Big Brother envies me!

So, nach ein wenig Tüfteln funktioniert mein graphischer wusel-Lokalisator nun.
Technisch läuft das Ganze so ab:
Mein treues 6630 mit o2-Internetflatrate (5 GB) zeichnet vom GPS die Positionen und vom Empfangsteil die GSM- bzw. UMTS-Zellen auf — mittels eines kleinen Python-Skripts. Sollte ich das 6630 entsprechend aktiviert haben, aktualisiert es per Webanfrage alle ca. 60 Sekunden die Karte. Die Kartendaten stammen von Yahoos Map-API, das Geocoding wird über eine weitere Web-Anfrage an GeoURL.org realisiert.
Bei der Darstellung bediene ich mich der erzeugten statischen Grafik, der nächste Schritt wird die Auswertung des Datenalters sein, sodaß nicht nach Jahren noch ein falscher Status hier steht ;)

GSM-Verschlüsselung Makulatur?

Wenn ich das hier richtig verstehe, sind Privatleute (mit viel Enthusiasmus) ggf. demnächst in der Lage, auch GSM-Gespräche zu entschlüsseln – und damit abzuhören.
Nettes Projekt, möglicherweise in Deutschland nicht mehr ganz legal — aber ein guter Aufhänger, um sich über das eigene Kommunikationsverhalten Gedanken zu machen. Vorratsdatenspeicherung steht an (und wird wegen ein paar Promille an Protestanten bestimmt nicht eingestampft werden — dazu ist’s schlicht zu weit vor ‘ner relevanten Wahl und der Widerstand zu bedeutungslos), und auch GSM-Gespräche können schon lange mitgehört werden. Ich bin daher ja eigentlich schon länger dafür, VoIP mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für jegliche verbale Kommunikation einzusetzen — leider gibt’s da noch wenig passende, mobile, Datentarife für.

Tippbrett für's N95: Freedom Keyboard I (BK600)

Auf der Suche nach einer komfortableren Eingabemöglichkeit für längere Texte (oder als immer-dabei-ssh-Client) beim N95 fiel mir mein Freedom Keyboard in die Hände, welches ich seinerzeit auf dem Münchner Flughafen mir für’s 6630 kaufte — als, dank kongenialer Termin- und Reiseplanung, mehrere Stunden dort totzuschlagen waren und zum Nabel der Welt, Paderborn, kein früherer Flug ging (das muß so ca. 2005 gewesen sein). Zeitlich ist Hannover auch nicht schlimmer als Paderborn zu erreichen, dafür aber besser (hier: häufiger) angebunden. Aber Arbeitszeit sind ja eh-da-Kosten … Egal, Geschichte ;)
Gut, also: dieses Bluetooth-Keyboard benötigt einen speziellen Treiber, da es nicht über HID-Profil verfügt, sondern – zwecks größerem Einsatzbereich und besserer Anpaßbarkeit – über, ich glaube, ein serielles BT-Profil plus Software angebunden wird. Leider hat sich Freedom Input dazu entschlossen, lieber Windows Mobile 06-Treiber für das Universal Keyboard (eine Art Nachfolgemodell, welches HID- und SP-Profil spricht) zu stricken als das N95 mit einem eigenen Treiber zu supporten. Bezügliche des N95 (als auch anderen N-Series-Geräten lt. Forum) ist die Treiberküche leider lauwarm bis kalt :(
Zum Glück gibt es die allwissende Müllhalde – Google –, welche basierend auf der Bezeichnung »BK600« zum einen enthüllt, daß der orginale Hersteller Chainpus ist und selbst Treiber anbietet (Seite war zum Zeitpunkt des Verfassens nicht erreichbar (Timeout)), und zum anderen einen Artikel kennt, in dem auf Treiber bei einem anderen Anbieter dieses Keyboards verwiesen wird.
Kurzum: mit Hilfe der Treiber von ids.hk konnte ich auch an mein N95 eine komfortable Tastatur anbinden, welche ich z. B. auch mit dem 6630 oder 3650 (oder Windows-Geräten) nutzen kann.
Wie man sehen kann, trägt die faltbare Tastatur natürlich schon etwas auf (ca. 2,5fache N95-Breite hat die im Leder-Etui verstaute Tastatur, sie ist dann etwas höher als das N95, die Tiefe entspricht ebenfalls etwa dem N95). Aber sie hat mir schon mit putty auf dem 6630 gute Dienste geleistet — tragbarer als selbst ein 12″-Laptop sind N95 und Freedom Keyboard allemal, in der Kneipe unauffälliger einzusetzen und mit dem höher auflösenden Display des N95 sollten erstmals auch »ls«-Ausgaben mehr sein als ein Bandwurm, der durchs Fensterchen rauscht ;)
An ein E90 kommt die Kombo natürlich nicht ran, schon, weil das E90 ein deutlich besseres Innendisplay bietet. Andererseits sind die Zeiten der pure-ascii-Bereitschaft auch schon länger vorbei; bei den neureren iLO2s von HP hat man die echte REMCONS durch den faden Abklatsch VSP ersetzt, Firmwarefehler bedingen zunehmend häufiger Eingriffe via (Drecks-) Java-GUI via Webbrowser – nicht Proxy-kompatibel –, rdesktiop/VNC für Windows-Administration … Naja, im Zweifel wird’s dann halt primär zum Bloggen verwenden — war ja eh-da, das Keyboard ;)

Python for S60 – r0x0r!

Darauf habe ich ehrlich gesagt schon lange gewartet — vielleicht nicht unbedingt auf Python, aber auf eine einfache Möglichkeit, mit dem Mobiltelefon mehr zu machen, als nur SMS einzutippen und gelegentlich, oldschool!, zu telefonieren. (Letztlich ist das mit ein Grund meiner Fixierung auf Linux bei Computern und computernahem Equipment — über olsrd z. B. manage ich automatisch meinen DSL-Link @home, der aus 1x kastriertem SDSL 1500/500 und 1x ADSL2+ 16000/1000 besteht, VDR ist meine netzwerkfähige Videorecording- (und partiell: -streaming-) -Lösung, ..)
Was ich suchte, war eine Möglichkeit, mit geringem Aufwand Funktionen der S60-Handies zu kombinieren — mit Python for S60 existiert so eine!
Ich habe einen Großteil der gestrigen Nacht darauf verwendet, zumindest Grundzüge von Python mir anzueignen. Herausgekommen ist ein — aus drei GPLten Beispielen, äh, zusammengestückeltes – Programm mit 200+ Zeilen, welches

  • sich mit einem Bluetooth-GPS verbindet,
  • alle paar Sekunden die GPS-Position als auch den GSM/UMTS-Sender, mit dem das Telefon grade verbunden ist, logt sowie
  • beim Wechsel des Senders ein Foto knippst und ablegt.

Gut, einen Preis für Orginalität bekomme ich nicht — in etwa das, was mein Code macht, gibt’s schon. Aber als proof of concept ist es eine tolle Fingerübung gewesen ;)
Was ich machen möchte ist, anhand der Funkzellen-ID eine ungefähre Lokalisierung durchführen zu können (die Information von Funknetzzellen in der Nähe ist grade Indoor viel verfügbarer) — z. B. um sowas in vernünftig zu haben …
So nett der Gedanke hinter Plazes auch ist, es überzeugt mich als auch corona (fimpern.de) jetzt nicht so, als daß wir regelmäßig uns aktuell »plazen« würden. Ohne dies allerdings, ist Plazes eher über …
Naja, mal sehen, was so geht. Noch erscheint mir Python for S60 ein sehr gelungener Ansatz zu sein, mehr lustige Tools für die Series-60-Telefone zu bekommen — oder eben, frei nach Peter Lustig, »selbermachen«.

»Herzlich Willkommen bei o2.«

Ok, ich habe es nun doch getan. Nach reiflicher Überlegung, dem Wälzen von etlichen – leider teilweise nicht wirklich aktuellen – Tarifvergleichsseiten, habe ich heute einen Genion S-Vertrag abgeschlossen und dazu ein Internet-Pack-L bestellt. Abgerundet wurde die Anschaffung durch den Kauf einer »o[sub]2[/sub] Surf Box mini«, was nichts anderes ist als eine o[sub]2[/sub]-gelabelte Huawai E220:

ati
Manufacturer: huawei
Model: E220
Revision: 11.110.05.00.00
IMEI: 35508301.......
+GCAP: +CGSM,+DS,+ES

Richtig spielen damit darf ich leider erst ab morgen (hmm, das heißt ab in einer Stunde – safe ;)), aber die Vorbereitungen zum Abschluß der »o2 Surf Box mini« aka Huawai E220 an mein Ubuntu-driven Laptop konnte man ja schon mal anstoßen …
Dank gilt der exzellenten Einrichtungsbeschreibung auf frankenberger.at — hiermit war die Erstinbetriebnahme ein Klacks, naja, zumindest fast:

Aug 9 20:38:57 brick kernel: [88455.652000] usb 1-1: new full speed USB device using uhci_hcd and address 3
Aug 9 20:38:57 brick kernel: [88455.812000] usb 1-1: configuration #1 chosen from 1 choice
Aug 9 20:38:57 brick kernel: [88455.816000] option 1-1:1.0: GSM modem (1-port) converter detected
Aug 9 20:38:57 brick kernel: [88455.816000] usb 1-1: GSM modem (1-port) converter now attached to ttyUSB3

Dies war das allererste Einstecken — noch ohne irgendwas vorbereitet zu haben; die Hoffnung stirbt ja zuletzt, daß ein Windows-Gadget unter Linux mal ohne Zicken läuft ;) (Wobei es schon viiiiel besser geworden ist, etliche Gadgets aus vergangenen Jahren funktionieren mit 2007er Distributionen und Kerneln einfach!)
Gut, dann also doch huaweiAktBb durchkompilieren. Ging – nach Hinzufügen von libusb-dev wie bei frankenberger.at beschrieben – auch, nur leider tat’s nicht mit den udev-Skripten …

Aug 9 22:49:49 brick kernel: [96307.808000] usb 1-1: new full speed USB device using uhci_hcd and address 6
Aug 9 22:49:49 brick kernel: [96307.968000] usb 1-1: configuration #1 chosen from 1 choice
Aug 9 22:49:49 brick kernel: [96307.972000] option 1-1:1.0: GSM modem (1-port) converter detected
Aug 9 22:49:49 brick kernel: [96307.972000] usb 1-1: GSM modem (1-port) converter now attached to ttyUSB0
Aug 9 22:49:50 brick udevd-event[24550]: run_program: '/sbin/huaweiAktBbo' abnormal exit
Aug 9 22:49:55 brick udevd-event[24566]: run_program: '/sbin/huaweiAktBbo' abnormal exit

Kommandozeile — ebenso Fehlanzeige:

root@brick:~# /sbin/huaweiAktBbo
Hladam HUAWEI E220 a prepnem na modem - bbo 06
4 set feature request returned 0

»Damnit, war ja klar!« schoß es mir durch den Kopf — und ob die freundlichen O2-Shop-Damen mir die Box wohl doch noch gegen die Option GT Max-PC-Card tauschen würden?
Warum ich mir diesen UMTS-USB-Adapter überhaupt geholt habe, wo ich doch schon seit mehreren Jahren mit einer GT Fusion (UMTS+WLAN) oder meinem Nokia 6630 ins Netz gehe und auch ein N95 grade gekauft habe, also eigentlich wirklich kein UMTS-Endgerät bräuchte?
Naja, die Box kann halt HSDPA mit bis zu 3,6 MBit/sec (statt 384 kBIt/sec bei UMTS), das kann sonst nur mein N95, für 29,– bei Vertragsneuabschluß schien das die sinnvollere Alternative zu sein — zumal das initiale Ansinnen, auf ein subventioniertes Endgerät gänzlich zu verzichten, auf ehrliches Unverständnis bei den O2-Shopperinnnen stieß.
Apropros GT Fusion — jene steckte natürlich noch im Laptop, daher auch ttyUSB3 ganz am Anfang. Samt usbserial-Modul … Also raus mit der Option und …

root@brick:~# rmmod usbserial
ERROR: Module usbserial is in use by option
root@brick:~# rmmod option
root@brick:~# rmmod usbserial
(Huawei-Box anklemmen, warten)
root@brick:~# /sbin/huaweiAktBbo
Hladam HUAWEI E220 a prepnem na modem - bbo 06
4 set feature request returned 0
Prepnute-OK, Mas ttyUSB0 ttyUSB1 (cez usbserial vendor=0x12d1 product=0x1003)
pozri /proc/bus/usb/devices

Mit dem udev-Skript von frankenberger.at gibt’s hier noch Probleme (»udevd-event[28242]: run_program: ‘/sbin/huaweiAktBbo’ abnormal exit«), aber das sind Details. Vielleicht ist’s nur ein Timingproblem bei den Hardware-Initialisierungsskripten.
Wichtig ist, daß nach der korrekten Einrichtung der »Surf Box mini« auch die Option wieder funktioniert:

Aug 10 00:32:04 brick kernel: [102442.028000] usb 6-1: new full speed USB device using ohci_hcd and address 2
Aug 10 00:32:04 brick kernel: [102442.212000] usb 6-1: device descriptor read/64, error -62
Aug 10 00:32:04 brick kernel: [102442.500000] usb 6-1: device descriptor read/64, error -62
Aug 10 00:32:04 brick kernel: [102442.780000] usb 6-1: new full speed USB device using ohci_hcd and address 3
Aug 10 00:32:05 brick kernel: [102442.996000] usb 6-1: configuration #1 chosen from 1 choice
Aug 10 00:32:05 brick kernel: [102443.000000] option 6-1:1.0: GSM modem (1-port) converter detected
Aug 10 00:32:05 brick kernel: [102443.000000] usb 6-1: GSM modem (1-port) converter now attached to ttyUSB3
Aug 10 00:32:05 brick kernel: [102443.004000] option 6-1:1.1: GSM modem (1-port) converter detected
Aug 10 00:32:05 brick kernel: [102443.004000] usb 6-1: GSM modem (1-port) converter now attached to ttyUSB4
Aug 10 00:32:05 brick kernel: [102443.004000] option 6-1:1.2: GSM modem (1-port) converter detected
Aug 10 00:32:05 brick kernel: [102443.004000] usb 6-1: GSM modem (1-port) converter now attached to ttyUSB5

Warum ausgerechnet o2?


Tja, gute Frage; wer mich kennt weiß, daß ich nach sehr schlechten Erfahrungen mit (der Netzabdeckung von als auch dem Kundenhandling durch) E+ vor über zehn Jahren einerseits jenes Netz meide wie der Teufel das Weihwasser und andererseits auch für die E-Netze per se nicht so aufgeschlossen bin: Die Netzabdeckung in jenem Frequenzband ist nun einmal aufwendiger herzustellen und Marktspäteintreter tendieren zur initialen Fokussierung auf lukrative Gebiete — eine günstige SIM nützt mir nichts, wenn die einzigen Gespräche, die ich an von mir aufgesuchten Orten führen kann die mit dem einhetlichen GSM-Notruf sind, sprich: »mein« Netz meinen Aufenthaltsort nicht abdeckt.
Echte UMTS-Flat für 25,– im Monat (BASE), ja, gerne. Doch wenn ich diese nur in Ballungsgebieten nutzen kann und auch dort ggf. nur mit einem Bruchteil der aktuellen Bandbreiten, lohnt sich das Angebot dann?
Kurz: das günstigste Angebot, umgerechnet auf €/MB, gibt es sicherlich – auf den ersten Blick – bei der E+-Marke BASE: 25,00 €/Monat für Datenkommunikation flat, IIRC. Dafür könnte man mit Netz-Höchstgeschwindigkeit (384 kBit/sec theoretisch) maximal ca. 119 GB im Monat aus dem Netz ziehen, falls ich mich nicht verrechnet habe.
o2 hat einen preislich ähnlichen Tarif mit 5-GB-Inklusivvolumen, D2 mit MoobiCent einen um 50% teureren als echt Flatrate — in beiden Netzen wären unter optimalen Bedingungen (UMTS-HSDPA mit 1,8 oder bei D2 gar bis zu 7,2 MBit/sec) wenigstens rd. 5mal soviele Daten in der gleichen Zeit zu ziehen — insofern erscheint mir das o2-Angebot trotz der Limitierung auf 5 GB als das attraktivere. Als Bonbon gibt es vielerort das sich auch auf die Datenkommunikation beziehende nationale Roaming mit D1 noch — die Gefahr von Funklöchern sehe ich bei o2 deutlich geringer als bei E+. (Solange o2 jedenfalls nicht vorschnell das Roaming abstellt. Es gibt natürlich auch Orte, wo es mindestens mit D1, D2 und o2 »schwierig« ist, zu telefonieren.)
Abschließend der Verweis auf Details zu den »UMTS-Flatrates«, von Onlinekosten.de zusammengetragen. Ich werde nun die nächsten drei Monate exzessiv dem Onlinesein fröhnen und mal die Trafficentwicklung beobachten. Ob es dann am Ende doch eine MoobiCent-D2-Flat wird oder ich mich mit 10,00 € für 200 MB/Monat bei o2 bescheiden kann — man wird sehen ;) Ich gebe ja die Hoffnung auch massentaugliche Tarife nicht auf — dies »Handy2.0-Flatrate« von Vodafone ist, finde ich, schon ein richtiger Schritt in die richtige Richtung.

Wenn Cola-Automaten träumen …

… dann ist das immer ein erhabener Moment. Unser treuer, die D-Mark noch erlebt habender, bedarf wohl einer gründlichen Gehirnwäsche, denn er hält sich für Onkel Dagobert und zählt seine Fastilliarden.
(Wobei, ein Realitätbezug ist ja vorhanden, satte 90 Cent verlangt der Dienstleister für einen halben Liter Coke, kredenzt seit Monaten in klebriger Flasche … Hrmpft.)

Das bittere Ende, primär derzeit für den Dienstleister, ist, daß unser verträumter Automat vor lauter Zähleifer wohl das Durchzählen der herauszugebenden Flaschen vergißt und sich hier schon mal um ein, drei, bis-Schacht-leer-Flaschen vertut. Mit leerenden Folgen …
(Das rote Licht sollte eigentlich anzeigen, daß der Schacht leer ist und nicht gewählt werden sollte — auf dem recht Foto kann man aber nun auch automatsich erahnen, was besser, und was nun gar nicht geht …)
Eine neue Geldprüfeinheit bräuchte der betagte Eckensteher dann auch einmal. Drei Minuten Spaß wegen der zufälligen Nichtannahme des Geldes? Nein, das ist keine Seltenheit — und bei weitem nicht lusitg …

Geht's los?

Von der Niagara I war ich seinerzeit nicht sooo angetan, die Single-Thread-Performance war – wie erwartet – lausig (für heutige Verhältnisse) und die eine Floating-Point-Unit, um die sich alle Threads prügeln mußten, tat ihr übriges, um erste Tests mit Apache gegen die Wand kriechen zu sehen.
Nun steht also Niagara II ante portas, und wieder werden Lobpreisungen gesungen, bevor das Blech käuflich zu erwerben ist. Ich denke, ich werde auch dieses Mal irgendwann Gelegenheit bekommen, mir das Rennpferd genauer anzusehen, wobei (nicht nur) mich weniger die theoretische SPEC-Performance interessiert sondern das, was von der Leistung letztlich bei konkret vorhandener Anwendung auf die Straße gebracht werden kann. 10 GBit/sec-Ethernet ist ja schon mal ein Wort — alleine das zu füllen wird schon spannend werden. (Und natürlich die Frage, ob Linux wieder bessere Benchmarks zeigen wird als das native Solaris? ;))

Projekt: F1–Streaming auf's N95

Also, eigentlich wollte ich mir morgen das F1-Rennen von meinem VDR via vlc über UMTS auf’s N95 streamen, da ich während des Rennens kurz unterwegs sein werde.
Ja, ich weiß, daß das ein ambitioniertes Unterfangen ist, gehe ich doch davon aus, daß ein 300 kBit/sec-Stream ununterbrochen verfügbar sein würde, was ununterbrochene UMTS-Versorgung bedingte … Aber hey, nicht umsonst nennt man mich den Painseeker ;-)
Meine geschundene Painseeker-Seele lies mich allerdings vorab googlen und es kam, wie es kommen mußte: Mein Ansinnen ist wieder ein mal Terra Incognita bzw. eher sogar Terra Nixda, will man nicht sich neben vlc auch noch DSS (Darwin Streaming Server) antun, der weder für Ubuntu noch Debian Etch als Package vorzuliegen scheint.
Eigentlich schade. Aber ich kann ja stattdessen erst einmal versuchen, den SIP-Client des N95 an den Start zu bringen — zu meinem Asterisk über WLAN tut sich da leider noch nicht viel :( (Via 3G brauche ich es nicht zu versuchen, da Vodafone lt. Klitzekleingedrucktem VoIP-Verbindungen »technisch unterbindet«.)
Die DHCP-Aushandlung funktioniert, manchmal gehen 2 Anfragen zum * auf Port 5060 raus, aber es scheint nicht mal bis zu einem Einlogversuch zu reichen, binnen weniger Sekunden meldet das N95 »Verbindung zum Verbindungsnetz nicht möglich« und das war’s dann, N95-seitig — im Asterisk sehe ich nicht einmal den Hauch eines Versuches eines Verbindungsaufbaus … Und nein, geNATet wird nicht, das N95 hat eine offizielle IP-Adresse — ich vertraue mal darauf daß ein Unternehmen, welches selber Firewalls herstellt(e?) weiß, wie sie ein Handy mit direkter Internetverbindung zu konfigurieren haben (193.26.120.52 ist das N95):

00:16:44.267948 arp who-has 193.26.120.52 tell 0.0.0.0
00:16:45.470046 193.26.120.52.5060 > 0195.71.86.246.5060: udp 411
00:16:45.507501 195.71.86.246.5060 > 193.26.120.52.5060: udp 417 (DF)
00:16:45.508661 195.71.86.246.5060 > 193.26.120.52.5060: udp 499 (DF)

Sollte ich vielleicht erst ein Firmwareupgrade machen? Insbesondere der Punkt »verbesserung der speicherverwaltung« läßt mich als verkohlter Early-7650-Adopter ja aufhorchen …

N95: Großes Kino als Kurzfilm

Wie ich schon zwitscherte, ist bei aktiver Nutzung des N95 der Vergleich mit ersten Elektroautos nicht unangebracht: richtiger Schritt in die richtige Richtung, leider der technischen Machbarkeit noch etwas voraus.
Ich habe heute, an Tag 2 meines Lebens mit dem N95, es morgens gegen 9 Uhr vom Ladegerät getrennt, tagsüber munter die Vodafone live! InternetFlat exploriert, bißchen ntv nebenbei laufen lassen und nach WLAN-Accesspoints gescannt und mit WEP- als auch WPA-PSK-Basen mich verbunden, Fotos geschossen, Google Maps laufen lassen (und bedauert, daß das interne GPS nicht darin verfügbar/nutzbar ist), …
Ist ja alles kein Zeitaufwand (Mobile TV ließ ich vielleicht 5 Minuten laufen, während ich »logistische Meldungen« entsorgte; WLAN-Scan läuft alle 10 Minuten und als ich eh’ im Lab war, konnektierte ich mich zum AP dort, …) — ich wollte nur mal sehen, wie lange denn das Teilchen wirklich einsatzbereit ist, ungleich großvolumigere Nur-Navis schaffen es auch nur vielleicht 4 Stunden, Ihr Display zu betreiben und die Route kontinuierlich weiterzuberechnen, bis sie wieder Strom haben möchten …
Nunja, kurz: das Resultat war doch ziemlich ernüchternd. Trotz der radikalen Stromsparmaßnahmen (insbesondere “Display ASAP wieder dunkel schalten”) reicht bei moderater Nutzung der Features des N95 eine Akkuladung grade mal ‘nen normalen Arbeitstag.
Allerdings hatte ich schon im Urlaub feststellen müssen, daß UMTS den Handyakku spürbar mehr belastet als GPRS/EDGE — das (betagte) 6630 mußt als Modem betrieben meist nach 2-3 Stunden ans Ladegerät, von welchem es bei UMTS-Link allersings dann nicht aufgeladen wurde (der Saft aus dem Netzteil schien direkt in den doppelten Sendebetrieb, BT & UMTS, zu gehen). Wie das mit WLAN aussieht, kann ich nur erahnen …

Zwölf Stunden N95 …

Ka-rassss, dieses Handy dieses Smartphone diesem »PC« dieses hypergeile Unsinns-GPS-, WLAN-, VoIP-, Browser-Teil, mit dem man sogar herkömmlich telefonieren kann (klar, Videotelefonie geht auch – wer danach fragt stellt allerdings klar, daß er das, Videotelefonie, netzübergreifend mit UMTS noch nie gemacht hat …).
Ich habe mein Nokia N95 (branded by Vodafone) nun seit heute und möchte ein erstes Fazit nach rd. 12 Stunden rumspielen damit ziehen.

Haptik

Ich finde, das N95 liegt gut in der Hand, fühlt sich auch gut an. Störend empfinde ich beim nackten Handy die Zweitkamera für Videotelefonie; diese, erhaben ausgeführt am oberen rechten Geräterand, drückt mich beim telefonieren am Ohr. Mal sehen, ob das mit einer passenden Tasche — Mediamarkt Gütersloh hatte »noch« keine, das N95 sei ja »erst rund drei Monate« auf dem Markt – noch besser wird.
Der Doppelschiebe-Mechanismus – nach unten wird die Tastatur sicht- und zugreifbar, nach oben geschoben kommen die Medienspieler-Bedienelemente zum Vorschein – ist neckisch, verbietet aber faktisch jeglichen ungeschützten Transport in einer Hosentasche. Es sei denn, man möchte gerne Leuten aus dem Telefonbuch oder der Anrufliste Hosentaschengrüße übermitteln …

Display

Das Display ist in meinen Augen angenehm hochauflösend, bislang – Regenwetter – ausreichend hell. Lustig ist, daß der Displayinhalt sowohl stehend als auch liegend dargestellt werden kann; einen Sensor für die aktuelle Lage scheint es aber nicht zu haben, jedenfalls schaltet das N95 nicht bei jeder Lageänderung von sich aus hin- oder her …

Kamera

Fünf Megapixel, Autofocus, Carl Zeiss Optics — bis auf den fehlenden (dreifachen) optischen Zoom klingen die Werte meines neuen Mobiltelefons wie die meiner ca. 3 Jahre alten Digitalkamera, Sony DSC P-10.
Die Bilder sind allerdings leider nicht wirklich auf dem Niveau – Farben werden, insbesondere bei Kunstlicht, teilweise etwas rotstichig wiedergegeben und die Speicherung scheint massiv zu komprimieren, leider alles andere als verlustfrei :( (Das verlinkte Bild zeigt einen Ausschnitt eines JPEGs; geladen in GIMP, Bildbereich ausgeschnitte, als PNG gespeichert und auch weiterverarbeitet (»Polaroid«-Aussehen).
Positiv ist die Schutzlinse vor dem Hauptobjektiv, die gleichzeitig als Schalter für den Start der Kameraapplikation fungiert. Die als .mp4 gespeicherten VGA-Videos haben eine IMHO erstaunliche Qualität — in jedem Fall super für ein Telefon, was da rauskommt ;)

Vodafone live!

Ich hab’ mir zum Über-Handy die (HTTP-only) »Internet-Flatrate« von Vodafone gegönnt, 9,95 im Monat (für 24 Monate bzw, die Restdauer des Mobilfunkvertrages). Ich denke, das war eine kluge Entscheidung, denn mit diesem Gerät mach das Surfen im Netz schon fast Sinn; die Eingabemöglichkeiten (Handy-Tastatur) sind einfach zu beschränkt für richtiges Arbeiten im Netz und das Display ist noch immer etwas klein — aber es ist ein riesiger Unterschied zwischen dem 6630 und dem N95!
Einer der nächsten Schritte wird sein, meine BT-Falttastatur ans N95 anzuschließen; da diese nicht das Standard-HID-Protokoll für Keyboards spricht (hierfür haben 6630 als auch N95 Software an Board) sondern vor 2 Jahren an verschiedenen Geräten laufen sollte (damals war das entspr. HID-Protokoll bei Handys noch nicht verbreitet), könnte dies eine »spannende Operation« (lies: traurige Geschichte) werden …
Vodafone hat zusätzlich zur Karten- und Navigationssoftare »Karten« noch ein Programm namens »Google Maps« beigepackt (gibt es auch für andere Vodafonehandies, z. B: mein altes 6630), mit dem es möglich ist, den aktuellen Aufenthaltsort vom Funknetz bestimmen zu lassen (auf dem Bild ist der wahre Aufenthaltort von mir in die Bildmitte geschoben worden, der kleine blaue Punkt schräg darunter markiert die Position, die Vodafode D2 samt eines Radius’ liefert (»Position im Umkreis von xxxx m«) — ich vermute, es ist der Standort der Basisstation, mit dem das Handy in dem Augenblick verbunden war. Leider ist es mir noch nicht gelungen, in Google Maps das N95-interne GPS zu nutzen. Ist allerdings im Haus natürlich auch schwierig mit GPS-Empfang …

Akkulaufzeit

Nunja, viel sagen dazu kann man noch nicht; gegen 14 Uhr war der Akku voll geladen — mit 5-Minuten-Intervall für die WLAN-Suche, diversen Minuten mit laufender Internetverbindung – Google Earth ;) – mehreren Telefonaten … war der Akku gegen 22 Uhr nachfüllbereit. Ich hoffe, das wird noch besser ;)

Not wusel-safe-Edition

Mein 7650 hatte ich seinerzeit ja früh erworben und durch simple Nutzung auch früh bricked — auch Nokia konnte keine Daten mehr retten, da durch Programmiererdummheit das OS (Symbian; das 7650 mag das erste Series 60-Phone gewesen sein) sich in einen Zustand gebracht hatte, in dem der freie Speicher nicht mehr zum Systemstart reichte. Großes Kino …
Seit diesen Tagen bin ich vorsichtig, wenn »Speicher voll« gemeldet wird — das Nokia N95 stellte auch in dieser Hinsicht bei mir einen Rekord auf: die erste »Speicher voll«-Meldung erschien nicht später als 4, in Worten: vier, Stunden nach dem Einschalten! Respekt, Nokia/Vodafone, ich glaube, ich werde mit *dem* N95 noch unglaublichen Spaß haben ;)

(Just for the records: natürlich war der Speicher des Telefons nicht voll, es waren zumindest lt. Aussage des N95 noch über 100 MB »Telefonspeicher« frei. Wahrscheinlich konnte eine Ressource nicht belegt werden oder so, aber dennoch, ein solcher Start läßt nichts Gutes ahnen …)

Erstes Fazit

Hammergeile Kombination von im großen und ganzen allem, was man sich heute in einem High-End-Mobiltelefon vorstellen kann; selbst Infrarot ist als Schnittstelle an Board, wozu auch immer: ist nicht Bluetooth schon zu langsam für die bis zu 3,6 MBit/sec, die jeder Verkäufer bei D1 und D2 mir bei HSDPA vorschwärmte? Nun, HSDPA kann dieses Feature-Ungetüm natürlich — leider wird es m. W. nicht anders als plattes UMTS nur mit »3G« im Display angezeigt, sodaß ich nicht den Hauch einer Ahnung habe, ob es das hier überhaupt gibt.

(To be continued …)