*burps* So, und jetzt der obligatorische zweite Gang …
True friends …
Hachja; Sascha Pallenberg, ultimativer WePad-Fanboy, hat mich offensichtlich lieb; nicht nur meinte er hier, ich solle lieber über Kühe bloggen als über das unfertige Pad aus München/Berlin …
Mach mal die Augen zu, hole tief Luft und was du dann siehst sind Kuehe und viel Ost-Westfalen. Vielleicht solltest du in Zukunft darueber bloggen, das ist authentisch und
…, nein, auch für Antworten hatte er keine Zeit. Was für ein Nerd, echt; beschwert sich über pingbacks, die lt. Spec automatisch gesendet werden sollten, sofern man a) externe Blogs verlinkt und b) diese einee pingback-URL publizieren. Aber, ich schrieb es ja schon:
Hast Du vielleicht auch mein Video und meinen Kommentar von der PK gelesen?
[…] nein haste nicht, ebensowenig hast du unseren Artikel gelesen
Das Schöne ist ja, daß ich – und jeder Leser dieses Blogs – Dir das Gegenteil beweisen kann, Du hingegen hier – wieder, möchte ich sagen – mit Hypothesen arbeitest und in diesem Falle saumäßig, sprich gar nicht, recherchiert hast. Aber was hat denn »WePad erstes “Hands On” und ein paar Eindruecke«, mit dem ich mich umfassend hier schon auseinandergesetzt habe, überhaupt mit dem späteren Beitrag zu tun, informationsmäßig? Nebenkriegsschauplatz, weil Du keine wirklichen Argumente hast, meine Aussagen nicht widerlegen kanns?man man man, wie kann man sich nur so in die Nesseln setzen?
Die Frage stelle ich Dir hiermit; das war ja wohl ein sauberes Eigentor ;) Hoffe, Du arbeitest sonst gründlicher …
WePad: Legendenbildung und facebook-Marketing
Wie grade in facebook kommentiert:
Gut, wenn man das für bare Münze nimmt, heißt das:
– gut zwei Monate vor Produktverfügbarkeit wird am zentralen Element des WePads, dem Browser, noch gestrickt (Austausch “was mit Fuchs” gegen “eine ultraschnelle Open-Source-Lösung”), und zeigbar ist er noch nicht(!)
– Multitouch und Ausrichtungswechsel werden nur bei ausgewählten Anwendungen funktionieren – und ob wenigstens bei Android-Apps (die das von Haus aus können), weiß niemand.
– gut zwei Monate vor Produktverfügbarkeit will man den Linux-Unterbau (derzeit Ubuntu) komplett tauschen, so zumindest heise online (http://is.gd/bMd6y): »Auf den gezeigten Geräten schimmerte stellenweise – etwa beim Booten – eine nicht ganz unbekannte Distribution durch. Die soll bis zur Serienfertigung noch ersetzt werden – welches Linux es schließlich sein wird, wollen die Macher noch nicht verraten. Auf dem deutschen Tablet läuft aber “mehr als nur ein Linux mit einem Touch-Layer”, erklärt Odörfer.«
– trotz angeblichem Feld-Test in 2009 haben neofonie und 4tiitoo keinen Mailclient vorzeigbar, keinen Dateibrowser. Und merke: jede Anwendung muß auf Lagewechsel hin gepimpt werden – Desktop-Linux-Software kennt eher keine Bildschirmrotation im Betrieb …
– im Hochformat nähme die “Daumennavigation” signifikant Fläche in Anspruch, die den Anwendungen nicht mehr zur Verfügung steht. Und “Druckwerke” liest man nun einmal hochkant, nicht waagerecht …
Ich hör’ besser auf ;)
Leider hat ein Kommentator keine gültige Mailadresse angegeben, sodaß sein Kommentar hier nicht erscheint; was er schrieb, war durchaus plausibel und erklärt irgendwie schon, warum das 3G-und-HD-Modell ganz nach oben bei Amazon kletterte; die Gedanken gehen in etwa in diese Richtung: Da gibt es eine Firma mit einem weitgehend unfertigen Produkt sowie eine Community, die technisch eher unerfahren ist; auf dem Medien-Hype um das iPad reitend, hat man u. a. mit Androidpit und Netbooknews zwei nicht unbedingt Apple-nahe Blogs vor den Marketingkarren zu spannen geschafft (imho klappte das bei Netbooknews 1a, bei Androidpit hingegen reichte es bestenfalls zu wohlwollend-neutraler Berichterstattung). Dazu noch wohlwollende Berichterstattung aus der Ecke der (möglichen) Partner, z. B. Gruner+Jahr, und schon könnte man durchaus Massen für das Gerät begeistern; Massen, die über den erbärmlichen Entwicklungsstand im Jahre 3+ wenig bis nichts wissen — und auch gar nicht wissen wollen.
Und der Herr mit dem vielen Hoffen im Namen schafft es weiterhin, das Gros der »Fans« auf facebook bei Laune zu halten — zum Beispiel mit Verweisen auf eher inhaltslose Blogbeiträge, die natürlich ob der spärlichen Information um den WunderTampon dankbar aufgesogen werden wie Flüssigkeit im Namensgeber.
Wobei ich mich natürlich schon frage, warum in Berlin das Prototypen-Final-WePad auf dem Ständer wegen »Wackler« verbleiben mußte, wenn zwei Tage später der Herr Helmut Hoffer Von Ankershoffen damit hausieren gehen konnte. War die Legende vom »Wackler«, die elegant das Fehlen jeglicher Reaktion der UI auf eine Pad-Lageänderung zu einem Nicht-Thema machte, etwa genausoeine Münchhausenerei wie die vom »deaktivierten« Touchpad auf der ersten Pressevorstellung? Glaubhafter wäre, leider, genau dies als jede andere denkbare Alternative …
Immerhin, es mehren sich die kritischen Stimmen auch unter den facebook-»Fans«; so wird z. B. auf einen Computerbild-Artikel verwiesen, der gar erstaunliches enthüllt:
[…] Für Videotelefonie ist eine 1,3-Megapixel-Webcam eingebaut. […]
Auflösung und Anzahl der Apps
Android-Apps laufen bisher nur mit 800×400 Bildpunkten. Hersteller Neofonie kündigte aber an, dass die Programme bis zum Serienstart auch die native WePad-Auflösung 1366×768 Pixel unterstützen. Ob der Tablet-PC irgendwann in vollem Umfang auf den Android-Market zugreift, ist ungewiss. Zur Zeit stehen nur ausgewählte Apps in einer Virtualisierung zur Verfügung.
Im Klartext heißt dies, daß einerseits – wie zu erwarten – das WePad Android-Apps nicht jenseits des mindestens bis 2.0 geltenden Limits von 854×480 (Milestone-Auflösung) betreiben kann – und andererseits, daß es eher unwahrscheinlich ist, daß Android-Apps auf WePad-Hardware (GPS, Webcam, Sensoren) einen sinnvollen Zugriff haben wird …
An anderer Stelle darf man allerdings offen Zweifel an der Kompetenz des Computerbild-Redakteurs äußern, denn »als Betriebssystem kommt „Android“ zum Einsatz« ist mehr als nur grob falsch …
Skype: Video-Telefonie und -Chats
Für Video-Telefonie und -Chats sind Webcam und Mikrofon ins Gehäuse integriert. Noch gibt es keine fertige Skype-Version, doch bis zum Verkaufsstart soll die Software verfügbar sein.
Oh, nur Etikettenschwindel, das Skype-Logo auf dem »Homescreen«? Leider würde auch dies ins Gesamtbild passen …
Auf der Zunge zergehen lassen sollte man sich auch diese Informationen:
Format und Bewegungssensor
Das WePad ist für den sogenannten Landscape-Modus (Bedienung im Querformat) ausgelegt. An den seitlichen Bildschirmrändern befinden sich Steuerzonen, die beim Drehen verschwinden. Daher ist der Betrieb im „Porträt-Modus“ (Hochkant-Bedienung) weniger sinnvoll. Wegen fehlender Treiber funktioniert der Bewegungssensor bisher nicht.
Auf facebook, tief in den Kommentaren versteckt, finden sich dann auch Aussagen wie diese:
Helmut Hoffer Von Ankershoffen @Steve: Kölner Zoll wusste nicht was das für ein Gerät ist -> kam 15 Minuten vor Pressekonferenz mit vom Auftragsfertiger vorinstalliertem Windows an -> mein persönlicher Fehler das nicht offensiv zu kommunizieren -> sorry, dafür! Inzwischen gibt es ein Dutzend renommierter Journalisten plus 3 Community-Experten die es getestet haben. Dennoch, mein Fehler und nochmal sorry dafür an Euch.
»3 Community-Experten die es getestet haben«, wie sagt Kollege @elburro doch immer? »twitpic oder nicht passiert!« Sprich: Helmut, welche 3 »Community-Experten« haben denn testen können? Ich kenne bislang nur diese Aussage: »denn zu einem späteren Zeitpunkt als es um die uns versprochene Möglichkeit ging, das Gerät selbst auszuprobieren, fiel im unpassendsten aller Augenblicke der Touchscreen hardware-seitig aus.« Schön, daß Du offensichtlich ein Ersatzgerät nach Hamburg nehmen konntest oder den Screen fixen … wann werden denn die versprochenen Tests, die eben nicht durchgeführt wurden, nachgeholt?
DIY-WLAN-Cam im (Test-) Einsatz
WePad: Von 0 auf 2 in <24 Stunden …
Erstaunlich finde ich, daß das eher noch unfertige »WePad« faktisch über Nacht auf Platz 2 der Verkaufshitliste »Elektronik« bei Amazon gelandet ist.
Einen Nerv getroffen haben neofonie/4tiitoo damit also definitiv, auch wenn sich das Gros der Early-Bird-Besteller aus dem hyperaktiven facebook-»Freundeskreis« rekrutieren dürfte — denn eine eMail über eine Bestellmöglichkeit ist bei mir zumindest noch nicht eingegangen, wieder einmal zeigen die WePad-Macher ihre Professionalität im Umgang mit dem Markt.
Nun denn, wir haben also (fast) Mai, im »Juli« sollten erste Geräte, »im August« dann nennenswerte Stückzahlen verfügbar sein — spannend bleibt die Frage, welche der versprochenen Features bis zur Auslieferung der Geräte tatsächlich noch realisiert werden werden. Denn Baustellen – im Hoffer von Ankershoffen-Jargon »der letzte Feinschliff« – gibt es noch einige:
Grenzwertig
Tja. Einerseits: Erfolg, mein Projekt wireless Webcam ist um ein Gerät reicher: statt der Creative Optia AF, die einerseits als MJPEG nur motion-untaugliche 800×600 Pixel lieferte und andererseits mit dem pumpenden Autofokus zu kämpfen hat, hängt nun eine Microsoft® LifeCam NX-6000 an meinem zweiten Fonera 2.0g.
Und der/die Fonera 2.0g schafft es recht komfortabel, bei einer Load von 0.75 bis 0.9 ein oder mehrere MJPEG-Streams in 1600×1200, per WLAN wohlgemerkt, rauszuschicken. Gut, die Bildrate ist jetzt nicht so dolle (ein bis fünf Frames/Sekunde würde ich schätzen), andererseits ist ein solches Bild auhch groß. Und das bekommt auch das nachgelagerte motion zu spüren, welches auf dem QuadCore (AMD, 2,3 GHz Core-Maximum) nun zwischen 130 und 190 Prozent CPU-Leistung verbrät (3x 920×720-Cams sowie eine 1600×1200); klar, die Pixelmenge steigt ja auch nur rd. um den Faktor 2,8 an …
Entsprechend werden auch die timelapse sowie die bei erkannter Bewegung aufgenommenen Videos größer, voluminöser. Aber ein Problem manifestiert sich ziemlich ungeniert: wo kann ich 1600×1200-Pixel große Videos unskaliert abspielen? Die LCDs im Arbeitszimmer sind FullHD, also 1920×1080; der Laptop hat 1440×900 — kurz: ich habe einfach kein Display, wo ich die Aufnahmen in Orginalgröße abspielen kann … Sicherlich ein Luxusproblem — mit dem ich nun auch YouTube konfrontieren werde, indem ich einen kurzen Timelapse dort in Orginalgröße hochladen will.
Daß 33 Minuten motion-timelapse-MPEG1 gleich 421 MB ausmachen, macht das Handling dieser Datenmengen auch nicht einfacher ;)
Nachtrag: Tja, auch YouTube vermag damit nichts anzufangen: »Fehlgeschlagen (Videodatei kann nicht konvertiert« …
2 MPix-in-a-Box
Ich hatte es ja schon länger vor, nun habe ich es ausprobiert: Fonera 2.0g plus Microsoft NX-irgendwas USB-Cam in ein Halogenstrahlergehäuse, fertig ist die WLAN-Außenkamera. Nur das 5V-2A-Kabel vom Fonera-Netzteil ist noch etwas kurz … Power-over-Wireless hätte jetzt was :)
The unbuyable WePad
Nach der durchwachsenen Vorstellung des Entwicklungsstandes von WePad-Hard- und -Software gestern, macht es die WePad GmbH noch einmal spannend — der für heute angekündigte Start der Vorbestellmöglichkeit hat bis 12 Uhr MEST noch nicht stattgefunden.
Daran interessieren mich primär die Konditionen des »Pre-Orderings«; ist es ein unverbindliches Vormerken oder möchte der Anbieter vielleicht gar eine Voraus-/Anzahlung haben? Letzteres sollte man sich meines Erachtens sehr gut überlegen, denn, wie gestern klar wurde, von einer Produkt- oder gar Marktreife bezogen auf das Gesamtpaket »WePad« zu sprechen, wäre deutlich verfrüht.
Bislang gibt es nur defekte Vorseriengeräte der angeblichen »finalen Hardware«; eines hat nicht nur einen, sondern gleich mehrere »Wackler« – praktisch, so muß man nicht die fehlende Portrait-/Landscape-Umschaltung vor laufenden Kameras wegzudiskutieren versuchen, da das Pad ja wegen des unspezifizierten »Wacklers« im Ständer verblieb –, das zweite glänzt mit »defektem Touchscreen« – dies soll jenes gewesen sein, welches auf der Pressekonferenz vor zwei Wochen noch unter Windows die UI-Demo präsentierte und bei dem auf Nachfrage versichert wurde, es würde natürlich wunderbar »touchen«, man habe nur den Touchscreen deaktiviert, im Code, damit nicht jeder damit »rumspiele«, so zumindest mobicroco.de – und mehr zumindest grob funktionsfähige Exemplare der angeblich noch handgefertigten finalen Hardware scheinen es bislang nicht in die Hauptstadt geschafft zu haben.
Ganz gut zusammen faßt den Stand wie ich finde der Kommentar von »Flinx« bei netbooknews — wenngleich er teilweise stark verfeinfacht:
Ich zähle mal auf, was in diesen Videos alles noch nicht richtig funktionierte oder absichtlich nicht gezeigt wurde:
– Flash (Youtube in geringer Quali ruckelt wie Sau)
– Adobe Air (“dürfen wir noch nicht, hat Stern.de verboten”)
– Touchbedienung (“Touchdisplay ist noch nicht ganz plan”)
– Multitouch (“hat Apple aber verboten wegen Patent…”)
– Ambient light (ist da, funktionierte aber nicht)
– für Touchbedienung angepasster E-Mail-Client
– für Touchbedienung angepasster Dateibrowser
– für Touchbedienung angepasster MP3-Player
– für Touchbedienung angepasster Kalender und Adressverzeichnis
– Android-Unterstützung
– GPS zusammen mit Google Maps
– Bewegungssensor
– an den Bewegungssensor angepasster Browser, etc.
– funktionierender HDMI-Ausgang (mit Ton)
– Web-Cam
– tatsächliche Akkulaufzeit (stets war das Netzteil angeschlossen)
Kein Zweifel, dass die Hardware vorhanden ist. Das ist aber kein Verdienst von Neofonie. Die Geräte kann jeder Computer-Shop um die Ecke in wenigen Wochen aus China importieren und sein Logo draufkleben.
Von dem was Neofonie an Eigenleistung erbringen will (Treiberanpassung, angepasste Apps, einfach zu bediende GUI, App-Shop) sind momentan nur Baustellen zu sehen.
Über die Art der Präsentation schweigen wir mal lieber.
Man kann es natürlich auch wohlwollender formulieren, exemplarisch am Beispiel von stern.de, die allerdings wohl Kunde und/oder Partner von neofonie/WePad sind:
Als das auch noch schlapp machte und eine Windows-Fehlermeldung zeigte, war alles zu spät. Blogger und später auch Journalisten stürzten sich mit Häme auf das PR-Desaster. Zweifel wurden laut: Gibt es gar kein funktionierendes Teutonen-iPad? […] Seitdem ist der Neofonie-Chef unterwegs, seine eigene Glaubwürdigkeit, die seiner Firma und des Produkts namens WePad wiederherzustellen.
Um mit den Vorwürfen, es gebe gar kein funktionierendes Produkt, aufzuräumen, hat Neofonie eine Handvoll Journalisten sowie zwei IT-Blogger […] ins Hauptquartier nach Berlin gebeten, um ein Vorserienmodell aus der Nähe zu begutachten. […]
Während bei der Multitouch-Bedienung zwischen iPad und WePad nur geringe Unterschiede zu bestehen scheinen, […]
Das zentrale Steuerungselement für das WePad ist eine Leiste an der rechten Seite des Bildschirms, die mit dem Daumen bedient wird. […] Dieses Bedienkonzept muss sich im Alltag erst noch bewähren. […]
Nach dem Erstkontakt mit einer frühen Version des WePad lässt sich sagen: Es existiert und es funktioniert. […]
Bis auf die komplett unwahre Aussage »Während bei der Multitouch-Bedienung zwischen iPad und WePad nur geringe Unterschiede zu bestehen scheinen« – derzeit existiert doch noch gar kein Multitouch beim WePad und wenn es dermaleinst, nur für Europa, existieren wird, so die Aussage, hängt es von der Anwendung ab, ob sie es unterstützte; das dürfte ein gravierender Unterschied zum iPad sein – und von der für jeden objektiven Betrachter der Aufzeichnungen des Events extrem-optimistischen Aussage »es existiert und es funktioniert« abgesehen – von der Produktdefinition »WePad« ist das, was gezeigt wurde, ungefähr so weit entfernt wie jedes andere Touchscreen-Gerät –, kann man das sicher auch so schreiben …
Sofern das Produkt wirklich auf den Markt kommt, hat das WePad aus meiner Sicht, schon ob des späten Starts aber auch ob der unklaren Zuordnung (keine iPad-Anwendungen laufen; ob und wie Android-Apps auf das Gerät kommen und dort performen, ist unklarer denn je; ich kenne nur eine AIR-Anwendung bislang, und das ist der twitter-Client twhirl – AIR ist heute auch eher eine Desktop-Domäne, oder?; sonstige Stores, was mögen die zu bieten haben?) sowie des – seit dem iPad jedenfalls – ungewöhnlichen Bedienkonzeptes, nur eine Chance, wenn es z. B. durch Verlage massenhaft – subventioniert – unter’s Volk gebracht wird und exklusive, stark nachgefragte Inhalte bringt. Inhalte, die auf dem iPad dann nicht verfügbar sein dürften, um überhaupt eine Konkurrenzsituation zu schaffen …
Das iPad hingegen verkauft sich derweil wie geschnitten Brot von selbst. Ist ja auch weithin konkurrenzlos.
WePad touched …
androidpit.de hat ein erstes Video vom »Test« des WePads online gestellt, das einerseits grundlegende Funktion bestätigt (auch wenn im halbdunkel nicht wirklich zu erkennen ist, ob das benutzte Gerät nun die angeblich »finale Hardware« war), andererseits aber auch viele Fragen unbeantwortet läßt:
Ich hoffe, Aussagen zu folgenden Punkten werden von den Testern noch beantwortet:
- Landscape ist ja nett, aber für Bücher/Zeitschriften/Magazine würde sich der Portrait-Modus anbieten — der funktioniert noch nicht, wie man dem Video entnehmen kann? (»Wir können die Drehung ja noch nicht machen, da es ein Vorführgerät ist …«) Wie paßt sich denn – gedacht – das UI da an‽
- Bei Android-Anwendungen »gefällt die Oberfläche noch nicht«, das Look&Feeel soll für AIR als auch Android soll identisch sein, wie soll denn das funktionieren? Und was ist mit dem Zugriff auf den Android-Market?
- Kann man den Homescreen auch vergrößern/verkleinern oder ist die Höhe von ca. 4x Displayhöhe fest vorgegeben?
- Abzug eines USB-Sticks im laufenden Betrieb ist ja schick, hinterläßt mindestens bei extX-Filesystemen kein valides FS; wie löst »WePad OS« dies?
- HDMI ist schick, funktioniert denn auch die Soundausgabe problemlos über HDMI?
- Zur Kamera habe ich noch gar keine Detaisl, geschweige denn Bilder gesehen — welche Auflösung, wie ist die Lichtempfindlichkeit? So manche Netbook-Kamera ist ja einfach nur rottig, insbesondere unter Linux. AIR- als auch Android-Anwendungen werden auf die Cam Zugriff haben?
- Zum GPS-Chip wurde noch nichts gesagt, ich würde gerne mal ein WePad auf der Straße sehen, wie sich da »live« der Google-Maps-Ausschnitt mitbewegt …
- Licht- und Bewegungssensor ist zwar eingebaut, inwiefern nutzt die heute existente WePad-Software diese? Auch hier: Zugriff darauf durch Android-Apps wird problemlos möglich sein‽
Mein Fazit: das WePad ist in etwa auf dem Stand, auf dem ich es vermutet habe: weit, weit vor einer Produktreife. Die versprochenen Features müssen nun in, hmm, drei Monaten nachgeliefert werden, Usability-Tests inklusive. Das riecht mir nach einer Herkulesaufgabe für die beteiligten Unternehmen; AIR an sich ist nett, ich vermisse aber den Funktionsbeweis in Form z. B. von twhirl auf der WePad-Oberfläche – das müßte in 2 Minuten gemacht sein und würde die Zweifel nehmen, daß AIR nur in einer WePad-Version vernünftig funktioniert (Stichwort z. B. dieses komische, Wii-ähnliche, Platzierungsraster auf dem Homescreen).
Android-Anwendungen wurden – wieder einmal – nicht gezeigt; jedenfalls nicht in einem Video und als Begründung wird auf die stern- (AIR-) Anwendung verwiesen, die man noch nicht zeigen dürfe. Technisch denke ich, daß ein »Hello, World« in einem Android-Emulator simpel zu machen sein sollte; die Frage ist aber ja, läuft z. B. Navigons Navigator auf dem »WeDroid«? Sprich: werden die WePad-Hardwarefeatures wie Helligkeits- und Lagesensoren, GPS-Empfänger u. dgl. unterstützt? Ohne dies macht es keinen Sinn; und daß derlei eben noch nicht funktioniert, sehe ich als Grund dafür an, warum das beworbene Feature »Android-Apps laufen auch« eben noch nicht gezeigt wird; das UI-Theme wirkt vorgeschoben … Und ohne Android-Market-Anwendung bzw. -Zugang ist »es laufen auch Android-Anwendungen« ein ziemlich dreister Marketinggag, denn an welche typischen, insbesondere kostenpflichtigen, Apps kommt man ohne Markte-Zugang heran?
Die Idee des WePads ist charmant; nur leider wurde das Oberflächendesign aus meiner Sicht von der Hardware- und Mitbewerbssituation überholt. Apple drängt Adobe-Technologien aus dem Markt durch die schiere Marktmacht von iPhone und iPad; schön, daß das WePad Flash- und AIR-Anwendungen laufen lassen kann — ob dafür im Herbst zur Auslieferung noch im (mobilen) Web überhaupt Bedarf besteht, das darf zumindest außerhalb der Häuser der Flash-/AIR-Protagonisten bezweifelt werden. DAS mobile Alternativsystem zu Apple ist derzeit Android; und grade das, wie schon auf der Pressekonferenz vor ca. 2 Wochen eingestanden, wurde erst spät »adaptiert«. Schnell in der Produktbeschreibung, deutlich langsamer offensichtlich im Code …
Wichtig wäre auch HTML5-mit-h264-Support, um flashlose Videos, die bis zum Herbst reichlich vorhanden sein werden »dank« des iPads, nutzen zu können; auf die Hardware optimierte Flash-Wiedergabe hingegen ist imho ein Muß, wenn ich bedenke, wie auf schon nicht skalierte Flash-Videos in 720p auf meinem DualCore 2,7-GHZ-nVIDIA-Boliden flackern und ruckeln. (Die per VDPAU-Player wiedergegebenen .mopv oder .mp4 von YouTube/Vimeo hingeren spielen butterweich; das Problem ist nicht die Weidergabehardware, es ist der diese nicht unterstützende Flash-Player.)
Schade; ich hatte wirklich gehofft, das WePad könnte dem Fallobst-Pad Paroli bieten; aber dazu kommt es zu spät (was wohl der Hardware geschuldet ist) bzw. ist derzeit zumindest noch viel zu unfertig. Ich würde es dem Unternehmen ja wünschen, daß sie alles in der kurzen Zeit in den Griff bekämen, aber so richtig glauben daran kann ich nach dem, was man bislang sieht, leider nicht :(
Camera Connection Kit, oder: Wie man aus …
… Scheiße Geld macht :) Auf das folgende bei ifranznation verlinkte Video wollte ich eigentlich dort kommentieren, der Einfachheit halber mache ich das aber nun doch hier; Kommentar also nach dem Video:
Ich finde das schon ziemlich erstaunlich; ich kenne Terry White nicht, bin aber fasziniert, mit welchem Enthusiasmus er das CCK, Apples Nachrüst-USB-Port und Nachrüst-SD-Card-Reader, in diesem Video anpreist. Klar ist das toll, daß man dann endlich USB-Geräte bzw., alternativ, nicht gleichzeitig, ‘ne SD-Speicherkarte nutzen kann — die Genialität liegt allerdings eher darin, genau diese Standardfunktionen dem Basisgerät vorzuenthalten und dafür noch einmal extra zu kassieren. Eine Ingenieursleistung hingegen wäre es gewesen, einen (Micro-)SD-Slot (für Speichererweiterung; so wie 640 kByte letztlich für PCs sich als zu wenig erwiesen, sind, nicht erweiterbare, maximal 64 GB für ein mobiles Tablett ein schlechter Witz) sowie einen oder mehrere USB-Ports in Grundgerät zu integrieren. Aber das wäre der Gewinnmaximierung für Apple natürlich weniger zuträglich als diese Dongle-Lösung … die die Klientel auch noch goutiert.
Auch vom technischen Aspekt, von der Ästhetik ganz zu schweigen, wäre es besser gewesen, eine USB-Buchse direkt einzubauen anstatt diese auf einem proprietären Verbinder nach außen zu führen, wie man spätestens bei der Demonstration eines angesteckten USB-Cardreaders im Video sehen kann. Das rausbaumelnde Kabel stört bei der Handhabung des Pads, die klobige Apple-USB-Buchse macht das nicht wirklich besser. Und während eine SD-Karte bei handelsüblichen Geräten nahezu im Gehäuse verschwinden kann, muß diese bei Apple über ein ekliges Dongle genau dort genutzt werden, wo sie die Bedienung im Querformat optimal behindert; ein Schelm, wer auch hier den Versuch sieht, die dauerhafte SD-Nutzung zu verhindern …
Gut, ich habe beruflich mit der Apple-Welt keine Berührungspunkte; schicke Serversysteme haben andere Hersteller (mittlerweile) auch, dort stimmt allerdings zusätzlich das Preis-Leistungsverhältnis. Insofern hätte ein Einstieg in die Apple-Fußfessel-und-Zensur-Umgebung für mich nur Nachteile; aber selbst als Fanboy würde mich das CCK maximal nerven. Einmal, weil ich für das bißchen Plastik und Metall wieder überhöhte Preise zahlen müßte (der SD-Reader wird USB-basiert sein; die 4 USB-Pins werden auf dem proprietären Apple-Connector anliegen — technisch sind es also nur ein passiver Steckerkonverter), viel mehr aber, weil ich diesen blöden Dongle-Kram immer dabei haben müßte, obwohl beides hervorragend im Basisgerät Platz fände und so dessen Nutzungmöglichkeiten wirklich erhöhen würde, statt, wie jetzt, sie zu behindern. Ich bin wirklich gespannt, wie weit Apple den Bogen noch spannen kann …




