Abgründe

»Wir haben noch nie in einen so tiefen Abgrund geschaut« — so »ein Banker« lt. Spiegel Online. Das ist ja mal ein Ding.
Da winseln sie nun um staatliche Stütze, die werten Bänker. Und das blöde daran ist, daß nichteinmal zwingend jene, die diesen Mist eingebrockt haben, ihn nun ausbaden müssen. Und neu sind die Probleme mit sich verzockenden Bankmanagern nicht. Nur die Summen, für die nun auch in Deutschland lautstark nach der schützenden öffentlichen Hand gerufen wird, die doch gefälligst bitte nun schnell mal die paar Milliarden Stütze locker machen soll, die werden immer abenteuerlicher.
Ich will hier eigentlich nicht den Lafontaine geben, aber: was genau an materiellen Gütern erhält die Bundesrepublik Deutschland im Austausch für die Bürgschaft? Warum übernimmt nicht dieser Staat anteilig soviel Bank, wie er sichern muß, um das fragile Gebilde der Phantasiegelder im internationalen Bankengewerbe nicht noch weiter zu belasten, als unvermeidbar es durch die Spekulanten in ihrer geplatzen Blase schon belastet ist?
Und welche Lehren werden gezogen, welche notwendigen Einschnitte wird man weltweit beschließen, damit »investoren« nicht wieder enttäuscht sein müssen?

Euro schmiert weiter ab
Der Euro hat am Montagmorgen erneut nachgegeben. Gegenüber dem US-Dollar näherte sich die Gemeinschaftswährung der Marke von 1,36. Investoren seien enttäuscht, dass es in Europa nicht zu einem Rettungspaket für die Finanzbranche wie in den USA komme, sagten Händler.

 
Ich bin übrigens von den Investoren wie unfähigen Bänkern enttäuscht, aber das nur am Rande. Nun verstehe ich nicht wirklich, was »sie« da »auf dem Parkett« da treiben, Ein Artikel der Wirtschaftswoche bringt da für mich Erstaunliches zu Tage:

Leerverkäufer – an der Wall Street Shortseller genannt – stoßen Aktien ab, die sie sich zuvor geliehen haben, und kaufen sie später möglichst billig an der Börse zurück, bezahlen mit den günstiger erworbenen Papieren ihre Aktienschuld und kassieren den Rest als Gewinn. „Man konnte mit Leerverkäufen eine Bank kaputt schießen“, sagt Franz Waas, Chef der DekaBank in Frankfurt. „Das musste unbedingt gestoppt werden.“

 
Hmm, wie muß Klein Fritzchen sich das in der realen Welt wohl vorstellen? Er leiht sich ein Auto bei [insert-AviSixHerz-here] und verkauft dies beim Barankäufer um die Ecke. Abends ist dies Auto dort nur noch für 90% der Summe erhältlich, die er kassiert hat und er kauft mit dem vorher vom Barankäufer erhaltenen Geld die Karre zurück, gibt sie abends beim Vermieter ab, zahlt den Mietpreis und freut sich über rd. 5% Nettogewinn — so in etwa läuft das doch ab, oder?
Nur: in der feststofflichen Welt geht das nicht. Ein vermietetes Auto kann man (zumindest in Deutschland) nicht legal von einem Dritten erwerben, eine vermietete Wohnung schon mal gar nicht; mal ganz davon abgesehen, daß ein gebrauchtes Gut von jedem halbwegs das dritte Schuljahr überstanden habenden Menschen für weniger eingekauft werden dürfte als das, was der unterste wahrscheinlich erzielbare Verkaufspreis sein soll. Wenn ich mir nun ausmale, was man, genügend liquide Mittel vorausgesetzt – die bekommt man ja ggf. aber auf Pump – mit diesem reinen Wettgeschäft an Schindluder treiben kann – zumal Aktienkurse, so habe ich das jedenfalls mal gelernt, sich an Angebot und Nachfrage am Markt orientieren –, so muß eine Lehre aus der »Bankenkrise« doch sein, daß man derlei Spekulationen wetweit untersagt, oder?
Ein anderer WiWo-Artikel macht mir aber ob der enthaltenen Zahlen Angst:

Und wie sieht es im Kern der Krise – am US-Immobilenmarkt – aus? 14.000 Milliarden Dollar machen die Hypothekenkredite der privaten US-Haushalte aus. Nach offiziellen Daten zum 30. Juni sind mehr als zehn Prozent der Kreditnehmer in Verzug oder bereits in der Zwangsversteigerung.

 
14.000.000.000.000.000 Dollars, davon 10% – eine Null weg –, das sind noch immer 1.400 Milliarden oder 1,4 Billionen Dollars, wenn ich mich nicht mit den Vorkommastellen jetzt vertue … R-e-s-p-e-k-t.

Leicht absehbar also, dass selbst 700 Milliarden Dollar nicht reichen würden, um die halbtote Finanzwelt wieder lebendig zu machen. Um die Banken wenigstens von der Intensivstation wegzubekommen, werden weitere Infusionen notwendig sein. Und bis der Patient geheilt sein wird, werden ihm auch danach noch langjährige Kuren verschrieben werden müssen.

 
Und wieder will ich dem geflüchteten Ex-Bundesminister nicht das Wort reden, aber, mal ernsthaft: wer hat denn da was kontrolliert/reguliert?

Fragwürdiges Geschäftsmodell

So manches Geschäftsmodell verstehe ich nicht. Manchmal ist es auch eher komplex …
Das Nippon Hotel in Hamburg bietet einerseits einen kostenlosen(!) kabelgebundenen(!!) »High-Speed-Internet-Zugang« an (realisiert über Arcor; Download bis 264 kByte/sec, Upload bis 63 kByte/sec warf xnetload aus), technisch – wie ich finde – interessant umgesetzt durch Powerline-Adapter in den Zimmern. Da sich neben dem Anschluß auch eine separate Steckdose (sowie Leuchte) befindet, ist kabelgebundenes Surfen hier wirklich easy. Nur das Kabel ist kurz, es reicht bis zum Ende der Schreibtischfläche, keinesfalls aber bis auf’s Bett.
Für’s extra-bequeme Surfgefühl auf dem Bett bräuchte man also WLAN (oder ‘ne Cat-5-Verlängerung; Mentale Notiz: sowas in den Laptoprucksack packen für die Zukunft). Nun gut, WLAN gibt’s hier auch, und durchaus wird der Eindruck vermittelt, man meine WLAN-Verfügbarkeit ernst, siehe scan weiter unten.
Nur: für WLAN-Access, der über Swisscom abgerechnet werden soll, wird lt. Aufsteller »ab 4,50 €« berechnet, das ist schon ein stolzer Preisunterschied (kostenlos während des Aufenthalts vs. »ab 4,50 €« für die gleiche Zeit, best case).
Abgesehen davon, daß ich redundant versorgte Hotelzimmer schon putzig finde (hat nicht jeder portable Rechner heute WLAN an Board?), wie soll sich der Aufwand für den WLAN-Anbieter denn rechnen (getrennte Anbindung mal vorausgesetzt, sonst machte das ja noch weniger Sinn?), wenn in Konkurrenz kabelgebundener Zugang kostenlos bereitgestellt wird? Schräg, das, irgendwie. Oder? Es ist ja nicht so, daß man sich in den 5 Stockwerken mit einem AP, oder auch nur einem pro Etage, begnügt hätte:

iwl0 Scan completed : Cell 01 - Address: 00:03:52:xx:xx:E0 ESSID:"swisscom" Channel:1 Quality=80/100 Signal level=-54 dBm Noise level=-127 dBm Encryption key:off Cell 02 - Address: 00:03:52:xx:xx:40 ESSID:"swisscom" Channel:1 Quality=58/100 Signal level=-73 dBm Noise level=-127 dBm Encryption key:off Cell 03 - Address: 00:03:52:xx:xy:40 ESSID:"swisscom" Channel:6 Quality=87/100 Signal level=-46 dBm Noise level=-127 dBm Encryption key:off Cell 04 - Address: 00:03:52:xx:xx:50 ESSID:"swisscom" Channel:11 Quality=75/100 Signal level=-59 dBm Noise level=-127 dBm Encryption key:off Cell 05 - Address: 00:14:A5:xx:xx:xx ESSID:"UU HSDPA" Channel:11 Quality=86/100 Signal level=-47 dBm Noise level=-127 dBm Encryption key:on Cell 06 - Address: 00:03:52:xx:xx:80 ESSID:"swisscom" Channel:11 Quality=78/100 Signal level=-56 dBm Noise level=-127 dBm Encryption key:off

(Wie man allerdings sieht, ich bin im Regelfall Selbstversorger, meine Surf@home-II-HS-Box funktioniert auch in Hamburg hervorragend — auch hier mit HSDPA ;))

Bye-bye, einundzwanzig dreidrei?

Menno. Ich hatte ja schon befürchtet, daß eine angestaubte VIA-CPU mit 1,6 GHz gegen Intels Spaltprodukt bei gleicher Taktrate nicht wirklich viel ausrichten kann; aber daß der Verriß so deutlich ausfällt, ist jetzt eher … doof.

Unser Testgerät von HP kam mit 2 GByte Arbeitsspeicher, einem 6-Zellen-Akku und vorinstalliertem Windows Vista Business auf einer 120-GByte-Festplatte (5.400 U/min) in der Redaktion an. […] Kurios ist das 8,9-Zoll-Display. HP verbaut in dem Mini-Notebook ein mattes Display, mit einer für die kleine Bildschirmdiagonale sehr hohen Auflösung [1.280 x 768 Pixel]. […] Obwohl das Display matt ist, spiegelt es besonders stark – stärker als so manches echtes Spiegeldisplay. Das liegt an der zusätzlichen Plastikscheibe, die auf dem Display sitzt. […] Leider ist sie überhaupt nicht entspiegelt und das Display nicht hell genug, um Spiegelungen oder Fingerabdrücke zu überdecken.[…] So bekommt der Anwender des Mini-Note nur die schlechten Seiten beider Displaytechniken. Es fehlt an den kräftigen Farben, die Spiegeldisplays normalerweise bieten und die Spiegelungen sind so stark, dass an einen Außeneinsatz kaum zu denken ist. […] Erweitern lässt sich das Mini-Note durch einen ExpressCard/54-Steckplatz, der natürlich auch ExpressCard/34-Erweiterungen aufnimmt. […] Die Verbindung mit der Außenwelt stellt das Notebook nicht nur mit der Fast-Ethernet-Netzwerkkarte her, sondern alternativ auch per Bluetooth oder WLAN. Letzteres funkt auch nach dem 802.11n-Entwurf und erkennt WLAN-Access-Points, die im 5-GHz-Band senden und empfangen. […] Die Benchmarks dürften den an Intels Atom gewöhnten Nutzer erschrecken. Wer dachte, Atom-CPUs seien langsam, der hat Vias C7 noch nicht gesehen. Bei derselben Taktfrequenz schaffte das Mini-Note teils nur ein Drittel der Leistung eines typischen Atom-Netbooks. Auch die Chipsatzgrafik ist sehr langsam. […] Fazit: Würde in dem HP Mini-Note nicht die sehr langsame C7-M-CPU von Via stecken, wäre das Notebook eine tolle Anschaffung. […]

 
Man lese den kompletten Artikel drüben bei Golem.de; ich kopiere hier nur die Kernaussagen für den Fall, daß dem Orginal zukünftig was zustoßen sollte …
Tja. Wie gesagt, liest sich voll doof :( Ich schiebe optimistisch einen Teil der angeblich lausigen Performance momentan noch auf das zum Testen verwendete Vista — wobei ich schon nicht verstehe, wie ein Hersteller überhaupt ein Netbook mit Vista auf dem Markt bringen kann; der Vistadreck gehört auf eine (kurzlebige) Recovery-CD und auf das Netbook, wenn schon MS-Crap, dann XP installiert. YMMV, aber die lebensverlängernde Spritze aus Redmond für Windows XP für den Netbook-Einsatz dürfte kein Kniefall vor den Hersteller- oder Kundenwünschen gewesen sein, sondern dem Hardwarehunger des aktuellen Windows’ geschuldet.
Ok, Windows wäre so oder so nicht die präferierte OS-Umgebung für mein ((privates) Arbeits-)Netbook; etwas mehr Lin und noch ein bißchen ux sollte da schon drin sein — wo die Plattformwahl VIA den nächsten Stolperstein parat hält: »natürlich« gibt’s bei dieser Hardware wieder mal sone und solche Treiber. Dinge die die Welt nicht braucht für 100 bitte :( (Für Ubuntu sieht’s nicht wirklich besser aus, was die Hardwareunterstützung angeht.)
Spannend ist eigentlich, daß trotz der unterirdischen Benchmarks andere Nutzer das 2133 weniger verrissen haben:

Obwohl die Ergebnisse der beiden VIA CPUs “erschreckend” hoch sind, merkt man im Alltäglichen Gebrauch überhaupt nichts davon. Die Programme starten zügig und laufen auch alle ohne Probleme. […] Mein Fazit nach 10 Tagen intensiver HP 2133 Benutzung fällt positiv aus. Es ist allen Alltagsaufgaben gewachsen und sieht dabei auch noch Klasse aus. Was abschreckend wirkt ist der Preis von ca. 600 EUR. Ich würde ihn mir auf jedenfall wieder kaufen! Man wird mich also ab jetzt öfter mit einem HP 2133 antreffen als mit meinem EEE-PC 901.

 
Sorgen allerdings machen mir sämtliche Berichte zum Display:

Leider muss man mit dem HP 2133 Spiegeldisplay leben, aber ich habe mich in den zehn Tagen nicht nach einem matten Display gesehnt. Das Spiegeldisplay hat nicht so sehr gestört wie man es beim ersten Anblick vermutet. Im Zug habe ich mich ein wenig von der Sonne weggedreht und im Biergarten einfach ein paar Zentimeter weiter zum Sonnenschirm. Es ist also durchaus machbar auch mit einem Spiegeldisplay entspannt arbeiten zu können. Wer dem Spiegeln etwas entgegensetzen möchte kann auf Entspiegelungsfolien zurückgreifen.

 
Rhytmische Sportgymnastik ist nicht so meins, mit arhytmischer Surfgymnastik je nach Sonneneinfall wollte ich konsequenterweise nicht anfangen, Ich habe im Urlaub ja schon das MSI U100 Medion akoya Mini meiner besseren Hälfte auskosten dürfen; Surfing in der Sonne macht selbst damit nicht »happy«, und alle Berichte konstatieren dem akoya/U100 mit das beste außentaugliche Display derzeit am Markt. Das läßt wenig Raum für Hoffnung für die Außentauglichkeit des HP 2133 *seufz*
Ach so, warum ich so fixiert auf das 2133 bin? Es hat eine spannende Auflösung – mit 768 Pixeln in der Vertikalen immerhin das, was mein gutes altes Gebraucht-VAIO (12″, 1,2 kg, P3 650, 384 MB) schon bei seiner Entwicklung vor rd. 8 Jahren leistete –, einen Express-Card-Slot (sogar die breite Version) für Erweiterungen – der eine PC-Card-Slot meines VAIOs nimmt z. B. gerne entweder eine WLAN- oder eine 3.5G- oder eine kombinierte WLAN-und-3G-Karte auf, da es außer Ethernet und IRDA nichts bietet – sowie eine angeblich erstklassige Tastatur in etwa auf dem Niveau des akoya Mini (welche mir sehr zusagt). Da ich auf ein Mehr an Platz auf dem Desktop Wert lege, sind derzeit nur HPs 2133 und Gigabytes M912X valide Optionen — und die Waage schlägt leider grade gen atomarem Convertible statt in Richtung meines initialen Favoriten HP 2133.
Hrmpft.

Virtualize me!

Hmm, das ist an mir ja völlig vorbeigegangen — eigentlich komisch, da Virtualisierung ja schon lange ein Steckenpferd von mir ist:

Red Hat hat die israelische Softwarefirma Qumranet gekauft, die hinter dem freien Hypervisor KVM steht. […] Red Hat Enterprise Linux 5 (RHEL) nutzt Xen. Der Hypervisor werde auf jeden Fall noch bis 2014 mit RHEL 5 unterstützt, […]. Ob Xen auch in RHEL 6 noch eine Rolle spielen wird, wurde nicht verraten.

 
Bei heise open liest sich das etwas anders:

Mit der Akquisition macht Red Hat in Sachen Virtualisierung einen Schwenk von Xen zu KVM – Xen will der Open-Source-Anbieter nur noch bis 2014 unterstützen. […]
Update
Wie der Linux-Distributor mitteilt, wird Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 5 weiterhin Xen unterstützen. […] Wann der Übergang von Xen auf KVM bei dem Red-Hat-Flaggschiff erfolgen soll, sei allerdings noch nicht entschieden.

 
Gut, nachdem Xen an Citrix ging, brauchte Red Hat vielleicht eine neue Basis, zumal Sun sich den VirtualBox-Hersteller Innotek einverleibte und somit ebenfalls richtungsgebend auf dem Gebiet der Virtualisierung tätig werden konnte, während Red Hat an Einfluß verlor.
Da stellt man sich als Hosting Architekt Servermensch natürlich schon die Frage, wie sinnvoll es heute noch ist, auf das – zumindest im Hinblick auf Red Hat Enterprise Linux – tote Pferd Xen zu setzen.
Meine Versuche mit Xen scheiterten meist an der mangelhaften Unterstützung aktueller Kernel — als ich mich, nach ersten Schritten mit UML, nach einer für mich absehbar finalen Lösung umschaute, waren Xen und Fedora Core noch zwei verstrittene Stiefgeschwister, Xen tat nur mit (wenigen) FC-Kernels und viel Handarbeit. Da waren UML und das Nachlegen des SKAS-Patches in den Fedora-Core-1-Hostkernel ein Fingerschnippen dagegen.
Ich bin seinerzeit dann, nach einem kurzen vserver-Intermezzo, bei VMware Server hängen geblieben; da tut ein Windows auch auf einem Pentium-III, der weder von Para- noch Hypervirtualisierung jemals was gehört hat, von einem stumpf zusammen dd-ten Linux, von einem Pentium-II-Schätzchen auf einen Xeon-Server implantiert, genüßlich zu schweigen. It simply works, das hat mich schon Anfang des Jahrtausends an VMware (Workstation seinerzeit) fasziniert.
Nun also Xen KVM? Hat das Zukunft? (Bei Red Hat; wobei das eigentlich nachrangig ist, denn privat migriere ich nach wie vor von Fedora zu Debian und VMware rennt, ohne Kernelpatches o. ä., einfach auf dem Host-Linux, was ich ihm vorwerfe. Ok, Debian-Etches vserver-Kernel mal ausgenommen, da crasht das Hostsystem gelegentlich beim Stoppen eines virtuellen XPs – virtualisierte Virtualisierung scheint keine Zukunft zu haben ;)) Muß ich mir dann wohl mal anschauen, eine völlig freie Implementierung wäre ja schon von Vorteil. Und da KVM ja schon länger im Mainstream-Kernel vorhanden ist (Xen nach wie vor nicht), müßte ein Setzen auf KVM auch weniger Gefahr bergen, ggf. wieder einmal von Vorne anfangen zu müssen — so wie jetzt beim absehbaren Wechsel von Xen zu KVM in einer der nächsten RHEL-Versionen.
Hat mal Jemand ‘ne Unze Zeit für mich?

Next Generation Internet Tablet

Hmm, thoughtfix asks about how much money (current) Internet Tablet users would be willing to spend on the next generation Internet Tablet.
As thoughtfix points out, there’s this new line of small, handy, long-running laptops, the so-calles netbooks, at retail prices starting eben below 300,– EUR in Europe. I myself bought one of those in July, 399,– for a full fletched portable x86-PC, capable of running Linux as well as Windows, featuring Bluetooth, Draft-N-WLAN, Ethernet, a Webcam — and an 80 GB hard drive.
In short, a quite capable thingy for less money, compared to current Internet Tablets. My N810 features a longer battery life (over 6 hours with Bluetooth and WLAN enabled, the Netbook runs out of power after less than 3 hours) and a much smaler size (fits even in a jeans pocket) — but also a much smaller screen (800×480 instead of the current netbook standard of 1024×600), much smaller keyboard and a much slower, non-x86, CPU.
So, from my point of view, the Internet Tablet is a quite cool system, but one has to sacrifice usuability for size; the netbooks, on the other hand, are quite cheap, much more powerful, can run standard x86 code and, therefore, offer much more use cases. But they are – compared to Nokia Internet Tablets – much larger.
As for the initial question – what would I pay for a 3.5G enabled IT –, I’m not quite sure that I even need an Internet Tablet again. Initially, I looked for a device that would enable me to do ssh sessions while travelling; the N810 works fine for this and it’s a lot smaller than my ancient 12″ Sony Vaio. One can even run rdesktop sessions on the N810; but it’s smallish display makes this more or less futile. Now, that 10″ or 9″ netbooks are a reality, and a cheap one as well, I doubt that I’d pay circa the double price of a netbook for a new Internet Tablet.

Farbenspiele, Sündenfälle

»Die Yps« will unbedingt in Hessen an die Macht, da ist dann auch links-rot kein rotes Tuch mehr — jedenfalls nicht vor Ort, woanders sieht man das, naturgemäß, anders. Wobei: die ewige Hauptstadt, wer regiert dort eigentlich?
Eine andere Farbmischung gibt es derzeit in Hamburg, dem anderen großen Stadtstaat. Hier hat sich Schwarz einen grünen Anstrich zugelegt, allerdings hatte Grün vorher klare Ziele formuliert:

“Wir wollen schließlich unsere Glaubwürdigkeit nicht verlieren”, sagt [Christa Goetsch, Spitzenkandidatin der Hamburger Grünen] […] “Wir wollen nicht auf Teufel komm raus an die Macht”, sagt sie SPIEGEL ONLINE. Wenn bei Themen, die den Grünen wichtig seien, kein gemeinsamer Nenner zu finden sei, “dann gehen wir eben hoch erhobenen Hauptes in die Opposition.” Das umstrittene neue Kohlekraftwerk in Moorburg sei mit den Grünen “nicht zu machen”, und auch die Elbvertiefung – welche die CDU umsetzen will, die Grünen aber strikt ablehnen – könnte eine Zusammenarbeit verhindern.

 
Das mit der Elbvertiefung mag dann noch spannend werden – in der Unterelbe-Region eher kein Selbstrenner –; das neue Kohlekraftwerk hat, lt. Spiegel-Bericht, von Beust schon vor der Wahl hinreichend zementiert:

Der Wortspielwitz ihrer Hamburger Wahlkampfplakate ist den Grünen inzwischen abhanden gekommen. Weil sie an die Macht und mit der CDU koalieren wollten, muss Hajduk den Bau des verhassten Kohlekraftwerks genehmigen – die rechtliche Lage lässt ihr keinen Spielraum. Bürgermeister Ole von Beust hatte vor der Wahl – noch als Chef der CDU-Alleinregierung – eine zu weitreichende Vorabgenehmigung erteilt, als dass jetzt noch zurückgerudert werden könnte.

 
Tja. Willkommen in der Realität, liebe Grüne in Hamburg. Dann setzen wir interessierte Zuschauer dieses Politexperiments uns also mal wieder hin, besorgen uns noch ein wenig Popcorn und beobachten interessiert, wie es um die weiteren festen Standpunkte der Grünen im Treibsand der schwarz-grünen Koalition bestellt ist.
Eigentlich sollte dieses Beispiel selbst der machthungrigen Hessin abschreckend genug sein; aber ich fürchte schätze, die Aussicht, Roland Koch zu beerben, läßt rationale Überlegungen nicht zu. Wobei ich den brutalstmöglichen Nichtaufklärer auch lieber gestern als morgen als Politikrentner sehen würde — Not wird er ja, wie andere auch, nicht leiden.

Noble Geste?

Ich habe zu meiner Zeit ja auch viel sonderbare Dinge getan (u. a. schweizer Entwicklern als Versuchskaninchen gedient bei der Entwicklung von ISDN-Software für den Amiga — damas, d. h. so um 1994 herum, kostete ein Telefonat Hamburg-München mitten in der Nacht rd. 20 DM pro Stunde, in die Schweiz war’s nochmals deutlich teurer …), aber gut, ich habe auch dazugelernt.
Unter anderem habe ich gelernt, daß ein Betatester neuer Hardware dies sicherlich nicht für umsonst tun sollte; und auch 50 EUR Nachlaß, Geschenk, wasauchimmer rangiert unter »umsonst« — jedenfalls bei über 800 EUR auch vom Betatester zu entrichtenden Gerätepreis:

Unter diesen hatte sich zuvor Unmut breitgemacht, nachdem sie trotz Vorkasse in Höhe von jeweils 899 Euro wochenlang auf Ihr Gerät hatten warten müssen. […]
In den kommenden Tagen erhält jeder Betatester […] Darüber hinaus legt Dream Multimedia nach eigenen Angaben jeder verschickten DM8000 noch 50 Euro in bar bei.

 
Da muß man meines Erachtens schon ziemlich hardcore sein, bei den Rahmenbedingungen. Es bleibt zu hoffen, daß ein massenmarkttaugliches Gerät für den Preis denn auch herauskommt …

Gedanken

Mentale Notiz: Ich muß dringend etwas – z. B. Asterisk – gegen Anrufer ohne Rufnummer tun …
Wie gibt man eigentlich jemandem zu verstehen, daß man die Dienste in der dargeboteten Art und Weise nicht möchte und er/sie/es sich gerne wieder melden darf, sobald die monierten Dinge abgestellt und Angefordertes beigelegt wurde?
Nein, ich meine nicht, wie man dies verbal kommuniziert. Dessen bin ich eigentlich fähig.
Oder auch nicht. Denn der Vertreter mag nicht aufhören, mit immer dem gleichen ollen Kram zu behelligen. Hilft da wirklich nur blanke Ruppigkeit? Angebotsannahme, um seine Ruhe wiederzubekommen?
‘Dis all suxx.

Das (G)Phone, Marketingmaterial und die Zeit

Der Hype um das erste »Google-Handy« blieb ja, nimmt man das iBrick als Basis, eher aus, und eine Ausgeburt an Schönheit ist das HTC-G1 meiner Meinung nach nicht grade — klarer (doppelter) Punktsieg für das iBrick.
Dem Video nach, kann man allerdings auch beim G1 so neumodisch-cool mit dem fettigen Finger über’s Display huschen und irgendwelche Aktionen auslösen – da hat wohl die Firma mit dem angebissenen Fallobst (wieder einmal) einen Standard gesetzt.
Doch eines stimmt mich dann – bei aller Euphorie – doch nachdenklich: sowohl in den Pressefotos als auch im besagten Video – hier u. a. schön zu sehen ungefähr zur Mitte der Laufzeit –, das G1 scheint noch größere Probleme zu haben, sowohl in der Statuszeile als auch der Analoguhr die gleiche Zeit anzuzeigen. (Und nein, Zeitzonen mit Abweichungen von etwas anderem als ganzen, halben oder wenigstens Viertelstunden gibt es nicht — oder doch?)
Jetzt kann man spekulieren, daß die Analoguhr-Applikation einfach chronisch abstürzt und das niemand merkt — aber sollte man einer solchen Beta-Klamotte wirkliche seine Telefonate anvertrauen?
Eine Alternativerklärung wäre massives »Shopping«, sprich »künstlerische« Veränderungen an den Bildern — ob diese Erklärung schmeichelhafter wäre?

Mit Dank den den ungenannten Kollegen, der das Topic der zwei Uhrzeiten auf den Fotos heute beim Kaffee aufbrachte.

»Call before you Dig«

Call 811 – Know what’s below — in manchen Dingen sind die Amerikaner uns ja auch positiv voraus. Oder gibt’s in Deutschland auch eine einheitliche Nummer, bei der man zwei Tage vor Erdarbeiten anruft, nachdem man seine Grabungspläne weiß markiert hat, woraufhin dann sämtliche Ver- und Entsorger kommen (müssen, kostenlos für den Graber) und bunt ihre verbuddelten Leitungen oberirdisch markieren? (Manchmal wünschte ich mir einen solchen Service allerdings dringender für Inhouse-Arbeiten … ;))