Da isser nun, der Bitstromzugang über das Netz der DTAG.
Da hier die Rede ist von 50 kBit/sec bzw. 75 kBit/sec durchschnittlicher Bandbreite je Bitstromzugang, habe ich mir mal den ppp0-Graphen meines VDSL-25-Upstreams angesehen — ich weiß ja nicht, was andere mit ihrem DSL-Anschluß machen, aber mit durschnittlich ISDN-Geschwindigkeit komme ich augenscheinlich nicht aus …
Gut, im Inbound sind auch bis zu 400 kBit/sec Grundlast für IPTV drin — aber selbst der durchschnittliche Outbound liegt im Monatsmittel bei rd. 300 kBit/sec, Faktor 4 bis 6 des angenommenen Bitstrom-Durchschnittes.
Ist dies ein neues Flatrate-Desaster in-the-making oder liegen die Durchschnittswerte in der Praxis wirklich so niedrig? Dann könnte es zur Primetime zu Leitungssättigungen kommen, betrachtete man beim Netzausbau rein die Durchschnittswerte — zum Glück habe ich derlei noch nicht erleben müssen ;)
Fonera UMTS?
Im D-A-CH-Fon-Blog wird fabuliert über die Integration eines Huawai E220 USB-UMTS-Modems in eine La Fonera — wohl inspiriert über den Twitxr-Eintrag vom Fon-CTO.
Tja, Jungs, wenn Ihr den Foneras noch USB spendiert hättet, wäre das als simples »strap-on« einfach so möglich gewesen; so aber schleppe ich statt ‘ner Fonera einen o2 surf@Home-HSDPA-Accesspoint auf Reisen mit mir rum. Nicht soo viel größer als eine La Fonera (dafür mit schickem LC-Display), auch Linux-driven (sic!) — aber eben ohne Fon-Signal. Was latent doof ist, in Hotels z. B. wäre ein mobiler Fon-AP sicherlich gerne gesehen (von Foneros, nicht zwingend vom Hotel-Management, die ggf. das WLAN von $ANBIETER verticken wollen). Andererseits, so ohne echte Flatrate möchte man vielleicht sein Mobilfunk-Broadband gar nicht sharen?
Un-Flat
Sie finden doch immer einen Weg, dem Verbraucher nicht die vertraglich zugesichterte Leistung liefern zu müssen, die Herren Juristen. Vielleicht nicht rechtlich einwandfrei, aber welcher Endknude zieht gegen übermächtige Telekommunikationskonzerne schon zu Felde?
Jedenfalls ist letzte verbliebene UMTS-Flatrate nun Geschichte – obwohl auch heute auf base.de noch anders geworben wird (Hervorhebung durch mich):
BASE ist mehr als Telefonieren. BASE ist auch Internet. Ideal für alle, die ausgiebig surfen, mailen oder chatten. Egal, wie viele Stunden. Ganz gleich, wie viel Volumen. Mit der BASE Internet-Flatrate sind Sie auch online immer auf Zack.
Unter »egal, wie viele Stunden« und »ganz gleich, wie viel Volumen« versteht der Netzbetreiber e-Plus allerdings offensichtlich etwas anderes, »egal« hat hier eine – nicht kommunizierte – Obergrenze:
In dem Schriftstück heißt es zur Begründung der Kündigung, dass die Internet-Flatrate vorwiegend “zum Aufbau und Halten von Dauerverbindungen über mehrere Tage und zu permanenten Datenübertragungen verwendet” wurde.
Klassisch auch der Vorwurf, gegen die AGB verstoßen zu haben:
Vorwarnungen habe es nicht gegeben, wenn Kunden das Netz in missbräuchlicher Weise nutzen und damit den Netzbetrieb stören, erfolge direkt die Kündigung.
Ich wünschte, ich wäre betroffen (aber das manchmal-UMTS-Abdeckungsnetz von e-Plus war für mich schlicht nie eine Alternative), hier wäre endlich einmal ein Musterprozeß nötig. Im Grund ist dies nichts Neues und sattsam bekannt spätestens seit der legendär gescheiterten Dialup-Flatrate von Mog Mobilcom — wer ein unbegrenztes Produkt anbietet darf sich nicht wundern, wenn Kunden dieses Angebot annehmen und anbiederungsgemäß unbegrenzt nutzen.
Diese bestimmungsgemäße Nutzung dann als Störung des Netzbetriebes zu deklarieren, ist meines Erachtens Augenwischerei. Es ist technisch selbst einem Laien klar, daß technologiebedingt der klassische Mobilfunk untauglich ist als DSL-Ersatz. e-Plus hat es offensichtlich unterlassen, die Kapazitäten den verkauften Resourcen entsprechend aufzustocken und dadurch entstehen nun, bei bestimmungsgemäßen Gebrauchs eines »Egal, wie viele Stunden. Ganz gleich, wie viel Volumen.«-Angebotes Probleme im Netz. Tja, schade, e-plus:There ain’t no such thing as a free lunch. Ich fände es jedenfalls mal erfrischend, würde e-plus die Kündigung aus diesem fadenscheinigen Grund untersagt …
Das Interesse an der leeren Seite …
Holla! Was geht denn da ab, wieso hat mein inhaltsleeres Test- und Dummyblog trotz keines Inhaltes 17 Leser gestern gehabt?
Vetrauen ist gut, …
… Kontrolle der Mobilfunkrechnung von Vodafone aber offensichtlich nötig:
Mobile TV 00049 28.02 06:39 00:00 Mobile TV 49172******* 0,00 8,3950 Netto Summe der Nettobeträge: 8,3950
Klar stehe ich manchmal am Donnerstag morgen zu Hause auf und schaue 0 Minuten und 0 Sekunden MobileTV zu rd. 9 EUR. Man gönnt sich ja sonst nix …
Und jetzt, stutzig geworden, fallen noch ganz andere Posten auf:
Mobile TV 00027 28.01 06:57 00:00 Mobile TV 49172******* 0,00 8,3950 Netto Summe der Nettobeträge: 8,3950 Mobile TV 00078 28.12 06:40 00:00 Mobile TV 49172******* 0,00 8,3950 Netto Summe der Nettobeträge: 8,3950
Auch im Dezember hat Vodefone mir MobileTV-Nutzung für 8,3950 Netto berechnet, eine Verbindungsübersicht ist praktischerweise nicht mehr verfügbar …
Also, ich bin mir spontan schon fast so sicher, daß ich an Eides Statt versichern könnte, daß ich nicht regelmäßig am 28. eines Monates zwischen 6:40 und 7:00 aufstehe, um genau 0 Sekunden Vodafones beknacktes MobileTV pro forma zu aktivieren. Schon gar nicht, wenn mich das EUR 9,99 zusätzlich kosten würde …
Spannenderweise kostet die »Vodafone MobileTV Flat« genau diesen Betrag — ausweislich des MeinVodefone-Portals habe ich diese aber weder gebucht noch könnte ich sie gar stornieren. Online allerdings finde ich dies nach wie vor gebucht — ohne Kündigungsmöglichkeit. Danke, Vodafone, daß heißt, daß Ihr mir bislang sechzig Euros für nichts und wieder nichts abgezockt habt?
Na, dann werde ich doch mal Asterisk zum mitschneiden konfigurieren und mir dieser Tage Spaß mit der Hotline gönnen (natürlich inkl. Hinweis, daß das Gespräch zu Beweiszwecken aufgezeichnet wird).
T-Mobile vs. Nokia
Ausgerechnet der Laden, der die Beteiligung des Hardwareherstellers am Umsatz in Deutschland – über das iBrick – hoffähig gemacht hat, lehnt sich nun gegen Nokia und deren Pläne für eigene Services auf? Eigentlich lächerlich und keinesfalls kundenorientiert ist in meinen Augen das, was lt. WirtschaftsWoche T-Mobile vorhat:
Vertragskunden können bei T-Mobile nun nur noch zwischen zehn verschiedenen Nokia-Geräten wählen, die sich alle nicht für Ovi eignen. Vor fünf Wochen hatte T-Mobile noch 15 Nokia-Handys im Sortiment. Konkurrent Vodafone hält derzeit 23 Geräte bereit.
Das könnte noch spannend werden, auch für die Verbraucher. Sollte der andere große Netzbetreiber in Deutschland, Vodafone, mitziehen, könnte es eng werden für Nokia auf dem deutschen Markt: Das, was an Umsatzvolumen durch den Imageschaden aufgrund der Schließung des Bochumer Werkes noch nicht kundenseitig boykottiert wurde, könnte durch den »Ovi«-Boykott der Anbieter nochmals drastisch zusammenschmelzen.Falls das passiert, wird Nokia zurückschlagen, direkt subventionierte Telefone anbieten?
D2 can't do
Mannomannomann. Wenn ich etwas hasse, dann sind das hochgradig stümperhafte Dienstleister,
The price to pay für die kostenlose Bundesliga per Klötzchen-TV war die Angabe eines Lieblingsvereins und die Einwilligung in die Zusendung von Informations-MMS zum Lieblingsverein. Drum bekomme ich nun an jedem Bundesligaspieltag MMS über Spielergebnisse und Tabellenstand sowie News und Tratsch rund um den SV Werder Bremen. Und, natürlich, »Dienstmitteilungen« mit Links auf »meine« Bundesliga per Mobil-TV …
Da ich grade auf den nächsten Bereitschaftsanruf warte (ja, es gibt Dienstleister, die überwachen die eigenen Dienste sowie die der Kunden 24/7 …), dachte ich, hey, bißchen UMTS nutzen, warum nicht?![]()
Aber nix gibt’s, Vodafones Klötzchen-TV ist grade unpäßlich. Dennoch ist man sich bei Vodafone nicht zu fein, dem Kunden zu unterstellen, vielleicht durch einen alten Link Schuld an der Nichtfunktion zu sein — was hier nachweislich, siehe Screenshot, aber nicht der Grund sein kann. Charmant, charmant.
Wie man beiwirres.net lesen kann, hat auch ein anderer deutscher Mobilfunker augenscheinlich seine Systeme nicht wirklich im Griff. Immerhin geht ja, meistens zumindest, die Sprachkommunikation, wenngleich ich, seit ich mit meinem N95 telefoniere, in ca. 40% der ein- oder ausgehenden Gespräche irgendwelche Störungen habe, die bei Neuanwahl von meiner Seite weg sind. Lustigerweise betrifft dies D2-interne Verbindungen ebenso wie mehrfach umgeleitete Gespräche …
FON, mal wieder
In einem jüngeren Blogeintrag bügelt »FON D-A-CH« mal wieder – berechtigte, gleich, was der leicht hyperaktiv scheinende Blogwart da zusammen fabuliert – Einwände gegen das FON-Setup ab.
Ich bin fast geneigt, den Eintrag von »hertzklopfen« als Aufruf zum guten alten »reality check« zu sehen … Konkret geht es um folgenden Kommentar zum Blogartikel »Gericht verpflichtet jeden zur WLAN-Verschlüsselung«:
Interessant. Und wie bekommt man die Nutzungsdaten von FON, wenn man tatsächlich mal vor Gericht den Nachweis erbringen muss, dass man nicht selber, sondern ein anderer Fonero illegal urheberrechtlich geschützte Musik aus einer Tauschbörse oder angebliche Kinderpornographie geladen hat?
Wo wendet man sich hin? Gibt es eine spezielle Adresse dafür? FON hat darüber hinaus keine ladungsfähige Adresse in Deutschland, was vor Gericht auch schlecht ankommt.
Das ist alles auf sehr dünnem Eis gebaut, letztendlich wird die Idee von FON in Deutschland durch die deutsche Rechtsprechung ad absurdum geführt.
Wenngleich »hertzklopfen« kein Alias von mir ist, ich sehe identische Schwachpunkte im bestehenden FON-Setup des Jahres 2008 A. D.; diese mögen beim Start der »FON:Idee« nicht relevant gewesen sein, im heutigen Internet sind sie es sehr wohl. Das sieht – pflichtgemäß? – der unerkannt bleibende Fon-Blogger nicht so, der in der bekannt unerträglichen Art direkt in »hertzklopfens« Text folgendes hineineditierte:
AW:
diese aussagen sind schlicht einfach nur falsch. es sind durch nichts bewiesene annahmen und unbewiesene vermutungen, wie sie immer mal wieder gerne (von interessierter seite?) gestreut werden. so leider auch heute mal wieder hier.
zu den gestellten fragen gibt es mittlerweile genügend antworten von FON, so dass sich das ewige wiedergekäue hier nicht lohnt (zB letztes interview von forster, im vollen wortlaut hier im blog)
Durch nichts bewiesen ist erst einmal nur eines, und zwar die – nach nur kurzer Überlegung keinesfalls haltbare – FON:Behauptung, ein Fonero, also jemand, der einen Fon-Hotspot betreibe, »brauche sich […] keine Sorgen machen«.
Fakt hingegen ist, daß, da Fon derzeit kein Tunneling einsetzt, ganz klar der Fonero erste Anlaufstelle ist und beweisen muß, daß er es nicht war, der mit der seinem Internetzugang zum fraglichen Zeitpunkt zugewiesenen IP-Adresse die im Raum stehende Tat begangen hat. Vielleicht haben »FON D-A-CH« und der deutsche Fon-Pressesprecher ja jeden Tag die Polizei vor der Haustür stehen — der gemeine Fonero wird derlei kaum unaufregend und sorgenfrei erleben.
Und bei allen Indentifikationsmechanismen, die Fon angeblich eingebaut hat — was ist mit der Haftung als »Mitstörer«? Der im Fon-Blog verlinkte PC-Welt-Artikel zitiert das Gericht wie folgt: »Nach Auffassung des Gerichts ist es unerheblich, ob die Urheberrechtsverletzungen von seinem Computer aus oder über sein ungeschütztes WLAN erfolgten. Er habe “zumutbare Sicherungsmaßnahmen unterlassen” und es so “Dritten ermöglicht, sich hinter seiner Person zu verstecken und im Schutze der von ihm geschaffenen Anonymität […] ungestraft Urheberrechtsverletzungen begehen zu können”, heißt es in der Beschlussfassung (Az. I-20 W 157/07). Er habe für die Rechtsverletzungen nach den Regeln der Störerhaftung einzustehen.«
IANAL, aber das sieht schon so aus, als ob ich hoffen müßte, daß die deutschen Ermittlungsbehörden – nachdem man sich ersteinmal an mich Fonero gehalten hat und ich mit einem bettelnden Finger auf Fon gezeigt habe – über Fons Logfiles den fraglichen Fon-Nutzer identifizieren und ihm zumindest die Nutzung meines Fon-Spots zum fraglichen Zeitpunkt beweisen könnten, bevor man mich vom Haken liesse. In jedem Fall ist der Fonero vor Ort erste Anlaufstelle für die Ermittlungsbehörden, erst einmal ist er der Verantwortliche, da es nachweislich sein Anschluß ins Internet war, über den die unrechten Dinge stattfanden.
Bemerkenswert ist denn auch die folgende Aussage des deutschen Fon-Pressesprechers:
Aber wir wollen auch ganz deutlich hervorheben, dass Missbrauch ein eher theoretisches Phänomen ist – in der Praxis kommt das bisher überhaupt nicht vor.
Mit anderen Worten: Fon hofft einfach mal, daß ihr Konzept schon passen wird und auch deutsche Foneros vor dem Gradestehen für Rechtsverstöße Dritter schützen würde — weder wurde dieses Konzept aber sichtlich einer Begutachtung durch berufene Kreise unterzogen noch wurde die Tragfähigkeit in der Praxis nachgewiesen (wo kein Kläger, da kein Richter). Und wenngleich umherziehende Fon-Filesharer vielleicht tatsächlich nur eher theoretisches Problem sein mögen: »Du dummes Stück Scheiße« in ein Blog als Kommentar oder als Forenbeitrag, sowas geht ganz schnell und der so Verunglimpfte kann durchaus dagegen vorgehen. Und wenn die Ermittlungsbehörde beim Anschlußinhaber nachfragt — wie soll der doch gleich beweisen, daß es es nicht war?
»Keine Sorgen machen«, das geht anders. Keine Sorgen braucht sich jemand zu machen, der gar nicht direkt in Erscheinung tritt bei Dingen, die Dritte – auch über sein Equipment – tun. Ein Paradebeispiel, wie man seine Teilnehmer weitestgehend vor falschen Anschuldigungen schützt, findet sich zum Beispiel bei der Opennet-Iniative aus Rostock:
Wir nutzen im Opennet für die Verbindung der Nutzer-APs mit dem Internet VPN-Tunnel zu den Opennet-Gateways. […] Weiterhin erhöht dies die ‘gefühlte’ Sicherheit derjenigen Nutzer, die ihren Breitbandanschluss freigeben, weil eine möglicherweise missbräuchliche Nutzung des Internetanschlusses nicht auf den Usergateway-Anbieter zurückverfolgt werden kann, sondern nur zu nagare/erina. Ansprechpartner bei dahingehenden Problemen ist somit der Verein, Nutzer, die lediglich ihren Breitbandanschluss freigeben, haben nichts zu befürchten.
Technisch wäre es ein Leichtes für Fon, derlei kurzfristig in ihre Software aufzunehmen; nur bräuchte es dann leistungsfähige, breitbandig angeschlossene FON:Gateways, womit der FON:Businesscase wohl in sich zusammenfallen würde …
Aber unser anonymer Fon-Blogger läßt keine zweite Meinung gelten:
dass diese fragen hier nur panikmache sind, ergibt sich schon aus der fragestellung /und dem nick/: du wirst mit sicherheit keine logs bekommen, auch nicht das gericht, sondern der ermittelnde staatsanwalt, weit im vorfeld einer gerichtlichen auseinandersetzung. der bekommt dann von fon die gewünschten auskünfte. kontaktadressen haben wir wahrlich genug und auch eine “ladungsfähige anschrift”. lass diesen käse also bitte. fon ist ordnungsgemäß bei den zuständigen behörden registriert. zur not is martin immer online martin@fon.com… boah, jetzt hab ich aber zurück geschossen. unsere antennen sind 24 stunden auf empfang.
Hamma, was für ein Schuß … Schon charmant, wie Fon die Sorgen seiner Kunden aus der Community ernst nimmt. Ich denke auch, daß es einen ermittelnden Beamten unwahrscheinlich beeindruckt, wenn ein Fonero sagt: »Ich war das nicht. Fragen sie martin@fon.com – der ist immer online –, der kann das bestätigen.« Unwahrscheinlich hilfreich wird das auch sein, wenn der wahre Verursacher nicht gefunden werden kann – falsche Personenangaben, gestohlene Zahlmittel, kaputte Logfiles bei Fon –; natürlich wird dann die Musikindustrie sich an martin@fon.com wenden und von ihm Schadensersatz fordern, völlig klar. So läuft das … auf Trafalmadore vielleicht.
Ich mag die Fon-Idee. Aber die Absicherung der Foneros – ohne die Fon stumpf einpacken kann – ist nicht einmal mangelhaft zu nennen, sie ist nicht existent. Ich behelfe mir über einen eigenen Tunnel mit eigenem Adressraum für meine Fon-Aktivitäten — sowohl das Equipment als auch das Know-How dazu hat aber längst nicht jeder eben so rumstehen. OpenWRT, die linux-basierte Firmware, die auch die La Fonera antreibt, allerdings brächte die Clientseite schon mit …
Na endlich
Das hat jetzt aber gedauert … Ich habe mich ja schon immer gefragt, warum für mobile Geräte noch ein (DVB-) Standard notwendig würde, mit neuen Sendern, neuen Allianzen, neuen Investitionen … und natürlich neuen Endgeräten, womöglich noch für verschiedene Länder mit verschiedenen Standards.
Laut Spiegel Online ist wohl jetzt endlich ein Hersteller aufgewacht und baut einen (skalierenden) DVB-T-Empfänger ins Mobiltelefon ein. Damit würde dann das »Überallfernsehen« seinem Namen auch endlich gerecht. Nur die Inhalteanbieter, die gingen vielleicht leer aus, aber da bliebe ja noch die etablierte IPTV-Technik über UMTS …
Die Mär vom portablen Web – reloaded
Jetzt, mit meinem heißersehnten N810, mußte ich natürlich meine These, daß das Internet mobil gar nicht nutzbar ist, überprüfen. Das letztmalige Paradebeispiel – noradtrackssanta – hat leider mittlerweile auch den Jahreswechsel vollzogen, so daß andere Objekte herhalten müssen.
Das erste neue Objekt war Der Westen, wo das N810 sich beim Laden über exzessive CPU-Nutzung beschwerte — ein Zustand, der nach Abschluß aller Ladevorgänge allerdings nicht wieder auftrat. Normalen HTML-Content kann man augenscheinlich gut abrufen, was leider gar nicht funktioniert – über WLAN – sind Flash-Filmchen.
Hier ruckelt und zuckelt es leider nur so vor sich hin, als ob man einen HD-Film auf einem P3 sich anschauen wollte — nicht nutzbar, leider. Dieses Problem tritt – deutlich vermindert – auch bei youtube auf,
hier allerdings bleiben die Inhalte ansehlich, nur die CPU-Warnung alle paar Sekunden nervt ein wenig.![]()
Auch die Seiten meines fimpernden Kollegen schmeißen CPU-Last-Warnungen, auch hier hört dies nach Abschluß aller Ladevorgänge auf. Allerdings bleibt die CPU-Auslastung auf einem sehr hohen Niveau (blau ist die CPU-, grün die Speicherauslastung). Ich habe es noch nicht weiter analysiert, meine mich aber zu erinnern, daß dort mehrere Flash-Applets in die Seite integriert sind — irgendwas beschäftigt jedenfalls mein N810 deutlich beim Betrachten von fimpern.de. Soviel KI, daß das N810 verstehen würde, was corona dort beblogt, soviel KI hat das neuste Internet Tablet dann doch nicht zur Verfügung ;)
Mein Zwischenfazit: das Nokia N810 Internet Tablet
ist mein erstes Mobilgerät, welches einerseits weitgehend aktuelle Internetseiten darzustellen vermag (bild.de, imho ein Negativbeispiel heutiger Seiten, eingeschlossen) und außerdem noch über adäquate Texteingabemöglichkeit z. B. zum Bloggen verfügt. Nun mag man mir diesen Enthusiasmus vielleicht nicht abnehmen, da ich ja quasi von Nokia beschenkt wurde mit dem N810 — nunja. Es ist allerdings wirklich für mich das erste Gerät, vom 12″-Vaio seinerzeit abgesehen, welches mich glauben läßt, damit unterwegs wirklich (fast) alles tun zu können, was man (ich) unterwegs gerne tun würde mit einem mobilen Internetzugangsgerät.
Wer die Möglichkeit hat, ein N810 mal auszuprobieren, sollte diese Möglichkeit dringend wahrnehmen; für Linux-affine Leute wie mich ist es – derzeit zumindest noch – der Heilige Gral ;) Nicht verschweigen will ich, daß der Pricetag in umgekehrter Relation zur Größe des kleinen Kastens steht — und amazon.de listet den Eee-PC für 299,00 EUR, wohingegen das N810 dort derzeit nicht unter 429,00 EUR zu haben ist …
