Wenn Cola-Automaten träumen …

… dann ist das immer ein erhabener Moment. Unser treuer, die D-Mark noch erlebt habender, bedarf wohl einer gründlichen Gehirnwäsche, denn er hält sich für Onkel Dagobert und zählt seine Fastilliarden.
(Wobei, ein Realitätbezug ist ja vorhanden, satte 90 Cent verlangt der Dienstleister für einen halben Liter Coke, kredenzt seit Monaten in klebriger Flasche … Hrmpft.)

Das bittere Ende, primär derzeit für den Dienstleister, ist, daß unser verträumter Automat vor lauter Zähleifer wohl das Durchzählen der herauszugebenden Flaschen vergißt und sich hier schon mal um ein, drei, bis-Schacht-leer-Flaschen vertut. Mit leerenden Folgen …
(Das rote Licht sollte eigentlich anzeigen, daß der Schacht leer ist und nicht gewählt werden sollte — auf dem recht Foto kann man aber nun auch automatsich erahnen, was besser, und was nun gar nicht geht …)
Eine neue Geldprüfeinheit bräuchte der betagte Eckensteher dann auch einmal. Drei Minuten Spaß wegen der zufälligen Nichtannahme des Geldes? Nein, das ist keine Seltenheit — und bei weitem nicht lusitg …

Drained

Heute habe ich mein, morgens um 9 Uhr vom Netzgerät getrenntes, N95 mich 2x 45 Minuten »beinahe lotsen« lassen — also mit Nokias »Karten« genannter Anwendung eine Route planen lassen und die aktuelle Position lt. N95-GPS auf der Karte anzeigen. (Echte Navigation kostet für ganz Europa € 89,00 für ein Jahr, € 99,00 für drei Jahre. Auch kürzere Abozeiten sind möglich …)
Außerdem habe ich noch vielleicht ‘ne halbe Stunde einen IM-Client ausprobiert, sagen wir also 2h Dauereinsatz für’s N95. (»Karten« hält eine IP-Verbindung offen, was es damit macht, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht Nokias Antwort auf Plazes beschicken?)
Ok, wie soll ich’s nun sagen? Am besten – ein Film sagt mehr als tausend Worte – mit einem Filmausschnitt:

Quelle: Doctor Who, 1. Staffel, © BBC

Mit anderen Worten: nach dieser »Tortur« – fast hätte ich’s vergessen, drei Telefonate nuckelten auch noch an der Batterie, wobei … es bestand jeweils eine Datenverbindung schon, deutlich mehr Stromverbrauch dürften die Telefonate nicht gebracht haben –, wieder im Büro angekommen, weinte das N95 auch schon bitterlich nach seinem Bettchen Netzteil.
Das war um 16 Uhr. Oder, mit Captain Jacks Worten: »Damnit! It’s the special features! They really drain the battery!«

N95-Überzieher?

Sagt mal, gibt es denn wirklich keine sinnvolle, d. h. einerseits das Gerät schützende und gleichzeitig die Nutzbarkeit nicht massiv einschränkende, Tasche für’s N95?
Nokias CP-191 ist schick, robust, paßgenau und innovativ — nur leider stört mich zumindest der dicke Lederdeckel massiv in der Nutzung des Telefons ein: ich kann das Telefon in dieser Tasche geöffnet nicht mehr sicher in einer Hand halten — und schon zum telefonieren muß man es öffnen (oder als Bluetooth-von-Borg rumlaufen). Schön ist, daß das sliden nach oben und unten in der Tasche funktioniert, aber rechts die Verschlußlasche und insbesondere links der Deckel stören bei der Nutzung in der Tasche enorm. Den stabilen Deckel bekomme ich auch nicht sinnvoll weggeklappt, um das Handy mit einer Hand noch halten oder gar halten und bedienen zu können.
Um es mit den Worten der Kollegen zu sagen: »Sieht schon sehr elegant aus, wie Du Dir das da an den Kopf hälst. Doch, wirklich …«
Die Tasche von Jim Thomson® für das N95 ist ein klassisches Handytäschchen: reinstecken und nutzen. Auch elegant, vor allem nicht so dick auftragend — Aussparungen für die IR-Diode und den SD-Karten-Slot aber gibt’s keine. Und leider läßt sich das N95 nur zu vielleicht 30% nutzen, wenn man den Slider nicht wenigstens nach oben schieben und somit an die Tastatur gelangen kann. Ein Sliding in der Tasche ist aber leider nicht vorgesehen, den Druckknopf-gesicherten Verschluß oben zu öffnen und das Oberteil hochzuschieben ist bestenfalls die halbe Miete, denn an die unten liegenden Tasten muß man dann durch das Sichtfenster und mehrere Zentimenter Luft drücken …
Klar, konstruktionsbedingt ist ein alltagstauglicher Schutz für das N95 eine Herausforderung; komplett ohne irgendwas in die (Hosen-) Tasche geht aber auch nicht, da durch den leisesten Druck nach oben oder nach unten der Slider sich bewegte und damit die Tastensperre aufgehoben würde. Von der Verkratzung des großen Displays gar nicht zu reden …
Darum: Wer Vorschläge, ab besten natürlich basierend auf eigenen Erfahrungen mit dem N95, hat, hinterlasse doch bitte einen Kommentar oder schreibe mir ‘ne Mail. Ich suche eine Tasche zum Schutz des N95 vor Umwelteinflüssen einerseits, die andererseits die Benutzung des Geräts aber nicht groß einschränken soll.

Geht's los?

Von der Niagara I war ich seinerzeit nicht sooo angetan, die Single-Thread-Performance war – wie erwartet – lausig (für heutige Verhältnisse) und die eine Floating-Point-Unit, um die sich alle Threads prügeln mußten, tat ihr übriges, um erste Tests mit Apache gegen die Wand kriechen zu sehen.
Nun steht also Niagara II ante portas, und wieder werden Lobpreisungen gesungen, bevor das Blech käuflich zu erwerben ist. Ich denke, ich werde auch dieses Mal irgendwann Gelegenheit bekommen, mir das Rennpferd genauer anzusehen, wobei (nicht nur) mich weniger die theoretische SPEC-Performance interessiert sondern das, was von der Leistung letztlich bei konkret vorhandener Anwendung auf die Straße gebracht werden kann. 10 GBit/sec-Ethernet ist ja schon mal ein Wort — alleine das zu füllen wird schon spannend werden. (Und natürlich die Frage, ob Linux wieder bessere Benchmarks zeigen wird als das native Solaris? ;))

N95: Klapperkiste

Hmm, wie lange habe ich mein N95 nun? Ich glaube, es ist just eine Woche um … Und schon muß ich sagen, daß – entgegen Christian Klinglers Blog-Eintrag – mein schicker Slider schon merklich klappert.
Der Display-Slider steht links schon deutlich (mm-Bruchteile, aber sichtbar) höher als rechts, bei Bedienung der oberen Tasten merkt man deutlich die Bewegungen, ich schätze mal auf ein Spiel von rund einem halben Millimeter. Es darf bezweifelt werden, ob dieses Handy die 2jährige Gewährleistungsfrist überhaupt erlebt — ans Überleben mag ich noch nicht denken.

Dreist: Vodafone blockt SMS von Google an VF-UMTS-Kunden? (UPDATED)

[EDIT, 2007-08-14:] Es hat nichts mit dem Netz oder einem konkreten Telefon zu tun — einfach nur mit broken Software … [/EDIT]

Wenn ich eines nun ganz bestimmt nicht mag, dann sind das vertraglich nicht vereinbarte Einschränkungen, mit wem ich und wer mit mit z. B. SMS austauschen darf …
War ich doch auf dem Weg, Vodafone ob der Bewegung hin auf die Klientel der Onliner Respekt zu zollen, frage ich mich mittlerweile, ob’s noch geht, da in Du-esel-dorf oder wo auch immer die deutsche Zentrale mittlerweile beheimatet ist. Denn offensichtlich blockiert Vodafone bei mindestens zwei UMTS-Verträgen die Validierungs-SMS von Google Calendar!
Nachdem Ende vorletzter Woche schon mein 6630 komische Fehlermeldungen auf die SMS von Google abgab – genauer: sie wg. angeblichem Platzmangel nicht annahm (s. Bild links, stammt allerdings vom zweiten 6630) –, setzte ich die Hoffnung auf das neu erworbene N95. Aber auch sie wurde enttäuscht, siehe Bild rechts …
Nachdem ein Test mit einer O2-SIM im älteren 6630 erfolgreich war (SMS wurde sauber empfangen, es sind auch keine Auffälligkeiten erkennbar gewesen), konnte ein hardware- oder firmwareseitiges Problem ausgeschlossen werden — also auf zu einem etwas umfangreicheren Test, bei dem folgendes Equipment zum Einsatz kam:

  1. 1x Vodafone-branded Nokia N95 (
    V 11.0.026 v. 17-04-07

    )

  2. 1x VF Nokia 6630 (
    V 2.39.15 v. 11.11.04

    ),

  3. 1x VF Nokia 6630 (
    V 5.03.08 v. 17.08.05

    )

  4. 1x VF Nokia 3650 (
    V 4.14 v. 20.08.2003

    )

Benutze SIM-Karten:

  1. 1x VF-SIM, ca. 10 Jahre alt, mit neuem 240-Minuten-SuperDuper-Tarif inkl. InternetFlat
  2. 1x VF-SIM, ca. 10 Jahre alt, mit 1,7 Jahre altem VF UMTS-50-Minuten-inklusive-Tarif
  3. 1x VF-SIM als Partnerkarte zum letztgenannten Vertrag, keine weiteren Optionen
  4. 1x O2-SIM mit deaktivierter Datenoption
  5. 1x O2-SIM mit Datenpaket

Die SIMs wanderten munter durch die Telefone; hierbei lies ich mir jeweils von Google Calendar an die jeweilige Rufnummer im jeweiligen Handy (außer N95) die Validierungs-SMS schicken.
Fazit:
Karte 1 im N95 (Vodafone-UMTS; Einbuchung nur ins Vodafone-GSM-Netz zeigt gleiches Verhalten): No Go, irreführende Fehlermeldung, denn einerseits können SMS von anderen Absendern empfangen werden, andererseits ist der Speicher mitnichten voll, siehe rechte Bilder.
Es hat fast den Anschein, als lehne das Handy die SMS von Google absichtlich ab, unklar ist nur, ob dies eine Funktion der SIM-Karte oder der Firmware ist. Was ich dann nicht probiert habe ist, die Karte 3 ins N95 zu stecken – aber wie man sehen wird, ist das Phänomen nicht telefonabhängig …
Karte 1 in Handy 2 (älteres 6630, rechts) und Karte 2 in Handy 3 (neueres 6630, links): Same procedure as last time, James.
Obwohl noch massig Platz ist und SMS-Empfang generell kein Problem darstellt, wird ein Speicherplatzproblem vorgelogen und der Empfang nicht durchgeführt. Auf beiden 6630 funktioniert der Empfang von SMS und MMS problemlos — auch während die Falschmeldung wegen Speichermangels angezeigt wird. Sowohl der Hauptspeicher als auch der SMS haltende Kartenspeicher haben ausreichend Kapazitäten, um noch SMS aufzunehmen; siehe dazu rechts den Schnappschuß der Speichersituation, der auf dem Handy 2 beim Eingang der SMS noch frei war … »Speicher voll« scheint die bequemere Fehlermeldung zu sein; »Inhalt blockiert« wäre allerdings ehrlicher.
Erste Überraschung: Mit Karte 5 in Handy 2 — kein Problem. Die SMS von »Google« – keine Rufnummer – wird glasklar empfangen, alles überhaupt kein Thema.
Wir halten fest: mit einer O2-Karte im (VF-) Handy ist der Empfang der Google-SMS problemlos möglich; dies schließt automatisch sämtliche potentiellen Probleme wie Firmwarestand, Speicherzustannd u. dgl. aus — mit einer Nicht-Vodafone-SIM funktioniert der SMS-Empfang problemlos! Daraus folgt dann auch, daß das Problem auf Vodafone beschränkt sein und damit im Verantwortungsbereich von Vodafone liegen muß — eine absichtliche Behinderung demnach?
(Da es nicht telefon-, sondern SIM-Karten-abhängig ist, dürfte dieses Phänomen auch nicht von Einstellungen im Handy sein; Ablehnung von »anonymen Mitteilungen« scheint aber auch nur bei MMS möglich zu sein, bei den SMS-Einstellungen fand ich keine entspr. Option.)
Warum aber sollte Vodafone generell den Empfang von SMS von Google sperren? Ein Test mit Karte 3 in Handy 4 offenbart dann Erstaunliches: mit einer Vodafone-SIM ohne expliziten UMTS-Tarif in einem GSM-only-Handy wird die SMS von Google ebenfalls ohne Murren empfangen!
Um auf Nummer sicher zu gehen, wurde der Test in Handy Nummer 2, in dem Karte Nummer 5 ja funktionierte, mit der Karte Nummer 3, wiederholt. Hierbei zeigt sich dann ebenfalls nicht das bei den Karten 1 und 2, beides Karten mit explizitem UMTS-Tarif in seit rd. 10 Jahren bestehenden Laufzeitverträgen, auftretende »Empfangsproblem«.
Warum aber tritt es nur bei den beiden UMTS-Verträgen auf? Karte 2 hat einen knapp zwei Jahre alten Vertrag, Karte 1 ein aktuelles »KombiPaket« — am Tarif alleine liegt es nicht, auch nicht am benutzten Netz (auch Karte 3 bucht im 6630 sich in Vodafones UMTS-Netz ein und auf GSM-only gezwungen tut es mit Karte 1 dennoch nicht in Handy 1).
Ich bin nun etwas ratlos, was dies bedeuten soll. Bislang hat Vodafone auf mich nicht den Eindruck eines exzessiven Zensors gemacht, aber offensichtlich steckt eine Funktion, gesteuert durch SIM-Karte oder Netz, in der Handy-Firmware, die bestimmte SMSs mit gefälschter Fehlermeldung ablehnt. Da dies bei mindestens 4 verschiedenen Series-60-Firmwares in 3 verschiedenen Vodafone-branded Handymodellen auftritt, ist ein Zufall eher unwahrscheinlich.
Selbst im Nokia 3650 (branded by Vodafone) mit 2003er Firmware tritt diese Störung auf, siehe links — aber, soweit ich dies ermitteln kann, nur mit Vodefone-SIMs mit UMTS-Tarif; VF-Partnerkarte, O2-SIMs, bei diesen tritt das Problem nicht auf.
Nun könnte ich ja vielleicht noch verknusen, wenn »Empfang einer SMS aus Vertragsgründen blockiert« als Meldung käme — in dem Fall würde ich dann den Vertrag genau lesen müssen und ggf. die Sonderkündigungskarte ziehen. Aber vorzugaukeln, es lege ein Defekt am Endgerät (zu wenig freier Speicher) vor, das grenzt für mich an Betrug — und dem nachzugehen hat mich etliche (Nacht-)Stunden meiner Freizeit gekostet. Ob Vodafone oder Nokia diese zum üblichen Stundensatz wohl ersetzen möchten?
Ich bin jedenfalls »not amused«. Ideen, anyone?

N95 als SIP-Phone an Asterisk

… wer lesen kann ist klar im Vorteil — oder: kaum macht man’s richtig, funktioniert es auch.
Wichtig ist auch die Einstellung der Codes (s. everflux), dann klappten zumindest bei mir auch die Tarifansagen meines VoIP-Anbieters sauber. Erste Versuche zu meiner Echo-Test-Extension waren sehr zufriedenstellend, ob man das SIP im N95 aber sinnvoll nutzen kann, darf bezweifelt werden; wie vieles im N95 zerrt natürlich auch die (ständige) WLAN-Verbindung an der Laufzeit — auf everflux heitß es dazu:

Achtung: Dadurch schaltet das N95 Handy den wlan-scan Modus dauerhaft ein! Sobald der Accesspoint verfügbar ist, bucht sich das Telefon automatisch am SIP Server ein.Zumindest sollte es das. Tut es das nicht, einfach mal rebooten, wie man es vom Nokia N95 gewohnt ist.Weiterhin hat das enorme Auswirkungen auf die Akkulaufzeit des N95 – ohne Wlan & Internettelefonie hält der Akku länger als einen Tag. Mit macht das N95 ohne aktive Nutzung nach weniger als 24 Stunden die Grätsche.

Quelle: everflux.de

 
Hut ab vor Nokia; die Standzeit des 6630 war schon nicht soooo berauschend – kein Vergleich jedenfalls zum 6110 seinerzeit –, aber im Jahre 2007 ein Mobiltelefon auf den Markt zu bringen, welches bei normaler Nutzung grade mal einen Tag ohne Stromtankstelle durchhält – noch dazu ohne coole wie sinnvolle Goodies wie ein Solarpanel zum (nach)laden unterwegs –, das zeugt schon von Mut.
Auch habe ich dann gleich mal ‘nen frischen Bug in der 11er Firmware (der neuesten lt. Nokia für meine dunkelpflaumiges VF-N95, Productcode 0552003) gefunden: bei einem Fehler beim Internetanruf wird als Gesprächsdauer die des letzten geführten Telefonates zurückgegeben.
Etwas gravierender finde ich den zweiten Bug, der mich grade meine ersten drei Resets des N95 erleben lies: beim editieren einer Rufnummer aus dem Telefonbuch (Kontakte -> Namen suchen -> öffnen -> Eintrag selektieren -> Nummer verwenden -> bearbeiten) rebootet mein N95, wenn ich – auch ohne Änderung der Nummer – dort auf ‘wählen’ gehe.
Klingt nach Zeit für ein Backup und Spaß mit der Thekencrew vom Vodafone-Shop hier in Gütersloh …
Yessss. Nokia hat mich nicht enttäuscht, das Nokia N95 erfüllt meine (schlimmsten) Erwartungen — ein dermaßen mit haarsträubenden Bugs ausgeliefertes Mobiltelefon hatte ich nicht mehr seit dem 7650, wo ich in 2 Jahren immerhin 3 Geräte aufgrund von Produktmängeln bekam (Nummer eins starb den grausamen »Speicher voll«-Tod, da Nokia keine (ausreichende) Reserve vorgesehen hatte, damit das Telefon in jedem Fall noch arbeiten konnte, selbst wenn der Nutzer seinen Speicher bis ans letzte Byte ausnutzt; Nummer zwei, mit neuerer Firmware, war nach ca. 1,5 Jahren fällig, da der Einschaltknopf nicht mehr funktionierte — dabei schalte ich mein Handy nur im Flieger widerwillig aus — und so bekam ich 7650 #3 …). Und, mal ganz ehrlich: der doppelte Schiebemechanismus des N95 — wer gibt dem eine MTBF von mehr als 6 Monaten?

Projekt: F1–Streaming auf's N95

Also, eigentlich wollte ich mir morgen das F1-Rennen von meinem VDR via vlc über UMTS auf’s N95 streamen, da ich während des Rennens kurz unterwegs sein werde.
Ja, ich weiß, daß das ein ambitioniertes Unterfangen ist, gehe ich doch davon aus, daß ein 300 kBit/sec-Stream ununterbrochen verfügbar sein würde, was ununterbrochene UMTS-Versorgung bedingte … Aber hey, nicht umsonst nennt man mich den Painseeker ;-)
Meine geschundene Painseeker-Seele lies mich allerdings vorab googlen und es kam, wie es kommen mußte: Mein Ansinnen ist wieder ein mal Terra Incognita bzw. eher sogar Terra Nixda, will man nicht sich neben vlc auch noch DSS (Darwin Streaming Server) antun, der weder für Ubuntu noch Debian Etch als Package vorzuliegen scheint.
Eigentlich schade. Aber ich kann ja stattdessen erst einmal versuchen, den SIP-Client des N95 an den Start zu bringen — zu meinem Asterisk über WLAN tut sich da leider noch nicht viel :( (Via 3G brauche ich es nicht zu versuchen, da Vodafone lt. Klitzekleingedrucktem VoIP-Verbindungen »technisch unterbindet«.)
Die DHCP-Aushandlung funktioniert, manchmal gehen 2 Anfragen zum * auf Port 5060 raus, aber es scheint nicht mal bis zu einem Einlogversuch zu reichen, binnen weniger Sekunden meldet das N95 »Verbindung zum Verbindungsnetz nicht möglich« und das war’s dann, N95-seitig — im Asterisk sehe ich nicht einmal den Hauch eines Versuches eines Verbindungsaufbaus … Und nein, geNATet wird nicht, das N95 hat eine offizielle IP-Adresse — ich vertraue mal darauf daß ein Unternehmen, welches selber Firewalls herstellt(e?) weiß, wie sie ein Handy mit direkter Internetverbindung zu konfigurieren haben (193.26.120.52 ist das N95):

00:16:44.267948 arp who-has 193.26.120.52 tell 0.0.0.0
00:16:45.470046 193.26.120.52.5060 > 0195.71.86.246.5060: udp 411
00:16:45.507501 195.71.86.246.5060 > 193.26.120.52.5060: udp 417 (DF)
00:16:45.508661 195.71.86.246.5060 > 193.26.120.52.5060: udp 499 (DF)

Sollte ich vielleicht erst ein Firmwareupgrade machen? Insbesondere der Punkt »verbesserung der speicherverwaltung« läßt mich als verkohlter Early-7650-Adopter ja aufhorchen …

Die Zukunft der Videoportale

Ich bin ja mal gespannt, wie das sich so entwickelt. Noch kann man ja recht gelassen sein, wenn jemand anderes den eigenen Übermut per Handycam konserviert, selbst wenn es dann auf einem Videoportal landet — die Aufnahmequalität ist in der Regel zu schlecht, als daß großes Aufhebens drum gemacht werden würde.
Aber, siehe N95, die Qualität wird mit zunehmender Rechenleistung der kleinen Alleskönner besser, und sowohl die Codecs als auch die Bandbreiten werden besser, sodaß durchaus von besserer Ausgangsqualität auch was beim Nutzer ankommen kann. Und wenn mehr als Schemen erkannt werden können … sollte man sich vielleicht doch mehr vorsehen.