Dieses Bild, gestern im Garten geschossen, zum Beispiel gefällt mir sehr gut, hervorgerufen wohl durch die Kombination von Minusgraden und starkem Sonnenschein, welcher den Schnee auf dem Dach der Gartenhütte ‘wie Schnee in der Sonne’ schmelzen lies (siehe Zeitraffer von gestern). Ist doch schick?
SheevaPlug, PogoPlug, Dockstar – Ablösung für NSLU2
Wenngleich der NSLU2, mein kleiner »Slug«, an sich gut läuft (mit einem »großen« Linux, nicht der orginalen Installation), die (fehlende) Geschwindigkeit beginnt zu nerven, und da hier ja noch ein Seagate DockStar, eine SheevaPlug-Variante (128 MB RAM, 256 MB NAND-Flash statt 512/512) rumliegt, habe ich nun begonnen, mir die »PlugBox«-Installation anzusehen:
Downloading PlugBox Linux Connecting to plugapps.com (74.54.71.138:80) Plugbox-Pogoplug-1.0 100% |*******************************| 88485k 00:00:00 ETA Extracting PlugBox OS. This may take a few minutes. umount: cannot umount /new_root: Device or resource busy Connecting to plugapps.com (74.54.71.138:80) rcS 100% |*******************************| 589 --:--:-- ETA Your device needs to be restarted. You will have to remove SSH keys on Linux/Mac OS X to log back in. Type 'rm ~/.ssh/known_hosts Also, to boot back into the regular Pogoplug installation, just remove the drive you installed PlugApps on and restart your device. You'll notice PlugApps are ready when you login and see a root@PogoPlug prompt. Press ENTER to reboot.
Dumm nur, daß im Ergebnis der DockStar nun ziemlich gebrickt ist, denn weder das Default-PW noch mein weit vorher schon gesetztes nimmt die Box an :(
Nunja; wie dem auch sei, der Plan ist eigentlich, ein »komplettes Linux« zu verwenden, auch dies ist schon beschrieben, nur vor dem Hardwareeinsatz schrecke ich noch zurück.
Stasi 2.0, heute: Die CDU
Wie die aufgeschreckten Hühner, die vor dem Untergang des Abendlandes warnen. Wobei: ob Hühner überhaupt eine Vorstellung von Untergang oder Abendland haben, darf wohl bezweifelt werden; so, wie ich mittlerweile am (Sach-) Verstand manch eines Unionspolitikers zweifele.
Erst einmal: die angebliche »Einladung für Terroristen«, ihre Telekommunikation nun in Deutschland abzuwickeln, hat die Bundesregierung, haben insbesondere die noch immer in Amt oder Würden befindlichen Mitglieder jener, zu verantworten – sie hätten vor, während und nach Einreichung der Klage ja handeln können. Das Urteil des BVerfG kann nicht überraschen; Zweifel an der Grundgesetzkonformität bestanden schon, als das Gesetz noch beraten wurde, oder irre ich mich? Ergo: Ihr wolltet es so, da ist Eure Quittung …
Aber was interessiert mich mein »Ja« zum Verfassungsbruch von gestern? Schön zusammengefaßt hat es heise online:
“Wenn sich das herumspricht, dann wird Internetkriminalität nach Deutschland verlagert”, sagte de Maizière der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”.
Manchmal wäre Denken-vor-Sprechen hilfreich, so heißt es; aber, nehmen wir es doch positiv: wenn nun Millionen von Internetbetrügern ihren Wohnsitz und Schaffensschwerpunkt nach Deutschland verlagern, kann das doch nur gut für die Konjunktur sein. Schließlich müssen die alle irgendwie ins Land kommen, Wohnungen mieten und Internetanschlüsse dorthin bestellen, sie werden SIM-Karten sich anschaffen, müssen sich ernähren, … Für ein Land, welches vom Aussterben bedroht ist, ist Zuwanderung doch die letzte Chance? Ich verstehe nicht, warum de Maizière das nicht so sieht.
Der Bund Deutscher Kriminalbeamter teilt diese Sicht und fordert in einer Stellungnahme auf seiner Homepage, “Jetzt ist der Gesetzgeber gefordert schnell wieder für Rechtsklarheit zu sorgen”.
Auch wieder so ein Satz. Huhu, liebe Exekutive, wenn jetzt etwas besteht, dann ist das Rechtsklarheit — diese Form des Schnüffelstaates, den die Zweite Große Koalition errichten wollte, ist nicht verfassungskonform. Aber gut, wer mutmaßlichen Entführer Folter androhen möchte, der hat seine Abwägung schon gemacht; wieder einmal ein schlagendes Argument für die bestehende Gewaltenteilung und warum z. B. das BKA gänzlich ungeeignet ist, »Internetsperrlisten« zu erstellen und verwalten, zu groß ist der Interessenskonflikt. Aber zurück zur CDU:
Der Unions-Innenexperte Wolfgang Bosbach (CDU) sieht aber keinen sachlichen Grund für ein Abwarten. Selbst wenn die EU ihre Richtlinie im Herbst ändere, werde sie kaum strengere Vorgaben machen als das Bundesverfassungsgericht, sagte er der NOZ.
Der Herr Bosbach, der angeblich »schreiend zu padeluun (hinter der Bühne): “Sie sind eine Flachpfeife. Sie können mich mal kreuzweise.”« gerufen haben soll, geht also von einer möglichen Änderung aus; daß der vom rumänischen Verfassungsgericht geäußerte Verdacht, die EU-Richtlinie könne mit der später in Kraft getretenen EU-Menschenrechtskonvention kollidieren, zutreffen könnte, mag Herr Bosbach offensichtlich nicht in Betracht ziehen.
Liebe CDU: get a life. Es bleibt mir nur der Appell, den Ball flach zu halten und im Jahre 9 nach 9/11 endlich mit Augenmaß ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Prävention und bürgerlicher Freiheit anzustreben …
Schnee-Timelapse, die nächste ;)
Eigentlich war ich im Begriff, die lustigen Skripte, die mir aus vielen Teilen der Welt Webcam-Bilder archivieren, zu deaktivieren und die paar hundert GB zu recyclen, als doch noch mal was Sehenswertes über Deutschland passierte: Schnee im (meterologischen) Frühling — ansich nichts ungewöhnliches, denn, wie ich seit Jahren eine alte Weißheit wiederhole: »zur CeBIT schneit’s nochmal«.
Naja, wie dem auch sei, viel Spaß mit dem Zeitraffer zum neuerlichen Wintereinbruch über Ostwestfalen ;)
Liebe Frau Holle, ich hab' ja nix gegen Frühjahrsputz …
Nix geht mehr, Astra-19,2-Grad-Schüssel eingeschneit.
Schnee. In naß diesmal.
Unboxing PogoPlug …
Eigentlich sollte es dazu ein kleines Video wieder geben — bei POGO-E02 hat man sich durchaus auch um das Design der Verpackung gekümmert, mag das Lila auch nich jedermanns Farbe sein –, aber nachdem ich feststellen mußte, das diese miese Entschuldigung für einen Absturz namen LiVES mit Tracks unterschiedlicher Frameraten mal gar nicht zurecht kommt, habe ich die Platzverschwendung durch LiVES per ‘apt-get purge’ ein für alle Mal beendet. Videoschnitt und Linux — nur »das funktioniert nicht« ist eine korrekte Umschreibung der Möglichkeiten :(
Wie dem auch sei; ich hatte mich an eine private Beschaffung aus USA Mitte Dezember 2009 mit drangehängt, diese Woche ist der PogoPlug bei mir eingetroffen — immerhin noch kurz vor der Bestellbarkeit in UK. As time permits werde ich demnächst mal die drei Geräte — SheevaPlug, PogoPlug E02 und DockStar — gegenüberstellen, vom Aussehen sticht der neue PogoPlug klar hervor, mit 4 USB-Ports ist er Seagates DockStar vergleichbar (wobei einer bei jenem ein Mini-USB-Männchen ist, um direkt Seagate-Platten andocken zu können; ohne Adapter ist jener Port anders nicht nutzbar), die innere Ausstattung ist wohl etwas großzügiger als beim — dafür günstigen — DockStar.

Lustig ist natürlich der Untertitel, »Your Personal Cloud!«; mit Cloud Computing hat das ja eigentlich weniger was zu tun, aber wer weiß, mit einem full-features Ubuntu könnte man sicherlich mal schauen, ob nicht mit OpenNebula tatsächlich eigene Dienste in die eigene Cloud wandern könnten. Dies Blog zum Beispiel, welches außer einem PHP-fähigen Webserver und einem Filesystem für Artikel, Bilder und Metadaten keine sonstigen Anforderungen stellt, wäre sicherlich aus der derzeitigen VMware-Instanz schnell in eine wolkige Variante konvertiert …
Zwei Fliegen
Die einen malen Transparente, die anderen protestieren subtiler, mit Domains. Habe ich mir vor gut einem Jahr, als die Milliarden nur so aus dem Berliner Füllhorn gen Großindustrie flossen, schon Staatshilfe-für-Alle.de gesichert, so habe ich heute mal etwas richtig Gutes getan und für Haiti gespendet, indem ich 0900POLITIKER.EU registriert habe. Mal sehen, was ich damit anfange; einerseits könnte ich die Nummer zu holen versuchen und dahinter ein IVR-System aufziehen, über welches man auf der Basis Gespräch-und-Pressefoto-gegen-Parteispende Angebot und Nachfrage ausgleichen könnte; oder doch nur eine simple Linkliste zu akzeptanzoffenen Politikern? Ein redirect auf http://www.cdu.de/ wäre rechtlich wohl nicht haltbar, schade eigentlich …
Endlich bei Tempo 190 twittern …
… in diese Richtung deute ich mal folgende Passage aus einem heise-online-Artikel:
Das Auto 2.0 soll Fahrt aufnehmen. […] Das Auto sei der “letzte weiße Flecken” des Internets, sagte Conti-Manager Ralf Lenninger. […] Das Ziel: Das Internet und spezielle Anwendungen für Autofahrer sollen als Serienausstattung in alle Fahrzeugklassen gebracht werden, bisher gebe es Infotainment-Dienste ausschließlich in Oberklassewagen.
Für die Miniprogramme – im Branchenjargon “Apps” – wurde ein “Cockpit-Computer” entwickelt, der das Google-Betriebssystem Android nutzt. So gibt es Apps für Musiksuche und Nachrichten, die dem Fahrer unterwegs vorgelesen werden, wie auch neu angekommene E-Mails. Diese könne der Autofahrer per Sprachaufnahme auch gleich beantworten – ohne dafür die Hände vom Steuer und den Blick von der Straße nehmen zu müssen.
Nun erinnere ich mich daran, daß Studien (zu denen es bestimmt auch Gegenstudien gibt) besagen, daß telefonieren beim Fahren ablenke — gleich, ob nun mit Strahletalkman am Ohr, Höhrer des (altmodischen) Festeinbaus oder per Freisprecheinrichtung. Wie mag das wohl bei eMails erst sein?
Bordcomputer: »… mit freundlichen Grüßen ACHTUNG, NAVIGATIONSHINWEIS: IN EINEM KILOMETER RECHTS ABFAHREN UND DANN DEN LINKEN SPUREN FOLGEN WEITER EMAIL Heribert Mustergeschäftspartner. Stern Stern Stern Stern Stern Stern Stern Stern Stern Stern Heribert Mustergeschäftspartner. Tel.: Plus vier neun d…«
Fahrer: STOP!
BC: Wiedergabe angehalten. Jetzt: antworten, löschen, nächste?
F: Antworten.
BC: Orginal wird angehängt, Antwort über Orginal. Sprechen Sie jetzt, Ende mit »ENDE ENDE«
F: Lieber Herbert, nein, LÖSCHEN. NEU Lieber Heribert danke für die sch…
BC: BITTE JETZT RECHTS ABFAHREN UND DANN DEN LINKEN SPUREN FOLGEN
F: … AntwMensch nun fahr doch Du Idiot und laß mich rein! Vollhonk! Äh, wo war ich?
So oder ähnlich stelle ich mir das vor. Nun habe ich zugegebenermaßen schon länger keine Spracheingabeerlebnisse mehr gehabt, und während Frage-Antwort-Spielchen ich mir durchaus vorstellen kann als funktional, wie das mit Freitext in einer eMail, zumal im nicht ganz studiomäßigen Aufbau »fahrendes Kfz«, funktioniert, würde ich wirklich gerne mal selbst ausprobieren. Als Fax-im-ICE-empfangen-Pionier (Ende der Neunziger; Zugtelefonie war noch C-Netz, IIRC) stelle ich mir das durchaus lustig vor ;)
Sinnvoll wäre allerdings in der Tat eine Kopplung der On-Board-Navigationssysteme an Telematikserver, die intelligentere Routen ermöglichen als das, was z. B. Audi im grade mal zwei Jahre alten A6 verbaut: Abfahrt (die einen gar nicht interessiert) gesperrt => runter von der Autobahn auf Landstraße, um die Sperrung zu umfahren; grade Montag wieder gehabt. Wenn die, technologisch heute schon einer Handylösung unterlegenen, Herstellernavis im Zuge von »Auto 2.0« hinfällig würden und der Endkunde sich seine Wunschnavigationslösung mit den Wunschfeatures aussuchen könnte, wäre das in der Tat ein Schritt in die richtige Richtung; Android als Basis dafür zu wählen finde ich … mutig, aber auch konsequent. Ich hadere schon länger mit der Frage, neue DVD für’s Audi-Navi kaufen oder für, hmm, die Hälfte(?) des Geldes ein »Live«-Navi holen? Was mich an TomTom & Co. stört ist die fehlende Integration in’s Audi-MMI – gut, dafür gibt’s Touchscreen statt old-school Drehknopfbuchstabiertafel – als auch der Verlust der Fahrzeugsensordaten (Geschwindigkeit (auch ohne GPS-Empfang in der Tiefgarage), Kompass, …). Ich wünschte, ich könnte beim »Bordcomputer« einfach Komponenten austauschen, z. B. die Navisoftware durch eine ersetzen, die per BT-gekoppeltem Handy Verkehrsfluß- und weitere Informationen für die Strecke erhält sowie kleinere Kartenupdates (»Community-Karten«) — und das über den IP-Carrier und zum Tarif meiner Wahl, anstelle der Koppelangebote für die n-te SIM für’s m-te Endgerät … Insofern werde ich »Auto 2.0« mal auf dem Radar behalten; vielleicht werden meine Wünsche ja doch mal erhört.





