»Katharina Borchert: Hating power point.«
I second that. What do to against it?
Big Business, Big Cinema?
Da haben sich ja mal zwei Große gefunden; im Beitrag Google cancels anti-eBay bash wird berichtet, daß eBay sich weigert, Google Checkout – Googles Variante von PayPal – als Zahlungsservice für eBay-Geschäfte zuzulassen; so überraschend ist das vielleicht nicht, gehört PayPal seit dem Kauf vor mehreren Jahren doch direkt zu eBay.
Es war dann wohl geplant, seitens Google eine »Google Checkout Freedom Party« dort in Boston abzuhalten, wo auch schon die Bostoner Teeparty seinerzeit stattfand – durchaus eine nette Idee, und daß parallel grade die »eBay Live! Conference« stattfindet, in Boston, würde für ein marginales Aufmerksamkeitsplus sicherlich reichen.
Dummerweise hat eBay dem Bericht zufolge alle eBay-Anzeigen aus Googles AdWords-Cashcow entfernt – nur ein routinemäßiger Test, wie eBay versichert –; und den Google-Checkout-Aktivisten fiel ein, daß sie vielleicht die eBay-Live!-Besucher gar nicht verschrecken wollten und daher sagen sie die Aktion flink ab.
Wie gesagt, full story drüben.
Wann fällt endlich das doofe Handyverbot in Flugzeugen?
Hit by a thunderstorm while approaching Dusseldorf airport. Lots of lightning, shaking and puking passengers. 3rd attempt finally worked.
about 6 hours ago from txt
Wahrscheinlich wäre es keine Hilfe gewesen, wenn der Pilot den Passagieren im Hinblick auf die damalige Situation auf der ISS (Moment, 21 – 6, also gezwitschert gegen 15 Uhr; ja paßt, gegen 13 Uhr lief der Live-Bericht zum ISS-Problem auf N24 in der Sushibar in der Wandelhalle; Updates hat heise online) ein aufmunterndes »es könnte schlimmer kommen, immerhin funktionieren unsere Computer noch« dargeboten hätte?
Nein, wahrscheinlich nicht …
Es ist wirklich schade, daß derzeit die Kommunikationsmöglichkeiten über den Wolken so willkürlich und willenlos eingeschränkt sind. Welch einen Gewinn, auch für das deutsche Kulturerbe, wäre ein freier Zugang zum Internet auch in der Stratosphäre, damit, live und geruchsneutral, selbst der aktuelle Kotzbeutelverbrauch nicht unerwähnt bleibt. Man stelle sich nur einmal vor, die Landung wäre beim dritten Versuch nicht geglückt — wer hätte je erfahren, wie es nach
Berlin airport. The flight is at least 30 minutes late. There goes my schedule …
weiterging?
Content2.1
Boah.
Auf fimpern.de zeigt uns corona wieder einmal die Zukunft des Web2.0.
Nachdem er schon seine Gezwitschere als RSS-Feed in sein Blog integrierte, gibt es nun auch endlich die Tageszusammenfassung nochmal als eigenen Artikel — ganz del.ete.thisicio.us-like.
Was noch fehlt sind Kommentare zu eigenen Gezwitschere, denn manche Einzeiler ist dann so aus dem Kontext gerissen nicht mehr ganz verständlich. Aber ich bin sicher, daß kommt dann mit dem nächsten fimpern-Facelift ;)
Krisenherd Heiligendamm: Tornados über Camp
So langsam kommt alles raus, immerhin — ich hoffe nur, daß die, die jetzt »verfassungswidrig, das war verfassungswidrig!« skandieren, auch den Weg nach Karlsruhe beschreiten (lassen), um genau dies, nachträglich, auch so feststellen zu lassen.
Guantanamo ist schließlich auch vollkommen legal – aus Sicht der US-Administration und der »Allianz der Willigen« zumindest –; Rostock hat gute Chancen, als dessen deutscher Abklatsch der Präzedenzfall zu werden.
Aber der Reihe nach: »Hein Blöd« hat in den Kommentaren zum Spähpanzereinsatz noch einige Rechercheergebnisse abgelegt, u. a. schreibt er:
Die in dem Video gefilmten Soldaten gehören also der Aufklärungskompanie 210 an (Panzerbrigade 21 “Lipperland” der ersten Panzerdivision), die in der General-Feldmarschall Rommel Kaserne in Augustdorf stationiert ist.
Die Aufklärungskompanie 210 gehört zur Kategorie der “Eingreifkräfte” (im Gegensatz zu den “Stabilisierungskräften”) und ist deswegen wahrscheinlich im Zuge des Weltwirtschaftsgipfels in Heiligendamm im Einsatz gewesen.
Hmm, Eingreifen gehört aber nun genau nicht zu den Dingen, die die Soldaten dort offiziell sollten geschweige denn bei nicht-kriegerischen Auseinandersetzungen meinem Verständnis nach dürften? Geschickt wurden sie zur reinen »technischen Amtshilfe« — sind da, so die Recherchen stimmen, »Eingreifkräfte« nicht fehl am Platze?
Auf tagesschau.de wird berichtet (»Stand: 12.06.2007 17:48 Uhr«): »Die Bundeswehr hat während der Proteste gegen das G8-Treffen mit Tornado-Aufklärungsflugzeugen auch ein Camp der Gipfelgegner ausgespäht.«. Es sei das Protestcamp Reddelich vergangenen Dienstag »in der geringsten zugelassenen Flughöhe von 150 Metern überflogen« worden und dabei seien Luftaufnahmen gemacht worden. »Die Flüge hätten im Zuge “technischer Amtshilfe” für Sicherheitsbehörden stattgefunden« – da ist sie wieder, diese Gundgesetz-konforme Erklärung –, natürlich völlig legal und ganz normal. Zu den Reaktionen siehe tagesschau.de.
Was ich bemerkenswert finde: irgendwie ist da ganz schön viel »technische Amtshilfe« — da ist soviel »Amtshilfe«, daß man den Eindruck gewinnen könnte, daß ohne Bundeswehreinsatz im Inneren fast nichts mehr ginge.
Und ist es nicht genau daß, was die amtierende Bundesregierung gerne zulassen würde, nämlich die Bundeswehr auch im Innern einzusetzen? Weil das schon in den 30er und 40er Jahren so ein Erfolgsmodell war? Zufälle gibt’s …
Tendenz fallend
Anläßlich der Veröffentlichung der IVW-Zahlen von StudiVZ – an dieser Stelle auch von mir: Respekt, von Null auf eins bei den PIs und von Null auf 6, direkt hinter AOL, bei den Visits, das ist schon nicht schlecht – habe auch ich mir mal wieder die IVW-Seiten angesehen. Auflällig, insbesondere aus der Ferne, finde ich den seit 1999 fast durchgängigen Abstieg bei der verkauften Auflage in den gelisteten Kategorien (s. Ausriß rechts).
Wochen- und Kundenzeitschriften können ungefähr das Niveau halten, insbesondere Tageszeitungen allerdings haben bis heute keine sichtbare Maßnahme gegen den Auflagenschwund finden können.
Quo vadis, Print? Wohin geht die Reise — ist eine Tageszeitung als Medium noch zeitgemäß?
Den Zahlen nach nicht, zumindest ist die Nachfrage gering. Ob bzw. inwiefern das mit der demographischen Entwicklung zusammenhängt, entzieht sich meiner Kenntnis — die Verlage werden das sicherlich beobachten und auch analysiert haben.
Was aber kommt nach Print? Was machen große (insbesondere Tageszeitungs-) Verlage, wenn Tageszeitungen nicht mehr nachgefragt werden (oder zumindest weniger und weniger und weniger)?
Sind Ansätze wie WestEins die Antwort der Verlage? Holtzbrinck hat sich ja u. a. bei StudiVZ stark involviert (lies: den Laden übernommen) — wie man sieht mit hoher (Werbe-)Reichweite ohne viel redaktionellen Content. WestEins will wohl, meinem Verständnis nach, die Inhalte der WAZ-Gruppe mit UGC, User Generated Content, verknüpfen (richtig?). Ist AAL, das Web-2.0-Motto »Andere Arbeiten Lassen«, also die Rettung?
Wenn man davon ausgeht, daß die Zahl derer, die selbst Content liefern wollen oder können, durchaus begrenzt ist – auch hier ist StudiVZ sicherlich ein Sonderfall durch die primäre Zielgruppe der Studierenden –, dürfte User Generated Content nicht die eierlegende Wollmilchrettungssau einer ganzen Branche sein.
Aber ich mag mich natürlich auch mal wieder irren ;)
Große Taten aus dem Strandkorb
Da stolpere ich doch bei Spiegel Online über ein Bild mit zwei G8lern — und muß spontan dran denken, daß ja auch ich, etwa ein Jahr ist es her und es war an der Nord- statt der Ostsee, Wichtige Dinge aus dem Strankorb erledigte:
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Heiligendamm 2007
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Baltrum 2006
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Leider weiß ich spontan nicht mehr, welche Präsenz ich damals grade retten mußte (oder war es gar ein internes System?), aber man darf wohl drei Dinge festhalten:
- Blau-weiß ist das schönste Strandkorb-Design
- Es ist ungeheuer entspannend, in Strandkörben zu arbeiten — wie sonst soll man dieses geballte Strahlemann- (und natürlich auch -frau-) Verhalten werten?
- Ich war wieder einmal der Zeit voraus
ReLounge
Spät dazugestoßen, als Lyssa ihr Blog in der (neuen) Lounge schon nur noch spärlich updatete, verfolge ich nun interessiert den Twitter-Feed.
Ich stehe Twitter ja durchaus skeptisch, um nicht zu sagen kopfschüttelnd gegenüber — so eine wirkliche Daseinsberechtigung hat es meines Erachtens nicht, aber das hindert ja nicht wirklich.
Warum aber bindet man nicht sein Gezwitschere ins eigene Blog ein? Sicher, alles neue muß ausprobiert werden (stay tuned for blog.painseeker.de ;)), aber diese Abkehr der einst offensichtlich beliebten Blogerin, das irritiert mich doch.
Aber ich verstehe, daß man mit der Zeit gehen muß, ergo werde ich mich mal dran manchen und ein Mail2Blog-Gateway basteln — für Joomla gibt’s sowas ja schon, für SPHPBLOG m. W. nicht. (Wie sieht das Serpent’s Pity aus, corona?)
Was wurde eigentlich aus …
… Inktomi?
Anläßlich des Morgenkaffees, heute mal wieder aus einem Blase1.0-Behältnis getrunken, wunderte ich mich, was eigentlich aus der, so um die Jahrtausendwende herum, ziemlich hippen Suchmaschinenbutze geworden ist.
Zum Glück war Inktomi nicht die einzige Suchmachinentechnik, sodaß man heute z. B. via Google rausfidnen kann, daß …
Inktomi
Inktomi nahm lange eine Sonderstellung unter den Suchmaschinen ein, da Inktomi ein reiner Anbieter von Suchtechnologie war, selbst aber kein Suchportal betrieben hat. Für die Suchmaschine Hotbot des Magazins Wired lieferte Inktomi allerdings seit 1996 die Suchdaten; Hotbot wurde im Dezember 2002 eingestellt – nur wenige Tage bevor Yahoo Inktomi aufkaufte und diese Technologie als als Grundlage für die eigene Suchmaschine nutzte.Quelle: suchmaschinentricks.de
Archive.org hat eine recht umfangreiche Sammlung an alten Inktomi-Homepages, sodaß sich dort dieses verifizieren läßt und auch zeitlich eingrenzen: lt. Pressemittleitung geschah es am 19.03.2004.
Heute landet man bei der Eingabe von www.inktomi.com auf Yahoo!-Seiten, die suggerieren, »Sponsored Search is an effective way to advertise«.
Nach dem Gipfel …
… kommt die Nachlese. Hier z. B. vom Gipfelblog, welches zwei Pressevertreter von Radio Unerhört Marburg¹ interviewte. Sehr interessant fand ich u. a. folgende Passage:
Sie haben drei Tage die Presse bei der Arbeit beobachtet. Haben die Kollegen ihren Job gut gemacht?
Dierkes: Ich fand sehr auffällig, dass sich die Journalisten zum Teil nur aus den Quellen bedienen, die die Leute draußen auch bekommen. Die standen vor den Bildschirmen im Pressezentrum und haben die O-Töne und die Bilder abgegriffen. Außerdem hatten alle akkreditierten Journalisten die ganze Zeit über freien Zugriff auf die Meldungen der Nachrichtenagentur dpa. Ich glaube nicht, dass alle die paar Kilometer nach Heiligendamm gefahren sind, um sich selbst ein Bild vor Ort zu machen. Hier wurde Material übernommen ohne es gegen zu prüfen. Das finde ich schon bedenklich.
Nehmen wir diese sicherlich subjektive Aussage mal so hin, so könnte das zum Teil erklären, wie es zu diesem Informationsfiasko teilweise kommen konnte.
Wie auch immer, ein imho lesenswertes Interview. Wie jede Nachricht zur Großkampfveranstaltung G8 sollte man aber auch diesen Bericht mit Vorsicht geniessen …

