Softwarefehler durch Watchdogmechanismen oder Benutzerintervention zu kaschieren ist sicherlich billiger als fähige Entwickler mit der Lösung des Problems zu beauftragen. Wenn also fon als Entwickler der Software auf seinen Accesspoints selbst rät, regelmäßig mal ‘n Powercycle zu machen, dann klingt das schon nach Resignation, sprich Unwillen, Unzulänglichkeiten in der Stabilitit anzugehen und zu beheben.
Schade.
Übrigens, fon, »up 152 days, 23:52«, letzter Reboot forciert durch Stromabschaltung. (Nein, keine Fonera — nur ein ordinärer PC mit Linux …)
DVB-T to the big screen
Schon erstaunlich. Am heutigen Samstag war ich mal wieder in Bielefeld, und aus reiner Neugier landete ich natürlich auch im dort lokalen Unterhaltungselektroniktempel namens Saturm.
Klar, daß die Wände voller Flatscreens hingen (kann man heute eigentlich noch in einen Laden gehen und ‘ne Röhre kaufen?). Wie auch immer, bei näherer Betrachtung wunderte ich mich dann, daß das von Premiere gezeigte Spiel der Arminia so grottenschlecht aussah. Pixelfriedhöfe um die Spieler auf dem Feld, auslaufende Farben noch dazu — wer aufgrund dieses Schauspiels von dort einen Fernseher mitgenommen hat, muß vorher eine Braille-Zeile als Ausgabemedium benutzt haben … Geschätzte Darstellungsqualität: DVB-S mit unter 2 MBit/sec; sollte das wirklich so von Premiere kommen, wäre da alleine ein Grund, fußballabstinent zu werden. Zum Glück bin ich das schon ;) Leider kommt das auf dem N95-Foto nicht rüber, da verwackelt. Aber handygrafieren mit Blitz wollte ich dann auch nicht …
Richtig krass war aber die Reihe dreier 10x-cm-Geräte von Sony. Auf Zweien war das Bild (ARD, Olympia-Reportage offensichtlich) voll ok, selbst wenn man bedenkt, daß hier PAL auf Full-HD aufgezogen wird. Der dritte Bildschirm allerdings, ich glaube das war en 42″-Gerät — da pixelwüstete es, daß es nicht zum anschauen war. Bericht von irgendeinem Lauf – in etwa die Pixelfläche des Läufers jpeg-artefaktete es um den eigentlichen Läufer herum. Wer schon einmal eine frühes Handy-Video auf einem (PAL-) Fernseher gesehen hat (oder DVB-T-Nutzer ist …) weiß, was ich meine.
Die Erklärung brachte dann die Nachfrage bei einem der Angestellten: »Können Sie mir sagen, warum das Bild auf dem einen Sony so Scheiße aussieht? Haben Sie da IPTV angeschlossen?« Nein, IPTV hätten Sie nicht, ja, stimmt, das Bild sei seit Kurzem so schlecht, ja, in der Tat ziemlich grausig. Er müsse da mal gucken bei Gelegenheit … Erst der Hinweis auf eine mehrsekündige Verzögerung dieses Bildes gegen das auf den beiden benachbarten brachte ihn dann drauf: dieses Einmeterundnochwas-Diagonalen-Monster wurde aktuell von DVB-T statt (analogem) Kabel gespiesen!
Jetzt würde mich aber schon mal interessieren, warum ein Geschäft minderwertigen Content – alles jenseits der Hauptprogramme von ARD und ZDF scheidet bei DVB-S eigentlich schon wegen der Bitrate aus, DVB-IP/sonst. IPTV-Kram wie auch DVB-T eigentlich generell – auf hoch- bis höchstwertigen Displays zur Schau stellt. Soll das wirklich als Kaufanreiz dienen, Motto »jetzt sehen Sie mal, wie schlecht das Bild in Wirklichkeit ist; Ihre Röhre zu Hause matscht das bestimmt weg«? Um ehrlich zu sein, selbst, falls des so wäre, zöge ich das dem Augenkrebs verursachenden Kötzchenregen ab 1000 EUR aufwärts vor.
Where do we go from here?
Ich habe jüngst das Wort »Bastard« auf eine Äußerung von Linux Torvalds verlinkt. Das schöne am Blog ist ja, daß man ggf. mit derlei »ungestraft« davon kommen kann (das war im Usenet noch anders ;)) Aber nur für den Fall, daß das doch mal auffällt, eine kurze Erklärung:
Ich nutze nun seit zwölf, vierzehn Jahren Linux, und ich war noch nie so angepißt wie heute. Und ein Großteil des Grolls entspringt der unsäglichen Entscheidung von »Gott Torvalds«, die Entwicklung im 2.6er-Baum weiterzuführen.
Sicher hat dies Vorteile — ganz klar hat dies aber auch Nachteile für alle die, die auf Code angewiesen sind, der sich nicht den rapiden Änderungszyklen unterwerfen kann oder will. Was Kollege Torvalds meines Erachtens verkennt, ist die Tatsache, daß neben der durchaus erklecklichen Anzahl an verschiedenster Hardware innerhalb des Linux-Kernels auch noch nicht zu wenige außerhalb des Kernels gepflegt werden — warum auch immer.
Ich weiß jetzt konkret nicht, wie oft ich mir neue Versionen runterladen — oder Quick-Patches anwenden – mußte, um alle meine (USB-Videocam-) Hardware am laufen zu halten; eine Hand aber reicht nicht mehr, da bin ich mir sicher. Ich kenne aber auch kein Szenario, wo man sich dies sonst gefallen lassen würde.
Stand heute wird man mit einem Torvalds-Statement
I’m not going back to the old model. The new model is so much better that it’s not even worth entertaining as a theory to go back.
wohl einfach leben müssen; in ein paar Jahren mag Linux dann hoffentlich erwachsen genug sein, sich auch von seinem Vater zu lösen, wie es jedes Kind tut, wie es jedes heranwachsende Kind tun muß. Vielleicht sieht dann jemand ein, daß man mit munteren, alles andere als non-distruktiven, Änderungen doch vorsichtiger sein sollte, daß man eine gewachsene Nutzerzahl des 2.Xer-Kernels nicht regelmäßig verprellen sollte.
Aber bis dahin diktiert einfach Altvater Torvalds die Musik. Es bleibt zu hoffen, daß er noch einmal bahnbrechende Entscheidungen zu treffen n der Lage sein wird … Bis es aber soweit ist, wird es eine lange Durststrecke geben, mit Schmerzen satt:
root@brick:~/ov511-2.32# make clean make -C /lib/modules/2.6.24-21-generic/build M=/root/ov511-2.32 clean make[1]: Entering directory `/usr/src/linux-headers-2.6.24-21-generic' CLEAN /root/ov511-2.32/.tmp_versions make[1]: Leaving directory `/usr/src/linux-headers-2.6.24-21-generic' root@brick:~/ov511-2.32# make Building OVCam drivers for 2.6 kernel. make -C /lib/modules/2.6.24-21-generic/build SUBDIRS=/root/ov511-2.32 modules make[1]: Entering directory `/usr/src/linux-headers-2.6.24-21-generic' CC [M] /root/ov511-2.32/ov511_core.o /root/ov511-2.32/ov511_core.c:1701: error: unknown field ‘algo_control’ specified in initializer /root/ov511-2.32/ov511_core.c:1701: warning: initialization from incompatible pointer type
Forschung in die Leere
Vor rd. zwei Wochen machte mich ein Kollege auf ein Interview mit Jörg Schilling zum Thema »Schillix« aufmerksam.
In diesem Interview erläutert der Softwareautor – der sich bzgl. seiner (Ex-) GPL-Software »cdrtools«, bekanntestes Tool dort ist wohl »cdrecord«, mit SuSE, Debian, RedHat, ja nahezu allen aus seiner Sicht »kommerziiellen« und »unfähigen« Linux-Distributionen, deren Communities sowie deren treibenden Kräften anlegte –. daß er, bezahlt von GMD-Fokus, Vollzeit an seiner OpenSolaris-Distribution »Schillix« arbeiten kann und bittet, am Ende des Interviews, daß fähige Entwickler sich doch bei ihm melden mögen, um an »Schillix« weiterzuarbeiten.
Zum Einen sollten sich derlei Aspiranten ggf. vorab über Schiling informieren, sein Ruf eilt ihm jedenfalls voraus:
Nun meldete sich auch Schilling wieder zu Wort und unterbreitete dem Debian-Team einen Neun-Punkte-Plan, wie sie das Problem lösen können. Neben persönlichen Beleidigungen und spöttischen Bemerkungen schien der im Umgang mit anderen Entwicklern als schwierig geltende Schilling allerdings nur wenig Interesse an der Lösung des Problems zu haben.
Zum Anderen kann ich nur hoffen – das RadioTux-Interview ist vom März 2007 –, daß GMD-Fokus mittlerweile wie geplant den Förderungsstecker gezogen hat und Sun bei der kolportierten Haltung »es gibt mehr als ein OpenSolaris-Distributions-Projekt, förderten wir eines müßten wir alle fördern und das können/wollen wir nicht« geblieben ist; Schillings Blog wird seit 2005 nicht mehr gepflegt, richtig große Fortschritte vermeldet auch Wikipedia nicht.
Wer – aus welchen Gründen auch immer – einen (Open)Solaris-Kern haben möchte, aber nicht Suns (Open)Solaris-Package nehmen, dem sei ein Blick auf Nexenta OS angeraten. Installable Images, Gnome Desktop mit einem (überwiegend) GNU-Userland auf einem Solaris-Kernel. Ich verstehe zwar nicht, wer sowas brauchen könnte – gibt es doch Suns Orginal –, aber, anders als SilliX Schillix, ohne bekanntermaßen problematischen Projectleader und mit zeitgemäßer X-Integration … Dafür mit funktionierendem, offenen Packagesystem — Schillx setzt auf das nicht offene pkg-get und blastwave.org.
Heise Newsticker via Netbook
Kristian Köhntopp postete angebliche Bilder des Heise Newstickers via Mobiltelefon, nur daß er dabei nicht den Ticker, sondern augenscheinlich die 7-Tage-News-Übersicht verwendete. Da gehen viele Meldungen auf jeden Screen, aber das ist, mit Verlaub, auch nach heises Sicht nicht der »Newsticker«.
Naja, eigentlich auch egal.
Wie super das neue Layout auf einem 800×480-Display (Nokia Internet Tablets; »Trauerrahmen«-Netbooks) wirkt, hatte ich ja schon gezeigt, hier nun noch ein Screenshot von einem aktuellen Netbook, ich möchte fast schon 2nd-Generation sagen, dem Medion akoya Mini. Auch beim 1024x600er-Display – und dieses Format dürfte durch die Netbooks auch für Sites wie heise wieder an Bedeutung gewinnen – ist der Infomationsgehalt durch das neue Layout auf grade einmal 1,5 Artikel geschrumpft, nicht zuletzt wegen der großen Fläche für Anzeigen oben.
Klar, sieht schöner aus als davor, aber letztlich kann ich dann auch gleich auf die reine RSS-Nutzung schwenken und klicke dann im (Google) Reader nur noch die spannend klingenden Überschriften an — mehr als die Überschrift, mithin das, was »7-Tage-News« zeigt, liefert heise per RSS ja sowieso nicht.
Sollte das Schule machen, dürften Hits wie PIs sinken; dank IVW sollte dies ja zu beoachten sein.
Twitter finanziell angeschlagen?
Hi,
I’m sending you this note because you registered a mobile device to work with Twitter over our UK number. I wanted to let you know that we are making some changes to the way SMS works on Twitter. There is some good news and some bad news.
I’ll start with the bad news. Beginning today, Twitter is no longer delivering outbound SMS over our UK number. If you enjoy receiving updates from Twitter via +44 762 480 1423, we are recommending that you explore some suggested alternatives.
[…]
Why are we making these changes?
Mobile operators in most of the world charge users to send updates. When you send one message to Twitter and we send it to ten followers, you aren’t charged ten times–that’s because we’ve been footing the bill. When we launched our free SMS service to the world, we set the clock ticking. As the service grew in popularity, so too would the price.
Our challenge during this window of time was to establish relationships with mobile operators around the world such that our SMS services could become sustainable from a cost perspective. We achieved this goal in Canada, India, and the United States. We can provide full incoming and outgoing SMS service without passing along operator fees in these countries.
We took a risk hoping to bring more nations onboard and more mobile operators around to our way of thinking but we’ve arrived at a point where the responsible thing to do is slow our costs and take a different approach. Since you probably don’t live in Canada, India, or the US, we recommend receiving your Twitter updates via one of the following methods.
m.twitter.com works on browser-enabled phones
[,,,]
Twitter SMS by The Numbers
It pains us to take this measure. However, we need to avoid placing undue burden on our company and our service. Even with a limit of 250 messages received per week, it could cost Twitter about $1,000 per user, per year to send SMS outside of Canada, India, or the US. It makes more sense for us to establish fair billing arrangements with mobile operators than it does to pass these high fees on to our users.
[…]
Thank you for your attention,
Biz Stone, Co-founder
Twitter, Inc.
http://twitter.com/biz
Tja, damit ist dann Twitter mehr so endgültig raus. IM — tut seit laaaaanger Zeit nicht mehr. SMS — ist nun ohne Vorwarnung auch tot. Und der SMS-Empfang war für mich eines *der* Features von twitter, denn auch nur mit einem Telefon konnte man »dabei« sein.
Tja, schade,
Ich habe mich bei identi.ca angemeldet und werde demnächst mir mal ‘nen eigenen Server dafür aufsetzen. Zwitschern done right? Hhopefully …
Ein neues Design … und seine Folgen
Das neue heise-online-Layout kommt augenscheinlich nicht so gut an, jedenfalls liefert es reichlich – 4636 Beiträge derzeit – Diskussionstoff.
Ein blogdoch-Leser – der leider eine vermutlich ungültige Mailadresse beim kommentieren angab und somit seinen Kommentar nicht freischalten kann (Alternative: wasteland!) – pointerte mich auf einen Diskussionsbeitrag mit einer userContent.css-Lösung für das blöde neue Layout. Danke!
Leider tut der bei mir – Ubuntu Haariges Hundehäuflein, also mit FF3 – jetzt nicht so gut beim Klick auf »ältere« (Artikel) in der Übersicht … Wobei, der Trauerflor hat natürlich auch was, ist fast ein wenig symptomatisch — das neue Design läßt jedenfalls die Gegenideen nur so sprießen.![]()
Und wahrscheinlich muß man den heise-Layoutern sogar dankbar sein, daß sie »endlich« auf CSS geschwenkt sind; dadurch wird es augenscheinlich einfach, das in manchen Augen unvorteilhafte Design durch lokale FF-Einstellungen zu verschlimmbessern, auch ohne lustige Plugins. Fraglich, ob heise das letztlich glücklich machen wird. Ohne solche Anpassungen bleibt der Newsticker allerdings eher unbrauchbar auf Internet Tablets und frühen Netbooks.
[Nachtrag] Heise ’08 – Retro funktioniert im userContent.css bei mir bislang. Hat jemand ‘ne Idee, wie/wo dergleichen beim Browser des Nokia Internet Tablets N810 eingestellt werden könnte? [/Nachtrag]
Layout: hui, Usability: pfui
Super. heise online hat sich ins Zeug gelegt und sich ein neues Layout gegeben. Und, zugegeben, schicker ist es. Allerdings auch deutlich weniger praktisch in meinen Augen — und auch recht »gewöhnlich«: beim ersten Blick dachte ich, ich wäre bei golem.de gelandet :(
Bislang war heise.de eine angenehm schnell ladende Newssite, (mit ABP) ohne viel Brimborium, übersichtlich bekam man die neuesten Artikel an erster Stelle geliefert. Der Inhalt verteilte sich über die Bildfläche des Browsers, Text war in meiner normalen Einstellung gut lesbar — siehe Snapshot links.![]()
Jetzt hingegen … klafft ersteinmal ein großer Leerraum dort, wo ABP irgendein (flashiges?) Werbebanner kalt gestellt hat. Und dann folgen gefeaturte Artikel. ganze zwei aktuelle Schlagzeilen kann ich in meiner Standardkonfiguration sehen — auf einem 1400x1050er Display … Immerhin, mit http://www.heise.de/newsticker/classic/ bietet man einen Einstieg ohne Schörkel, aber leider kann auch hier AdBlockPlus nur die Anzeige selbst entfernen, nicht aber den layouteten Leerraum für selbige. Was sich leider nicht ändert, ist die feste Seitengröße, rd. ein Drittel meines Browserfensters bleibt nun eklig weiß — dafür quetscht sich der Nachrichtentext am linken Rand des Fensters. Schöner aussehend, aber nicht zwingend besser lesbar :(
Anyway: Wenn jemand eine Idee hat, wie ich den ollen weißen Ad-Fleck auch noch automatisch wegredigiert bekomme in Firefox: ich bin ganz Ohr.
4765
Schon erschreckend; seit zwei Tagen mache ich ssh-Spielkinder per iptables glücklich. Lt. Logfile wurden über 4700 zeitlich beschränkte Sperren konfiguriert in diesen rd. 48 Stunden …
