»Call before you Dig«

Call 811 – Know what’s below — in manchen Dingen sind die Amerikaner uns ja auch positiv voraus. Oder gibt’s in Deutschland auch eine einheitliche Nummer, bei der man zwei Tage vor Erdarbeiten anruft, nachdem man seine Grabungspläne weiß markiert hat, woraufhin dann sämtliche Ver- und Entsorger kommen (müssen, kostenlos für den Graber) und bunt ihre verbuddelten Leitungen oberirdisch markieren? (Manchmal wünschte ich mir einen solchen Service allerdings dringender für Inhouse-Arbeiten … ;))

Freiheit

Nach einem Reboot, einer sich selbst geleert habenden Platte und, als Nachzügler, einer …installation, die Kollegen morgen hoffentlich glattziehen … bin ich nun mehr so wach. Das neuartige Empfangsgerät bringt auf N3 »Ladies Night«, gestreamt über’s Netz. vdr++, btw.
Zeit also, den Feedreader mal schnell querzulesen, ich hinke da etwas hinterher. Und dabei stolpere ich grade über einen Eintrag bei F!XMBR: caschy sucht einen Job. Und herinnen ein Verweis auf einen anderen Artikel, der sich auch um neue Herausforderungen dreht.

Mein Kopf und mein Verstand schlagen schon seit geraumer Zeit Alarm. Wenn nun aber auch das Herz sagt, es geht einfach nicht mehr, ist es Zeit für eine Luftveränderung.

 

Man soll sich trennen, wenn man sich noch offen in die Augen schauen kann. Wenn man sich nach erfolgter Trennung am darauffolgenden Tag trifft, sollte man, ohne das etwas zwischen den Personen steht, einen Kaffee miteinander trinken können.

 
Ich tendiere ja eher zum »Bierchen«, aber prinzipiell hat Chris Recht; es muß alles zusammenpassen … Ich bin gespannt, ob das Internet sich, wie in beiden Fällen gewünscht, ins Zeug legen wird:

Los großes Internet, zeig mal, was Du kannst.

 

Intellecktuelle Bleitseiten

PS: Erster, kann’s kaum glauben :)

 
Ich gestehe, ich war neugierig, was es denn an dem Text zu bekritteln gab; ich hätte da ja was:

Das kann teilnehmerseitig zu TV-Empfangsstörungen führen, weil bei Wimax der Rückkanal vom Surfer ins Internet auch per Funk läuft; in jedem Wimax-Modem steckt ein kleiner Sender, der nah bei Nachbars Fernsehantenne funkt. Diese OFDM-Eigenschaft ist den TV-Betreibern ein Dorn im Auge, sie befürchten vermehrte Störungen.

 
Ich schätze mal, der Feierabend drängte den Redakteur, Freitag, 17:42, man kennt das ja. Anders ist ein solcher – technisch korrekter aber sprachlich kaum unglücklicher zu bauender – Text nicht wirklich erklärbar. Details? Bitte:

[…] weil bei Wimax der Rückkanal vom Surfer ins Internet auch per Funk läuft […]

 
Was für eine Überraschung, daß bei einer Funktechnik für die bidirektionale Anbindung auch der Rückweg über Funk – und nicht etwa Rauchzeichen – geht.

[…] in jedem Wimax-Modem steckt ein kleiner Sender […]

 
Übrigens auch in jedem WLAN- oder Blauzahn-Gerät, jedem GSM- oder UMTS-Handy, jedem Schnurlostelefon – Bügeleisen und Kaffeemaschinen sind oftmals senderlos und damit für den Fernsehempfang wohl unkritisch.

[…] Sender, der nah bei Nachbars Fernsehantenne funkt.

 
Alles ist relativ, so auch das »nah« hier. Bei 50m Dachmitte zu Dachmitte mag man von »nah« sprechen können, bei jenseits 500m ist es nur »nah« im Sinne von »andere Sender sind ferner«. Oder nicht?

Diese Eigenschaft […]

 
Äh, jetzt welche, der prinzipielle Rückkanal über Funk, daß dazu ein Sender ins WiMAX-Modem eingebaut ist oder daß dieser Sender im Modem angeblich nah an Nachbars TV-Antenne funkt?
Bißchen klarer wäre es vielleicht mit ein paar Extraworten gewesen, z. B. mit dem Hinweis auf die Verteilung der Frequenzen auf die (Kabel-)TV-Kanäle. Was der Redakteur wohl aussagen wollte ist, daß TV-Anbieter – die sich nach meinem Verständnis dann doch aber in anderen Frequenzbereichen tummeln und somit gar nicht betroffen werden können? – gegen den Einsatz der unmodifizierten, in den 700 MHz-Frequenzbereich gezogenen WiMAX-Technik aus Angst vor Störungen des TV-Programms durch die 700-MHz-ODFM-Sender befürchten.
Das wäre nachvollziehbar, sollten diese zukünftigen Datenfunkfrequenzen mit Rundfunkfrequenzen sich überschneiden; aber es gibt doch um darum, daß »die dank digitaler TV-Übertragung frei werdenden Funkkanäle im 700-MHz-Bereich« genutzt werden sollen. Impliziert nicht »freigeworden« die Abwesenheit von TV-Sendern in diesem Frequenzbereich und mithin die Unmöglichkeit, das, was nicht mehr da ist, zu stören? Diesen Punkt, liebe heise-online-Redaktion, verstehe ich irgendwie gar nicht, und das hat nichts mit den 3 strahlenden WLANs im Haus zu tun …
Wie auch immer; lieber B_e_e_e_d_r, es geht wohl weniger darum, sich den Stream des Nachbarn roh auf dem TV anzusehen – wobei DVB-T auf einem rein analogen TV sicherlich spannend anzusehen ist – sondern darum, daß man ggf. kein TV-Bild mehr hat, wenn der Nachbar mit »WiMAX-700« das surfen begänne. Aber – »freigeworden« –, da da ja nun kein TV mehr funkt, wen, außer andere »WiMAX-700«-Nutzer, sollte dieser »Störsender« stören?

Are you sure that the database server is running?

Jedes Mal, wenn ich über WordPress-Fehlermeldungen bzgl. der Datenbankverbindung stolpern muß, freue ich mich, daß SPHPBLOG auf das gute alte Modell »das Filesystem ist die Datenbank« setzt. Naja, ok, das skaliert wohl nur deshalb hier, weil die Zugriffszahlen überschaubar sind …
Aber ich frage mich als Programmierer schon, warum kein gemischter Ansatz gefahren wird — abgerufene Artikel werden im Filesystem abgelegt, bei Änderungen am Artikel wird dieser im »Cache« gelöscht und das Spiel geht von vorne los beim nächsten Zugriff. Damit wären jedenfalls schon einmal abgerufene Inhalte auch längerfristig ohne zufällig grade laufende Datenbank vorhanden, letztlich sänke die Last auf der Datenbank, es stiege nur der Platzbedarf. Nur: Plattenplatz ist richtig billig derzeit; sebst auf eine Datensicherung des betreffenden Bereichs könnte man verzichten, da es sich ja nur um Repräsentationen dessen handelt, was zusätzlich in der Datenbank vorgehalten wird. Aber der Ansatz ist wohl zu revolutionär — oder mit Trivialpatenten belegt, möchte ich nicht ausschließen. Viel Gehirnschmalz, sich dieses auszudenken, bedarf es ja nicht …

T-Home Entertain: VLAN 8 ante portas?

Nachdem mich NetworkManager heute – äh, Dienstag – mehrfach plötzlich vom heimischen WLAN ausschloß, wollte ich dem doch mal auf die Spur kommen, erster Schritt war die manuelle statische Konfiguration des WLAN-Interfaces. Bei der Analyse stellte sich dann raus, daß das LAN – in das die APs das WLAN nur bridgen – mit Multicast-Paketen geflutet wurde; ich mußte also NetworkManager um Verzeihung für meine unflätige Ausdrucksweise – sowie das erfolglose »apt-get remove NetworkManager« bitten –, denn TV per Multicast im WLAN, das funktoniert mit normalem 802.11g nicht wirklich. Immerhin kam ping auf eine RTT von etwas über 10 Sekunden, daß da kein DHCP durchgeht, überraschte dann nicht mehr …
Grund für das Fluten des gesamten LANs mit den T-Home-Entertain-Multicast-Paketen war eine Fehlfunktion meines Netgear GS108T; das gute Stück hatte sich schlicht weggehängt, war auch nicht mehr über das Admin-Interface oder per SNMP erreichbar. Und ohne die CPU scheint das Switching zwar noch zu funktionieren, nicht aber mehr Sonderfunktionen wie IGMP-Snoop — der Grund, warum ich einen solchen Switch überhaupt mal anschaffte. Nach einem Powercycle war der Spuk dann vorbei, aber dies brachte mich drauf, daß die Switche im Keller und im 1. Stock ja auch noch von dumb auf managed umgerüstet werden sollten.
Bei der Google-Anfrage zum Preis allerdings – so kommt man vom VLANhundersten ins tausendste – stolperte ich über Artikel, die sich mit dem GS108T im Kontext T-Home Entertain beschäftigten. Neben einer Aussage des »T-Online Teams«, daß T-Com plant, SSM, source specific multicast, einzusetzen, was ein IGMPv3-Feature und damit ein potentielles Problem für auf IGMPv2 gestrickte Heimnetze ist (erschwingliche Switches machen derzeit beim IGMP-Snooping bei IGMPv2 Schluß), stolperte ich auch noch über Berichte der Aktivierung eines VLAN8:

Ich benötige dringend Hilfe. Gerade jetzt zur EM, wo mir Fernsehen wirklich was bedeutet, hat die Telekom ihre Drohung wahr gemacht und ihre Daten auf zwei VLANs aufgeteilt. Internet geht nun über VLAN ID 7 und IPTV über VLAN ID 8.
Da ich zu keiner Zeit auf meinen Debian Router verzichten kann und will stehe ich nun vor einem unlösbaren Problem. […]
Jetzt geht bei mir nur noch Internet seit heute Morgen. Aber IPTV ist tot. Ich habe nun keine Ahnung wie ich es schaffe, dass ich wieder Fernseh-Empfang habe. Die Telekom hilft mir kein Stück weiter. Die sind scheinbar nicht interessiert an Kunden wie mir. Ich hoffe ihr könnt’ mir helfen. […]

 
Mal davon abgesehen, daß es ja eigentlich sehr sinnig wäre, Internet- und IPTV-Verkehr sauber zu trennen, wenn man schon VLAN-Tagging einsetzt, bleiben andererseits da ein paar Fragen. Bei einer Trennung auch auf der Strecke zwischen Telekom-Netz und VDSL-Modem müßte doch wohl Bandbreite für IPTV statisch reserviert werden (oder geht das bei VDSL schon dynamisch?), spricht im schlechtesten Falle Bandbreite für 2x HDTV (1x aufnehmen, 1x gucken; kann die X301T trotz Kleinweichtumor in den Eingeweiden m. W. parallel) für IPTV von meiner Internetzugangsbandbreite abgezwackt? Ist dies durch die AGB gedeckt? Schließlich habe ich einen Anschluß bis zu 25 MBit/sec down- und bis zu 5 MBit/sec upstream (real: rd. 25 down, 2,5 up) gemietet, derlei Änderung würden ja meine Zugangsbandbreite verschlechtern.
Viel mehr interessiert mich allerdings, ob bekannt ist, wann dieses VLAN 8 aktiviert werden soll; zu dem Zeitpunkt müßte ich dann das Netz auf VLAN umgestellt haben und den IPTV-Traffic nur noch der X301T zuleiten; würde auch das Multicastproblem erst einmal lösen …

4ll y0ur b0x3s b3l0ng t0 us!

Ja, spinn’ ich jetzt?
Erst stolpere ich über einen Dienst, der – gegen Angabe meiner Twitter-Credentials – meine Absonderungen in identi.ca in Twitter posten würde.
Gut, denke ich mir, ist jetzt nicht soooo sicherheitsrelevant; aber andererseits, daß $DIENSTLEISTER damit in meinem Namen auch Aufrufe zur Massenbesamung ungeliebter Politiker twittern könnte, nein, das behagt jetzt nicht wirklich. Erstaunlicher noch, als die schiere Existenz eines solchen Dienstes, finde ich die Tatsache, daß es bekennende Nutzer zu geben scheint …
Aber nun stolpere ich bei neuerdings.com über eine Lobpreisung eines Push-Dienstes von Nokia:

Klammheimlich hat nun auch Nokia einen Pushmaildienst entwickelt und stellt diesen während der Betaphase kostenlos zur Verfügung. Das Verblüffende daran ist dessen Einfachheit. Es genügt, auf der Webseite von Nokia-Mail seine E-Mail-Adresse und die Zugangsdaten des Postfaches zusammen mit seiner Handy-Nummer einzutippen. Sekunden später erhält man per SMS einen Link, der die Software auf allen Nokia-Modellen der Serie S60 3rd Edition installiert. (E51, E61, E65, E66, E71, E90, N73, N80, N81, N95). Die Software landet dabei sogar vorkonfiguriert auf dem Handy, man muss danach nur noch einmalig sein Postfachpasswort eintippen.

 
Also, zu den »Zugangsdaten des Postfaches« gehören für mich Login und Passwort, und die gebe sich sicher nicht so offensichtlich in die Hände von $DIENSTLEISTER — noch dazu während einer Betaphase. Wer weiß, welche (Re-)Finanzierungsgedanken dort sprießen ..?
Aber selbst, wenn man das nicht als Problem annähme: seine eMail-Credentials einem anderen Dienst anzuvertrauen, alleine der Gedanke daran treibt mir Schauer über den Rücken …
_____

Subject kindly generated by Leet Translator.

»… nicht unterm Wert verkaufe«

Ich vertick’ ja nix in der Bucht — und vor einem Kauf handelsüblicher Güter prüfe ich die eBay-Angebote via www.geizhals.at und www.günstiger.de; Schnäppchen heute auf eBay, das ist meiner Ansicht nach selten.
In einem Thread über Netzausfälle bei einem Kabelnetzanbieter fand sich grade folgendes:

Mich stört eigentlich am meisten Ebay da ich viele Auktionen bei Ebay habe und jetzt in ein Internetcafe fahren muss um zu gucken das ich die Sachen nicht unterm Wert verkaufe …

 
Hmm, ist derlei nicht ein Verstoß gegen eBay AGB? Falls ja, wünsche ich ausschließlich dem Verfasser jener Zeilen eine noch laaaaange Zeit ohne eBay-Zugriff — zum Wohle der ehrlicheren Allgemeinheit.

Allzeit redebereit

Nur, damit es nicht in Vergessenheit gerät, wie auf Staatskosten gereist wird:

Demnach habe die Ministerin in Stuttgart bis 14 Uhr an einer Podiumsdiskussion teilgenommen. Um 16 Uhr habe sie Gespräche in Zürich geführt, unter anderem ein lang angefragtes Redaktionsgespräch bei der Neuen Zürcher Zeitung. Um 18 Uhr habe die Vortragsveranstaltung der Deutsch-Schweizer Handelskammer begonnen, zu der die Ministerin als Rednerin eingeladen gewesen sei. Der Bild am Sonntag zufolge kostete der 146 Kilometer lange Flug die Staatskasse mindestens 26.500 Euro.

 
Wenn ich daran denke, daß – nicht nur – mir, grade erst vom Finanzamt beschieden wurde, daß seit 01.01.2007 der Weg zur Arbeitsstätte nun auch mein Privatvergnügen ist, dann darf ich schon mal fragen, warum Frau Schavan ein Zeitungsinterview nicht per Telekommunikation führen und nicht auf eigene bzw. die Kosten der einladenden Deutsch-Schweizer Handelskammer in die Schweiz reisen konnte?
Ich predige es nicht erst seit heute: wenn »die da oben« vollumfänglich so behandelt würden wie das Gros derer, die sie regieren dürfen, dürfte würde einiges deutlich anders aussehen.