N95 als SIP-Phone an Asterisk

… wer lesen kann ist klar im Vorteil — oder: kaum macht man’s richtig, funktioniert es auch.
Wichtig ist auch die Einstellung der Codes (s. everflux), dann klappten zumindest bei mir auch die Tarifansagen meines VoIP-Anbieters sauber. Erste Versuche zu meiner Echo-Test-Extension waren sehr zufriedenstellend, ob man das SIP im N95 aber sinnvoll nutzen kann, darf bezweifelt werden; wie vieles im N95 zerrt natürlich auch die (ständige) WLAN-Verbindung an der Laufzeit — auf everflux heitß es dazu:

Achtung: Dadurch schaltet das N95 Handy den wlan-scan Modus dauerhaft ein! Sobald der Accesspoint verfügbar ist, bucht sich das Telefon automatisch am SIP Server ein.Zumindest sollte es das. Tut es das nicht, einfach mal rebooten, wie man es vom Nokia N95 gewohnt ist.Weiterhin hat das enorme Auswirkungen auf die Akkulaufzeit des N95 – ohne Wlan & Internettelefonie hält der Akku länger als einen Tag. Mit macht das N95 ohne aktive Nutzung nach weniger als 24 Stunden die Grätsche.

Quelle: everflux.de

 
Hut ab vor Nokia; die Standzeit des 6630 war schon nicht soooo berauschend – kein Vergleich jedenfalls zum 6110 seinerzeit –, aber im Jahre 2007 ein Mobiltelefon auf den Markt zu bringen, welches bei normaler Nutzung grade mal einen Tag ohne Stromtankstelle durchhält – noch dazu ohne coole wie sinnvolle Goodies wie ein Solarpanel zum (nach)laden unterwegs –, das zeugt schon von Mut.
Auch habe ich dann gleich mal ‘nen frischen Bug in der 11er Firmware (der neuesten lt. Nokia für meine dunkelpflaumiges VF-N95, Productcode 0552003) gefunden: bei einem Fehler beim Internetanruf wird als Gesprächsdauer die des letzten geführten Telefonates zurückgegeben.
Etwas gravierender finde ich den zweiten Bug, der mich grade meine ersten drei Resets des N95 erleben lies: beim editieren einer Rufnummer aus dem Telefonbuch (Kontakte -> Namen suchen -> öffnen -> Eintrag selektieren -> Nummer verwenden -> bearbeiten) rebootet mein N95, wenn ich – auch ohne Änderung der Nummer – dort auf ‘wählen’ gehe.
Klingt nach Zeit für ein Backup und Spaß mit der Thekencrew vom Vodafone-Shop hier in Gütersloh …
Yessss. Nokia hat mich nicht enttäuscht, das Nokia N95 erfüllt meine (schlimmsten) Erwartungen — ein dermaßen mit haarsträubenden Bugs ausgeliefertes Mobiltelefon hatte ich nicht mehr seit dem 7650, wo ich in 2 Jahren immerhin 3 Geräte aufgrund von Produktmängeln bekam (Nummer eins starb den grausamen »Speicher voll«-Tod, da Nokia keine (ausreichende) Reserve vorgesehen hatte, damit das Telefon in jedem Fall noch arbeiten konnte, selbst wenn der Nutzer seinen Speicher bis ans letzte Byte ausnutzt; Nummer zwei, mit neuerer Firmware, war nach ca. 1,5 Jahren fällig, da der Einschaltknopf nicht mehr funktionierte — dabei schalte ich mein Handy nur im Flieger widerwillig aus — und so bekam ich 7650 #3 …). Und, mal ganz ehrlich: der doppelte Schiebemechanismus des N95 — wer gibt dem eine MTBF von mehr als 6 Monaten?