Analytics

Auf den besonderen Wunsch eines Einzelnen habe ich mal wieder die Glaskugel angeworfen Google Analytics aufgemacht und mal das letzte Jahr – dieses Blog »feiert« ja dann auch demnächst sein Einjähriges – Revue passieren lassen.
Aufsehenerregendes ist nicht passiert; der StudiVZ-Hype vor etwas über einem Jahr brachte all-time-highs bei den Zugriffen — mittlerweile ist E. D. abgetaucht, StudiVZ hat sich in den IWV-Statistiken ganz weit oben etabliert und macht seltener und seltener durch Skandale von sich reden. Ich finde das gut, und es gibt ja auch so viel mehr, was man »bebloggen« kann …
Mit 50% der Zugriffe durch Suchmaschinen stellt sich latent schon die Sinnfrage, aber immerhin sind lt. Google – und wenn das einer weiß, dann bestimmt Google ;) – 35% der Zugriffe durch externe Verweise initiiert, das läßt ja noch hoffen.
Einzig, was die zwei »Sonstige«-Zugriffe waren, das würde mich ja noch interessieren. Wurde blogdoch.net bundestrojanisiert?

Senkrechtstart in die Blogcharts

Hmm. Da hat Blogccout aber mal richtig abgesahnt, von Null auf Platz 61 in den Deutschen Blogcharts 35/2007 (29.08.2007) …
Wir erinnern uns:

Blogscout.de wird geschlossen
Seit heute sind Neuanmeldungen nicht mehr möglich, ab sofort wird nicht mehr gezählt und der Login funktioniert nicht mehr. Am 30. September werden die Server von Blogscout.de dann ganz geschlossen. Bis dahin sollte jeder den MailMe-Button, sowie den Blogscout Counter-Code von seinen Seiten entfernen.
In einer E-Mail werde ich alle Benutzer von Blogscout auf diesen Umstand hinweisen.
Warum dieser Schritt? Ich wollte mit Blogscout einen Wegweiser für die Blogosphäre schaffen. Diesem Anspruch kann ich aber nicht ansatzweise gerecht werden. Die breite Masse – oder auch “Longtail” – ist entweder gar nicht bei Blogscout vertreten, oder ist unterrepräsentiert. […]

 
Dazu gab’s dann »303 Responses to “Blogscout.de wird geschlossen”« und mit 361 Backlinks reichte es dann für den Neueinstieg in die Blogcharts, Platz 61. Respekt — und für mich wieder einmal die Bestätigung des geflügelten Wortes »traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast« ;)

Formel 1 Farce

Wie war das jetzt? 100 Millionen Dollar Strafe für McLaren-Mercedes und keine Konstrukteurs-WM-Punkte mindestens in 2007. Aber die Fahrer (aktuelle Nr. 1 ist Hamilton, Nr. 2 Alonso) bleiben von Konsequenzen verschont — klar, die Informationen haben nur dem Team, wenn überhaupt gedient, die Fahrer sind davon ja völlig losgel… Äh.
Stimmt, da paßt wieder mal was nicht.
Mit Sport hat die Formel 1, wie ich finde, weniger und weniger zu tun; sie ist zum Geldverteilzirkus verkommen und die Ferraristi, die sich ja auch bestenfalls ungern in den Boxenfunk vom Publikum reinlauschen lassen wollen, sind bei fast allen Unstimmigkeiten irgendwie beteiligt — finde ich schon ziemlich auffällig.

Das Fahrer-Duo werde aufgrund „außergewöhnlicher Umstände“ nicht bestraft, meinte der gelernte Jurist [FIA-Präsident Max Mosley] und erläuterte: „Sie haben mit uns zusammengearbeitet und wertvolle Informationen gegeben. Deshalb dürfen sie ihre Punkte behalten.“

Quelle: FAZ.NET

 
Genau. Schummle und rede darüber — so also wird man im Jahre 2007 Formel-1-Weltmeister?
Für meinen Geschmack zuviel Schmuh á la Radsport und zuviel Taktik ob des Geldes Willen (wer guckt sich noch Formel 1 an, wenn kurz vor Saisonende die Führenden disqualifiziert würden?).
Schumachers Monaco-Kurvenparkverstoß. Alonsos Polesicherung durch verlängerte Boxenhaltezeit. Und, bis auf Hamilton im letzten Rennen gegen Raikönen, fast keine Überholmanöver auf der Piste. Für mich ist die Formel 1 primär noch spannend, wenn die Wolken brechen — aber auch dann fährt man heuer kein Rennen mehr, sondern schaut lieber dem Safetycar beim Wasserverdrängen zu.
Schade. Formel 1 war mal interessant. Jetzt reizt nur noch der von RTL verloste Ford, sich die 2 Stunden wrooom-wrooom anzusehen … (Ok, für die Pipifax-Fragen braucht man nicht einmal dies.)

The West Big Thing

WestEins nimmt langsam Formen an — zumindest gibt es schon Leute, die von sich behaupten zu wissen, wie es aussehen soll:

[…]
porschekiller 10. Jul, 23:58
@André Bauer
Wenn ich das hier so überblicke – hast Du das “Hörensagen” eigentlich mittlerweile überwunden??

Chat Atkins 8. Aug, 12:53
Und was macht ihr beiden so den ganzen Tag? Immerhin schreiben wir inzwischen den achten August …

Erich B. 30. Aug, 15:08
Vielleicht ja auch twitwatwittern… Und wer weiß, wie das gigantische OstNull-Killerportal am Ende (oder Start‽) aussieht.

thomas.lau 31. Aug, 11:35
Ich weiß, wie es aussieht.

Erich B. 31. Aug, 12:42
Höre ich da einen leicht pikierten Unterton heraus… Wann ist es denn jetzt so weit?

 
Der »Überblogger« hat also schon was gesehen, während sich Lyssa sich dem Abenteuer Bahnfahren ganz und gar hingibt (in Amman hat’s ja nicht geklappt — und auch wenn der Eintrag, als derzeit Neuester, mit »Details hier, sobald ich wieder im Netz bin« endet und damit suggeriert, sie wäre aus Damaskus nicht heimgekehrt: es mangelt wohl nur an Netzabdeckung, denn lt. twitter war sie schon wieder in ihrem Appartment).
Intern bei den Ersten Westlern also alles im Lot. Aber corona hat noch immer keine Einladung zum Betasten … Die Spannung steigt also, quasi un‐auf‐hör‐lich.

»Du Schmuckstück!«

Oops, da war ja noch was zu tun. Und zwar: Fotos vom TeNo-T-Shirt an meinem elfengleichen Körper veröffentlichen …
Nun denn, also habe ich heute das T-Shirt getragen und noch eben die Aufzeichnungen nach passablen Bildern durchforstet. Gar nicht so einfach, denn wenn das T-Shirt auch angenehm zu tragen ist und von hoher Qualität zu sein scheint (Respekt, TeNo, die lange Auswahl hat IMHO gelohnt!), man will ja auch selbst nicht zu unvorteilhaft aussehen ;)
Interessant finde ich die Abbildung des TeNo-Shirts unter IR-Beleuchtung, daß das schwarz derart hell ‘rüberkommt, überrascht mich etwas — allerdings habe ich auch lange nicht mehr auf die Wiedergabe meiner Kleidung auf den meinen Parkplatz überwachenden Cams geachtet ;)
Wie auch immer: Mein Dank an TeNo für das durchaus tragbare T-Shirt und die letztlich nette Idee.

Szegediner Gulasch …

… mit Salzkartoffeln gab’s heute zu Mittag.
Sieht es nicht einfach zum verlieben aus? Und das Beste: es schmeckte nicht ganz so, wie es aussah …
Irgendwie freue ich mich schon auf die Kohl-Zeit, undefinierbare grüne Pampe mit Würstel, da steh’ ich voll drauf. Denn das Auge ißt mit …

Skype-Ausfall, was war nun wirklich?

Nun ist Microsoft also doch nicht Schuld am mehrtägigen Ausfall Skypes. Also, jedenfalls nicht so richtig.
Skypes Dienst fußt ja nicht auf zentraler Infrastruktur, der Dienst baut sich ein eigenes Peer-to-Peer-Netz zusammen über die teilnehmenden Rechner — da man ja eigentich immer angerufen werden können will, bedingt die Teilnahme an Skype auch lange Laufzeiten des eigenen Rechners, auf dem der Skype-Client läuft. Mit der Zeit »versteht« dann also die Skype-Software, welcher Rechner gut angebunden ist und erwählt unter jenen mit guter Anbindung einige zu sog. »Supernodes«. Jene sind für die P2P-Funktion von großer Wichtigkeit — und laufen außerhalb der Kontrolle von Skype auf irgendwelchen Rechnern mit Skype-Client weltweit.
Wird eine solche »Supernode« gebootet, muß daß P2P-Netz diesen Ausfall kompensieren und andere »Supernodes« den Traffic übernehmen, ferner sind neue »Supernodes« auszuwählen.
Wahrscheinlich benötigt das Skype-P2P-Netz für ein gegebenes Kommunikationsaufkommen von K eine Anzahl N an »Supernodes«, darauf lassen zumindest die kargen Erläuterungen von Skype schließen. Fallen nun in einem kurzen Zeitintervall zuviele »Supernodes« aus, ohne das rechtzeitig neue gefunden werden, und übersteigt K die noch bereitstehende Kapazität des P2P-Netzes, macht(e?)’s bumm.
Patchdays werden regelmäßig zu Reboots von Windowsrechnern führen, nicht durch Skype kontrollierbar. Wie also will Skype zukünftig einen solchen GAU verhindern? Skype blogt dazu:

4. Has the bug been fixed? Should Skype users worry about future Microsoft Update patches and reboots?
Yes, the bug has been squashed. The parameters of the P2P network have been tuned to be smarter about how similar situations should be handled. Once we found the algorithmic fix to ensure continued operation in the face of high numbers of client reboots, the efforts focused squarely on stabilising the P2P core. The fix means that we’ve tuned Skype’s P2P core so that it can cope with simultaneous P2P network load and core size changes similar to those that occurred on August 16. We’d like to reassure our users across the globe that we’ve done everything we need to do to make sure this doesn’t happen again. We’ve already introduced a number of improvements to our software to ensure our users will not be similarly affected – in the unlikely possibility of this combination of events recurring.

 
Man wird es sehen — der nächste Patchday kommt bestimmt. Oder der nächste große Stromausfall …

SatireVZ?

Beim PennerVZ war ich mir nie ganz sicher, was der wahre Hintergrund war — gestartet in Mitten des Stuten StudiVZ-Hypes mit Gründerführer Dariani als Chefblogger, waren die Einträge im PennerVZ-Blog immer ausreichend zweideutig …
Dankenswerterweise schleicht FickenVZ nicht um den Brei herum, sie sagen gleich, was sie wollen: den schnellen Exit, jetzt eingeleitet per eBay-Auktion (Höchstgebot zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels: 10,00 EUR).
Da kann man dann wohl nur viel Glück wünschen …

Wet, wet, wet


Eine Minute Impressionen aus dem Gütersloher Spätsommer 2007.
Sicherlich kann man das Regengebiet über Ostwestfalen heute nicht mit dem Hurrikan »Dean« vergleichen — hinsichtlich der Regenmenge war es aber schon mal eine recht anschauliche Simulation …
»Klitschenaß statt nur dabei« könnte man als Motto über den heutigen Tag schreiben. Ob’s wieder für ‘nen feuchten Keller gereicht hat?

Skype-User, bitte nicht mehr booten!

Böse Skype-User. Kaum bringt Microsoft wieder Patches, saugen die User diese wie blöd und booten dann. Und dann melden sie sich wieder bei Skype an, Myriaden gleichzeitig — das kann ja auch nichts werden!
Oder war’s gar nicht Microsofts Patchgelumpe, sondern ein nach der Installation (unter Windows) zum Reboot nötigendes Update von Skype selbst? Golem schreibt:

Weltweit seien viele Computer von Skype-Nutzern nach einem Software-Update innerhalb kurzer Zeit neu gestartet worden, so Skype. Diese ungewöhnlich hohe Zahl an neugestarteten System habe sich auf Skypes Netzwerk-Ressourcen ausgewirkt. Eine Flut von Login-Anfragen kombiniert mit dem Fehlen von Peer-to-Peer-Ressourcen habe dann eine Kettenreaktion mit ernsten Folgen ausgelöst.

Quelle: Golem.de

 
Was ich nicht verstehe, wieso ist dies das erste Mal, daß eine kritische Masse an Windows-Kisten gebootet wurde und sich gleichzeitig bei Skype anzumelden versuchte? Kleinweichs Patschtage gibt’s doch schon des Längeren?
Skype selbst gibt sich eher zugeknöpft:

On Thursday, 16th August 2007, the Skype peer-to-peer network became unstable and suffered a critical disruption. The disruption was triggered by a massive restart of our users’ computers across the globe within a very short timeframe as they re-booted after receiving a routine set of patches through Windows Update.
The high number of restarts affected Skype’s network resources. This caused a flood of log-in requests, which, combined with the lack of peer-to-peer network resources, prompted a chain reaction that had a critical impact.
Normally Skype’s peer-to-peer network has an inbuilt ability to self-heal, however, this event revealed a previously unseen software bug within the network resource allocation algorithm which prevented the self-healing function from working quickly. Regrettably, as a result of this disruption, Skype was unavailable to the majority of its users for approximately two days.

Quelle: Skype

 
Was war am aktuellen Windows-Update denn anders als all die Male zuvor? Oder was genau am Skype- (P2P-) -Netz anders?

This disruption was unprecedented in terms of its impact and scope. We would like to point out that very few technologies or communications networks today are guaranteed to operate without interruptions.

Quelle: Skype

 
Nunja, »without interruptions« nicht, fürwahr. Leitungsvermittelnde Netze (POTS, ISDN) haben ihre Kinderkrankheiten aber überwiegend hinter sich (im Falle von POTS sind eher typische Altersgebrechen zu erwarten ;)), standardbasierte VoIP-Dienste auf Basis von H.323 oder SIP sind weitgehend gezähmt, solange mit Erfahrung auf dem Gebiet agiert wird — so zumindest mein Eindruck als Nutzer.
Daher muß die Frage in Richtung Skype erlaubt sein, ob Skype für die augenscheinliche Relevanz, die es mittlerweile im VoIP-Markt einnimmt, wirklich – auch technologisch – richtig aufgestelt ist.
In diesem Zusammenhang mag man auf das CERN verweisen, welches den Einsatz von Skype am CERN untersagt:

The use of Skype P2P telephony software is NOT permitted at CERN.
Article 4.1 of the Skype End User License Agreement allows computers running Skype to be used to route third party traffic. The algorithm which Skype uses to select these so-called “supernodes” appears to take account of bandwidth availability. We have seen in practice that computers running Skype at CERN become supernodes rather quickly. Its use is therefore not permitted within the CERN site.
To our knowledge, other IP telephony products do not cause such problems, e.g. Microsoft Messenger included by default in Windows/XP (but note that you may need to upgrade to the latest version). […]

Quelle: CERN IT

 
Eine längere Abhandlung über die Probleme mit Skype aus dem März 2006 findet sich bei Lunch over IP; demnach ist z. B. CERN nicht die einzige Organisation, die den Einsatz von Skype ausdrücklich untersagt. Ein noch älterer Artikel bei Musings (immerhin schon aus 2004) setzt sich kritisch mit dem Geschäftsmodell als auch dem Firewall-Piercing auseinander.
Aber wen kümmert’s — die Verbindungen stehen wohl wieder, also einmal böse gucken und … weiter machen! (Aber bitte ohne Reboot!)