Kick die Mio.

Erinnert sich noch jemand an Leo Kirch? Oder an den Überraschungssieger im letzten Poker um die Bundesliga-Übertragungsrechte, arena?
Schon spannend, wie das alles so ineinander greift. Für arena scheint die Rechnung bislang nicht ganz aufgegangen zu sein und mit dem Unterlegenen, Pay-TV-Anbieter Premiere, hat man zwischenzeitlich einen Deal gemacht — der in erster Linie Premiere helfen dürfte.
Noch interessanter erscheint mir ein aktuellerer DWDL-Bericht:

Es sei Kirchs ehemaliger Mitarbeiter und damals noch Arena-Geschäftsführer Dejan Jocic gewesen, der im Frühjahr in den Führungsetagen von Bundesliga-Clubs die Möglichkeiten einer Rückkehr des Pioniers des deutschen Bezahlfernsehens ins Bundesligageschäft ausgelotet habe. Ein erstes Gespräch zwischen dem Geschäftsführer der DFL, Christian Seifert, und Kirchs rechter Hand Dieter Hahn habe im März stattgefunden. Hahn soll auch die Idee für das abgeschlossene Vermarktungsmodell gehabt haben.

 
Mit anderen Worten: Kirch ist wieder zurück im Lizenzgeschäft, die Bundesliga sinniert gar über einen eigenen TV-Sender — der Fußball-Rubel rollt also mehr denn je und spült zumidenst den Bundesligavereinen mächtig Schotter in die Tasche. Wäre es nun nicht langsam Zeit, daß die Vereine alle Kosten, die so ein Bundesligaspiel mit sich bringt, auch vollumfänglich denen, denen dadurch Kosten entstehen, ersetzt?

O'zapft is'

Noch bis zum kommenden Wochenende läuft die »Wiesn«. Und auch wenn ich mich mit der folgenden Aussage unbeliebt mache: so ganz verstehen tue ich den Hype um das Münchner Oktoberfest nicht. Außer der bemerkenswerten Anzahl von Lederhosen- bzw. Dirnderl-Trägerinnen bzw. -trägern, was unterscheidet jetzt das Oktoberfest vom Hamburger Dom oder dem Bremer Freimarkt?
Gut, zugegeben, es gibt auffallend viele »Bierzelte« – wobei jeder Obdachlose ein derartiges »Zelt« sicherlich als zukünftige Heimstatt dem Pappkarton unter ‘ner Brücke vorzöge; will sagen, mit einem »Zelt« haben zumindest jene, wo ich im Selbstversuch drin war, nicht mehr ungeheuer viel gemein –; aber der Liter Bier kostet auch einen stolzen Preis: 7,90 EUR/Liter dieses Jahr, Tendenz wohl steigend, siehe Grafik oben.
Aber es geht auch billiger, wenngleich nicht mit ganz dem gleichen Ambiente: Mal hole sich einen 10-Liter-Kasten »Hofbräu Oktoberfestbier« vom Getränkemarkt des Vertrauens, lade Freunde ein und beglücke mit dem Kapitaleinsatz des 1,581fachen einer Maß die Versammlung mit 10 Litern des 6,3 volumenprozentigen Bieres.
Aber Achtung, ein erfahrener Wiesn-Gänger meinte dieser Tage – am Morgen danach – zu mir: »Jetzt weiß ich wieder, was ich am Oktoberfest nicht mochte: die haben nur Schädelbier hier!«
Um ehrlich zu sein, ich hingegen vermute eher, daß eine der ungezählten Maß’ am Vorabend die war, die zuviel war … Und, ehrlich gesagt: Das Gefühl bekommt man zu Hause auch hin.

Free Burma!

Anläßlich der aktuellen Ereignisse bedarf es wohl keiner weiteren Kommentierung hier; aktuelle Berichterstattung u. a. auf tagesschau.de:

Birma: Militär-Regime setzt Massenfestnahmen fort

“Sie gehen in die Häuser und nehmen Leute mit”
Nach dem gewaltsamen Vorgehen gegen friedliche Demonstranten in Birma setzt die Militärjunta ihre Repressionen gegen die Bevölkerung fort. Militärpolizisten fuhren durch die Straßen von Rangun und drohten über Lautsprecher mit der Festnahme von Regimegegnern: “Wir haben Fotos. Wir werden Verhaftungen vornehmen.” […] Augenzeugen sagten der Nachrichtenagentur Reuters, die Festgenommenen seien mit mindestens acht Lkw aus der Stadt gebracht worden. Westliche Diplomaten sprachen von einem “Klima des Terrors”. […]

 

Jetzt kommt die Flut, jetzt kommt die Flut

Brrr, was für ein Schietwetter. Regen, Regen und nochmal Regen. So richtig weiß ich gar nicht, was ich dazu noch schreiben soll … Vielleicht ein Erfahrungsbericht?
Es war heute durchaus nicht einfach, trockenen Fußes in den Getränkemarkt des Gütersloher Marktkaufs zu gelagen; die Bilder geben einen Eindruck, wie hoch das Wasser dort auf der eigentlichen Abflußrinne stand. Was bleibt ist die Hoffnung, daß die Menge an Niederschlag, die bislang als Regen gefallen ist, entsprechend auch im kommenden Winter als Schnee fiele.
Bei moderaten Temperaturen von bis -5 Grad Celsius wäre das ganz nett, man könnte wieder Schlitten und in der Winterberger Gegend Ski fahren … aber ungleich wahrscheinlicher ist es natürlich, daß es einfach so weiter geht, im Oktober, im November, Dezember, Januar, … *seufz*

Quo vadis?

Wieder einmal ein Beispiel dafür, daß Verlinkungen auf YouTube und Konsorten nicht wirklich für mehr taugen als für zeitgeistige Geschichten wie Twitter.
In ein Blog gehört meiner Ansicht nach jedenfalls kein Content, der grade mal zwei Wochen nach Erstellung schon nicht mehr abrufbar ist – zumal, wenn der Gag nicht beschrieben wird und man sich fragen muß, ob der Autor »This video is no longer available« nun »absolut sehenswert« findet oder man doch eher den lustigsten Schnipsel seit Beginn von Candid Camera verpaßt hat … *seufz*

Herbstlich

Es wird, nach diesem denkwürdig-feuchten Sommer, nun relativ schnell herbstlich. Die Tage sind schon deutlich kürzer — nur bei der Regenmenge hat sich gefühlt nichts getan.
Was wird es dieses Jahr für einen Winter geben, wenn es doch in der Wüste derzeit andauernde Überschwemmungen gibt? Wird es wieder ein Regenwinter wie 06/07? Mit grünen Wiesen in Winterberg (von den von Schneekanonen geweißten Stellen abgesehen)?
Ich bin gespannt …

WestEins: Launch in Kürze?

Lyssa zwitschert schon ganz erregt und auch bei DWDL liest es sich so, als ob das Projekt WestEins (trotz des seit 05.07.07 statischen Projektblogs) demnächst ein Ergebnis produzieren würde:

Der WAZ-Konzern ist fest entschlossen, das neue Online-Portal “Westeins” nun bald an den Start zu bringen. Wie der Verlag mitteilt, sollen die Besucher der Online Marketing Messe Düsseldorf (OMD) in der kommenden Woche einen ersten Einblick in das neue Portal erhalten. Der endgültige Start soll dann in “wenigen Wochen” erfolgen.

 
Ob corona schon seinen Testzugang bekommen hat?

Prioritäten

Das YouTube-Filmchen, welches Spiegel Online da zum jüngsten Britney-Problem, einem Parkrempler mit, so liest man, anschließender formaler Fahrerflucht – »flüchten« kann man ihr Verhalten, umringt von Paparazzis, grade nicht nennen –, ist höchst aufschlußreich — hier die vermutliche Orginalversion (via The Superficial):

Man beachte, wie lässig-lasziv Britney mit einer Hand einlenkt, mit viel Galanterie in ein anderes parkendes Auto. Man beachte ferner, das die pelzige Ratte auf ihrem Schoß – die sie mit der anderen Hand festhält, weshalb sie wohl nicht mit beiden Händen ausreichend Lenkradeinschlag produzieren konnte – unverletzt bleibt. Abschließend beachte man die Sorge um die Schäden an der eigenen Nirostalaube und das vollkommene Fehlen auch nur eines Blickes auf das von ihr beschädigte Fahrzeug.
Was muß man eigentlich tun, um sich in der Situation – umringt von fotographierenden und filmenden Paparazzi – nicht wenigstens pro-forma um den angerichteten Schaden bei Dritten zu kümmern?

Jetzt aber: Winke, winke, SCO!

Wie Golem.de, heise online und Andere berichten, ist SCO pleite. Naja, also, richtig pleite ja nicht, man begibt sich wohl »vorsorglich« unter Chapter 11 — Chapter 11 ist ein eher komisches Konstrukt aus europäischer Sicht, mit dem sich schon multimilliarden Dollar schwere Firmen wie WorldCom zum schmucken Phönix reorganisiert haben.
Kritik an den Regelungen von Chapter 11 gibt es durchaus, und es ist aus meiner Sicht fraglich, wie ein neues Geschäft der SCO aussehen sollte — aber da können wir bestimmt auf die US-Jurisdiktion uns verlassen.

»Mum is no longer the word«, …

… und die Erde ist eine Scheibe. Und das iHype, sorry, iPhone kommt nach Deutschland. Und England. Mit UMTS, versteht sich. Und ohne Providerbindung

(deren Umgehung in Deutschland, anders als in den USA, alles andere als legal wäre)

. Und ausgeschaltet dennoch Traffic erzeugen tut das deutsche iPhone auch nicht …
BTW: wenn es stimmt, daß »iPhones regelmäßig ankommende E-Mails aktualisieren, selbst während sie ausgeschaltet sind« (teltarif.de), dann darf ein iPhone zumindest in Deutschland ja gar nicht in einen Flieger; nicht mal als aufgegebenes Gepäck, oder?
Cooles Telephon, fürwahr.