State of mind

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Ach ja, es beruhigt mich immer wieder, so elaborieten Dünnschiß zu lesen wie diesen hier:

And now that’s been fixed upstream. Oh, bought a Ralink card or a Broadcom? Sorry, better luck next time. This is why you buy hardware that actually works with Linux, so that the Gods of Kernel Wireless will rock your card, and you won’t be stuck with dead-end shit that never gets better. But maybe pain floats your boat. If you bought Intel or Atheros then you’re awesome.
[…]
In conjunction with the upstream mac80211-based kernel drivers (sorry Broadcom and ralink, no soup for you) we’ll get better failure information, finer-grained control over wifi connections, faster reconnections, better handling of link dropouts, AP mode support, great roaming behavior, better power-saving for awesome netbook performance, and a lot of other stuff.

 
Elfenbein-Coder; das dürfte dann auch erklären, warum der NotworkManager NetworkManager nach einem Hibernate/Suspend sich tapfer auch über 300 km hinweg minutenlang mit Geister-WLANs zu verbinden sucht. Aber schön, drüber gebasht zu haben; noch schöner wäre es ja, wenn solche Leute einfach mal versuchten, funktionieren Code zu schreiben anstatt des Kots, der sich in stetigen Ärgernisquellen wie eben NetworkManager zeigt.
Und nein, die Entscheidung, welche konkrete Hardwareteilchen sich in einem kaufbaren Gerät verstecken, die treffe nicht ich.

ich@hp-2133:~$ lsusb
Bus 001 Device 003: ID 04f2:b107 Chicony Electronics Co., Ltd
Bus 001 Device 001: ID 1d6b:0002 Linux Foundation 2.0 root hub
Bus 004 Device 001: ID 1d6b:0001 Linux Foundation 1.1 root hub
Bus 003 Device 002: ID 03f0:171d Hewlett-Packard Wireless (Bluetooth + WLAN) Interface [Integrated Module]
Bus 003 Device 001: ID 1d6b:0001 Linux Foundation 1.1 root hub
Bus 002 Device 001: ID 1d6b:0001 Linux Foundation 1.1 root hub
ich@hp-2133:~$ lspci
00:00.0 Host bridge: VIA Technologies, Inc. CN896/VN896/P4M900 Host Bridge
00:00.1 Host bridge: VIA Technologies, Inc. CN896/VN896/P4M900 Host Bridge
00:00.2 Host bridge: VIA Technologies, Inc. CN896/VN896/P4M900 Host Bridge
00:00.3 Host bridge: VIA Technologies, Inc. CN896/VN896/P4M900 Host Bridge
00:00.4 Host bridge: VIA Technologies, Inc. CN896/VN896/P4M900 Host Bridge
00:00.5 PIC: VIA Technologies, Inc. CN896/VN896/P4M900 I/O APIC Interrupt Controller
00:00.6 Host bridge: VIA Technologies, Inc. CN896/VN896/P4M900 Security Device
00:00.7 Host bridge: VIA Technologies, Inc. CN896/VN896/P4M900 Host Bridge
00:01.0 PCI bridge: VIA Technologies, Inc. VT8237/VX700 PCI Bridge
00:02.0 PCI bridge: VIA Technologies, Inc. CN896/VN896/P4M900 PCI to PCI Bridge Controller (rev 80)
00:03.0 PCI bridge: VIA Technologies, Inc. CN896/VN896/P4M900 PCI to PCI Bridge Controller (rev 80)
00:0f.0 IDE interface: VIA Technologies, Inc. Device 5372
00:10.0 USB Controller: VIA Technologies, Inc. VT82xxxxx UHCI USB 1.1 Controller (rev b0)
00:10.2 USB Controller: VIA Technologies, Inc. VT82xxxxx UHCI USB 1.1 Controller (rev b0)
00:10.3 USB Controller: VIA Technologies, Inc. VT82xxxxx UHCI USB 1.1 Controller (rev b0)
00:10.4 USB Controller: VIA Technologies, Inc. USB 2.0 (rev 90)
00:11.0 ISA bridge: VIA Technologies, Inc. VT8237S PCI to ISA Bridge
00:11.7 Host bridge: VIA Technologies, Inc. VT8251 Ultra VLINK Controller
00:13.0 Host bridge: VIA Technologies, Inc. VT8237A Host Bridge
00:13.1 PCI bridge: VIA Technologies, Inc. VT8237A PCI to PCI Bridge
01:00.0 VGA compatible controller: VIA Technologies, Inc. CN896/VN896/P4M900 [Chrome 9 HC] (rev 01)
02:00.0 Network controller: Broadcom Corporation BCM4312 802.11a/b/g (rev 02)
07:03.0 Ethernet controller: Broadcom Corporation NetXtreme BCM5788 Gigabit Ethernet (rev 03)
80:01.0 Audio device: VIA Technologies, Inc. VT1708/A [Azalia HDAC] (VIA High Definition Audio Controller) (rev 10)

Nicht ich habe mich für ‘nen BCM4312 802.11a/b/g-WLAN-Adapter entschieden, das war HP, als sie das HP Mininote 2133 entwickelten. Jenes war zu der Zeit (Herbst 2008) das fortschrittlichste Netbook auf dem Markt, mit praktikabler Auflösung (nicht diesem 1024×600-Unsinn), robustem Äußeren — und, wie sich leider über die Zeit erst herausstellte, doch deutlich schwachbrüstigerer CPU als in den Atom-Verwandten und noch dazu wohl mit einem Serienfehler, der zum Board-Tod führt (mein Mainboard wurde ja kürzlich von HP getauscht, dne Foren nach alles andere als ein Einzelfall).
Anyway; anstatt die Realität mit lockeren Sprüchen auszublenden, wäre es deutlich zielführender, sich den real-existierenden Problemem und Unzulänglichkeiten bei bestehenden (Third-Party-) Treibern zu stellen und Lösungen (auch) dafür zu finden.

me@medion-P7610:~$ lspci | grep Network
02:00.0 Network controller: RaLink RT2860

Denn Hardware aussuchen für Linux, das war gestern; heute muß sich, meiner tiefsten Überzeugung nach, die Linux-Entwicklergemeinde anstrengen, gegebene Mainstream-Hardware zu unterstützen, will man außerhalb der Elfenbeintürme der Entwickler und des Rechenzentrums – wo Linux ja durchaus Fuß gefaßt hat, man GUI-Tools wie NetworkManager aber auch braucht wie einen Wasserrohrbruch – mit Linux als OS ernstgenommen werden.
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Fernschaltbare Steckdosenleiste: SIS-PMS

Nachdem ich bei einem Kurzurlaub feststellen mußte, daß sich ein Steuer-PC (der steuert unter anderem mittels FHEM eine FHZ, die wiederum FS20-ST an- bzw. ausschaltet, Temperatursensoren auswertet usw.) verabschiedet hatte (zum zweiten Mal in einer Woche), habe ich nach fernschaltbaren Steckdosen gegooglet und bin auf die Silvershield PMS und die Linux-Software dafür, sispmctl gestoßen. Vier fernschaltbare Steckdosen (USB-Anschluß in der Nähe leider vorausgesetzt) für rd. 30 EUR; das ist verglichen, mit den sonstigen Angeboten wie z. B. dem NETIO 230A, eher günstig.
Nachdem bei der Inaugenscheinnahme schon ein Pinguin überraschte, findet sich auch tatsächlich die marginal angestaubte sispmctl-Version 1.1 (aus 2005) als Source auf der CD. Ob jene überhaupt mit den Devices, die ausgeliefert werden, klar kommt, wage ich zwar zu bezweifeln, denn Unterstützung für

Bus 002 Device 011: ID 04b4:fd13 Cypress Semiconductor Corp.

wurde erst in 2008 reingecodet, aber egal, »apt-get install sispmctl« auf Ubuntu (und mit »-t etch-backports« (nach Aktivierung jener) auf Debian Etch) zog eh’ die aktuelle Version 2.7:

root@test:~# sispmctl -s
Gembird #0 is USB device 011.This device is a 4-socket SiS-PM.
Accessing Gembird #0 USB device 011
This device has a serial number of 01:01:38:xxxxxxxx:xxxxxxxx
Gembird #1 is USB device 012.This device is a 4-socket SiS-PM.
Accessing Gembird #1 USB device 012
This device has a serial number of 01:01:38:xxxxxxxx:xxxxxxxx
root@test:~# sispmctl -g all
Accessing Gembird #0 USB device 011
Status of outlet 1: off
Status of outlet 2: off
Status of outlet 3: off
Status of outlet 4: off
root@test:~# sispmctl -d 0 -g all
Accessing Gembird #0 USB device 011
Status of outlet 1: off
Status of outlet 2: off
Status of outlet 3: off
Status of outlet 4: off
root@test:~# sispmctl -d 1 -g all
Accessing Gembird #1 USB device 012
Status of outlet 1: off
Status of outlet 2: off
Status of outlet 3: off
Status of outlet 4: off

Schick finde ich, daß ich hier, anders als bei dem bislang eingesetzten Funksystem (FS20 von ELV), auch den Status abfragen kann. Bißchen blöd ist natürlich die Abhängigkeit vom USB, aber wie gesagt, zu dem Preis ist das imho erst einmal unschlagbar. Wenn sie denn dauerhaft funktionieren, meine beiden Leisten …
Für OpenWRT soll es eine Portierung geben, mal gucken, wie das mit Fritz-Boxen aussieht ;)

Linux & Video – durch sieben Höllen mußt Du wandern …

me@lap:~/140conf_London/WiP/Video$ 5315 # MPLAYER_PID
-aofile has been removed. Use -ao pcm:file=<filename> instead.
-z has been removed. Use -vo png:z=<0-9> instead.
MPlayer SVN-r29237-4.4.1 (C) 2000-2009 MPlayer Team


Hachja. Wenn ich nur rausfinden würde, was ich in einem früheren Leben verbrochen habe, daß ich diese Strafe jetzt verdiene ..?
Sorry, Folks, es bleibt also bei den schon zu Stummfilmzeiten verwendeten Texttafeln. Linux ist halt noch nicht über das Jahr 1929 an dieser Stelle hinausgekommen. *sigh*
Ach so: ich versuchte, auf dem Kotzenden Koala nach Installation von »gimp-gap«, ein TZ7-Video einzulesen, um damit in GIMP Schindluder zu treiben. Bin wahrscheinlich wieder Depp #1, der das probiert …

#140conf, die Anreise

Bevor der Bezug zur #140conf dann in den Weiten von Zeit und Raum verschwinden, hier ein kurzer Zusammenschnitt der Anreise zur #140conf London von mir, @_refugee_ und @ifranz Videoquellen involviert: Panasonic TZ7, Kodak Zi8, ggf. auch noch das eine oder andere Bild von HTC Magic oder Nokia N95 (yepp, ich war etwas gadgetlastig beladen unterwegs in London).
Da easyjet leider erst dann in UK losflog, als wir in Köln schon boarden sollten für den Flug und wir intelligenterweise vergessen hatten, vor dem Passieren der Paßkontrolle etwas zu essen, war die Wartezeit mehr so das erste Lowlight des Tages; aber jeder hatte ein bis drei Gadgets am Mann um damit rumzuspielen, so entstanden diverse Fotos und Videoschnipsel ;)

Mittlerweile kommen LiVES und ich besser mit einander aus, insbesondere für dieses empfindliche Stück Software gilt die 7P-Regel: Proper prior planing prevents piss-poor performance (greetinx to @_refugee_ ;)). Sprich: wenn man vorab alles lädt, in möglichst wenig Aktionen sich die Videospur zusammenhäkselt und zwischendrin immer mal wieder optimistisch abspeichert, dann klappt’s bei mir jetzt, einen 2-Minuten-Schnippsel mit unter drei Abstürzen hinzubekommen …

Hat jemand schon mal Videoschnitt mit Windows in einer VM gemacht? Rennt nicht, oder? *sigh* Vielleicht doch ‘n MacMini kaufen für genau diese Anwendung?

#Milestone als SatNav …

Ich bitte die saumäßige Bildqualität zu entschuldigen; leider war das auf dem Display der Zi8 als solches nicht zu erkennen (die 480×270 Pixel sind aus der 1280x720er Aufnahme 1:1 ausgeschnitten). Aber ich denke, auch ohne klare Sicht auf die Landkarte wird klar, was Google da im Prinzip für einen Giftpfeil im Köcher hat — wenn auch bislang offiziell nur für USA. Man beachte auch das (flotte) Neuberechnen der Strecke, als ich absichtlich einen anderen Weg fuhr …

Unterlegte Musik: The Green Waltz von The Dada Weatherman (via Jamendo); lt. Jamendo

Soweit der Hype; was man aber nicht vergessen sollte, Navigation á la Google bedeutet auch »always on«, mindestens für den Start der Navigation. Das nebenstehende Foto zeigt dies recht schön, entstanden am Dienstag morgen in einer Tiefgarage (da, wo das Parken so teuer geworden ist :)) — ohne Verbindung zum Google-Imperium ist ein Milestone (oder auch andere Android-1.6-Geräte mit dieser Navigationslösung) als Navi mehr so untauglich. Ein weiteres Problem – und für ein Gerät dieser Preisklasse in meiner kleinen Welt nach wie vor ein Unding, aber das war auch schon beim Nokia N810 so – ist die im Lieferumfang fehlende Kfz-Halterung für’s Motorola Milestone.
Und leider, sowohl Google-Suche als auch eine Suche bei Amazon laufen derzeit faktisch ins Leere; es gibt 08/15-Halterungen, die ggf. die seitlichen Tasten des Milestones in Moosgummi packen — gelegentliche Auslösung vorprogrammiert. In die Halterung zum HTC Magic paßt das Milestone leider nicht, es ist offensichtlich marginal breiter (und klar länger). Offensichtlich muß man hier erst einmal … abwarten, was Motorola und der gewiefte Zubehörhandel da so auf den Markt schmeißen.
Die Halterung zum N810, ebenfalls einem Tastatur-Slider, fand ich ziemlich gut, da sie stabil ist und dennoch man auch das Gerät mit ausgezogener Tastatur bedienen kann; ich hoffe, Motorola nimmt sich daran ein Beispiel …

Videoschnitt mit Linux – mehr Strafe geht nicht

Ich bin wirklich kurz vor dem Aufgeben. Nachdem ich mir die halbe Nacht um die Ohren geschlagen habe mit dem Versuch, nativ unter Linux auch nur 3 HD-Clips (von Panasonic TZ8 und Kodak Zi8; die produzieren schon sehr unterschiedliche .MOVs; zu meinen audiolosen .MOVs aus einer JPG-Serie bin ich da noch gar nicht gekommen) zusammenzukleistern, ich habe noch nicht einmal lustige Überblendungen vorgesehen, und *jedes* Mal mit einem Absturz auf der Shell landete, möchte ich wirklich mal wissen, ob Schreiberlinge, die sowas absondern vielleicht ihr eigenes Blatt rauchen:

Scheinbar sind nach wie vor die „großen“ Softwarehersteller nicht daran interessiert ihre Schnittlösungen unter Linux zur Verfügung zu stellen. Doch Linux wäre niemals Linux geworden, wenn man immer bereitwillig auf die Unterstützung der etablierten Softwarehäuser gewartet hätte. Im Gegenteil: Seitdem die Videobearbeitung am PC ihren unaufhaltsamen Siegeszug angetreten hat, finden sich immer mehr kostenlose Linux-Programme, die Adobe, Canopus, Corel, Sony oder Ulead vielleicht schon etwas nervös machen sollten. Denn grundsätzlich funktioniert der Videoschnitt unter Linux bereits ziemlich gut.

 
Wenn »Adobe, Canopus, Corel, Sony oder Ulead« beim Thema Videoschnitt unter Linux nervös werden sollten, dann nur aus einem Grund: daß bis auf’s Blut von dem Codedreck in diesem Bereich unter Linux angewiederte User neben den (auch alles andere als fehlerfreien) Softwarepaketen ihnen auch noch einen adäquaten Windowsrechner aus den Händen reißen möchten …
Meine Fresse, was für eine Scheiße an Software da sich tummelt … Cinerella, CV oder die HeroineWarriors-Variante, hat ‘ne krude GUI und einen sehr elaborierten Crash:

signal_entry: lock table size=17
0x9cfffc0 CWindowTool::input_lock CWindowTool::run
0x9dd3df0 TransportQue::output_lock PlaybackEngine::run
0x9dd43a8 MainIndexes::input_lock MainIndexes::run 1
0xaab9f0d8 BC_Repeater::pause_lock BC_Repeater::run
0xaab6fd28 ResourceThread::draw_lock ResourceThread::run
0x9688750 BC_Synchronous::next_command BC_Synchronous::run
0x9b8ec550 AudioDevice::arm_lock AudioDevice::arm_buffer *
0x9b38990 BC_WindowBase::event_condition BC_WindowBase::get_event
0x9c61b80 BC_WindowBase::event_condition BC_WindowBase::get_event
0x9d4d940 BC_WindowBase::event_condition BC_WindowBase::get_event
0xaaba06f0 BC_WindowBase::event_condition BC_WindowBase::get_event
0x9d24f70 BC_WindowBase::event_condition BC_WindowBase::get_event
0x9b8ec590 AudioDevice::arm_lock AudioDevice::arm_buffer *
0xaab01890 BC_WindowBase::event_condition BC_WindowBase::get_event
0x9b8ec530 AudioDevice::play_lock AudioDevice::run 1 *
0x9b957758 OSSThread::write_lock OSSThread::wait_write
0x9b8ec550 AudioDevice::arm_lock AudioDevice::arm_buffer
BC_Signals::dump_buffers: buffer table size=0
BC_Signals::delete_temps: deleting 0 temp files
SigHandler::signal_handler total files=0
Aborted

LiVES ist auch nicht viel besser, das GUI ist noch unintuitiver und nachdem das Hinzufügen des 3. Schnipsels in der angeblichen Anwahl von 0 Audiotracks wurzelte und danach sich LiVES offensichtlich aufhängte, war ein Abbruch über Gnome notwendig. Great stuff.
Zu guter Letzt dann noch openmovieeditor – um es kurz zu machen:

[pcm_s16be @ 0xab64840]buffer smaller than AVCODEC_MAX_AUDIO_FRAME_SIZE
Last message repeated 26 times
[pcm_s16be @ 0xab0ce80]buffer smaller than AVCODEC_MAX_AUDIO_FRAME_SIZE
remove command
Segmentation fault

Ganz großes Kino, Videoschnitt unter Linux …

#Milestone: Erste Eindrücke meines deutschen #Droid (Teil 1)

Vorweg: ich weiß nicht, welche Segnungen auf den schieren Unterschied Android 1.5 (mein HTC Magic) zu Android 2.0 (mein Motorola Milestone) zurückzuführen sind; da m. W. Motorola nicht sehr viel am Android rumgeschraubt hat – ganz anders als HTC beim Hero –, dürfte das Gros der zu bejubelnden Änderungen auf Android 2.0 zurückzuführen sein und mithin, so diese Version für die bisherigen Android-Geräte verfügbar wird, auch anderswo zu Freudentänzen führen.

Licht & Schatten bei Bluetooth


Für mich gaaaanz wichtig ist der Datenaustausch via Bluetooth; diese Nicht-Funktion in Android 1.5 auf meinem Magic war der Grund – neben der fehlenden bzw. root bedingenden Screenshot-Applikation –, mein Magic nach zwei Tagen schon »zu rooten«, also den Zugriff als Superuser freizuschalten. Sorry Folks, ein Telefon mit Kamera und noch dazu Cold-Swap-SD-Card-Steckplatz, welches keine Möglichkeit außer USB vorsieht, Bilder zu versenden, ist in meinen Augen eine Totgeburt. Nunja, auf den Magic war das – dank tollen Vorarbeiten – leicht »nachzurüsten«.
Frohe Kunde: Bild- und Filmdateien können beim Milestone per BT übertragen werden (Gegenstelle bei mir: Linux-Rechner).
Die Schattenseite: Der Empfang ist reichlich umständlich, nach der Benachrichtigung ist die Statusleiste runterzuziehen und der Request auszuwählen, damit endlich ein Abfragefenster erscheint, vermittels man dann endlich die Übertragung authorisieren und starten kann. Zum Ende wird wieder über eine kleine Nachricht eingeblendet und, Hurra, sofern der Sender noch nicht die Lust verloren hat, hat die Übertragung geklappt und stattgefunden nach nur 3 Gesten – pro Datei. Senden geht immerhin unkomplizierter …
Konsequenterweise kann ich zwar mein Milestone mit meinem Laptop (greebo) BT-pairen, aber eine Auto-Authorisation ist beim Milestone augenscheinlich nicht vorgesehen.
Die Unsitte des Magics, nämlich nur bestimmte Dateiformate übertragen zu wollen, zeigt auch das Milestone; während ich beim Magic keine PDF-Dateien herunterladen kann (weil keine Anwendung diese darstellen kann — reichlich peinlich IMHO für eine mobile Surfkiste aus 2009), geht mit der Android-internen BT-Geschichte z. B. keine Übertragung von Programmpaketen. Es dauert eine halbe Ewigkeit, dann meldet der Sender was von OBEX und not supported. Toll. Security by obscurity, welcher bekiffte Produktmanager ist für diesen Stuß kielzuholen? Namensnennungen, auch anonym, nehme ich gerne entgegen, hrmpft.
Nota bene: mein gerootetes Magic schluck gierig .apk und erkennt auch, daß diese zu installieren Programmpakete sind – go figure.
Just tested, mit .pdf ist’s ähnlich, auch dort kommt keine Anfrage auf dem Milestone-Display (es geht aber immerhin kurz an ;)); insofern ist das nicht auf .apk beschränkt, allerdings kann man es (bei .apk) auch besser machen – schließlich ist »Unbekannte Quellen« ja aktiviert.

Der Browser


Große Stücke erhoffte ich mir ja vom Browsing auf dem 800x480er Display (ok, 800something), denn Webseiten auf dem Magic, das war schon mehr eine Scrollorgie denn happy surfing. Von meinem Nokia N810 kenne ich ja in etwa die Darstellungsmöglichkeiten, die ein solche Auflösung bietet, und wenngleich es weitab von perfekt ist, für ein mobiles Gerät halte ich das für die untere Grenze für eine sinnvolle Nutzung. (YMMV, as always ;))
Vorweg schicken sollte ich, daß ich noch keine Einstellungsänderungen vorgenommen habe bzgl. Browsing; exemplarisch gehe ich jetzt mal durch, wie die – bei Magic gescheiterte – Aufgabenstellung »wie konfiguriere ich bei meinem Gigaset SX353isdn denn den Anrufbeantworter aus der Ferne?« auf dem Milestone aussieht. (Beim Magic scheiterte ich am Download der Anleitungs-PDFs, und die damals, ca. Juli 2009, im Market vorhandenen PDF-Viewer waren … I won’t say a word. (Immerhin, nach der Installation einer PDF-App konnte ich das PDF immerhin runterladen …)
Ich mache es auch hier wieder kurz (die folgenden Bilder, geschossen mit dem Magic in Ermangelung einer root-Option, um die Screenshot-Apps zu nutzen *sigh*, sind auf 800×600/600×800 verkleinert; alles relevante sollte sichtbar sein): die initiale Ansicht ist, nunja, eine miniaturisierte Übersicht. Trifft man den Auswahlbutton (notfalls nach Pinch-Zoom ;)), geht’s ähnlich übersichtlich und lupefordernd weiter (dieses Verhalten kann man aber einstellen!). Dreht man das Milestone, sieht man weniger und erkennt mehr ;)
So finde ich dann auch meinen Downloadlink, ein PDF — da bin ich mal gespannt. Aber, horray, Android 2.0 auf dem Milestone lädt auch PDF-Dateien herunter (Jungs, ein Frage: warum dann kein Empfang per BT?) — und etwas Namens Quickoffice zeigt sie sogar an! Allerdings ist mit keine größere Ausgabe als diese Briefmarkenansicht gelungen; ist »Quickoffice« vielleicht noch nocht »aware« ob der Bildschirmgröße? Sämtliche »an … anpassen«-Optionen änderten an diese Minidarstellung nichts — Koolness 100, Usability 0 Points, Motorola/Google!
Abschließend ein kurzes Video über dieses Pinch-Zoom, oder wie auch immer das Multitouch-Begesten des Touchscreens heißen mag. Der Versuchsaufbau war etwas crude, aber man bekommt, denke ich ich, zumindest ‘ne Idee …

Soundtrack: The Green Waltz von The Dada Weatherman (via Jamendo); lt. Jamendo

Im Laufe der nächsten Tage werde ich sicherlich noch mehr zum Milestone schreiben; spannenderweise hat das Milestone bislang rd. einen Tag durchgehalten und ist noch immer bei 40% Akkuleistung. »Spannend« für mich, denn meien Erlebnisse mit dem HTC Magic waren ja mehr so ernüchternd, was dessen »Lebensdauer« ohne USB-Fütterung anging; allerdings ist es weniger spannend, wenn man sieht – wohl ein weiteres neuen Android-2.0- (oder auch schon -1.6-) Feature – wo die Energie berbraten wird: zu über 50% beim Display. Und, naja, klar, wenn ich mein Magic als Fotoapparat verwende, ist u. a. das Display an. Im Hintergrund fressen dann MyTracks und der dadurch daueraktivierte GPS-Empfänger Strom, und da ich nicht zu Hause bin, ist der Stromfresser UMTS-Transceiver auch always on, schon wegen Twidroid für Twitter … Echte Werte werde ich mit dem Milestone also erst in den nächsten Tagen haben, nicht nur, weil es erst einen Ladezyklus hinter sich hat.
Inwiefern sich das andere Netz (Magic: o2, Milestone: D2) auswirkt, würde ich auch gerne mal testen, habe nur leider keine Idee, wie.

#140conf – ein Rückblick

£ 425.00 – war es das wert? Dank eines Sponsorcodes (via Kodak) muß ich mir diese Frage nicht stellen, wobei der selbstbezahlte Flug (unter € 100,– »dank« easyjet.com) und Hotel (£ 150,–) plus Transfer und so weiter auch gehörig Löcher in die Reisekassen schossen.
Gut, ich gehe, vielleicht anders als z. B. @ifranz es tut, anders an solche Events heran. Ich bin, woran ich jedes Jahr im Frühjahr erinnert werde, keine 25 Lenze mehr, aber als ich in etwa 25 – plus/minus ‘n paar – war, waren die sog. »[IRC] Relay-Parties« – später abgelöst durch »Channel-Parties« – en vouge. Ich krieg’s jetzt grade zeitlich nicht mehr zusammen, aber irgendwann in dem Zeitrahmen waren auch die – von Netzbekannten bis -freunden organisierten – »Amiga-Treffen« ein steter Bestandteil meiner jährlichen Aktivitäten. »Meka«, das »Meeting Karlsruhe« hat es mehr oder minder in die Jetztzeit überlebt, glaube ich; persönlich war ich mit meinem Schlafsack IIRC nur einmal dort.
Letztlich hatte ich wohl einfach Glück; von den von mir besuchten RPs gibt es augenscheinlich keine Bilder mehr online, die mich in, äh, alkoholisiert-entspannter Pose zeigen würden. Dieses Glück haben heutige Kids (schülervz) oder Studis (studivz) eher nicht — ich nenne es auch gerne die »Gnade der frühen Geburt«, bevor Google & Co erschaffen wurden und das Netz ein Gedächtnis (durch entsprechende Dienste) hatte …
Insofern: Für mich wäre die #140conf weniger ein Quell spannender Informationen gewesen sondern die Reinkarnation einer RP in Zeiten von twitter: traf ich seinerzeit (endlich) mal Leute wie {insert_famous_gal_or_guy_here}, würde ich jetzt vielleicht Leute wie @spreeblick oder den Sascha Lobo in freier Wildbahn erleben (evtl. sogar inkognito beobachten können) … Ja, insofern war meine Motivation, die Eintritts-Sponsorschaft anzunehen, vielleicht untypisch; andererseits: so ganz taufrisch waren die meisten Anwesenden auch nicht … Dank @Kodak_DE hat sich meine Erwartung mit sowohl @spreeblick als auch @tknuewer beim gemeinsamen Mittagessen erfüllt. Mehr Connections hätte ggf. noch die After-Show-Party gebracht, zu der wir ( @_refugee_ und @ifranz sowie ich, @wusel aus Gründen der Erschöpfung und der vorgerückten Stunde nach extensiver experimenteller Photographie der Tower Bridge nicht mehr gingen.
Ich denke, ich habe viel gelernt über meine TZ7 an diesem Abend, außerdem viel über die aktuellen digitalen Spiegelreflex-Kameras (die gar nicht mehr immer einen Spiegel reflexen) … Über twitter, nunja, ich habe viel gehört von $company, die aus $diesen oder $jenen Gründen twitter einsetzt …
Well; I don’t neither own nor run a multi-million dollar company — aber ich als, vielleicht untypischer, Endkunde stellte doch eher schnell fest, ob ein @corp-Account bei twitter »ernst gemeint« ist oder Bullenscheiße aus dem Berater-Dunstkreis. So hat sich die ach-so-»Generation Now«-affine Vodafone bis heute nicht bei mir gemeldet, obwohl sie a) twitter nutzen und ich b) teils massiv über sie geläster-twittert habe (bewust, btw). Bei @Kodak_DE ist das evtl. etwas anderes, da wir uns seit dem #floatingcast auch face2face kennen (früher hätte man »persönlich« geschrieben; klingt heute komisch, oder?); aber ein anderes (Negativ-) Beispiel sei o2: als ich #pre vor dem Launch verwendete, folgte mir ein o2-Bot und ich bekamt teils sogar zielgerichtete Nachrichten von ihm (/ihr/wasauchimmer). Heute, d. h. seit knapp ‘ner Woche, twittere ich über den #Megafail von o2 bzgl. des Motorola Milestones, und was passiert: nixe. Das Schweigen im Walde ist LAUT, verglichen mit dem, was o2 zu deren Unwilligkeit, das Motorola Milestone auch zu verkaufen, schweigt …
Quintessenz: vielleicht war ich schlicht nicht $Zielgruppe. Was ich aber immer wieder wahrgenommen habe: das Unverständnis über die Tatsache, daß eine »Konferenz über twitter« ohne twitter-Nutzung gestattende Infrastruktur abgehalten wird. Klartext: es gab kein für die #140conf-Teilnehmer kostenlos nutzbares WLAN! o2 Indigo, der Tagungsort, wird »bewirtschaftet«, augenscheinlich auch auf den 802.11-Frequenzen; auf Anfrage gab es für eines der to-be-paid-for-WLANs Credentials für »Blogger«; wie der »offizielle« Ablauf sein sollte weiß ich nicht, da ich ein Gespräch mit @JeffreyHayzlett und einem mir unbekannten Blogger mitbekam. Letztlich habe ich für @ifranz einen Zugang gesichert – Papierzettel, aber sowas von 1.0 … –, da sein Mac nicht mit den von @Kodak_DE unter der Hand kommunizierten Zugängen spielen wollte. Mein Ubuntu wollte weder-noch, was ich leider erst gegen Ende des Tages realisierte — und den noch immer benutzten Windows-Treiber (via ndiswrapper) als Schuldigen ausmachte; mit »b43.ko«, dem nativen, nachprogrammierten Linux-Treiber für das Broadcom-WLAN-Chipset meines HP 2133 klappte die Verbindung zu allem WLAN-Netzen auf Anhieb …
Ich war auf keiner #140conf vorher — und werde freiwillig wohl auch keine mehr besuchen. Ich war auch noch niemals in New York oder San Francisco; sofern die #140conf dort ebenso stümperhaft abgehalten wurde, würde es mich wundern, falls dieses Format 2009 überlebt. Ich hege Mitgefühl für @Kodak_DE wo glaubhaft versichert wurde, daß derlei Dinge außerhalb dessen lagen, was ein Sponsor beeinflussen konnte (daher auch die »geheimen« Zugänge zum »Kodak-WLAN«) — was nur bedeuten kann, daß auch Kodak als großer Sponsor sich ggf. 2010 mehr einbringt in (oder konsequent aussteigt aus) diese Jeff-Pulver-Story …
Schade, letztlich. Die Idee an sich war ok: »You will find individual talks set to: 10 minutes; “Featured talks” 15 and 20 minutes and the various panel discussions are set for 15 and 20 minutes.«

Mindestens bei @spreeblick Session wurde aber der Zeitkorrekturstift angesetzt und ein Zeitziel von 5 Minuten angefragt; ich schätze einfach mal, daß das andern auch nicht gutgetan hat?

Wunschausstattung zukünftiger Gadgets

Bei Signal77 kommentierte ich:

“Es wird unglaublich lange dauern, […] auf dem Rechner angekommen ist. Das mag ich sagen, weil ich es von der eye.fi kenne und die überträgt NUR Bilder. […]”
Nunja, eine Eye-Fi wollte ich mir eigentlich jetzt zulegen, aber 100,– GBP für 2 GB ist etwas arg hochpreisig — auch wenn diese auch Videos “kann”. Ich kenne jene also nicht; 802.11g ist aber netto rd. 20 MBit/Sec, Bilder sollten da in Sekunden übertragen sein, bei Videos mit deutlich jenseits 100 MB ist das natürlich ein anderer Schnack.
“WLan ist kein 3G! Der Vorteil vom iPhone ist doch das direkte online stellen, […]”
Da Du auch ein Magic besitzt: damit (oder anderen Android-Telefonen) ist das Hochladen kein Problem! Der fehlende Schnitt, nunja; heute *muß* ich einen PC suchen, unendliche Zeitverzögerung. Mit integriertem WLAN (Ad-Hoc-fähig wäre sinnvoll) *kann* ich auch schnell über ein WLAN-Netz oder eben meinen Androiden (und dann per 3G) etwas ins Netz schicken.
Nota bene: ich spreche generell, als Besitzer einer Panasonic TZ7 und einer Kodak Zi8, über die Möglichkeiten. Wer WLAN nicht braucht, läßt es eben links liegen (frißt dann weder Brot noch Strom; Chipkosten sind imho vernachlässigbar); aber die Technik für BT & ggf. WLAN nach Eye-Fi-Vorbild sollten zukünftige Geräte mit an Board haben!

 
Es ist natürlich immer eine Frage, was man als Hersteller in ein neues Produkt einbaut; ich bin kein Profi-Fotograf und verdiene meine Brötchen auch eher in anderen Umfeldern. Aber schon beim Erhalt der Zi8 habe ich mit Bedauern festgestellt, daß kein Nahbereichsfunk, sprich Bluetooth, vorhanden ist. Derzeit behelfe ich mir mit MircoSD-Karten (in SD-Adaptern) in Zi8 und Panasonic TZ7, die ich bei Bedarf in mein N95 schiebe (HotSwap ist dort ja möglich, anders als beim HTC Magic, leider) und dann selektiv Bilder per BT zum Magic schicke, um sie endlich von dort hochzuladen. Bloody uncomfortable … aber noch immer besser, als mein Netbook mitschleppen – und dafür eine weitere Daten-SIM samt Flatrate zum Hochladen bereithalten – zu müssen.
Mario von Signal77 sieht das – für die »Flip mio«, wohl ein Gerät ähnlich der Kodak Zi8 – irgendwie anders; für ihn ist das Hochladen, grade von HD-Inhalten, ein Akt, der bewußt gemacht werden will, der eine vorherige Bearbeitung vorsieht und damit zwingend einen PC (der dann auch gleich den ach-so-schwachen Akku der Flip lädt). I beg to differ. Den Großeltern kann ich nach wie vor mit einem Clip der Kids eine Freude machen und bei 5 GB Traffic/Monat sind auch mal 400 MB HD-Clip drin, die ich in der Bewegung innerhalb der 3G-Abdeckung des Mobilfunknetzes entspannt mein Mobiltelefon hochladen lasse … Wobei den Großeltern WVGA-Qualität schon reichen würde; aber das Schöne am heutigen Netz und seinen Diensten ist ja, daß Content für verschiedene Endsysteme aufbereitet und ausgeliefert werden kann – der HD-720p-Clip kommt auf dem Aldi-PC am Full-HD-Display Klasse, der WVGA-Clip landet vielleicht auf einem modernen Android-Handy mit 800x480er Display und für Omis altes S60 gibt’s ggf. die MMS-Briefmarke …
Ich sehe auch nicht, wie WLAN im Gerät pe rse »den Charme des EasyGoing« zerstören könnte. Laß’ den Mist aus, wenn Du ihn nicht brauchst — immer ein guter Rat ;) Aber grade solche – ich hoffe, ich trete Kodak jetzt nicht zu nahe ;) – Spaßgeräte wie die Zi8 sollten mobilen Datenaustausch ermöglichen, das ist meine Überzeugung. Wohin ich darüber welche Daten schicke, das sollte nicht den Hersteller tangieren — und ja, ich behaupte, daß es Gründe dafür geben kann, einen 100+ MB-Clip per <1 MBit/sec-Bluetooth zu übertragen (mit Sender und Empfänger am Stromnetz …), andererseits sind 24 Sekunden WVGA-Clip mit der Zi8 auch »nur« 21 MB.

Mein Motorola Milestone …

Wie schon getwittert, war ich heute nochmals im »o2-Shop meines Vertrauens« (in der Königstraße; das, was Google da als »o2 Premium Shop Ralf Pieper« zu kennen glaubt, habe ich nicht gefunden) und fragte nach dem Motorola Milestone (aka EU-Version des Droid):
Ich: Guten Abend, haben Sie das Motorola Milestone da?
Shopangestellte: Äh. Also, ja und nein … *lächelt*
I: »Ja« klingt doch schon mal gut … *grinst*
S: Naja, sie schiebt einen Karton zu mir her, öffnet ihn dieses eine haben wir heute bekommen, …
I: Greift mit zittrigen Händen zu
S: … aber ich kann es Ihnen leider nicht verkaufen, da wir eben nur dieses eine bekommen haben.
I: Herzrythmus fängt sich nach zwei ausgelassenen Takten wieder Oooch. Wirklich nicht? Ich nähme es sofort mit setzt gewinnendes Lächeln auf *zwinker*
S: Nein, leider … Wir bekommen vielleicht Samstag welche, sonst hoffentlich Montag, aber dieses darf ich leider nicht …
I: Aber ich nehme es doch sofort! Wenn Sie doch demnächst weitere bekommen? Versuch, den linken und den rechten Mundwinkel am Hinterkopf zusammenkommen zu lassen, bei 50% der Strecke abgebrochen, mit Rücksicht auf die Genfer Konvention.
S: Aber vielleicht hat unser Partnershop ja … schaut was auf dem Bildschirm nach … dann könnte ja *murmelt unverständlich* bis Samstag …
I: Liebkost das Milestone, zieht ihm die Tastatur unten aus, macht verstohlene Schnappschüsse mit dessen Vorfahren
S: Nein, leider haben die keines bekommen.
I: Schade; aber ich würde dieses sofort mitnehmen … *treudoofen Hundeblick aufsetz*
S: Leider …
Und so weiter; in einem letzten Charmeaufgebot – ich war kurz davor, 1500 EUR abzuheben, um definitiv einen 500er zu bekommen, um den er dnetten Shopangestellten unter die Nase zu reiben ;) (Ja, klar, nur Spaß …) – versuchte ich nochmals, so kurz vor Ladenschluß, ihr das Milestone abzuluchsen, aber, leider, sie blieb unerweichlich.
Während ich im Shopw wartete, hat offensichtlich noch ein weiterer Möchtegern-Milestone-Käufer dieses Erlebnis gehabt; jedenfalls ging er mit einem Handy durch den Laden, während sie einen andern Kunden zu bedienen anfing, dann gab er es zurück und sie verstaute es ganz vorsichtig in einer Box, die so aussah wie jene, die sie mir dann hinschob, um das Milestone zum Vorschein kommen zu lassen.
Zwei Milestones hat o2 also heute mindestens in Gütersloh nicht verkauft. Und mich grade auf die Suche nach einer Android-Alternative geschickt, mit ähnlichen Specs (800×480, möglichst (kein Muß) Keyboard, Kamera mit Blitz, Videoaufnahme in mind. WVGA/PAL-16:9, besser HD 720p) — denn ich finde, man muß Unternehmen wie o2, die nichts verkaufen wollen, nicht in die Notlage bringen, einen Jahresüberschuß auszuweisen.