T-Home Entertain: VLAN 8 ante portas?

Nachdem mich NetworkManager heute – äh, Dienstag – mehrfach plötzlich vom heimischen WLAN ausschloß, wollte ich dem doch mal auf die Spur kommen, erster Schritt war die manuelle statische Konfiguration des WLAN-Interfaces. Bei der Analyse stellte sich dann raus, daß das LAN – in das die APs das WLAN nur bridgen – mit Multicast-Paketen geflutet wurde; ich mußte also NetworkManager um Verzeihung für meine unflätige Ausdrucksweise – sowie das erfolglose »apt-get remove NetworkManager« bitten –, denn TV per Multicast im WLAN, das funktoniert mit normalem 802.11g nicht wirklich. Immerhin kam ping auf eine RTT von etwas über 10 Sekunden, daß da kein DHCP durchgeht, überraschte dann nicht mehr …
Grund für das Fluten des gesamten LANs mit den T-Home-Entertain-Multicast-Paketen war eine Fehlfunktion meines Netgear GS108T; das gute Stück hatte sich schlicht weggehängt, war auch nicht mehr über das Admin-Interface oder per SNMP erreichbar. Und ohne die CPU scheint das Switching zwar noch zu funktionieren, nicht aber mehr Sonderfunktionen wie IGMP-Snoop — der Grund, warum ich einen solchen Switch überhaupt mal anschaffte. Nach einem Powercycle war der Spuk dann vorbei, aber dies brachte mich drauf, daß die Switche im Keller und im 1. Stock ja auch noch von dumb auf managed umgerüstet werden sollten.
Bei der Google-Anfrage zum Preis allerdings – so kommt man vom VLANhundersten ins tausendste – stolperte ich über Artikel, die sich mit dem GS108T im Kontext T-Home Entertain beschäftigten. Neben einer Aussage des »T-Online Teams«, daß T-Com plant, SSM, source specific multicast, einzusetzen, was ein IGMPv3-Feature und damit ein potentielles Problem für auf IGMPv2 gestrickte Heimnetze ist (erschwingliche Switches machen derzeit beim IGMP-Snooping bei IGMPv2 Schluß), stolperte ich auch noch über Berichte der Aktivierung eines VLAN8:

Ich benötige dringend Hilfe. Gerade jetzt zur EM, wo mir Fernsehen wirklich was bedeutet, hat die Telekom ihre Drohung wahr gemacht und ihre Daten auf zwei VLANs aufgeteilt. Internet geht nun über VLAN ID 7 und IPTV über VLAN ID 8.
Da ich zu keiner Zeit auf meinen Debian Router verzichten kann und will stehe ich nun vor einem unlösbaren Problem. […]
Jetzt geht bei mir nur noch Internet seit heute Morgen. Aber IPTV ist tot. Ich habe nun keine Ahnung wie ich es schaffe, dass ich wieder Fernseh-Empfang habe. Die Telekom hilft mir kein Stück weiter. Die sind scheinbar nicht interessiert an Kunden wie mir. Ich hoffe ihr könnt’ mir helfen. […]

 
Mal davon abgesehen, daß es ja eigentlich sehr sinnig wäre, Internet- und IPTV-Verkehr sauber zu trennen, wenn man schon VLAN-Tagging einsetzt, bleiben andererseits da ein paar Fragen. Bei einer Trennung auch auf der Strecke zwischen Telekom-Netz und VDSL-Modem müßte doch wohl Bandbreite für IPTV statisch reserviert werden (oder geht das bei VDSL schon dynamisch?), spricht im schlechtesten Falle Bandbreite für 2x HDTV (1x aufnehmen, 1x gucken; kann die X301T trotz Kleinweichtumor in den Eingeweiden m. W. parallel) für IPTV von meiner Internetzugangsbandbreite abgezwackt? Ist dies durch die AGB gedeckt? Schließlich habe ich einen Anschluß bis zu 25 MBit/sec down- und bis zu 5 MBit/sec upstream (real: rd. 25 down, 2,5 up) gemietet, derlei Änderung würden ja meine Zugangsbandbreite verschlechtern.
Viel mehr interessiert mich allerdings, ob bekannt ist, wann dieses VLAN 8 aktiviert werden soll; zu dem Zeitpunkt müßte ich dann das Netz auf VLAN umgestellt haben und den IPTV-Traffic nur noch der X301T zuleiten; würde auch das Multicastproblem erst einmal lösen …