Ohne Worte :)
Flash auf dem WePad? Ich bin gespannt …
Ich habe mal eben ‘nen kleinen Film gedreht, wie unser (Atom-) Netbook aus der ersten Generation (2007) unter Windows XP und Firefox denn ein YouTube-Video abspielt. Nix gefakt, es war direkt der erste Aufruf dieses Videos von jenem Rechner, über das Standbildfestival allerdings war ich doch erschrocken. Nun liegt das Quellvideo in HD 720p vor, vielleicht liegt es daran; ältere YouTube-Filmchen (diese berühmten matschigen QVGA-Dinger) spielt es i. d. R. besser ab. Aber ich denke, da ich mir mal ein Bild davon machen wollte, was denn so an Flash-Videos auf einem modernen Netbook wie dem angekündigten WePad laufen könnte bzw. wie heute eingestellte Videos dort wohl aussähen (zur Technik des WePads habe ich mich ja schon ausgelassen) – ohne Hardwarebeschleunigung, die unser altes Netbook ja nicht bietet –, war die Quellenwahl schon OK.
Zum Vergleich das gleiche ifranznation-Video, abgespielt auf meinem Motorola Milestone, einer ungleich schwächeren mobilen Kiste (ebenfalls mit Android), aber immerhin schon 800x480er Auflösung (und, AFAIK, mit Hilfchips zur Videodekodierung, da der ARM-SoC das sonst auch nicht schaffte):
Die schwächere Plattform spielt das gleiche Video deutlich flüssiger ab — da wird es wirklich spannend sein zu sehen, wie das WePad mit Flash und insbesondere Flashvideos umgehen wird …
Vorsicht und die Porzellankiste
Ich las’ grade vom Mißgeschick bei Rivva, und ich will’s ja nicht beschreien, aber meine beiden primären Kisten sind nun deutlich dreistellig up and running und die RAID-Sets (1, 5 bzw. 5) melden glücklicherweise keine Plattenprobleme — neue 3,5″-SCA-36-GB-Platten zu bekommen für Systeme, die seit teils schon Jahren EOL sind, könnte auch eine wenig spaßige Veranstaltung werden.
Dank USB 1.1 ist das Anstöpseln von USB-Platten zwecks Datensicherung auch keine wirkliche Alternative (100 GB über 11 MBit/sec dauert wie viele Eintagsfliegengenerationen?), ich fürchte, ich muß mir da doch mal Gedanken machen. Vielleicht mit NBD und statt VMware auf Xen-Server umsteigen, oder ‘n SheevaPlug als NFS-Server hinstellen? Mentale Notiz jedenfalls: Baustelle ;)
WePad, das Phantom-Pad aus Berlin
Mittlerweile gibt es eine Pressemappe zum »WePad«, aus der auch die folgenden WePad-relevanten Bilder/Grafiken stammen.
Konkrete Aussagen zu Preis und Verfügbarkeit sind zwar nach wie vor Fehlanzeige, aber das mag an der Salamitaktik zur Aufmerksamkeitserhöhung liegen — oder schlicht daran, daß die Umsetzung der Grafiken in Hardware noch nicht vollständig erledigt ist? Immerhin, auch die technischen Daten hat man konkretisiert:
Der Hersteller neofonie setzt den technischen Daten nach demnach einerseits auf die Nutzbarkeit vieler Android-Apps, die man ggf. auch schon auf seinem Android-Telefon hat – Parallelen zu iPhone/iPad sicher nicht zufällig –, andererseits auf »Rich Content« via Adobes Flash/Air. Die Rechnung könnte für den Kunden aufgehen, grade Leute mit Android-Telefon dürften eine dankbare Zielgruppe sein für ein Android-Pad, welches aber, eben anders als ggf. andere Nach-Padder, auch den De-facto-Standard Flash unterstützt. Leider fehlen nach wie vor Aussagen zur Grafikfähigkeit, Berichten im Netz zufolge reicht »Pineview« alleine nicht für die Darstellung von HD-Content in 720p — und nach eigenen Erfahrungen mit Linux auf MSI U100 (als akoya Mini E1210, 1. Atom-Netbook-Generation) sowie HP Mininote 2133 (VIA-getrieben) weiß ich auch, was diese Plattform nicht bietet: Rechenleistung. Insofern ist auch die Aussage »Multitasking: ja« sicherlich mit Vorsicht zu genießen. Zur Plattform N450/NM10 schreibt denn auch tomshardware.de:
Die Tatsache, dass Intel einen zusätzlichen HD-Videodecoderchip empfielt – den optional erhältlichen Broadcom BCM70015 HD – zeigt bereits auf, dass Blu-ray- und H.264-Videowiedergabe nicht zu den Stärken des GMA3150 zählt.
Golem.de bestätigt ebenfalls die mageren Rechen- und Grafikkünste:
Im Vordergrund steht für die neue Plattform eine höhere Integration mit sinkenden Kosten für die Chip- und Gerätehersteller, der CPU-Kern basiert weiterhin auf der ersten Atom-Architektur, so dass hier keine Sprünge in der Rechenleistung zu erwarten sind. […] Wenig Innovation gibt es dagegen bei der Grafik: Der neue Kern heißt GMA3150 und soll DirectX-9-Funktionen beherrschen, womit Intel bei den Netbooks nun schon zwei Generationen hinterherhinkt. Wie das Unternehmen im Rahmen einer Telefonkonferenz angab, ist auch der neue Grafikkern nicht schnell genug, um Full-HD-Videos mit Blu-ray-Codecs wiederzugeben. Kleinere HD-Formate soll er jedoch beherrschen.
Fragt sich nur, ob auch Flash dann von dieser HW-Beschleunigung Nutzen ziehen kann, denn sonst werden die immer häufigeren 720p-Videos bei YouTube, Vimeo und Co. auf dem WePad vollformatig eher keinen Spaß verbreiten :(
Schön finde ich, daß WLAN & BT von Haus aus an Bord sind — was aber, aufgrund des Android-Überbaus und des eher gekapselten Linux’, nicht automatisch bedeutet, daß man z. B. Kopfhörer/Headsets per BT anbinden kann. Hier wird sich dann zeigen, wie »offen« die WePad-Plattform wirklich ist — BT und Android ist ja eine lange, traurige Geschichte voller Mißverständnisse, die BT-Implementation in Android 2.0 ist bekanntlich grottig und unvollständig (unter 1.5 gibt’s ‘ne deutlich bessere App, die allerdings ein gerootetes Android benötigt *sigh*).
Warum allerdings GPS nicht generell an Bord ist, erschließt sich mir nicht; sicher, im Haus ist es oftmals Essig mit dem GPS-Empfang (dann trianguliert Android über die SSIDs in der Umgebung), aber so ein Gerät würde ich zumindest nicht nur im Haus verwenden wollen — so wäre es im Urlaub einerseits ein Unterhaltungsmöbel für die Kids auf der Rückbank, welches parallel per MyTracks (Android-App) als GPS-Tracker fungieren könnte …
Daß 3G ebenfalls nur optional erhältlich ist, finde ich eigentlich gut; nicht nur, weil ich mittlerweile 3 USB-3.5G-Dongles (Huawei E160, E220) habe, sondern auch, weil 3G heute nicht zwingend auf die 3.75G/LTE-Netze von morgen passen mag. Fragt sich natürlich, inwiefern das Android/der Linuxunterbau mit einem anstöpselbaren Funkmodul klar kommt; für Netbooks ist das 08/15-Krams, aber ob Android derlei schon kennt? Auch hier steht zu hoffen, daß neofonie kundenfreundlichen Lösungen den Vorzug gibt, die Hardwarevoraussetzungen dafür wären jedenfalls – ganz anders als bei Apple – vorhanden.
Ich würde wirklich gerne mal ein, zwei Wochen dieses Pad auf Herz und Nieren prüfen … *hint, hint* ;)
3 Minutes from boot to crash.
dist-upgrade (Ubuntu Kotzender Koala) brachte neuen Kernel – und noch bessere Abstürze:






