Höhere Mathematik, oder: Wer viel mißt …

Ich sag’ mal so: irgendwas stimmt hier nicht. Ich wollte mal ermitteln, wieviel Watt (-stunden) denn so ein FSC Scenic Xs wirklich auf die Uhr bringt, denn die angegebenen Werte klingen doch recht verlockend:

Stromversorgung
Gerätetyp Stromversorgung
Erforderliche Netzspannung Wechselstrom 110/220 V ± 10% ( 50/60 Hz )
Gestellte Leistung 80 Watt
Leistungsaufnahme im Betrieb 27 Watt
Stromverbrauch Standby/Ruhezustand 24 Watt
Produktzertifizierungen EPA Energy Star

 
Nun, »im Betrieb« ist das Schätzchen seit ca. 16:03, …

root@vdr-2:~# w
16:57:51 up 54 min, 1 user, load average: 0.00, 0.00, 0.00
USER TTY FROM LOGIN@ IDLE JCPU PCPU WHAT
root pts/0 greebo.uu.org 16:57 1.00s 0.02s 0.00s w

… aber den Werten des EM-Systems von ELV/Conrad zufolge, ist der Verbrauch von 160 auf 220 Watt angestiegen mit dem Einschalten des Scenic Xs. Also braucht dieser Scenic Xs 60 Watt »im Betrieb«, schlapp das 2,222fache dessen, was avisiert wird.
Ich habe nun gegen 17:18 einen weiteren Scenic Xs auf dem Meßpfad eingeschaltet, der erste und der zweite Meßwert zeigen einen Anstieg der Last von 220 auf 250 Watt an (Meßwert 3: 240 Watt; Intervall 5 Minuten), was vollkommen im Rahmen läge; sofern sich das hält, muß der Mehrverbrauch des ersten Xs sich ergeben durch Unterschiede bei Hauptspeicher (gleich: 128 MB), Platte (vdr-2: zwei Jahre alte 500 GB-IDE; anderer Xs: irgendeine alte 40er oder 80er IDE), Mainboard (D1171 jeweils) oder … den beiden DVB-S1-Karten in vdr-2.
Da wäre mal ein deutliches »Whow!« fällig, denn je 15 Watt Energieverbrauch pro Technotrend-DVB-S-Budget-Karte – mithin 50% ders Grundverbrauchs des PC-Systems on top –, das ist schon ein Wort:

01:09.0 Multimedia controller: Philips Semiconductors SAA7146 (rev 01)
Subsystem: Technotrend Systemtechnik GmbH Device 100f
Flags: bus master, fast Back2Back, medium devsel, latency 123, IRQ 18
Memory at f4101000 (32-bit, non-prefetchable) [size=512]
Kernel driver in use: budget_ci dvb
Kernel modules: budget-ci
01:0b.0 Multimedia controller: Philips Semiconductors SAA7146 (rev 01)
Subsystem: Technotrend Systemtechnik GmbH Device 100f
Flags: bus master, fast Back2Back, medium devsel, latency 123, IRQ 19
Memory at f4101400 (32-bit, non-prefetchable) [size=512]
Kernel driver in use: budget_ci dvb
Kernel modules: budget-ci

Nein, es läuft keine Anwendung und nicht einmal die ZF-Eingänge sind derzeit beschaltet … Da ich noch andere, »billigere« DVB-S-Karten habe, werde ich wohl mal einsteigen in einen lustigen Hardware-Umbau-und-Energieverbrauchsmeßzyklus. Wünscht mir Glück ;)

Goldrausch?

Hmm, bin ich nur pingelig, oder herrscht in der »Energieverbrauchszählerbranche« wirklich noch eine Art Goldrauschmentalität? Ich gucke mich nun schon länger um, wie ich meinen Energieverbrauch denn – verhältnismäßig – günstig erfassen kann. Die ELV-Lösung mit der IR-Diode (und so vermutlich weitere, prinzipgleiche Lösungen) scheitert am rauchglasfarbigem Zählergehäuse, also bleibt wohl nur der Wechsel zu Yello-Strom (wo dann, angeblich, ein digitalSTROM-Chip meinen Verbrauch mißt — und ihn Yello und Google schickt, nicht aber mir direkt AFAIK) oder eben ein Zwischenzähler. (Nein, mein Energieversorger bietet keinen Endkundenauslesbaren Zähler an.)
Ein Zwischenzähler also, mit wenigstens Impulsausgang; andere gibt’s auch, so mit M-Bus und allem Trallalla, aber sie liegen dann auch bei über 300,– EUR; da der Zähler keine Einsparung bringt (eher im Gegenteil, durch seinen Eigenverbrauch), muß durch geänderte Nutzung eingespart werde; aber das Wissen um die aktuelle Netzspannung oder -frequenz spart nichts, das wäre nur spannend zu sehen …
Also ein Drehstrohmzähler mit dem fröhlichen, normierten S0-Impulsausgang. Da mein Zähler der Stadtwerke Gütersloh eh’ »nur« 75 Umdrehungen pro kWh macht, erscheinen mir 800 Impulse/kWh schon ganz gut (1000 wäre natürlich ein runderer Wert; 3200 hingegen erscheint mir fast übertrieben?).
Gut, womit also dann die Impulse zählen; jeden morgen um 6 den Zählerstand abzulesen, das war ja nicht der Plan, auch wenn das in meiner Wohnung dann natürlich eine Webcam übernehmen könnte …
Nein. Ich will einen S0-Impulszähler. Und hier kommt für mich jetzt der richtige Eindruck der Goldrauschstimmung.
Denn da gibt es beispielsweise den kWh-Logger, wo man für die Teilnahme am Betatest mit Leihstellung eines Gerätes 199,– bezahlt:

Der Energiezählershop darf den Logger nicht ohne CE Zertifizierung an den Endverbraucher verkaufen. Es gibt auch kein Handbuch oder Beschreibung der Funktionen. Die Informationen können dem Forum unter http://www.kwh-logger.de/forum entnommen werden.
Johann Stark Elektronik stellt jedem Betatester einen oder mehrere Logger zu Verfügung für einen Beitrag von 199 € inkl. Umsatzsteuer je Logger, zzgl. Versand und Nachnahmegebühren (wenn Nachnahme gewählt worden ist).
[…]
Nach dem der kWh Logger nicht verkauft wird, besteht kein Anspruch auf Erfüllung irgendeiner Funktion. Die Funktionen sind auf den oben genannten Internetseiten beschrieben, werden aber in keiner Weise garantiert. Sie benutzen den Logger auf eigene Gefahr und informieren sich im Forum über Funktions- oder Anschlussmöglichkeiten. Johann Stark Elektronik haftet nicht für Schäden durch unsachgemäße Handhabung. Das Gerät hat keine Garantie. […]

 
Schickes Gerät, 4 S0-Eingänge, Milroprozessor drauf und mit Ethernetanschluß; aber 199,– finde ich schon für ein zu kaufendes, nur Impulse zählenden, Gerät viel, für ein nicht verkauftes, ohne jegliche Garantie ist das doch etwas happig — oder? Ja, rechtlicher Rahmen hin oder her; aber Betatester das Gerät ohne Gegenleistung bezahlen zu lassen, ich weiß nicht. Ist ja fast schon wie bei Software …
Wobei, das muß man dann auch zugeben, 199,– für 4 S0-Eingänge und Ethernetanschluß ist relativ günstig, schaut man sich ipcas’ Metering Network an: 479,– plus MwSt für 6x S0-Impulseingang, da sind 199,– für »erhoffte 4« schon bahnbrechend … Oder liegt das an den Kosten der CE-Zertifizierung?
Nein, irgendwie kann ‘ne CE-Zertifizierung soo teuer nicht sein, denn man bekommt ja schon Marken-Einphasenzwischenzähler mit S0 für unter 40,–, in der Bucht dann mit lustigen Namen ab 9,99 … Und an der Hardware kann’s irgendwie auch nicht liegen, einen Microprozessor samt Ethernet gibt’s fertig für 28,–; ein Lantronix XPort-Pro-Modul (Ethernetchip mit 32-bit CPU, 8MB SDRAM und 16MB Flash, auf dem auch Linux laufen kann) kostet allerdings schon rd. 60,– …
Aber zurück zum Zählen der S0-Impulse. Die Geräte mit Ethernet sind mir schlicht zu teuer, zumal ich auch nicht wirklich Ethernet im Stromkasten habe (gut, wäre ein lösbares Problem). Also, was gibt’s da noch?
Ah ja, das gute alte 1-Wire mit seinen 2-4 wirklich benötigten Leitungen. Ja, auch da gibt es Angebote, mit schon 50,– für 2 S0-Zähler ist man dabei … Umm, Netzteil brauch’s dann aber auch noch; ich habe jetzt nicht nach dessen Preis geschaut — sondern nach Alternativen, günstigeren Alternativen. Und wurde bedingt fündig; 5,– gespart, immerhin.
Daß es auch noch günstiger geht, wenn man nur sucht, belegt für mich den Verdacht, daß hier schon ganz gut Gewinn gemacht wird in dieser Nische. Schlußendlich werde ich wohl bei Wärme Fuchs zwei Unterputz-Module mit je 2 S0-Eingängen, die auf einem 1-Wire-Zähler enden, zuschlagen; 29,– pro Stück, da lohnt sich das Anheizen des Lötkolbens wohl nicht wirklich. Das Hutschienengerät für 38,– sähe zwar schicker aus, aber da ich nur noch 7 freie Plätze habe, ein Wechselstromzähler mindestens 3 davon veranschlagt und ich gerne 3 Stromkreise dediziert messen will, ist auf der Hutschine im Sicherungskasten eh’ nicht mehr Platz … Ich hoffe, ich kann die UP-Module unterhalb der Abdeckung verstecken (geht, wenn die nicht zu sehr auftragen; sonst muß da halt ein Loch rein ;)), dann muß nur der 1-Wire-Bus als Telefonkabel in den Sicherungskasten rein, das sollte auch optisch gut gehen. (1-Wire habe ich schon für 2 Thermometer laufen, mal sehen, wie ich da die Schlaufe in die Abstellkammer lege. Aber das ist Pillepalle.)
Jetzt ist nur noch die Frage: Voltcraft-Zähler zu ~120,– (Drehstrom (80A); 1000 Imp/kWh) und ~40 (Wechselstrom (5(32)A; 2000 Imp/kWh) oder doch lieber die Geräte vom eBay-Powerseller zu ~40,– (Drehstrom (10(63)A); 800 Imp/kWh) bzw. 9,99 (Wechselstrom (5(32)A); 1000 Imp/kWh), »nach CE – EN61036 ausgelegt und erfüllt die CE Anforderungen sowie EN61010 und EN61326«? Und was kostet dann wohl der Einbau in den Sicherungskasten? Ich fürchte, nochmal ein Vermögen, kostete eine zus. Steckdose vom Elektriker beim Bau doch schon 20,– EUR (wohlgemerkt, neben einer schon geplanten, also nur weiteres UP-Loch und paralleler Anschluß) …
Irgendwie ist das alles doof. Und teuer. Und von außen ist auch nirgends ersichtlich, ob ich nun 63A oder 80A brauche (12 Sicherungsautomaten á 16A; 3 Phasen a 240 V; bei gleichmäßiger Verteilung wären das (12/3), also 4 * 16A, die auf einer Phase lasten. Damit ist 63A schon raus, was? Aber das hieße andererseits ja auch, daß pro Haushalt nicht mehr als 15 16A-Stromkreise möglich wären (15/3=5; 5*16A=80A) — Drehstromzähler für mehr als 80A sind mir jedenfalls keine untergekommen …

Warten auf Taiwan – oder: was mir am iWhat nicht gefällt

Nun ist die Katze ja aus dem Sack, Apple hat sein Pad vorgestellt. Leider ist auch dies nicht das Gerät, welches ich noch immer suche. Ich habe zwar keine Ahnung, wie gut oder schlecht sich das Apple-Pad im Tageslicht machen wird, aber wie schon bei der ersten Ernüchterung nach der ersten Euphorie über die Vorstellung des iPhones (»Hä? Wie, kein 3G, kein MMS?»), so bringt dieses – angekündigte – Gerät von Apple mein Blut nicht in Wallungen.
Um mir nicht die Finger wund zu twittern, kurz meine Kritikpunkte an dem, was derzeit als iPad announced ist:

  • Keine Standard-Interfaces; insbesondere kein SD-Slot zur Erweiterung des lokalen Speicherplatzes und/oder zum Datenaustausch z. B. mit meinen Digitalkameras. Hintergrund ist klar:

    Für je 16 GByte mehr internen Flash-Speicher verlangt Apple jedenfalls jeweils 100 US-Dollar Aufpreis, während eine microSDHC-Karte gleicher Kapazität lediglich 35 Euro kostet. Apple verdient also kräftig am zusätzlich verkauften Flash-Speicher und kauft nach einer Schätzung von DRAMeXchange.com (über langfristige Verträge) bereits ein Fünftel der gesamten, weltweit produzierten NAND-Flash-Speicherkapazität.

     
    Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Schreib-/Lesezyklen dieser interne Speicher wohl aushält, konkreter: nach wievielen Jahren Nutzung Apple mit einem NAND-Schaden und Neukauf kalkuliert …

  • Falls die Informationen von heise online stimmen, baut Apple den Mobilfunkern wieder eine goldene Einnahmen-Brücke:

    (Update:) Diskussionen gibt es auch um das Format der SIM-Karte für die UMTS-tauglichen iPad-Versionen. Statt des bisher üblichen SIM-Kartenformats setzt Apple auf eine neuartige Micro-SIM, die das Standardisierungsgremium ETSI auch unter der Abkürzung 3FF (Third Form Factor) spezifiziert hat […]. Bisherige SIM-Karten passen also nicht in die Ende April erwarteten iPads mit Mobilfunk (/Update).

     
    Hat sich also was mit einlegen meiner Tchibo-Flatrate-SIM, für Apples Pad brauche ich eine neue SIM-Karte, die – was wollen wir wetten? – es erst mal nur bei ausgesuchten Anbietern mit »passenden Tarifen« geben wird. Apple wird schon dafür sorgen. Und dank der fehlenden USB-Schnittstelle kann ich auch keines der vorhandenen USB-3G-Dongles anstöpseln — ein Schelm, wer …

  • 1024×768 finde ich für ein rd. 10″-Display eigentlich zu knapp. Die Auflösung hatte mein 12″-Sony schon 2000, bei heutigen Webseiten finde ich sie nicht mehr zeitgemäß. Aber wirklich beurteilen kann ich das erst nach Inaugenscheinnnahme des fraglichen Display, klar. 1280×900 oder sowas sollte da aber eigentlich hervorragend passen; zumal ja Fläche flöten geht für die On-Screen-Tastatur …
  • Schlußendlich bleibt Apple natürlich außen vor, da Apples Softwaredongle iTunes nicht für die Umgebungen bereit steht, in denen ich es nutzen würde (Linux x86/x64). Und da zu befürchten steht – auch darauf deuten schon die fehlenden offenen Schnittstellen hin –, daß Apple wieder abzukassieren versucht, indem Inhalte nur über iTunes auf das iPad gelangen können, ist das der finale Showstopper (einerseits, weil ich nicht doppelt für Inhalte zu zahlen bereit bin; andererseits, weil ich das blöde Pad dann gar nicht nutzen könnte, da kein iTunes verfügbar ist).

Witzig finde ich ja, daß diese fehlenden Standardschnittstellen, die Apple mit kostenpflichtigen Add-Ons wie dem »iPad Camera Connection Kit« nachliefert, von Apple-Nutzern auch noch hofiert, verteidigt werden (»es wird einen SDHC Leser geben lass mal abwarten«, »stimmt doch garnicht. dad camera connection kit ist ja genau dafür da.«); war nicht grade Eleganz und Einfachheit der Nutzung mal ein Hauptdesignelement der Apple-Geräte? Und da soll ich, anstatt die SD-Karte elegant im iPad verschwinden zu lassen, so ein popeliges Dongle am Pad stecken/baumeln haben, damit ich meine Fotos hochladen kann? You must be kidding ;)
Aber, und daher finde ich die Präsentation des Gerätes jetzt, weit vor Verfügbarkeit, gut: Diese Produktankündigung dürfte den Markt für Touchscreengeräte beflügeln, es dürften bis Mitte des Jahres auch andere Hersteller Geräte ähnlich des Apple-Pads anbieten, die dann hoffentlich offener sind, und dank Apples Preisvorgabe auch finanziell interessant …

Allein, nicht allein, doch allein und überhaupt: RRD cross-platform

Allein zu sein, das ist kein schönes Gefühl. Komischerweise bekomme ich das bei meinen Projekten des öfteren ;)
Nachdem ich nun einen meiner SheevaPlugs zum primären Hausautomatisationsknoten gemacht habe und FHEM darauf auch schön läuft, war der nächste logische Schritt, auch die Langzeitdatenaufzeichnung mittels RRD zu aktivieren, um den betagten, energiehungrigeren FSC Scenic xS entsorgen und einmotten zu können.
Und wenn man die Daten erst mal hat, das Auswerten kann ja auch von anderen System erfolgen, NFS und ähnliches macht’s möglich … ja, aber nicht bei plattformabhängigen Datenbasen, wie sie RRD nun einmal leider erzeugt:

wusel@server-1:~$ rrdtool info /mounts/plug-2/rrd-fhem/Parkplatz_TH/temperature.rrd
ERROR: This RRD was created on another architecture

Schön, daß wir drüber gesprochen haben … Ich hatte das in der Tat vergessen, aber für optimale Performance schreibt RRD nuneinmal die lokale Speicherabbildung des Daten in die Datei. Und die Darstellung unterscheidet sich leider zwischen Ubuntu auf armel und Ubuntu auf x86 — die Ausgabe ist keine rauspatchbare Schikane, denn rrdtool testet nach dem Einlesen einen »magischen Wert«, und der differiert, leider, obwohl beide Plattformen nach »little-endian«-Notation laufen.
Ich fühlte mich erst einmal allein gelassen, nachdem ich googelte und mehr so nichts deutlich neueres als eine Frage aus 2002 bzw. vage Diskussionen zu dem Thema fand:

 
Aber, niemals die Hoffnung aufgeben — und siehe, Überlegungen gibt es schon und ein Projekt für die Übergangszeit, welches mir helfen könnte — also doch nicht alleine!
Gelesen, gezogen, geinstalliert; geht nicht:

wusel@server-1:~$ tird-rrdtool -arch arm dump /mounts/plug-2/rrd-fhem/Huette_TH/temperature.rrd
ERROR: This RRD was created on other architecture

Und wieder zu früh gefreut und auch wieder allein; armel wird augenscheinlich nicht unterstützt; klar, das Gros der bisherigen Router auf einer Embedded-Plattform waren vom Typ mips.
Tcha. Da habe ich also nun meine Daten auf einem kleinen, energiesparenden – aber eben FPU-schwachen – »Plug«, nur weiterverarbeiten unter x86 kann ich sie derzeit nur, wenn ich sie periodisch auf dem Plug ex- und dann auf x86 wieder importierte. Das hätte ich gerne *nur* auf x86 gemacht, aber dazu jetzt ein static binary unter qemu für meine arm5el-Systeme zu bauen, sprengt doch etwas den Rahmen; da wird das kleine Kistchen halt die eine oder andere CPU-Überstunde schieben müssen, bis rrdtool 1.5 cross-platform-Unterstützung mitbgringt … (Oder ich versuche mich an einem “repacking” der Daten beim Einlesen, aber wahrscheinlich ist’s es soo einfach nicht, wenn man die Datenrepräsentation sich ansieht.)

Zu früh gefreut?

Mittlerweile ist einer meiner SheevaPlugs schon recht gut integriert in das, was er mal machen soll. Leider macht mir grade andere Software den Erfolg streitig:

wusel@cam-serv2:~$ rrdtool info /mounts/plug-2/rrd-fhem/Parkplatz_TH/temperature.rrd
ERROR: This RRD was created on another architecture

Großes Kino mal wieder. Ich erstelle die Daten auf armv5tel und will sie lesen (weiterverarbeiten) auf i686. Tja, obwohl beides litle-endian-Setups sind, meckert rrdtool. Im Prinzip hat es auch recht; die Frage ist, wie relevant die Meldung tatsächlich ist … *seufz*

»[…] und alles andere mit Software lösen (ich bin Informatiker)…«

Hachja. Hausautomation ist schon ein lustiges Thema. Den frühen, vergangenen, Abend habe ich damit verbracht, das Netz zu durchforsten nach einer – kostengünstigen – Möglichkeit, meinen Energieverbrauch (elektrisch; der Rest läuft ja über WEG) zu erfassen. Die Stadtwerke als (derzeitiger) Lieferant bieten, auch auf Nachfrage im Januar 2010, keine »monatliche Abrechnung« an, wie es gesetzlich eigentlich nun vorgeschrieben ist; Smarter Zähler mit Ausleseoption für mich seitens der Stadtwerke fällt also flach. Die IR-Sensor-Lösung Marke ELV/Conrad auch, da der stylische Schlumberger-Zähler in Rauchglas-Optik die Messung verhindert. Bleibt also nur entweder den Wecker auf 6 zum täglichen Zählerstandablesen stellen — oder ein eigener Zähler mit Schnittstelle zwischen Zuleitung vom Zähler im Keller und dem Rest des Sicherungskastens.
Da ich eher nicht so der Frühaufsteher bin, schon gar nicht an 7 Tagen in der Woche, würde ich das Ablesen schon gerne Maschinen überlassen – also Investition ein einen Drehstromzähler mit Schnittstelle. Hmm, welcher Schnittstelle, auch da gibt’s ja viele Varianten, von auskunftsfreudig (M-Bus: Wirk-, Scheinleistung, Spannug, Strom, cos phi, Frequenz, …) bis lobotomisiert (S0: 10-1000 Impulse/kWh), von teuer (im oberen 300er Bereich mit M-Bus) bis fast günstig (Artikel-Nr.: 125411 – 62 von Conrad, 129,– für einen Drehstromzähler mit S0).
S0 hat die AVM-Box im Kämmerchen auch, leider den ISDN-S0 und nicht die Ausführung nach DIN 43864 … dafür ist dann wieder Extra-Hardware notwendig, entweder im lustigen Selbstbau oder doch einfach als Zählermodul mit normiertem Anschluß – irgendwie tendiere ich ja doch zu letzterem. Ja. Ich werde alt ;) (Wobei ich noch checken muß – mentale Notiz hier –, ob denn der verwendete Zähler von digitemp oder OWFS unterstützt werden; kaum etwas würde an meinem Ego kratzen, wenn ich beim Anschluß an die Linux-Box erst feststellen müßte, daß grade dieser Chip (noch) nicht unterstützt wird … Warum ich das erwähne? Empirischer Wert …)
Nungut; nachdem diese »Details« klar sind, heißt es nun, einen E-ticker zu finden, der mir das qualifiziert einbaut, ohne dafür gleich meinen Arm oder mein Gemächt zu verlangen — kostet mich die Messung das, was ich n Jahren an Energie einspare, ist das für mich, zum nachvollziehbaren Leidwesen des Elektrikers, wenig spannend noch das Thema …
Irgendwie finde ich das alles sehr … bemerkenswert. Das Plugwise-System ist schon cool – habe heute eine Neuinstallation mit laufendem Snooping der seriellen Kommunikation gemacht, ich glaube, da gibt’s noch lustige Befehle zu dekodieren –, aber für die 10-20 zusätzlichen »Circles« für einen sinnvolleren Überblick würden noch immer keine Gesamtsicht bringen. Wie aber stecke ich einen Schuko-Zwischenstecker in meine Deckenleuchte? Wechselstromzähler – unbeglaubigt, aber das sind ELVs EMs oder Plugwises Circles ja auch nicht – mit S0-Schnittstelle gibt’s schon für ca. 25,– EUR als Neuware in der Bucht; je S0 ca. 20 EUR (2x S0 auf 1-Wire < 40 EUR) dazu macht 45,– EUR/Stromkreis – da wären Plugwises Stealth-Kästen mit rd. 40 EUR günstiger, aber normal kaufen kann man die wieder nicht … (Abgesehen davon, daß der Stealth nur ein Circle ohne Stecker & Buchse ist — wieso ist der *teurer*‽) Und wieso hat noch kein Hersteller etwas entwickelt, was einen gesamten Strang vielleicht nicht schalten, aber zumindest messen kann? Stay tuned; mehr demnächst, in diesem Theater …

Grün werden leicht gemacht …

… zumindest im Gesicht geht das bei diesem Thema bei mir schnell …
Heute geht’s um Optionen, den Energieverbrauch einer Wohnung, eines Haushalts zu messen und, wichtig, aufzuzeichnen. Denn bei aller technischer Spielerei mit automatisiertem An- oder auch Ausschalten: eigentlich müßte ich erst einmal wissen, was denn so verbraucht wird —- möglichst zumindest stromkreisgenau und insbesondere ohne jeden Tag den Zählerstand vom Stadtwerke-Stromzähler im Keller aufzuschreiben. Ich erwähnte das ja schon.
Und dann möchte ich natürlich auch die Relation sehen: Verbrauch vorher, Verbrauch nachher; Differenz == Ersparnis, also grob (minderverbrauchte kWh/5) Euro (bei 0,20 Cent/kWh). Und da hänge ich noch immer. Zwar habe ich mittlerweile drei (von vier möglichen) ELV-Energiemeßzwischensteckern am Start und auch zwei Plugwise-Zwischenstecker »Circle«, aber das gibt nur eine sehr punktuelle Sicht. Toll für Messungen zwischendurch oder, bei Plugwise, gerne auch für das Messen und Schalten von bestimmten Verbrauchern; mit rd. 35,– EUR pro Zwischenstecker wird aber die »schlaue Stecken« irgendwie ökonomisch auch mehr so eine »Langzeitinvestition« … (Sicherlich günstiger als das technologisch Plugwise sehr verwandte »Plogg«-System, für welches jüngst das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik ‘ne App rausbrachte; mit UKP 97,00 vor Steuern ist das Plogg-System, von den noch unförmigeren Zwischensteckern als bei ELV angesehen – obwohl das schon an sich eine Leistung darstellt –, dann doch mal schnell Faktor 3 so teuer wie Plugwise.)
Den Gesamtverbrauch bekomme ich jedenfalls derzeit nicht ermittelt, da das IR-System mit meinem stylischen Schlumberger-Zähler in Rauchglasoptik grau nicht mehr von rotgrau unterscheiden kann und die Hutschienenlösung bei 12 Stromkreisen (und 4 möglichenen Geräte-IDs) einerseits richtig teuer wird und andererseits (funk-) technisch nicht funktioniert.
Funktionieren hingegen müßte eine Lösung mit einem Plugwise Stealth je (16A-) Stromkreis; mit 12 x ca. 40,– EUR auch ein kleines Einstiegshinderniss, zumal Kosten für den E-ticker ja noch hinzukommen. Hier wäre eine Preisreduktion mal richtig willkommen ;)
Tja, und schaue ich mal ins europäische Ausland, dann stellen sich Dinge wie …

Sensor clip
When you purchase Wattson 01 you will be provided with a single sensor clip. Most houses in the UK use single phase electricity and only require one clip to measure.

 
… als durchaus interessante Hürde heraus – grade bei der Energieversorgung scheinen sich nicht nur die Steckerformen quer durch Europa zu unterscheiden, auch die Technik unten drunter ist, bis auf die rd. 230 Volt Nennspannung, durchaus unterschiedlich. Das Wattson-System an sich ist ja nett – nur an meine 3 Phasen komme ich nicht wirklich ran, ohne den Sicherungskasten mindestens teilzudemontieren.
Das ist irgendwie alles in Deutschland schon anders, verdeckter, gelöst als offensichtlich z. B. UK. Aber so ein Gadget, welches die Farbe anhand des Energieverbrauchs ändert, das hätte schon einen sehr hohen WAF und auch die Kids könnten vielleicht leichter lernen, daß man Energie auch sparen kann – z. B. durch das Nichtvergessen des Lichtausschaltens im Bad *sigh*.
Nur was die Genauigkeit der Messung mit dieser komischen Klemme angeht, da habe ich doch so meine Bedenken; eine Auflösug von 1 W ist ja ausreichend, sofern es denn wirklich hinreichend genau (+/- 1%?) wäre. Naja, und dann wäre da noch ein anderes Problem:

LINUX
We are very sorry that we can not provide a linux version. We support all Linux users out there but our resources are too limited. In case any Linux developers are interested in taking action themselves then please get in touch! We can provide the API and tell you about our experiences with holmes and wattson users.

 
Vielleicht melde ich mich da wirklich mal; das Gadget an sich ist nett, wenngleich ich bei 433,92 MHz natürlich so meine Bedenken habe; aber gut, Funk ist Funk und wenn man das bei der Aussendung berücksichtigt, d. h. eher öfter als selten sendet, sollte das einigermaßen funktionieren.
Mittlerweile bin ich soweit, einen ollen traditionellen Drehstromzähler in die Wohungsverteilung bauen zu lassen und dort dann das EMWZ-System von ELV draufzukleben. Vielleicht einen Zähler mit S0-Ausgang, um sich zukünftige Alternativen nicht zu verbauen … Die Hutschienensysteme sind dann gleich wieder deutlich teurer, bringen auf Basis der S0-Schnittstelle aber keinen Mehrwert (S0 ist ein Impulsausgang; die kleinen Zählwerke können auf ihrem LCD aber z. B. auch Spanung, Strom, Frequenz und Leistung wiedergeben — nur möchte ich das auch geloggt wissen); mal abgesehen davon, daß ein S0-Interface (nein, daß ist was anderes als S0 bei ISDN …) nochmal deutlich ins Geld geht …

Plugwise, meet FHEM. FHEM, meet Plugwise.

Ich schrieb ja schon das eine oder andere Mal über meinen »Haushalt 3.0« (hey, neues Jahrzenht im neuen Jahrtausend, da darf man bißchen inflationieren) oder eher die Vision davon. Nichts davon ist jetzt sonderlich neu, viele Ideen stammen aus den 60er und 70er Jahren und waren schon in »Raumpatrouille« oder »Star Trek« zu bewundern. Und mit dem notwendigen Kleingeld versehen, hätte ich mir beim Wohnungsbau 2002 auch das eine oder andere lustige Bussystem anlachen können und könnte z. B. wie Bekannte aus Süddeutschland, an zentraler Stelle jeden (Licht-)Schalter auf jede Lampe konfigurieren, also z. B. mit dem Wohnzimmerdimmer das Licht im Klo steuern :-) Naja, wir haben dann doch lieber einen Kaminofen angeschafft, dessen separaten Kaminzug haben wir immerhin einplanen lassen.
Nun denn, nachdem sich das Thema Hausautomatisation mehr und mehr wachsender Beliebtheit auch bei Herstellern zu erfreuen scheint – was ich in mehr und vor allem günstigeren Gerätschaften festmache – bin ich 2008, 2009 denn auch aufgesprungen. Anfänglich als reiner Konsument, der basierend auf der Open-Source-Software FHEM und Sensoren als auch Aktoren aus dem Dunstkreis der Firma ELV z. B. eine flexible – jahreszeitabhängige – Lichtsteuerung für unser Terrarium baute, so als Fingerübung. Anfang 2009 löste dann der LCD- den Röhrenfernsehe ab und die Wahl fiel auf ein Gerät von LG, wegen recht guter Kritiken als auch wegen der RS-232-Schnittstelle für »Service and Control«; im Handbuch sind Kommunikationsparameter beschrieben sowie die Befehle zur Steuerung als auch zur Statusabfrage. Fand ich damals reizvoll, wenn auch noch ohne konkrete Anwendung.
Die Anwendung habe ich mittlerweile dazu geschrieben, ein Modul für FHEM, mit welchem eine Steuerung und Statusabfrage (ist der TV an? Welche Bildquelle ist gewählt?) möglich ist — und damit kann ich nun unter anderem die Standby-Stromfresser PS3, Wii, bedingt die T-Entertain-Box X301T und natürlich die mit einer Jahresnutzungszeit von unter 2 Stunden ziemlich unsinnvoll rumstehenden Geräte DVD-Player und VHS-Rekorder generell abschalten und nur dann – programmgesteuert – aktivieren, wenn ich den entsprechenden Eingang am TV wähle. Max. 30 Sekunden später macht es hinter *kilck* und vorne geht die LED des entsprechenden Gerätes an. Nachts trenne ich die Kisten dann wieder vom Stromnetz, erst bei Bedarf (Auswahl per TV-Fernbedienung, s. o.) werden sie wieder aktiv.
Für sowas braucht man »Schaltaktoren«, vulgo fernschaltbare Steckdosen — denn kein Gerät hat heute ein Interface, mit dem man es komplett stromlos machen könnte. Auch hier habe ich mich mittlerweile wiederholt in Perl gestürzt und bislang zwei Module für FHEM erstellt: SISPM und SIS_PMS, um die Steckdosenleisten mit USB-Interface des Herstellers Silvershield zu steuern (SISPM macht die Hardwareansteuerung, SIS_PMS verwaltet die einzelnen »Sockets«), und seit heute funktional: Pw_Stick & Pw_Circle, um über den USB-Stick von Plugwise die im Zigbee-Mesh verbundenen »Circles«, die eigentlichen Zwischenstecker, anzusteuern.
Wie man oben sehen kann, ist auch damit nun einerseits eine permanente Energieverbrauchsmessung über FHEM möglich, als weiteres Feature gibt’s noch die Möglichkeit, die Verbraucher ein- oder auszuschalten — das macht z. B. in Büros – oder auch dem Home-Office – Sinn, wo man Geräte wie z. B. die Anzeigegeräte oder Drucker nachts, wenn keiner sie benötigt, einfach vom Energienetz trennt. Automatisiert, versteht sich — denn wer will schon abends rumrennen und Geräte aus-, und dann am Morgen wieder antöpseln?
Aber das ist natürlich nur die halbe Miete; eigentlich müßte ich erst einmal wissen, was denn so verbraucht wird —- möglichst zumindest stromkreisgenau und insbesondere ohne jeden Tag den Zählerstand vom Stadtwerke-Stromzähler im Keller aufzuschreiben.
Aber das ist eine andere Geschichte — ich habe mich auch da mal umgesehen, denn jede Steckdose mit einem solchen Circle, Plogg oder wie-auch-immer man sie genannt hat, zu versehen, ist ökonomisch wie ökologisch wenig zielführend: auch diese kleinen Geräte benötigen zur Funktion Energie. Rechnen wir im Schnitt 1 Watt und gehen auf die maximale Größe eines Plugwise-Segments, d. h. 64 Zigbee-Geräte, verbrauchte auch diese Meßinfrastruktur permanent gut 60 Watt! Aber mehr dazu in einem, anderen Eintrag :-)

Aus Tokyo den Fernseher einschalten …

… im fernen Gütersloh; abgesehen davon, daß keine Reise in den Osten geplant ist: mittlerweile könnte ich das. Gut, außer für den Fall, daß lokal die Fernbedienung Beine bekommen hat, macht jenes Szenario weniger Sinn, gebe ich gerne zu.
Es geht mir eigentlich auch um etwas anders; Messungen mit ELVs EM1000-Sensoren zufolge schlucken PS3 als auch Wii rd. 10 Watt im Standby (jedenfalls verringert sich die Grundlast um jeweils 10 Watt, wenn ich die Geräte jeweils vom Netz trenne); der X301T der Deutschen Telekom ist mit rd. 15 Watt im Standby noch etwas durstiger. DVD-Player und VCR laufen außer dem noch im Standby, hier habe ich bislang keine separaten Schalter hinzufügen können (primär, da die ELV-Teile sowas von klobig sind :(); das kommt aber noch diese Woche (ich habe zwei Funksteckdosen FS20 freibekommen, seit ich die Lampen des Terrariums per Silvershield-Steckdosenleiste mit USB-Anschluß schalte; wg. des Platzbedarfs der FS20-Zwischenstecker werde ich aber wohl noch eine weitere Mehrfachsteckdosenleiste bemühen müssen) …
Mit der Möglichkeit, neben dem Einschaltzustand meines LG-LCD-Fernsehers auch noch den gewählten Eingang abzufragen (oder diesen programmgesteuert zu ändern) böte sich nun die Möglichkeit, daß z. B. die PS3 automatisch mit Energie versorgt wird, wenn z. B. für >30 Sekunden der TV auf den entsprechenden HDMI-Eingang geschaltet wurde. Und, ebenso charmant, könnte z. B., wenn der TV 1h ausgeschaltet ist und die PS3 auch nicht mehr pingt (also heruntergefahren wurde), man die PS3 eigentlich auch wieder stromlos schalten – und die Wii analog. Und insbesondere DVD und VCR, die wohl rd. 1-2 mal im Jahr genutzt werden – es sind zwar nur Kleckerbeträge, aber es spart was, insbesondere CO[sub]2[/sub] (der finanzielle Aspekt ist, verglichen mit den Erstehungskosten, mehr so schwierig zu verargumentieren) …
Um dem Energieverbrauch noch mehr auf die Spur zu kommen, implementiere ich derzeit ein Plugwise-Modul für FHEM; dank verschiedener Vorarbeiten ist das eigentlich straightforward, wären da nicht mystische Meldungen:

000D6F00001F2600
000000C1AB92
InspectFifoUnicast 40
NRtoNR
�emberMessageSentHandler() ** ClusterId 40 ** Status 102 **
PutFifoUnicast 40 : 000D6F00001F2600
000000C1AB92
InspectFifoUnicast 40
NRtoNR
�emberMessageSentHandler() ** ClusterId 40 ** Status 102 **

Hachja; und ich weiß jetzt nicht, ob ich (uninitialisierten) mir nicht gehörenden Speicher auslesen oder der Garbage von woanders herrührt. Hrmpft.

Plugwise und das Datamining

Das ist schon irgendwie doof. Endlich habe ich eine Technologie gefunden, die nicht nur tendentiell sondern auch tatsächlich funktioniert (naja, der geringe (wie hoch eigentlich?) Stromverbrauch der Plugwise-Zwischenstecker wird erkauft mit einem höheren Bedarf dieser an strategischen Positionen, damit das Low-Power-Zigbee-Netz nicht in einzelne Inseln zerfasert), und dann muß ich feststellen, daß das nicht nur eine sonderbare Software ist – warum entzieht sieht mir die Freundschaft, äh, Updateerlaubnis, wenn ich nicht einwillige, daß meine Verbrauchsdaten, angeblich (nachvollziehbar ist das für den Kunden ja nicht) anonym zu Plugwise geschickt werden –, sondern das Geschäftsmodell von Plugwise das Datamining explizit beinhaltet.
Respekt. Aus den gleichen Gründen würde ich bis zur gesetzlichen Pflicht keinen onlinefähigen Strom-, Wasser- oder sonstigen »Utility«-Zähler mir geben lassen: meine Daten gehören mir, Punkt. (Nein, stimmt nicht ganz: Gegen Zahlung dessen, was ich monatlich an Stromkosten habe, also Umgekehrung des Geldflusses, würde ich der Übermittlung der Gesamtverbrauchsdaten durchaus zustimmen. Stromverbrauchsdaten gegen Bares, ja, das wäre ein Geschäftsmodell, mit dem ich mich anfreunden könnte. Zumal ich ja das Geld in weitere Verbraucher investieren und damit Einkommensmaximierung betreiben könnte ;) Ach, komisch, darauf will jetzt kein EVU eingehen, was? *sigh*)
Ah, ok, ich habe meine Leser schon wieder überfordert ;) Ok, es geht um folgendes: Es gibt eine niederländische Firma, die vertreibt vorgeblich nicht ganz billige Zwischenstecker, die ein kleines Hightech-Wunder darstellen. Diese »Circles« genannten Zwischenstecker können einerseits Spannung und Stromverbrauch messen, woraus sich der Energieverbrauch errechnen läßt, sie können diese Daten auch auf längere Zeit speichern und geben sie über ein Zigbee-Mesh-Netzwerk über einen USB-Stick an die Software dazu von Plugwise, dem Hersteller, namens »The Source« aus. Soweit so schön. Und nicht ganz bahnbrechend, drahtlose Energieverbrauchsmessung hat Plugwise nicht erfunden.
Wohl aber das drumherum: Zigbee-Mesh – je mehr Plugs, desto verläßlicher das Netzwerk, um Daten und Kommandos zu übertragen –, sehr flinke Energiemessung und -bereitstellung (das ELV-Produkt sendet nur alle 5 Minuten ein Datentelegramm, Abfrage ist nicht möglich, wie es um die Zwschenspeicherung der Daten bestellt ist, weiß ich nicht) und einen fernsteuerbaren Schalter (aus, ein) hat man zusammen in einen recht kompakten Zwischenstecker gepackt.
Dank findiger Tüftler ist das Protokoll zwischen Software und USB-Stick weitgehend bekannt, sodaß ich das sogar – unter Linux – mal demonstrieren kann:

2010-01-19 02:02:03 T-Home: 15.0084462657 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:05 T-Home: 15.0084462657 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:07 T-Home: 15.0084462657 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:09 T-Home: 12.8642627264 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:10 T-Home: 8.5758661503 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:12 T-Home: 6.43165311342 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:14 T-Home: 4.28743024401 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:15 T-Home: -0.0010449924251 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:17 T-Home: -0.0010449924251 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:19 T-Home: -0.0010449924251 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:20 T-Home: -0.0010449924251 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:22 T-Home: -0.0010449924251 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:24 T-Home: -0.0010449924251 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:26 T-Home: 4.28743024401 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:27 T-Home: 12.8642627264 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:29 T-Home: 15.0084462657 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:31 T-Home: 23.5850820973 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:32 T-Home: 27.8733410179 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:34 T-Home: 27.8733410179 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:36 T-Home: 23.5850820973 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
[...]
2010-01-19 02:02:53 T-Home: 23.5850820973 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:25 T-Home: 19.2967838466 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:27 T-Home: 19.2967838466 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:28 T-Home: 19.2967838466 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
[...]
2010-01-19 02:02:41 T-Home: 19.2967838466 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:43 T-Home: 17.1526199724 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:45 T-Home: 17.1526199724 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:46 T-Home: 15.0084462657 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:48 T-Home: 15.0084462657 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt

Man kann sehr schön das Ausschalten des T-Home Entertain-Receivers X301T – 15 Watt Standbyleistungsaufnahme; was vermietet die Deutsche Telekom eigentlich jetzt, 2010, nach Inkrafttreten der Nicht-mehr-als-1-Watt-im-Standby-Richtlinie‽ – um 02:53:08 sowie dessen Einschaltleistungsaufnahme (ab 02:53:24) sehen. (Die negativen Werte und auch die offensichlich deutlich gröbere Auflösung, als die Nachkommanstellen weiß machen wollen, könnten mit dem reverse engineering des Protokolls bzw. des flotten Proof-of-Concept-Codes zusammenhängen. Denke, das wird die Zukunft zeigen …)
Soweit ein richtig tolles Produkt, und mit gut 35,– EUR pro Zwischenstecker auch eigentlich bezahlbar — zumal, wenn man damit Energieverschwendern auf die Schliche kommt und sie bequemt komplett abschalten kann. Aber auch für die ganz normale Heimautomatisation aus technischer Hinsicht Klasse, wenn man von Details wie »wie komme ich bei 5-10 m Reichweite den von meiner Wohnung bis in den Keller?« mal absieht.
Nur: leider unterstützt der Hersteller keine native Linux-Anwendung; ein Update der Firmware mit komplett neuen Codes steht ins Haus, inwiefern es dann noch mit Linux gehen wird, wird sich zeigen müssen — insofern für mich klar ein Showstopper, mehr als die beiden vorhandenen Plugs werden’s wohl erst einmal nicht mehr, bis das mit der neuen Firmware geklärt ist.
Schlimmer aber ist aus meiner Sicht die eingangs erwähnte Verpflichtung der Käufer dieses Systems, die Verbrauchsdaten – angeblich anonym – an Plugwise zu senden; und schlimm finde ich auch die Begründung (Hervorhebung von mir):

Unforgivable! Plugwise stealing data !!!

by Reinder » Thu Mar 12, 2009 8:52 pm

I am really sorry to say that I really don’t understand anything about the over heated reactions. There is absolute nothing to worry about. First of all, the collected data is only for datamining, there is nothing personal about that. So what are you guys worrie about???? The only thing Plugwise would like to know is for example what is the energy consumption in the reality in the world, nothing more. There is now way they could relate it to a person, that should be illegal and forbidden. And Plugwise isn’t doing that! So all the worries are not necessary.
@ bas234, the data is anonymous! You can check this, and when you do this, you don’t see personal data! And yes, the anonymous data is important to Plugwise. It is the only way to keep the prices of the plugs as low as they are right now. It is a gamble for Plugwise investing in plugs below cost price (just for our customers) in the hope to earn some money back in giving the world statistic information to help the world save energy! Plugwise don’t block update, it’s just a simple technical solution that when the software cannot connect to the portal, it also cannot update. So Plugwise can’t control your devices, just your software is not capable to update, I hope you understand it right now?
@ Henk, why post on a forum aggressive words like <i>war</i>……. You now how to find us, you asked before for free kits for testing, so why not contact us first? Of course you can manipulate the data, and when you feel happy doing this, please do. This will not help anything about this discussion.
@ wifi and @ snelvuur, what are your plans?????? When you want to kill Plugwise, please stop the afford, it will not work. Maybe you can reach that Plugwise don’t sell in NL any more, but I doubt it because they follow the rules. And at the end, who is the winner???? I don’t now? The bottom line is that it is not possible to sell the plugs for this price and earn some money, without extra ways like datamining!
There is only one reasonable discussion. Should it be possible to pay (lets say) 3 time more fore a plug, but then be sure that it is not part of the deal and that Plugwise is not needed to collect data? Be honest, you all now what happens. People buy the cheap plugs and block the data, so at the end, this solution will be hacked.
By the way, I know that Plugwise is working about disabling the data upload in a check box. And yes then you are in violation of the terms, but I still like they are offering this solution. Just like DJF3-2 suggested.

 
Mal abgesehen davon, daß weder prominent auf der Website noch während des Bestellvorganges auf dieses »Detail« hingewiesen wird (und damit bei Verkauf an deutsche Verbraucher deutsche Gesetze verletzt werden dürften), finde ich es generell fragwürdig, ein wirklich lobenswertes Produkt durch eine BigBrother-Funktion zu entwerten und in Verruf zu bringen. In den Niederlanden war der Aufschrei augenscheinlich vor Jahresfrist so, wie er ein Deutschland wäre: ein paar Freaks regen sich auf, mobilisieren ggf. noch Medien, die sich ebenso aufregen, der Anbieter kleistert einen Opt-Out-Button dazu — und letztlich wird sich ein Endkunde darum nicht kümmern; wahrscheinlich bekommt er das nicht einmal mit (zuviele Programme »telefonieren nach Hause«, da nützt auch eine Warnung der Windows-Firewall nicht mehr).
Es irritiert mich allerdings, daß es nicht möglich sein soll, die fragliche Technologie kostendeckend bei 35,–/Plug herzustellen; damit muß dann ja digitalSTROM, die seit >2 Jahren ein Phantomprodukt lobhudeln, welches in Lüsterklemmengröße zu (in etwa) Lüsterklemmenpreisen, naja, ich vermute mal einen avisierten Zielpreis von unter 10,– EUR/Klemme, zu haben sein soll und wahre Wunderdinge leisten – u. a. jegliches Leuchtmittel dimmen, von der Glühbirne über das LED-Licht bis zur Energiesparlampe (auch denen mir explizitem Aufdruck »nicht dimmbar«?) – zum Exitus verdammt sein. (Gut, das würde vielleicht erklären, warum es nach wie vor keine kaufbaren Produkte von digitalSTROM gibt.)
Denn ELV verlangt für einen Funkschalter rd. 23,– EUR, für einen Energiemesszwischenstecker gut 39,–. Bei Pollin allerdings gibt es ein Komplettset – zwei Energiemeßsensoren, 1 LCD-Anzeige – für 25,–; lasse ich mal das, was doppelt ist, weg, kommt ein auf 868-Mhz sendender und empfangender Zwischenstecker auf (ELV) 23,– plus (Pollin, halber Preis da 2 Stecker im Set) 12,50, also 35,50. Irgendwie lustigerweise der Preis, den die Plugwise-Plugs auch kosten — angeblich um Faktor 3 subventioniert‽ Wie teuer ist denn der Zigbee-Kram? Wenn’s daran liegt, kicken …
Mich bestätigt das nur wieder darin, auf Open Source zu setzen; grade in der Heimautomatisierung möchte ich mich weder auf ein nach Hause telefonierendes OS mit inhärenten Sicherheitslücken verlassen noch auf eine Anwendungssoftware mit ggf. unbekannten oder schlicht unerwünschten Funktionen.