Da haben sich ja mal zwei Große gefunden; im Beitrag Google cancels anti-eBay bash wird berichtet, daß eBay sich weigert, Google Checkout – Googles Variante von PayPal – als Zahlungsservice für eBay-Geschäfte zuzulassen; so überraschend ist das vielleicht nicht, gehört PayPal seit dem Kauf vor mehreren Jahren doch direkt zu eBay.
Es war dann wohl geplant, seitens Google eine »Google Checkout Freedom Party« dort in Boston abzuhalten, wo auch schon die Bostoner Teeparty seinerzeit stattfand – durchaus eine nette Idee, und daß parallel grade die »eBay Live! Conference« stattfindet, in Boston, würde für ein marginales Aufmerksamkeitsplus sicherlich reichen.
Dummerweise hat eBay dem Bericht zufolge alle eBay-Anzeigen aus Googles AdWords-Cashcow entfernt – nur ein routinemäßiger Test, wie eBay versichert –; und den Google-Checkout-Aktivisten fiel ein, daß sie vielleicht die eBay-Live!-Besucher gar nicht verschrecken wollten und daher sagen sie die Aktion flink ab.
Wie gesagt, full story drüben.
Wann fällt endlich das doofe Handyverbot in Flugzeugen?
Hit by a thunderstorm while approaching Dusseldorf airport. Lots of lightning, shaking and puking passengers. 3rd attempt finally worked.
about 6 hours ago from txt
Wahrscheinlich wäre es keine Hilfe gewesen, wenn der Pilot den Passagieren im Hinblick auf die damalige Situation auf der ISS (Moment, 21 – 6, also gezwitschert gegen 15 Uhr; ja paßt, gegen 13 Uhr lief der Live-Bericht zum ISS-Problem auf N24 in der Sushibar in der Wandelhalle; Updates hat heise online) ein aufmunterndes »es könnte schlimmer kommen, immerhin funktionieren unsere Computer noch« dargeboten hätte?
Nein, wahrscheinlich nicht …
Es ist wirklich schade, daß derzeit die Kommunikationsmöglichkeiten über den Wolken so willkürlich und willenlos eingeschränkt sind. Welch einen Gewinn, auch für das deutsche Kulturerbe, wäre ein freier Zugang zum Internet auch in der Stratosphäre, damit, live und geruchsneutral, selbst der aktuelle Kotzbeutelverbrauch nicht unerwähnt bleibt. Man stelle sich nur einmal vor, die Landung wäre beim dritten Versuch nicht geglückt — wer hätte je erfahren, wie es nach
Berlin airport. The flight is at least 30 minutes late. There goes my schedule …
weiterging?
Content2.1
Boah.
Auf fimpern.de zeigt uns corona wieder einmal die Zukunft des Web2.0.
Nachdem er schon seine Gezwitschere als RSS-Feed in sein Blog integrierte, gibt es nun auch endlich die Tageszusammenfassung nochmal als eigenen Artikel — ganz del.ete.thisicio.us-like.
Was noch fehlt sind Kommentare zu eigenen Gezwitschere, denn manche Einzeiler ist dann so aus dem Kontext gerissen nicht mehr ganz verständlich. Aber ich bin sicher, daß kommt dann mit dem nächsten fimpern-Facelift ;)
World's First Write-Only-Blog (WOB) …
I did it again.
»blog.VZsquare.net« in regfishs DNS-Verwaltung angelegt, per Klick als Blogtarget spezifiziert (es wird die IP des Blogservers ins Formular übernommen), bestätigt.
Blog via Webfrontend konfiguriert, Konfiguration per Klick bestätigt und … Bingo!
Ich kann nun wie ein Weltmeister Artikel in mein kostenloses Blog von regfish posten — außer mir, dem Admin, sieht die allerdinsgs niemand. Write-Only-Blog eben ;)
Dies dürfte aber nichts mit regfishs Slogan (»Sie sind der Admin.«) zu tun haben, ich vermute vielmehr ein Problem durch die Verwendung von non-ASCII-Zeichen beim Blognamen … Spätere Versuche werden das ggf. bestätigen.
Wobei — die Idee des Write-Only-Blogs gefällt mir eigentlich: AllwissendeMüllhalde2.0 (patent not pending) ;)
[Update, 20070614 21:15] Nachdem ich das Teilchen gelöscht und ohne »²« neu angelegt hatte, tat es auch. Ein versuchsweises erneutes Löschen und Neuanlegen mit »²« brachte den Fehler nicht mehr zu Tage — entweder wurde er gefixt oder es war wieder mal ein Elektron (oder war’s ein Neutron) auf Abwegen und hat just den Speicherbereich getroffen, in dem die Konfiguration für’s Zweitblog zusammengebaut wurde … [/Update]
Diät nach meinem Geschmack
Fundstück: Ein Tag nichts: Fasten nach Helge Timmerberg bei dataloo. Zitat:
Auf die Idee einfach nur einen Tag pro Woche zu fasten, bin ich noch nie gekommen, werde das aber ab jetzt austesten.
„Es ist eine Shivaisten-Diät. Sie beinhaltet kein Essen, keinen Alkohol und keinen Sex, aber erlaubt jede Menge Wasser, jede Menge Kaffee (ohne Zucker) und jede Menge Haschisch. Das Haschisch macht high, der Kaffee hält auf Trab, und das Wasser nimmt den Hunger.“
Den Kaffee habe ich durch Mate- und Grüntee ersetzt, und das Haschisch sowieso ersatzlos aus dem Diätplan gestrichen. Während mein Kopf sich schon mit dem Frühstück morgen früh beschäftigt, wird es jetzt (16 Uhr) immer schwieriger den Hunger und schwächlichen Kreislauf mit Leitungswasser zu bekämpfen.
Ich müßte auch mal an die Admin-Wampe ran, der innere Schweinehund allerdings tendiert bei weit göffnetem Büro- oder Home-Office-Fenster und gemessenen knapp 30 Grad Celsius eher zum Aufenthalt im Biergarten …
Die Kombination Wasser, Kaffee und Haschisch klingt jetzt mal erfrischend anders — aber ich fürchte, derlei ist einem deutschen Staatsbürger auch in den Niederlanden im Ausland nicht erlaubt, oder?
»Die TV-Tages-Tipps mit …«
… nein, den Namen nenne ich mal lieber nicht.
In der Frühzeit des Privatradios im Norden, gab es einen Sender (ok, den gibt’s heute auch noch) mit einem, für damalige Verhältnisse, erfrischend frechen Programm. Dort wurde auch ein Moderator beschäftigt (war er damals schon Anwalt?), der, sagen wir mal, »bissig«, nicht moderat, moderierte.
(Zeitlicher Fast-Forward in die Jetzt-Zeit.)
Leider erwies sich sein später öffentlich gewordenes Verhalten als stringente Weiterführung dessen, was die vermeintliche Kunstfigur so im Radio absonderte — meine Symphatien schrumpften.
Naja, wie auch immer. DWDL.de berichtet übrigens über ein geplantes Mattscheiben-Comeback des Joachim Steinhöfel.
Steuertricks for Runaways
Erwähnte ich eigentlich schon, daß ich diesen Staat für grundlegend krank halte? Wäre er eine natürliche Person, wäre die Vormundschaft schon vor Jahren von Amts wegen eingesetzt worden — Hoffnung auf langfristige geistige Genesung besteht aber nicht mehr.
Was los ist? Nichts weiter, außer vielleicht, daß lt. FTD Ferienwohnungen als potentielle Vermietobjekte langfristig steuermindernd sind:
Dabei dürfen Finanzbeamte nach einem aktuellen Urteil des Bundesfinanzhofs selbst bei beständigen Verlusten nicht danach fragen, ob das Urlaubsdomizil irgendwann einmal Überschüsse abwirft. Bei vermieteten Ferienwohnungen ist grundsätzlich davon auszugehen, dass die Eigentümer schwarze Zahlen erwirtschaften wollen und auch bei einem hohen Minus keine Liebhaberei vorliegt (Az.: IX R 15/06).
Quelle: FTD
As usual also: wer hat, dem wird gegeben. Wer sich den Kauf eines Ferienhäuschens leisten kann, der kann dessen Kosten steuermindernd einbringen — für’sZweiDritthaus. Wer hingegen doof genug war, sich derlei Spesen nicht leisten zu können, guckt auch weiterhin in die Röhre …Krisenherd Heiligendamm: Tornados über Camp
So langsam kommt alles raus, immerhin — ich hoffe nur, daß die, die jetzt »verfassungswidrig, das war verfassungswidrig!« skandieren, auch den Weg nach Karlsruhe beschreiten (lassen), um genau dies, nachträglich, auch so feststellen zu lassen.
Guantanamo ist schließlich auch vollkommen legal – aus Sicht der US-Administration und der »Allianz der Willigen« zumindest –; Rostock hat gute Chancen, als dessen deutscher Abklatsch der Präzedenzfall zu werden.
Aber der Reihe nach: »Hein Blöd« hat in den Kommentaren zum Spähpanzereinsatz noch einige Rechercheergebnisse abgelegt, u. a. schreibt er:Die in dem Video gefilmten Soldaten gehören also der Aufklärungskompanie 210 an (Panzerbrigade 21 “Lipperland” der ersten Panzerdivision), die in der General-Feldmarschall Rommel Kaserne in Augustdorf stationiert ist.
Die Aufklärungskompanie 210 gehört zur Kategorie der “Eingreifkräfte” (im Gegensatz zu den “Stabilisierungskräften”) und ist deswegen wahrscheinlich im Zuge des Weltwirtschaftsgipfels in Heiligendamm im Einsatz gewesen.
Hmm, Eingreifen gehört aber nun genau nicht zu den Dingen, die die Soldaten dort offiziell sollten geschweige denn bei nicht-kriegerischen Auseinandersetzungen meinem Verständnis nach dürften? Geschickt wurden sie zur reinen »technischen Amtshilfe« — sind da, so die Recherchen stimmen, »Eingreifkräfte« nicht fehl am Platze?
Auf tagesschau.de wird berichtet (»Stand: 12.06.2007 17:48 Uhr«): »Die Bundeswehr hat während der Proteste gegen das G8-Treffen mit Tornado-Aufklärungsflugzeugen auch ein Camp der Gipfelgegner ausgespäht.«. Es sei das Protestcamp Reddelich vergangenen Dienstag »in der geringsten zugelassenen Flughöhe von 150 Metern überflogen« worden und dabei seien Luftaufnahmen gemacht worden. »Die Flüge hätten im Zuge “technischer Amtshilfe” für Sicherheitsbehörden stattgefunden« – da ist sie wieder, diese Gundgesetz-konforme Erklärung –, natürlich völlig legal und ganz normal. Zu den Reaktionen siehe tagesschau.de.
Was ich bemerkenswert finde: irgendwie ist da ganz schön viel »technische Amtshilfe« — da ist soviel »Amtshilfe«, daß man den Eindruck gewinnen könnte, daß ohne Bundeswehreinsatz im Inneren fast nichts mehr ginge.
Und ist es nicht genau daß, was die amtierende Bundesregierung gerne zulassen würde, nämlich die Bundeswehr auch im Innern einzusetzen? Weil das schon in den 30er und 40er Jahren so ein Erfolgsmodell war? Zufälle gibt’s …Tendenz fallend
Anläßlich der Veröffentlichung der IVW-Zahlen von StudiVZ – an dieser Stelle auch von mir: Respekt, von Null auf eins bei den PIs und von Null auf 6, direkt hinter AOL, bei den Visits, das ist schon nicht schlecht – habe auch ich mir mal wieder die IVW-Seiten angesehen. Auflällig, insbesondere aus der Ferne, finde ich den seit 1999 fast durchgängigen Abstieg bei der verkauften Auflage in den gelisteten Kategorien (s. Ausriß rechts).
Wochen- und Kundenzeitschriften können ungefähr das Niveau halten, insbesondere Tageszeitungen allerdings haben bis heute keine sichtbare Maßnahme gegen den Auflagenschwund finden können.
Quo vadis, Print? Wohin geht die Reise — ist eine Tageszeitung als Medium noch zeitgemäß?
Den Zahlen nach nicht, zumindest ist die Nachfrage gering. Ob bzw. inwiefern das mit der demographischen Entwicklung zusammenhängt, entzieht sich meiner Kenntnis — die Verlage werden das sicherlich beobachten und auch analysiert haben.
Was aber kommt nach Print? Was machen große (insbesondere Tageszeitungs-) Verlage, wenn Tageszeitungen nicht mehr nachgefragt werden (oder zumindest weniger und weniger und weniger)?
Sind Ansätze wie WestEins die Antwort der Verlage? Holtzbrinck hat sich ja u. a. bei StudiVZ stark involviert (lies: den Laden übernommen) — wie man sieht mit hoher (Werbe-)Reichweite ohne viel redaktionellen Content. WestEins will wohl, meinem Verständnis nach, die Inhalte der WAZ-Gruppe mit UGC, User Generated Content, verknüpfen (richtig?). Ist AAL, das Web-2.0-Motto »Andere Arbeiten Lassen«, also die Rettung?
Wenn man davon ausgeht, daß die Zahl derer, die selbst Content liefern wollen oder können, durchaus begrenzt ist – auch hier ist StudiVZ sicherlich ein Sonderfall durch die primäre Zielgruppe der Studierenden –, dürfte User Generated Content nicht die eierlegende Wollmilchrettungssau einer ganzen Branche sein.
Aber ich mag mich natürlich auch mal wieder irren ;)Good old times
Grade drüber gestolpert:
/me: Hmm, ich bekam einen Timeout. Bist Du sicher, daß Dein Getty läuft?
xxx: Timeout? Hmm, ja, Getty läuft! Ah, ich kann Dir auch sagen, warum.
/me: Na?
xxx: Weil meine Maus grade steh…
ISDN D-Channel: DISConnect
Im Herbst 1993 war das, damals machte ich noch UUCP quer durch Deutschland. In der Fernzone 2 kostete eine Stunde, ich glaube, ca. 20 D-Mark und Modems schafften mit V32bis+V.42bis bei reinem Text vielleicht 28 kBit/sec – ISDN war da schon mit 64 kBit/sec netto fast ein Muß.Aber ich machte natürlich ISDN (und UUCP) mit einem Amiga. Und der einzigen damals verfügbaren ISDN-Karte, deren Telefonie-Software als auch Gerätetreiber von dann liebgewonnenen Entwicklern aus der Schweiz entwickelt wurde.
Entwickelt anhand der 1TR6-Spezifikation (nationales ISDN in Deutschland, vor der Einführung von Euro-ISDN, dem heutigen Standard) in einem Land, das wiederum selbst eine Euro-ISDN-Abart nutze und wo somit für die damals kleine Butze kein Test möglich war. Somit wurden einige Enthusiasten in DeutschlandBe-TasterBetatester und, nunja, so ohne Speicherschutz waren Fehler im Gerätetreiber ein schneller Weg nach Indien.»WilhelmTEL«, die Telefoniesoftware, war richtig cool, so mit Ansagetexten je Anrufernummer, anruferabhängiger Anrufbehandlung (per Ton signalisieren, nur anzeigen, direkt auf Anrufbeantworter, Weiterleitung an andere Nummer über 2. B-Kanal oder Anruf direkt ablehnen). Großer Nachteil allerdings: Telefonie war nur möglich, wenn der Rechner grade nicht, wie oben, auf dem Weg nach Indien war — ein, zwei Sekunden lief das Telefonat auch ohne Rückmeldung der anderen Karte, aber dann gab’s zwangsläufig eine Trennung ;)
