GSM reloaded

Ei, ei, ei. Das wird unser Bundesschäuble aber gar nicht gerne sehen. Anrufe mit meiner GSM-Nummer vom Reichsgebiet aus, die außerhalb des dank Stasi 2.0 lückenlos überwachten Reichsgebietes originieren und ggf. auch terminieren, das ist jetzt richtig böse. Und wie nicht anders zu erwarten, kommt dieser terroristische Anschlag auf den deutschen Schnüffelstaat natürlich aus dem Nahen Osten.
Genauer gesagt aus … Israel.
Coole Sache, zumindest lt. Tutorial und FAQ. Demnach steckt man seine SIM in einen USB-Stick, verbindet dieses mit seinem Rechner und startet die heruntergeladene Windows-Software (wobei es lt. FAQ auch unter Linux funktionieren soll). Ich mutmaße jetzt mal, daß diese Software nun die SIM ausliest und sich mit deren Daten – ähnlich wie es Kfz-Festeinbauten auch schon mittels des entsprechenden Bluetooth-Profiles bei einigen (Nokia-) Telefonen können – bei einem GSM-Anbieter in, vermutlich, Israel anmeldet. Für das weltweite GSM-Netz wäre die SIM nun roamend unterwegs; unklar bleibt mir aber, wieso ein Anruf auf meine GSM-Nummer dann keinen Roamingaufschlag kosten soll, den müßte doch das ausländische Netz, sprich Skuku bezahlen.
Nunja, ausprobieren kann ich es leider nicht, da Skuku leider von ungültigen Accounts aus versucht, ihre Mails zu verschicken:

Aug 18 23:53:45 famine smf-sav[4691]: sender check failed: <www-data@skuku.com>, 82.80.234.228, mail.skuku.com, [00:00:04]

Aber die Idee ist so überraschend simpel, daß man sich fragt, wieso da vorher niemand drauf gekommen ist. (Und, um Hr. Schäuble zu beruhigen: eingehende Anrufe gehen ja weiterhin durch das vorratsdatenspeichernde deutsche Netz, ‘n Teil der Kommunikationsdaten bekommen Sie also schon noch mit. Sofern, natürlich, ich als Terrorist so blöd wäre, und mich auf einem in Deutschland überwachbaren Wege kontaktieren liesse …)