Twitter still down for updates via IM

Damned. As corona just pointed out, twitter still has severe problems within it’s application framework. I don’t know whether they finally revived their main database db006 or not; but since it’s already at least one Thursday after the Friday the took down the IM interface, I strongly suggest they’re still struggeling as at least my Updates via Jabber (GTalk) don’t go through.
It’s a bit like one thinks about the Plain Old Telephone System — one doesn’t care much about it until it stops working flawlessly. Well, I don’t actually need twitter, but I have to admit, I rather miss loads of the updates I used to receive via IM on my N810 over the last months as well as the opportunity to reply to them easily via IM as well. But, alas, time goes on and while Bubble 2.0 shrinks down to a normal sized tennis ball, other services will emerge and take over from twitter.
It might even use a cooler name.

Quo vadis?

Track & Confirm
Search Results
Label/Receipt Number: CJ28 xxxx xxxx x
Status: Out of Foreign Customs
Your item cleared customs in GERMANY at 8:04 PM on May 20, 2008. Information, if available, is updated every evening. Please check again later.

 
Hmm. Und wo ist’s nach dem 20.05.2008 hin? Vorbereiten auf’s Oktoberfest‽

Vom Nachteil von Monokulturen

Gut. Fehler können ja mal passieren. Ob das nun wegen lustiger Warnungen hyperwichtiger Tools war oder nicht — der aktuelle epochale Patzer bei Debians openssl-Implementation zeigt, zumindest für mich, wieder einmal, daß eine Monokultur nicht wirklich erstrebenswert ist.
Diese »Lesson learned« ist hinsichtlich Windows und Viren ein alter Hut. Wer ein Rechenzentrum voller (Debian-) Linux-Kisten hat – oder auch nur (hier:) Debian (oder Debian-based Ubuntu) für die Administration benutzt –, der dürfte grade richtig Spaß haben.
Nun habe ich heute gut Lachen, meine ssh-Keys stammen von RedHat-basierten Maschinen — aber das, was den Debian-Entwicklern passiert ist, könnte prinzipiell auch Novell/SuSE oder RedHat unterlaufen. (Für die Anwälte: Rein hypothetisch, natürlich.) Aber was ist die Alternative? Solaris 10 – Suns Bastelsystem, um Linux Paroli zu bieten – sicher nicht. *sigh*

Glücksspiel Auktion reloaded

Oh, wie ist es schön.
Meine favorisierte Landeslottogesellschaft – als Mehrwohnsitzler bin ich ja nicht auf nur die örtlich überwiegend nächste beschränkt – teilte mir kürzlich folgendes mit:

seit dem 01. Januar 2008 ist in Nordrhein-Westfalen ein neuer Glücksspielstaatsvertrag in Kraft getreten. Damit verbunden ist eine Vielzahl von Änderungen für die Vermittlung von Glücksspielen im Internet. Ein wichtiger Punkt ist der verantwortungsvolle Umgang mit personenbezogenen Daten, deren Legitimation und die damit verbundene Alterskontrolle.
Um diesen Auflagen nachzukommen und eine sichere Identifikation und Authentifizierung* unserer Kunden zu gewährleisten, haben wir uns für die Zusammenarbeit mit der Firma INSIC GmbH zum 22.04.2008 entschieden.
Die Prozesse der INSIC GmbH, Bei der Doppeleiche 3, 22926 Ahrensburg (www.insic.de) sind von der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) positiv begutachtet.
Was ändert sich für Sie als Kunde?
Sie melden sich wie gewohnt mit Ihrem Login und Ihrem Passwort bei www.westlotto.de an. Wenn Sie einen Spielschein abgeben wollen, erhalten Sie den Hinweis für die Registrierung bzw. Ihr Login bei der Firma INSIC.
Mit Betätigen des Buttons “Registrierung ausführen” werden Sie zur Registrierungsmaske von INSIC weitergeleitet. Nach erfolgreicher Registrierung verarbeitet die Firma INSIC Ihre angegebenen und bestätigten Daten gemäß der gesetzlichen Datenschutzbestimmungen. Eine erneute Identifikation seitens INSIC entfällt für Sie als Kunde von WestNet. Nach der Authentifizierung durch INSIC können Sie Ihren Spielvorgang bei www.westlotto.de fortsetzten.
Für die Authentifizierung durch die INSIC GmbH stehen Ihnen zwei Alternativen zur Auswahl:
* INSIC-Login und INSIC-Passwort + Browser-Plug-in oder**
* INSIC-Login und INSIC-Passwort + SMS
Nachdem Sie sich erfolgreich bei INSIC registriert haben, werden Sie bei jedem Besuch bei www.westlotto.de vor der ersten Spielabgabe lediglich dazu aufgefordert, sich auf dem System der INSIC GmbH einzuloggen.
Nach Ihrer erfolgreichen Authentifizierung durch INSIC sind Sie bis zum nächsten Login direkt zur Spielabgabe bei www.westlotto.de berechtigt.
Durch die Zusammenarbeit mit der unabhängigen Firma INSIC erfüllt die WestNet GmbH die gesetzlichen Anforderungen zum Jugendschutz. Der Authentifizierungsprozess ist gemäß Glücksspielstaatsvertrag die Voraussetzung für die Genehmigung, unser Internet-Spielangebot weiterhin betreiben zu können.
[…]

* Authentifizierung
In der Kommunikation stellt die Authentifizierung sicher, dass der Kommunikationspartner auch derjenige ist, für den er sich ausgibt. Das Kernstück der meisten Sicherheitsverfahren ist der Nachweis der Benutzer-Identität und damit auch der Benutzungsberechtigung gegenüber dem System.
** Das Plug-in wird vom Internet Explorer ab Version 6 und vom Mozilla Firefox ab Version 1.5 unterstützt. AOL-Nutzer wählen sich wie gewohnt ins Internet ein, wechseln dann aber bitte auf einen der genannten Browser, da für die AOL-Software zurzeit kein Plug-in zur Verfügung steht. INSIC-Login und INSIC-Passwort können sich von den bei westlotto.de verwendeten Daten unterscheiden, da es sich um zwei getrennte Systeme handelt.

 
Gut, das Browser-Plugin wird bei mir wohl wieder einmal nicht tun (ich fahre OS-technisch neben der Hauptfahrbahn) und da »INSINC« allerlei Daten von mir wissen wollte, Kontonummer eingeschlossen, die mir für eine simple Lotto-Spielscheinabgabe nicht notwendig erscheinen, suche ich derzeit einen anderen Anbieter. U. a. Hamburg scheint noch keinen solch hinrissigen Staatsvertrag sich ausgedacht zu haben, sodaß ich zukünftig dann wohl privatwirtschaftlichen Vermittlern meine Daten und Spielaufträge übergeben werde …
Aber wieso fallen augenscheinlich sonderbare Plattformen wie Bluebuy oder Telebid nicht unter diesen Staatsvertrag?
Bei Telebid funktioniert das Ganze so:

Was ist Telebid?
TeleBid ist das spannendste Auktionshaus im Internet.
Täglich werden hier Top-Marken-Produkte zu einem Bruchteil ihres Marktwertes versteigert.
Wie das geht? Ganz einfach!
Suchen Sie sich eine Auktion mit dem Produkt Ihrer Wahl aus.
Erwerben Sie Gebote (Bids) für jeweils 0,50 €, die Sie nun sofort auf Ihre Wunschauktion setzen können. Mit jedem Gebot steigt der Auktionspreis um 0,10 € und die Laufzeit der Auktion steigt um maximal 20 Sekunden.
Der Bieter, der das letzte Gebot abgegeben hat, bevor der Countdown abgelaufen ist, gewinnt die Auktion. Jetzt mitbieten und gewinnen!

 
Also, wenn man mich mal fragen würde: ein Glücksspiel mit dem Tarnmantel der »Auktion«. Nur zahlt man je abgegebenem Angebot — und dann ggf. zusätzlich den »Auktionsendwert«, sollte man gewonnen haben. Das kann, muß aber nicht, ein Schnäppchen sein.
Bluebuy hat das Prinzip abgewandelt:

Ein Beispiel anhand der Grafik: Hier haben mehrere Personen die Werte 1, 2, 3,30, 4,40 und 5 Euro geboten. Die Beträge 3,30 und 4,40 Euro wurden jeweils nur einmal geboten, wobei 3,30 das niedrigste und alleinige Gebot ist und somit am Ende gewonnen hätte. Bietet nun im Laufe der Auktion ein weiterer Benutzer 3,30 Euro, ist es nicht mehr einzigartig. Jetzt würde in unserem Beispiel der Bieter der 4,40 Euro der Gewinner sein, da nun sein Gebot das niedrigste, alleinige Gebot ist.
[…] Es ist möglich Einzelgebote abzugeben oder ganze Gebotsbereiche abzudecken. Um Chancengleichheit zu gewährleisten, werden jedoch in den letzten fünf Minuten vor Ablaufen der Auktion nur noch Einzelgebote angenommen.
Nach jeder erfolgreichen Gebotsabgabe erfahren Sie sofort, ob Sie ein alleiniges und/oder niedrigstes Gebot abgegeben haben oder nicht. Falls Sie zu einem späteren Zeitpunkt unterboten werden, bekommen Sie natürlich eine Benachrichtigung per E-Mail und können somit wieder mitbieten um Ihre Chancen zu erhöhen.
Hat eine Auktion zum Ablaufdatum kein einmalig abgegebenes Gebot, so hat niemand gewonnen und die Auktion wird wieder neu gestartet. Wenn es zum Ende ein einzigartiges Gebot gibt, wird der Gewinner mit dem niedrigsten alleinigen Gebot ermittelt und per E-Mail benachrichtigt. Der Gewinner kann dann in seinem Mitglieder-Bereich den ersteigerten Artikel abschließend bestellen und bezahlen (Preise verstehen sich inkl. Mehrwertsteuer, zzgl. Versandkosten). Der Versand der Ware erfolgt über die insoweit vom Auktionsportal beauftragte DubLi.com GmbH, an die auch der Kaufpreis zu entrichten ist. Sobald das Geld eingegangen ist, wird die Ware versendet.

 
Der Eine nennt auch dies eine »Auktionsplattform« — ich sehe hier eigentlich nur eine sonderbare Art der Wette, mit einer Auktion hat dieses Treiben aus meiner Sicht irgendwas zwischen wenig und gar nichts zu tun … Aber, hey, die Medienwächter werden bestimmt irgendwann aufwachen …

PicLens? Pustekuchen!

»na, wurde auch mal Zeit, dass eine der visuell coolsten Anwendungen in der letzten Zeit endlich auch als Plugin auf dem Firefox 3 läuft« schreibt Robert Basic und rät: »[…] cool schauts allemal aus, also anschauen.«
Wenn’s mal so einfach wäre; »PicLens« ist mal wieder nur für den Desktop-Mainstream verfügbar:

* Firefox version currently available for Windows XP, Vista, and Mac OSX.
* Safari version works on Mac OSX only and does not yet support YouTube videos.

 

Intelligente Windows-Installer

Es ist ja nun nicht so, daß ich nicht auch Windows nutzen würde. Geht ja heute eigentlich nicht ohne und spätestens, wenn man Kinder hat, darf man sich mit kranken Flash-Spielen, die zur Installation Administratorrechte benötigen und sich konsequent dann auch nur als Administrator starten lassen, oder mit den elenden IE-only Seiten bekiffter Coder, die für Fernsehsender die Webseiten zusammenlöten, rumärgern. Gut, das ist eben so. Was aber irgendwann nicht mehr hinnehmbar ist – leider bin ich hier wohl wieder mal in der Minderheit –, sind unanständig dämliche Installationsroutinen. Wie die der WISO-Software, die mich heute den Großteil des Vormittags gekostet hat.
Dieser Installer bot mir zwar die Aussicht an, die Software woanders als auf C: zu installieren,ermöglicht dieses aber nur dann, wenn auf C: ausreichend Platz für die gesamte Installation wäre. Solange auf C: eben nicht genug Platz ist, dann also, wenn man es auf jeden Fall nicht dort haben will, dann sagt dieses dreckig-doofe Installationsroutine stumpf: »Fsck Dich, auf C: ist nicht genug Platz. Wähl’ mal weniger zu installierende Software aus oder pack’s gefälligst woanders hin!«
Dazu ist anzumerken, daß auf C: noch genug Platz gewesen wäre — hätte nicht ein vorangegangener Schritt über 90 MB .NET-Dreck ungefragt in C: abgelegt.
Wann gibt es endlich für den Endanwender einklagbare Mindeststandards an Programmintelligenz, damit die Softwarehersteller – Microsoft eingeschlossen – aufhören, mit ihrem unausgegorenen Scheiß unbescholtene – zahlende – Anwender zu malträtieren? Daß wäre mal Bürgernähe, Frau Merkel. Aber das können Sie im Anus der Musikindustrie ja nicht hören. *sigh*

»Kann ich Sie in 5 Minuten noch einmal anrufen?«

Gestern abend, kurz nach 19 Uhr. Grade zur Tür rein, da kommt ein Anruf auf Basis-MSN von ohne Nummer. Freundliche T-Hotline-Dame dran — hat Glück gehabt, mein callcenter-abweisend geplantes “JA!?” kam nicht ganz so energisch ‘rüber. Soso, es gibt was Neues bei T-Com. Klar habe ich schon DSL. VDSL 25, um genau zu sein. Was ich denn bezahlen würde im Monat? Gute Frau, daß weiß ich doch nicht. Nachdem nun klar war, daß es ein ordinärer Callcenteranruf war – mit Zugriff also nur auf Kundennamen, Rufnummer, nicht aber auf Rechnungsdetails –, die Agentin aber durchaus nett klang, spielte ich halt mit und wollte wissen, warum sie das wissen woille, Es sei billiger geworden, meinte Sie. Preise runter, das sei die richtige Richtung, konterte ich während des Aufstiegs ins Arbeitszimmer, um die letzte Rechnung Online online zu öffnen.
»62,14«, konnte ich der Dame dann erwidern. »Plus Märchensteuer.« Steht so auf der Rechnung. Steht aber so wohl nicht auf ihrem Spickzettel. Welches Produkt ich genau hätte, wollte sie dann wissen. »Entertain Comfort VDSL T-ISDN«, wie ich schon gesagt hätte, meinte ich dann, »VDSL25 mit ISDN«. Ah, das hätte sie dann wohl falsch verstanden, wieviel würde ich dafür nochmal bitte zahlen? »62,14 plus Steuer«, so die erneute Antwort. Das PDF hatte sich noch nicht zu einer neuen Aussage hinreißen lassen.
»Hmm. Ja. Kann ich Sie in 5 Minuten noch einmal anrufen?« fragte die noch immer sympathische Telefonstimme freundlich. »Aber gerne doch!« war meine Antwort. Worauf sie das Gespräch mit der Intention zu prüfen, ob »wir Ihnen das nicht billiger anbieten können«, und einer Grußformel beendete.
Jetzt, 12 Stunden später, mache ich mir langsam Sorgen. Ihr wird doch bei der Suche nach einem Taschenrechner, um von 62,14 zzgl. 19% Mehrwertsteuer auf 73,964 EUR zu kommen, nichts passiert sein?

T-Home offeriert mir derweil VDSL 25 für 59,95 € – »Momentan nicht online bestellbar. Sie können ihr Entertain Paket mit VDSL 25 jedoch über die kostenlose Bestellhotline 0800 33 55 222 buchen « –, ISDN scheint’s hingegen im Paket nicht mehr zu geben, keine ¹, ² oder ³, die auf 4,00 € ISDN-Aufschlag hinweist. Im Kleingedruckten finde ich allerdings doch noch »³ Entertain Comfort Plus/Standard kostet monatlich 59,95 € Entertain Comfort Plus/Universal 63,94 €« — ist »Universal« jetzt der Name der Variante mit iSDN? Schade um die Provision der freundlichen Dame, aber ich werde dann wohl mal die kostenlose Hotline bemühen, um mehr Leistung für’s gleiche Geld (Upgrade auf Plus, inkl. Hotspot-Flatrate also) zu bekommen oder für das gleiche Package weniger zu zahlen.

Mein Garten heißt Lieselotte

Onlinebestellung am 08.04.08 morgens, Bezahlung online (Kreditkarte).

Packstücknummer 734XXXXXXXXX
Status: Die Sendung wurde im Einlieferungs-Paketzentrum bearbeitet.
Status von: 08.04.08 20:06
Vorgang: Transport zum Zustell-Paketzentrum

 
Viel besser als »elektronische Sendungsdaten liegen vor» — letzteres bedeutet nur, daß das Paket verschickt werden soll aber nicht, daß es die Logistik des Händlers auch verlassen hätte. Jenes mag schon mal nochmal Tage dauern :(

Packstücknummer 734XXXXXXXXX
Empfänger: Siering
Status: Die Sendung wurde ausgeliefert.
Status von: 09.04.08 11:12
Vorgang:

 
Strike ;)
So sollte meiner Meinung nach eine Onlinebestellung ablaufen. Schön wäre natürlich, wenn die Onlineshops verlässliche Lieferzeiten schon bei der Bestellaufnahme angäben und nicht erst nach getätigter Bestellung dann auf ein leeres Lager und damit längere Lieferzeiten stießen … Angenehm finde ich dann ein Shopsystem, daß mich nicht nur direkt derlei Artikel wieder abbestellen läßt sondern auch direkt den Teilbetrag refunded (klappt z. B. bei computeruniverse.net bei PayPal-Zahlungen vorbildlich).
Wo aber Licht ist, da ist auch Schatten. So kommt es leider immer öfter vor, daß ich, auch weit nach Ostern, »Geschenke« in meinem Garten finde: Bestellungen, die über DHL ausgeliefert wurden und dann nicht offensichtlich dort deponiert wurden.
Vermutlich, weil niemand angetroffen wurde, wobei derlei auch schon bei Anwesenheit zum Auslieferungszeitpunkt lt. Tracking vorkam. Nunja, nicht weiter schlimm, eigentlich sogar zuvorkommend — wenn, ja wenn nur eine Benachrichtigung im Briefkasten landen würde. »Ausgeliefert an: Sie wissen ja wo« würde mir ja reichen — aber nein, leider landen zwar Pakete im Garten, aber kein Zettel im Kasten.
Bisheriges Highlight war dann die Suche nach einer Frau Ha., die angeblich an meiner Adresse wohnend dieses Paket angenommen haben soll.
Frau Ha. allerdings hat zumindest keinen Telefonbucheintrag, und die Leute im Hause sind mir eigentlich auch alle namentlich bekannt — der geneigte Leser ahnt es schon, auch diese Lieferung fand sich wieder im Garten wieder.
Was mich allerdings wundert: seit wann kann mein Garten schreiben?

In eigener Sache: Kommentare

Liebe Leser,
dieses Blog läßt generell Kommentare zu — neben dem Spam-Bots (noch) abwehrenden Captcha greift aber eine Art Eigenmoderation der Kommentatoren. Nach dem Meistern der Captcha-Hürde wird nämlich ein Freischaltlink an die eingegebene eMail-Adresse geschickt, erst nach Aufruf dieser URL – erwarteterweise durch den Kommentator – wird der Kommentar auch veröffentlicht, bis dahin allerdings sieht dies so aus:

leser (les*************.net)

Dienstag, April 8, 2008, 19:17

[Comment awaiting acknowledgment from writer.]

 
Auch wenn in Diskussionen mit Leser auf einen Medienbruch hingewiesen wurde, auf die Umständlichkeit des Vorgehens und darauf, daß nicht zwingend daovn ausgegangen werden kann, daß jemand, der grade Blogs kommentiert auch seinen Mailreader zur Hand und geöffnet hat — bislang muß ich für blogdoch.net sagen, daß sich dieses Schema bewährt hat.
Für den legitimen Kommentator bedeutet es aus meiner Sicht – und ich kann selbst von meinem N810 Internet Tablet meine spam-geplagte normale Mailbox abrufen, via UMTS wenn’s denn sein muß – nur eine marginale Erschwernis.
Für den Blogbetreiber – mich – bedeutet es eine signifikante, zumindest gefühlte, Sicherheit vor allzu böswilligen Kommentaren, die, wer weiß das heute schon, leicht mal teuer werden können.
Ja, ich weiß, daß mir derlei Versuche im Zweifel vor Gericht, schon aufgrund der der Onlinewelt unangepaßten Gesetzgebung und hinsichtlich derer auch teils eher unbeleckten Rechtsprecher, nicht wirklich helfen wird. Nicht nur, weil Richter sich nicht einmal über den Gerichtsstand einig sind (»Abs. 14«). Die Alternative wäre allerdings, die Kommentarfunktion zu töten — soweit möchte ich dann noch nicht gehen …

Web 2.0 und das Recht am eigenen Bild

Am Hype-Beispiel StudiVerzeichnis wurde hier und anderswo über die Sinnhaftigkeit der Veröffentlichung von Bildern privater Saufgelage und thematisch ähnlicher Inhalte geschrieben. (Fazit: Kann man tun, muß man aber nicht.)
Doch was ist mit dem, IIRC älteren, mir ja durchaus nicht soo sympathischen, Community-Versuch namens Stayfriends? Jüngst erreichten mich Mails über dort eingestellte Klassenfotos, ja sogar der Hinweis, daß einer der Einsteller unter anderem mich dort identifiziert und markiert hätte. Während ich nun nicht päpstlicher als der Papst sein will — wie ist das eigentlich mit dem Recht am eigenen Bild bei Kassenfotos? (Vom Copyright des Fotographen ganz zu schweigen; wobei, entsinne ich mich der horrenden Fotokosten, sollte das fast schon vergoldet worden sein …) Klar, im Klassen-/Stufenverband mag man sich haben ablichten lassen — aber umfaßt dies auch implizit die Erlaubnis zur Veröffentlichung in »Communities« – mit denen die Betreiber, auch durch Geiselnahme der Nachrichten der Teilnehmer, Geld machen wollen – wie Stayfriends? Müßte nicht der Anbieter von sich aus die Verbreitung solcher Daten unterbinden, da – meines Erachtens zumindest offensichtlich – im Regelfall nicht zur Veröffentlichung freigegeben?