NahLahmfunk

*seufz* Und ich war mir sicher, daß N95 als auch der Laptop wären Bluetooth 2.0 EDR-fähig — augenscheinlich war das wohl eine Fehlinformation, rd. 85 KByte/sec im Schnitt ist jetzt nicht wirklich rekordverdächtig :(

DVB-T to the big screen

Schon erstaunlich. Am heutigen Samstag war ich mal wieder in Bielefeld, und aus reiner Neugier landete ich natürlich auch im dort lokalen Unterhaltungselektroniktempel namens Saturm.
Klar, daß die Wände voller Flatscreens hingen (kann man heute eigentlich noch in einen Laden gehen und ‘ne Röhre kaufen?). Wie auch immer, bei näherer Betrachtung wunderte ich mich dann, daß das von Premiere gezeigte Spiel der Arminia so grottenschlecht aussah. Pixelfriedhöfe um die Spieler auf dem Feld, auslaufende Farben noch dazu — wer aufgrund dieses Schauspiels von dort einen Fernseher mitgenommen hat, muß vorher eine Braille-Zeile als Ausgabemedium benutzt haben … Geschätzte Darstellungsqualität: DVB-S mit unter 2 MBit/sec; sollte das wirklich so von Premiere kommen, wäre da alleine ein Grund, fußballabstinent zu werden. Zum Glück bin ich das schon ;) Leider kommt das auf dem N95-Foto nicht rüber, da verwackelt. Aber handygrafieren mit Blitz wollte ich dann auch nicht …
Richtig krass war aber die Reihe dreier 10x-cm-Geräte von Sony. Auf Zweien war das Bild (ARD, Olympia-Reportage offensichtlich) voll ok, selbst wenn man bedenkt, daß hier PAL auf Full-HD aufgezogen wird. Der dritte Bildschirm allerdings, ich glaube das war en 42″-Gerät — da pixelwüstete es, daß es nicht zum anschauen war. Bericht von irgendeinem Lauf – in etwa die Pixelfläche des Läufers jpeg-artefaktete es um den eigentlichen Läufer herum. Wer schon einmal eine frühes Handy-Video auf einem (PAL-) Fernseher gesehen hat (oder DVB-T-Nutzer ist …) weiß, was ich meine.
Die Erklärung brachte dann die Nachfrage bei einem der Angestellten: »Können Sie mir sagen, warum das Bild auf dem einen Sony so Scheiße aussieht? Haben Sie da IPTV angeschlossen?« Nein, IPTV hätten Sie nicht, ja, stimmt, das Bild sei seit Kurzem so schlecht, ja, in der Tat ziemlich grausig. Er müsse da mal gucken bei Gelegenheit … Erst der Hinweis auf eine mehrsekündige Verzögerung dieses Bildes gegen das auf den beiden benachbarten brachte ihn dann drauf: dieses Einmeterundnochwas-Diagonalen-Monster wurde aktuell von DVB-T statt (analogem) Kabel gespiesen!
Jetzt würde mich aber schon mal interessieren, warum ein Geschäft minderwertigen Content – alles jenseits der Hauptprogramme von ARD und ZDF scheidet bei DVB-S eigentlich schon wegen der Bitrate aus, DVB-IP/sonst. IPTV-Kram wie auch DVB-T eigentlich generell – auf hoch- bis höchstwertigen Displays zur Schau stellt. Soll das wirklich als Kaufanreiz dienen, Motto »jetzt sehen Sie mal, wie schlecht das Bild in Wirklichkeit ist; Ihre Röhre zu Hause matscht das bestimmt weg«? Um ehrlich zu sein, selbst, falls des so wäre, zöge ich das dem Augenkrebs verursachenden Kötzchenregen ab 1000 EUR aufwärts vor.

Where do we go from here?

Ich habe jüngst das Wort »Bastard« auf eine Äußerung von Linux Torvalds verlinkt. Das schöne am Blog ist ja, daß man ggf. mit derlei »ungestraft« davon kommen kann (das war im Usenet noch anders ;)) Aber nur für den Fall, daß das doch mal auffällt, eine kurze Erklärung:
Ich nutze nun seit zwölf, vierzehn Jahren Linux, und ich war noch nie so angepißt wie heute. Und ein Großteil des Grolls entspringt der unsäglichen Entscheidung von »Gott Torvalds«, die Entwicklung im 2.6er-Baum weiterzuführen.
Sicher hat dies Vorteile — ganz klar hat dies aber auch Nachteile für alle die, die auf Code angewiesen sind, der sich nicht den rapiden Änderungszyklen unterwerfen kann oder will. Was Kollege Torvalds meines Erachtens verkennt, ist die Tatsache, daß neben der durchaus erklecklichen Anzahl an verschiedenster Hardware innerhalb des Linux-Kernels auch noch nicht zu wenige außerhalb des Kernels gepflegt werden — warum auch immer.
Ich weiß jetzt konkret nicht, wie oft ich mir neue Versionen runterladen — oder Quick-Patches anwenden – mußte, um alle meine (USB-Videocam-) Hardware am laufen zu halten; eine Hand aber reicht nicht mehr, da bin ich mir sicher. Ich kenne aber auch kein Szenario, wo man sich dies sonst gefallen lassen würde.
Stand heute wird man mit einem Torvalds-Statement

I’m not going back to the old model. The new model is so much better that it’s not even worth entertaining as a theory to go back.

 
wohl einfach leben müssen; in ein paar Jahren mag Linux dann hoffentlich erwachsen genug sein, sich auch von seinem Vater zu lösen, wie es jedes Kind tut, wie es jedes heranwachsende Kind tun muß. Vielleicht sieht dann jemand ein, daß man mit munteren, alles andere als non-distruktiven, Änderungen doch vorsichtiger sein sollte, daß man eine gewachsene Nutzerzahl des 2.Xer-Kernels nicht regelmäßig verprellen sollte.
Aber bis dahin diktiert einfach Altvater Torvalds die Musik. Es bleibt zu hoffen, daß er noch einmal bahnbrechende Entscheidungen zu treffen n der Lage sein wird … Bis es aber soweit ist, wird es eine lange Durststrecke geben, mit Schmerzen satt:

root@brick:~/ov511-2.32# make clean
make -C /lib/modules/2.6.24-21-generic/build M=/root/ov511-2.32 clean
make[1]: Entering directory `/usr/src/linux-headers-2.6.24-21-generic'
CLEAN /root/ov511-2.32/.tmp_versions
make[1]: Leaving directory `/usr/src/linux-headers-2.6.24-21-generic'
root@brick:~/ov511-2.32# make
Building OVCam drivers for 2.6 kernel.
make -C /lib/modules/2.6.24-21-generic/build SUBDIRS=/root/ov511-2.32 modules
make[1]: Entering directory `/usr/src/linux-headers-2.6.24-21-generic'
CC [M] /root/ov511-2.32/ov511_core.o
/root/ov511-2.32/ov511_core.c:1701: error: unknown field ‘algo_control’ specified in initializer
/root/ov511-2.32/ov511_core.c:1701: warning: initialization from incompatible pointer type

»… nicht unterm Wert verkaufe«

Ich vertick’ ja nix in der Bucht — und vor einem Kauf handelsüblicher Güter prüfe ich die eBay-Angebote via www.geizhals.at und www.günstiger.de; Schnäppchen heute auf eBay, das ist meiner Ansicht nach selten.
In einem Thread über Netzausfälle bei einem Kabelnetzanbieter fand sich grade folgendes:

Mich stört eigentlich am meisten Ebay da ich viele Auktionen bei Ebay habe und jetzt in ein Internetcafe fahren muss um zu gucken das ich die Sachen nicht unterm Wert verkaufe …

 
Hmm, ist derlei nicht ein Verstoß gegen eBay AGB? Falls ja, wünsche ich ausschließlich dem Verfasser jener Zeilen eine noch laaaaange Zeit ohne eBay-Zugriff — zum Wohle der ehrlicheren Allgemeinheit.

Gemolken

Boah, das darf doch nicht wahr sein. Nochmals über’s Datenroaming gemolken, für das gesamte für Datentransfer ausgegebene Geld kann ich mir ja fast einen (maroden) Mobilfunker irgendwo kaufen!
Also, Datenreisender, beherzige die goldenen Regeln:

  1. Schon im Heimatland alles und jeden automatischen Datenverkehr, Verbindungsaufbau, … deaktivieren.
  2. Bluetooth am besten abschalten — notfalls das (Daten-) Telefon komplett stromlos machen
  3. Ggf. schon in Deutschland eine günstige Datenroamingkarte wie z. B. dieUnited Mobile Data einlegen; dann sind Sessions in D ggf. etwas teurer, mit rd. einem Euro pro MB ist es aber unschlagbar günstig, verglichen mit den Roamingtarifen!

*sigh*

GSM reloaded

Ei, ei, ei. Das wird unser Bundesschäuble aber gar nicht gerne sehen. Anrufe mit meiner GSM-Nummer vom Reichsgebiet aus, die außerhalb des dank Stasi 2.0 lückenlos überwachten Reichsgebietes originieren und ggf. auch terminieren, das ist jetzt richtig böse. Und wie nicht anders zu erwarten, kommt dieser terroristische Anschlag auf den deutschen Schnüffelstaat natürlich aus dem Nahen Osten.
Genauer gesagt aus … Israel.
Coole Sache, zumindest lt. Tutorial und FAQ. Demnach steckt man seine SIM in einen USB-Stick, verbindet dieses mit seinem Rechner und startet die heruntergeladene Windows-Software (wobei es lt. FAQ auch unter Linux funktionieren soll). Ich mutmaße jetzt mal, daß diese Software nun die SIM ausliest und sich mit deren Daten – ähnlich wie es Kfz-Festeinbauten auch schon mittels des entsprechenden Bluetooth-Profiles bei einigen (Nokia-) Telefonen können – bei einem GSM-Anbieter in, vermutlich, Israel anmeldet. Für das weltweite GSM-Netz wäre die SIM nun roamend unterwegs; unklar bleibt mir aber, wieso ein Anruf auf meine GSM-Nummer dann keinen Roamingaufschlag kosten soll, den müßte doch das ausländische Netz, sprich Skuku bezahlen.
Nunja, ausprobieren kann ich es leider nicht, da Skuku leider von ungültigen Accounts aus versucht, ihre Mails zu verschicken:

Aug 18 23:53:45 famine smf-sav[4691]: sender check failed: <www-data@skuku.com>, 82.80.234.228, mail.skuku.com, [00:00:04]

Aber die Idee ist so überraschend simpel, daß man sich fragt, wieso da vorher niemand drauf gekommen ist. (Und, um Hr. Schäuble zu beruhigen: eingehende Anrufe gehen ja weiterhin durch das vorratsdatenspeichernde deutsche Netz, ‘n Teil der Kommunikationsdaten bekommen Sie also schon noch mit. Sofern, natürlich, ich als Terrorist so blöd wäre, und mich auf einem in Deutschland überwachbaren Wege kontaktieren liesse …)

Forschung in die Leere

Vor rd. zwei Wochen machte mich ein Kollege auf ein Interview mit Jörg Schilling zum Thema »Schillix« aufmerksam.
In diesem Interview erläutert der Softwareautor – der sich bzgl. seiner (Ex-) GPL-Software »cdrtools«, bekanntestes Tool dort ist wohl »cdrecord«, mit SuSE, Debian, RedHat, ja nahezu allen aus seiner Sicht »kommerziiellen« und »unfähigen« Linux-Distributionen, deren Communities sowie deren treibenden Kräften anlegte –. daß er, bezahlt von GMD-Fokus, Vollzeit an seiner OpenSolaris-Distribution »Schillix« arbeiten kann und bittet, am Ende des Interviews, daß fähige Entwickler sich doch bei ihm melden mögen, um an »Schillix« weiterzuarbeiten.
Zum Einen sollten sich derlei Aspiranten ggf. vorab über Schiling informieren, sein Ruf eilt ihm jedenfalls voraus:

Nun meldete sich auch Schilling wieder zu Wort und unterbreitete dem Debian-Team einen Neun-Punkte-Plan, wie sie das Problem lösen können. Neben persönlichen Beleidigungen und spöttischen Bemerkungen schien der im Umgang mit anderen Entwicklern als schwierig geltende Schilling allerdings nur wenig Interesse an der Lösung des Problems zu haben.

 
Zum Anderen kann ich nur hoffen – das RadioTux-Interview ist vom März 2007 –, daß GMD-Fokus mittlerweile wie geplant den Förderungsstecker gezogen hat und Sun bei der kolportierten Haltung »es gibt mehr als ein OpenSolaris-Distributions-Projekt, förderten wir eines müßten wir alle fördern und das können/wollen wir nicht« geblieben ist; Schillings Blog wird seit 2005 nicht mehr gepflegt, richtig große Fortschritte vermeldet auch Wikipedia nicht.
Wer – aus welchen Gründen auch immer – einen (Open)Solaris-Kern haben möchte, aber nicht Suns (Open)Solaris-Package nehmen, dem sei ein Blick auf Nexenta OS angeraten. Installable Images, Gnome Desktop mit einem (überwiegend) GNU-Userland auf einem Solaris-Kernel. Ich verstehe zwar nicht, wer sowas brauchen könnte – gibt es doch Suns Orginal –, aber, anders als SilliX Schillix, ohne bekanntermaßen problematischen Projectleader und mit zeitgemäßer X-Integration … Dafür mit funktionierendem, offenen Packagesystem — Schillx setzt auf das nicht offene pkg-get und blastwave.org.

Allzeit redebereit

Nur, damit es nicht in Vergessenheit gerät, wie auf Staatskosten gereist wird:

Demnach habe die Ministerin in Stuttgart bis 14 Uhr an einer Podiumsdiskussion teilgenommen. Um 16 Uhr habe sie Gespräche in Zürich geführt, unter anderem ein lang angefragtes Redaktionsgespräch bei der Neuen Zürcher Zeitung. Um 18 Uhr habe die Vortragsveranstaltung der Deutsch-Schweizer Handelskammer begonnen, zu der die Ministerin als Rednerin eingeladen gewesen sei. Der Bild am Sonntag zufolge kostete der 146 Kilometer lange Flug die Staatskasse mindestens 26.500 Euro.

 
Wenn ich daran denke, daß – nicht nur – mir, grade erst vom Finanzamt beschieden wurde, daß seit 01.01.2007 der Weg zur Arbeitsstätte nun auch mein Privatvergnügen ist, dann darf ich schon mal fragen, warum Frau Schavan ein Zeitungsinterview nicht per Telekommunikation führen und nicht auf eigene bzw. die Kosten der einladenden Deutsch-Schweizer Handelskammer in die Schweiz reisen konnte?
Ich predige es nicht erst seit heute: wenn »die da oben« vollumfänglich so behandelt würden wie das Gros derer, die sie regieren dürfen, dürfte würde einiges deutlich anders aussehen.

Zwischen Genie und Wahnsinn …

Wie muß man eigentlich gestrickt sein, um etwas wie den Grimselpaß per Rollerskates runterzujagen?

Größere Kartenansicht
Noch dazu offensichtlich ohne Absperrung für den zivilien Verkehr – oder sollten die entgegenkommenden als auch die überholten Autos und Motorräder eingeweiht gewesen sein, daß ihnen da eine menschliche Rakete mit g-Antrieb entgegen- bzw. hinterhergeschossen kommt?
Nennt mich Spießer, aber ich war erst letztes Jahr wieder oben am Rhonegletscher — ich, meine Familie und unser Gespann. Und ich kann mir sowohl vorstellen, daß es einen Verkehrsteilnehmer zu Fehlverhalten verleiten könnte, schösse da so ein menschliches Geschoß vorbei, von einer Kollision und deren Folgen – grade für die Nichtselbstmörder im PKW – ganz zu schweigen.
Auch wenig erbaulich dürfte es sein, verpaßte der Skater die Kurve und passierte die Begrenzungssteine – ja, teilweise sind da nur Steinblöcke, keine Leitplanke, siehe Video –, um dann etliche Meter weiter unten vertikalen Kontakt mit Fahrzeugen oder auch nur der Straße herzustellen.
Ja, es sieht geil aus. Ungefähr so geil wie ein Geisterfahrer auf einem Motorrad auf der A1 …