We've come a long way …

Ich finde es schon ziemliche erstaunlich, welche Fortschritte die Miniaturisierung bei der Speichertechnologie gemacht hat.
Vor gar nicht sooo langer Zeit war im professionellen Umfeld die CompactFlash-Card (CF-Card, rechts im Bild) das Medium für professionelle Digitalkameras, liessen sich dort doch früh Volumina weit im GB-Bereich erreichen (anfangs bezahlbar eher über sog. Microdrives, mikroskopische Festplatten, die IBM in etwas dickeren CF-Gehäusen einzubauen schaffte; erst später holte Silizium auf, unterbot preislich die Microdrives und überbot sie gleichzeitig in erreichbarer Kapazität). xD-, MMC/SD-Karten (MicroSD-Adapter: 2. v. r.) waren dann schon kleiner, Sonys Kaugummistreifen MemoryStick hatt eine zeitlang mehr Kapazität bei etwas mehr Volumen …
Und heute? Heute dienen fingernagelgroße Speicherwunder mit 512 MB (2. v. l. im Bild), 1024, 2048 oder gar 4096 MB als Datenablage in Mobiltelefonen – in MMC-/SD-Interfaces nutzbar über entsprechende Adapter. Noch vor 3 Jahren nutze das Nokia 6630 sog. RS-MMC-Karten, das RS steht für reduced size und in der Tat, die bis zu 512 MB seinerzeit fassenden Karten waren nur in etwa halb so lang wie die normalen MMC-/SD-Karten — oder noch immer doppelt so groß wie die TransFlash bzw. MicroSD genannten aktuellen Minispeicherkarten …

*seufz*

Jetzt habe ich ja ein krass-geiles Handy (ja, telefonieren geht auch, klingt sogar erstaunlich gut) und auch eine 瑨灴⼺眯睷瘮摯晡湯⹥敤瀯楲慶⽴慴楲敦昭慬牴瑡ⵥ敶瑲慲ⵧ慨摮⵹瑳摵湥⽴ㄱ㈲㌳栮浴 (Oops, synergy strikes again) »InternetFlat« — zumindest für http-basierte Dienste –, was liegt also näher, als endlich ins MoBlogging einzusteigen?
Die Konditionen der Flatrate bedingen die Fokussierung auf http-basierte Kommunikation; und weil Nokias »Lifeblogging«-Software schon an Bord des N95 ist, wäre es natürlich cool, die se nehmen zu können (zumal man als Vodafone-Kunde davon ausgehen darf, daß diese Software unter die Konditionen der Flat fällt), oder?
Leider kennt meine Blogging-Software genau gar keine APIs, so daß direktes Lifeblogging schon mal ausfällt. Aber es gibt einen Umweg über flickr, und dieser flickr-Service bietet auch an, über eine Hand voll APIs das eigene Blog zu beschicken … Leider – keine Arme, keine Kekse – ohne überhaupt eine API kann flickr auch nix zum Blog schicken … Ich habe also die Wahl, die Blog-SW auszutauschen oder sie entsprechend zu erweitern — vorzugsweise direkt um die Lifeblog-API …
In der Zwischenzeit habe ich einen uralten yahoo-Account reaktiviert, hierüber einen flickr-Account bekommen und erste Tests mit dem N95 gefahren — leider kommt immer »Web-Server berichtete Fehler! [OK]«, nur welchen, das verrät dss N95 natürlich nicht.

Pownced

Hmm. Also … Meine ersten Eindrücke von Pownce sind ernüchternd.

Vorwegschicken möchte ich, daß der Test unter Fedora Core 6 mit Firefox 1.5.0.10, as distributed by Fedora, vorgenommen wurde — FC mochte Firefox’ 2er-Release seinerzeit nicht, das Passwort-im-Klartext-Problem mag auf die FF-Version zurückzuführen sein …

Anyway, dank Pierro, der in seinem Blog anbot, einzuladen, durfte ich mich nun auch bei Pownce anmelden — und darf auch 6 Einladungen vergeben: wer hat noch nicht, wer will noch mal? ;)
Latent lustig finde ich die Geschlechtswahl[/url] bei der Anmeldung — ob das für Jugendliche ab 13 Jahren (Mindestalter für Pownce-Beitritt) wo richtig sinnvoll ist? Nunja, ich habe mein Geschlecht dann einfach mal vor allen verborgen — nicht, daß mich jemand unsittlich zu berühren trachtet ;)
Nun habe ich mir MySpace und Konsorten noch nicht angetan – ich hoste meinen Content ja lieber selbst, da weiß ich wenigstens, wem ich an die Cochones die Unbill zu verdanken habe. Insofern reißt mich – und augenscheinlich auch Blog-Kollege corona aka El Burro nicht – nun keine der offensichtlichen Funktionen – Profil anpassen, öffentlich und privat Nachrichten, Links, Files austauschen, Ausloggen – wirklich vom Hocker. Das Design ist ansprechender, aus meiner Sicht, als das doch arg psychadelische von Twitter, aber anders als Twitter ist Pownce augenscheinlich eine gewollt geschlossene Kiste. Email-Benachrichtigung ja, Anbindung an SMS (oder gar MMS!) nein.
Hinzu kommt, zumindest bei meinem Testsetup (s. o.), daß im Browser gespeicherte Credentials auf der Einstiegsseite von Pownce vom Firefox im Klartext eingefügt werden und somit das Password sichtbar wird.
Sicherlich kein Beinbuch, im Internet-Café wird man das sicherlich nicht speichern und wenn man das Passwort selbst eintippt, landen da brav die bekannten Sternchen statt der eigentlichen Zeichen – aber vielleicht möchte ich ja auch zu Hause nicht, daß jeder mein Passwort sehen kann?
As time permits werde ich mir Pownce weiter ansehen; aber als »Freiluftblogger« bringt es mir derzeit glaube ich nichts — anders als bei Twitter scheint es mir keinen wirklichen Mehrwert dem Web2.0 hinzuzufügen? YMMV, die Diskussion sei eröffnet; und Twitter stand ich ja erst auch arg skeptisch gegenüber ;) In Anlenung an Frank Helmschrotts Aktion »Pownce-Einladung gegen Meinung« würde ich mich über die Zeit auch über Links zu Pownce-, Twitter- etc. -Beiträgen im eigenen Blog freuen — grade beim Thema Dateiaustausch ist mir irgendwie gar nicht klar, wieso dies jene Dienste so interessant macht, mag aber an meiner Do-it-yourself-Neigung (und den Mitteln dazu) liegen …

Displazed

Er hat es ja nur gut gemeint, der nette Kollege, aber leider sind Plazes und ich offensichtlich inkompatibel.
Groß ist auch, daß der Link auf die »Terms« kein Popup oder ein neues Fenster öffnet — guckt man sich diese also nach Eingabe von Logindaten an, sind jene Eingaben futsch. Dreck2.0 …
[Update, 2007-07-28 20:10] Ein später gestarteter neuer Versuch klappte dann. Nun kann also auch ich Plazen … Erster Eindruck: Twitter mit Ortsangabe (und drauf aufbauenden Funktionen wie der Abfrage nach anderen Verrückten Plazern in der Gegend – dafür ohne die Benachrichtigungsoption z. B. auf’s Handy. Plazes ist poll, Twitter push in der Hinsicht — dafür hat Plazes ‘ne deutsche SMS-Zielnummer … [/Update]

T-Shirt || !T-Shirt

Aus dem Urlaub zurück, wunderte ich mich schon, daß noch immer kein T-Shirt angekommen war — es lagen immerhin vier Wochen Urlaub dazwischen.
Eine Benachrichtigung per Mail, ob meine Bestellung denn nun angekommen ist, habe ich bislang nicht gesehen, aber die Hoffnung stirb ja bekanntlich zuletzt …
Und Hoffnung schürt der jüngste Eintrag im Teno-Blog — demnach sollte am Freitag oder Samstag das lang ersehnte Gratis-T-Schirt eintreffen; ich bin ehrlich gespannt! (Erwähnte ich schon, daß ich derlei Devotionalien durchaus gerne anziehe? *hint, hint*)

BEN & iTAN

Supa, neue TAN-Liste bekommen, sie enhält nun keine TANs sondern iTANs — und über jede davon wacht eine BEN

¹

.
Scheint mir jetzt für den mobilen Einsatz weniger praktisch, da ich nun die ganze Liste mitschleppen müßte und nicht nur eine Handvoll kodiert aufgeschriebener Nummern …
What’s next. n-te Wurzel aus der TAN ziehen oder den cos(TAN/π)?
_____

¹ Bestätigungsnummer

Spamhaus' unheiliger Kreuzzug

Erinnert sich noch jemand an ORBS, das Open Relay Blocking System, aus dem nach dem ersten erzwungenen Shutdown unter gleicher Domain das Open Relay Behaviour-modification System wurde? Derzeit komme ich mir vor wie in einer Zeitschleife …
ORBS war seinerzeit einer der populärsten, weit verbreitsten DNSRBL-Dienste des ausklingenden Jahrtausends. Neben von Nutzern gemeldeten Open Relays und Spammschleudern setzte ORBS’ Betreiber zusätzlich auf aktive Probes: ORBS versuchte über Mailserver Mail zu relayen; gelang dies, landete der fragliche Server auf der Blacklist — die auch von vielen größeren bis großen ISPs verwendet wurde und mithin bedeutete ein solcher Eintrag schon ein Problem für den absendenden Mailserver: er wurde von vielen Zielmailservern einfach geblockt, die Mails wurden verzögert oder versackten ggf. ganz.
Alleine dieses aktive Scanning war schon Anlaß für Usenet-Threads – ja, das Medium, wo die Mitteilsamen vor der Erfindung von Blogs sich tummelten –; wobei ich schlimmer fand, daß ORBS Systeme, die sich gegen ORBS’ Testmails wehrten, stumpf mit auf die Liste setzte. Auch mit großen ISPs wurde kurzer Prozeß gemacht.

“Alan Brown created some nice technology – nobody faults him on that point,” says Tom Geller, founder of Suespammers.org, a nonprofit group that lobbies for strict spam legislation. “But he used it in an irresponsible way, invading others’ private networks and using others’ resources against their stated wishes.” He became a living contradiction – a man who, says Geller, “used others’ network resources to prove that it’s wrong to use others’ network resources.”
[…]
“Alan’s problem is that he was so convinced that testing was necessary that he felt that anyone who didn’t want him testing their systems, as often as he wanted to, was somehow just as bad as an actual open relay,” says Peter Seebach, a systems administrator who subscribes to several spam-fighting mailing lists. “This is where I drew the line; without any spam coming through a system, and with the admin’s request that he not test it, he had no business hitting systems over and over again. I don’t see a meaningful distinction between what he did and what script kiddies do with root scripts” that attempt to break into a system.
[…]
“The list wasn’t what it was purported to be,” says Oliver, of San Diego. “If you employ a list called the Open Relay Behavior Modification System to protect your server from spam, you expect that list to block open relays and nothing else. But that isn’t what you got with ORBS. You got open relays blocked as well as anyone who had attracted the personal enmity of Mr. Brown.”

Quelle: Salon.com

 
Einfach mal durchlesen und sacken lassen. Dann fast-forward in die Jetzt-Zeit: Patschehändschen in die Höhe, wer kennt Spammhaus.org und wer nutzt deren RBL(s) in seinem MX?
Spamhaus.org, tendentiell ein positiver Service für das heutige Internet, beginnt derzeit, sich ebenso zu verrennen wir seinerzeit der ORBS-Initiator. In Unkenntnis der diffizielen Rechtsprobleme – oder in Ignoranz deren, siehe e360-Urteil – verlangte Spamhaus von nic.at, der Registry für .at, die Löschung von Domains, bei denen nach Ansicht von Spamhaus.org Subdomains illegal benutzt wurden.
Gut, kannjamalpassieren, wenn man neu im Net… Oh, Spamhaus.org ist ja schon ein paar Monde länger dabei, auch selbst nur knapp dem potentiellen Entzug der Domain entgangen. Da schau her.
Sorry, Folks, aber das alles war keine Ruhmestat. Es war auch nicht annähernd intelligent — selbst »dämlich und hirnrissig« reicht nicht aus, um die Dummheit der Aktion zu beschreiben.
Ich war zuständiger Mailadmin, als sich ORBS die Karten legte durch den immer illegitimen Versuch, die Macht des eigenen Dienstes zur Durchsetzung der eigenen Position zu mißbrauchen: been there, saw that, no T-shirt (alas, that was way before Spreadshirt & Co.).

Prinzipiell ist dies ein ideologischer Streit und damit vor allem für eines gut: IRC-Diskussion mit anderen Kollegen, an einem Konferenzort in Nordeuropa mit Sauna, Kaminfeuer, gutem Whiskey – und Internet ;)
Um das nicht falsch zu verstehen: bis zum Auftreten von Netzscans und den dadurch hervorgerufenen Aktionen und deren Folgen (faktisch falsche Eintragung von gesicherten Relays als “insecure relay”, darunter zentrale Relays von mehreren größeren ISP), hielt ich ORBS für eine zwar tendentiell faschistoide, aber unterstützenswerte Sache.
Mittlerweile sind auf meinen eigenen Rechnern die mühsam gestrickten RBL-Abfragen zumindest für ORBS’ RBL auskommentiert …

Quelle: DejaNews-Archiv (now Google News)

 
Ich denke, daß Spamhaus.org sich dringend aus dem eigenen Elfenbeinturm zurückziehen und mal wieder ein paar Schritte auf Mutter Erde wandeln sollte. Mit »blocken wir doch mal nic.at ein bißchen, dann werden die schon weich« jedenfalls dürfte sich Spamhaus keine Freunde machen. Insbesondere sollten sich keine Unterstützer für diese erpresserische Grundhaltung finden …

Freie Meinungsäußerung schon, aber …

… keine Pressefreiheit. Jedenfalls nicht für Blogger.
Sie könnte einem fast leid tun, die Frau Borchert … Aber was Holthoff-Pförtner auf dem 19. medienforum.nrw da vom Stapel gelassen hat, konnte unwidersprochen nicht bleiben von den Angesprochenen.
Nun gibt’s keinen Widerruf, aber auch kein Dementi — was immerhin die Authentizität der initialen Berichterstattung in einem Blog stärkt. Eine Klarstellung in Form einer Pressemitteilung der WAZ-Medien-Gruppe gab man ab:

Holthoff-Pförtner betont Recht auf Meinungsfreiheit
ESSEN. 20.06.2007. Den Vorwurf, Bloggern das Recht auf freie Meinungsäußerung abgesprochen zu haben, weist Stephan Holthoff-Pförtner, Bevollmächtigter der Funke-Familien-Gesellschaft, entschieden zurück: „Es geht mir nicht um die Meinungs-, sondern um die Pressefreiheit“, stellt er klar. Holthoff-Pförtners Äußerung auf dem medienforum NRW, Blogger und Leserreporter fielen nicht unter Artikel 5 des Grundgesetzes, hatte gestern für Aufregung in der Bloggosphäre gesorgt.

 
Also, gesagt hat er’s dann ja offensichtlich, wird ja auch noch mal wiederholt. Nur meint er wohl gar nicht den Artikel 5, sondern nur einen Satz dieses Artikels. Beim WAZ-Projekt WestEins hat man sich das offizielle Wording der WAZ-Medien-Gruppe zu Eigen gemacht und versucht, die bestätigte Aussage ungesagt zu schreiben:

Herr Holthoff-Pförtner soll auf einem Podium im Rahmen des Medienforums NRW Bloggern ihre Grundrechte aus Artikel 5 abgesprochen haben. Das konnte ich mir nun beim besten Willen nicht vorstellen, schließlich ist er Jurist und Artikel 5 ist Stoff des ersten Semesters […].
Ein kurzer Anruf bestätigte meine Vermutung. Er hatte bei seiner Aussage überhaupt nicht die Meinungsfreiheit im Blick, […]

Quelle: WestEins

 
Nun, was er »im Blick« hatte, was er dachte, was er meinte — wer weiß das schon außer ihm?
Was er gesagt hat, ist in der Pressemittelung wiederholt worden: »Holthoff-Pförtners Äußerung auf dem medienforum NRW, Blogger und Leserreporter fielen nicht unter Artikel 5 des Grundgesetzes […]«.
Zurück genommen wurde diese Aussage nicht, nur die Bedeutung der Worte möge die Zielgruppe doch bitte wie folgt verstehen … Die Pressemitteilung führt noch weiter aus:

„Artikel 5, […] Satz 2 regelt den Presseschutz. Gerade dieser Schutz steht den Bloggern meiner Meinung nach nicht zu, weil sie keine Organe der Presse sind“, betont Holthoff-Pförtner. […] Der wichtige Satz 2 sei daher ein Privileg, das ausschließlich für die Medien gelte. „Wenn jemand abends mal auf dem Fußballplatz den Schiedsrichter spielt, ist er ja noch kein Teil der Judikative.“ […]

 
Der eine oder andere leidenschaftliche Schiedsrichter mag sich nun ob der abfälligen Bemerkung »Schiedsrichter spielt« angegriffen fühlen, aber auf die Goldwaage zu legen sind Holthoff-Pförtners Worte wohl besser nicht, siehe Ausgangssatz; ich denke, auch hier hat er etwas anderes ausdrücken wollen als daß die Funktion des Schiedsrichters bei sportlichen Wettkämpfen nur ein Spiel sei.
Immerhin wird am Ende der Pressemitteilung klargestellt, daß für Holthoff-Pförtner das Recht auf Meinungsfreiheit uneingeschränkt gelte und er sich für dessen Schutz auch »immer einsetzen« würde. Fragt sich nur, warum er dann nicht einfach den fatalen Satz zurücknimmt. Ich denke jedenfalls, daß man differenziertere Aussagen von einem gelernten und praktizierenden Juristen erwarten dürfte — und eine klarere Distanzierung von der getätigten Aussage als das, was da in der Pressemitteilung steht.
Aber wie Katharina Borchert ausführt …

Was die juristische Einordnung von Bloggern in Bezug auf den Pressebegriff betrifft, darüber kann man sicherlich ausgiebig streiten. [Die allermeisten Blogger] […] wollen weiterhin unbehelligt von allen Metadiskussionen ihren Alltag verbloggen und gelegentlich das obligatorische Katzenfoto posten. Trotzdem wird sich die Rechtsprechung früher oder später dieses Themas annehmen müssen. Etwa wenn es darum geht, ob das Zeugnisverweigerungsrecht hinsichtlich ihrer Quellen auch für Blogger gilt. Das wird kommen, ganz bestimmt.

Quelle: WestEins

 
… ist die Trennung Journalie/Nicht-Journalie vielleicht nicht ganz so einfach, wie Holthoff-Pförtner das gerne hätte. Ich kann derzeit jedenfalls nicht nachvollziehen, warum ein Bevollmächtigter der Funke-Familien- Gesellschaft, welcher die Hälfte der WAZ Mediengruppe gehört, sich dermaßen stört an Meinungsfreiheit Pressefreiheit für Blogger. Sollte es wirklich die blanke Angst sein vor einer möglichen Alternative zur etablierten Verlagswelt?

One login to bind them all

So langsam gewinnt »Single Sign On« (damit wollte vor rd. 5 Jahren u. a. Sun groß rauskommen, oder?) dank Googles Expansionsstrategie für mich eine neue Bedeutung …
Ja, ich habe einen Google-Account; eigentlich Google-Mail (leider schon mit der googlemail.com-Adresse *seufz*), aber praktischerweise auch für Google Analytics nutzbar (im Einsatz seit Ende 2006) oder für den Google Reader (seit ein paar Wochen im Einsatz). Eigentlich ganz nett, zumal Google bislang den Eindruck erweckte, die Dienste sauber zu trennen – trotz offenem Google Reader komme ich ohne Login nicht an meine Google Analytics ran und auch bei Surfern wähnte ich mich nur pseudo-anonym geloggt …
Aber seit ich eben einen Kommentar zu hirnlöffel seinem Blog auf blogspot.com, offenbar eine blogger.com-Domain, absetzte, bin ich verunsichert.
Die Kommentarfunktion von blogspot.com erkannte mich als »Kai (Ihr Blogger-Anzeigename)« — aber ich habe doch gar keinen Blogger-Account‽ Nun gut, des Rätsels Lösung: blogger/blogspot gehören zu Google. Offensichtlich – und das finde ich grade nicht so fein – wertet blogspot/blogger einen Google-Cookie aus und erkennt so, daß ich ein vergoogleter Surfer bin und zieht schon mal den Vornamen aus der DB … Nach dem Einloggen mit googlemail-Credentials allerdings zeigt Blogger mir eine @gmail.com-Adresse — die sogar funktioniert.
Ob das der Grund ist, warum ich beim Einloggen bei blogspot.com mit meinem @googlemail.com-Account nach ein paar Sekunden wieder die Anmeldeseite bekomme?