Kick die Mio.

Erinnert sich noch jemand an Leo Kirch? Oder an den Überraschungssieger im letzten Poker um die Bundesliga-Übertragungsrechte, arena?
Schon spannend, wie das alles so ineinander greift. Für arena scheint die Rechnung bislang nicht ganz aufgegangen zu sein und mit dem Unterlegenen, Pay-TV-Anbieter Premiere, hat man zwischenzeitlich einen Deal gemacht — der in erster Linie Premiere helfen dürfte.
Noch interessanter erscheint mir ein aktuellerer DWDL-Bericht:

Es sei Kirchs ehemaliger Mitarbeiter und damals noch Arena-Geschäftsführer Dejan Jocic gewesen, der im Frühjahr in den Führungsetagen von Bundesliga-Clubs die Möglichkeiten einer Rückkehr des Pioniers des deutschen Bezahlfernsehens ins Bundesligageschäft ausgelotet habe. Ein erstes Gespräch zwischen dem Geschäftsführer der DFL, Christian Seifert, und Kirchs rechter Hand Dieter Hahn habe im März stattgefunden. Hahn soll auch die Idee für das abgeschlossene Vermarktungsmodell gehabt haben.

 
Mit anderen Worten: Kirch ist wieder zurück im Lizenzgeschäft, die Bundesliga sinniert gar über einen eigenen TV-Sender — der Fußball-Rubel rollt also mehr denn je und spült zumidenst den Bundesligavereinen mächtig Schotter in die Tasche. Wäre es nun nicht langsam Zeit, daß die Vereine alle Kosten, die so ein Bundesligaspiel mit sich bringt, auch vollumfänglich denen, denen dadurch Kosten entstehen, ersetzt?

Narf. »Diese Rufnummer ist nicht vergeben«

… hören derzeit die Anrufer auf meiner BNetzA-konform bestellten persönlichen Ortsnetznummer (ONN). Leider ist der Anbieter – mit dem ich bislang hinsichtlich Preis-Leistungsverhältnis als auch Service äußerst zufrieden war – mittlerweile auch auf Tauchstation gegangen; werden die Rückfragen lästig?
Vier Tage nach der Meldung (das Problem besteht sicherlich schon länger und dürfte durch einen SIP-Dienstleisterwechsel zwischen Juli und Oktober hervorgerufen worden sein; ich vermute mal schlicht, daß dieser Anbieter entweder das Ortsnetz 04755 nicht angebunden hat oder aber die Portierung verschlampt wurde — wie gesagt, reine Vermutungen, außer “ich melde mich” vor zwei Tage habe ich keinerlei Informationen :() erwarte ich dann doch wenigstens einen Zwischenbericht über den Grund des Ausfalls und die vermutliche weitere Dauer.
Mal sehen, sollte bis Ende nächster Woche keine Besserung in Sicht sein, werde ich mir wohl einen anderen Anbieter suchen müssen.
Aber eigentlich müßte ich die Nummer frei portieren können, meine eigene »one number for life« quasi, die, anders als in den Staaten auch direkt auf meine Person vergeben wurde; der jeweilige Dienstleister hält daran, BNetzA sei Dank, keine Aktien … Soweit die Theorie — ich hoffe ja noch darauf, die Untiefen der Praxis (noch) nicht durchwaten müssen.

VDR reloaded?

Derzeit baue ich ja meine Sat-Anlage aus und in dem Zuge modernisiere ich dann auch mal die heimische VDR-Infrastruktur (wann kam Fedora Core 1 nochmal raus, 2003?).
Der Plan ist eigentlich – nachdem jedwede Experimente mit kleinen, leisen Rechnern und DVB-S-Karten unter Linux für das Wohnzimmer als fehlgeschlagen gelten müssen –, die Infrastruktur in den Keller zu verbannen (Leerrohre in Wänden und dem Boden sind ja vorhanden, notfalls paßt auch ein kleines Rohr durch die 10+ cm-Belüftungsöffnung im Wohzimmer für den Specksteinofen, welche direkt im eigenen Keller rauskommt) und beim Fernseher nur eine Set‐Top‐Box aufzubauen.
Die STB sollte möglichst einen DiSeQ-tauglichen DVB-S-Anschluß haben für direktes fernsehen sowie des IP-Streamings fähig sein. Richtig genial wäre natürlich ein Interface zur Steuerung von einem oder mehreren VDR über’s Netz — mit dem xineliboutput-plugin klappt das bei den neu aufgesetzten VDR schon recht gut, dank ADSL2+ auch mit ARD/ZDF via DSL …
Heute bin ich über zenslack gestolpert, augenscheinlich einer Linux-Distribution für die Zenega 101S CI, T-Online Vision S100 und, neu, die Samsung SMT-7020S, ausgestattet mit mplayer, MMSv2 und xine-player mit VDR-network. Schaun’ ‘mer mal; die S100 ist bestellt und – PayPal sei dank – bezahlt, mit etwas Glück habe ich schon am Wochenende die neue Box zum bespielen ;)

Die Bahn, das kinderfreundliche Verkehrsmittel

Montag, 01.10.07: Morgendiches Schlangestehen am Bahnschalter in Würzburg. Sich rechtfertigen müssen, warum man in der Schlange am Schalter statt der vor den Automaten stehe; dezenter Hinweis auf die Unmögichkeit der Buchung des Kinderabteils via Internet oder Fahrkartenautomat und man darf weiter vor dem Schalter warten — und natürlich mehr für die Reservierung zahlen als am Automaten oder im Internet …
Montag, 01.10.07: Wieder im Auto: Freitag wird gestreikt, sagt die GdL. Äh. Das doof, der geplante Fahrtermin ist Freitag, 05.10.07, nachmittags. Na toll. Hätte der Schalterhansel vielleicht darauf dezent hinweisen können? Saftladen.
Dienstag, 02.10.07: Wieder am Bahnschalter, alternativen Rückreisetermin finden — mit 2 Kindern und Gepäck auf Züge warten, die ggf. nicht kommen und dann ggf. ohne Reservierung in überfüllten Zügen fahren? Nein. Danke. Ah, Umbuchung des Tickets nicht nötig (BahnCard 25-Ticket) für Fahrt am Samstag. Aber die Reservierung ist neu zu zahlen; nur, falls der Zug tatsächlich ausfiele, gäbe es das Geld ggf. zurück. Fuck it, für die 7 Euro regt man sich besser nicht auf … Aber bemerkenswert, daß die Bahn es für zumutbar hält mit zwei Kindern im Kindergarten- bzw. Grundschulalter eine Fernreise auf gut Glück anzutreten. Müssen DINKS1 sein, die das vorgeben. Danke, Bahn.
Samstag, 06.10.07: Was auch sonst: ICE Würzburg — Hannover natürlich wieder verspätet, diesmal richtig, es bleiben minus 7 Minuten zum Umsteigen in den IC nach Gütersloh. Die Bahn kommt, nur nicht pünktlich — das war doch der Slogan der deutschen Bummelbahn, oder? Neue ETA nun 35 Minuten später in Bielefeld. Oder 67 Minuten nach eigentlichem Termin in Gütersloh — plus einmal mehr Umsteigen. Das kippte aber den Tagesplan, der wegen der fehlenden Garantie von Dienstag, daß der ICE am Freitag auch fahren würde, nun straff ist … Also wieder mal privater Taxi-Shuttle von Bielefeld nach Gütersloh, um weniger Zeit zu verlieren (Einkaufen auf Weg BI —> GT).

Was soll ich sagen? Bahnfahren ohne Auto in der Hinterhand ist nicht praktikabel. Termine auf Basis des Bahnfahrplanes zu machen, ist grob fahrlässig. Für 2007 war’s die letzte Bahnfahrt, der nächste Trip findet nun auch auf der Strecke nur noch per Auto statt. Und ja, ich fände einen wirklichen Wettbewerb auf der Schiene charmant. Möge dieses hochnäsige, chronisch unzuverlässige Unternehmen mitsamt seiner dreist rüberkommenden Führungsriege sich doch einer echten Abstimung mit den Füßen stellen … Meine Meinung jedenfalls dürfte klar sein:

Die Bahn. Saugt.

1 Double Income, No Kids. Stützen der Besserverdienenden-Gesellschaft. Vermutlich F.D.P.-Wähler.

O'zapft is'

Noch bis zum kommenden Wochenende läuft die »Wiesn«. Und auch wenn ich mich mit der folgenden Aussage unbeliebt mache: so ganz verstehen tue ich den Hype um das Münchner Oktoberfest nicht. Außer der bemerkenswerten Anzahl von Lederhosen- bzw. Dirnderl-Trägerinnen bzw. -trägern, was unterscheidet jetzt das Oktoberfest vom Hamburger Dom oder dem Bremer Freimarkt?
Gut, zugegeben, es gibt auffallend viele »Bierzelte« – wobei jeder Obdachlose ein derartiges »Zelt« sicherlich als zukünftige Heimstatt dem Pappkarton unter ‘ner Brücke vorzöge; will sagen, mit einem »Zelt« haben zumindest jene, wo ich im Selbstversuch drin war, nicht mehr ungeheuer viel gemein –; aber der Liter Bier kostet auch einen stolzen Preis: 7,90 EUR/Liter dieses Jahr, Tendenz wohl steigend, siehe Grafik oben.
Aber es geht auch billiger, wenngleich nicht mit ganz dem gleichen Ambiente: Mal hole sich einen 10-Liter-Kasten »Hofbräu Oktoberfestbier« vom Getränkemarkt des Vertrauens, lade Freunde ein und beglücke mit dem Kapitaleinsatz des 1,581fachen einer Maß die Versammlung mit 10 Litern des 6,3 volumenprozentigen Bieres.
Aber Achtung, ein erfahrener Wiesn-Gänger meinte dieser Tage – am Morgen danach – zu mir: »Jetzt weiß ich wieder, was ich am Oktoberfest nicht mochte: die haben nur Schädelbier hier!«
Um ehrlich zu sein, ich hingegen vermute eher, daß eine der ungezählten Maß’ am Vorabend die war, die zuviel war … Und, ehrlich gesagt: Das Gefühl bekommt man zu Hause auch hin.

Free Burma!

Anläßlich der aktuellen Ereignisse bedarf es wohl keiner weiteren Kommentierung hier; aktuelle Berichterstattung u. a. auf tagesschau.de:

Birma: Militär-Regime setzt Massenfestnahmen fort

“Sie gehen in die Häuser und nehmen Leute mit”
Nach dem gewaltsamen Vorgehen gegen friedliche Demonstranten in Birma setzt die Militärjunta ihre Repressionen gegen die Bevölkerung fort. Militärpolizisten fuhren durch die Straßen von Rangun und drohten über Lautsprecher mit der Festnahme von Regimegegnern: “Wir haben Fotos. Wir werden Verhaftungen vornehmen.” […] Augenzeugen sagten der Nachrichtenagentur Reuters, die Festgenommenen seien mit mindestens acht Lkw aus der Stadt gebracht worden. Westliche Diplomaten sprachen von einem “Klima des Terrors”. […]

 

HSDPA in Verl, Update

Da ich heute sowieso noch mal ins Büro mußte, habe ich mein schnuckeliges Surf@home II HS-Teilchen mitgenommen, um zu verifizieren, daß es wirkich O

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-HSDPA war, was ich gestern nutzen konnte.
Und, nunja, also gestern war es wahrscheinlich doch T-D1 (O

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-SIM mit offensichtlich noch aktiviertem D1-Roaming), worüber ich mit 1,x MBit/sec surfen konnte — jene SIM im Surf@home-Router verband sich jedenfalls stumpf mit dem »Partnernetz« von D1 …
Als ich dann meine Genion-Card in den Router steckte – ohne »National-Roaming«, sprich keine Nutzung von D1 möglich

[sup]1[/sup]

–, die Überraschung: auch mit meiner Genion-SIM gibt’s UMTS mit HSDPA! In Verl, ostwestfäische Pampa. Mit 180+ KByte/sec downstream, 50+ KByte/sec upstream …
Leider nicht in Gütersloh — hier habe ich leider weiterhin nur UMTS mit 384 KBits/sec. Irgendwas ist eben immer.
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[sup]1[/sup] »In den O2 Inklusiv Paket/ mit Handy-Tarifen und im O2 Active Data-Tarif erfolgt die UMTS-Versorgung auch über den National-Roaming-Partner T-Mobile Deutschland, kann aber jederzeit auf das UMTS-Netz von O2 Germany beschränkt werden. In den Tarifen O2 Genion und O2 Starter erfolgt die UMTS-Versorgung nur über das UMTSNetz von O2Germany. Außerhalb der UMTS-Versorgung erfolgt die Datenübertragung (sofern technisch möglich) über GPRS.7184782«, siehe u. a. o2online.de.

Ja, iss' denn heut' scho' …

… Weihnachten? Scheint fast so, denn im beschaulichen Verl hatte ich vorhin HSDPA mit meiner O2-SIM! Respekt, 180+ KByte/sec, schon nicht schlecht für eine mobile Datenübertragung.
Schön wäre es natürlich, wenn es derlei auch zu Hause gäbe — hier in Gütersloh verbindet sich die Huawei-Box leider weiterhin nur mit UMTS-Geschwindigkeit :(