 ANSI: 2 kernel: [142233.636258] sd 14:0:0:0: [sdb] Attached SCSI removable disk kernel: [142233.636330] sd 14:0:0:0: Attached scsi generic sg3 type 0

Odd allerdings: obwohl auf dem Stick »E160« steht, sieht Linux auch in diesem Stick ein Huawei E220, wie ich es schon länger erfolgreich an diesem Laptop nutze — zumindest behauptet dies lsusb:

Bus 005 Device 005: ID 12d1:1003 Huawei Technologies Co., Ltd. E220 HSDPA Modem

Der erste Versuch, das E160 anzusprechen, schlug sowohl auf diesem (E220-verbereiteten) als auch auf einem anderen Laptop (ebenfalls mit Ubuntu 8.04 bzw. 8.04.1 bestückt) fehl. Ab dem zweiten Verbindung mit dem Rechner wurden nicht mehr 2×3 sondern »nur« noch 2×1 USB-Serial-Port gefunden und konfiguriert … Lt. eines anderen Blogs ist das E160 technisch ein E220 plus SD-Cardreader in anderer Gehäuseform.
Wie auch immer … Durchsatz des FONIC-Sticks mit einer Genion-SIM lag beim Download des Linux-Kernels 2.6.25.4 bei 239,99 KByte/sec, Peak lt. xnetload 292,8 kByte/sec — und je näher ans Fenster der Stick mit Hilfe der Verlängerung gelegt wird, desto besser der Durchsatz im o2-Netz.
Mit meiner ICQ-SIM war die Verbindungsaufnahme (über das D2-Netz) ebenfalls unproblematisch möglich, nach 4,5 MB (zu 1,20 EUR/MB *seufz*) standen über 200 KByte/sec auf der Uhr; augenscheinlich wirklich Net- und SIM-Lock-Free.
Ziemlich pfriemelig ist allerdings diese Blechklappe für die SIM des Huawai E160; zeitweise steckte meine ICQ-SIM dort so fest, daß ich keinen Tauch vornehmen konnte :( Ein nettes Feature ist der MicroSD-Slot, nicht dokumentiert ist allerdings, ob er auch SDHC-Typen schluckt.

FONIC. Das ist echte Abzocke.

Nur kurz die Fakten: FONIC warb (s. auch onlinekosten.de) und wirbt mit »5 Tage surfen inklusive« – auch noch am morgen des 30.09.2008, als ich mein Set bestellte. (Bestätigungsmail von Tue, 30 Sep 2008 01:10:51 +0200 (CEST), Absender »FONIC Mobilfunk <service@fonic.de>«.)
Ich kann nicht ausschließen, daß der gleiche Ausschluß – der fortgesetzten Werbung mit »5 Tage surfen inklusive« zum Trotz – auch schon bei meiner Bestellung vorhanden war; da FONIC aber nicht in Nullzeit Waren zu versenden in der Lage ist (eher im Gegenteil: Versand wurde am 02.10.2008 avisiert, Ankunft endlich am 06.10.2008), halte ich eine Werbung für eine Vergünstigung, die dem abschließenden Kunden gar nicht mehr gewährt werden soll … unredlich. Abgesehen davon, daß lt. aktueller Homepage es 5 Tage surfen »inklusive« bei jetzigem Abschluß gäbe.
Wie auch immer, die Zwangsaufladung von 10,00 EUR wurde gutgeschrieben, es wird ein Guthaben von 12,50 EUR ausgewiesen — ein jämmerlicher Freitag, also, oder 10,00 EUR weniger Guthaben als versprochen. Das ist Wahrheit á la FONIC …

Lotse a. D.

Hinterher ist man ja immer schlauer. Das ist so, das war so, es wird auch wohl so bleiben. Aber man kann ja mal träumen, wie etwas wäre, was nicht ist, und auch nicht sein wird.
Dieser Lust am Denkbaren, und doch Unmöglichen, hat sich Spiegel Online einmal hingegeben. »Was wäre, wenn … Helmut Schmidt noch – oder wieder? – Kanzler wäre?« Spannende Frage; neben vielen anderen Dingen hätten wir, glaube ich – und beteilige mich damit unbeteiligterweise an der Denksportaufgabe –, kein vom Bundesverfassungsgericht mit Ansage zu kassierendes Nichtrauchergesetz. Nicht, weil Schmidt in der Öffentlichkeit ohne Glimmstengel kaum denkbar ist. Sondern, das glabe ich denn auch, Schmidt eine andere Auffassung von Staat hat. Kein »mal gucken, was geht, Nachbessern können wir immer noch«, wie es heute Usus ist (was leisten all die Anwälte mit Abgeordnetenstatus eigentlich? Also, für den Staat meine ich, nicht, was sie sich leisten); ich glaube nicht, daß derlei unter Schmidt eingerissen wäre, wie es das unter seinen Nachfolgern ist.
Was ich in dem Zusammenhang aber schon bemerkenswert finde: Dauerkanzler Kohl, obwohl länger im Amt als sein Vorgänger Schmidt – und als Kanzler der Einheit auch nicht grade ohne hinterlassenen Eindruck in der Gechichte – wird scheinbar nicht als Gedankenoption zu real-existierenden Kanzlerinnen gesehen. Jener ist, medial zumindest, wirklich a. D.
So sehr ich Schmidt schätze, vielleicht wäre ein wenig mehr an weniger Öffentlichkeit doch am Ende mehr. So, daß man das »Außer Dienst« auch ernst nehmen, ja, vielleicht sogar glauben, könnte.