Ich hatte es ja schon angetwittert, daß das Problem mit einem meiner SheevaPlugs vom letzten Freitag seit Mittwoch wieder gelöst ist. Der Vollständigkeit halber – und auch, um den Händler vor Zufriedenheit etwas über den grünen Klee zu loben ;) –, hier der Ablauf etwas ausführlicher:
Freitag, gegen 19 Uhr: Das Licht im Terrarium ist noch an; im OG am Browser kommt keine Verbindung zum steuernden SheevaPlug zustande — »nanu, erster Absturz?« frage ich mich. Im EG nachgeschaut … sah es weniger nach Absturz sondern Lobotomie aus: die Power- sowie die LAN-LEDs blinkten hektisch, das war’s.
Stecker aus, Stecker rein. Dito. Und das Blinken dauert auch ohne Stromversorgung noch ca. 30 Sekunden …
Freitag, 23:16: Nach Recherche sieht es nach einem Tod der Stromversorgung aus; Positiv daran: nach Ersatz jener waren scheinbar alle betroffenen Plugs wieder voll funktionsfähig. Also Mail an meinen Ansprechpartner bei NewIT geschickt, mit Fehlerbeschreibung, Verweis auf den Thread bei Plugcomputer.org, der Seriennummer des SheevaPlugs und dem Hinweis, daß er aus der sheevaplug.de-Sammelbestellung aus Dezember 2009 stammt …![]()
Samstag, 9:42: Antwort eines anderen Mitarbeiters von NewIT; Jason, mein AP, wäre »unavailable over the weekend«, er würde sich gleich Montag bei mir melden und in der Zwischenzeit würde Alasdair mir, soweit es ginge, gerne schon mal helfen. Mit der Info a) »Some power supplies have failed even without devices attached to USB« und b) »It is covered by warranty« sowie c) »We are expecting to receive a number of replacement power supplies from Globalscale Technologies« gab es für mein Problem – ich hatte noch ungesicherten, ärgerlich-wenn-weg, Sourcecode für FHEM auf dem internen NAND (und nicht, wie eigentlich gedacht, auf der externen SD-Card), die Chance einer Lösung.
Samstag, 14:17: Alasdairs Antwort auf meine Antwort. Jason hätte die nachgefragten Daten und er würde sich Montag ASAP bei mir melden.
Montag, 10:40: Jason entschuldigt sich für die Verzögerung (WTF? Lösung Montag morgen für ein Freitag in der Nacht gemeldetes Problem, das ist erste Klasse mit Kreuz, Fahne, Wimpel, Sternchen und einem Schuß Sahne, imho …), nennt u. a. vorauss. Lieferdaten für meinen bestellten GuruPlug (sehr Ende April, leider) und zwei Optionen: NewIT schickt Ersatznetzteil, welches ich selbst tausche oder ich schicke meinen Plug hin und bekomme anderen, funktionierenden, zurück. Ich entscheide mich, auch, weil die Bilder im plugcomputer.org-Thread zeigten, daß der Austausch simpel wäre, für ein Ersatznetzteil.![]()
Mittwoch vormittag: »Die Post!« meldet sich durch die Gegensprechanlage und bringt mein Ersatznetzteil. 4 Schrauben auf, 1 Steckverbinder getrennt, 2 Schrauben auf, IEC-Buchse und Netzteilkasten raus, neues Netzteil rein, IEC-Buchse reingepfriemelt, mit 2 Schrauben wieder befestigt, SheevaPlug replugged, 4 Schrauben festgezogen – fertig!
Und, wie aus dem plugcomputer.org-Thread zu hoffen: alles noch da, der SheevaPlug rennt wieder wie eine Eins. Nochmals meinen (auch schon per Mail zum Ausdruck gebrachten) Dank und meine Hochachtung an NewIT! So einen flotten, lösungsorientierten Ansatz finde ich zumindest selten — löbliche Ausnahme hier in D ist für mich K-DSL, die meine Festnetz-VoIP-Nummer »hosten«.
Oh, wie ich es liebe, wenn Platten das Mucken anfangen …
Opfer der Krise? Man hat noch immer wegen Renovierung geschlossen …
"Kein Fake", sagen sie …
Bevor ich mich im Kommentar-TEXTAREA dort verhaspele, doch lieber ‘nen Kommentar zum WePad-Artikel auf netbooknews.de per Trackback ;)
Das Fake WePad, diese kleine, unfertige David, sei kein Fake:
“Das WePad ist ein Fake!” – So oder so ähnlich lautete die Meinung des einen oder anderen Bloggers und auch Journalisten nach der kürzlich durchgeführten Pressekonferenz, auf der das WePad erstmals öffentlich gezeigt wurde.
Ah, nein, hier muß ich leider gleich reingrätschen: »das WePad« wurde nicht gezeigt; oder wenn, dann ist das gezeigte WePad nicht das, was bislang als dessen Spezifikation verlautbart wurden. Gezeigt wurde, da beißt die Maus nun einmal keinen Faden ab, ein Tablett mit Windows 7, welches ein Video der nicht per Touchscreen durchgeführten Bedienung einer grafischen Oberfläche zeigt. Wenn das, wie grade wieder behauptet, »das WePad« sein soll, dann ist der Name final verbrannt. Weiter:
Der Grund dafür ist so simpel wie dämlich. Auf dem Vorseriengerät aus Taiwan wurde während der Vorstellung lediglich ein Video gezeigt, in dem die Bedienung des Geräts mit dem so genannten WePad OS zu sehen war. Als dann eine Windows-Fehlermeldung gesichtet wurde, war der Beweis für so manchen sensationslüsternen Spezialisten erbracht: das Ding kann ja nur eine Fälschung sein. Dass dem nicht so ist, hat Helmut Hoffer von Ankershoffen, Chef der Neofonie GmbH, die das Gerät zusammen mit der Firma 4tiitoo entwickelt, nun im Gespräch mit uns klar gestellt. Nebenbei hatten wir auch noch die Möglichkeit, einige Hands-on-Fotos anzufertigen. Eines vorweg: Ja, die Bilder zeigen das Gerät im ausgeschalteten Zustand.
Ich weiß ja nun nicht, wer hier mehr blindlings »Argumente« wiedergibt, wer hier sensationslüstern etwas verbreitet, was nur schwer nachvollziehbar scheint: Fakt ist doch, daß das, was Hoffer von Ankershoffen und Co. derzeit verbreiten, nur Durchhalteparolen sind. Das – angeblich – finale Gerät läuft noch nicht/nicht vollständig unter Linux. Das, was Euch gezeigt wurde, konnte nicht richtig getestet werden. Leute, das ist doch Vaporware, was Ihr hier als Tatsache anpreist!
Bei unserem heutigen Gespräch hatte von Ankershoffen das Vorseriengerät dabei, doch wie es bei unfertigen Produkten üblich ist, gab es noch einige Probleme. So hatte der Anschlussstecker für die Stromversorgung bereits reichlich gelitten und deshalb einen Wackelkontakt vorzuweisen. Mit etwas Druck ließ sich dies jedoch ändern, so dass wir das Gerät auch in Aktion vorgeführt bekamen. Ausgerechnet als es daran ging, das Interface genauer unter die Lupe zu nehmen, versagte allerdings das noch in der Entwicklung befindliche WePad OS seinen Dienst und wollte erst einmal eine Prüfung seines Dateisystems durchführen.
Respekt, ich habe wirklich lange kein Linuxsystem mehr gehabt, welches mitten im Betrieb zum fsck schreiten möchte. Überhaupt, welches FS findet denn Verwendung? Für Flash bietet sich imho klar UBIFS an — wenn denn die Hardware dafür ausgelegt ist ..? Naja, wirklich Pech, daß das grade so lief … oder vielleicht, wie der angeblich so »gut touchtende« Touchscreen, auch nur eine bequeme Ausrede?
Fakt ist, Sascha und ich haben das WePad inklusive seines Betriebssystems in Natura und vollkommen live betatschen dürfen. In Kürze soll es eine zweite Chance geben, dann inklusive Touchscreen-Bedienung, denn bisher muss immer eine Maus genutzt werden.
Bitte, welches Gerät habt Ihr denn da nun gehabt, diesen Fake vom Montag oder das – scheinbar funktionsfähige – Gerät, mit welchem in dem überraschen niedrig aufgelösten Video gezeigt werden soll, daß es tatsächlich was mit Touchscreen gibt? Den Bildern nach das FakePad vom Monat; und da ist schon nach nicht einmal einer Woche die Stromversorgung im Eimer? Auch bemerkenswert, oder?
Freut euch auf die nächste Woche, denn dann wird’s richtig interessant.
Oh, wie sind wir denn so schnell und unbemerkt in den WePad-Channel auf facebook abgeglitten?
Generell sollte man sich lieber selbst ein Bild machen, bevor man den Unsinn glaubt, den gestresste Journalisten kurz vor Redaktionsschluss zusammen husten oder manche Blogger als Click-Bait streuen. Punkt. Wer sich die Videos von der Pressekonferenz ansieht, sieht auf den ersten Blick, dass es sich um ein Demovideo handelt – was auch im Rahmen der Präsentation so gesagt wurde – schließlich sind die Effekte beim Übergang zwischen den einzelnen Sequenzen deutlich zu erkennen. Da braucht’s dann auch keine Fehlermeldung mehr.
Oh, nein, mein Lieber. Es ist ein gravierender Unterschied, ob auf einem portablen Videoabspieler eine vorproduzierte Demo läuft — oder dies auf der Zielhardware und -OS geschieht. Wenn ich Videoperformance eines x86-Gerätes begutachten will, nehme ich sicher ein aktuelles Windows mit allen aktuellen Herstellertreibern, denn schon HD ready stellt ein Linux, welches keinerlei spezialisierte Unterstützung für die konkrete Grafikhardware hat, vor unlösbare Probleme – ever tried »mplayer -vo x11«?
Daß man das Video eben nicht auf der Zielplattform mit dem Ziel-OS (welches derlei können muß!) abspielte, sondern sich Windows bediente, wurde m. W. nicht erwähnt. Und ja, daß es sich um eine dilletantische Demo handelt, sieht man. Und man darf natürlich schlußfolgern daß, wenn jemand einen Screencast für ein Touchscreen-UI mittels Trackpad/Maus durchführt, eben genau die Touchscreen-Hardware noch nicht funktionsfähig ist.
Was mir bei diesem bezahlt klingenden Bericht fehlt, ist die gesunde Portion Skepsis, die ein Berichterstatter der Sache, über die er berichtet, entgegenbringen sollte. Was da zu lesen ist, ist neofonie-PR, keine kritische Auseinandersetzung mit dem Gerät und den – zwingend zu beachtenden – Umständen. Schade.
We fake a Pad reloaded?
Ich wil gar nicht mehr viel schreiben über die absonderliche Pressekonferenz, die eher mehr Zweifel denn Zuversicht verbreitete; ob man von einem Flop schon sprechen kann, weiß ich nicht — bei (kleinen) Kindern heißt es ja, für sie sei auch »negative Aufmerksamkeit« dessen, von dem es Aufmerksamkeit wolle, ein Erfolg. Oder anders gesagt: schlechte Publicity ist besser als gar keine?
Gute Nachrichten jedenfalls waren Mangelware, direkt nach dem Event wegen der Windowsmeldung, die den Fake entlarvte, und wie man sehen kann, wurde bei der Produktvorstellung auch ziemlich dreist gelogen — wobei, unter Windows 7 wird das wahrscheinlich schon »tat-schen«, gleich, welcher Hersteller die Hardware zusammenklebt:
So denn, liebe neofonie/WePad GmbH, ich würde mich ja über eine Einladung zum Hands-On freuen — sofern Ihr denn bis dahin a) im Code den Schalter, der »den Touchscreen deaktiviert« hat, wieder umlegen konntet – Tablett-PC & Maus, das ist doch ‘n schlechter Witz – und b) da wirklich Linux mit Eurer Oberfläche drauf läuft. (Oder schickt mir einfach eins zum gründlichen Test ;))
Allerdings: Chancen darauf habe ich keine; mittlerweile sucht man sich ja die Berichterstatter lieber aus:
Ergänzung zur gestern kommunizierten Timeline: Wir werden einen Tag vor dem Start des Pre-Orderings, also am 26.4.2010 einem renommierten Tech-Journalist ein WePad zum Test übergeben, damit endlich das Gerücht aufhört das ganze sei ein verspäteter April-Scherz ,-) Euer Helmut, noch etwas erschöpft vom Blitzlichtgewitter ,)
Man darf gespannt sein, ob dieser »renomierte Tech-Journalist« zum Dunstkreis der unterstützenden Verlage gehören wird oder eher für seine Unabhängigkeit renomiert ist …
Abschließend noch was zum Nach-PK-Statement:
Liebe Community und Presse,
auf http://www.youtube.com/user/WePadChannel seht ihr den ungschnittenen Produktvideo. Gezeigt werden die vorige Iteration des WePad mit WePad OS, Apps und Touch-Bedienung etc. sowie das finalen Gerät mit Maus-Bedienung.
Videos mit dem finalen Gerät inklusive Touch-Bedienung und weiteren Use…-Cases laden wir im Laufe der nächsten Woche hoch und verlinken es in dieser Fan-Gruppe.
Wir bitten die Aufregung die nach der PK entstanden ist zu entschuldigen. Wir hatten zwar kommuniziert, dass wir auf dem finalen Gerät bewusst ein Screen-Capturing des WePad OS, Apps etc. in einer Endlosschleife zeigen, aber versäumt die vorige Iteration des Gerätes zu demonstrieren. Wir lernen dazu, diesen Fehler machen wir nicht erneut.
Besten Gruß, Helmut Hoffer von Ankershoffen
Der junge Herr Hoffer von Ankershoffen formuliert schon recht geschickt, weder wird darauf eingegangen, daß nicht einmal das »Screen-Capturing« unter WePad OS gezeigt wurde – oder darauf, warum das Screen-Capturing nicht auf einer der angeblich existenten Vorversionen der Hardware mit Touch-Bedienung gemacht wurde (sondern an einem Gerät mit, vermutlich, Maus) –, noch, daß »bewußt« auch zwei Tage nach dem PK-Event »auf dem finalen Gerät« keine Touch-Bedienung funktioniert. Die Kunst des Nichtssagens, doch, die beherrscht er ;)
Insofern kann ich die Zweifel, die die Chip äußert, nur unterschreiben:
Natürlich darf man auf sein Produkt stolz sein, doch ist es wirklich geschickt “designed in Germany” zu schreiben, wenn das Gerät aus Taiwan kommt und auch von anderen Labels vertrieben wird? [.,..]
Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass das WePad ein vielversprechender iPad-Konkurrent ist, der auf jeden Fall erscheinen wird (das bestätigen auch die involvierten Partner Intel und Adobe) – aber wahrscheinlich nicht zum derzeit angepeilten Zeitpunkt. Der “Soft-Launch” im Juni scheint kaum erreichbar und der “große” Marktstart im August könnte schlicht zu spät sein. […]
Was immer die Partner neofonie & 4tiitoo geritten haben mag: August wäre sehr spät — und nach dem »Gap« von der Größe des Ärmelkanals zu schließen, der sich zwischen Produktbeschreibung und sichtbarem Produktentwicklungsstand dem Betrachter auftut, ein eher überoptimistisches Ziel. Denn was hat man? Man hat versprochen, ein Tablett mit
- Bluetooth 2.1 + EDR
- WLAN (802.11 a/b/g/n)
- optional 3G (UMTS/HSDPA) [hmm, kein HSUPA? Wäre doof ohne!]
- GPS
- Ambient Light Sensor
- Beschleunigungssensor
- Full-HD Playback
- HDMI-Out
- auf Basis des »linuxbasierten Betriebssystems WePad OS, welches u.a. Android und Adobe AIR Applikationen unterstützt«
zu liefern. Von Android-Anwendungen war bislang nichts zu sehen und lt. PK-Aussage arbeitet 4tiitoo noch nicht so schrecklich lange daran, den »Wrapper für Android« ins We PadOS zu frickeln. Daß Android bislang irgendwo bei 854×480 – Milestone-Auflösung – sein Maximum hat, sei nur am Rande erwähnt. Und daß man die Android-Umgebung im We PadOS updaten können muß, auch. Spannend wird sicherlich auch das Look&Feel dieses Anwendungsmixes auf einem Gerät sein …
Das klingt ein bißchen nach Doppelnachtschichten seit Montag non-stop bis zum 30.06.2010 … daher bin ich sehr gespannt auf den 26.04.2010, was dort gezeigt wird. Und bis dahin halte ich das WePad für eine Ente; please, neofonie, prove me wrong …
Großartig … Eine Suche bzw. ein tweet und die Folgen …
Why Sony sucks¹
Meinen Frust über Sonys arrogante, erpresserische und insbesondere zur Sippenhaft neigende Verhaltensweise habe ich mal niedergeschrieben.
Nach wie vor finde ich nicht, wo ich mich verpflichtet hätte, neue, meine Nutzungsmöglichkeiten beschränkende neuere Firmwares einzuspielen (bei meinem alleinigen Risiko übrigens; charmant); und da Sony bislang keinen Beweis geliefert hat, daß “Other OS” – ein offiziell von Sony beworbenes Feature der PS3 – die Systemsicherheit plötzlich beeinträchtigte, halte ich diese sippenhaftartige Entfernung einer dokumentierten und beworbenen Nutzungsoption auch nicht durch Sonys Recht auf Entfernung von Sicherheitsrisiken gedeckt (mangels eben jenem).
So heißt es nun abwarten, ob dem Studenten, der Sony das Pipi in die Augen trieb, der Zaubertrick gelingt, eine (unentdeckbare) custom Firmware für ein 3.21 mit »Other OS« bereitzustellen — und wenn, wie er sich Sonys Rechtsstreitmacht zu entziehen gedenkt, denn eine Reproduktion des Sony-Eigentums in der Firmware wird Sony sich kaum bieten lassen. Es bliebe also nur das »AVM-Modell«, d. h. ein Programm ändert die legal von Sony runterladbare FW und baut daraus ein von der PS3 akzeptiertes, neues, Image. (Naja, und nach der Analyse dieser CFW 3.21 wird Sony dann eine inhaltlose 3.22 hinterherwerfen … Wer wohl zuerst aufgeben mag..?)
Technisch ist dem kaum beizukommen, es wird ein Hase-und-Igel-Spiel bleiben, mit wechselnder Besetzung der Figuren »Hase« und »Igel«. Treffen – und ggf. zum Einlenken bringen – kann man Sony nur dadurch, sie dort zu treffen, wo der Dickhäuter es auch merkt: beim lieben Geld. Also sind juristische Virtuosen gefragt, die das gesamte Instrumentarium drauf haben und Sony pro PS3-Altnutzer nennenswert Geld kosten (die ca. 20% via – angeblich; habe bislang nur »Berichte vom Höhrensagen« gefunden, also »der Freund einer Cousine kennt wen, der gehört hat, daß seinem Nachbarn ein Artikel bekannt ist, wonach jemand von Amazon UK Geld zurückbekommen haben soll … oder so« – Amazon UK wären ein super Einstieg). Ferner sollte jeder mit »Draht zur Politik« (und/oder der EU ;)) Sonys Vorgehen dorthin tragen; und schlußendlich schadet es sicher nicht, auch außerhalb der einschlägigen Foren über Sonys Machenschaften zu berichten. Wahrheitsgemäß, denn die Wahrheit ist abstoßend genug (»Enteignung« und »Erpressung« fallen mir hier umgangssprachlich ein).
Spread the word!
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Kraftwerksersatz per Post
Als ab Freitag abend einer meiner SheevaPlugs nur noch hektisch blinkte, summte ich schon heimlich den Goodbye-Data-Blues. Gerät einschicken mit nicht gesicherten Entwicklungsquellen auf dem internen Flash – das doof. Aber ich hatte ja in UK gekauft, bei NewIT; gegen 19 Uhr MESZ Problem per Mail geschildert, erste Antwort gegen 21 Uhr. Montag dann wurde ein Ersatznetzteil (der silberne Kasten) aus Norfolk losgeschickt, ich hab’s heute getauscht und mein SheevaPlug rennt wieder! So sollte Kundenservice sein!
Sony vs. Linux, nächste Runde
Seit gestern Nachmittag deutscher Zeit hat sich’s erstmal ausgeproxied; Sony hat augenscheinlich Tests im Play-Station-Network aktiviert, die Zugriffe von Consolen ohne die »OtherOS«-Option entfernende Version 3.21 verweigert.
Vielleicht sollte man sich generell überlegen, ob der Preis, den Sony für die Benutzung des PSN verlangt, nicht viel zu hoch ist:
3. Verwendung von PSN
Jedes Mal, wenn Sie sich bei PSN anmelden, erfassen wir ohne weitere Mitteilung automatisch Informationen wie beispielsweise:
o Ihre Online-ID
o Ihre IP-Adresse und die MAC-Adresse Ihres Systems (die eindeutige Nummer, die das von Ihnen verwendete Netzwerk und Gerät identifiziert), das Datum und die Uhrzeit Ihrer Anmeldung.
o die von Ihnen verwendete Hardware und auf welche Weise Sie diese verwendet haben, z. B. Modell und Seriennummer, Einstellungen der Kindersicherung, Foto- und Musikeinstellungen, Remote-Play-Einstellungen, Angaben über die mit der Hardware verbundenen Geräte, welche Inhalte auf der Hardware gespeichert sind bzw. mit dieser Hardware verwendet wurden sowie weitere damit zusammenhängende Informationen.
o wie Sie PSN nutzen, z. B. welche Spiele Sie spielen, auf welche Inhalte Sie zugreifen, Ihre Downloads, welche Dienste Sie für welchen Zeitraum in Anspruch nehmen, einschließlich wie häufig Sie Chats, Message-Boards und andere Kommunikationsdienste nutzen.
o Ihr Spielerprofil, Spielsuchen, Ihre hochgeladenen Ergebnisse und Ranglisten, Ihre Freunde- und Blockierlisten und Ihr Erscheinen auf den Freunde- und Blockierlisten anderer Benutzer.
Wenn Sie PSN-Guthaben aufladen oder Zahlungen über PSN durchführen uns für die Bearbeitung Ihrer Zahlung Ihre Zahlungsdaten, wie z. B. Ihre Kreditkartennummern, den Namen des Karteninhabers, Ausstellungs- und Ablaufdatum sowie Sicherheitscodes mitteilen. Kreditkartendaten werden für künftige Käufe gespeichert, es sei denn, Sie entfernen diese von Ihrem Konto über die „Kontoverwaltung”.Wir führen Aufzeichnungen über das Aufladen Ihres PSN-Guthabens und über Ihre Käufe, die Sie über PSN tätigen.
Im Datenkrakigsein steht Sony Google offensichtlich in nichts nach. Schön finde ich auch diesen Passus und bin geneigt, das erstmalig auszutesten:
13. Ihre Rechte
Sie haben das Recht, zu erfahren, über welche Ihrer persönlichen Daten wir verfügen und wie diese Daten verwendet werden. Wenn Sie wissen möchten, über welche Ihrer Daten wir zurzeit verfügen, wenden Sie sich bitte über die Kontaktdaten auf der Seite „Über uns” an unseren Kundendienst oder schicken Sie einen Brief an den Data Protection Officer, PlayStation Network Europe Limited, 10 Great Marlborough Street, London W1F 7LP, Großbritannien. Sofern Sie Zugang zu Informationen benötigen, werden wir diese zur Verfügung stellen; benötigen hierzu jedoch einen Nachweis Ihrer Identität und erheben gemäß den gesetzlichen Bestimmungen gegebenenfalls eine geringe Verwaltungsgebühr.
Das Berlin-Münchener FakePad
Tja, schade. Das WePad, dieses – aus meiner Sicht – »iPad done right«, ist wohl nichts, auf das man heute bauen kann als Couchsurfing-Alternative zum stalinistischen Cupertino-Produkt.
Ja, ich bin schon ziemlich enttäuscht; naja, nicht wirklich. Diese Salamitaktik, die, wie auch immer die-Firma-dahinter heißt, da auf Facebook abgezogen hat, stimmte schon nachdenklich. Jedenfalls alte »Ankündigungsopfer« wie mich …
Gestern wurde also nun ein – zugegeben schickes – Pad in die Kameras gehalten, … auf dem Windows wohl bildschirmfüllend endlos ein Video abspielte, bei dem jemand per Maus oder Touchpad – keinesfalls aber per Touchscreen – über etwas einen weißen Kreis bewegte, was wohl die WePad-UI darstellen soll.
Mager.
Sehr mager, denn entwickelt wird seit 2006 daran:
Da laut tiitoo schon in 2009 ein Feldtest mit 150 End-Usern durchgeführt wurde und die Firma seit 2006 daran arbeitet (das sagt zumindest das gerade aktuelle Textsnippet in den Google-Suchergebnissen das bei einer Suche nach 4tiitoo angezeigt wird ist folgendes wahrscheinlicher:
das tiitoo wurde als eigenes Linuxderivat mit eigener Oberfläche entwickelt. Vielleicht wurde ja auch eine Flash-SourceLizenz erworben (wie es z.B. bei dem Chumby der Fall ist) und die komplette Oberfläche ist Flash.
Oder, um den nun auch offiziellen Partner zu zitieren:
4tiitoo was founded in 2007 to bring the best of the Internet and modern information technologies intuitively closer to everyone. The WePad OS was build as an intelligent and intuitive usage system for touch screens while focusing on personal Internet usage. The widget based user interface enables quick access to a comprehensive world of applications, news and multimedia content.
The WePad combines lifestyle design with powerful technology optimized for mobile use in the entire living environment. After three years of development and a successful home use test with 150 users in 2009, we are now preparing the launch in mid 2010.
In 2009 wurde also ein Test des WePad mit 150 Leuten durchgeführt. Selbst wenn man annähme, daß jeder Tester nur 1 Tag das Pad hatte und somit nur genau 1 Exemplar (150 Tage Test, 150 Tage Transport von Tester n zu Tester n+1) existiert: jenes hätte man gestern in Berlin vorführen können. Nein, streiche können, setze müssen. Was aber vorgeführt wurde, war eher peinlich, insbesondere hinsichtlich der, auch geweckten, Erwartungen im Netz:
Kaufen kann man die Hardware übrigens (noch nicht ;)): sie heißt ExoPC Slate, so wird zumindest auf Facebook spekuliert, und rennt wohl hervorragend unter Windows 7. Warum man, wie Spiegel Online berichtet, das Pressekonferenzgerät frisch aus den Klauen des Zolls entreißen mußte, wenn doch 150 Leute es schon getestet haben, bleibt denn auch unklar:
Das Gerät, das auf der Pressekonferenz gezeigt wird, sei erst zehn Minuten vor dem Termin eingetroffen – “es hing beim Zoll in Köln fest”, sagt einer der Männer, die für die chaotische Pressearbeit verantwortlich scheinen. Einem TV-Team hatte man versprochen, es schon zwei Stunden zuvor abfilmen zu dürfen. Daraus ist nun offensichtlich nichts geworden.
Letztlich irgendwie peinlich ist denn auch die Geschichte mit dem Verkaufsstart; sollte es erst im April losgehen (siehe auch Marcus Schwarzes Artikel in der HAZ) …
Freitag 19. März 2010 01:56
WePad: Der deutsche iPad-Rivale
iPad, iPad, iPad. Noch bis Ende April müssen sich die Apple-Fans gedulden. Dann kommt Jobs’ Tablet auch in Deutschland in den Handel. Doch ein mittelständisches Berliner Unternehmen prescht noch vor dem Verkaufsstart auf den Markt. Der deutsche Suchmaschinen-Experte Neofonie will sein WePad getauftes Tablet schon Mitte April in den Handel bringen. Es unterstützt Flash, läuft mit Android, soll weitaus günstiger als das iPad und für Verlage individuell zu branden sein.
… so wird der April nun in den Spätsommer verlagert, siehe SpOn oder auch das Video:
Zweifel werden diskutiert, ob das Gerät überhaupt schon ansatzweise marktreif ist. Immerhin hatte die Neofonie angekündigt, mit dem WePad auf den Markt zu kommen, noch bevor die ersten iPads in Deutschland ausgeliefert werden. Daraus wird nichts werden, so viel ist jetzt klar. Vorbestellungen sollen ab dem 27. April angenommen werden, ein sogenannter Soft-Launch, also die Auslieferung in homöopathischen Dosen, ist für den Juli geplant. Erst im August rechnen die Entwickler damit, WePads in nennenswerten Stückzahlen liefern zu können.
Tja; und die Ankündigung »billiger als das iPad«, auch diese wird ggf. von der Realität noch eingeholt, zumindest aber fällt der Unterschied nur mathematisch beweisbar aus.
Tja, schade. Viel Rauch um … ein Windows-Gerät. Nicht, daß Windows zwingend schlecht wäre, an dieser Stelle, wo ein Android-basiertes Tablett für den Verkauf im April 2010 avisiert war, ist das aber mehr so der Beweis, daß neofonie und deren Partner eines nicht können: ein Android-Pad liefern, geschweige denn ein Gerät mit all den sagenhaften Features, die dem WePad mal nachgesagt wurden.
Wenn man Mitte April als Verkaufstermin den kommenden August nennt und die Produktpräsentation aus einem Video besteht, kann man mit durchaus Zweifel haben an der Marktreife des virtuellen Produktes. Und womit? Mit Recht. Denn wäre die Hardware nach den Spezifikationen der Wepad-Macher entwickelt worden, was hinderte denn dann daran, das Image des/der »Heimwerkermodelle« auf das fertige Gerät zu spielen und all die tollen Features vorzuführen?
Wie auch immer; neofonie GmbH/WePad GmbH, ich würde nach wie vor gerne ein WePad kritisch unter die Lupe nehmen. Allerdings nicht erst im August; im Laufe des Mai sollte auf der Hardware die Software weitgehend lauffähig sein nach allem, was bisher verlautbart wurde – schließlich muß »nur« noch der Linux-Unterbau angepaßt werden, was mit Intel als Technologiepartner ja kein Problem sein dürfte. Adresse siehe Impressum ;)




