Good old times

Grade drüber gestolpert:

/me: Hmm, ich bekam einen Timeout. Bist Du sicher, daß Dein Getty läuft?
xxx: Timeout? Hmm, ja, Getty läuft! Ah, ich kann Dir auch sagen, warum.
/me: Na?
xxx: Weil meine Maus grade steh…
ISDN D-Channel: DISConnect

 
Im Herbst 1993 war das, damals machte ich noch UUCP quer durch Deutschland. In der Fernzone 2 kostete eine Stunde, ich glaube, ca. 20 D-Mark und Modems schafften mit V32bis+V.42bis bei reinem Text vielleicht 28 kBit/sec – ISDN war da schon mit 64 kBit/sec netto fast ein Muß.

Aber ich machte natürlich ISDN (und UUCP) mit einem Amiga. Und der einzigen damals verfügbaren ISDN-Karte, deren Telefonie-Software als auch Gerätetreiber von dann liebgewonnenen Entwicklern aus der Schweiz entwickelt wurde.
Entwickelt anhand der 1TR6-Spezifikation (nationales ISDN in Deutschland, vor der Einführung von Euro-ISDN, dem heutigen Standard) in einem Land, das wiederum selbst eine Euro-ISDN-Abart nutze und wo somit für die damals kleine Butze kein Test möglich war. Somit wurden einige Enthusiasten in Deutschland Be-Taster Betatester und, nunja, so ohne Speicherschutz waren Fehler im Gerätetreiber ein schneller Weg nach Indien.

»WilhelmTEL«, die Telefoniesoftware, war richtig cool, so mit Ansagetexten je Anrufernummer, anruferabhängiger Anrufbehandlung (per Ton signalisieren, nur anzeigen, direkt auf Anrufbeantworter, Weiterleitung an andere Nummer über 2. B-Kanal oder Anruf direkt ablehnen). Großer Nachteil allerdings: Telefonie war nur möglich, wenn der Rechner grade nicht, wie oben, auf dem Weg nach Indien war — ein, zwei Sekunden lief das Telefonat auch ohne Rückmeldung der anderen Karte, aber dann gab’s zwangsläufig eine Trennung ;)