»Zu«? Oder »Aus«? Ende jetzt …

DWDL.de:

“Ich habe nichts zu bedauern, ich nehme nichts zurück”, stellte Marcel Reich-Ranicki in der am Freitagabend ausgestrahlten Sondersendung “Zu gegebenem Anlass” gleich zu Beginn des Gesprächs mit Thomas Gottschalk klar.

 

Doch am Ende muss man sagen: “Aus gegebenem Anlass” wird, wie erwartet, keine Folgen haben. Doch es war kurzweilig, interessant und entlarvte Reich-Ranickis Kritik als überzogen.

 
Ich hab’s nicht gesehen. Und ob die Sondersendung nun »aus gegebenem Anlass« oder »zu gegebenem Anlass« geheißen haben mag — heutzutage würde mich auch »wegen dem Anlass wo gegeben ist« nicht mehr wirklich wundern.
Aufgrund des Hypes um die Aufzeichnung habe ich die Stelle mit MRR aufgezeichnet – und mußte mit ihm das Program erleiden, wenn auch zeitversetzt –, mir mehrfach angesehen — und mich darüber amüsiert, wie gezeigte Teile des Publikums offensichtlich wieder nicht wußten, warum sie das, was nun da der alte Mann nach den jüngeren, aber auch nicht komischen, Komikern vor ihm, absonderte, witzig finden sollten. Aber das muß ja ein Spaß sein, also lächeln wir mal — ganz mutige haben gelacht. Und der Indendant des Zweiten Deutschen Fernsehens wartete wohl auf das Transkript der Rede, so unverbindlich lächelnd er drinblickte.

HP 2133 – Der Hightech-Schminkspiegel

Sagen wir es einmal so: der große Vorteil des spiegelnden 2133-Displays ist, daß auch der Kolege 3 Meter weiter nicht sonderlich viel vom Inhalt des Bildschrims mitbekommt. Die Betonung lege ich aber ganz klar auf »auch«; wenngleich das menschliche Auge flexibler ist als die typische Autofous-Schnellschuß-Kamera, man muß sich schon stärker auf das Geschehen hinter der spiegelnden Ebene konzentrieren. Um es ganz klar zu sagen, eine Freude ist es nicht, in heller Umgebung (hier: draußen im Garten, bei 13 Grad im Schatten ist es in der Sonne grade nich sitzend und tippend aszuhalten) ‘nen Blogeintrag zu verfassen.
Allerdings, wenn ich es richtig erinnere, bekam auch der (Touch-) Screen des Gigabyte Convertible keine besonders guten Werte — und an der Auflösung möchte ich, wie schon dargelegt keine Abstriche machen.
Als wenig sinvoll aus meiner Sicht hat sich die Wahl der VIA-Plattform für das HP 2133 erwiesen; von der Treiberprblematik (bei Linux) mal abgesehen, merkt man dem Gerät schon an, daß es sowohl auf den zweiter Pseudokern der Atome als auch auf Rechenleistung im allgemeinen verzichten muß. Ein simpler Update-Lauf bringt die Load dann schnell auf 2, und so zäh fühlt sich die Oberfläche es 2133 dann auch an.
Das dabei das Gerät insbesondere an der Unterseite spürbar warm wird, mag in kalten Wintertagen angenehm für die haltenden Hände sein, im Sommer – wie in anderen Berichten schon geschrieben – läßt es den Besitzer um die Lebensdauer seines nicht wirklich billigen Netbooks bangen. Zu erhöhter Wärmeabgabe gehört dann auch ein lauteres Lüftungsgeräusch, und ja, der 2133 ist nicht grade leise. Ich habe noch keine direkten Vergleich ziehen können, aber klar ist, den Versuch des 2133, die Wärme aus dem Gehäuse zu bekommen, den hört man deutlich. Allerdings habe ich es bislang nicht als störend empfunden; ein lautlos lüftendes Net- oder Notebook hatte ich noch nicht in den Fingern …
Wo Schatten ist – oder ein Spiegel –, da ist auch Licht, und der Lichtblick des 2133 ist für mich die Tastatur. Wenn sie sich auch erst sehr glatt anfühlt, das Raster kommt meinen Fingern offensichtlich entgegen, denn ich kann wie ein junger (4-Finger-) Gott über das Keyboard huschen, und das weitgehend fehlerfrei, ähnlich wie auch meiner favorisierten »großen« Tastatur. Das Keyboard ist aller erste Sahne, es liegt auch alles da, wo ich es gerne habe und »instinktiv« vermute; einziges Manko – das hatte Sony beim VAIO Z600NE besser gelöst – ist die Doppelbelegung der Cursor- mit den Pg-Up/Down-Tasten. Sony hatte eine Fn-Taste über Cursor-Rechts angebracht, sodaß ich mit vier Fingern auf dem Cursorblock alle Bewegungen schnell und effizient ausführen konnte. Beim 2133 liegt die einzige Fn links unten zwischen Control und der linken »Besatzertaste«, wie ein lieber Kollege die von MS eingeführten und typischerweise mit MS-Markenzeichen bedruckten Tasten nennt, d. h. ich benötige hier zwingend für die Navigation zwei Hände :( Aber das ist bislang das einzige Manko, auf welches ich für mich gestoßen bin.
Mein 2133 hat ja den 6-Zellen-Akku, der das Gerät hinten etwas hochstellt; dies macht das Tippen deutlich angenehmer – aus meiner Sicht – als auf z. B. dem MSI Wind U100/Medion akoya Mini E1210; ich vermmute mal, daß ich aufgrund dieser Haltung auch nicht, anders als beim akoya, oft (oder überhaupt) auf das Touchpad komme beim tippen. (Wie gesagt, ich bin kein keyboards verschleißender 10-Finger-Tipper ;)) Leider hat HP den Akku so geformt, daß zumindest bei dem Modell, welches ich habe, der eingebaute Akku den möglichen Winkel des Dislays nach hinten beschränkt. Je nach relativer Position des HP Netbooks zu meinem Körper und insbesondere zu meinem Kopf, würde ich mir gelegentlich wünschen, daß das Display weiter nach hinten zu klappen ginge; dem steht aber aus meiner Sicht der besagte Akku entgegen — siehe Bild oben.
Mein erstes Zwischenfazit zum HP Mini-Note 2133 fällt denn auch durchwachsen aus: Unklar bleibt mir erst einmal die Zielgruppe für dieses Gerät bzw., auch das ist ja eher unüblich, für diese Gerätefamilie von HP (es gibt 1,2 und 1,6 GHz-VIA-CPUs, 512 bis 2048 MB Hauptspeicher, WLAN nach 802.11 b/g oder 802.11 a/b/g, Windows Vista Buisiness Basic oder ein SuSE als OS, schlußendlich IIRC eine SSD- sowie mehrere Festplattenversionen mit 120 und 160 GB und sogar 1024×600 oder 1280x768er LCDs). Mit Preisen von kanpp unter den magischen 400,– für ein eher unterirdisch performendes 1,2-GHz-SSD-SuSE-Modell bis in die 600,– EUR-Region, wo man schon ausgewachsene Notebooks bekommt, deckt HP auch hier ein weites Feld ab. Die Verarbeitung ist erste Sahne, auch gibt es bei HP z. B. kein Tuch, um das Display vor Kratzern durch eine leicht unebene Tastatur zu schützen — einerseits gibt’s gefühlt höhere Gnubbel als Abstandshalter im zusammengeklappten Zustand, dann eine auf den ersten Blick plane Tastatur und schließlich das vielgescholtene Spiegel- Schutzglas.
Ausstattungsvarianten mit 2 GB Hauptspeicher zielen in meinen Augen, wie Vista Business statt, wie z. B. beim akoya Mini XP Home, auf den Businessmarkt. Doch grade die Wahl von resourcenhungrigem OS (Vista Business) und resourcenschwacher – verglichen mit der Atom-Plattform – CPU von VIA wirft Fragen auf. Eigentlich kann ich mir das nur so erklären, daß der Entwicklungszyklus so lange schon lief, daß man bei HP mit der Ultra-Klein-Notebook-aber-größer-als-UMPC-und-dabei-auch-nch-günstig-Idee startete, als es noch keine Atoms gab — und gegen den Celeron sah die VIA-Mobil-CPU IIRC mal gut aus. Das wäre jedenfalls eine schmeichelnde Erklärung für die Gesamtkomposition; immerhin wird XP auf CD beigelegt — auf einem USB-Stick allerdings wäre es wohl sinnvoller untergebracht gewesen, hat doch auch der 2133 kein optisches, oder sonstiges, Laufwerk …
Ich bin vom Bildschirm nach wie vor überzeugt – nur das das Glas davor nicht entspiegelt oder eine sonstig entspiegelnde Vorrichtung nicht angebracht ist, stört, insbesondere draußen.
Alles in allem finde ich das 2133 eine gelungene – wenn auch arg teure – Komposition; eine Neuauflage sollte aber mit performanterem Herzen, z. B. einem atomaten Doppelkern, erfolgen, vorzugsweise einer auch noch stromsparenderen Variante. Denn ca. 3,5 Stunden ohne Netz sind jetzt für das Gesmtgewicht nicht grade viel.
Apropros Gewicht: Mein Medion akoya Mini ist mit Abstand das Leichtgewicht; mit 1144g – allerdings ohne Bluetooth-Dongle, der für mich noch dazugehörte (alternativ eine 3.5G-USB-Lösung – FONIC-Stick samt SIM: 25g).
Mein HP 2133 bringt tutti completti 1461g auf die Waage; das ist deutlich über den anvisierten 1000g der initialen Netbooks, aber gut, es sind 3 Zellen mehr als beim akoya, letzteres kommt ca. 2h ohne energetischen Nachschub aus.
Mein all-time-favorite, das um die Jahrtausendwende gebaute Sony VAIO Z600NE, bringt mit einer PCCARD für WLAN und einem Nachkaufakku satte 1792g auf die Wage …

FONIC und die fehlende Gutschrift

Also laut teltarif.de sollte längst die fehlende Gutschrift da sein:

Automatische Gutschrift durch Fonic
Fonic hat sich heute noch einmal bei teltarif.de gemeldet und mitgeteilt, dass man mittlerweile alle betroffenen Kunden herausfiltern konnte. Diese bekämen bis morgen automatisch die fehlenden 10 Euro gutgeschrieben. Falls dies wider Erwarten nicht der Fall sei, könne man sich weiterhin über die oben genannte Mailadresse an Fonic wenden.

 
Soweit die Theorie:

AT+CMGF=1
OK
AT+CMGL="all"
+CMGL: 0,"REC READ","11150115109115",,"08/10/07,08:02:59+08"
Lieber FONIC Kunde, die Tarifoption Internet-Tagesflatrate wurde aktiviert. Internet-Nutzung wird jetzt pro Nutzungstag abgerechnet. Ihr FONIC Team
+CMGL: 1,"REC READ","80215",,"08/10/10,03:29:30+08"
070603466F6E6963204D4D5300018708060370696E7465726E65742E696E7465726B6F6D2E64650001870906890101C656018707060364656661756C7400018718060364656661756C74000101C60001550187360603313130000187380603466F6E696320456D66
+CMGL: 2,"REC READ","80215",,"08/10/10,03:29:31+08"
[...]

Tja, zumindest keine Info- oder gar Entschuldigungs-SMS bislang. Und im Internet?

ÜBERSICHT
Mobilfunknummer 017678000000
SIM-Karten-Status Aktiv
Guthaben * 12,50 €

Klappt ja großartig …

HP Mini-Note 2133 & Ubuntu 8.10 BETA

Tja. Hätte ich mal gewartet … Aber gut, keines der genannten, nun fast im freien Preisfall befindlich scheinenden, Netbooks bietet mir die Features, weswegen ich das 2133 wollte: eine Auflösung wenigstens in der Größe des Notebook-Standards zur Jahrtausendwende (1024+ mal 768+) in einem Gehäuse nicht größer als der MSI Wind U100 (bzw. Medion akoya Mini), Bluetooth und WLAN an Board, eine echte Festplatte für Parallelbetrieb von Windows und Linux sowie ein Express-Card-Erweiterungsslot. Und das für, vorzugsweise deutlich, unter 1000,– Euro.
Über den Cardslot liesse ich mit mir reden, aber das 1024x600er Display der gängigen Netbooks ist mir persönlich zu wenig; war schon bei den 800x480er-Gucklöchern der ersten Generation keine sinnvolle Webnutzung möglich, so ist diese meiner Meinung nach auch bei den 600 Zeilen der aktuellen Generation mehr eine Scrollorgie denn angenehmes Tun.
Gut, nun ich mein Prachtstück da, samt Spiegeldisplay mit 1280×768 Pixeln, 2 GB RAM, 120er Platte – und Windows Vista Business Basic auf einem VIA C7-M Processor 1600MHz … Das gesehene Windows ist vorinstalliert und voraktiviert — dennoch vergehen bis zur ersten Inbetriebnahme unsäglich viele, lange Minuten. Im Lieferzustand belegt eine NTFS-Partition rd. 32 GB und die Recovery-Partition 9 GB …

Disk /dev/sda: 120.0 GB, 120034123776 bytes
255 heads, 63 sectors/track, 14593 cylinders
Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes
Disk identifier: 0x80d2f3ee
Device Boot Start End Blocks Id System
/dev/sda1 * 1 4179 33567786 7 HPFS/NTFS
/dev/sda2 13419 14594 9439232 7 HPFS/NTFS

Nachdem Vista fertig ist, hat es sich auch breit gemacht — sda1 belegte sämtlichen Platz, den sda2 nicht belegte :( Das wird für Otto-Normaluser das sinnvollste Setup sein, für mich bedeutete dies, daß ich erstmal rausfinden mußte, wie man unter Vista – dies war meine erste Vista-Erfahrung, und ich muß sagen, der Aha-Effekt blieb aus, der GUI-Wechsel von NT4 zu XP war ungleich größer – NTFS-Partitionen verkleinert, um Platz für das designierte Haupt-OS zu schaffen: Ubuntu. Dankenswerterweise kann Vista derlei schon von Haus aus, sodaß es danach an die Installation von Ubuntu 8.10 BETA gehen sollte …
Nach einem nicht ganz erfolgreichen Versuch mit Ubuntu 8.10 auf einem USB-Stick, wieder mit UNetbootin wie schon bei meinem akoya Mini, habe ich es dann mit einem Ubuntu 8.04.1-Image per PXE probiert und konnte das Rescue-Image anstarten, um den initialen Platteninhalt zu sichern — man weiß ja nie ;)
Hier zeigte sich die HP2133-Plattform von ihrer flinken Seite, bis etwas über 30 MByte/sec zeigte xnetload auf dem empfangenden Rechner (Athlon X2, 750er SATA-Platte) an — das GBit-Interface und die Platte scheinen nicht ganz langsam zu sein.
Die PXE-Installation von Ubuntu 8.10 BETA lief durch, aber das neu installierte System crashte beim Start des gdm; totaler Hänger, auch auf CAPSLOCK kam keine Reaktion mehr.
Ich habe dann Ubuntu 8.04.1, was auch schon auf dem akoya läuft, installiert — per PXE. Worked like a charm, hinreichend flott dank durchgängig GBit hier zu Hause zu den beteiligten Rechnern (PXE-Server ist ein Dual-P3 1 GHz – kein Rennpferd mehr, aber munterer Ackergaul für bis zu 200 MBit/sec auf dem GBit-Link) ;)
WLAN tat out-of-the-box nicht, wie nicht anders zu erwarten; die ndiswrapper-Lösung läuft aber auch hier, wie auf dem akoya Mini unter 8.04.1, schön mit NetworkManager. Auch habe ich den xforcevesa-Hack angewendet und habe nun X in 1280×768:

When the language menu comes up, select your preferred tongue and hit enter. At the Ubuntu install menu hit F6, which will bring up the Boot Options line. Add the word xforcevesa at the end of the line and hit enter. The installer will then load the kernel and begin the installation process. It is normal for the progress bar to freeze for a short period of time. Have patience.

 
Ok, ich hab’s nachträglich in grubs menu.lst gepackt.
Was derzeit noch nicht funktioniert, trotz – oder wegen? – neuestem ucvcideo-Treiber (scheinbar schon bei Ubuntu 8.10 BETA dabei?), das ist die eingebaute Webcam; Audio hingegen ging schon bei 8.04.1 aus Anhieb …
Soweit erst einmal zum HP 2133 mit Ubuntu; zur Usability kommen im Laufe der nächsten Woche(n) noch Beiträge, bislang bin ich aber sehr vom Keyboad angetan, für mich als 3-bis-4-Tasten-Tipper ist die Tatstatur exterm angenehm zu nutzen, zumal bei der Größe des Gerätes. Erstaunlich finde ich auch, daß ich hier, anders als beim akoya Mini, noch nicht auf das Touchpad beim Surfen oder Tippen (dieser Text wird schon auf dem HP geschrieben) gekommen bin.
Ach so, die neckische Taste zur Deaktivierung des Touchpads ist unter Ubuntu offensichlich ohne Funktion. Lustig ist, daß die LED in der Taste, die eigentlich das Touchpad und die Tasten deaktivieren soll, scheinbar willkürlich gelegentlich sich einschaltet. Ob hier der gleiche Speicherbeschreibungsbug werkelt, der etlichen Intel-Gigabit-Karten das NVRAM zerschrieben hat?

To gPhone or to not gPhone …

Irgendwie juckt es mir ja in den Fingern; so ein »echtes« Telefon, wo ich ohne den Signierungsunsinn z. B. bei Nokias Series 60, 3rd Edition – das sind die interessanten Mobiltelefone vom (Funktions-) Kaliber eines N95, E90 oder E71 mit oftmals Multimegapixel-wegkomprimier-Autofokus-Kamera und GPS – eigene Programme drauf laufen lassen könnte, z. B. einen GSM-Zellen-Logger mit GPS-Anbindung, wie ich ihn für das 6630 (Series 60, 2nd Edition — mit Python, ohne Signaturgedöns) schon zusammengetippt habe, das wäre schon was.
Wobei – das gebietet schon die vermeintliche Hacker-Ehre – natürlich einer der ersten Eingriffe der Entfernung der Fremdkontrolle dienen müßte — schließlich ist es meine Hardware, da bestimme ich, was damit geschieht. Nicht Apple (k. o. für das iBrick) und auch nicht Google.
Mist; eigentlich ist der Gadget-Etat für dieses Jahr aufgebraucht, habe ich mir doch grade erst ein HP Mini-Note 2133 gegönnt (dazu später mehr hier im Blog) … Bleibt mir eigentlich nur zu hoffen, daß es das erste Android-Gerät nicht so bald nach Deutschland schafft. Aber selbst wenn, das hatte bestimmt auch noch kein 3.5G, nicht wahr? *hoff* ;)

Rechtsfalle Blog

Herzallerliebst.
Via IM-Hinweis auf einen Artikel erfahre ich heute, daß der Abmahnwahn nun auch die – in meinen Augen sinnvolle – Funktion, sich bei weiteren Kommentaren zu bestimmten Blogeinträgen per eMail benachrichtigen zu lassen, erreicht hat (Full Story).
Nun frage ich mich natürlich, ob meine ins SPHPBLOG gehäkelte Blogkommentarfreischaltungsfunktion denn rechtskonform ist; da ich weder Zeit noch Lust auf das Moderieren von Kommentaren habe, habe ich vor die Veröffentlichung eines hier hinterlassenen Kommentars den Aufruf eines Links gesetzt, welcher dynamisch generiert wird und an die beim Verfassen des Kommentars angegebene eMail-Adresse geschickt. Solange dieser Link nicht aufgerufen wurde, bleibt der fragliche Kommentar nur im Filesystem lesbar, nicht aber im Web.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage was – rechtlich – passiert, wenn ein Honk hergeht und zig Mal einen Kommentar absetzt, mit der Absenderadresse eines berühmt-berüchtigten Anwaltes zum Beispiel. Würde ich eine Opt-Out-Liste anbieten müssen, in der sich jemand in einem Opt-In-Verfahren gegen Mails von diesem System/dieser Domain verwahren kann?
Narf. Irgendwie war das vor 15 Jahren alles noch einfacher. Vielleicht hätte man die Massen nicht ins Netz der Netze lassen, geschweige denn holen, sollen?

Alles nur Gerede?

Was sind wir doch alle doof:

Wer hat denn den Leuten eingeredet, dass eine sechsmonatige Speicherung ihrer Kommunikationsdaten eine Bedrohung der Freiheit sei? Das waren gewisse Medien […]. Dabei ist es eine Frechheit, dass wir uns ausgerechnet von der politischen Linken vorhalten lassen müssen, unsere Sicherheitsorgane seien mit der Stasi vergleichbar.

 
Der amtierende Bundesinnenminister sieht in einem Interview keine Ansätze für eine Bedrohung der Freiheit dadurch, daß der Staat für jeden Bürger für die letzten sechs Monate lückenlos nachverfolgen kann, wer wann mit wem wie kommuniziert hat. Und ich glaube, er meint, Vertrauen einfordern zu können:

Wenn eine Polizeibehörde auf diese zugreifen möchte, muss das ein Richter genehmigen.

 
Klar. Die Daten sind sicher. Kommt keiner ran. Das ist wie bei der LKW-Maut:

Nach einem Bericht der Bild-Zeitung erwägt Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, über das Mautsystem Toll-Collect gewonnene Daten der Lkw-Fahrer im Wege einer Gesetzesänderung auch für Zwecke der inneren Sicherheit zu öffnen. Dagegen laufen die Datenschützer Sturm.
Bislang ist gesetzlich festgelegt, dass die Mautdaten nur für Abrechnungszwecke verwendet werden dürfen. Diese so genannte Zweckbindung will beispielsweise das “unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein” unbedingt beibehalten.

 
Die gute alte Salami-Taktik; erst einmal eine Datensammlung einführen, denn nur Daten, die man hat, kann man auch verarbeiten. Natürlich strengste Zweckbindung und höchste Hürden für den Zugriff versprechen. Dann fällt einem auf, daß da ja Gefahr droht. Abstrakt mag sie sein, nicht konkret gar, aber: Gefahr ist Gefahr, das Ziel erreicht, der Zugriff auf die Daten legitimiert. Wenn da das doofe Stimmvieh nicht wäre, aufgestachelt zur Unzeit fordert es jetzt auf einmal etwas, anstatt wie erwartet nur stumm seine Kreuzchen zu machen. Wenn, ja wenn es aufgerufen dazu würde. Aber zurück zum Interview in der taz:

Nein. Viele Polizeibeamte sagen etwa, dass sie auch ohne Vorratsdatenspeicherung erfolgreich ermitteln können. Sie hätten lieber noch ein paar mehr Beamte.
Klar. Aber ich kann doch trotzdem den Einsatz von Dienstfahrzeugen nicht verbieten und Beamte wieder auf Fußstreife schicken. Da muss nur ein Verbrecher mit einem schnellen Auto fahren und schon wären die Polizisten abgehängt.

 
Mit anderen Worten: ohne eine Horde wild umher rasender Bamter gibt es keine Sicherhet. (Aber auch dann keine 100%ige; aber lassen wir das einstweilen.)

FONIC und die Abrechnung …

Ich war etwas unerfreut, statt aus meiner Sicht versprochener 5 »Frei-Surfen-Tage« nur 1 auf dem Guthaben meiner FONIC-SIM vorzufinden; allerdings habe ich derzeit mehr als genug zu tun, als daß ich mich noch groß mit Discountern rumärgern wollen würde — ich bin ein Jünger des »you-get-what-you-pay-for«, und hinsichtlich der Kosten ist FONIC doch eines der günstigeren Angebote. Insofern gäbe ich mich auch nicht der Illusion hin, durch Briefe (kosten Porto), Anrufe (kosten ggf. ebenfalls; je hotter die Line, desto higher der Preis) oder eMails (lesen »die« doch eh’ nicht) diese 10 EUR doch noch zu bekommen; die Kosten-Nutzen-Abwägung stieg mit einer Division durch Null aus.
Aber – vielleicht – habe ich mich getäuscht, wie teltarif.de berichtet:

Kunden, die im September beim Anbieter Fonic das aus Surf-Stick und SIM-Karte bestehende Starter-Paket […] bestellt haben, sollten ihr Kundenkonto genau prüfen. Etlichen Kunden wurde zwar die während des Bestellprozesses obligatorische Erstaufladung durch den Kunden in Höhe von 10 Euro gutgeschrieben, nicht jedoch weitere 10 Euro als Gegenwert für versprochene freie Surftage.
Betroffen sind nach Fonic-Aussage Kunden, die das Paket im September bestellt, aber die SIM nicht mehr vor dem 1. Oktober aktiviert haben – beispielsweise, wenn Ende September bestellt wurde und das Paket erst im Oktober eintraf. Systemseitig sei in diesen Fällen das Surf-Guthaben nicht mehr gebucht worden.

 
Notiz am Rande: ich werde wohl nie begreifen, wieso Mobilfunker sich selbst das Leben so schwer machen und derlei krude Regeln aufstellen. Wenn ich eine stoffliche Ware am letzten Tag des Monats um 23:59 online bestelle, ist es bis auf weiteres (sprich: ohne die Linearität der Zeit an sich anzutasten) unmöglich, diese stoffliche Ware binnen der nächsten Minute in den Händen zu halten — jegliche darauf abstellenden Bedingungen an die Gewährung von Rabatten sind aus meiner Sicht unlauter. Warum nicht einfach – wie in zahllosen anderen Branchen auch – einfach auf das Bestelldatum abstellen und fertig? Das dürfte auch komplizierte Behandlung in der IT bzw. der Abrechnungssoftware unnötig machen — von vergraulten Kunden ganz zu schweigen.

Fonic räumte im Gespräch mit teltarif.de das Problem ein und bittet die betroffenen Kunden, sich unter presse@fonic.de zu melden. Nach Prüfung würden die fehlenden 10 Euro dann unbürokratisch gutgeschrieben. Daneben werde aktuell auch seitens Fonic der Datenbestand geprüft, betroffene Kunden würden kontaktiert.

 
Gut, ich werde es ausprobieren; schaun’ ‘mer mal. (Fragt sich nur, wie ich das mitbekommen sollte; die FONIC-SIM steckt im FONIC-Stick, der gelegentlich im Linux-Net- oder Notebook. Muß ich wohl mich mal auf die Suche nach einem Programm zum auslesen von SMS machen …) Abrechnung scheint generell keine Stärke von FONIC zu sein, schon zur Einführung klappte die geplante Abrechnung nicht so recht und es gab 10% »IT-Rabatt« ;)
Vom »vergessenen« Begrüßungsgeschenk abgesehen, bin ich von FONIC bislang positiv überrascht; nach dem, was über den Mutterkonzern berichtet wurde, hätte ich weder die Guthaben-Rückzahloption, den ausbleibenden Guthabenverfall auch ohne Nachzahlung noch die Auslieferung von Geräten ohne zumindest Net-Lock erwartet …

Ubuntu 8.10

Liegt es eigentlich an mir? Die (vor-) letzte LTS-Version von Ubuntu lieferte nicht das, was ich (auf einem Server installiert) mir erhoffte, ich bin dann für Server auf Debian Etch (damals noch »Testing«, IIRC) geschwenkt. Auf Desktops und Notebooks nutze ich allerdings Ubuntu, und dort konnte mich 8.04, wieder eine Long-Time-Support-Version, absolut nicht überzeugen: BT-Filesharing (konkret: Senden von Files vom Mobiltelefon zum Ubuntu-Rechner per Bluetooth) schlug generell fehl (und dies nicht nur bei mir; auch wenn ich schein’s einer der wenigen im Bekanntenkreis bin, der Inhalte vom Mobiltelefon auf den Rechner schickt, statt sie vom Mobiltelefon auf den Rechner zu kopieren), Network Manager war mehr pita (pain-in-the-a…) denn irgendwas anderes beim Wechsel von WLANs und zwischen WLAN und LAN …
Am Wochenende habe ich ein erstes Update auf die 8.10-BETA gewagt — und bin, bis auf den kleinen Ausrutscher, daß der X-Server nicht mehr wollte (dkpg-reconfigure und gut; Dank an Hubi für den Tipp), sehr angetan:

  • Das Senden von Files von anderen BT-Geräten an die 8.10-BETA-Möhre funktioniert wieder
  • Network Manager erkennt (USB-) GSM-Modems (getestet mit Huawei E220 und E160) und steuert sie wahlweise (»Mobile Broadband«) an
  • Energisparoptionen scheinen aggressiver bei Akkubetreb zuzuschlagen, ohne Konfigurationsänderungen meinerseits dimmt sich der Bildschirm bei Akkubetrieb jetzt schon nach wenigen Sekunden Inkativität

Leider kappt Hibernate/Suspend schein’s noch nicht, der rausgerutsche Netzteilstecker gestern jedenfalls führte nach dem Wiedereinschalten zu einem jungfräulichen Login.
Auch gibt es scheinbar noch (immer) keinen »always-online«-Modus, der hierarchisch verschiedene Zugangstechniken aktiviert; ich suche eigentlich etwas in der Art wie folgt:

  1. Wenn ein Kabelzugang möglich, nimm jenen
  2. Wenn ein WLAN-Netz aus einer gesonderten Liste vorhanden ist, nimm jenes
  3. Wenn ein bekanntes WLAN-Netz vorhanden ist, nimm jenes
  4. Wenn ein offenes WLAN vorhanden ist, nimm jenes (hier fehlt ein generischer »AP-Freischalter«, um z. B. sich automatisch an Hotspots mit Loginseite anzumelden; dies gehörte dann aber auch unter 1. oder 2.)
  5. Wenn GSM-Connectivity verfügbar, aktiviere diesen Zugangspfad

Und bei jedem Verbindungswechsel müßte openvpn ggf. neu gestartet werden, mit neuer Hostroute über das nun aktuelle Defaultgateway; sollte einer der »besseren« Zugänge verfügbar sein, sollte automatisch darauf geschwenkt werden (also z. B. Abziehen vom heimischen LAN => Schwenk auf WLAN; bei Erreichen der WLAN-Grenze => Umschwenken auf GSM; über die Sinnhaftigkeit des Schwenks auf auf der Strecken vorbeiziehenden Access-Points sehen wir mal hinweg; bei Erreichen des Büros => Schwenk auf WLAN bzw. beim Einstecken des LAN-Kabels finaler Schwenk wieder auf »wired«.)
Aber ich fürchte, derlei muß ich mir irgendwie selber bauen …

Beleidigter Innendings

Wie heise online berichtet, ist der amtierende Bundesinnenminister verschnupft. Er mag sein Konterfei nicht sehen. Jedenfalls nicht zusammem mit dem erklärenden Zusatz »Stasi 2.0«:

“Die Gleichsetzung meiner Person mit der Stasi ist eine Beleidigung.” Die Staatssicherheit der DDR habe mehrere hunderttausend Mitarbeiter gehabt, Menschen dazu gebracht, sich gegenseitig zu bespitzeln, und eine “Atmosphäre der Angst” geschaffen. “Wer das mit der Bundesrepublik vergleicht, der diffamiert unsere Freiheitsordnung in einem Maße, wie wir es nicht zulassen dürfen.” Eine Frechheit sei es, dass gerade die Linke solche Gegenüberstellungen anstelle. Dahinter sieht der Innenminister “bei manchen” auch einen Versuch, “die Stasi im Nachhinein zu verharmlosen”.

 
Nein, nein, verharmlosen möchte ich den amtierenden Bundesinnenminister nicht, <insert personal deity here> bewahre! Das wäre fahrlässig.
Aber ich meine, er hat vielleicht etwas nicht verstanden. Das Schäuble-Konterfei ziert den Evergreen der »Schäublone«, keine rot-schwarz-gelbe-Farbenfolge. Ein Vergleich mithin wird nicht mit dem Staat, der Schäuble gewähren läßt, gezogen. Ja, ich glaube wirklich, da hat er was falsch verstanden.
Wo ich mir nicht sicher bin, ist nicht das Aussprechen des Wortes »Freiheitsordnung« durch Schäuble eine Frechheit, ja, eine Diffamierung? Ist es nicht Schäuble, der die verdachtsunabhängige Aufzeichnung von Kommunikation propagiert? Heute mag es, »nur«, um die Information des wer hat wann mir wem technisch wie kommuniziert gehen. Wegen der Terrorabwehr. Denn auch ein NATO-Partner kann flugs Teil der Achse des Bösen werden. Wenn schon die deutsche Rente nicht sicher ist, dann sollen es halt wenigstens die Kirchentagsbesucher sein.
Hier noch Norbert Blüm zum Thema Verläßlichkeit von Politikeraussagen (lokal gekürzter Ausschnit aus einem YouTube-Video):