Ja, ist denn heute schon der erste April?

Der Nachrichtenlage nach, hatten wir wohl gestern den 31.03.09 und nicht den 29.12.08:

Ziel für 2009 müsse sein, modernste DSL-Technik oder Glasfaserverkabelung in alle Haushalte zu bringen. “Mit einer derartigen Vernetzung von bis zu 100 MBit/s in den letzten Haushalt sind wir dann für die Zukunft gerüstet”, erklärte Bullerdiek für das schwarz-gelb regierte Bundesland.

Quele: Golem.de

 

Nun beschäftigt mich die breitbandige Vernetzung der norddeutschen Tiefebene wahrscheinlich länger, als Herr Bullerdiek überhaupt von dem Problem der weißen Breitbandflecken weiß; aber es ist ja beruhigend zu wissen, daß Niedersachsen jetzt aufwacht und flächendeckend »bis zu 100 MBit/s« in die Haushalte bringen will – mit den Mitteln des »Konjunkturpakets«:

Eine flächendeckende Versorgung aller Gebiete mit einer leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur sieht Bullerdiek als eines der wichtigsten Themen für die zweite Stufe des Konjunkturpaketes der Bundesregierung.

 
Safe; nicht Niedersachen möchte also das Geld locker machen, der Bund soll dies doch bitte tun.
Wenn die Meldung an sich schon komisch klang, bei genauem Hinsehen wird noch unverständlicher, was Golem sich da aus den Fingern gesogen hat:

Das Land Niedersachsen will erreichen, dass 2009 alle Haushalte mit bis zu 100 MBit/s vernetzt sind. Nach Auffassung des Städte- und Gemeindebundes brauchen Bürger und Unternehmen einen Breitbandzugang ebenso dringend wie den Wasser-, Strom oder Telefonanschluss.
Niedersachsen möchte bei der Breitbandversorgung außerhalb der Großstädte nicht hinterherhinken. “Es darf keine Klassenunterschiede zwischen Menschen und Unternehmen in Großstädten – die zumeist bestens versorgt sind – zum restlichen Teil des Landes bei der DSL-Versorgung geben”, sagte der Sprecher des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, Thorsten Bullerdiek. Hier müsse die Bundesregierung für gleiche Lebensverhältnisse sorgen.

 
Also, wie war das? »Das Land Niedersachsen will erreichen, dass 2009 alle Haushalte mit bis zu 100 MBit/s vernetzt sind.« Begründet wird diese angebliche Absicht des Landes Niedersachsen mit einer Aussage des »Sprecher[s] des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, Thorsten Bullerdiek«.
Jetzt mag ich in den 10, 15 Jahren, in denen ich nicht mehr erstwohnsitzlich in Niedersachsen lebe, einiges verpaßt haben — aber seit wann spricht sowas wie der Städte- und Gemeindebund für das »Land Niedersachsen«, lies: für die Regierung des Landes Niedersachsen?
Scheint eine etwas verspätete Weihnachstente zu sein, die Golem da verbreitet; mal ganz davon abgesehen, daß bis vor gar nicht allzulanger Zeit die Politik in Deustchland »Breitband« ab 129 kBit/sec, sprich: jenseits 2x ISDN, definierte. Selbst UMTS mit 384 kBit/sec, mit dem ich unterwegs öfter als mir lieb ist Vorlieb nehmen muß, ist definitiv heute nicht mehr »Breitband« — es hat schon seinen Grund, daß z. B. Vodafone HSxPA als »UMTS Broadband« vermarktet …

Inflation

(Blogged via locr)

Ein Hörnchen kostet hier 0,75 EUR; mal ernsthaft, wer hätte seinerzeit für ein Stück Blätterteigware DM 1,50 bezahlt‽

Kamera: Nokia E71 (Brennweite 4.9mm, f/3.2)

o2 can't do …

(Blogged via locr)

… Internet for you right now — Jahresendverstopfung vom awesome Gateway? (Wohl dem, der >1 mobilen Zugang hat: Upload via N95/Vodafone live!)

Strukturierte Verkabelung

(Blogged via locr)

Auch bei Baustellen sieht man die Auswirkungen der kommenden Rezession — Kabel werden nicht mehr gekürzt, sondern aufgezwurbelt für spätere Verwendung.

Kamera: Nokia N95 (Brennweite 5.6mm, f/2.8)

Der Netzausbau geht weiter …

(Blogged via locr)

o2++ — vor zwei Jahren war hier (in Kist bei Würzburg) grade mal GPRS mit dauernden Abbrüchen drin … Also hat sich die Überlegung wg. DSL für hier erledigt :)

Kamera: Nokia E71 (Brennweite 4.9mm, f/3.2)

Plasma? LCD? Röhre behalten?

2009 wird das Jahr, in dem wir aufrüsten. Weg von der 100-Hz-PAL-Sony-Röhre hin zu … 100+ Hz und Full-HD. Das steht zumindest – ziemlich – fest.
Was nicht fest steht sind mehr so die Details. Diagonale? Die 16:9-Röhre hat eine Diagonale von 80 cm (sichtbar); initial wollte ich ein 37″-Gerät kaufen, denke aber mittlerweile, daß sich doch eher die 40er bis 42er besser eigneten — Entfernung Couch zum TV über 3m, bis zum Eßzimmertisch so ca. 5m.
Feststellen mußte ich, daß es das TV-Möbel – zumindest für unsere Wohnung – nicht zu geben scheint; einerseits geben Standard-Schränke bei Größen jenseits der 37″ schnell auf, andererseits haben wir zwischen Terrarium und Sicherheitsabstand zum Kaminofen nur 2,4m.
Somit diktiert das Maß des HD-Fernsehers denn auch etwas die Wahl der Möbel — ich dachte ja früher, man suchte sich seine Möbel aus und packte da seinen Hifi-Kram rein, aber in Zeiten von Flachbildschirmen bis über 60″ (und das ergäbe schon eine Diagonale von ca. 1,5m), dem Trend zur Zweit-Konsole und Dritt-Receiver sowie sonstigem Hifi-Equipment ist das wohl anders.
Ich schwanke derzeit zwischen dem LCD-TV LG 47LG7000 (ggf. auch »nur« der 42″-Variante) und dem Plasma-Gerät LG 50PG7000 — wobei die üppigen 520 W Leistungsaugnahme (»typisch«) des 50PG7000 doch etwas abschrecken, das nur 8 cm in der Diagonalen kleinere LCD-Gerät 47LG7000 ist da mit »nur« 286 Watt schon fast sparsam …
Ehrlich gesagt bin ich ziemlich unschlüssig, ob nun doch Plasma- statt eigentlich fest geplantem LC-Display; der vorweihnachtliche Besuch im planetoiden Konsumtempelkeller in Bielefeld (Saturn unten im Kaufhof) hat eine Entscheidung nur in einer Hinsicht gebracht: 100 Hz ist Pflicht bei DVB-S-Zuspielung. (Der Verkäufer hat an zwei nebeneinander stehenden Geräten einer Marke, eines mit, eines etwas größer aber ohne 100-Hz-Technik, DVB-S per Komponenteneingang zugespielt; vielleicht liegt’s an rd. 8 Jahren 100-Hz-Technik bei der Röhre, aber das Gezittere und Geflimmere bei Kamerafahrten in der ARD-Seifenoper, die grade lief, war für mich unerträglich. AnixeHD hingegen sah auf beiden Geräten wie geleckt aus …)
Was die angeblichen Seitensichtnachteile bei LCDs angeht — so richtig feststellen konnte ich sie nicht. Was mir aber auffiel war eine größere Unschärfe bei Full-HD-Plasmas, die Displays mit nur 720 Pixeln vertikaler Auflösung brachten ein schärferes Bild als die Full-HDs mit 1080 Pixel; derlei war mit bei den vorher angesehenen LCDs nicht aufgefallen‽
Klar wurde aber wieder einmal, daß DVB-T als Zuspielung für Handy-TV und In-Car-TV ja nett sein mag, vielleicht auch noch für die Hitparade am Strand taugt — auf einem HD-Display hat der Pixelsalat, den DVB-T bringt, definitiv nichts zu suchen (Tipp: einfach mal in den Saturn in Bielefeld gehen und darum bitten, mal DVB-T und DVB-S vergleichen zu können; nicht erst aber explizit auch bei Fußball sollte man die Kotztüte dabei haben, sofern man nicht Briefmarken- Vodafone-MobileTV als Maßstab hat). Umso unverständlicher aus meiner Sicht, daß kaum ein Gerät auf den DVB-T-Empfänger verzichtet (und somit GEZ-Plicht begründet); Sony packt meist noch ‘n analogen und digitalen Kabel-Tuner bei, aber DVB-S2 … hatte keiner dabei :( Naja, aber das löse ich eh’ per VDR-Infrastruktur und ggf. Telekom-IPTV.
Aber zurück zur Systemfrage: Plasma oder LCD? Für Plasma soll die schnellere Reaktionszeit (<0,x ms, 5-7 ms bei LCD lese ich meistens) sprechen, ein tieferes Schwarz (da kommen die LCDs wohl seit der IFA mit den RGB-Backlights hin; entsprechend teuer ist diese Lösung noch) bei höherem Kontrast sollen sie bieten — und, lt. dem Verkäufer vom Saturn, auch nur dann exorbitant viel Strom fressen, wenn sie viel weiß anzeigen. Würde mich ein Besuch in einem gut bestückten Fachgeschäft (Vorschläge für OWL bitte per Kommentar/eMail) weiterbringen? Der Saturn-Verkäufer meinte ja, daß binnen Jahresfrist kaum noch Plasmas auf dem Markt sein würden; den Eindruck hatte ich die letzten Jahre ja auch bekommen, die LCD-Technik hat soweit nachgezogen, daß es für Plasma keinen Grund mehr gäbe — aber ich habe schon erst einmal auf das technisch Bessere gesetzt (Video 2000), ich möchte mich jetzt ungerne mit Auslauftechnik bekaufen … Das 50er-Plasma-Gerät von LG ist denn auch nur marginal teurer zu erstehen als das LCD-Pendant in 47 Zoll; dafür wirbt LG beim Plasma mit satten 600 Hz … ich konnte im direkten Vergleich schon zwischen einem 100-Hz- und einem 200-Hz-Sony-LCD keine Unterschiede feststellen.
Kann mir jemand darlegen, wie wichtig die folgenden Werte wohl sein mögen? Richtig auffallend finde ich die 10 Bit vs. 16 Bit; ich würde schon gerne einen Sonnenuntergang als sanften Farbverlauf sehen und nicht als abstraktes Farbflächenmuster in gelb, hellgelb, gelblichweiß und weiß …

Wert 50PG7000 47LG7000
Farben/Farbtiefe 16 Bit 10 bit (Modul)
Spitzenhelligkeit (cd/m²) 1.500 500
Kontrastverhältnis 30.000 : 1 / 1.000.000:1 dynamisch 50.000:1
Reaktionszeit 0,001 ms 5 ms (GtG)
Max. Panellebenserwartung (Stunden) 100.000 60.000
Eingangssignal VGA-SXGA, PAL / SECAM / NTSC, SDTV & HDTV (480i, 480p,
576i, 576p, 720p, 1080i, 1080p mit 30fps, 60fps, 24fps und 50fps
VGA-SXGA, PAL / SECAM / NTSC, SDTV & HDTV (480i, 480p, 576i, 576p, 720p, 1080i, 1080p mit 30fps, 60fps, 24fps und 50fps
Film Mode (3:2 / 2:2 Pull Down) Ja Nein
24p Real Cinema (24p 5:5 Pull Down) Ja Ja

Um ehrlich zu sein: die Wii rockt an der alten Röhre, das Bild ist gestochen scharf auch in 16:9 — zumindest in der normalen Spielentfernung. Und von Flimmerkiste ist – dank der 100 Hz – ja schon seit Jahren hier nichts mehr zu sehen. Einzig, als PC-Monitor ist die Auflösung zu gering — ich erhoffe mir durch direkten Anschluß eines PCs an den LCD die Integration von Youtube ud anderen Internet-Quellen im Wohnzimmer, ggf. eMail und Webbrowsing eingeschlossen. Und später in 2009 wird dann wohl die PS3 sich noch zum Gerätepark dazugesellen, sei es als BluRay-Zuspieler, sei es als HD-Game-Maschine … Aber davor haben die Hersteller erst einmal – für mich – die Gretchenfrage gestellt: Plasma? LCD?

Jahresrückblick 2008 (I)


Nett, wie der Herr Ministerpräsident tapfer mitklatscht … Und ja, ich stehe dazu: ich habe mir 2008 ein neues Handy zugelegt — ein Nokia E71, denn die Auswahl jenseits Nokia ist so dolle nicht (und komme mir keiner mir dem an die Apple-Telekom-Kette gelegten iBrick …).

Symbolträchtig

(Blogged via locr)

Dieses Bild – ein Bestattungswagen – erinnerte mich heute morgen dann doch wieder an die Vergänglichkeit an sich und die Restlaufzeit des Jahres 2008 im Besonderen …

Kamera: Nokia N95 (Brennweite 5.6mm, f/2.8)

Never change a running system

F*ckschwe*nk*cke.
Mit dem – von Firefox nach Crash vorgeschlagenen – Update des SessionManager-Plugins – für mich mehr so unverzichtbar, da jedes Event an Firefox diesen zum Absturz bringen kann, und sei es nur der Klick in ein Browserfenster – habe ich mir wohl grade die Karten gelegt.
Gut, 13 Fenster ist jetzt nicht die Idealanzahl, insbesondere nicht für Abergläubische, jenseits von 100 Tabs ist aber nicht wirklich exotisch in meinen Augen. Für die aktuelle Version von SessionManager allerdings scheinen dies ungeahnte Dimentsionen zu sein — denn schon beim Start frißt der Firefox-Prozeß sich am Hauptspeicher satt und der JavaScript-Dreck in der CPU fest.
Großartig.
Noch großartiger ist, daß das Öffnen eines neuen Fensters das gleiche Verhalten hervorruft; es bleibt nur, nach mehreren minutenlangen Sekunden Wartezeit das sessionmanager.js abzubrechen. Dann klappt’s auch mit neuen Browser-Fenstern; ich bezweifle allerdings, daß diese nun korrekt in der SM-Historie verzeichnet werden :(
Warum mußte das doch jetzt noch kurz vor ToreJahresschluß passieren? *sigh*
Letzte Installation vor dem ein Plugin-Update triggernden Browser-Restart war jene von Moonlight, wohl der unter Linux nutzbar sein sollenden Implementation des nächsten überflüssigen Microsoft-Alleingangs — Silverlight. Und dazu kam es nur, weil ich gerne wissen wollte, ob die propietären lustigen Formate, mit denen meine bessere Hälfte derzeit zugeworfen wird (.docx und Konsorten), denn mit der »Home-and-Student«-Version des Drecks- De-facto-Standard-Offices wohl gnädigerweise ohne Klimmzüge zu bearbeiten sein würden.
»Das Leben kann so einfach sein« titelt der Monopilist aus Redmond denn auch vollmundig, klar, wenn man nicht nach links und rechts zu schauen braucht, weil man Standards nach Gutdünken einfach setzt in seiner homogenen Softwarelandschaft und Alternativen per Marktmacht plättet … Aber egal, in freudiger Erwartung des schon einmal gesehenen Hinweises, daß mein Linux nicht so ganz Vista sei und ich upgraden müsse, um das silberne Licht zu sehen, klickte ich denn auch auf »Installieren« – mit einem Ubuntu mit Firefox auf den MS-Seiten.
Zu meinem ungläubigen Erstaunen allerdings kam diesmal kein Hinweis auf Microsoft-Unterbau-only, sondern ich landete auf einer Seite, die mir Mondlicht als quelloffene Implementation des Silberlichts als Firefox-Plugin anbot. Gelesen, geklickt.
Ob nun das installierte Moonlight-Plugin an meinen aktuellen Problemen mit SessionManager eine Mitschuld trägt, ist schwer zu erahnen. Ich erwähne Moonlight auch nur der Vollständigkeit halber — »ich habe doch nichts geändert« stimmt ja nicht wirklich.
Was mich allerdings an Silver-/Moonlight aufregt, ist einerseits die Dreistigkeit, mit der Microsoft diesen neuen Krams für die Produktinformation über sein olles Office-Paket einsetzt und damit jedermann nötigt, das entsprechenden Plugin zu installieren — vollkommen und absolut überflüssigerweise, denn, wie Wikipedia ausführt:

Es handelt sich um eine stark reduzierte Version der WPF, die der Darstellung und Animation von Oberflächen aus grafischen Elementen und Media-Daten in Browsern dienen soll und ebenfalls auf XAML basiert. Dynamische Aktionen können mit JavaScript implementiert werden. […] Novell und Microsoft arbeiten derzeit an einer Linuxumsetzung mit dem Namen Moonlight. Eine erste lauffähige Version ist bereits fertiggestellt.[1]
Microsoft positioniert Silverlight als Konkurrenzprodukt zu Adobes Flash-Player.
[…] Um die Verbreitung von Silverlight zu beschleunigen, wird es seit Februar 2008 auch als (optionales) Update über das Microsoft-Update-Verfahren angeboten.

 
Leider verschlafen die europäischen Wettbewerbshüter ja das Web auch im Jahre 2008; die einzigen, die sich um Internet kümmern, sind die Schnüffler vom Dienst, die uns auch die unsägliche Vorratsdatenspeicherung gebracht haben. Aber solche – aus meiner Sicht – unlauteren Methoden, nämlich wieder einmal die installierte OS-Basis zu nutzen, um ein eigenes Produkt in den Markt dorthin zu pressen, wo schon ein anderer Hersteller gut platziert steht, nein, da drückt man mal wieder alle Augen zu — oder guckt man gar hoch dotiert weg?

Cleaning Woman

(Blogged via locr)

… hat versagt. (Ok, die Fussel an der Deckenbefestigung gehen fast in den JPEG-Artefakten unter … Sorry for that.)

Kamera: Nokia N95 (Brennweite 5.6mm, f/2.8)